Vorstellung lesenswerter Publikationen der Wochen-Zeitung Junge Freiheit zum Thema Corona (87)

eröffnet am 23.06.2022

WORK IN PROGRESS

Inhalt: (clicke das Jeweilige an, um direkt in den entsprechenden Textbereich zu gelangen)
Einleitung
Vorstellung lesenswerter Artikel zum Thema Corona
in kurzen Auszügen zusammengefasste Artikel seit Januar 2021 bis dato
Aktueller Stand: 87

(Gender/Transhumanismus/Diverse 108 Hinweis: Sammlung umverlegt: -https://ultimativefreiheitonline.wordpress.com/archivum/elaboratorium/kultur-gebeutelt/
Zusatzfunde
Print-Magazine, Internetseiten etc, auf die wir erst durch die JF aufmerksam wurden
Aktueller Stand: 13

I. Einleitung:

Plädoyer für die Wochen-Zeitung Junge Freiheit inklusive einer Begründung für den Entschluss, ihr nun doch eine Extra-Abteilung einzurichten bei gleichzeitigem Aufruf an die Redaktion, bitte niemals zu einer Tageszeitung zu verkümmern
Inhalt: Aufklärung/ Linksextremismus / Rechtsextremismus/ Transhumanismus / Kritikpunkte

Aufklärung

Nach anfänglichen Zweifeln, reiflicher Überlegung und hitzigen Debatten unter gegenseitigem Beschmiss mit zusammengeknüllten Papieren hat sich die Redaktion nunmehr dazu entschieden, der Wochen-Zeitung Junge Freiheit nun doch eine Extra-Abteilung einzurichten.

Den Entschluss für dieses sicher aufwändige und in dieser Verhältnismäßigkeit kaum nutzbringende Unterfangen möchten wir in erster Linie damit begründen, daß sich die JF im Gegensatz zu etlichen anderen bekannten Zeitungen in allen Belangen an den Pressecodex hält und damit innerhalb unserer freiheitlich-demokratischen Grundordnung als ein Teil der vierten Gewalt ihrer Pflicht nachkommt.
Dies können wir von vielen namhaften Zeitungen nicht behaupten, einerlei, ob es Tageszeitungen, Wochen- oder Monatsschriften sind. Was die Tageszeitung als ein Medium an sich betrifft, wären diese ohnehin grundsätzlich abzuschaffen und diese Erscheinungsweise ab sofort zu verbieten – denn es tut überhaupt keine Not, täglich Nachrichten zu produzieren und ist überdies gar schädlich, sie täglich zu konsumieren. Es ist das tägliche Abfeuern von Nachrichtenmagazinen, das die Welt in gleicher Taktung in dieses gegenwärtige Jammertal verwandelt hat! Man merkt ja vielmehr: Wozu sollte es auch sonst gut gewesen sein?
– Eben! Es hat Methode, und es gilt nun, sich davon endlich abzukehren.1 Kümmere dich doch lieber um dein direktes Umfeld und die Kontakte, die von dort nach anderswo weiterführen, und danach kannst du immer noch getrost einmal in der Woche das nachlesen, was sich sonst ereignet hat! In dieser einen Woche hat sich nämlich die entsprechende Zeitung intensiv mit allem Berichtenswerten befassen können und ihre Ressourcen genau für diese Arbeit zweckvoll eingesetzt. Dazu braucht es schließlich mindestens eine Woche, so daß die Ressourcen, die eine Tageszeitung benötigt, vollkommen verschwendet werden, da sie keinen Nutzen für eine tiefere und breitere Aufklärung mit sich bringen. Und die Ressourcen, die von Wochen- und Monatszeitungen aufgewendet werden, sind ebenfalls verschwendet, solange sie sich kein Beispiel an das nehmen, was sich die Junge Freiheit nicht nur auf die Fahnen schreibt, sondern auch in sich hat und wöchentlich herausgibt: Die Ergebnisse ihrer ernsthaft (was auch mit Witz geschehen kann) betriebenen journalistischen Tätigkeit!

Die JF zeigt somit an, wie man es auch hätte machen können. Die führenden Medienhäuer haben also nicht nur versagt, sondern sind sie absichtlich ihrer Aufgabe nicht nachgekommen. (Es sei denn, ihre Aufgabe ist eben Manipulation und Desinformation, wovon wir im Grunde ausgehen). Sie haben sich genaugenommen sogar schuldig gemacht. Ihre Form der Nachrichtenverarbeitung kommt der unterlassenen Hilfestellung gleich oder gar der Beihilfe zu Verbrechen.

Die JF deckt alle relevanten Sparten ab, so wie es sich für eine Wochenzeitung gehört, in dieser Aufführung konzentrieren wir uns aber so gut wie ausschließlich auf die Publikationen zum Thema Corona und Gender/Transhumanismus.
[Sehr viel Raum gibt man übrigens der Sparte Kultur, >Tip: Kulturausflug #1 – oder „Geistes-Anbau: Der Anbau der Sprache, der Künste und Wissenschaften“]
Zudem werden in der JF regelmäßig die wichtigsten und damit im Mainstream kaum bekannt gemachten Bücher zu diesen Themen besprochen oder beworben. Diese Meldungen greifen wir nur teilweise auf, denn etliche davon befinden sich bereits hier: >https://ultimativefreiheitonline.wordpress.com/bucher/
Die untenstehende Aufführung der Lese-Empfehlungen kann uns somit auch als Chronologie der Ereignisse dienen und damit auch der Verdeutlichung der Möglichkeit zur medialen, kritischen oder wenigstens ausgewogenen Berichterstattung speziell zum Thema Corona-Politik.

Linksextremismus

Ein „beliebtes“ Thema in der JF ist auch die Antifa, ihre kriminelle Ausrichtung und die angebliche antifaschistische Bewegung insgesamt. Es lohnt ein Durchforsten des JF-Archivs nach diesen Artikeln, denn dieses Thema ist nahezu eine Wissenschaft, und dieser Disziplin kommt die JF sehr gut nach; möglicherweise sind sie gar die einzigen, die hierzu eine derartige Arbeit leisten. Ebenfalls nicht zu leugnen ist die hohe Kriminalitätsrate in Deutschland vonseiten zugewanderter Menschen, insbesondere die organisierte Kriminalität der sogenannten Clans. Hier ein paar Beispiele zu diesen Themen:

Linke Kriminalität:

Verräter in der Antifa
Linksextremismus: Ein aktuelles Gerichtsverfahren gegen die Antifa ermöglicht einen Blick auf den Zustand der Szene. Es geht um Vergewaltigungen, um das Verschweigen der Verbrechen und um Verrat

Martina Meckelein
Junge Freiheit (22.07.2022), Printausgabe Nr. 27/22
Online-Ausgabe & Druckversion: https://jf-archiv.de/archiv22/202227070124.htm
Die Antifa jedenfalls glaubt fest an Genossin Linas Unschuld und verehrt sie wie eine Märtyrerin. Tritt sie vor Gericht auf, empfangen ihre Fans sie mit frenetischem Beifall. In einem Zwischenbericht zum Verfahren fabuliert die linke Szene von „Verfolgung Unschuldiger“ und der „Anwendung von Feindstrafrecht“. Es folgen Solidaritätsdemos unter anderem in Leipzig, die natürlich in Krawall und Zerstörung enden.
Eine dieser gewalttätigen Solidaritäts-Demonstrationen war von der Linken-Landtagsabgeordneten Juliane Nagel angemeldet worden. Dort schleppte der Schwarze Block ein Seiten-Banner mit einem Mordaufruf herum, auf dem zu lesen stand: „Dirk Münster – Bald ist er aus dein Traum, dann liegst du im Kofferraum.“ Eine Anspielung auf die Ermordung des Arbeitgeberpräsidenten Hanns Martin Schleyer im Jahr 1977. Die Linken, die sich damit selbst als Erbe der Roten Armee Fraktion demaskieren, drohen Dirk Münster, dem Chef des Polizeilichen Terrorismus- und Extremismus Abwehrzentrums im Landeskriminalamt Leipzig.
[…]
Dieser Fall ist wegen seiner Brutalität und Feigheit selbst in linksextremistischen Kreisen kontrovers diskutiert worden. Die Frau war am 3. November 2019 von Linksextremisten in ihrer Wohnung brutal zusammengeschlagen worden. Die feigen Schläger rühmten sich später auf der Seite indymedia für den brutalen Überfall. Ein Tabubruch: Zum ersten Mal wird eine wehrlose Frau in ihrem privaten Umfeld von Autonomen überfallen.
[…]

Linksterror gegen jeden
Angriff auf Erfurter Verkäuferin: Sechs Linksextremisten überfallen eine wehrlose Angestellte in gut besuchter Ladenzeile. Wer ist jetzt noch sicher?

Martina Meckelein / Adam Fox
Junge Freiheit (06.05.2022), Printausgabe Nr. 19/22, Seite 7, Thema
Online-Ausgabe & Druckversion: https://jf-archiv.de/archiv22/202219050623.htm
Heimtücke. Feigheit. Brutalität. Diese drei Begriffe beschreiben präzise den Überfall von sechs Linksextremisten auf eine wehr- und arglose junge Verkäuferin mitten in Erfurt. Auf die Sekunde genau zeichnet eine Überwachungskamera in dem Thor-Steinar-Geschäft, in dem sie arbeitet, jeden Schlag und jeden Tritt auf. Das Video veröffentlichte die JUNGE FREIHEIT exklusiv. Doch zeitgleich kommt es auch in weiteren Filialen zu Auffälligkeiten und Anschlägen. Linksterror in Deutschland ist gefährlicher denn je. Der JF liegen neueste Zahlen über die politisch motivierte Kriminalität der linken Szene vor. Die Täter wollen nicht nur unsere Gesellschaftsform ändern, sondern sie entmenschlichen darüber hinaus ihre Opfer. Dabei sind sie hervorragend vernetzt und arbeiten mit geheimdienstlichen Methoden. […]

24.09.2021 Thema
Mordaufruf im Stil der RAF
Linksradikale Solidaritätsdemonstration für Angeklagte Lina E.: Roter Straßenterror kann stundenlang durch Leipzig ziehen. Und die Polizei greift nicht ein
Martina Meckelein
Junge Freiheit (24.09.2021 ), Printausgabe Nr. 39/21
Online-Ausgabe & Druckversion: https://jf-archiv.de/archiv21/202139092424.htm

[…]
Die Banner und Plakate strotzen vor Haß, Gewalt und Mordaufrufen. Ein Vorschreier kreischt ins Megaphon: „Staat, Nation, Kapital“, und die Menge blökt: „Scheiße!“ oder: „Nie, nie, nie wieder Deutschland!“ und natürlich „Bullenschweine raus aus den Kiezen“. Aber es ist überhaupt kein so apostrophierter Polizeibeamter zu sehen – weit und breit nicht. Eine der größten linksextremistischen Demonstrationen wälzt sich durch die Leipziger Innenstadt. Und die Linken machen unverhohlen klar: Das ist ein Angriff auf die Gesellschaft. Schwarzvermummte werfen Molotowcocktails, Steine, Flaschen und Böller. Sie bedrohen Passanten. Eintausend Beamte aus Sachsen und verschiedenen Bundesländern sollen für die Sicherheit der Stadt sorgen – gegen 5.000 Autonome und Linksextremisten. Der Vorwurf vieler Coronagegner und vieler Pegida-Demonstranten, daß der Staat mit zweierlei Maß messe, scheint an diesem Tag von der Leipziger Politik und Polizei bestätigt zu werden. Doch ist das nur reines Versagen oder Kalkül?)
[…]
Dem Focus gab Dirk Münster Ende vergangenen Jahres allerdings ein Interview, in dem er ausführte: „Mittlerweile ist es so, daß die Zahl linker Gewalttaten in Sachsen deutlich höher ist als die Zahl der rechten Gewalttaten.“ So habe die Polizei im Jahr 2019 insgesamt 119 Gewaltdelikte von links registriert, von rechts waren es 70.
2020 hat sich dieser Trend Münster zufolge noch einmal verstärkt.
[…]

Foto: Szenen aus der Szene: Der vermummte Schwarze Block mit Pyros hinter Haß-Plakaten am Augustusplatz (li.); die Leipziger Linken-Landtagsabgeordnete Juliane Nagel (u.); auf der von Nagel initiierten Demonstration wird dem Kriminaldirektor Dirk Münster unverhüllt mit Mord gedroht – von einer „Hammerbande“, eine Anspielung auf die Angeklagte Lina E. Münster werde bald „im Kofferraum liegen“ (u. li.); auf die Polizeidirektion Leipzig werden aus dem Zug heraus Pyrotechnik und Farbbeutel geworfen.


Linksextremer Anschlag auf Auto von Polizistin
Junge Freiheit (03.06.22), Printausgabe Nr. 23/22 . S. 4/ Meldungen
BERLIN. Die Berliner Polizeipräsidentin Barbara Slowik hat entsetzt auf einen Angriff auf eine Berliner LKA-Beamtin reagiert. „So ein linksextremistischer Anschlag auf eine Kollegin ist unerträglich“, sagte sie dem RBB. Zuvor war das Auto der Polizistin angezündet und ihre Adresse im Internet veröffentlicht worden. In einem Selbstbezichtigungsschreiben auf einer linken Internetseite heißt es: „Wir verstehen unseren Angriff als Zeichen, daß die Anonymität auch höherer Verantwortlicher des Repressionsapparates niemals sicher ist.“ Slowik verwies darauf, daß die Beamtin schon seit einem Jahr keine Fälle von politisch motivierter Kriminalität mehr bearbeite. „Man versucht trotzdem, sie auch hier einzuschüchtern, zu bedrohen.“ Die Linksextremen drohten in ihrem Schreiben, man habe Tausende Polizisten „mehr im Blick, als es ihnen wahrscheinlich lieb ist“.


Eine neue Eskalation
Linksextremistischer Terror: Zunehmende Gewalt und Brandstiftungen in Thüringen
Martina Meckelein
Junge Freiheit (11.06.2021), Printausgabe Nr. 24/21, S. 14
Online-Ausgabe & Druckversion: https://jf-archiv.de/archiv21/202124061137.htm

[…] Das Thüringer Landeskriminalamt schätzt die Gewaltentwicklung in der linksextremistischen Szene pessimistisch ein: „Qualität und Quantität von Straftaten der linksextremistischen Szene gegen Personen und Objekte (nicht nur) der rechten Szene im Freistaat Thüringen weisen darauf hin, daß eine neue Eskalationsstufe erreicht worden ist.“ Guthmannshausen


Der Frust sitzt tief
„System Change Camp“: Linksextreme wollen die Gasversorgung sabotieren / Gegen den „fossilen Rollback“
Hinrich Rohbohm
Junge Freiheit (12.08.2022), Printausgabe Nr. 33/22
Online-Ausgabe & Druckversion:
https://jf-archiv.de/archiv22/202233081221.htm

Die organisatorischen Fäden zieht dabei maßgeblich die Organisation Ende Gelände, eine gewaltbereite Gruppe, die unter dem Deckmantel des Klimaschutzes versucht, breitere Schichten zu radikalisieren. Hinter Ende Gelände verbirgt sich die vom Verfassungsschutz beobachtete und als extremistisch eingestufte Interventionistische Linke, deren aus über 30 verschiedenen radikalen Einzelgruppierungen gebildetes Bündnis bei genauerer Betrachtung jedoch kaum massentauglich erscheint.
[…]


Zugewanderte Kriminalität

Gruppenvergewaltigung – Gewöhnt euch nicht dran!
Junge Freiheit (6.8.21), Printausgabe Nr. 32/21 . S. 2/ Meinung
Der Tag, an dem Sie diesen Text lesen, hat zwei Frauen den absoluten Horror gebracht, unter dem sie lebenslang leiden werden. Mehrere Männer haben sie über Stunden vergewaltigt. Über 700 Gruppenvergewaltigungen zählte das BKA jeweils für 2020 und 2019 – durchschnittlich zwei am Tag.
Doch die Öffentlichkeit nimmt kaum Notiz davon.
[…]

Gruppenvergewaltigung: Ausländer tatverdächtig
Junge Freiheit (10.09.2021), Printausgabe Nr. 37/21
Online-Ausgabe & Druckversion: https://jf-archiv.de/archiv21/202137091015.htm
DÜSSELDORF. Fast 46 Prozent der Tatverdächtigen bei Gruppenvergewaltigungen in Nordrhein-Westfalen sind Ausländer. Wie das Innenministerium auf Anfrage der AfD-Fraktion im Düsseldorfer Landtag mitteilte, hatten von den insgesamt 236 Personen, die im vergangenen Jahr im Zusammenhang mit dem Delikt Gruppenvergewaltigung als tatverdächtig ermittelt worden waren, 108 keine deutsche Staatsangehörigkeit. Das entspricht einem Anteil von 45,76 Prozent. 39 dieser Tatverdächtigen werden in der polizeilichen Statistik als „Zuwanderer“ geführt. Damit werden alle Bürger eines Nicht-EU-Mitgliedstaates bezeichnet, die sich entweder unerlaubt in Deutschland aufhalten oder den Aufenthaltsstatus eines Asylbewerbers, eines Schutz- und Asylberechtigten oder eines Kontingentflüchtlings haben oder die geduldet sind.
[…]

„Ausgeprägter Eroberungsanspruch“
Clankriminalität in Deutschland: Die Polizei sieht in der Organisierten Kriminalität eine erhebliche Gefahr. Die Bundesregierung stellt sich dumm
Martina Meckelein / Adam Fox
Junge Freiheit (13.05.2), Printausgabe Nr. 20/22 . S. 12/ Politik
https://jf-archiv.de/archiv22/202220051335.htm

Auch das Thema „Menschengemachter Klimawandel“ wird in der JF kontrovers bearbeitet , dies lassen wir aber aus Platz-, Zeitgründen aus. Es darf aber der Hinweis nicht fehlen, daß es im Kontext zu diesem Thema Schnittpunkte mit der Gewaltbereitschaft linksextremer Gruppierungen gibt. Daher wird nicht nur von den kriminellen Handlungen der Antifa berichtet, sondern auch von den Gruppierungen wie „Ende Gelände“ und „Extinction Rebellion“ (XR). Hier ein Bericht von vielen:

Auf der Spur des Klebers
Die Klimaschützer der „Letzten Generation“: Hinter ihren aufsehenerregenden Aktionen stecken ominöse Geldgeber/ Teil 2
Hinrich Rohbohm
Junge Freiheit (06.05.2022), Printausgabe Nr. 19/22, Seite 6, Politik
Online-Ausgabe & Druckversion: https://jf-archiv.de/archiv22/202219050621.htm
[…]
Zwar preist die „Letzte Generation“ stets ihre Gewaltlosigkeit beim „zivilen Ungehorsam“ an. Doch bei näherer Betrachtung ihrer Führungsfiguren läßt sich schnell erkennen, daß es sich lediglich um ein neues Format für die radikalen Klimagruppen „Ende Gelände“ und „Extinction Rebellion“ (XR) handelt.

Rechtsextremismus

Es ist uns sicherlich nicht entgangen, daß es sich bei der Jungen Freiheit um eine Zeitung mit politisch überwiegend rechtskonservativer Ausrichtung handelt, sie hierbei aber nicht dem Rechtsextremismus, dem Antisemitismus oder gar der allgemeinen Menschenfeindlichkeit (was tatsächlich ein ausgesprochener Vorwurf war, s.u.) zuzuordnen wäre.
Die Rezeptionen vonseiten der Politik-, und Sozial2wissenschaft oder der Soziologie sind – wie das bei Leuten insbesondere aus dieser sozialen Schwurbel-Disziplin fast immer der Fall ist – arg verfehlt und vergleichbar mit dem üblichen WischiWaschi-Gesalber der linken Intellektuellenkaste3.
Mit solchen Aussagen, die Junge Freiheit versuche „ihre Ideologie zwischen Konservativismus und Rechtsextremismus zu plazieren“4, ohne aber diese „Ideologie“ näher zu erläutern, wird lediglich versucht, potentielle Nachrichtenkonsumenten von der Aufklärung fernzuhalten; was eben die besondere Absicht von PR-Agenten und Propagandisten im Dienste der von Großkotzkapitalisten und ausgewiesenen Menschenfeinden ferngeleiteten Regierung ist.
Dabei verhält es sich mit der JF vielmehr so, daß sie die Irrtümer und Verfehlungen der politisch eher linksorientierten, in Wirklichkeit aber erzfanatischen neo-sozialistischen und in knallbunter plakativer Gutmenschlichkeit fröhnenden Politik- und Kulturgemeinde schlicht wie nebenbei mit ausgleicht – und zwar dies allein durch die vernünftige und verantwortungsbewusste Ausübung ihrer journalistischen Tätigkeit.
Im Übrigen ist der Leser von dem Vorwurf, die Lektüre der JF käme der rechtsextremen Gesinnung nahe, längst befreit worden und zwar per Gerichtsbeschluss:
Passend zum 35. Jubiläum der JUNGEN FREIHEIT erstritten wir ein wichtiges Urteil vor dem Verwaltungsgericht Düsseldorf, das den Verfassungsrang der Pressefreiheit erneut unterstreicht. Mit seiner seit der vergangenen Woche vorliegenden schriftlichen Entscheidung verurteilten die Richter den NRW-Innenminister Herbert Reul (CDU) dazu, negative Warnungen vor der JF zu unterlassen. Ferner ist Reul dazu gezwungen, gegenüber den Extremismusbeauftragten der Polizeibehörden seine vor einem Jahr getätigte Äußerung als rechtswidrig zu widerrufen... […]
JF erzwingt Urteil gegen NRW-Innenminister – Ein Sieg für die Freiheit
Dieter Stein, Junge Freiheit (25.06.2021), Printausgabe Nr. 26/21, Seite 12, Titelseite, Online-Ausgabe & Druckversion: https://jf-archiv.de/archiv21/202126062502.htm


Und wenn sich die JF die Werte des Christentums als einen Grundstein für die ethische Ausrichtung zugrunde legt, dann ist dies noch lange nicht vergleichbar mit dem Glauben an eine Ideologie und ja auch längst kein Kniefall vor religiösen Institutionen; auch wird hierdurch nicht zugleich versucht, alle Andersgläubigen per Kreuzigung Kreuzzug zu bekehren. Soviel nur zu dem weiteren Vorwurf der „Islamfeindlichkeit“.
Und wenn sie ihr Augenmerk auf die Fehlerhaftigkeit politischer, wirtschaftlicher, kultureller, allgemein gesellschaftlicher Missstände legt und hierbei auf die Verursacher und Antreiber dieser Fehlentwicklungen stößt, nicht zu geschweigen auf die Profiteure von denselben, und diese weitestgehend aus dem eher linken oder neo-sozialistischen Lager kommen, die einer tatsächlichen Ideologie wie dem GenderMainstream, dem Transhumanismus, oder auch dem am Profit der Pharmaindustrie orientierten Gesundheitsfanatismus, oder dem grenzüberschreitenden Technokratismus, etc., verfallen sind – dann kann es sich bei der Kritik gegen die JF nur um eine aus angstvoller Befürchtung vor der Selbsterkenntnis abgesendete Projektion vonseiten ebensolcher Schwabel-Schwurbler handeln.
Desweiteren zu behaupten, daß die JF „ein zweifelhaftes Verhältnis zu den Menschenrechten pflege“ und ‚jeder, der sich mit dieser Zeitung gemein macht, wissen [müsse], dass er damit einer gefährlichen Relativierung des Grundgesetzes Vorschub leistet'“5, ist erstens pure Manipulation (denn was geht dich das an, wer sich mit wem gemein macht du überbezahlter Wichtigtuer!) und zweitens eine höchst sonderbare Einschätzung, wenn wir mal bedenken, von wem denn wohl die willkürlichen Einschränkungen der Menschenrechte im Zuge der Coronapandemie-Inszenierung ausgedacht, vorgenommen, durchgesetzt und befürwortet worden sind.
Ja – ihr buntgestrichenen Kackstelzen – fasst euch bei solchen Vorwürfen erstmal an die eigene Nase!!

Transhumanismus

Das mit Umsetzung des Corona-Plans offiziell eröffnete Transhumanisten-Zeitalter war dann auch der Zeitpunkt, als sich ein Teil der Redaktion (nämlich ich, Anm.d.Red.) erstmals in die Lektüre der JF-Artikel begeben hatte. Demnach war die Lektüre all der anderen schon verzeichneten Aufklärungsschriften ja eben längst nicht alles. Hierbei dann zusätzlich noch auf qualitativ hochwertige Artikel zur Kritik am GenderMainstream (inkl dessen Verzweigung mit dem Transhumanismus) zu stoßen, ist also Grund genug, die Arbeit der JF zu würdigen und ihrem Bestreben, vermittelst seriöser Aufklärungsarbeit für das geistige Wohl des Landes zu sorgen, kreativ beizupflichten.
Es gibt derzeit – sozusagen – schließlich nichts Wichtigeres zu tun, als sich für mehr Gleichberechtigung der trans- und intergeschlechtlichen sowie nicht-binären Menschen einzusetzen und um eine Erleichterung ihrer Lebensumstände zu kümmern… Denn bislang – so hat man den Eindruck – sind sie offenbar immer nur verlacht, verachtet, geächtet, gequält und gefoltert worden, also angefeindet, diskriminiert, ausgegrenzt, verstoßen, vielleicht gar missachtet, wenn nicht sogar übersehen oder halt kaum wahrgenommen worden; also vor allem ihre Not, ihr Elend und ihr ständiger Kampf ums nackte Überleben ist uns jahrelang entgangen. – Daher muss das Thema Genderismus im Allgemeinen sowie die unbedingte Sinnhaftigkeit der per Sternchensetzung in den allgemeinen Sprachgebrauch vorgenommenen Kennzeichung der in D-Land (Deutschland, oder was hast du jetzt gedacht, wofür das d steht?!) knapp 500 gemeldeten trans- und intergeschlechtlichen sowie nicht-binären Menschen ausführlich behandelt und besprochen werden. Und zwar bis in alle ecken hinein, so auch da, wo diese Idee in ihrem traurigen Ecklein hockt und von dort aus die Welt mit ihrem vollen Glanzschein ihrer unterdrückten Menschlichkeit bescheint und beglückt.

Daß bei der Gemeinmachung mit der JF automatisch eine Art Schulterschluss mit denjenigen einhergeht, die keine Gegner der Kultur6 unserer Nation7 sind, ist nichts, das man als ein empfindsamer Mensch als Nachteil bewerten sollte. Zugleich dürfte hierbei aber klar sein, daß wir selbstverständlich nicht immer gleich mit allen Inhalten, Aussagen und Einschätzungen übereinstimmen, die dem Leser über die Junge Freiheit zum Teilen oder Kritisieren vorgelegt werden.
Bei den unten aufgeführten Artikeln ist dies aber durchaus der Fall – sonst würden wir sie wohl bestimmt nicht so ausgiebig vorstellen.

Kritikpunkte

Ein Kritikpunkt muß hier dennoch eindeutig hervorgebracht werden:
Noch zum früheren Zeitpunkt der Pandemie-Spiele war auch die JF teils offenbar von den Ängsten vor überall herumhüpfenden Viren leidlich vernebelt und konnte die Dinge nicht immer klaren Verstandes bewerten. Wenigstens für so manche Artikel trifft dies zu, die wir dann also in dieser Auflistung entweder gleich ausgelassen haben oder, falls eingeflochten, extra rot anstreichen.
Der Artikel „Vom Maß des Politischen – Freiheit oder Impfung: Die Empfehlung des Ethikrates wirft Fragen zum Staatsverständnis auf“
von Jürgen Liminski wäre zum Beispiel ein solcher ausgesprochener Unfug. (Junge Freiheit (12.2.21), Printausgabe Nr. 7/21 . Seite 13)
Hier erweist sich der Autor als vollkommen ahnungs- und kenntnislos im Bereich der Themen Immunologie, Virologie und vor allem der Rechtsauffassung. Nein, Herr Liminski, dieser Artikels war ein Griff ins Klo.
Und da gibt es durchaus noch weitere Fehlgriffe bezügl mancher Einschätzung, auch von Dieter Stein zum Beispiel noch Ende April 2021, unter: Corona-Einschränkungen, Ein Ausstieg ist möglich
Dieter Stein, Junge Freiheit (30.04.2021), Printausgabe Nr. 18/21, Online-Ausgabe & Druckversion: https://jf-archiv.de/archiv21/202118043002.htm

Desweitern dieser Bericht:

Sehr teuer, aber ziemlich nutzlos
Corona-Nachverfolgung: Immer mehr Bundesländer kündigen den Vertrag mit der „Luca-App“/ Gesundheitsämter fragen kaum Daten ab
Paul Rosen
Junge Freiheit (04.02.2022), Printausgabe Nr. 06/22
Online-Ausgabe & Druckversion: https://jf-archiv.de/archiv22/202206020413.htm
[…]
Die Corona-Pandemie breitet sich immer mehr aus; aber exakte Zahlen über das Ausmaß des Infektionsgeschehens, über Krankheitsverläufe und Impfquoten gibt es nicht. „Was von Beginn an überhaupt nicht funktioniert hat, und es auch bis heute nicht zufriedenstellend tut, ist eine aussagekräftige, eine verläßliche Datenlage“, kritisiert Professor Jonas Schmidt-Chanasit vom Bernhard-Nocht-Institut für Tropenmedizin in Hamburg. Schmidt-Chanasit spricht damit etwas an, was man als das deutsche digitale Desaster bezeichnen kann.
[…]
Der bayerische Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) setzt jetzt wie viele seiner Länderkollegen auf die Nutzung der Corona-Warn-App (CWA) des Bundes, die von den Konzernen SAP und Telekom entwickelt wurde, 130 Millionen Euro kostete und auch Funktionen der Luca-App bekommen hat: „Die Corona-Warn-App stärkt die in der aktuellen Omikronwelle mit hohen Infektionsraten besonders wichtige Eigenverantwortung jedes einzelnen, denn sie versetzt die Nutzer in die Lage, sich unverzüglich selbst wirksam zu schützen und andere zu warnen.“ Genau das ist aber das Problem. Durch mehrere Untersuchungen wurde inzwischen bekannt, daß nicht einmal die Hälfte der Nutzer von Luca und CWA ein positives Corona-Testergebnis eingetragen hatte und somit die Warn-App eine trügerische Sicherheit vorspiegelte (das Eintragen von Testergebnissen erfolgt freiwillig).
[…]

Dazu, werte Junge Freiheit, muß ich das folgende mal sagen:
Es gibt und wird auch keine Zahlen zum Beweis einer Ausbreitung der Corona-Pandemie, weil sie gar nicht stattfindet. Generell gesagt: Ein Corona-Infektionsgeschehen findet nicht statt und ist auch deswegen nicht nachweisbar, weil schon alleine die Existenz des Corona-Virus nicht nachgewiesen worden ist. (Die JF berichtete selbst mal davon, s. unten irgendwo)
Sämtliche Investionen und Ausgaben im Zuge dieser „Pandemie“ waren und sind somit Geldverschwendung. Wird daran aber andernorts verdient, so ist es unlautbare Bereicherung auf Kosten anderer.
Soviel dazu.

Man sieht: Wir finden gewiss nicht immer alles gleich gut!

Links im Text, Empfehlungen Sekundär:
Zu 1,2,3 siehe unter anderem:
Medium in Delirium (Information verabreicht)
Der Journalist
Der intellektuelle Eierkopf (+Nachtrag)
executor in civilibus (Der Nachrichter)
Grundgesetz- und Menschenrechts-Leugner
Sozialscheisse hochzwei
„Gender Mainstreaming zählt zu den wichtigsten Programmen des Großprojekts Transhumanismus.“
Wie und weshalb sich die eingebildeten Intellektuellen das Leben in einer Diktatur schönreden [Vorstellung des Buches ‚Warum schweigen die Lämmer?‘ von Prof. R. Mausfeld]
Den eingebildeten Intellektuellen frisch zubereitet: ZigeunerInnenschnitzel und NegerInnenküsse [Vorstellung des Buches ‚Totgedacht – Warum Intellektuelle unsere Welt zerstören‘ von Roland Baader, 2002]

4+5: Die Zitate haben wir dem Volksmanipulations-Lexikon wikipedia entnommen.
6 Kultur pflegen statt einem Kultus huldigen! (Arno Schmidt I)

7 Natürliche Nationalstaaten zum Wohle Europas, ein Plädoyer (EU-PseudoWahl)

II. Vorstellung lesenswerter Artikel der Zeitung Junge Freiheit (JF)


Die Auflistung beschränkt sich weitestgehend auf die Themen Corona-Politik und Genderismus. Die Artikel werden mit kurzen Textauszügen vorgestellt. Es handelt sich hierbei um die Passagen, die ich in der jeweiligen mir vorliegenden Print-Ausgabe markiert habe. Es dürfte klar sein, daß hierbei die eigentliche, komplexe inhaltliche Qualität der Artikel nicht ausreichend wiedergegeben werden konnte. Wiederum zeigen gerade diese aussagekräftigen Passagen ja an, daß die Autoren ihr Handwerk verstehen und eben diesen Inhaltskern zusammenzufassen wissen, statt um den heissen Brei zu schwurbeln (was allerdings auch eine Technik ist, die gelernt sein will und regelmäßig von den MM ausgeübt wird)
Sämtliche Quellenangaben gehen den Zitaten/Textauszügen voraus, zusätzlich ergänzt durch einen Link ins Online-Archiv, wo Sie – wertester Aufklärungsbedürftiger und Aufklärungsbetreibender – den ganzen Artikel noch einmal nachlesen und gar verteilen könnten. Aber auf die Idee ist bislang natürlich mal wieder keiner gekommen.

I. Corona, Berichte, Kommentare, Interviews, Bücher

Hervorhebungen Fett, […] und Anmerkungen durch JFlC


14.10.2022 JF Meinung
Nebenwirkungen der Corona-Impfung
Die Rohdaten offenlegen
Mathias Pellack
Junge Freiheit (14.10.2022), Printausgabe Nr. 42/22
Online-Ausgabe & Druckversion: https://jf-archiv.de/archiv22/202242101405.htm
[…]
Weil die Gefahr für Herzschäden laut einer eigens erstellten Studie um 84 Prozent erhöht war, änderte der US-Bundesstaat Florida jüngst seine Empfehlung für die mRNA-Coronaimpfstoffe. Männern bis 39 Jahren wird die Spritze für den kommenden Winter nicht mehr nahegelegt – nicht mal mehr als Grundimmunisierung. 
Deutschland aber verläßt sich immer noch auf die Angaben der Hersteller Biontech/Pfizer und Moderna sowie die Kontrolle der europäischen Arzneimittelagentur (Ema). Hierzulande gilt weiter deren Notfallzulassung und die generelle Impfempfehlung der Stiko für drei Injektionen.
Das ist hochproblematisch: Niemand außerhalb der Unternehmen hat bisher den Kern der Zulassungsstudien, die Rohdaten, zu Gesicht bekommen.
[…]


14.10.2022 JF Im Gespräch
„Ich fürchte einen dramatischen politischen Zerfall“

Meinungsfreiheit: Geht unsere Demokratie ihrem totalitären Ende entgegen? Der Journalist Boris Reitschuster warnt, daß wir diese „reale Gefahr völlig unterschätzen“. Auf seinem Portal reitschuster.de schreibt er mit wachsendem Erfolg dagegen an
Moritz Schwarz
Junge Freiheit (
14.10.2022), Printausgabe Nr. 42/22
Online-Ausgabe & Druckversion: https://jf-archiv.de/archiv22/202242101410.htm
[…]
Herr Reitschuster, bei unserem letzten Interview 2020 sprachen Sie von einem „beginnenden Totalitarismus“ in Deutschland. 
Boris Reitschuster: Womit ich allerdings nicht unser politisches System meinte, sondern eine gewisse Gesinnung. Nämlich zu glauben, daß es für das „Gute“ legitim sei, das Recht sowie die Rechte anderer zu übergehen. 
Wie lautet Ihre Bilanz nun zwei Jahre später?
Reitschuster: Die fällt eher fatal aus. Zwar sind wir trotz allem von einem totalitären politischen System noch weit entfernt. Ähnlich weit entfernt sind wir aber auch von der freiheitlichen Demokratie, die wir früher einmal waren. Weil es eben immer mehr um sich greift, Menschen mit einer anderen Denkweise als „Feinde“ zu sehen und zunehmend auch gegen sie vorgegangen wird.  
Sie betrachten sich, beziehungsweise Ihr Portal reitschuster.de, selbst als betroffen?
Reitschuster: O ja, und inzwischen hat sich so viel ereignet, daß ich es kaum noch aufzuzählen vermag: So wurde uns nun zum viertenmal das Bankkonto gekündigt, ebenso der Bezahldienst PayPal. Was Werbung angeht, stehen wir auf der schwarzen Liste, „ständig“ wird meine Facebook-Seite gesperrt. Meine LinkdIn-Seite wurde dauerhaft gelöscht. 
[…]


07.10.2022 JF Im Gespräch
Milena Preradovic gehört zu den wenigen TV-Profijournalisten, die den Wechsel zu den alternativen Medien gewagt haben.
Auf den Punkt!
Regina Bärthel
Junge Freiheit (16.09.2022), Printausgabe Nr. 41/22
Online-Ausgabe & Druckversion: https://jf-archiv.de/archiv22/202241100711.htm
[…]
Punkt“ – der verblüffend einfache Name macht sofort klar, worum es geht – die Dinge auf den Punkt zu bringen. Und das ist der Journalistin Milena Preradovic gelungen: Aus den anfangs 57 Abonnenten ihres Youtube-Kanals sind inzwischen fast 100.000 und ihr Gesprächsformat „Punkt.Preradovic“ zur festen Größe im alternativen Medienspektrum geworden.
[…]
Dann im Februar 2020 starte sie mit „Punkt.Preradovic“ ein neues Projekt und landete sofort einen Volltreffer: Im März präsentierte sie ein Interview mit dem Ex-SPD-Bundestagsabgeordneten und Lungenfacharzt Wolfgang Wodarg, dem ersten bekannten deutschen „Corona-Kritiker“ – der hier erstmals seine Zweifel an den PCR-Tests und so an der Corona-Pandemie äußern konnte. Schlaglichtartig erhellte das Gespräch den monolithischen Meinungskonsens der Medien – bei denen der bis dahin von diesen als Fachmann geschätzte Wodarg plötzlich keine Bühne mehr bekam.
Alsbald aber wurde das Interview vom selbsternannten Wahrheitshüter „Correctiv“ als „unwissenschaftlich“ abgestempelt und von Youtube gelöscht. Da war es aber in den sozialen Netzwerken mit 1,6 Millionen Aufrufen schon ein viraler Erfolg und Preradovic im Alleingang ein Akt von Gegenöffentlichkeit mit quasi nationaler Reichweite gelungen. Seitdem hat die Journalistin den etablierten Medien wiederholt Komplettversagen bescheinigt; professioneller Journalismus funktioniere nur durch ständiges Prüfen von Fakten und Argumenten: „Als Journalistin nehme ich keine Seite ein, ich möchte eine Sache erst mal verstehen.“ 
[…]


16.09.2022 JF Literatur
Corona-Geisterfahrt ab dem 1. Oktober
Wir brauchen keine Maulhelden
Frank Hauke-Steller
Junge Freiheit (16.09.2022), Printausgabe Nr. 38/22
Online-Ausgabe & Druckversion: https://jf-archiv.de/archiv22/202238091604.htm

[…]
Am 1. Oktober beginnt Deutschlands weltweite Geisterfahrt. Am Steuer sitzt ein Minister, der nicht mitbekommt, daß er auf der Gegenfahrbahn unterwegs ist, daß ihn die anderen Länder in seinem paranoiden Übereifer nur noch belächeln. Nicht nur Israel, auch die früheren Super-Hardliner Frankreich und Neuseeland haben die Pandemie für beendet erklärt.
[…]


02.09.2022 JF Medien, Meldungen
Antwort steht aus: Gericht droht Lauterbach Strafe an
Junge Freiheit (02.09.2022), Printausgabe Nr. 39/22
Online-Ausgabe & Druckversion: https://jf-archiv.de/archiv22/202236090255.htm

[…]
KÖLN. Wegen einer nicht erteilten Presseauskunft zu Maskenkäufen hat das Verwaltungsgericht Köln dem Bundesgesundheitsministerium (BMG) ein Zwangsgeld in Höhe von 5.000 Euro angedroht. Hintergrund der Entscheidung ist eine Presseanfrage der Main-Post an das BMG zur Maskenbeschaffung im Frühjahr 2020. Noch unter Jens Spahn hatte das BMG Corona-Schutzausrüstung über ein „Open-House“-Verfahren beschafft.
[…]
Mit der Antwort, dies sei „unter Wahrung der vorgesehenen Zuständigkeiten im Bundesministerium“ entschieden worden, war die Main Post nicht zufrieden und stellte den Vollstreckungsantrag. Dagegen kann Lauterbachs Ministerium Beschwerde einlegen lassen. Beantwortet das BMG die Frage nicht, könnte am Ende auch eine Zwangshaft für den Minister drohen, erklärte die die Main-Post vertretende Kanzlei Partsch & Partner der JF. (mp)


02.09.2022 JF Medien, Meldungen
Nutzlos: Brandenburg trennt sich von Luca-App
Junge Freiheit (02.09.2022), Printausgabe Nr. 39/22
Online-Ausgabe & Druckversion: https://jf-archiv.de/archiv22/202236090255.htm

[…]
Der Brandenburger Abgeordnete Lars Schieske (AfD) zweifelt an der Geschichte aus Potsdam: „Die Luca-App war eine teure Datenkrake, schon vom Konzept praxisuntauglich und für die Auswertung durch die Gesundheitsämter ungeeignet.“ Die Untauglichkeit belegten Zahlen aus anderen Bundesländern, so Schieske. Auch Sachsen-Anhalt hatte eine App-Lizenz für fast eine Million Euro gekauft. Tatsächlich genutzt wurde diese nur elfmal.
[…]


02.09.2022 JF Politik, Meldungen
Virologe kritisiert deutsche Corona-Alleingänge
Junge Freiheit (02.09.2022), Printausgabe Nr. 39/22
Online-Ausgabe & Druckversion: https://jf-archiv.de/archiv22/202236090221.htm

[…]
BERLIN. Der Virologe Jonas Schmidt-Chanasit hat die geplanten Corona-Maßnahmen kritisiert. Es gebe einige Punkte im neuen Infektionsschutzgesetz, die „aus wissenschaftlicher Sicht nicht nachvollziehbar sind“. Als Beispiel nannte er die FFP2-Masken-Pflicht, die in Deutschland weiter durchgesetzt werden soll. „Dort gibt es eben keine wissenschaftliche Evidenz, daß das im Vergleich zur OP-Maske einen Effekt hat.“ Mit diesem Vorstoß stehe die Bundesrepublik zudem „weltweit alleine da“, sagte er der Welt. Unlängst hatte Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) vor einem „schweren Corona-Herbst“ gewarnt und erneute Lockdowns ins Gespräch gebracht. Von dieser Marschroute hält Schmidt-Chanasit nichts, schon früher hatte er den Gesundheitsminister scharf attackiert. Die aktuelle Aussage Lauterbachs sei zu pauschal, der Virologe sieht weiterhin ungelöste Probleme im Gesundheitswesen, hauptsächlich den Personalmangel in der Pflege.
[…]

Anmerkung: Natürlich sind die medizinischen Masken genauso nutzlos wie die FP2-Masken und ohnehin ALLE Maßnahmen kein Mittel zur Eindämmung einer Pandemie, die sowieso nicht stattgefunden hat


19.08.2022 JF Meldungen
Kinderärzte gegen Maskenpflicht an Schulen
Junge Freiheit (19.08.2022), Printausgabe Nr. 34/22
Online-Ausgabe & Druckversion:
https://jf-archiv.de/archiv22/202234081916.htm

berlin. Der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ) hat die im Entwurf für ein neues Infektionsschutzgesetz vorgesehene Maskenpflicht an Schulen strikt abgelehnt. „Der BVKJ ist grundsätzlich gegen eine Maskenpflicht in Schulen“, sagte Verbandssprecher Jakob Maske. „Wichtig ist auch, daß es anlaßlose Testungen nicht mehr geben sollte, die Sensibilität liegt hier nur bei 40 Prozent“, betonte der Kinderarzt. Ob die Maskenpflicht an Schulen eingeführt wird, obliegt laut dem Gesetzentwurf von Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) und Justizminister Marco Buschmann (FDP) den Bundesländern. Diese können eine „Maskenpflicht in Schulen und sonstigen Ausbildungseinrichtungen für Beschäftigte und für Schülerinnen und Schüler ab dem fünften Schuljahr“ verhängen, um eine „Aufrechterhaltung eines geregelten Präsenz-Unterrichtsbetriebs“ zu gewährleisten. „Es nützt ja nichts, wenn man die Schulen offenhalten will, aber beispielsweise die Lehrer reihenweise krank werden“, rechtfertigte Buschmann die mögliche Maskenpflicht an Schulen. Die Länder müßten dabei jedoch konkret anhand der Krankenstände in der Lehrerschaft nachweisen, daß sie keine anderen Möglichkeiten mehr hätten. (ho)


19.08.2022 JF Meinung
Viele Altersheime kaum besuchbar
Wie zu Zeiten des Lockdowns
Mathias Pellack
Junge Freiheit (19.08.2022), Printausgabe Nr. 34/22
Online-Ausgabe & Druckversion:
https://jf-archiv.de/archiv22/202234081905.htm

Bei all dem Gerede darüber, wie toll die x-te Impfung denn nun tatsächlich schützt oder welche Maske wohl die geringste Zahl an Viren durchläßt, verliert unser Gesundheitsminister Karl Lauterbach zusehends den Überblick über ganz andere Probleme.

Viele ältere Mitbürger leben faktisch wieder wie zu Zeiten des Lockdowns isoliert in ihren Pflege- oder Altenheimen. Der Grund ist simpel: eine grauenhaft schlecht gemachte Corona-Testverordnung. Diese fordert zwar die Betreiber der Einrichtungen auf, „ein Mindestmaß an sozialen Kontakten“ zu ermöglichen. Doch auch wenn der Besuch von Pflegeeinrichtungen aktuell nicht untersagt ist, sind vielerorts die Besuchszeiten faktisch extrem eingeschränkt.

Denn niemand ist verpflichtet, den für den Zutritt notwendigen tagesaktuellen Test auch wirklich anzubieten – auch nicht die Heimbetreiber. Testzentren gab es mal wie Sand am Meer, doch das ist seit der Kürzung der Vergütung zum 30. Juni nicht mehr der Fall.

So klagen unzählige Kinder und Kindeskinder über die Unmöglichkeit, den Eltern oder Großeltern eine Visite abzustatten, weil das nächste Testzentrum zu weit weg ist oder schon geschlossen hat. In viel zu häufigen Fällen können Angehörige – egal ob geimpft oder nicht – nicht zu ihren Verwandten oder Freunden. Da kann die Impfung sie noch solange am Leben halten. Ohne eine starke Lobby bleibt den Bewohnern nur das Warten auf den Fährmann.


12.08.2022 JF Politik
Krank oder nicht, entscheidet Karl
Infektionsschutzgesetz: Die Ampel-Koalition ringt sich neue Corona-Regeln ab – und die Fachleute schütteln den Kopf
Jörg Kürschner
Junge Freiheit (12.08.2022), Printausgabe Nr. 33/22
Online-Ausgabe & Druckversion:
https://jf-archiv.de/archiv22/202233081217.htm

Der unter Vermittlung des Kanzleramts zustande gekommene Pandemie-Kompromiß zwischen Gesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) und Justizminister Marco Buschmann (FDP) erfährt heftigen Widerspruch von Experten, die vor einem Dauerimpfen warnen. Der Chor der politischen Kritiker ist ebenfalls groß, auch beim Ampel-Partner FDP, beschränkt sich längst nicht nur auf die AfD, was der Koalition zu denken geben dürfte. Der Gesetzentwurf soll noch im August vom Bundestag verabschiedet werden. Die beiden Unterhändler werden Änderungen hinnehmen müssen.
[…]
Die Regelung stieß in der FDP auf vielfache Empörung. „Das darf der Bundestag nicht so beschließen“, stellte sich Parteivize Wolfgang Kubicki gegen seinen Parteifreund Buschmann. Einem Gesetz, das „entgegen medizinischer und wissenschaftlicher Erkenntnisse Impfdruck aufbaut, Maskenpflicht an Schulen ermöglicht oder Menschen weiter ausgrenzt, kann ich auch aus ethischen Gründen nicht zustimmen“, positionierte sich – neben weiteren Fraktionskollegen – die FDP-Bundestagsabgeordnete Katja Adler deutlich.

Unter Druck gerät die FDP auch durch die Opposition. Der CDU-Parlamentarier Erwin Rüddel legte den Finger in die Wunde. „Ich wundere mich, daß die FDP diesen Panikmodus mitmacht.“ Lauterbach verunsichere mit seinem Kurs die Bevölkerung. „Immer weniger Bürger haben Verständnis für die Gesundheitspolitik Lauterbachs“, zeigte sich AfD-Bundessprecherin Alice Weidel überzeugt. Sie berief sich auf eine aktuelle Umfrage des Erfurter Meinungsforschungsinstituts Insa. Danach gaben 58 Prozent der Bürger an, sich nicht alle drei Monate impfen lassen zu wollen, wie von Lauterbach gefordert. Die Pandemie werde lediglich vorgeschoben, um im Herbst erneut grundgesetzlich verbriefte Freiheiten einzuschränken, so Weidel. Sie verwies zudem auf die zunehmende Kritik von Wissenschaftlern am Gesundheitsminister.

„Es kann nicht die Lösung sein, sich dauernd impfen zu lassen“, betonte etwa der Bonner Virologe Hendrik Streeck. Ausgerechnet Kanzler-Bruder Jens Scholz, langjähriger Leiter des Universitätsklinikums Schleswig-Holstein, ging Lauterbach frontal an. Die Quarantäne-Regeln lehnt er komplett ab. „Ich bin froh, daß Herr Gassen, der Chef der Kassenärztlichen Bundesvereinigung, jetzt auch sagt: Wer krank ist, bleibt zu Hause. So machen wir das bei der Grippe ja auch.“ Gassen hatte dafür plädiert, alle Corona-Isolationspflichten aufzuheben. Dagegen beharrt der Minister darauf: „Infizierte müssen zu Hause bleiben“, nicht nur die, die Symptome haben.
Schweres Geschütz fuhr Andreas Radbruch auf, Vizepräsident der Europäischen Föderation der Immunologischen Fachgesellschaften. „Herr Lauterbach verabschiedet sich von der Wissenschaft.“ Immer mit dem gleichen Impfstoff weiter zu impfen, helfe überhaupt nicht gegen die virulente Infektionslage. Auch Lauterbach habe die vierte Impfung nicht vor seiner aktuellen Infektion geschützt. „Karl Lauterbach macht krank“, wurde im Regierungsviertel bereits zweideutig geunkt.
[..]


12.08.2022 JF Titelseite
Dieses Gesetz muß fallen!
Corona: Der neue Entwurf des Infektionsschutzgesetzes dokumentiert die völlige Ignoranz der Regierung
Michael Paulwitz
Junge Freiheit (12.08.2022), Printausgabe Nr. 33/22
Online-Ausgabe & Druckversion:
https://jf-archiv.de/archiv22/202233081201.htm

Und wieder grüßt der Lauterbach. Zum dritten Mal steht ein Winter der Freiheitsberaubung vor der Tür. Deutschland bleibt auch in der Corona-Politik der mitleidig belächelte Geisterfahrer Europas. Der von Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach und Bundesjustizminister Marco Buschmann vorgelegte Entwurf einer abermaligen Novellierung des Infektionsschutzgesetzes ist ein Dokument der Ignoranz und Bürgerverachtung, eine Kampfansage an Realität und wissenschaftliche Evidenz, an Freiheit, Bürgerrechte und gesunden Menschenverstand.
Die Geringschätzung des Staatsbürgers und seiner verfassungsmäßigen Rechte steckt schon in der infantilen Terminologie. „Winterreifen“ und „Schneeketten“ sind eine kindische Verniedlichung weitreichender Eingriffe in Freiheits- und Persönlichkeitsrechte. Ganz so, als seien die Bürger bloße Vehikel obrigkeitlicher Willkür, denen die Staatsgewalt nach Belieben eine Gesichtsvermummung wie einen Autoreifen überziehen kann.
Und es bleibt ja nicht bei der Neuauflage des so aufwendigen wie fragwürdigen Masken- und Testzwangs. Der Bund schreibt die FFP2-Maskerade für Zug- und Flugreisende, Krankenhäuser und Pflegeeinrichtungen vor, die Länder können sie im ÖPNV, in Innenräumen inklusive Einzelhandel anordnen und werden das fraglos auch tun.
Besonders perfide: In Restaurants, Kultur- und Freizeiteinrichtungen kann sich vom Maskenzwang freikaufen, wer einen „frischen“ Nachweis der Genesung oder Impfung vorlegt. Deren Gültigkeit wird beiläufig auf drei Monate herabgesetzt. Auch Gutgläubige, die sich mit drei Spritzen bereits auf der sicheren Seite wähnten, sind damit ab 1. Oktober per Federstrich wieder „ungeimpft“ und dürfen sich die vierte, fünfte oder gar sechste Injektion abholen. Das „Impfabo“ ist offenkundig die nächste Verschwörungstheorie, die wahr wird.
Für Gastronomie, Kultur und Veranstaltungsbranche ist das ein neuer Nackenschlag, den viele nicht überleben werden. Praktisch umzusetzen ist diese absurde Regelung nämlich nicht. Wirte und Veranstalter könnten ihre Gäste doch je nach Status mit „Aufklebern“ markieren, rät allen Ernstes das vorgeblich von einem „Liberalen“ geführte Bundesjustizministerium. Aber das ist gar nicht nötig, die Maske selbst wird in diesem Szenario schon zum Stigma für „Ungeimpfte“.
Gegen jede wissenschaftliche und praktische Erkenntnis stellt die Neuregelung Schüler mit „vulnerablen Personen“ in Pflegeeinrichtungen gleich. Den Schulen droht ebenfalls wieder der Belagerungszustand mit Masken- und
Testregime. Dabei ist gerade diese Bevölkerungsgruppe am wenigsten durch das Virus gefährdet, dessen aktuelle Varianten generell eine geringere Bedrohung mit schweren Krankheitsverläufen darstellen.
[…]
Ein simples Mittel, um absehbare Proteste gegen explodierende Energiepreise, Inflation und Verarmung – von Regierungsvertretern vorsorglich als „rechts“ und „Querdenkerei“ einsortiert – schon im Keim ersticken zu können. Es reicht folglich nicht, dem breiten Widerspruch gegen den Gesetzentwurf mit einigen Retuschen zu begegnen. Die ganze Novelle muß fallen, damit der Mißbrauch des Infektionsschutzes für einen unerklärten Ausnahmezustand endet. Es ist die letzte Ausfahrt vor dem permanenten Maßnahmenstaat.


22.07.2022 JF Hintergrund
Die Kampagne geht weiter
Berlin bestellt für Milliarden Euro Hunderte Millionen Corona-Impfdosen: 2,5 Millionen Impfnebenwirkungen 2021 von Ärzten festgestellt
Björn Harms / Mathias Pellack
Junge Freiheit (08.07.2022), Printausgabe Nr. 29/22
Online-Ausgabe & Druckversion: https://jf-archiv.de/archiv22/202229071536.htm
[…]
Hohe Zahl von Todesfällen nach Impfung vom PEI heruntergespielt

Gänzlich ausgenommen von den Debatten rund um die Bestellung der Impfstoffe sind die Nebenwirkungen, über die immer mehr Menschen klagen und immer mehr Medien berichten. Zu mehr als einer Erwähnung des „Post-Vac-Syndroms“ konnte sich der Minister aber bisher nicht aufraffen. Tausende Betroffene melden sich und suchen nach Hilfe und Anerkennung. Müdigkeit, Erschöpfung, neurologische Ausfälle erkennt die Medizin inzwischen auch als Nebenwirkung der Impfung an. Symptome, die einer Infektion mit dem Virus sehr ähnlich sind, wenngleich es heißt, diese seien sehr selten. Das Uniklinikum Marburg ist eines der wenigen Krankenhäuser in Deutschland, die sich mit den als „Post-Vac-Syndrom“ zusammengefaßten Nebenwirkungen befassen. Dort warten inzwischen 3.000 Menschen auf eine ausführliche Untersuchung.

Der Kardiologe Bernhard Schieffer behandelt vor allem sportlich aktive Menschen und junge Frauen. Diese seien am häufigsten betroffen, sagt er vergangene Woche dem Bayerischen Rundfunk. „Sie haben Symptome, die wir alle heute als Long Covid kennen. Und wir sagen, es gibt diese Long-Covid-Symptome nach einer Corona-Infektion. Und es gibt sie in sehr, sehr geringem Maße auch infolge einer Corona-Impfung.“
[…]
Würden noch weitere 50 Millionen andere Impfungen hinzukommen, läge der Wert mit 1,25 Prozent immer noch deutlich über dem Normal-Vorjahr. Die Corona-Impfung hat also die Zahl aller Nebenwirkungen pro Impfung in Deutschland mindestens vervierfacht, möglicherweise sogar verachtfacht.
Wie kann es sein, daß diese fast 2,5 Millionen Nebenwirkungen, die offenbar schwer genug waren, um die Betroffenen zum Arzt zu führen, nicht schwer genug waren, um die Ärzte dazu zu bewegen, sie gemäß der Meldepflicht an das PEI weiterzureichen? Schließlich gingen dort nur 290.000 Meldungen ein. Ein Grund ist die geringere Schwere der Leiden. Daß dies der einzige Grund ist, daran haben schon mehrfach Statistiker und Ärzte erhebliche Zweifel geäußert, dauere doch eine solche Meldung zwischen zehn und dreißig Minuten und bringe dem Arzt keine adäquate finanzielle Entschädigung. So erklärt sich auch eine weitere Aussage von Experte Mentzer vor dem Bundesverwaltungsgericht. 90 Prozent der Nebenwirkungsmeldungen zur Covid-Impfung, die beim PEI eingingen, kämen bisher von betroffenen Personen oder deren Angehörigen, nur zehn Prozent von Ärzten.
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08.07.2022 JF Thema
Ein schlechtes Zeugnis

Evaluation der Corona-Maßnahmen: Grundrechte wurden eingeschränkt und Maß-nahmen verordnet, ohne deren Wirkung zu prüfen. Nach etlichen Verschiebungen liegt jetzt der Sachverständigenbericht zur Corona-Politik vor
Björn Harms / Mathias Pellack
Junge Freiheit (08.07.2022), Printausgabe Nr. 28/22
Online-Ausgabe & Druckversion: https://jf-archiv.de/archiv22/202228070824.htm

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08.07.2022 JF Meinung
Schuld ist wieder keiner
Zur Evaluation der Corona-Maßnahmen fehlen die Daten – ein Armutszeugnis
Mathias Pellack
Junge Freiheit (08.07.2022), Printausgabe Nr. 28/22
Online-Ausgabe & Druckversion: https://jf-archiv.de/archiv22/202228070807.htm

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Doch was ist, wenn die Maßnahmen so wirken wie Klaus Stöhr – der leider einzige Epidemiologe im Sachverständigenrat – es erklärt: „Wenn man einen Eimer Wasser ins Meer schüttet, ist das Meer definitiv voller. Aber es ist nicht zu merken!“ Hier lassen sich etwa die Ausgrenzungen der Ungeimpften anführen, technisch neutral als 2G verklausuliert – mitfühlende Gemüter sollen ja nicht an eine Impfstatus-Apartheid denken müssen, wenn sie beim Eintritt zur Kulturveranstaltung ihren Barcode vorzeigen.
2G hat nichts gebracht, lautet die klare Bewertung. Weder konnte damit wie Bayerns Ministerpräsident Markus Söder oder Hamburgs Erster Bürgermeister Peter Tschentscher behaupteten, die Inzidenz gesenkt werden, noch – und das hatte die Politik als das entscheidende Argument vorgebracht – erhöhten diese Freiheitsberaubungen für Impfunwillige die heiligen Impfquoten.
Doch schlimmer noch: Was ist, wenn die staatlichen Eingriffe mehr als vorübergehende Freiheitseinschränkung, gleichheitsberaubende Ausgrenzung und sinnlose Verschwendung von Zeit sowie Ressourcen sind? Was ist, wenn etwa Schulschließungen die Gesundheit ganzer Generationen von Kindern im gesamten verschlechtern?
[…]


10.06.2022 JF Kultur, Meldungen
Anti-Corona-Maßnahmen haben Kindern geschadet 
Junge Freiheit (10.06.2022), Printausgabe Nr. 24/22, S. 16
Online-Ausgabe & Druckversion: https://jf-archiv.de/archiv22/202224061050.htm
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Der Direktor der Klinik und Poliklinik für Kinder- und Jugendmedizin am Universitätsklinikum Leipzig äußerte sich in einem Interview mit Welt online (5. Juni). Seit zehn Jahren beschäftige sich sein Team im Rahmen der „Life-Child-Studie“ mit der Entwicklung von Kindern und Jugendlichen, so Kiess. Dort sei deutlich geworden, daß es ihnen seit Beginn der Pandemie und den damit verbundenen Einschränkungen „dramatisch schlechter“ gegangen sei: „Wir beobachteten die Zunahme von Vereinsamung, depressiven Verstimmungen und Verhaltensauffälligkeiten. Die Folgen sind noch immer sichtbar.“ Kinder und Jugendliche spielten weniger Instrumente, gingen weniger in Sportvereine und die Bereitschaft, sich im Klassenverband zu engagieren, sei gesunken: „Das einzige, was mit den Corona-Maßnahmen angestiegen ist, das ist die Smartphone-Nutzung.“
[…]


3.6.2022 JF Titelseite
In der Endlosschleife,
Michael Paulwitz
Junge Freiheit (03.06.2022), Printausgabe Nr. 23/22, S. 1
Online-Ausgabe & Druckversion:
: https://jf-archiv.de/archiv22/202223060301.htm
[…]
Unter den zahlreichen Fehlbesetzungen, mit denen die Ampel-Koalition die Regierungsbank gefüllt hat, gehört Karl Lauterbach (SPD) zweifellos zu den nervenzehrendsten.
[…]
Sein dauerbesorgtes Raunen und sein mit der Pose der „Wissenschaft“ zelebriertes Winken mit zahllosen eigenwillig interpretierten „Studien“ lieferte die perfekte Begleitmusik zur ängstlich-autoritären Corona-Politik von Bundeskanzlerin Angela Merkel.
[…]
Die sich erhärtenden Belege für mangelnde Wirksamkeit und gravierende Schäden der mRNA-Impfungen nimmt er ebensowenig zur Kenntnis wie ernsthafte Bestandsaufnahmen berufener Fachleute und Gremien, welche die verheerenden Auswirkungen von Lockdowns, Maskenzwang und Schulschließungen vor allem auf Kinder und Jugendliche festhalten.
[…]
Das erfreut die Pharmaindustrie, dem Gesundheitssystem erweist der Minister damit einen Bärendienst.
[…]
Weitere Milliarden sollen für anlaßlose Massentestungen von fraglichem Nutzen aufgewendet werden. Mehr als dreizehn Milliarden Euro* hat diese Praxis den Steuerzahler bereits gekostet, mindestens ein Zehntel davon ist geschätzt in dunklen Kanälen versickert.

*Anm. : Allein das ist ein Ausdruck nicht nur der Zwecklosigkeit und Überflüssigkeit der Anti-Corona-Maßnahmen im Verhältnis zu den Schäden und Opfern durch das vermeintliche Virus – sondern ist es insbesondere ein Ausdruck der von der völligen Geisteskrankheit befallenen Politik, Wirtschaft und Gesellschaft dieser Welt. Allen Leuten, die das nicht so sehen, sondern jene Investitionen und Aufwände als etwas der Gesellschaft Dienliches bewerten, gehört eigentlich jegliches Mitsprache-Recht entzogen. Ich jedenfalls wäre für die sofortige Entmündigung dieser Leute.


27.05.2022 JF Literatur
Corona als Damaskus-Erlebnis
Die Politikwissenschaftlerin Ulrike Guérot ist über die leichtfertige Aufhebung von Grundrechten in der Corona-Politik entsetzt / Warnung vor einem Orwell-Staat in der Zukunft
Thorsten Hinz

Junge Freiheit (27.05.2022), Printausgabe Nr. 22/22, Seite 21, Literatur
Online-Ausgabe & Druckversion: https://jf-archiv.de/archiv22/202222052764.htm

[…]

Ulrike Guérot
Wer schweigt, stimmt zu
Über den Zustand unserer Zeit. Und darüber, wie wir leben wollen.
Westend, 07. März 2022
978-3864893599

Das Buch haben wir hier bereits vorgestellt: Lesenswerte Bücher

Anmerkung: Ich teile nicht die etwas halbseidenen Beurteilungen von Thorsten Hinz Buchbesprechung.
Das Buch von U. Guerot ist eine wahre Perle unter den „Corona-Büchern“ und wird insbes. denjenigen gefallen, die sich von unserem kranken Gesundheitsstaat keinen Zwangs-Schuss gegen Nichts haben setzen lassen und allein für diese intelligente Entscheidung diskriminiert, angefeindet, ferner gemieden und verschmäht wurden – eben von so gut wie all denen, die sich ohne Wenn und Aber dieser menschenverachtenden Behandlung (unter gegebenen Bedingungen, ergo Maßnahmen) unterzogen haben. Aber darüber hab ich mich an anderen Stellen schon genug aufgeregt.
Kurz gesagt: Das Buch bitte unbedingt lesen und in Umlauf bringen. Es zeigt so schn deutlich auf, von welcher Idiotie die Geimpften sich haben prellen lassen.
Eines sehe ich aber fast genauso kritisch, wie der ehrenwerte Thosten Hinz:
„Erschwerend für die Lektüre ihrer insgesamt lesenswerten Schrift ist die konsequente Gender-Schreibweise. Sämtliche personenbezogenen Substantive sind mit einem Binnen-Doppelpunkt versehen. Diesen Unfug sollte man den Spinner:innen überlassen. Oder, mit Verlaub, den Idiotinnen und Idioten.“
Herrlich!


27.05.2022 JF Literatur
Frisch Gepressst
Junge Freiheit (27.05.2022), Printausgabe Nr. 22/22, Seite 21, Literatur
Online-Ausgabe & Druckversion
: https://jf-archiv.de/archiv22/202222052766.htm
Zahlenmanipulation. Es ist das alte Lied von falschen Zahlen und keinem Interesse, diese zu korrigieren, das der Informatiker Tom Lausen zusammen mit dem Journalisten Walter van Rossum in ein Buch gegossen hat. „Corona ist noch nicht vorüber“, wird Gesundheitsminister Karl Lauterbach nicht müde zu belehren. Da ist ein genauer Blick auf das Zustandekommen der „Überlastung des Gesundheitswesens durch Corona“ wichtig, schreibt der Rechtsanwalt Alexander Christ im Prolog. Schließlich war das eine der zentralen Begründungen für die Legitimation der harten Eingriffe in die individuellen Freiheitsrechte wie Lockdown, Schulschließungen und Maskenmandate. Van Rossum zeichnet nach, wie staatlich berufene Modellierer und Virologen und der Klinikverband Divi den Engpaß stets größer wirken ließen, als er war und was die Daten zu der jeweiligen Zeit tatsächlich zeigten. Schließlich bringt Lausen die Unmengen von Zahlen an tatsächlich vorhandenen Intensivbetten sowie die tatsächlich gemeldete Auslastung in einfache Schaubilder, die dem Leser klar vor Augen führen, auf welche Weise und wie ungeheuer viele Krankenhäuser in Deutschland ihre Auslastung frisiert haben, um staatliche Unterstützung zu erhalten. (mp)

Tom Lausen, Walter van Rossum
DIE INTENSIV-MAFIA
Von den Hirten der Pandemie und ihren Profiten
Nachwort von Matthias Burchardt
Rubikon
978-3-453-60590-9

Leseprobe hier: >Buchkomplizen

Das Buch haben wir hier bereits vorgestellt: Lesenswerte Bücher


25.02.2022 JF Medien, Meldungen
Harald Martenstein verläßt „Tagesspiegel“
Junge Freiheit (25.02.2022 ), Printausgabe Nr. 09/22
Online-Ausgabe & Druckversion: https://jf-archiv.de/archiv22/202209022557.htm

[…]
Berlin. Der Kolumnist Harald Martenstein hat den Berliner Tagesspiegel verlassen. „Dies ist meine letzte Kolumne für diese Zeitung, mit der ich fast genau mein halbes Leben verbracht habe“, schrieb er auf Seite eins der aktuellen Sonntagsausgabe unter der Überschrift „Ich bleibe bei meiner Meinung“. Der 68jährige reagierte damit auf das Löschen eines seiner Texte von tagesspiegel.de. In seiner Kolumne vom 6. Februar hatte Martenstein Teilnehmer an Corona-Maßnahmen-Demonstrationen, die einen Judenstern mit der Aufschrift „Ungeimpft“ tragen, zwar als anmaßend und verharmlosend bezeichnet, aber als „sicher nicht antisemitisch“ verteidigt, weil sie sich mit den verfolgten Juden identifizierten. Mehrere Leser und Redaktionskollegen kritisierten den Artikel scharf. Die Chefredaktion zog ihn daraufhin nach Gesprächen „mit Kolleginnen und Kollegen, Wissenschaftlern, Betroffenen und dem Autor selbst“ vom Online-Auftritt zurück und betonte, er hätte so nicht veröffentlicht werden dürfen. „Wir verteidigen die Meinungsfreiheit, sind uns aber deren Grenzen bewußt. Dabei gilt: Nicht alles, was rechtlich betrachtet gesagt werden darf, ist dem Ton des Tagesspiegels angemessen.
[…]


20.05.2022 JF Forum
Biopolitik als Herrschaftsmittel
Eine Ironie der Geschichte
Thorsten Hinz
Junge Freiheit (20.05.2022), Printausgabe Nr. 21/22, Seite 18, Forum
Online-Ausgabe & Druckversion: https://jf-archiv.de/archiv22/202221052055.htm

[…]
Mit der Begründung, seine Gesundheit zu schützen, ist der Bürger „jedes politischen Status entkleidet und vollständig auf das nackte Leben reduziert worden“ (Giorgio Agamben). Er soll nicht nur restriktive Regeln einhalten, sondern sogar medizinische Interventionen, die der Staat verordnet, am eigenen Körper zulassen. So verwirklicht sich unmittelbar, was Michel Foucault als „Biopolitik“ oder „Biomacht“ bezeichnete: „Die Mechanismen der Macht zielen auf den Körper, auf das Leben und seine Expansion, auf die Erhaltung, Ertüchtigung, Ermächtigung oder Nutzbarmachung der ganzen Art ab.“
Prophylaktische Impfungen gegen Tetanus oder Pocken, Hygiene- und Qualitätsvorschriften für Lebensmittel usw. stehen außer Frage. Die erpreßte Einspritzung von Vakzinen hingegen, deren Nebenwirkungen und Spätfolgen unbekannt sind oder systematisch unterschlagen werden – und zwar selbst bei Alterskohorten, die nach aller Voraussicht und Wahrscheinlichkeit keinen schweren Verlauf zu erwarten haben –, ist ein klarer „Übergriff der Biomacht“..
[…]
Inzwischen können die Leitmedien sich nicht mehr gänzlich der Tatsache verschließen, daß der medizinische Nutzen der Lockdowns minimal war. Der Virologe Hendrik Streeck konstatierte schon im vergangenen Sommer in einem Zeitungsinterview, die Bundesnotbremse mit den Ausgangssperren habe wahrscheinlich „wenig dazu beigetragen, daß die Zahlen jetzt sinken. Die Gründe sind multifaktoriell. (…) Was unterschätzt wird, ist die Saisonalität der Coronaviren. (…) Im Winter ist man erkältet, im Sommer eher nicht. (…). Das Virus ist nicht komplett weg, aber es verbreitet sich auf einem niedrigeren Level.“
Groß war und ist hingegen ihr politischer Effekt, denn sie haben den totalitären Zugriff auf alle Bereiche der Gesellschaft ermöglicht. Die Biopolitik ist zu einem Herrschaftsmittel und die Impfung zum Siegel der individuellen Unterwerfung geworden. Die Gesellschaft ist sediert und abgelenkt von den brennenden Problemen und Konflikten, die politische Fehlentscheidungen oder sinistre Absichten herbeigeführt haben.
[…]
Der politisch-mediale hat sich mittlerweile um den Digital-Komplex erweitert, denn wer im Kultur- und Medienbetrieb keinen Platz findet und hofft, sein Recht auf Meinungs- und Kunstfreiheit ersatzweise im Netz entfalten zu können, sieht sich postwendend von den global agierenden Monopolisten abgeschaltet – was im Effekt einer totalitären Gleichschaltung gleichkommt.
[…]
Zum Glück ist das nicht die ganze Wirklichkeit. Es gibt in Ost und West Gegenkräfte, die dezentral, ohne charismatische Anführer gegen die Etablierung des neuen Zwangssystems auf die Straße gingen. Von unvermeidlichen Ausnahmen abgesehen handelt es sich um grundsolide, gesetzestreue, steuerzahlende Bürger, die keiner Ideologie, sondern einem freiheitlichen Instinkt folgen. Und das in dem Wissen, neben dem politisch-medialen Komplex, der mit dem Protest gegen die Corona-Politik seine beherrschende Position in Frage gestellt sieht, im Zweifelsfall auch den Polizeiknüppel gegen sich zu haben. Es gibt also einen wachen, diktaturresistenten Kern in Deutschland, der, so möchte man hoffen, Eingriffen jeglicher Art widersteht.


22.04.2022 JF Politik
Testen die Besten?
Kriminalität: Mit fingierten Corona-Tests sollen betrügerische Anbieter in der Pandemie zweistellige Millionenbeträge vom Staat ergaunert haben / Besonders viele Fälle in Berlin
Ronald Berthold
Junge Freiheit (22.04.2022), Printausgabe Nr. 17/22, Seite 4, Politik
Online-Ausgabe & Druckversion: https://jf-archiv.de/archiv22/202217042212.htm
Die zwangsweisen Testungen der Deutschen auf das Coronavirus kosten viel Geld. Bisher hat der Bund 3,3 Milliarden Euro an Betreiber von Schnelltestzentren ausgezahlt. Ausschließlich symptomfreie Menschen auf eine Erkrankung zu untersuchen, ist ein florierendes Geschäft, mit dem der Staat auch zahlreiche Betrüger angelockt hat. Der Schaden beträgt inzwischen mehrere hundert Millionen Euro und ist zum Teil auf türkischen Bankkonten verschwunden.
Besonders bis Juli 2021 boten sich paradiesische Zustände. Der Staat ließ bis dahin keine einzige Abrechnung überprüfen. Der totale Kontrollverlust war eine Win-win-Situation: Die Bundesregierung präsentierte zufrieden extrem hohe Zahlen. Und die Betreiber konnten so viele Tests melden, wie sie wollten
[…]
kommen nun immer mehr Fälle, in denen zu viele Tests abgerechnet oder Testzentren schlicht gar nicht existierten, ans Tageslicht. Inzwischen laufen bei den Staatsanwaltschaften mindestens rund 650 Verfahren. Die Zahl liegt tatsächlich jedoch deutlich höher: Mehrere Bundesländer erfassen die Delikte statistisch nicht gesondert. Hinzu kommt die hohe Dunkelziffer nicht entdeckter Delikte.
Welches finanzielle Ausmaß dieser Betrug angenommen hat, zeigt ein Blick auf lediglich fünf Verfahren in Bochum, Offenburg, Freiburg und Mannheim. Allein hier beträgt der insgesamt zur Anklage gebrachte Schaden laut Handelsblatt knapp 50 Millionen Euro. Es geht also pro Fall um durchschnittlich zehn Millionen Euro.
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22.04.2022 JF Medien, Meldungen
„Welt“ löscht Sammlung mit Hetze gegen Ungeimpfte
Junge Freiheit (22.04.2022), Printausgabe Nr. 17/22, Seite 17, Medien, Meldungen
Online-Ausgabe & Druckversion: https://jf-archiv.de/archiv22/202217042254.htm
BERLIN. Die Nachrichtenseite Die Welt hat einen Artikel zum Hashtag „IchHabeMitgemacht“ gelöscht. Die Pressestelle von Axel Springer bestätigte auf Nachfrage der JUNGEN FREIHEIT, der Text sei „vom Digitalchef“ gelöscht worden. Als Grund gab eine Sprecherin an, daß er „nicht den Qualitätskriterien von Welt entsprach“. Weitere Nachfragen blockte sie ab: „Bitte haben Sie Verständnis, daß wir dazu nicht mehr sagen.“ Twitter-Nutzer hatten mit diesem Schlagwort Beiträge gesammelt, in denen öffentliche Personen während der Pandemie sich abfällig oder hetzerisch über Menschen äußerten, die sich nicht gegen das Coronavirus impfen ließen. Am Dienstag vor Ostern berichtete die Welt über die Aktion. Der gelöschte Artikel kritisierte „etliche verbale Entgleisungen gegenüber Ungeimpften“. Um die Impfquote zu erhöhen, sei „einigen jedes Mittel recht“ gewesen, schrieb die Autorin, welche augenscheinlich der haus­eigenen „FreeTech Academy“ (Axel Springer Akademie) entstammt und auch in der Schweizer Weltwoche kritische Beiträge zur Impfpolitik publiziert hatte. Der Kolumnistin Sarah Bosetti attestierte sie, sich der „Sprache der Nationalsozialisten“ bedient zu haben. Bosetti hatte eine Spaltung der Gesellschaft gutgeheißen und dabei auch von einem zu entfernenden „Blinddarm“ gesprochen. Altbundespräsident Joachim Gauck hatte Ungeimpfte als „Bekloppte“ tituliert. Weltärztepräsident Frank Ulrich Montgomery sprach von der „Tyrannei der Ungeimpften“. Der Artikel zitierte auch Leserstimmen, die wegen der Kampagne gegen Ungeimpfte von „Übelkeit, Zittern, Schlaflosigkeit und Angst“ bei sich selbst berichteten, oder von „Wut, Sorge und Fassungslosigkeit“ wegen der Ausgrenzung Ungeimpfter. Laut Eigenangabe fragte die Autorin Politiker an, wie sie heute über die eigenen damaligen Äußerungen dächten. (JF)


15.04.2022 JF Titelseite
Sie wollen nicht aufgeben
Corona: Der Bundestag lehnt die Impfpflicht ab / Eine Rückkehr der Debatte ist jedoch nicht ausgeschlossen
Michael Paulwitz
Junge Freiheit (15.04.2022), Printausgabe Nr. 16/22, Titelseite
Online-Ausgabe & Druckversion: https://jf-archiv.de/archiv22/202216041501.htm

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Eine Sternstunde des Parlamentarismus war es indes nicht. Bei aller berechtigten Genugtuung der nach Hunderttausenden zählenden unbequemen „Spaziergänger“, die durch ihren beharrlichen Protest und Widerstand fraglos den Ausschlag für die gefallene Entscheidung gegeben haben, bleibt der zurückgelassene ethische Flurschaden doch beträchtlich.
Ein substantieller Teil der Volksvertreter war bereit, sich über alle sittlichen, rechtlichen, medizinischen Bedenken hinwegzusetzen, um die rote Linie eines weitreichenden und pauschalen Grundrechtseingriffs zu überschreiten. Schon die Tatsache, daß überhaupt ein Gesetzentwurf formuliert und eingebracht werden konnte, der das zentrale Grundrecht auf körperliche Unversehrtheit mit einem einfachgesetzlichen Federstrich dem Belieben der Exekutive ausliefern würde, läßt anhaltendes Unbehagen zurück.
Wie auf dem Basar hatten die Impfpflicht-Verfechter zuvor gefeilscht, ob alle Erwachsenen, nur die über 50jährigen, oder doch die über 60jährigen – und alle anderen irgendwann später – zu einem lediglich bedingt zugelassenen mRNA-Impfstoff genötigt werden sollten, der weder vor Ansteckung noch vollständig vor schweren Krankheitsverläufen schützt.
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Dabei ist es – neben anachronistischen „Quarantäne“-Vorschriften, die auch gesunde, aber zufällig „positiv“ getestete Menschen wochenlang von ihrem Arbeitsplatz fernhalten – gerade die bevormundende Impfpflicht, die Fachkräfte in Scharen vertreibt und dadurch für anhaltende Personalengpässe im medizinischen Sektor verantwortlich ist.
Insgesamt fast 82.000 Ungeimpfte aus medizinischen Berufen wurden bislang den Gesundheitsämtern in zehn Bundesländern gemeldet. Von einer außergewöhnlichen Belastung der Krankenhäuser durch schwer an Covid-19 Erkrankte kann dagegen keine Rede sein, wenn es eine solche Überlastung denn je gab. Die Rate der Atemwegsinfektionen bei Kindern und Erwachsenen liegt aktuell „im Bereich der Werte der vorpandemischen Jahre“, muß selbst RKI-Chef Lothar Wieler öffentlich zugeben.
Das hindert den erratischen Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach und insbesondere die hartgesottenen Anhänger einer autoritären „Null-Covid“-Politik nach chinesischem Vorbild nicht daran, die zur Heilslehre hochstilisierte Impfpflicht trotz der soeben eingefahrenen derben Niederlage mit sektiererischem Eifer weiterzuverfolgen.
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Auch nach zwei Jahren Pandemie-Politik fehlt weiter jede objektive Datengrundlage. Statt evidenz- und faktenfrei von neuen und noch gefährlicheren „Wellen“ zu orakeln, wäre eine kritische Gesamtbewertung der weitgehend auf Stimmungen, Gefühltem und Spekulationen gebauten Maßnahmen-, Masken- und Impf-Politik überfällig.
Auch Bundeskanzler Scholz müßte nach den Regeln politischer Redlichkeit jetzt die Vertrauensfrage stellen, hat er doch die Impfpflicht selbst zu seinem Projekt erklärt und damit den dreistesten Bruch eines Wahlversprechens der neueren deutschen Parteiengeschichte zu verantworten.
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08.04.22 JF Meinung
Ethikrat erkennt Menschenrechtsverletzung – Besser spät als nie
Mathias Pellack,
Junge Freiheit (08.04.22), Printausgabe Nr. 15/22 . S. 2/ Meinung
Online-Ausgabe & Druckversion: https://jf-archiv.de/archiv22/202215040804.htm

Solidarität, Gerechtigkeit und Vertrauen heißen Kapitel der jüngsten 162seitigen Stellungnahme des Deutschen Ethikrates zur Corona-Politik. Eine große Zahl hochgegriffener Ziele in einem Papier, das versucht, ebenjenes Vertrauen wiederherzustellen, das in zwei Jahren Pandemie verlorenging.
Der Rat kritisierte jetzt scharf die Probleme in den Pflegeeinrichtungen, wo Menschen ohne Begleitung und ohne die Möglichkeit auf Kontakt zu ihren Angehörigen an Corona und anderen Krankheiten starben. Dort sei die Menschenwürde mißachtet worden, heißt es heute. Erst während des zweiten Lockdowns hatte der Rat auf das Problem – wenig vehement – hingewiesen.
Die jetzt aufgegriffene Kritik, wonach „die Medien“ ihre „kritische Aufgabe“ zu Beginn der Corona-Krise „nicht immer im wünschenswerten Maß“ erfüllt hätten, das Für und Wider der Maßnahmen sichtbar zu machen, wirkt ebenfalls wohlfeil. Denn nie zuvor hat der Rat auf die überreiche Regierungskonformität hingewiesen.
Kein Wort ändert der Rat indes an seiner zweifelhaften Stellung pro Allgemeiner Impfpflicht oder seiner Verteidigung von 2G – einer Maßnahme, die gezielt Menschen allein aufgrund biopolitischer Merkmale von großen Teilen des öffentlichen Lebens ausschließt.
Bedenkenlos zustimmen kann man dem aktuellen Papier nur bei der Kritik an den scharfen und schärfsten Maßnahmen, die für die jungen Generationen an Bildungseinrichtungen galten und teils weiter gelten und jene Kinder, Schüler und Studenten unverhältnismäßig zu ihrer Gefährdung durch Corona belasten.

Anm. UFO: Wer kontrolliert den Ethikrat?


08.04.2022 JF Kultur
Zeitschriftenkritik: Tumult
Corona-Politik und Klima-Aktivisten

Werner Olles
Junge Freiheit (8.4.2022), Printausgabe Nr 15/22, S. 14
Online-Ausgabe & Druckversion: https://jf-archiv.de/archiv22/202215040842.htm
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In der Frühjahrsausgabe von Tumult, der „Vierteljahresschrift für Konsensstörung“, zieht Norbert Müller „Drei Lehren aus der Corona-Politik“: 1. Die Institutionen der Global Governance erlebten einen rasanten Machtzuwachs, der die Erosion der demokratischen Souveränität, insbesondere der EU-Staaten, beschleunigt habe. In der Corona-Pandemie vollziehe sich der Übergang zu einer autoritären Staatsform. 2. Die Einführung des globalen digitalen Impf-Identitätsausweises bedeute, daß die Global Governance-Elite den Nationalstaat entmachtet habe, so daß er nicht länger Herr über die Identitätsdokumente seiner Bürger sei. 3. Der globale Kapitalismus könne nicht mehr als liberale Dominanz der Finanzmärkte beschrieben werden. Zudem habe die Globalisierung an Bedeutung verloren, seitdem die Welt geopolitisch mit China geteilt werde, auch der Kollektivismus sei nicht mehr verpönt, wie man an der „Fridays for Future“-Bewegung sehe. Wie Klaus Schwab, der die „Prophetin“ Greta nach Davos einlud und eine Zukunft ohne Eigentum versprach, agiere auch Black-Rock-Führer Larry Fink als begeisterter Klimaschützer und befürworte staatlichen Dirigismus in der Klimapolitik.
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Weitere Beiträge befassen sich unter anderem mit dem „Deutschen Ethikrat“ (Harald Seubert), dem „Maßnahmenstaat und seinen Freunden“ (Henry Krause) sowie dem „Rassismus der Antirassisten“ (Evelyn Lauterberg).
Kontakt: Frank Böckelmann, Nürnberger Str. 32, 01187 Dresden. Das Einzelheft kostet 10 Euro, ein Jahresabo 40 Euro. www.tumult-magazine.net
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01.04.22 JF Im Gespräch
Licht ins Dunkel
Tom Lausen bereitet Daten zur Corona-Politik für die Öffentlichkeit auf – und wird als Querdenker beschimpft.

Mathias Pellack,
Junge Freiheit (01.04.22), Printausgabe Nr. 14/2 . S. 3/ Im Gespräch
Online-Ausgabe & Druckversion: https://jf-archiv.de/archiv22/202214040111.htm

„Querdenker“ – auch wenn sie nicht den Kern der Bewegung ausmachen, angesichts Quartalsirrer wie Attila Hildmann gilt der Begriff heute als harter Anwurf. Geeignet, den Datenanalysten Tom Lausen, der für die Provita die Zahlen aufbereitet hat, per se als unseriös darzustellen. Wobei die eigentlich zur Neutralität verpflichtete öffentlich-rechtliche „Tagesschau“ ihre Behauptung lediglich damit belegt, daß Lausen „in der ‘Querdenker’-Szene bekannt“ sei.
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Zuvor hatte Lausen geholfen, grobe Unzulänglichkeiten im Divi-Intensivbettenregister aufzudecken. Zehn Monate nach Start des Registers waren Tausende Betten aus dem System verschwunden. Die Möglichkeiten für den Betrug schuf die Politik, indem sie im Herbst 2020 Anreize für Krankenhäuser stetzte, möglichst viele Betten als „frei“ zu melden. Es lohnte sich also, mehr Intensivbetten aufzustellen. Später wurde das System umgestellt, nun hatten mindestens 75 Prozent der Betten belegt zu sein, um eine Freihaltepauschale vom Staat zu bekommen. Ihre Zahl mußte nun also eher verringert werden, um für die übrigen freien Betten Geld vom Staat zu erhalten. Anfang März erreichte dieser Skandal einen neuen Höhepunkt, als eine Gruppe aus Staatsanwälten, Anwälten und einem Richter Strafanzeige gegen zwei große deutsche Krankenhäuser im Saarland erstatten.
[…]
Lausens Stärke in dieser Pandemie ist, daß er als Datenanalyst mit seinen statistischen Einsichten zur Virusverbreitung nicht hinterm Berg hält. Er teilt sie auf seinem Youtube-Kanal „Brüderle TV“, in seinem Spiegel-Bestseller „Die Intensivmafia. Von den Hirten der Pandemie und ihren Profiteuren“ [*] sowie in Presseinterviews, etwa bei Bild.tv, mit; zudem betreibt er mehrere Webseiten.
[…]

*Anm. UFO Siehe mehr unter https://ultimativefreiheitonline.wordpress.com/bucher/


01.04.2022 JF Kultur
Der Mann hinter dem Vorhang
Netzwerk: George Soros hat mehr als 30 Milliarden Dollar für linke und linksliberale Organisationen bereitgestellt,

Mühlbauer, Robert
Junge Freiheit (1.4.2022), Printausgabe Nr 14/22, S. 13
Online-Ausgabe & Druckversion: https://jf-archiv.de/archiv22/202214040137.htm
[…]
In der Geschichte hat vermutlich noch nie ein einzelner Mensch mehr Geld in die Verfolgung seiner politischen Ziele gesteckt als George Soros. Er unterstützt mit Milliarden ein weltweites Netz von linken und linksliberalen Organisationen, Instituten, Medien und Kampagnen, unterhält direkte Kontakte ins Weiße Haus, in die EU-Kommission, zu zahlreichen Regierungen und agiert damit als größter lebender „Influencer“ der Politik, wobei er selbst oft diskret im Hintergrund bleibt – er ist „The Man Behind the Curtain“, wie der amerikanische Journalist und Autor Matt Palumbo sein aufschlußreiches neues Buch betitelt.
[…]
Die kaum vorstellbare Summe von 32 Milliarden Dollar hat der 91jährige ungarisch-amerikanische Finanzinvestor im Laufe seines Lebens seinen Open Society Foundations (OSF) gegeben, wovon erst knapp die Hälfte für ein kaum überblickbares Netzwerk von Institutionen und Kampagnen ausbezahlt worden ist.
[…]
Mit seinem Ableben dereinst wird Soros’ Einfluß indes nicht enden. Er hat sichergestellt, daß die OSF ihn überleben wird; ihr verbleibender Kapitalstock von wohl noch rund 18 Milliarden Dollar dürfte für Jahrzehnte reichen, um politischen Einfluß in seinem Sinne auzuüben.


01.04.22 JF Thema
Es ergibt keinen Sinn
Gesetz zur Impfpflicht: Warum die Zwangsmaßnahme keine Lösung bietet
Mathias Pellack
Junge Freiheit (01.04.22), Printausgabe Nr. 14/22 . Seite 2/ Thema
Online-Ausgabe & Druckversion: https://jf-archiv.de/archiv22/202214040107.htm

Die Impfstoffe sollen „hochwirksam, sicher und gut verträglich“ sein, heißt es immer wieder. Zwar sieht das Gesetz hohe Hürden vor, um Schutz gegen sinnlose oder gar widersinnige Eingriffe in die körperliche Unversehrtheit seiner Bürger zu gewährleisten. Doch das Gesetz fragt nicht: Ist die Impfung überhaupt notwendig? Das ist eine klinische Beurteilung, über die nicht nur viel spekuliert, sondern auch gelogen wurde. Fakt ist: Lediglich ein Drittel der 128.000 deutschen „Corona-Toten“ ist unter Betreuung in einem Krankenhaus gestorben. Für zwei Drittel der Menschen haben Ärzte gar nicht die Notwendigkeit einer intensivmedizinischen Betreuung erkannt. Die Mehrheit der Toten muß also nicht zwangsläufig unter einer Covid-19-Erkrankung gelitten haben. [Und das Drittel der in Krankenhaus Verstorbenen ist ebenfalls nicht zwingend an COVID gestorben, Anm. CCC]
Unterdessen zeigt auch der Blick in die Krankenhäuser: Bei immer mehr Personen wird nur beiläufig eine Infektion nachgewiesen. [Eben. Anm. CCC] Die Uniklinik Frankfurt schätzt den Anteil der zufällig positiv Getesteten sowohl auf den Intensiv- als auch auf den Normalstationen auf mittlerweile 90 Prozent. [Derweil dieser Test nicht nachweist, daß sie eine Corona-Infektion hatten. Anm. CCC] Ähnliche Zahlen veröffentlichten vergangene Woche auch die Helios-Kliniken. Die sogenannte Hospitalisierungsrate fällt und fällt – überall da, wo sie korrekt ermittelt wird. Eine (mögliche) Überlastung des Gesundheitssystems, mit der die Impfpflichtbefürworter immer wieder argumentieren, hat also andere Gründe als Corona. Seit Jahren klagen Pfleger, Schwestern und Ärzte über Berge an Überstunden und schlechte Bezahlung. Die saisonalen Corona-Fälle sind da nur das I-Tüpfelchen.
[…] Das klingt zynisch, doch Covid-19 ist eine Erkrankung, die von Beginn an vor allem unter den Hochbetagten Opfer forderte. Eine Impfpflicht ab 18 ist allein schon deshalb unsinnig. Auch einen Fremdschutz durch die Impfung, was uns einst als Herdenschutz oder Herdenimmunität verkauft wurde, gibt es kaum. Speziell Omikron überträgt sich derart leicht, daß jede Abkühlung der Infektionsdynamik durch Impfung, Maske oder Abstand nur einem Tropfen auf den heißen Stein gleichkommt.
Das hindert Mitglieder des Expertenrats der Bundesregierung wie Melanie Brinkmann jedoch nicht daran, die Panik anzuheizen, indem sie öffentlich warnen, viele hingen „der falschen Annahme“ an, „daß der Sommer entspannt wird“, wenn die Maßnahmen wegfielen. Doch damit zeigen sie nur, daß sie auch nach zwei Jahren die Rolle der Saisonalität nicht korrekt einschätzen können oder wollen. Ein Glück nur, daß den Modellierern mit ihren hanebüchenen Voraussagen niemand mehr Glauben schenkt. 
Weiter muß man fragen: „Hochwirksam“? Was meint das angesichts von Impfstoffen, die, wie Gesundheitsminister Karl Lauterbach jetzt ankündigt, viermal verabreicht werden sollen. Jeder Arzt wird Ihnen bestätigen – und eigentlich wissen Sie es auch schon selbst –, daß auch diese vierte Injektion nicht die letzte gewesen sein wird, wenn die Impfpflicht erstmal beschlossen ist.
Was keiner klar sagt: Die Impfstoffe sind nur zeitlich begrenzt „hochwirksam“. Ihre Effektivität verfällt schnell. Nach drei Monaten ist der Übertragungsschutz gegen Sars-CoV-2 so gut wie weg. Nach weiteren drei Monaten beginnt auch schon das Risiko für schwere Erkrankungen wieder zu steigen. Hinzu kommt die inzwischen wohlbekannte Tatsache, daß Sars als Coronavirus zu den schnell mutierenden Krankheitserregern zählt. Wir müssen also ohnehin jedes Jahr mit einer neuen Variante rechnen, die den aufgebauten Immunschutz durch Ansteckung und Impfung teils umgehen kann. „Hochwirksam“ ist diese Impfung also nur, wenn sie jährlich aufgefrischt wird. Damit würde aus der Impfpflicht eigentlich eine Impf-Abo-Pflicht. Die wiederholte Injektion aber birgt Risiken, die in den Zulassungsstudien noch nicht einmal eingepreist sind. […] Und was meint es weiter, wenn behauptet wird, die Impfung sei „sicher und gut verträglich“, angesichts von einer Rate von einem unter 5.000 jungen Männern, der beim in Deutschland gängigsten Impfstoff von Biontech eine Herzmuskelentzündung erleidet? Einer Schädigung des Herzens, die die Leistungsfähigkeit unseres zentralen Pumpmuskels noch lange beeinträchtigen kann?
Zusätzlich gibt es noch eine Reihe weiterer –zwar seltenerer – aber angesichts von inzwischen 170 Millionen verabreichten Dosen in Deutschland doch nicht vernachlässigbaren Impfschäden, wie die Reaktivierung von im Körper schlafenden Herpesviren, oder der immunologischen Erbsünde, die dazu führt, daß die Impfung den Krankheitsverlauf verschlechtert anstatt verbessert. All diese Erkenntnisse haben andere europäische Länder mit soliden Gesundheitsdaten schon lange zum Abrüsten bewogen.
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11.03.22 JF Hintergrund
Die ewigen Sünden der Riesen
J.M. Plutz
Junge Freiheit (11.03.2022). Printausgabe Nr. 11/22 . S. 12
Online-Ausgabe & Druckversion:
https://jungefreiheit.de/wissen/geschichte/.2022/pharmasuenden/
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In Zeiten der Corona-Pandemie veränderten sich in Deutschland die argumentativen Parameter. Das Land, einst kapitalismuskritisch, wenn es um große Konzerne geht, sucht nicht zuletzt dank der Versprechen der Politik den Ausweg aus der Covid-Krise ausgerechnet in großen Konzernen, die über Jahrzehnte immer wieder für Skandale gesorgt haben. Ob krebserregende Babypuder, Bestechung von Ärzten und Apotheker oder das Vertuschen von kritischen Studien zu Medikamenten. Kaum ein Pandemie-Profiteur kam in seiner Geschichte ohne Skandale aus. Ein Unternehmen geriet hierbei immer wieder in die Schlagzeilen: der Covid-19-Vakzin Hersteller Pfizer. […] Die Deutschen jedoch scheint wenig zu stören, daß viele Pharmariesen, die am Geschäft mit der Pandemie beteiligt sind, seit Jahrzehnten in Skandale verwickelt sind, bei denen nicht selten sogar Menschen gestorben sind. Zu tief sitzt die Angst vor dem Coronavirus und zu vielversprechend sind die Verheißungen der Hersteller und der Politik. Doch die Skandale sind real. Auch in der großen Biontech-Pfizer-Studie des Covid-Impfstoffes wurde bekannt, daß es Unregelmäßigkeiten gegeben hat. Das Unternehmen betonte, daß diese keine Auswirkungen auf die Wirksamkeit und Gefährlichkeit des Vakzines haben sollen. Doch inwieweit man dieser Aussage angesichts der vielen Skandale trauen kann, darüber kann nur spekuliert werden.
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25.02.2022 JF Im Gespräch
„Politiker zur Rechenschaft ziehen“
Peter Hahne: In seinem neuen Buch „Das Maß ist voll“ spießt der ehemalige ZDF-Journalist und Bestsellerautor Politikversagen und ideologischen Irrsinn in Deutschland auf. Im Interview verlangt er nun öffentliche Konsequenzen
Moritz Schwarz
Junge Freiheit (25.02.2022), Printausgabe Nr. 30-09/22
Online-Ausgabe & Druckversion: https://jf-archiv.de/archiv22/202209022510.htm
[…]
Sie sprachen eingangs von „zwei“ Forderungen.

Hahne: Die zweite, neben dem Zur-Verantwortung-Ziehen der Täter – und ich sage bewußt „Täter“, denn für mich sind sie genau das –, ist: Die Rehabilitierung aller Journalisten, Wissenschaftler, Spaziergänger und sonstiger Kritiker, die sich in den zwei Corona-Jahren ehrlich um Aufklärung bemüht haben und dafür vielfach diffamiert, stigmatisiert und ausgegrenzt, teilweise sogar sozial vernichtet wurden.

Glauben Sie denn ernstlich, sich damit durchsetzen zu können?

Hahne: Fakt ist doch, daß sich zwar längst nicht alles, aber immer mehr von dem, was Querdenker und Spaziergänger vorhergesagt haben, als zutreffend herausgestellt hat. Viele „Verschwörungstheorien“ sind doch durch die Realität weit überholt worden, die letzte: Impfen hat keine Nebenwirkungen. Irre! Hätte man die Masse der vernünftigen Kritiker in die gesellschaftliche Debatte einbezogen, statt sie pauschal als „Schwurbler“ und potentielle Rechtsradikale zu diffamieren, etwa die „Alles auf den Tisch“-Intellektuellen, vor allem aber die gesamte Wissenschaft – und damit meine ich nicht nur andere Virologen als die Hofvirologen der Kanzlerin, sondern auch Vertreter weiterer Disziplinen, wie Psychologen, vor allem Kinder- und Familienpsychologen, Geriater, Ökonomen etc. –, dann wäre die öffentliche Debatte anders verlaufen und die Maßnahmen der Politik nicht so verheerend ausgefallen. Manches wäre abgemildert oder gar ganz vermieden worden, was stattdessen zahlreiche Menschen in finanzielle und psychische Not und damit in Armut, Krankheit oder gar den Tod getrieben hat. Kinder in Käfighaltung, 400 Prozent Steigerung der Selbstmordrate unter Kindern – ein unentschuldbares Verbrechen!
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18.02.2022 JF Natur & Technik
Hatte Trump doch recht?
Physikprofessor Roland Wiesendanger attackiert Virologe Christian Drosten für „Vertuschung“ des Sars-CoV-2-Ursprungs
Mathias Pellack
Junge Freiheit (22.07.2022), Printausgabe Nr. 08/22
Online-Ausgabe & Druckversion: https://jf-archiv.de/archiv22/202208021865.htm
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Drosten hatte bereits am 19. Februar 2020 mit 26 Wissenschaftlern und staatlichen Gesundheitsexperten in einer in der bisherigen Wissenschaftsgeschichte einmaligen politischen Aktion eine Erklärung unterschrieben, in der es heißt: „Wir verurteilen gemeinsam auf das schärfste die Verschwörungstheorien, die besagen, daß Covid-19 keinen natürlichen Ursprung hat.“ Das schüre nur Angst, Gerüchte und Vorurteile, lautete die Begründung. Das Virus soll einen natürlichen Ursprung haben.

Der Hamburger Physikprofessor Roland Wiesendanger wirft ihm und seinen Mitunterzeichnern diese Einengung des Feldes redlicher Wissenschaft heute vor. Er spricht sogar von Vertuschung. Denn am 1. Februar 2020 war Drosten Teil einer Telefonkonferenz unter anderem mit dem Leiter der US-Gesundheitsbörde (NIAID), Anthony Fauci, der ebenfalls Regierungsberater ist. Wie aus jüngst veröffentlichten Abschriften der Kommunikation von Fauci rund um die Konferenz hervorgeht, war eine Mehrheit der teilnehmenden Wissenschaftler eher von der Laborhypothese überzeugt. Bis einige wenige Gegenspieler in scharfem Ton die Gruppe umlenkten, darunter eben auch Drosten.
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18.02.2022 JF Forum
Das Corona-Regiment und die gesellschaftlichen Folgen
Kontrollierte neue Wirklichkeit
Thorsten Hinz, Junge Freiheit (18.02.2022), Printausgabe Nr. 08/22. Seite 18/ Forum
Online-Ausgabe & Druckversion: https://jf-archiv.de/archiv22/202208021856.htm
Das Corona-Regiment hat unsere private und öffentliche Lebenswelt in eine neue Realität transformiert, auf welche die herkömmlichen politischen, rechtlichen, ethischen Begriffe und Kategorien nicht mehr zutreffen. Wenn Politik und Medien sich heute über Freiheit, Demokratie, Grundrechte, über die Freunde, die Feinde und den Schutz der Verfassung verbreiten, dann dient solches Vokabular vor allem als Spanische Wand, hinter der die Abrißarbeiten, die schon lange vor der Proklamierung des pandemischen Ausnahmezustands eingesetzt haben, täglich an Tempo zulegen.
Um die Herrschaftstechnik und inhaltliche Ausrichtung der ruinösen neuen Wirklichkeit zu erfassen, bieten sich die Zusammenschau von drei Perspektiven an: Erstens kann man sie als eine radikalisierte Variante der Disziplinar- und Kontrollgesellschaft betrachten. Zweitens als übergriffige Biopolitik. Drittens schließlich als postdemokratische Renaissance des Doppelstaates, eines Hybrids aus dem von Willkür gesteuerten Maßnahmenstaat und dem gewöhnlichen Normenstaat, der die Willkür in „Gesetzen, Gerichtsentscheidungen und Verwaltungsakten der Exekutive“ zur Durchführung bringt (Ernst Fraenkel).
[…]
Diese Haltung war anfangs – vielleicht – gerechtfertigt. Nach zwei Jahren Ausnahmezustand ist sie es nicht mehr. Indem sie starr daran festhält, zeigt die Linke, daß sie verloren hat, was in der Vergangenheit als ihre Stärke und Mission galt: den Zusammenhang von ökonomischen, sozialen und politischen Verhältnisse herzustellen und zu thematisieren. Sie ist blind dafür, daß die Corona-Maßnahmen eine Vermögensumschichtung von unten nach oben erlauben und internationalen Monopolisten wie Amazon Gelegenheit gegeben wird, dem deutschen Mittelstand das Wasser abzugraben.
Solidarität ist eine soziale, zwischenmenschliche, von positiven Gefühlen und Absichten grundierte Interaktion. Die Pandemie-Ordnung jedoch erzeugt eine Versuchsanordnung aus isolierten Individuen, die im Takt autoritärer Anordnungen marschieren sollen. Zu dem Zweck werden sie Tag für Tag medial mit Zahlen bombardiert, die ihnen keine Information liefern, aber Verunsicherung, Angst und autoritäre Einstellungen hervorrufen und sie veranlassen sollen, den Autoritarismus als normal anzusehen. Unabhängig vom aktuellen Befinden müssen die Menschen ihren medizinischen Status kontrollieren, sich kategorisieren und bewerten lassen: erst- und zweitgeimpft, einmal oder zweimal geboostert, genesen, getestet usw. Je nach Kategorie werden ihnen soziale Berechtigungen – von Grundrechten ist ohnehin kaum noch die Rede – zugestanden oder entzogen. Die Einteilung unterliegt politischer Willkür und kann abrupt und begründungslos geändert werden, wie die Halbierung des Genesenen-Zeitraums zeigte. Die Parallelen zum Sozialkredit-System in China, wo ein aus Sicht der herrschenden kommunistischen Partei nonkonformes Verhalten zu Reisebeschränkungen, zur Drosselung der Internetgeschwindigkeit, zum Ausschluß von Beförderung, öffentlichen Ausschreibungen und höheren zu zahlenden Steuern führt, liegen auf der Hand.


11.02.2022 JF Kultur
Die Seuchengewinnler
Corona-Politik: Wenn die Zeichen nicht trügen, endet demnächst die staatliche Gängelung
Konrad Adam
Junge Freiheit (11.02.2022 ), Printausgabe Nr. 07/22
Online-Ausgabe & Druckversion: https://jf-archiv.de/archiv22/202207021140.htm

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Die Spahns und Lauterbachs und wie die kleinen Tyrannen sonst noch heißen gelten nicht mehr viel, die Freiheitsrechte dafür um so mehr, und wenn es so weitergeht, werden wir in ein paar Wochen ins normale Leben zurückfinden. Alles ist auf dem besten Weg – für uns zumindest, für die Bürger; die anderen, die Macht- und Geldhaber, reagieren verdrießlich. Das Auslaufen der Zwangswirtschaft gefällt ihnen nicht, sie fürchten um das, was ihnen mehr als alles andere am Herzen liegt, um den Besitz von Macht und Geld.

Alte Tyrannen-Weisheit kommt zu neuen Ehren

Wie die fatalen Kriegsgewinnler gibt es ja auch die genauso fatalen Seuchengewinnler. Für sie war Corona eine Goldgrube, ein glänzendes Geschäft, dessen Abflauen sie in Panik versetzt. Was es bisher noch nie gegeben hat: grellfarbene Plakate, die vorschreiben, wer wann wo welche Maske zu tragen hat, und Polizeistreifen, die dafür sorgen, daß die Bürger auch parieren, das gibt es jetzt. Die Obrigkeit, in Deutschland immer schon von Gottes Gnaden, will die Gewinne, die ihr die Seuche zugespielt hat, nicht so bald wieder hergeben. Das Frankfurter Edelmistblatt (Martin Walser) plädiert für das Beibehalten der Maskenpflicht, will sie am liebsten noch ein bißchen ausweiten, die Öffentlich-Rechtlichen sind ohnehin seit eh und je derselben Meinung, die roten und die grünen Politmenschen auch.
[…]
So wie das Blut ein ganz besonderer Saft ist die Gesundheit ein ganz besonderes Gut. Wenn man den Leuten lange genug eingeredet hat, daß für die Gesundheit kein Aufwand zu groß und kein Opfer zu hoch ist, dann geben sie freiwillig her, was ihnen sonst kaum unter Zwang hätte abgepreßt werden können. Dann lassen sie sich an die Kette legen und sind auch noch dankbar dafür. Dann verzichten sie zusammen mit dem Genuß der Freiheit auch auf den Gebrauch ihrer Vernunft.
[…]
Ein Mann wie Christian Drosten, der Freund des Testens und Fürsprecher der Impfkampagne, ist aber freiwillig dabei. Für ihn hat sich die Sache ja auch ausgezahlt, sein Einsatz an der Corona-Front hat ihm das Bundesverdienstkreuz 1. Klasse eingetragen, vor allem aber bundesweite Bekanntheit. Wenn ich höre, wie er und seine Fachkollegen vor der Presse oder in einer Talkshow ihr Fachwissen herauskehren, dann muß ich an Ernst August von Hannover denken, der einst Professoren mit Huren verglich, die man überall für Geld haben könne. „Sie gehen dorthin, wo man ihnen einige Groschen mehr bietet.“

Groß ist der Fortschritt seither nicht gewesen.
[…]


04.02.22 JF Natur & Technik, Meldungen
Biontech-Vakzin nicht als Massenimpfstoff geeignet?
Junge Freiheit (04.02.22), Printausgabe Nr. 6/22 . S. 22/ Natur & Technik, Meldungen
Online-Ausgabe & Druckversion: https://jf-archiv.de/archiv22/202206020469.htm

LEIPZIG. Herbe Kritik am Corona-Impfstoff von Biontech/Pfizer haben die Professoren Jörg Matysik (Leipzig), Gerald Dyker (Bochum), Andreas Schnepf (Tübingen) und Martin Winkler (Zürich) in einem Brief an Biontech-Gründer Uğur Şahin geäußert. „Wir haben als Chemiker nicht den Eindruck, daß man dieses Produkt zur Zeit als Massenimpfstoff einsetzen kann“, erklärte Matysik in der Berliner Zeitung. Das mRNA-Prinzip sei „eine sehr vielversprechende, aber auch eine sehr komplexe Technologie. Diese kann künftig zum Beispiel in der Krebstherapie erfolgreich eingesetzt werden“, so der Professor für Analytische Chemie. Dabei könne man einer „experimentellen Behandlung zustimmen“. Bei dem milliardenfach eingesetzten Covid-19-Impfstoff sei das anders. Dieser solle eine „weiße bis grauweiße Dispersion“ sein, doch wie komme dieser Farbunterschied zustande? Seien dies Verunreinigungen? „Wir haben in der Kollegenschaft diskutiert und konnten bisher keine Ansatzpunkte finden, wie man die Qualität bei der mRNA-Technologie für ein so großes Volumen eines Produkts sichern kann“, warnte Schnepf. Auch bei den Komponenten für die Lipid-Nanopartikel gebe es offene Fragen. Zudem seien sie beunruhigt, weil es offenbar unterschiedliche Nebenwirkungen bei verschiedenen Chargennummern gebe. Das sei „nicht tolerierbar“. (mp)


04.02.2022 JF Politik
Sehr teuer, aber ziemlich nutzlos
Corona-Nachverfolgung: Immer mehr Bundesländer kündigen den Vertrag mit der „Luca-App“/ Gesundheitsämter fragen kaum Daten ab
Paul Rosen
Junge Freiheit (04.02.2022), Printausgabe Nr. 06/22
Online-Ausgabe & Druckversion: https://jf-archiv.de/archiv22/202206020413.htm

[…]
Die Corona-Pandemie breitet sich immer mehr aus; aber exakte Zahlen über das Ausmaß des Infektionsgeschehens, über Krankheitsverläufe und Impfquoten gibt es nicht. „Was von Beginn an überhaupt nicht funktioniert hat, und es auch bis heute nicht zufriedenstellend tut, ist eine aussagekräftige, eine verläßliche Datenlage“, kritisiert Professor Jonas Schmidt-Chanasit vom Bernhard-Nocht-Institut für Tropenmedizin in Hamburg. Schmidt-Chanasit spricht damit etwas an, was man als das deutsche digitale Desaster bezeichnen kann.
[…]
Der bayerische Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) setzt jetzt wie viele seiner Länderkollegen auf die Nutzung der Corona-Warn-App (CWA) des Bundes, die von den Konzernen SAP und Telekom entwickelt wurde, 130 Millionen Euro kostete und auch Funktionen der Luca-App bekommen hat: „Die Corona-Warn-App stärkt die in der aktuellen Omikronwelle mit hohen Infektionsraten besonders wichtige Eigenverantwortung jedes einzelnen, denn sie versetzt die Nutzer in die Lage, sich unverzüglich selbst wirksam zu schützen und andere zu warnen.“ Genau das ist aber das Problem. Durch mehrere Untersuchungen wurde inzwischen bekannt, daß nicht einmal die Hälfte der Nutzer von Luca und CWA ein positives Corona-Testergebnis eingetragen hatte und somit die Warn-App eine trügerische Sicherheit vorspiegelte (das Eintragen von Testergebnissen erfolgt freiwillig).
[…]
Werte Junge Freiheit, es gibt und wird auch keine Zahlen zum Beweis einer Ausbreitung der Corona-Pandemie, weil sie gar nicht stattfindet. Generu gesagt: Ein Corona-Infektionsgeschehen findet nicht statt und ist auch deswegen nicht nachweisbar, weil schon alleine die Existenz des Corona-Virus nicht nachgewiesen worden ist.
Sämtliche Investionen und Ausgaben im Zuge dieser „Pandemie“ waren und sind somit Geldverschwendung. Wird daran aber andernorts verdient, so ist es unlautbare Bereicherung auf Kosten anderer.


28.01.2022 JF Titelseite
Die Logik bleibt auf der Strecke
Corona-Maßnahmen und kein Ende: Die Hospitalisierungen sinken, doch die Exekutive hat sich völlig verrannt
Michael Paulwitz
Junge Freiheit (28.01.2022), Printausgabe Nr. 5/22. Seite 1/ Titelseite
Online-Ausgabe & Druckversion: https://jf-archiv.de/archiv22/202205012801.htm

Deutschland im Januar 2022: Ein gründlich aus den Fugen geratenes Land irgendwo zwischen Tollhaus und Belagerungszustand. Regierungspolitiker übertrumpfen sich in martialischer Rhetorik gegen die eigenen Bürger, spielen Teile der Bevölkerung gegen andere aus, verhängen Ausgangssperren, Einkaufs- und Lokalverbote und berufliche Schikanen gegen jene, die sich trotz aller Anpreisungen gegen ein neuartiges Impfverfahren entscheiden, während auf den Straßen Woche für Woche in über tausend Städten die größte friedliche Massenmobilisierung stattfindet, die die Bundesrepublik Deutschland je gesehen hat.
[…]
Zwar verhängen auch Frankreich und Italien derart rigide Ausgrenzungsmaßnahmen, Berufs- und Beförderungsverbote gegen Nicht-Geimpfte, daß sie einem De-facto-Impfzwang nahekommen. In immer mehr europäischen Ländern stehen dagegen die Zeichen längst auf Entspannung. In Schweden ohnehin: Das skandinavische Land ist ohne rigide Zwangsmaßnahmen und Gängelungen besser durch die Krise gekommen als die Lockdown-Länder. In Großbritannien winkt bereits das Ende von Masken- und Homeofficepflicht, Besucherbeschränkungen bei großen Sportveranstaltungen sind bereits Geschichte. Im oft als Vorbild gepriesenen Israel wächst die Einsicht, daß Lockdowns nicht funktionieren; das Land plant, ebenso wie Spanien, das Virus künftig wie eine gewöhnliche Grippe zu behandeln. Und in Tschechien steht die für Senioren und einzelne Berufsgruppen beschlossene Teil-Impfpflicht noch vor der Einführung schon wieder auf der Kippe – der Widerstand aus der Bevölkerung war schlicht zu groß.
[…]
Die einseitige Festlegung auf das „Durchimpfen“ der Bevölkerung als einzigen Weg zum Beenden der „Pandemie“ ist zum Selbstzweck geworden. Die Logik bleibt dabei ebenso auf der Strecke wie die ursprüngliche Begründung für Lockdowns und Corona-Maßnahmen, man müsse lediglich die Ausbreitungsgeschwindigkeit des Virus, die „Infektionskurve“, abflachen, um eine sprunghafte Überlastung des Gesundheitssystems zu vermeiden.
Dem irrealen Ziel, möglichst jede Infektion verhindern zu wollen, entspricht eine beunruhigend paternalistische Rhetorik, die dem Bürger jede Eigenverantwortung abspricht und ihn als unmündiges Erziehungsobjekt einer wissenden Obrigkeit behandelt. Die Frage Impfen oder nicht ist keine medizinische Frage mehr, sondern eine von Gehorsam und Wohlverhalten:
[…]
Zwei Jahre Corona-Politik haben die Gewichte in besorgniserregender Weise vom mündigen Staatsbürger zu obrigkeitsstaatlichem Denken und Kollektivismus hin verschoben. Die Impfpflicht-Debatte ist somit auch ein Prüfstein, ob die deutsche Demokratie stark genug ist, der Versuchung eines neuen Autoritarismus im Gewand der Fürsorglichkeit zu widerstehen.


2021

17.12.2021 JF Politik
Mit oder ohne?
Corona: Daten zum Impfstatus von Intensivpatienten sind mangelhaft / Kritik an fehlender Aussagekraft
Mathias Pellack
Junge Freiheit (17.12.2021), Printausgabe Nr. 51/21. Seite 4/ Politik
Online-Ausgabe & Druckversion: https://jf-archiv.de/archiv21/202151121712.htm

Die Frage erschien simpel, doch auch nach zwei Jahren Pandemie zeigten sich die Sachverständigen ratlos: „Haben Sie inzwischen Informationen darüber, wie viele Corona-Patienten auf den Intensivstationen Geimpfte und wie viele Ungeimpfte sind?“, wollte der Bundestagsabgeordnete Martin Sichert (AfD) am 8. Dezember im Hauptausschuß des Deutschen Bundestages von den geladenen Gesundheitsexperten wissen. Nein, das könne man nicht sagen, lautete die ernüchternde Antwort von Florian Hoffmann, Generalsektretär der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI), die mit ihrem Intensivbettenregister die freien Kapazitäten auf den Stationen beziffert. Die Abfrage des Impfstatus bei Patienten sei „erst seit ganz kurzem am Laufen. Bis wir valide Daten haben, brauchen wir noch eine gewisse Zeit.“ Sichert hakte nach: „Wissen Sie denn wenigstens, wie hoch der Anteil der Genesenen auf den Intensivstationen ist, beziehungsweise derjenigen, die bereits mehrfach an Corona erkrankt sind?“ Auch hier lautete die Antwort: Nein. „Wir wissen nichts von doppelt genesenen Patienten, das ist bisher nicht erfaßt worden“, erläuterte Hoffmann. Es sind nicht die einzigen offenen Fragen in der Pandemie.
[…]
Die Welt konnte nun belegen, daß diese Berechnung zu falschen Ergebnissen führt, vor allem weil die große Zahl derer mit unbekanntem Impfstatus einfach den Ungeimpften zugerechnet wird. Personen ohne bekannten Impfstatus stellen aber die Mehrheit unter den Sars-CoV-2-Infizierten.
[…]
Allerdings sind nicht nur die Zahlengrundlagen der Inzidenzen löchrig und werden teils verzerrt dargestellt. Auch an der vom RKI ermittelten Impfeffektivität mehrt sich Kritik, wie sie Handelsblatt-Journalist Norbert Häring formuliert. Das RKI kennt von inzwischen über 80 Prozent der Menschen mit Corona-Infektion den Impfstatus nicht. Im August lag der Anteil noch unter 40 Prozent. Auf dieser schlechten Basis, so kritisiert Häring, nutze das RKI die Farrington-Formel zur Berechnung der Impfeffektivität. Diese Formel sei aber vor allem für kontrollierte klinische Studien geeignet, in denen die verglichenen Gruppen gleich groß sind und durch Zufallszuteilung über gleiche statistische Eigenschaften verfügen. Beides ist hier nicht der Fall,
[…]


10.12.21 JFMeinung
Der chinesische Weg
Verfassungsgericht: Die jüngsten Beschlüsse sprechen eine deutliche Sprache
Ulrich Vosgerau
Junge Freiheit (10.12.21), Printausgabe Nr. 50/21, Seite 2, Meinung
Online-Ausgabe & Druckversion: https://jf-archiv.de/archiv21/202150121007.htm

[…]
Trotz der Gewaltenteilung habe „ein gemeinsames obrigkeitsstaatliches Wir“ am Ende der Prozesse gestanden, resümierte Stefan Aust in der Welt. Und selbst in der sonst so regierungsfrommen Zeit beschlich Heinrich Wefing merkliches Unwohlsein: die Richter hätten eine neue grundrechtliche Freiheit in den Mittelpunkt ihrer Entscheidung gestellt, die „Freiheit der Politik“.
[…]
Auch wird nicht nur mit dem Gewaltenteilungsgrundsatz gebrochen, sondern auch mit der Rechtsweggarantie. Denn die Verwaltungsgerichte werden ausgeschaltet, wenn sich die Rechtsfolge unmittelbar aus dem Gesetz ergibt; dann bleibt nur noch die Verfassungsbeschwerde, die aber, wie sich nun gezeigt hat, aussichtslos ist. „Auf das höchste deutsche Gericht kann sich nur einer noch verlassen: die Bundesregierung“ faßt dies Fatina Keilani auf NZZ Online zusammen. 
[…]
In der neuen Rechtsprechung des Senats sind Grundrechte nicht mehr gemäß des grundlegenden rechtsstaatlichen Verteilungsprinzips Ausdruck einer menschenwürdegeleiteten, dem Staat als vorausliegend gedachten natürlichen Freiheit des einzelnen, sondern Freiheit erscheint als knappes Gut, das staatlich bewirtschaftet und Bürgern nach dem Grad ihrer Zuverlässigkeit und Kooperationsbereitschaft zugeteilt oder entzogen wird. 
[…]
Für die nähere Zukunft plant die Politik nun ein „Weihnachtsgeschenke-Einkaufsverbot“ für Ungeimpfte. Diese dürfen dann nur noch Lebensmittel und Bedarfsgegenstände kaufen. Im Gegensatz zur Regelungstechnik des „Bevölkerungsschutzgesetzes“ soll dies vom konkreten „Inzidenzwert“ jedoch völlig unabhängig gelten und würde also hypothetisch selbst in Landkreisen mit „Inzidenz null“ zur Anwendung kommen. Es liegt auf der Hand, daß diese Maßnahme nur wenig mit Seuchenprävention zu tun hat (nachdem sich längst gezeigt hat, daß die Impfung offenbar viel weniger nützt, als man sich von ihr versprochen hatte), sondern die Unbotmäßigen öffentlich bestraft werden sollen. Vom „Grundrechtssenat“ des Bundesverfassungsgerichts ist hier wohl keine Hilfe mehr zu erwarten; die Bundesrepublik hat sich auf einen chinesischen Weg gemacht.

Anm. : Ganz genau so ist es: Die Impfunwilligen sollen bestraft werden, denn bei den Strafenden handelt es sich um Psychopathen und Kriminelle.


26.11.21 JF Kultur
Gesunde soll es nicht mehr geben

Druck erzeugt Gegen-druck: Warum wir in der Anti-Corona-Politik auf Drohgebärden und Schikanen verzichten sollten
Konrad Adam
Junge Freiheit (26.11.21), Printausgabe Nr. 3/21, Seite 13, KulturOnline-Ausgabe & Druckversion: https://jf-archiv.de/archiv21/202148112637.htm

[…]
Über allfällige Schäden, Nebenwirkungen genannt, muß man in dieser Stelle nicht groß reden. Nach allem, was wir bisher in Erfahrung gebracht haben, sind sie überschaubar, machen Einwände auf der Basis des „Nil nocere“ deshalb schwierig, wo nicht gar aussichtslos. Es geht um anderes, um die versprochene Wirksamkeit und die daraus hergeleitete Selbstermächtigung des Staates, Grundrechte zu kassieren oder einzuschränken, zurückzugeben oder zu gewähren: da liegt der Hund begraben. Denn wenn die Wirksamkeit nicht hinreichend plausibel dargetan werden kann, gilt das für alles, was daraus abgeleitet wird, natürlich auch. Der Eingriff erscheint dann unverhältnismäßig, vorschnell oder willkürlich. Und Willkür ist verboten.
Es war der Virologe Christian Drosten von der Charité in Berlin, neben dem SPD-Politiker Karl Lauterbach der Lauteste unter den zahlreichen Experto-Interessenten, der auf die begrenzte Aussagekraft der gängigen Schnelltests hingewiesen hat. Er wollte den Muffeln, den Skeptikern und Gegnern den Ausweg verbauen, durch den sie der ihnen angesonnenen Impfpflicht entkommen konnten. Auf Tests zu verzichten, würde früher oder später auf 1G, die allgemeine Impfpflicht hinauslaufen, so wie in Österreich versprochen oder angedroht. Kein Mensch wird sich danach noch als gesund betrachten und der Roßkur entziehen können. Jeder ist dann verdächtig, ja gefährlich, und die Grundrechte stehen nur noch denen zu, die mit der App in der Tasche oder dem Zertifikat in der Hand herumlaufen und jedem Hans Franz, der danach fragt, bereitwillig darüber Auskunft geben, ob sie getan haben, was Christian Drosten von ihnen verlangt. Denn Drosten impft halt gern.
Begrenzte Aussagekraft, das will man ihm schon glauben. Die läßt sich aber nicht nur gegen die Testerei, sondern auch gegen die Impferei ins Feld führen. Eine schwedische Studie, über die die Neue Zürcher Zeitung berichtete, läßt immerhin vermuten, daß die Schutzfunktion des überall massenhaft eingesetzten Impfstoffs der Firmen Moderna, Biontech/Pfizer und AstraZeneca erstaunlich schnell nach vier bis sechs Monaten verpufft.[…]

Anm. : Wenn überhaupt. Wir behaupten sogar, sie schützt gegen gar nichts, denn da ist gar nicht das vorhanden, wogegen man sich schützen zu müssen wähnt. Allenfalls schützt sie vielleicht den einen oder anderen vor einem schweren Verlauf einer Grippe-Erkrankung.


26.11.21 JF Im Gespräch
„Das ist unethisch“
„Terrorisieren“ Ungeimpfte die Gesellschaft? Nein, so der Epidemiologe Friedrich Pürner, diese Rhetorik und der Ruf nach Impfpflicht soll die Ursache der Krise verschleiern
Moritz Schwarz
Junge Freiheit (26.11.21), Printausgabe Nr. 3/21 Im Gespräch
Online-Ausgabe & Druckversion: https://jf-archiv.de/archiv21/202148112611.htm

[…] Dr. Friedrich Pürner: Der Ex-Gesundheitsamtschef und vormalige Dozent an der Bayerischen Landesärztekammer ist Facharzt für öffentliches Gesundheitswesen. Am Bayerischen Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) leitete er die Abteilung Epidemiologie sowie die „Taskforce“ Infektiologie. „Das sind die beiden Einheiten des LGL, die zentral sind für die Bewältigung der Corona-Pandemie in Bayern“, schrieb die Süddeutsche Zeitung 2020, und „Friedrich Pürner ist zweifellos ein Fachmann, der weiß, wovon er spricht“. Geboren wurde er 1967 in München, und vor kurzem erschien sein Buch „Diagnose Pan(ik)demie. Das kranke Gesundheitssystem“.

Das Buch haben wir hier bereits vorgestellt: Lesenswerte Bücher

Dr. med Friedrich Pürner Diagnose Pan(ik)demie – Das kranke System Verlag: Langen/Müller 978-3-784436029


26.11.21 JF Titelseite
Für eine freie Entscheidung

Contra Impfpflicht: Totalitarismus der Biopolitik
Thorsten Hinz
Junge Freiheit (26.11.21), Printausgabe Nr. 48/21. Titelseite
Online-Ausgabe & Druckversion: https://jf-archiv.de/archiv21/202148112602.htm


Anm. : Diesem Text wird auf derselben Seite auch ein Artikel mit Argumenten für die Impflicht gegenübergestellt. Diese Argumente sind jedoch völlig hanebüchen und stützen sich auf schon zu dieser Zeit längst wiederlegten „Tatsachen“. Es genügten daher jene hier vom Autor wenigen Contra-Argumente. Tatsächlich hätte man hier aber noch einiges mehr anbringen können.

https://conspirantencompendium.wordpress.com/2022/07/03/wann-kapiert-ihr-das-endlich-mit-der-sogenannten-pflicht-teil-2/

Wann kapiert Ihr das endlich mit der sogenannten Pflicht?!, Teil 2


19.11.2021 JF Kultur, Meldungen
Deutscher Kulturrat will eine Impfpflicht für alle, Junge Freiheit (19.11.2021), Printausgabe
Nr. 47/21, S.14/ Kultur
BERLIN. Der Deutsche Kulturrat hat sich für eine Impfpflicht für alle und eine strenge 2G-Regelung bei Kulturveranstaltungen ausgesprochen. „Jetzt braucht es radikalere Maßnahmen, um die Corona-Pandemie einzudämmen, keine Gesundbeterei mehr“, sagte Olaf Zimmermann, Geschäftsführer des Kulturrates, im Interview mit NDR Kultur am Montag. „Wenn wir rauskommen wollen aus der Pandemie, dann werden wir um eine Impfpflicht nicht herumkommen.“ Zudem empfiehlt er weitergehende 2Gplus-Regelungen. Geimpfte und Genesene müßten dann zusätzlich noch einen negativen Corona-Test vorweisen. Unterdessen hält es die Philosophin Svenja Flaßpöhler (46) mit Blick auf eine mögliche Impfpflicht für „fatal und falsch“, Menschen zu kriminalisieren, „die von ihrem Recht Gebrauch machen, Eingriffe in ihren Körper abzulehnen“, wie sie am Montag in der Talkshow „Hart aber fair“ erklärte. Die Ungeimpften seien kein unterschiedsloses Kollektiv an Dummköpfen, die man in einen Topf werfen könne. Jeder Mensch habe seine eigene Risikoabwägung. „Man nennt das Selbstbestimmung. Solange wir keine Impfpflicht haben, und ich bin absolut dagegen, daß wir eine haben, muß man dieses Recht auf Selbstbestimmung akzeptieren“, sagte die Chefredakteurin des zweimonatlich erscheinenden Philosophie-Magazins. (tha)
 www.kulturrat.de
 www.philomag.de

Anm. UFO:
Die Kultur wird dem Transhumanisten-Müll schleichend angeglichen; und zwar auch der Begriff derselben, denn in der Sprache herumzuwursten, dazu vermeinen sie ja berechtigt (gar hochgradig beauftragt) zu sein, ganz im Sinne des neuen Menschen und seinem Wohlsein, was selbstverständlich schlicht gelogen ist. Es verwundert daher auch nicht, daß der „Deutsche Kulturrat“, zumindest der Geschäftsführer Olaf Zimmermann, für eine Impfpflicht und eine strenge 2G-Regelung ist; jedenfalls war das noch im November 2021 so. Beziehungsweise schon im November, wie die Zeitung Junge Freiheit seinerzeit berichtete

>Kulturausflug #1 – oder „Geistes-Anbau: Der Anbau der Sprache, der Künste und Wissenschaften“


19.11.21 JF Titelseite
Voller beißender Widersprüche
Corona-Maßnahmen und kein Ende: Gesundheitspolitik hat eklatant versagt / Impfung kein Allheilmittel
Fritz Söllner
Junge Freiheit (19.11.21), Printausgabe Nr. 47/21, Titelseite
Online-Ausgabe & Druckversion: https://jf-archiv.de/archiv21/202147111901.htm

Die deutsche Corona-Politik steckt in der Sackgasse. Trotz einer Milliarden Euro teuren (und für die Pharmaindustrie sehr einträglichen) Impfkampagne steigen die Fall- und Krankenzahlen wieder einmal steil an. Die Pandemie scheint kein Ende zu nehmen, und die Politik reagiert auf das Scheitern ihrer Corona-Strategie mit einer Verschärfung derselben: Aus 3G wird 2G, und aus dem „Impfangebot“ wird vielleicht bald eine Impfpflicht, wie sie heute schon für bestimmte Berufsgruppen gefordert wird. Die „epidemische Lage von nationaler Tragweite“ soll zwar am 25. November enden, aber alle aktuellen Maßnahmen sollen fortgesetzt werden – abgesichert durch eine entsprechende Änderung des Infektionsschutzgesetzes. Einen allgemeinen Lockdown wird es dann nicht mehr geben, aber ein De-facto-Lockdown für Ungeimpfte ist durchaus möglich, wie es Österreich jetzt vormacht. Besteht nun eine „epidemische Lage“ oder nicht? Wenn ja, warum erklärt man sie dann für beendet? Wenn nein, warum werden die Maßnahmen dann beibehalten?
[…]
Besonders umstritten ist gegenwärtig die Impfstrategie und dabei vor allem der Umgang mit Ungeimpften. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hat die Unwahrheit gesagt, als er im Februar 2021 behauptete, daß „alle zugelassenen Impfstoffe sicher und wirksam“ seien. Inzwischen wissen wir, daß die Impfstoffe weder gänzlich vor Ansteckung und Erkrankung schützen, noch die Übertragung des Virus komplett verhindern. Die Ansteckungswahrscheinlichkeit und die Wahrscheinlichkeit schwerer Krankheitsverläufe scheinen zwar geringer zu sein, aber genau quantifizierbar sind diese Effekte bislang nicht.
Nicht ohne Grund preist das Paul-Ehrlich-Institut die Corona-Impfung nicht mehr wie noch im August 2021 als „Schutz vor Infektion“ an, sondern hält sie nur noch für „indiziert zur aktiven Immunisierung zur Vorbeugung der Covid-19-Erkrankung“. [Und zwar dies aus dem Grund, daß sich eine Corona-Virus-Infektion und eine Erkrankung an Covid19 nicht nachweisen aber bei den geltenden Parametern vortäuschen lassen, Anm. CCC] Und was die Sicherheit angeht, so sprechen die Berichte dieses Instituts eine deutliche Sprache: Zahlreiche, teils schwerwiegende Nebenwirkungen wurden bisher beobachtet, und täglich kommen neue hinzu. Angesichts dessen bestehen erhebliche Zweifel an der Rechtmäßigkeit von 2G- und 3G-Regel. Der Staatsrechtler Dietrich Murswiek hält diese und ähnliche Regeln für verfassungswidrig, weil die Freiheitseinschränkungen für Ungeimpfte gegen das Prinzip der Verhältnismäßigkeit und die mit ihnen einhergehende Ungleichbehandlung von Geimpften und Ungeimpften gegen das Gleichheitsgebot verstoßen würden.
[…]


05.11.21 JF Medien, Meldungen
SWR kündigt Mitarbeiter nach Corona-Kritik
Junge Freiheit (05.11.21), Printausgabe Nr. 45/21, Seite 17, Medien, Meldungen
Online-Ausgabe & Druckversion: https://jf-archiv.de/archiv21/202145110557.htm
[…]
STUTTGART. Der Südwestrundfunk (SWR) hat seinem Mitarbeiter Ole Skambraks gekündigt, weil dieser falsche Tatsachen im Zusammenhang mit der Corona-Berichterstattung des Senders verbreitet haben soll. Außerdem soll der Sounddesigner den SWR in der Öffentlichkeit „diskreditiert“ haben, berichtete der Evangelische Pressedienst unter Berufung auf einen SWR-Sprecher. Ausschlagegebend für die Maßnahme war demnach Skambraks’ Auftritt in der Gesprächssendung „Talk im Hangar 7“ des österreichischen Privatsenders Servus TV. Darin habe er „durch aus dem Zusammenhang gerissene und falsche Behauptungen das Vertrauen in die Neutralität des SWR beziehungsweise des öffentlich-rechtlichen Rundfunks erneut untergraben“. Die Kündigung sei nicht wegen der kritischen Meinungsäußerungen erfolgt. Bereits zuvor hatte Skambraks die Corona-Berichterstattung des öffentlich-rechtlichen Rundfunks und des SWR in einem offenen Brief mit dem Titel „Ich kann nicht mehr“ kritisiert (JF 42/21). Darin warf er den Sendern vor, unausgewogen über die Pandemie und deren Folgen zu berichten.
[…]


05.11.21 JF Hintergrund
Die Gewinner stehen fest
Impfstoffhersteller und die Staaten – Teil 2: Ein Whistleblower veröffentlicht die Geheimverträge / Bestellung der Vakzine auf Vorrat
Björn Harms / Mathias Pellack
Junge Freiheit (05.11.21), Printausgabe Nr. 45/21, Seite 12 Hintergrund
Online-Ausgabe & Druckversion: https://jf-archiv.de/archiv21/202145110539.htm
[…]
Vor wenigen Wochen tauchte im Netz ein Whistleblower auf, der einen Vertrag zwischen dem Pharmaunternehmen Pfizer und Albanien über die Lieferung von Impfdosen publik machte. Sein Name: Ehden Biber. Wer ist dieser Mann? Auf seiner LinkedIn-Seite gibt er einige Informationen über sich preis: Seit seinem 18. Lebensjahr habe er beruflich im Bereich der Informationssicherheit gearbeitet. Sieben Jahre lang sei er beim Pharmakonzern Merck Sharp & Dohme tätig gewesen, die Hälfte der Zeit davon als regionaler Informationssicherheitsbeauftragter für Europa, den Nahen Osten und Afrika. Dort habe er standardisierte Verträge gesichtet, „die Länder unterzeichnet haben, wenn ein Gesundheitsministerium unsere Produkte bestellt hat“.
[…]
Biontech verkauft Impfstoff mit gigantischer Rendite

Die großen Pharmakonzerne jedenfalls dürften mit ihren Verhandlungsergebnissen der vergangenen Monate mehr als zufrieden sein. Das beweisen nicht zuletzt die Renditeerwartungen. Das Imperial College London ermittelte für die mRNA-Impfungen Produktionskosten von 1,18 Dollar für Biontech und 2,85 Dollar für Moderna. Unter Abzug der Distributionskosten wären somit für Moderna knapp 800 Prozent und für Biontech rund 1.800 Prozent Rendite möglich. In der Argumentation der Pharmariesen sind hier auch noch die risikobehafteten Entwicklungskosten einzupreisen. Im Fall von Astrazeneca ging das auch anders. Das britisch-schwedische Konglomerat bot seinen Impfstoff laut eigenen Angaben zum Selbstkostenpreis an, zumindest so lange, wie im Firmensitz im Cambridge die Meinung vorherrschte, daß noch Pandemie ist. Im Juli war das Ende in den Augen der Konzernleitung erreicht und die Preise konnten steigen.


05.11.21 JF Natur & Technik, Meldungen
Kinderpsyche leidet unter Folgen der Corona-Politik (05.11.21), Printausgabe Nr. 45/21, Seite 22
Online-Ausgabe & Druckversion: https://jf-archiv.de/archiv21/202145110571.htm

HAMBURG. Anfangs schien Covid-19 eine Pandemie zu sein, die eher Kranke und Alte trifft. Doch nach den Lockdowns zeichnet sich ab, daß auch Kinder und Jugendliche unter den Folgen leiden. So weist die erste Studie, erstellt am Uni-Klinikum Hamburg-Eppendorf, bei 71 Prozent der befragten Kinder psychische Belastungen nach, weil für sie während der Schulschließungen der heimische Lern- zum Konfliktort geworden war. Zudem zeigt fast jedes dritte Kind „psychische Auffälligkeiten“, die bei Jugendlichen aus sozial schwächeren Verhältnissen oder solchen mit Migrationshintergrund am häufigsten waren. Zahlen, die weitere Studien nun untermauern. Die stationäre Psychiatrie der Uni-Klinik Tübingen registrierte während des zweiten Lockdowns ab Herbst 2020 einen Anstieg der Notfälle von Angststörung und Depression um 30 Prozent. Eine gesundheitspolitische Lehre sollte sein, so fordert der Tübinger Kinderpsychiater Tobias Renner, den absehbar höheren Bedarf an niedergelassenen Kinder- und Jugendpsychiatern sicherzustellen (Deutsches Ärzteblatt, 39/21). (rs)
 www.medizin.uni-tuebingen.de


29.10.21 JF Thema
Booster für Konzerngewinne
Die staatlich garantierten Corona-Profite der bevorzugten Impfstoffhersteller: Intransparente Verträge mit den Abnehmerstaaten, geheime SMS, zahnlose Parlamentarier und eine ahnungslose Öffentlichkeit / Steuergelder machten Vakzin-Entwicklung erst möglich
Björn Harms / Mathias Pellack
Junge Freiheit (29.10.21), Printausgabe Nr. 44/21, Seite 7, Thema
Online-Ausgabe & Druckversion: https://jf-archiv.de/archiv21/202144102922.htm
[…]
Über eine mangelnde Auftragslage können die Impfstoffhersteller gegen die Covid-Erkrankung ganz sicher nicht klagen. Mit der nun einsetzenden Welle der Drittimpfungen winkt den Pharmakonzernen eine neue, lukrative Milliardenquelle.
[…]
Wenig verwunderlich: Die Hersteller selbst halten eine Booster-Impfung für dringend erforderlich. […]
Pfizer-Chef Albert Bourla prophezeit, daß genau wie bei der herkömmlichen Grippe die Impfung gegen Corona nach mehreren Monaten immer wieder aufgefrischt werden müsse. Er kann daher mit stetigen Erlösen rechnen.
[…]
Am 16. Juni 2020 hatte die EU-Kommission öffentlich ihre Herangehensweise für die Covid-Impfstoffe bekanntgegeben. „Die Entwicklung von Impfstoffen dauert in der Regel über zehn Jahre“, hieß es in einer ersten Pressemitteilung. Das Vakzin gegen Covid-19 sei jedoch „dringender erforderlich“.
[…]
Der Vertrag zwischen der EU und Moderna ist jedoch nicht der einzige Kontrakt, der in die Öffentlichkeit gelangte. Vor wenigen Wochen tauchte ein geheimnisvoller Whistleblower auf, der brisante Inhalte ins Netz stellte.
Was der Whistleblower über die Knebelverträge zwischen dem US-Pharmariesen Pfizer und den Abnahmestaaten herausfand und welche Profite die Hersteller der experimentellen Impfstoffe einfahren, lesen Sie nächste Woche in der JF-Ausgabe  45/21.


29.10.21 JF Titelseite
Und schon wieder gespalten
Fußballer Joshua Kimmich und der zunehmende Impfdruck: Es geht um Gehorsam, nicht um Gesundheit
Michael Paulwitz
Junge Freiheit (29.10.21), Printausgabe Nr. 44/21, Titelseite

Online-Ausgabe & Druckversion: https://jf-archiv.de/archiv21/202148112650.htm
[…]
Warum bloß hat Joshua Kimmich, Fußball-Nationalspieler und Mittelfeldregisseur bei Rekordmeister Bayern München, sich immer noch nicht gegen das Coronavirus impfen lassen, und wann tut er es endlich?
In einem normalen Land wäre diese Frage eine Privatangelegenheit, die niemanden außer der betroffenen Person selbst zu interessieren hat. Aber wenig ist noch normal im Staate Deutschland nach mehr als anderthalb Jahren Corona-Politik im daueralarmistischen Panik-Modus.
[…]
Daß die politischen und medialen Meutenführer darin bereits eine unerträgliche Provokation erblicken, bricht nicht den Stab über den solcherart in die Ecke Gestellten, sondern fällt auf die Machthaber und Diskursherren selbst zurück. Der Fußball-Millionär, der sich seiner privilegierten Position im Vergleich zu gewöhnlichen Arbeitnehmern durchaus bewußt ist, soll stellvertretend für Millionen andere, die dem erpresserischen Druck von oben weit weniger entgegenzusetzen haben, zur Räson gebracht werden. Der Instrumentenkasten reicht von scheinheiligen Appellen zur Rückkehr auf den rechten Weg bis zur kaum verhohlenen Drohung mit Sanktionen und Berufsverbot. Gelernten DDR-Bürgern dürften die Aufrufe, der Fußball-Star solle sich doch seiner gesellschaftlichen Leitfunktion erinnern, seltsam bekannt in den Ohren läuten.
Gesundheitsfragen und Infektionsschutz spielen längst nur noch eine nachgeordnete Rolle in der Impfdebatte. Mit medizinischen Argumenten läßt sich das System der Diskriminierung und Ausgrenzung von nicht geimpften Personen aus dem öffentlichen Leben, das beinahe im Wochentakt mit neuen administrativen und finanziellen Schikanen weiter ausgefeilt wird, kaum begründen. „2G“- und „3G“-Regeln widersprechen der eigenen Logik, wenn offenkundig ist, daß auch „vollständig Geimpfte“ sich nach wie vor anstecken und an Covid-19 erkranken können.
[…]


22.10.2021 JF Titelseite, Kolumne
Coronavirus
Die Pandemie kommt
Mathias Pellack
Junge Freiheit (22.10.2021), Printausgabe Nr. 43/21
Online-Ausgabe & Druckversion: https://jf-archiv.de/archiv21/202143102202.htm

[…] Hessen verschärfte jüngst wieder in unsinniger Weise die Regeln. Studien widerlegen, daß generelle 2G-Regeln die Verbreitung von Sars-CoV-2 besser bremsten als 3G. So ist es ein Spiel mit dem Feuer, daß manche Krankenhäuser Hessens 2G auf die Besucher anwenden. Geimpfte, aber ungetestete „Superspreader“ – Personen also, die, obwohl voll immunisiert, das Virus in vergleichsweise großen Mengen ausatmen – sind ansteckender als korrekt Getestete.
Zudem ist es unmenschlich, auf diese Weise einigen Kranken den Besuch durch ihre Liebsten vorzuenthalten, weiß man doch seit Urzeiten, daß glückliche Menschen schneller gesunden.
[…]
So scheinen uns heute die Supermärkte von Aldi, Lidl, Rewe und Co. wie Leuchttürme der Gleichheit. Auch hier wollten Hessen und Niedersachsen die neuen biopolitischen Ausgrenzungsregeln anbringen. Doch die Konzerne lehnten eine 2G-Pflicht ab. Aldi Nord positionierte sich klar: „Einzelne Kundengruppen vom Einkauf auszuschließen, würde grundsätzlich unserem Selbstverständnis des zuverlässigen Grundversorgers widersprechen.“ Sätze, die vor 2020 selbstverständlich gewesen wären.
[…]


15.10.21 JF Forum
Jens Spahn, die Ungeimpften und die Lizenz zur Freiheitsausübung
2G wie Grundgesetz
Dietrich Murswiek
Junge Freiheit (15.10.21), Printausgabe Nr. 42/21. Seite 18/ Forum

LiteraturOnline-Ausgabe & Druckversion: https://jf-archiv.de/archiv21/202142101555.htm
Eines der Fundamente jedes freiheitlichen Gemeinwesens ist das rechtsstaatliche Verteilungsprinzip: Die individuelle Freiheit ist prinzipiell unbegrenzt, die staatliche Macht ist prinzipiell begrenzt. Der Staat darf aus Gründen des Gemeinwohls die Freiheit einschränken, aber er muß jede Freiheitseinschränkung rechtfertigen. Er muß darlegen und beweisen, daß die Freiheitseinschränkung zur Verwirklichung eines verfassungsmäßigen Gemeinwohlzwecks erforderlich ist. Der Staat muß sich für seine Machtausübung rechtfertigen, nicht der einzelne für seine Freiheitsausübung.
Dieses rechtsstaatliche Freiheitsprinzip wurde von der Corona-Politik auf den Kopf gestellt. In den diversen Lockdowns hat der Staat die Grundrechte flächendeckend so sehr eingeschränkt, daß von der Freiheit für viele – etwa von der Berufsfreiheit von Einzelhändlern, Musikern oder Gastwirten – fast nichts mehr übrigblieb. Statt diesen Ausnahmezustand so schnell wie möglich zu beenden, versucht ihn die Politik in einen neuartigen Normalzustand zu transferieren. Dazu teilt sie die Menschen in zwei Klassen ein: Die Geimpften und „Genesenen“ (gemeint sind Menschen, die mal im PCR-Test positiv waren, auch wenn sie nicht an Covid-19 erkrankt sind) [nichtmal infiziert, Anm. CCC] haben Rechte, die die Ungeimpften nicht haben. Der Staat gibt ihnen einen Sonderstatus, der sie von den Corona-Einschränkungen befreit. Die Ungeimpften hingegen müssen erst beweisen, daß sie ungefährlich sind, bevor sie ihre Freiheit wahrnehmen dürfen. Und im 2G-Modell müssen sie ganz draußen bleiben. Dieses neuartige Freiheitsverständnis hat Bundesgesundheitsminister Jens Spahn so formuliert: „Wir haben die Mittel in der Hand, uns zurück in die Freiheit zu impfen.“ Der Staat nimmt die Freiheit; er gibt sie gegen Impfung zurück. Der Ausnahmezustand wurde nur scheinbar beendet. Nur die Geimpften erhalten vorerst die staatliche Lizenz zur Freiheitsausübung. Bei „Genesenen“ läuft die Lizenz nach sechs Monaten ab, weil sie dann nach Auffassung des Staates keinen hinreichenden Immunschutz mehr hätten. Man will auch sie in die Impfung drängen, obwohl die natürliche Immunität besser und länger wirksam ist als die durch Impfung erzeugte
[…]
Hinzu kommt, daß denkbare Langzeitrisiken der neuartigen Covid-19-Vakzine noch gar nicht systematisch ermittelt werden konnten. Die massenhaften Impfungen haben insofern den Charakter eines riesigen Humanexperiments. Eine direkte Covid-19-Impfpflicht verstieße deshalb gegen die Menschenwürdegarantie (Artikel 1 Absatz 1 GG). Aber auch indirekt darf die Teilnahme an einem medizinischen Menschenversuch nicht erzwungen werden.
[…]
Prof. Dr. Dietrich Murswiek, Jahrgang 1948, ist emeritierter Professor für Öffentliches Recht an der Universität Freiburg. Das Gutachten kann auf der Internetseite der Initiative freie Impfentscheidung e. V. abgerufen werden:- https://impfentscheidung.online


15.10.21 JF Medien, Meldungen
Jens Spahn, die Ungeimpften und die Lizenz zur Freiheitsausübung
2G wie Grundgesetz
Dietrich Murswiek
Junge Freiheit (15.10.21), Printausgabe Nr. 42/21. Seite 17/ Medien

Online-Ausgabe & Druckversion: https://jf-archiv.de/archiv21/202142101554.htm
ARD-Mitarbeiter kritisiert Corona-Berichterstattung 
Mainz. Der freie SWR-Mitarbeiter Ole Skambraks hat die Corona-Berichterstattung des öffentlich-rechtlichen Rundfunks scharf kritisiert. „In den Statuten und Medienstaatsverträgen sind Dinge wie ‘Ausgewogenheit’, ‘gesellschaftlicher Zusammenhalt’ und ‘Diversität’ in der Berichterstattung verankert. Praktiziert wird das genaue Gegenteil“, schrieb er unter dem Titel „Ich kann nicht mehr“ auf multipolar-magazin.de. Einen „wahrhaftigen Diskurs und Austausch, in dem sich alle Teile der Gesellschaft wiederfinden“, gebe es nicht, statt dessen habe „sich der Diskussionsraum erheblich verengt“. Wissenschaftler und Experten, „die in der Zeit vor Corona respektiert und angesehen waren, denen Raum im öffentlichen Diskurs gegeben wurde“, würden plötzlich als „Spinner, Aluhutträger oder Covidioten“ dargestellt. Er habe in Redaktionskonferenzen selbst erlebt, wie bei „kritischen Anmerkungen“ mit „betroffenem Schweigen“ oder „Belehrungen“ reagiert worden sei. Laut Skambraks habe der öffentlich-rechtliche Rundfunk so „großen Anteil“ an einer „Spaltung der Gesellschaft“. Seiner „Verantwortung, Brücken zwischen den Lagern zu bauen und Austausch zu fördern, kommt er immer seltener nach“. (gb)


15.10.21 JF Medien, Meldungen
Jens Spahn, die Ungeimpften und die Lizenz zur Freiheitsausübung
2G wie Grundgesetz
Dietrich Murswiek
Junge Freiheit (15.10.21), Printausgabe Nr. 42/21. Seite 17/ Medien

Online-Ausgabe & Druckversion: https://jf-archiv.de/archiv21/202142101554.htm
#allesaufdentisch wehrt sich gegen Videolöschung
KÖLN. Die Initiatoren der Aktion „#alles­aufdentisch“ haben sich erfolgreich gegen die Löschung einiger Videos von der Plattform Youtube gewehrt. Das Landgericht Köln beschloß am Montag per einstweiliger Verfügung, daß die Entfernung der Clips rechtswidrig war. Die Begründung von Youtube für die Löschung sei „nicht berechtigt“ gewesen, berichtete die Bild-Zeitung unter Berufung auf den Gerichtsbeschluß. Außerdem sei den Künstlern hinter der Aktion nicht mitgeteilt worden, „welche Passagen der Videos gegen die Richtlinien verstoßen“. Zuvor hatte Youtube mehrere Beiträge von „#allesaufdentisch“ gelöscht. Die Betreiber warfen den Verantwortlichen vor, gegen die „Richtlinien zu medizinischen Fehlinformationen verstoßen“ zu haben. Die beanstandeten Videos enthielten „Behauptungen über Schutzimpfungen gegen Covid-19, die der übereinstimmenden Expertenmeinung lokaler Gesundheitsbehörden oder der Weltgesundheitsorganisation (WHO) widersprechen“. Einer der Experten, mit denen etwa 50 Künstler Ende September die Aktion ins Leben gerufen haben, ist der Jurist Joachim Steinhöfel. Mit ihm unterhielt sich der Schauspieler Wotan Wilke Möhring über Meinungsfreiheit. Gegenüber der JF kritisierte Steinhöfel die jetzige Löschaktion von Youtube scharf und sprach von einer „mächtigen Zensurmaschine“, die die öffentlich zugänglichen Informationen manipuliert. „Hier sehen wir ein Beispiel dafür, eine neue Dimension des Rechtsbruchs durch Youtube.“ (krk/ag)


01.10.21 JF Literatur
Zerwürfnisse werden bleiben – Jens Berger zieht eine abwägende Zwischenbilanz über Fehler und Wahrheiten der Corona-Maßnahmen

Mathias Pellack,
Junge Freiheit (1.10.21), Printausgabe Nr. 40/21 . S. 25/ Literatur
Online-Ausgabe & Druckversion: https://jf-archiv.de/archiv21/202140100168.htm

[…]
Das Virus hat die Welt scheinbar geteilt – in jene, die Wolfgang Wodarg und Sucharit Bhakdi in dem Glauben an deren Redlichkeit zitieren und all jene, die von Jens Spahn und Karl Lauterbach alles unhinterfragt übernehmen, was diese über Sars-CoV-2 und seine Varianten sagen. Daß es noch einen rationalen Bereich zwischen den „Corona-Leugnern“ und den „Zeugen Coronas“ gibt, beweist der NachDenkSeiten-Redakteur Jens Berger mit seiner abwägenden Zwischenbilanz in Sachen Pandemie- und Maßnahmenschäden.
[…]

Jens Berger: Schwarzbuch Corona – Zwischenbilanz der vermeidbaren Schäden und tolerierten Opfer Westend Verlag 978-3864893438

Das Buch haben wir hier bereits vorgestellt: Lesenswerte Bücher


08.10.21 JF Im Gespräch
„Gefahr eines totalitären Systems“ – Läßt die Wissenschaft sich von der Politik mißbrauchen? Das beobachtet der Wissenschaftsphilosoph Michael Esfeld in seinem neuen Buch: Die Trennung von Fakten und Normen wurde in der Corona-Krise vielfach aufgegeben
. ANM. CCC: Der Titel des Buches lautet: „Und die Freiheit? Wie die Corona-Politik und der Mißbrauch der Wissenschaft die offene Gesellschaft bedrohen“.
Moritz Schwarz
Junge Freiheit (8.10.21), Printausgabe Nr. 41/21 . Seite 3/ Im Gespräch
Online-Ausgabe & Druckversion: https://jf-archiv.de/archiv21/202141100810.htm

[…]
Geimpfte sind geschützt, und Ungeimpfte gefährden niemanden, indem sie auf diesen Schutz verzichten. Es ist weder wissenschaftlich noch juristisch oder ethisch gerechtfertigt, in irgendeiner Weise Druck auf Personen auszuüben, die auf eine Impfung verzichten möchten. Die Impfstoffe haben nur eine bedingte Zulassung, die für konkret gefährdete Personen gedacht ist, aber nicht für die Impfung der gesamten Bevölkerung bis hin zu Kindern und Jugendlichen, für die das Virus überhaupt nicht gefährlich ist. Spätestens im September wurde klar, daß es um eine Kampagne geht, so viele Menschen wie möglich ohne Rücksicht auf Recht und Gesetz zu impfen. Es läuft inzwischen für viele darauf hinaus, sich impfen lassen zu müssen, um am Berufs- und am sozialen Leben teilnehmen zu können. Nicht die Bevölkerung entscheidet, sondern politische Planer und die von ihnen favorisierten Wissenschaftler. Und pariert die Bevölkerung nicht, werden eben Daumenschrauben angesetzt.
[…]
Die Gefahr ist aber in der Tat, daß wir in ein totalitäres System hineinlaufen, in dem die Fakten so konstruiert werden, daß sie in politisch gewollte Normen passen. Hoffentlich erhebt sich dagegen rechtzeitig genug Widerspruch. Wenn allerdings von nun an eine so dünne Faktenlage wie bei Corona genügt, um Grundrechte auszusetzen, dann kann die Politik künftig alles mögliche durchsetzen, wenn sie nur genug Angst schürt und ein paar Wissenschaftler findet, die alles legitimieren.
[…]

Das Buch haben wir hier bereits vorgestellt: Lesenswerte Bücher


24.09.2021 JF Kultur
Unsere Masken flattern uns voran
Aus dem Tollhaus: Im Zeichen der Corona-Bekämpfung wird die reale zunehmend von einer virtuellen Wirklichkeit verdrängt
Thorsten Hinz
Junge Freiheit (24.09.2021 ), Printausgabe Nr. 39/21
Online-Ausgabe & Druckversion: https://jf-archiv.de/archiv21/202139092437.htm

[…]
Das Pandemie-Regiment stellt eine Gewißheit in Frage, die Konservative und Rechte als letzte Rückversicherung für sich reklamieren: die Gewißheit, daß die Wirklichkeit auf ihrer Seite steht und die harte, unwiderlegbare Faktizität alle ideologischen Modelle, Utopien, Weltverbesserungsphantasien wenn nicht über kurz, dann über lang außer Kraft setzt. Wir sehen, daß es möglich ist, eine virtuelle in eine faktische Realität zu übersetzen und die Menschen zu Komparsen in einem falschen Film zu machen.
Gewiß, viele sind skeptisch, frustriert oder zornig, doch darauf kommt es nicht an. Sie fügen sich in die zugewiesene Rolle, um ihre Ruhe zu haben. Andere beteuern mit heiligem Ernst, ihre Akzeptanz der Einschränkungen, Verbote, Zwänge entspringe der Einsicht in deren Notwendigkeit. Eine Minderheit rebelliert, wobei sie gar nicht die Krankheit anzweifelt; sie stellt vielmehr ihre Schwere sowie die Berechtigung und Effizienz der Pandemie-Maßnahmen in Frage und protestiert gegen die Arroganz und die Kontrollwut des Staates. Gegen Einwände erhebt ein Heer von Claqueuren umgehend einen ohrenbetäubenden Lärm: Verschwörungstheoretiker! Haßprediger! Extremisten! Nazis! Staatsfeinde! Der Glaube gibt sich aufgeklärt. Das Land ist ein Tollhaus.
[…]
. Inzwischen wird erneut versucht, eine virtuelle Wirklichkeit mittels administrativer Macht in gelebte Realität zu verwandeln und sich das Leben zu unterwerfen. In den 1990er Jahren wurde über die Political Correctness noch gelacht. Allzu grotesk erschien der Versuch, unangenehme Fakten aus der Welt zu schaffen, indem man durch Sprach- und Bewußteinsregulierung die Realitätswahrnehmung veränderte und beispielweise kriminelle Ausländer zu verhaltensoriginellen Teilhabe-Berechtigten erklärte. Heute lacht darüber niemand mehr.
[…]
Weite Teile der Medien sind als Propaganda-Organe ein konstitutives Element dieser Mechanik. Sie überwältigen das Publikum mit suggestiven Bildern, Zahlen, Statistiken, Fachbegriffen und Neologismen, die geeignet sind, einen Zustand temperierter Panik zu erzeugen. Was als empirische Faktenbasis präsentiert wird, ist häufig so wenig belast- und überprüfbar wie die Phantasiezahlen sozialistischer Erfolgsbilanzen. Ihre Ausdeutung aber ist einer kleinen Gruppe ausgewählter Experten vorbehalten, die exklusiv mit Politik und Medien verbunden sind, während Kritikern – selbst ausgewiesenen Virologen – der Zugang zu den Medien und damit zum öffentlichen Raum versperrt wird.
[…]


10.09.2021 JF Meldungen, Medien
Jan Böhmermann attackiert Markus Lanz wegen Gästen
Junge Freiheit (10.09.2021 ), Printausgabe Nr. 37/21
Online-Ausgabe & Druckversion: https://jf-archiv.de/archiv21/202137091053.htm

[…]
Hamburg. Bei einer Podiumsdebatte der Wochenzeitung Die Zeit hat Moderator Jan Böhmermann am Samstag seinen Senderkollegen Markus Lanz scharf für dessen Gäste-Wahl kritisiert. „Ich frage mich, wieso einige Leute bei dir sitzen“, so Böhmermann zu Lanz. „Wo man fachlich sagt, das ist keine gute Sache.“ Gemeint waren damit die Wissenschaftler Hendrik Streeck und Alexander Kekulé. Die beiden Virulogen hatten immer wieder die Corona-Maßnahmen der Politik in Frage gestellt. Böhmermann warf seinem Moderatoren-Kollegen im Zuge einer hitzigen Debatte vor, daß er Personen eine große Bühne geboten hätte, deren Meinungen im Kern „durchtränkt von Menschenfeindlichkeit“ gewesen wären. (ha)


10.09.2021 JF Sein & Zeit
Haltungsnote
Für die Kinder
Mathias Pellack
Junge Freiheit (10.09.2021), Printausgabe Nr. 37/21
Online-Ausgabe & Druckversion: https://jf-archiv.de/archiv21/202137091070.htm

[…]
Til Schweiger „sorgt für Wirbel“ (Tagesspiegel), er „irritiert mit Impfaussagen“ (Spiegel) und „nennt Impfung von Kindern ‘entsetzlich’“(Welt). So überschlagen sich die bundesdeutschen Leitmedien angesichts einer Vorschau für den kommenden Dokumentarfilm „Eine andere Freiheit“, in dem Schweiger vorkommt. Auch wenn einschlägig bekannte Fake-News-Seiten wie Volksverpetzer & Co. jetzt auf seine Verbindungen zu Boris Reitschuster verweisen („Schweiger posiert mit berüchtigtem Rechtsaußen-Fake-News-Blogger“), geht die Debatte um das Filmthema Kinderimpfung in eine neue Runde. Für den neuen Film, der sich explizit gegen die Impfung von Kindern unter 18 Jahren mit der neuartigen mRNA-Technologie aussprechen wird, haben sich bekannte Maßnahmenkritiker zusammengefunden. Die linke Politikwissenschaftlerin Ulrike Guérot hatte bereits mit der informativen Corona-Aussöhnung ein Medienecho bis hin zur Tagesschau erzeugt. Und Regisseur Dietrich Brüggemann schaffte es mit der persiflierenden Youtube-Kampagne „Alles dichtmachen“, viel Aufmerksamkeit auf sich zu lenken. Angesichts einer offenbar unter politischem Druck erfolgten Stiko-Empfehlung für die Kinderimpfung, die äußerst selten erkranken, tut eine neue Diskussion durchaus not. Prominente Wortmeldungen wie diese machen Hoffnung, daß wir vielleicht doch zu einer ausgewogenen Debatte zurückfinden.


27.08.2021 JF Meinung
Corona: Diskussionen über 2G
Zur Normalität zurückkehren
Ulrich van Suntum
Junge Freiheit (27.08.2021 ), Printausgabe Nr. 35/21
Online-Ausgabe & Druckversion: https://jf-archiv.de/archiv21/202135082704.htm

[…]
Die Regierung tut so, als drohe weiterhin eine tödliche Seuche. Von 3G geht es rapide in Richtung 2G, das heißt, zunehmend haben nur noch Geimpfte und Genesene Zugang zum öffentlichen Leben. Dabei sind sie ebenfalls potentiell ansteckend, wenn auch selbst besser geschützt, wie eine aktuelle Oxford-Studie erneut belegt. Sogar 1G droht am Horizont, denn die Immunität der Genesenen ist ja nur zeitlich begrenzt. In New York und einigen Ferienparadiesen wie Thailand ist es schon soweit. Das dürften sich Söder, Lauterbach und Co. wohl bald zum Vorbild nehmen.
Viel Sinn hat es freilich nicht. Denn Covid-19 hat seinen Schrecken inzwischen weitgehend verloren.
[…]
Prof. Dr. Ulrich van Suntum lehrte von 1995 bis 2020 Volkswirtschaft an der Universität Münster.


20.08..2021 JF Titelseite
Verschärfte Corona-Maßnahmen
Halbgötter in Berlin
Ulrich van Suntum
Junge Freiheit (20.08..2021), Printausgabe Nr. 34/21
Online-Ausgabe & Druckversion: https://jf-archiv.de/archiv21/202134082004.htm

Ungeimpfte werden jetzt richtig unter Druck gesetzt. Bundesregierung und Ministerpräsidenten wollen sie ab dem 11. Oktober weitgehend vom öffentlichen Leben ausschließen. Nur mit aktuellem Corona-Test auf eigene Kosten sollen sie noch Restaurants oder Veranstaltungen besuchen dürfen. Das träfe derzeit etwa ein Viertel der 18- bis 59jährigen. Damit wird praktisch ein indirekter Impfzwang eingeführt, was bisher von der Politik immer ausgeschlossen worden war.[…]
Politiker haben auch gar kein Recht, Bürger „vor sich selbst zu schützen“. Sie sind Diener, nicht Vormund des Volkes. Am 26. September haben die Wähler Gelegenheit, dies den Halbgöttern in Berlin ins Gedächtnis zu rufen.
[…]


13.08.2021 JF Titelseite
Corona-Maßnahmen
Die Panik geht weiter
Dieter Stein
Junge Freiheit (13.08.2021), Printausgabe Nr. 33/21, Titelseite
Online-Ausgabe & Druckversion: https://jf-archiv.de/archiv21/202133081302.htm

[…]
Im Zuge von anderthalb Jahren Corona-Bekämpfung haben wir uns in eine Lage manövriert, in der die Politik bezogen auf eine einzige Krankheit den Anspruch erhebt, ein aseptisches Lebensumfeld erzielen zu können, und erst eine garantierte totale Ansteckungsfreiheit werde die Rückkehr zu normalen Lebensbedingungen ermöglichen. Das ist schlicht unmenschlich.
Der Punkt ist längst erreicht, an dem die Risikoabschätzung wieder in die Hände der Bürger gelegt werden muß. Der Impfdruck insbesondere auf kleine Kinder ist ein Skandal, ebenso die Nötigung der Ständigen Impfkomission, die bislang davon abrät. Daß im Raum steht, Schulen wieder zu schließen, obwohl Kinder nicht relevant gefährdet sind, ist empörend.
[…]


06.08.21 JF Meinung
Zum Wohle der Bürger – Staatliche Corona-Politik: Der Druck auf noch Ungeimpfte wächst / Droht eine Zweiklassengesellschaft?

Fabian Schmidt-Ahmad,
Junge Freiheit (6.8.21), Printausgabe Nr. 32/21 . S. 1
Online-Ausgabe & Druckversion: https://jf-archiv.de/archiv21/202132080601.htm

[…]
Künftige Generationen können urteilen, ob die Jahre unter Kanzlerin Angela Merkel einen bleibenden Wert hinterlassen haben. Was aber zu verschwinden droht, das ist bereits zu sehen: die freiheitlich-demokratische Grundordnung, wie wir sie kannten. An ihre Stelle ist ein übermoralisches Gebilde der guten Absichten getreten, das sich in beängstigender Weise Gemeinschaftsvorstellungen der Vergangenheit annähert.
[…]
Die massiven Grundrechtseinschränkungen durch das Infektionsschutzgesetz wurden der Öffentlichkeit als Ultima ratio in höchster Not verkauft. Doch wie sich jetzt zeigt, war unser Gesundheitssystem nie durch einen Kollaps bedroht. Die Eingriffe aber gehen weiter.
Dramatische Szenen auf der Intensivstation verdanken wir weniger dem Virus als vielmehr einer Gesundheitspolitik, die seit Jahrzehnten abbaut und verknappt. Seit 2008 wurden über 160 Krankenhäuser geschlossen. Sie müssen Platz machen für Gesundheitskonzerne, die kaum Kontakt zum Patienten, aber einen um so engeren zu Politikern besitzen. Das Ergebnis sind Volksvertreter wie Jens Spahn (CDU) oder Karl Lauterbach (SPD), die eher wie Lobbyvertreter klingen.
Wie Marktschreier preisen solche windigen Gestalten die Impfspritze als Allheilmittel gegen Zustände an, die sie erst selbst herbeigeführt haben. Schamgrenzen gibt es bei dieser pharmakologischen Maximalverwertung der Bevölkerung kaum noch. Jetzt sind unsere Kinder ins Visier geraten, trotzdem sich die Ständige Impfkommission (Stiko) bisher weigert, eine allgemeine Impfempfehlung bei Kindern und Jugendlichen zwischen zwölf und siebzehn Jahren auszusprechen. Tatsächlich sollte die Sache nüchtern betrachtet werden.
Denn mittlerweile wissen auch Laien, daß junge Menschen und Kinder äußerst selten schwer an Covid-19 erkranken. Zugleich sind die Impfnebenwirkungen wie Herzmuskelentzündungen nicht zu unterschätzen. Offizielle Zahlen wie der Sicherheitsbericht des Paul-Ehrlich-Instituts mit Stand vom 30. Juni zählen insgesamt 1.028 Todesfälle im Zusammenhang mit einer Covid-19-Impfung. An diesem Tag meldete der Situationsbericht des Robert-Koch-Instituts insgesamt 90.875 Verstorbene mit Covid-19-Nachweis. Zusätzlich warnt der Heidelberger Chef-Pathologe Peter Schirmacher vor einer möglicherweise hohen Dunkelziffer an Impftoten.
[…]


30.07.2021 JF Literatur, Frisch gepresst
Junge Freiheit (30.07.2021), Printausgabe Nr. 30-31/21
Online-Ausgabe & Druckversion: https://jf-archiv.de/archiv21/202130072366.htm

Supermacht. Als Nachfolger Peter Scholl-Latours sitzt der Journalist Michael Lüders der Deutsch-Arabischen Gesellschaft vor. Expertise bringt der langjährige Nahost-Korrespondent der Wochenzeitung Die Zeit dafür reichlich mit. Aber das Amt empfiehlt ihn nicht unbedingt, um als Fachmann für die Außenpolitik der USA aufzutreten, wie er das im jüngsten seiner vielen Bücher tut. Es scheint ihn aber zumindest auf eine ähnlich kritische Perspektive festzulegen, wie sie der als zu „amerikafeindlich“ geltende Scholl-Latour einnahm. Den übertrifft er in seiner Abneigung gegen „Atlantiker“ in diesem Werk sogar noch. Dabei hat er viel Material angehäuft, um zu beweisen, daß die Supermacht USA kein „gütiger Hegemon“ ist, sondern mit allen Mitteln ausschließlich eigene Interessen verfolgt. Wir können uns die Rolle als Juniorpartner Washingtons auf Dauer nicht mehr leisten, ist sein Aufruf. Schade, daß Lüders die bundesdeutschen Unterstützer dieser jetzt auf neue „Kalte Kriege“ gegen Rußland und China zusteuernden Politik nur streift und nicht genauer unter die Lupe nimmt: Die Verteidiger „westlicher Werte“ in den Altmedien und neuerdings die zusammen mit dem German Marshall Fund unter dem Motto „Transatlantisch? Traut Euch!“ für einen „engen Schulterschluß mit den USA unter Joe Biden“ trommelnde grüne Heinrich-Böll-Stiftung. (dg)

Michael Lüders: Die scheinheilige Supermacht. Warum wir aus dem Schatten der USA heraustreten müssen. Verlag C. H. Beck, München 2021, broschiert, 293 Seiten


30.07.2021 JF Literatur
Der Angsterzählung widerstehen
Raymond Unger über den Zusammenhang von woker Ideologie und Corona-Politik
Artur Abramovych
Junge Freiheit (30.07.2021), Printausgabe Nr. 30-31/21
Online-Ausgabe & Druckversion: https://jf-archiv.de/archiv21/202130072364.htm

Er wollte eigentlich ein Buch über die Zerstörung unserer Freiheit durch Gender Mainstreaming, Klimaschutz und „Resettlement migration“ schreiben. Doch dann kam Corona und hat den Charakter seines Manuskripts gründlich über den Haufen geworfen: Raymond Ungers „Vom Verlust der Freiheit“ ist zu einem auf den ersten Blick etwas heterogenen „Parforceritt“ (so der Autor selbst) durch alle möglichen Politikfelder geworden, auf denen die politische Linke unsere Freiheit unterminiert, zumal das mit Abstand längste Kapitel zunächst gar nicht eingeplant war.
[…]

Das Buch haben wir hier bereits vorgestellt: Lesenswerte Bücher


16.07.2021 JF Kultur
Ein Bewußtsein von Exklusivität
Wie globale Netzwerke politischen und wirtschaftlichen Einfluß steuern und Macht ausüben
Thorsten Hinz
Junge Freiheit (16.07.2021), Printausgabe Nr. 29/21
Online-Ausgabe & Druckversion: https://jf-archiv.de/archiv21/202129071639.htm

[…]
Es ist an der Zeit, die Diskussion, die sich an der Grünen Annalena Baerbock entzündet hat, von der Person abzulösen und stattdessen das strukturelle Problem zu thematisieren, das durch die mißglückte Kanzlerkandidatur sichtbar geworden ist: die Art und Weise der Elitenrekrutierung und ihr Einfluß auf die politische Willensbildung. Baerbock ist Absolventin des „Young Global Leaders“-Programms des von Klaus Schwab geleiteten Weltwirtschaftsforums mit Sitz in Genf. Ein Foto, das sie auf Instagram präsentierte, zeigte sie zudem mit dem US-amerikanischen Milliardär George Soros, dem Gründer der Open Society Foundations.

Wer solche Verbindungen hinterfragt, zieht umgehend den Vorwurf auf sich, er verbreite Verschwörungstheorien und bewege sich im Schmutzwasser des Antisemitismus. Diese Begriffe sind zuverlässige Diskursblocker, denn sie verbannen die nötigen Nachfragen in den Bereich des Unaussprechlichen. Nötig sind die Nachfragen aber zweifellos, denn über die Rekrutierung seiner Führungspersönlichkeiten wird Einfluß und letztlich Macht ausgeübt. Diese Macht gilt es zu kontrollieren. Voraussetzung dafür ist Transparenz, die zudem am besten geeignet ist, die Wahrheit von den Verschwörungstheorien zu sondern. Dazu braucht es nicht einmal investigativen Scharfsinn. Es genügt, die Selbstdarstellungen der Foren, Stiftungen und Unterorganisationen und die Äußerungen ihrer Repräsentanten nachzulesen.
[…]


16.07.2021 JF Thema
Die Verfassung wurde gebrochen
Der Arzt und Publizist Gunter Frank rechnet umfassend mit der verfehlten Corona-Politik ab
Johannes Eisleben
Junge Freiheit (05.08.2021), Printausgabe Nr. 29/21
Online-Ausgabe & Druckversion: https://jf-archiv.de/archiv21/202129071659.htm

[…]
Im ersten Teil schildert der Autor das Virus und die Krankheitsbilder, die es hervorrufen kann, vom dominierenden asymptomatischen Verlauf bis zur seltenen tödlichen Pneumonie. Systematisch untersucht Frank die Charakteristika der Krankheit. Er weist nach, daß ein erheblicher Teil der Toten nicht an der Virusinfektion selbst, sondern an der falschen Behandlung durch invasive Beatmung gestorben ist. Dann zeigt er, daß 95 Prozent der Infizierten keine oder kaum spürbare Symptome haben und die Infection Fatality Rate (Anteil der Toten an den Infizierten) bei etwa 1,5 Promille liegt, bei unter 70jährigen noch deutlich darunter. Er macht deutlich, daß die auf PCR-Tests beruhenden Zahlen des RKI zur sogenannten „Inzidenz“ vollkommen wertlos sind, da der Test viele falsch-positive Ergebnisse erzeugt und ein positiver Test bei einem symptomfreien Menschen keinerlei klinische Bedeutung hat. Dann zeigt er, daß es 2020 in den Kliniken eine Unterbelegung gab und auch nicht mehr Menschen wegen Atemwegsinfektionen hospitalisiert wurden als 2020, auch auf den Intensivstationen. Frank beschreibt die Entwicklung der Sterblichkeit in Deutschland und zeigt auf, daß die Sterblichkeit 2020 sich angesichts der alternden Bevölkerung im zu erwartenden Rahmen bewegt hat und die offiziellen Covid-Todeszahlen wahrscheinlich überhöht sind. Dabei weist er darauf hin, daß unsere Versorgungsinfrastruktur für die jedes Jahr zunehmende Anzahl der im schwer pflegebedürftigen Zustand sterbenden Menschen nicht angemessen ist.
Die Corona-Pandemie war nicht außergewöhnlich bedrohlich.
Die Grundlagen und Quellen für seine Aussagen sind wissenschaftlich stets einwandfrei und klar geschildert.
[…]
Gunter Frank: Der Staatsvirus. Ein Arzt erklärt, wie die Vernunft im Lockdown starb. Achgut Edition, Berlin 2021, broschiert, 200 Seiten

Das Buch haben wir hier bereits vorgestellt: Lesenswerte Bücher


Bücherwerbung in JF 25/21 vom 18.6.2021

Dr. med. Wolfgang Wodarg
Falsche Pandemien
Argumente gegen die Herrschaft der Angst
Rubikon
978-3-96789-018-1


Erscheinungsdatum: 07.06.2021
> Buchkomplizen

Das Buch haben wir hier bereits vorgestellt: Lesenswerte Bücher


Bücherwerbung in JF 23/21 vom 4.6.2021

Dr. med. Gunter Frank:
Der Staatsvirus
– Ein Arzt erklärt, wie die Vernunft im Lockdown starb
Achgut Edition
978-3-9819755-9-8

Das Buch haben wir hier bereits vorgestellt: Lesenswerte Bücher


11.06.2021 JF Ausland
Chef-Virologe Anthony Fauci in der Bredouille,(lzr)
Junge Freiheit (11.06.2021), Printausgabe Nr. 16/21, S. 8
Online-Ausgabe & Druckversion: https://jf-archiv.de/archiv21/202124061125.htm

[…] Die Veröffentlichung von 866-Seiten privater E-Mail-Korrespondenz des amerikanischen Chef-Virologen Anthony S. Fauci sorgt für viel Diskussion in den USA. Die Dokumente, die die Washington Post durch das Informationsfreiheitsgesetz vergangene Woche erlangen konnte, zeigen, daß Fauci der Öffentlichkeit wichtige Informationen über den möglichen Ursprung von Sars-CoV-19 sowie den Krankheitsverlauf vorenthielt. Immer wieder hatte er Behauptungen zurückgewiesen, daß das Corona-Virus aus einer Laborumgebung ausgetreten sei. Aber bereits im Mai 2020 revidierte er laut den E-Mails seine Ansicht und schrieb, er sei „nicht überzeugt“, daß sich das Virus auf natürliche Weise entwickelt habe und „einige Merkmale der Sequenzen“ des Virus „(möglicherweise) konstruiert aussehen“. Auch gibt Fauci an, daß Masken „nicht funktionieren“ und asymptomatische Patienten die Infektion nicht weitergeben können. (lzr)
[…]


04.06.2021 JF Titelseite
Fataler Gewöhnungseffekt
Trotz rückläufiger Corona-Zahlen will die Regierung Grundrechtseinschränkungen weiter gelten lassen
Michael Paulwitz
Junge Freiheit (04.06.2021), Printausgabe Nr. 23/21
Online-Ausgabe & Druckversion: https://jf-archiv.de/archiv21/202123060401.htm

[…]
Während ringsum die Europäer den Weg aus dem Stillstand suchen und in den meisten US-Bundesstaaten Lockdown und Maskenpflicht längst Geschichte sind, starrt die deutsche Öffentlichkeit unter etablierter Medienanleitung weiter gebannt auf die tägliche Ziehung der Fall- und „Inzidenz“-Zahlen, bindet sich brav für Milliardensummen aus Asien importierte Masken und Trichterfilter vor Mund und Nase und steht geduldig Schlange vor aus dem Boden wuchernden Teststationen.
Gleichwohl sinken die Zahlen, schon allein jahreszeitbedingt, auch wenn die Herrscher über die Statistiken weiter nicht verifizierte Positiv-Testungen mit „Infektionen“ und „Erkrankungen“ in einen Topf werfen. Läden, Gast- und Hotelbetriebe dürfen zwar zaghaft wieder öffnen, freilich mit Auflagen, die das Betreten eines Biergartens mit hohem bürokratischem Aufwand beladen. Bedenkenträger verbreiten weiter Durchhalteparolen und Panikstimmung, raunen von bedrohlichen neuen „Mutanten“, drängen zum allgemeinen Impfen und warnen, jetzt nur ja „das Erreichte“ nicht zu gefährden.
„Erreicht“ haben die Maßnahmen der Bundesregierung, die den evaluierenden Vergleich mit alternativen Lösungsansätzen jenseits des Tellerrands scheut, unter anderem enorme volkswirtschaftliche Schäden, zerstörte Existenzen, psychische Deformationen und kaum noch aufholbare Bildungsrückstände bei einer ganzen Schülergeneration. Wenigstens bis zur Bundestagswahl möchten die Verantwortlichen darüber nicht reden müssen.
[…]
Derweil mehren sich wissenschaftliche Studien aus dem In- und Ausland, die Sinn- und Wirkungslosigkeit von Lockdowns, Ausgangssperren, Maskenzwang und anderen repressiven Maßnahmen für das vorgebliche Ziel der Eindämmung des Infektionsgeschehens nachweisen. Die Maßnahmen-Politiker beeindruckt auch das wenig: Zu verlockend die Aussicht, durch Aufrechterhalten einer Grundstimmung von Ansteckungsfurcht und Seuchenpanik eine offene Debatte über eigene Fehler und Regierungsversagen zu vermeiden.
Demselben Zweck dient offenkundig, abgesehen von Lobbyinteressen an diesem Milliardengeschäft, die Forcierung der Impfkampagne.
[…]


07.05.2021 JF Meinung
Vereinsamt und vergessen
Corona: Viele Kinder und Jugendliche leiden unter den Lockdown-Maßnahmen
[Dr.] Ira Austenat
Junge Freiheit (07.05.2021), Printausgabe Nr. 19/21, S. 4, Meinung
Online-Ausgabe & Druckversion: https://jf-archiv.de/archiv21/202119050707.htm

Das Nachrichtenportal „t-online“ wollte kürzlich in einer nichtrepräsentativen Telefonerhebung herausgefunden haben, daß Kinder die Bedingungen des Lockdowns „gut wegstecken würden“. Abgesehen davon, daß man grundsätzlich nach dem Aussagewert einer solchen Erhebung fragen darf, ließ die Meldung offen, was denn im einzelnen mit diesem „gut wegstecken“ gemeint sein könnte.
Klar ist, was damit nicht gemeint sein kann: die Tatsache, daß die Zahl der In-Obhutnahmen in Kinderkriseneinrichtungen steigt. Auch nicht damit gemeint sein kann die wachsende Zahl der versteckten Kindesmißhandlungen, die zu spät erkannt werden, weil die gefährdeten Kinder nicht mehr in Kitas oder Schulen auffallen.
Genauso fraglich dürfte sein, ob die besagte Umfrage den Alarm der Kinderpsychologen berücksichtigt hat, angesichts von bis zu 60 Prozent mehr Terminanfragen in ihren Praxen, die nicht mehr bewältigt werden können.
[…]
Was macht es mit der Selbstwahrnehmung von Kleinkindern, wenn sie die Oma nicht mehr besuchen dürfen, weil sie ein Infektionsrisiko darstellen? Der Hirnforscher Gerald Hüther warnt unermüdlich vor den Gefahren der kindlichen Vereinsamung. Er spricht vom „Würgegriff der Angst“, in dem sich die Kinder befinden. Er warnt vor dem „Verlust der Lebendigkeit“ des Kindes, dem langfristigen Verlust des Bedürnisses nach sozialem Kontakt, infolge der massiven Unterdrückung desselben. Ein Verlust, dessen Reversibilität keinesfalls gesichert sei. Sind die politisch Verantwortlichen derart fernab der Realitäten derer, die sie regieren wollen? Oder sind die „Experten“ eventuell Teil der Wahrnehmungsschwäche?
[…]
Der spanische Philosoph José Ortega y Gasset hat vor vielen Jahren Spezialisten charakterisiert, wie es warnender kaum sein könnte: „Der Spezialist ist nicht gebildet; denn er kümmert sich um nichts, was nicht in sein Fach schlägt. Aber er ist auch nicht ungebildet; denn er ist ein Mann der Wissenschaft und weiß in seinem Weltausschnitt glänzend Bescheid. Wir werden ihn einen gelehrten Ignoranten nennen müssen, und das ist eine überaus ernste Angelegenheit; denn es besagt, daß er sich in allen Fragen, von denen er nichts versteht, mit der ganzen Anmaßung eines Mannes aufführen wird, der in seinem Spezialgebiet eine Autorität ist.“ (Aufstand der Massen, Die Barbarei des Spezialistentums)
Hierzu darf gendergerecht gern ergänzt werden: Die Aussage trifft auch auf Frauen der Wissenschaft zu.
[…]
Dr. Ira Austenat ist Fachärztin für Kinderheil-kunde, Jugendmedizin und Kinderpneumologie in Berlin.

Sowie:

07.05.2021 JF Thema
„Angstsymptome bei Kindern nehmen zu“
Psychiater Martin Feichtinger über Belastungen von Heranwachsenden im Dauerlockdown: „Kindern ein so normales Leben ermöglichen, wie es die Umstände zulassen“
Christian Rudolf
Junge Freiheit (07.05.2021), Printausgabe Nr. 19/21, S. 7, Meinung
Online-Ausgabe & Druckversion: https://jf-archiv.de/archiv21/202119050727.htm

[…]
Dr. med. Martin Feichtinger: Viele Kinder sind durch die Lockdowns sozial isoliert, vor allem solche aus Kleinfamilien.Viele verbringen den Großteil des Tages mit digitalen Medien. Längsschnittuntersuchungen, aktuell die Hamburger Copsy-Studie mit über 1.500 Kindern und Jugendlichen, zeigen eine Zunahme verschiedener Auffälligkeiten wie psychosomatischen Beschwerden, Depressionen, Angstsymptomen, Auffälligkeiten des Sozialverhaltens und Hyperaktivität.
[…]

Als auch:

07.05.2021 JF Thema
Am Limit
Psychische Störungen bei Kindern durch die Corona-Quarantäne: Eltern und Lehrer erzählen
Martina Meckelein
Junge Freiheit (07.05.2021), Printausgabe Nr. 19/21, S. 7, Meinung
Online-Ausgabe & Druckversion: https://jf-archiv.de/archiv21/202119050726.htm

[…]


30.04.2021 JF Sein & Zeit
Nichts als Unruhe
Walpurgisfeier: Aufgrund der Corona-Beschränkungen darf es in diesem Jahr keine Feuer in der Nacht zum 1. Mai geben
Paul Leonhard
Junge Freiheit (30.04.2021), Printausgabe Nr. 18/21, Sein & Zeit
Online-Ausgabe & Druckversion: https://jf-archiv.de/archiv21/202118043075.htm

Die Thingstätte auf dem Heiligenberg ist gesperrt. Hier darf es in der Nacht zum 1. Mai keine Walpurgisfeier geben. Die Stadt Heidelberg hat ein Waldbetretungsverbot ausgesprochen, das vom 30. April, 14 Uhr, bis zum 1. Mai, sechs Uhr, gilt und natürlich ganz unabhängig von der Corona-Pandemie gefallen ist, wie die Verwaltung betont. Auch im Vogtland fällt die öffentliche Walpurgisnacht aus, ebenso in der Pfalz, Eifel, im Hunsrück und in Südbaden. Verbote gibt es in Goslar und Wernigerode, keinen brodelnden Hexenkessel im Bodetal im Harz. Tanzverbote für menschliche Hexen und Teufel, dafür uniformierte Polizeistreifen und die Androhung empfindlicher Geldbußen.
Ob auf die Obrigkeit gehört wird?
[…]
Und natürlich werden sich die Menschen – wie schon in der DDR – nicht ihre Traditionen von der Obrigkeit verbieten lassen. Auf Hexenfeuer angesprochen, lächeln viele in den ländlichen Regionen still vor sich hin und zeigen sich unschuldig: Die seien doch behördlich untersagt. Und der Dorfsheriff weiß genau, wo er sich in der Nacht zum 1. Mai besser nicht blicken läßt. Denn natürlich werden an geheimen Orten die Feuer lodern, wird gelacht, getanzt und gefeiert.
In den Morgenstunden werden Liebespaare sich an den Händen halten und über das niedergebrannte Feuer springen. Schon damit das Böse vertrieben wird, damit der Frühling endlich den in diesem Jahr besonders zähen kalten Winter vertreibt und die Natur Knospen, Blüten und später Früchte trägt. Auch ist überliefert, daß der Gang zwischen zwei Walpurgisfeuern reinigen und Seuchen fernhalten soll.
[…]


30.04.2021 JF Thema
Manifest des gesunden Menschenverstandes
Schauspieler-Protest „Allesdichtmachen“: Debatte um die wohl wichtigste gesellschaftspolitische Leistung, die die deutsche Kulturszene seit Jahren hervorgebracht hat
Thorsten Hinz
Junge Freiheit (30.04.2021), Printausgabe Nr. 18/21, Thema
Online-Ausgabe & Druckversion: https://jf-archiv.de/archiv21/202118043025.htm

Lange sah es so aus, als hätte die deutsche Künstlerszene sich häuslich in der Duldungsstarre eingerichtet und würde tatenlos zusehen, wie die Corona-Politik die Kulturlandschaft in eine Wüstenei verwandelt. Am Donnerstag der vorletzten Aprilwoche dann der Internet-Flashmob „Allesdichtmachen“: Kurzvideos von 53 Schauspielern, die besagte Politik und die Begleitpropaganda bis zur Groteske persiflieren, karikieren.
Herrlich, wie Nina Gummich im Zustand ätherischer Entrückung erläutert, daß Meinungsfreiheit für sie bedeute, sich frei von ihrer Meinung zu machen und die Meinungsbildung der Regierung zu überlassen. Auch sei das besser für die Karriere! Volker Bruch („Babylon Berlin“) meditiert über seine Angst, die seine nachlassende Angst in ihm auslöse, und richtet die flehentliche Bitte an die Regierung, ihm mehr Angst zu machen.
Jan Josef Liefers spricht mit ironischen Anklängen an die Diktion der SED-Presse den Medien seinen Dank dafür aus, daß sie „mit klarer Haltung“ die Panik am Laufen halten. Hanns Zischler doziert über das allgemeine Distanzhalten und Distanzieren: „Ich distanziere mich in aller Schärfe von mir selbst.“
[…]
Schon in der Nacht zum Freitag setzten sich die journalistischen Rollkommandos in Marsch. „(S)o schäbig, daß es weh tut“, schäumte der Berliner Tagesspiegel. Die FAZ zeigte sich angewidert von der „aufgesagten Überheblichkeit“ der Beiträge. Die öffentlich-rechtlichen Sender waren ohnehin stets auf Kurs. Vom Hexensabbat, der im Netz losbrach, nicht zu reden. Mittlerweile hat ein gutes Drittel der Akteure die Videos zurückgezogen, hat widerrufen, um Entschuldigung gebeten. Es ist das alte Muster, bekannt aus der Inquisition, dem Stalinismus,
[…]
Die beteiligten Künstler gehören zum Kultur-Establishment, mithin dem linksliberalen Spektrum an. Desto heftiger soll der Vorwurf sie treffen, „Beifall von der falschen Seite“ zu bekommen. Was die falsche Seite ist und wer alles dazugehört, das zu entscheiden obliegt immer den Richtigen. So zerstört der wahnhafte „Kampf gegen Rechts“ jegliche Grundlage für offene Diskussionen.
[…]


23.04.2021 JF Titelseite
Streit um Infektionsschutzgesetz
Freiheitsrechte aus dem Vollautomat
Dieter Stein
Junge Freiheit (23.04.2021), Printausgabe Nr. 17/21
Online-Ausgabe & Druckversion: https://jf-archiv.de/archiv21/202129071639.htm

[…]
Wegen der einzig auf umstrittenen „Inzidenzwerten“ fußenden willkürlichen Maßnahmen ist es dringend notwendig, daß durch Verfassungsbeschwerden die Rechtmäßigkeit geklärt und die Tragweite der Grundrechtseingriffe möglichst scharf begrenzt werden. Es wird nicht nur den Freiheitsrechten der Bürger, sondern auch dem Rechtsfrieden dienen, wenn dies nunmehr höchstrichterlich geklärt wird. Hauptangriffspunkt ist bei der Notbremse übrigens der Automatismus für die Anordnung flächendeckender Freiheitseinschränkungen – einen Mechanismus, den es noch nie gegeben hat.
Es steht zu befürchten, die „Bundes-Notbremse“ könnte als Blaupause dienen, um nach ihrem Muster auch bei anderen vermeintlichen „Notlagen von nationaler Tragweite“ Grundrechte einzuschränken. Zum Beispiel in der Klimapolitik.
[…]

Dazu:

23.04.2021 JF Politik
Bis hierhin und nicht weiter
Infektionsschutzgesetz I: Juristen und Opposition äußern verfassungsrechtliche Bedenken an der „Bundesnotbremse“
Jörg Kürschner
Junge Freiheit (23.04.2021), Printausgabe Nr. 17/21
Online-Ausgabe & Druckversion: https://jf-archiv.de/archiv21/202117042317.htm


19.04.2021 JF Kultur
Üble Nachrede
Querdenker: Warum der Präsident des Zentralrats der Juden irrt und wovor er sich fürchtet
Thorsten Hinz
Junge Freiheit (16.04.2021), Printausgabe Nr. 16/21, S. 13
Online-Ausgabe & Druckversion: https://jf-archiv.de/archiv21/202116041639.htm

[…]
Mediziner, die nicht dümmer als die Herren Drosten, Lauterbach oder Wieler, jedoch völlig anderer Meinung sind, haben keinen Zugang zu den großen Medien, und ihre privaten Kanäle auf Youtube, Facebook oder Twitter werden abgeschaltet. Das bedeutet die Gleichschaltung der öffentlichen Information und Meinungsbildung. Die Zerstörung des „liberalen Rechtsstaates“ findet auf ganz anderer Ebene statt, als Josef Schuster meint. Als vorsätzliche Corona-Verursacher werden höchstens die Chinesen benannt. Und der Verdacht, daß der Ausnahmezustand zur Transformation für ein „Great Reset“, für den totalen Umsturz unserer Lebenswelt, genutzt werden soll, ist wahrlich keine Erfindung von „Covidioten“.
[…]


16.04.2021 JF Titelseite
Eine Selbstaufgabe
Corona-Politik: Die Machtanhäufung der Bundesregierung ist verfassungsrechtlich fragwürdig
Michael Paulwitz
Junge Freiheit (16.04.2021), Printausgabe Nr. 16/21, S. 1
Online-Ausgabe & Druckversion:https://jf-archiv.de/archiv21/202116041601.htm

Das „am tiefsten in die Grundrechte einschneidende Bundesgesetz der letzten Jahrzehnte“ – so nennen Richter Jens Gnisa, bis 2019 Vorsitzender des Deutschen Richterbundes, und das „Netzwerk Kritischer Richter und Staatsanwälte“ die geplante Ergänzung des Infektionsschutzgesetzes. Gemessen an der Tragweite des Paragraphen 28 b, der auf Wunsch und Druck der Bundeskanzlerin im Eiltempo durch Bundestag und Bundesrat beschlossen werden soll, ist der bislang lautgewordene Widerspruch erstaunlich vereinzelt und zaghaft.
Tritt die Novelle in Kraft, liegt die Verhängung von „Lockdowns“ einer bislang nicht dagewesenen Härte und Rücksichtslosigkeit allein in den Händen der Bundesregierung – eine zentralistische Machtkonzentration, die rigoros mit der föderalen Machtbalance der politischen Ordnung der Bundesrepublik Deutschland bricht.
[…]
Die Grundlagen der Infektionsschutz-Notstandsgesetzgebung halten einer kritischen Überprüfung kaum stand. Der „Inzidenzwert“ ist ohne Rückkoppelung an Testquoten, Impf- und Positivrate eine untaugliche und willkürlich manipulierbare Größe. Die massiv ausgeweiteten Testpflichten werden den Wert weiter nach oben treiben, um die Fiktion einer „dritten Welle“ aufrechtzuerhalten.
Die vielbeschworene Überlastung der Intensivstationen gab es auch schon während gewöhnlicher Grippewellen, ohne daß zuvor Kapazitäten massiv reduziert worden wären. Die Milliarden, die für Masken, Schnelltests und Lockdown-„Hilfen“ verbrannt werden, wären für die Korrektur medizinpolitischer Fehlsteuerungen besser ausgegeben gewesen.
[…]
Merkels Notstandsgesetze dienen nicht dem Schutz der Bürger, sondern dem Schutz ihrer Macht vor der überfälligen Diskussion dieser drängenden Fragen. Sie sind der leicht durchschaubare abermalige Versuch, eine selbstverschärfte Krise zur Deformation bewährter Institutionen zu mißbrauchen. Lassen Parlament und Bundesländer diese Selbstentmächtigung mit sich machen, haben sie eine historische Bewährungsprobe nicht bestanden.


16.04.2021 JF Natur & Technik
Statistische Überraschungen
Trotz der vielen Covid-19-Opfer ist die Sterberate insgesamt normal / Wie tödlich ist Corona wirklich?
Ulrich van Suntum
Junge Freiheit (16.04.2021), Printausgabe Nr. 16/21, S. 22
Online-Ausgabe & Druckversion:https://jf-archiv.de/archiv21/202116041667.htm

[…]
Mit Corona hat die höhere Gesamtsterblichkeit also nichts zu tun, im Gegenteil: Die Sterbezahl der über 80jährigen lag aktuell nur um 16 Prozent höher als im Vergleichszeitraum. Das ist weniger, als zu erwarten gewesen wäre. Bei den unter 80jährigen ist sie gegenüber 2016/17 sogar leicht zurückgegangen. Wie kann das sein, wo doch die Gesamtzahl der Covid-19-Toten in der zweiten Aprilwoche mit über 78.000 angegeben wird?
[…]

Anm. : Tja, wie wohl? Die Angabe zur Gesamtzahl der COVID19-Toten ist schlicht gelogen.So einfach ist das.


16.04.2021 JF Wissen
Corona-Politik mißachtet den Menschen als Vernunftwesen
Diffuse Gefährdungslage
(dg)
Junge Freiheit (16.04.2021), Printausgabe Nr. 16/21, S. 19
Online-Ausgabe & Druckversion:https://jf-archiv.de/archiv21/202116041659.htm

[…]


16.04.2021 JF Medien
Blick in die Medien
Fakt oder Fake?
Tobias Dahlbrügge
Junge Freiheit (16.04.2021), Printausgabe Nr. 16/21, S. 17
Online-Ausgabe & Druckversion: https://jf-archiv.de/archiv21/202116041653.htm

Den „faktenfinder“ der ARD gibt es nun auch akustisch: Seit dem 1. April erscheinen die erwartbaren „Fakten“ vierzehntägig als Podcast. Präsentiert wird die Gesprächssendung abwechselnd von Anja Reschke („Panorama“) und Michail Paweletz („Tagesschau“). Da weiß man, was man bekommt. Angekündigt sind Talks über „angeblichen Wahlbetrug“, über „fragwürdige Behauptungen zum Klimawandel“ und die Frage, „was ‘Fake News’ sind und wie sie sich von handwerklichen Fehlern im Journalismus unterscheiden“ – regierungsnahes Phrasen-Bingo.
[…]


16.04.2021 JF Kultur
Das Elend der Meisterdenker
Covid-19: Führende Intellektuelle sind zumeist Anhänger der Coronakratie
Felix Dirsch
Junge Freiheit (16.04.2021), Printausgabe Nr. 16/21, S. 15
Online-Ausgabe & Druckversion:https://jf-archiv.de/archiv21/202116041649.htm

Der in der Zwischenkriegszeit veröffentlichte Essay „Der Verrat der Intellektuellen“ des französischen Philosophen Julien Benda [Siehe unter Bücher >https://conspirantencompendium.wordpress.com/bucher/%5D zündete binnen kurzer Zeit. Der Autor prangerte die Verführbarkeit der Intelligentzija an, die vor Verlockungen des Nationalismus und Kommunismus nicht gefeit sei. Ihr Auftrag aber sei es, Werte wie Universalismus und Gerechtigkeit zu vertreten. Die historische Wirklichkeit, so ist zu präzisieren, mutet jedoch ein wenig komplexer an.
In der Tat: Viele Intellektuelle dienten sich, wenigstens zeitweise, totalitären Regimes an.
[…]
Für die Ehrenrettung der Zunft sorgt der wohl bekannteste Philosoph Italiens, Giorgio Agamben. Sein Denken kreist schon geraume Zeit um Themen wie Ausnahmezustand, Normalität, Biopolitik, nacktes Leben und Internierungslager aller Art. Zuerst vor rund zwei Jahrzehnten auf die Situation des weltweiten Terrors und die Reaktion darauf angewendet, bieten sich nun andere Betrachtungen an: Unlängst hat er seine Texte zur „Epidemie als Politik“ in gesammelter Form auf den Markt gebracht („An welchem Punkt stehen wir?“). Er zeichnet ein düsteres Bild der Lage: Soziale Distanzierung führe in letzter Konsequenz zur Auflösung des öffentlichen Raumes.
[…]

Das Buch haben wir hier bereits vorgestellt: Lesenswerte Bücher


09.04.2021 JF Meinung
Privilegien und Solidarität beim Impfen
Einmal Grundrechte, bitte
Mathias Pellack
Junge Freiheit (09.04.2021), Printausgabe Nr. 15/21
Online-Ausgabe & Druckversion: https://jf-archiv.de/archiv21/202115040904.htm

[…]
Wer Grundrechte teilt, beendet de facto die Demokratie, schreibt die linke Politikwissenschaftlerin Ulrike Guérot und hat damit schlicht recht.
[…]
Die Jungen hingegen können sich einen Ein-Tages-Grundrechte-Paß via Selbsttest für fünf Euro bei Aldi kaufen – zweimal pro Woche erhalten alle Nichtgeimpften diesen sogar vom Staat finanziert, wenn sie sich brav im Testzentrum anstellen.
[…]


02.04.2021 JF Wirtschaft
Gefährliches Spiel mit der Angst
Corona-Krise: Drei Ökonomen analysieren die Folgen der Massenhysterie / Hilft weniger Staat?
Paul Leonhard
Junge Freiheit (02.04.2021), Printausgabe Nr. 14/21
Online-Ausgabe & Druckversion: https://jf-archiv.de/archiv21/202114040235.htm

[…]
Einen Schritt weiter gehen drei an der König-Juan-Carlos-Universität Madrid lehrende Professoren. Sie untersuchten die ökonomischen Ursachen und weisen nach, wie politische Institutionen und der Staat die Ausbreitung von Massenhysterie nicht nur beeinflussen, sondern auch das Phänomen mit negativen Folgen für die öffentliche Gesundheit verschlimmern. Dabei stellen der deutsche Ökonom Philipp Bagus und seine spanischen Fachkollegen Antonio Sánchez-Bayón und José Antonio Peña-Ramos dem Idealmodell eines Minimalstaates den Wohlfahrtsstaat des 21. Jahrhunderts in Kombination mit sensationsgierigen Massenmedien entgegen.
Während letzterer mehr Aufgaben wahrnimmt und damit auch seine größere Macht dafür nutzen kann, selbstkorrigierende Mechanismen zu unterdrücken, so funktionierten in einem Minimalstaat, der sich allein auf den Schutz des Eigentums konzentriert, die solche Mechanismen zur Bewältigung einer tatsächlichen oder vermeintlichen Bedrohung viel besser. Ihre These stellen die Autoren in ihrer Studie „Covid-19 und die politische Ökonomie der Massenhysterie“ ausführlich dar. Sie wurde vom Liberalen Institut (LI) in Zürich, einer unabhängigen Schweizer Denkfabrik zur Erforschung freiheitlicher Ideen, auf deutsch herausgegeben wurde.
Die drei bieten dem Leser Einsichten und Erkenntnisse, „die angesichts der derzeitigen weltweiten Umstände von enormer Bedeutung sind“, wie LI-Direktor Olivier Kessler in seinem Vorwort betont: „Wir erfahren, welche Rolle ein Staat bei der Ausbreitung einer kollektiven Panik spielt – abhängig davon, ob es sich dabei um einen Wohlfahrtsstaat mit umfangreichen Kompetenzen oder einen liberalen Rechtsstaat handelt, der sich primär auf den Schutz der Eigentumsrechte fokussiert.“ Das Beispiel der Corona-Krise sei dabei symptomatisch: Obwohl die Wahrscheinlichkeit, an Covid-19 zu sterben, geringer als bei vielen anderen Krankheiten ist, habe ausgerechnet diese Infektionskrankheit weltweit Panik und außergewöhnliche staatliche Interventionen ausgelöst.
[…]
Studie über „Covid-19 und die politische Ökonomie der Massenhysterie“: http://www.libinst.ch
Englische Originalversion unter: http://www.mdpi.com

Hier: https://www.libinst.ch/publikationen/LI-Studie-Bagus-Massenhysterie.pdf

Hinweis: Hier finden Sie auch die Bücher und Publikationen von Roland Baader, zum Beispiel „Totgedacht – Wie Intellektuelle unsere Welt zerstören“, das wir hier schon ausführlich vorgestelt und in die hiesige >Büchersammlung aufgenommen haben.


02.04.2021 JF Literatur
Die Politik vor sich hertreiben
Christian Drostens Fehler
Felix Dirsch
Junge Freiheit (02.04.2021), Printausgabe Nr. 14/21
Online-Ausgabe & Druckversion: https://jf-archiv.de/archiv21/202114040294.htm

[…]
Was bewegt den obersten Seuchenwächter der Nation? Der Journalist Walter van Rossum legt minutiös die Schwachstellen der Analysen des Leiters der virologischen Abteilung der Berliner Charité offen. Schwarz auf weiß ist nunmehr dokumentiert, wie oft er sich in seiner Einschätzung korrigieren mußte. Dennoch treibt er – zusammen mit dem Leiter des Robert-Koch-Instituts – die Politik vor sich her. Zum wichtigen Gegenstand der Erörterungen zählt der PCR-Test, den er am Computer entworfen hat, noch ehe man den ersten Covid-19-Kranken hierzulande gesichtet hat. Zu den entscheidenden Schwächen des Tests zählt seine primär politische Validierung, die in der Tatsache begründet liegt, daß den Verunsicherten eine gewisse Sicherheit gegeben werden sollte.
[…]
Walter van Rossum: Meine Pandemie mit Professor Drosten. Vom Tod der Aufklärung unter Laborbedingungen. Verlag Rubikon, Neuenkirchen 2021, gebunden, 253 Seiten

Das Buch haben wir hier bereits vorgestellt: Lesenswerte Bücher


19.03.2021 JF Titelseite
Maskenskandal im Bundestag
Versagen in eigener Sache
Hans Herbert von Arnim
Junge Freiheit (19.03.2021), Printausgabe Nr. 12/21, S. 1
Online-Ausgabe & Druckversion: https://jf-archiv.de/archiv21/202112031902.htm

[…]
Denn Bundestagsabgeordnete beziehen ein Monatsgehalt von 10.083 Euro, eine steuerfreie Kostenpauschale von 4.561 Euro sowie eine üppige Altersversorgung. Zudem dürfen sie Mitarbeiter für rund 25.000 Euro im Monat einstellen. Daneben können sie unbegrenzt Einkommen aus einem privaten Beruf beziehen. Das ist ein großes Privileg, denn kein anderer hauptberuflicher Amtsträger darf zwei Berufe ausüben. Deshalb sollten die Abgeordneten sich bei der Regelung ihrer Finanzen eigentlich größter Korrektheit befleißigen.
Leider ist das nicht der Fall. Große Teile der Regelungen sind gar verfassungswidrig.
[…]


05.02.2021 JF Natur & Technik, Meldungen
Corona-Pandemie doch künstlichen Ursprungs?
Junge Freiheit (05.02.2021), Printausgabe Nr. 06/21
Online-Ausgabe & Druckversion: https://jf-archiv.de/archiv21/202106020572.htm

Als Donald Trump voriges Jahr vom „China virus“ sprach oder die Biologin Li-Meng Yan im New Zealand Herald einen Forschungsunfall vermutete, wurde das als Verschwörungstheorie abgetan. Jetzt bekommen beide im Fachjournal BioEssays Rückendeckung von den Virologen Rossana Segreto (Uni Innsbruck) und Yuri Deigin (Youthereum Genetics/Toronto). „Es gibt nach wie vor keinen wissenschaftlich nachvollziehbaren Beweis, daß sich der Erreger auf natürliche Weise entwickelte und nicht in einem Labor entstand“, erklärte Segreto der Wiener Nachrichtenagentur APA. Das Institut für Virologie in Wuhan sei nach Ausbruch der Pandemie nie untersucht worden, öffentlich zugängliche Datenbanken seien gelöscht worden. Daß Viren künstlich erzeugt werden, sei normal, aber dabei könne viel schiefgehen. Es sei unwahrscheinlich, daß ein Coronavirus in kürzester Zeit eine neue Sequenz ausbilde, die es ermögliche, mehrere Arten und unterschiedliche Gewebe zu befallen, erläuterte Segreto. (fis)
doi.org


12.02.2021 JF Meinung
Raus aus dem Lockdown!
Corona-Stillstand und kein Ende: Kaum ein Effekt, aber katastrophale Schäden
Michael Paulwitz
Junge Freiheit (12.02.2021), Printausgabe Nr. 7/21, S. 2
Online-Ausgabe & Druckversion: https://jf-archiv.de/archiv21/202107021207.htm

Sprache ist verräterisch. Vor Corona-Zeiten stand der englische Begriff „Lockdown“ für den Zelleneinschluß renitenter Sträflinge oder für die vorübergehende Abriegelung eines Terror- oder Katastrophenschauplatzes. Die Leichtigkeit, mit der sich der Sprachgebrauch dieses Anglizismus in Richtung einer potentiell unbegrenzten prophylaktischen Dauer-Quarantäne und Stillegung ganzer Länder und Landstriche verschoben hat, sagt einiges darüber, wie Politiker neuerdings auf die Bürger als bloße Unterworfene ihres Handelns herabblicken.
In autoritären Staaten mag ein derartiger Umgang der Regierenden mit den Beherrschten weniger überraschen. In demokratisch verfaßten Republiken, in denen die Verfassungsgarantie von Grund- und Freiheitsrechten das Fundament des Gemeinwesens bildet, muß die massive mehrfache Suspendierung dieser Rechte sorgfältig begründet, von den demokratisch legitimierten Kontrollinstanzen strikt überwacht und laufend kritisch hinterfragt werden.
All das läßt der mit wechselnden Attributen versehene „Lockdown“ vermissen,
[…]
Während die Regierung Lockdown an Lockdown reiht, stehen die Nachteile turmhoch. Tiefe seelische Schäden und für viele uneinbringbare Bildungsrückstände bei einer ganzen Generation von Kindern und Jugendlichen, vereinsamte Alte, mehr Herztote durch verschleppte Behandlungen, unterbliebene Vorsorgeuntersuchungen mit fatalen Spätfolgen, Meldungen über alarmierende Zunahme häuslicher Gewalt, zerstörte Existenzen, Suizidversuche, Orchestermusiker, die Ladenregale einräumen, Selbständige, die nach dem Verlust ihrer Lebensgrundlage in die Hilfebedürftigkeit abgleiten – die Indikatoren für tiefgreifende und vielfach schon irreparable Schäden im gesellschaftlichen und ökonomischen Gefüge mehren sich.
[…]


12.02.21 JF Kultur
Jürgen Liminski, Vom Maß des Politischen – Freiheit oder Impfung: Die Empfehlung des Ethikrates wirft Fragen zum Staatsverständnis auf, Junge Freiheit (12.2.21), Printausgabe Nr. 7/21 . Seite 13 / Kultur

Anm. Hier erweist sich der Autor als (noch) vollkommen ahnungs- und kenntnislos im Bereich der Themen Immunologie, Virologie und bezügl der Rechtsauffassung als bereits arg verpeilt. Nein, Herr Liminski, dieser Artikel war ein Griff ins Klo.


29.01.21 JF Meinung
Lesereinspruch – Todesfälle prüfen
Junge Freiheit (29.01.21), Printausgabe Nr. 5/21 . S. 2
Online-Ausgabe & Druckversion: https://jf-archiv.de/archiv21/202105012909.htm

Dieser Tage meldete die norwegische Gesundheitsbehörde den Tod von 23 Menschen. Sie starben kurze Zeit, nachdem sie die erste Dosis des Corona-Vakzins von Pfizer/Biontech erhalten hatten. Alle Betroffenen waren über 80 Jahre und lebten in Altenheimen. Nach Verabreichung der ersten Impfstoff-Dosis verschlechterte sich ihr Gesundheitszustand rapide und sie verstarben. Bei 13 der 23 Hochbetagten ist die Autopsie inzwischen abgeschlossen. Das Ergebnis: Sie verstarben an den Nebenwirkungen des Impfstoffes. Die bisherigen Untersuchungen lassen vermuten, daß die typischen Begleiterscheinungen des Impfstoffes bei alten Menschen mit schlechter Gesundheit zu schwersten Reaktionen führen können. Die norwegische Gesundheitsbehörde kommt zu dem Schluß, daß die Vorteile einer Corona-Impfung für Personen, die ohnehin nur noch eine kurze Lebensspanne haben, nur marginal oder irrelevant sein könnten. Inzwischen prüft auch das Paul-Ehrlich-Institut zehn Todesfälle kurz nach Impfung. Es bleibt juristisch zu prüfen, ob es sich beim Impfen der Alten in Altenheimen nicht um eine fahrlässige Körperverletzung handelt.
Dr. Ulrich Röhr, Hamburg


29.01.21 JF Titelseite
Prüfstein der Demokratie – Seit einem Jahr ist das neuartige Coronavirus in Deutschland. Die Politik scheint unfähig, damit umzugehen
Michael Paulwitz
Junge Freiheit (29.01.21), Printausgabe Nr. 5/21 . S. 1
Online-Ausgabe & Druckversion: https://jf-archiv.de/archiv21/202105012901.htm

Gerade mal dreißig Jahre nachdem die Insassen der sozialistischen Diktatur auf deutschem Boden sich die Reisefreiheit zurückerkämpft hatten, räsoniert ein deutsches Regierungsoberhaupt im vertrauten Zirkel, ob man nicht wenigstens den Flugverkehr so „ausdünnen“ könne, daß man nirgends mehr hinkomme, wenn man schon das Reisen nicht ganz „verbieten“ könne, und spricht sich für ein „härteres Grenzregime“ aus, das dieselbe Person all die Jahre zuvor noch als „unmöglich“ abgetan hatte, solange es um illegale Massenmigration ging.
Seit nunmehr einem Jahr schwankt die deutsche Corona-Krisenpolitik zwischen Ratlosigkeit und Panikmache, Eigenlob und Hysterie, symbolpolitischer Selbstgefälligkeit und autoritärer Bürgerverachtung
[…]
Diesen Ansatz, den international anerkannte Wissenschaftler zum Beispiel in der „Great Barrington Declaration“ formulierten, ignoriert die deutsche Politik ohne echte Debatte. Dogmatisch klammert sie sich an die längst abgenutzte Holzhammermethode „Lockdown“. Die Intoleranz, mit der die Regierung Merkel nur eine bestimmte, größtmögliche Gefahr beschwörende Lesart gelten läßt, als „die Wissenschaft“ kanonisiert und sich nur mit entsprechenden Beratern umgibt, während abweichende Meinungen wiederum als „Verschwörungstheorie“ abgetan und unter Extremismusverdacht gestellt werden, weckt in der Tat ungute Assoziationen an totalitäre Denkmuster.
[…]
Wo der Staat stark sein soll – beim Schutz der Alten, Kranken und Schwachen, bei der Bereitstellung einer belastbaren Infrastruktur –, zeigt er sich schwach, wo er sich zurückhalten sollte – bei Eingriffen in die bürgerlichen, wirtschaftlichen und politischen Freiheiten –, maßt er sich Kompetenzen an, die ihm nicht zustehen, und entmündigt Bürger, Eltern, Selbständige und Gewerbetreibende.
[…]


15.01.2021 JF Titelseite
Lockdown und kein Ende
Ruhe als erste Bürgerpflicht
Birgit Kelle
Junge Freiheit (15.01.2021), Printausgabe Nr. 3/21, Titelseite
Online-Ausgabe & Druckversion: https://jf-archiv.de/archiv21/202103011502.htm

[…]
Das Trainingslager zur Befolgung sinnloser Anordnungen für den untertänigen Bürger – auch „Lockdown“ genannt – wird also fortgesetzt. Willkommen im zehnten Monat der Corona-Pandemie, deren Ende unabsehbar ist, weswegen wir uns alle bemühen müssen, daß möglichst niemand und wenn, dann nur gesunde Menschen sterben. Aus temporärer Willkür im Namen des Gesundheitsschutzes ist längst eine dauerhafte Schizophrenie mit Maßnahmen- und vor allem Verbotskatalogen geworden, die sich nicht an Notwendigkeiten, Logik, Verhältnismäßigkeiten, Nützlichkeiten oder geschweige denn an Verfassungsrechten der Bürger messen müssen, sondern an einem ebenso willkürlich festgelegten Inzidenzwert unter 50. Einem Wert, den selbst ein Fachmann wie der Direktor des Influenza-Programms der WHO, Klaus Stöhr, in jedem normalen Grippewinter als reines Wunschdenken bezeichnet. Zusammen mit dem Impfstoff-Beschaffungsdesaster der Regierung, die mit dem politischen Tausendsassa Ursula von der Leyen lieber „Impfnationalismus“ statt das Virus bekämpft, wird der Dauerzustand des Ausnahmezustands zuverlässig den Sommer erreichen.
[…]
Merke: Der brave Bürger widerspricht nicht, gehorcht bedingungslos, verzichtet auf Einkommen, Kunst, Kultur, Konsum, Freunde und Verwandte und läßt sich freiwillig impfen, wenn er an der Reihe ist. Er spart sich Seelsorge und stirbt alleine, um andere nicht unnötig zu gefährden. Auch Tiere kann man so halten. Unsere Verfassung ist aber für mündige Bürger gemacht.


mehr folgt mit der Zeit


III. (Print-)Magazine, Internetseiten etc, auf die wir erst durch die JF aufmerksam wurden

1 Gedanke zu “Vorstellung lesenswerter Publikationen der Wochen-Zeitung Junge Freiheit zum Thema Corona (87)”

  1. Meldung am 04.10.22

    Die obige Sammlung wurde ab dem 23.06.22 andernorts öffentlich erstellt und in unregelmäßigen Abständen dort fortgeführt.
    Ab sofort findet das Geschehen hier statt.

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