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Nachtrag
Lustig; und ich schwöre, das habe ich erst nach VÖ des nachfolgenden Artikels (inklusive Titel) aufgrund des internen Kommentar-Refereer-Links* von TKP entdeckt: >Nicht hören, nicht sehen, nicht sprechen – Fehlt uns kritische Literatur?, vom 28. Seppeltember 2022
und es hat hier keine Absprache mit Dude (Gruß!) 🙂 stattgefunden: * https://tkp.at/2022/09/28/nicht-hoeren-nicht-sehen-nicht-sprechen-fehlt-uns-kritische-literatur/#comment-72838

PS: Belletristik haben wir also größtenteils abgehakt, ein paar ganz gute Sachbücher gibt’s derweil schon seit Ewigkeiten neuerdings hier: >Buchempfehlungen [Index librorum prohibitorum](Stand 70/25/8/22)


Der neue Literatur- (und Kultur-) Begriff

Dieser Artikel ist ein Ausschnitt aus dem Artikel >Kulturausflug #2 : „Geistes-Anbau: Der Anbau der Sprache, der Künste und Wissenschaften“ und damit Teil der Schriftenreihe Kulturfeldzug

[…]
Die Literatur nun, als Teil der Kultur, ist ein kleines, bereits abgestecktes Feld auf dem schier endlos weiten Feld der Sprache. Sie ist ein kleines Stückchen kultiviertes Land mit Nutz- und Zierpflanzen auf dem großen Erdboden der Sprache, dem Nährboden für Kultur und Wissenschaft, ein dort heraus wachsender Teil dieser Kultur mit Auswüchsen in alle erdenklichen Richtungen.
Sie ist ein kleines abgestecktes Gebiet auf dem weiten Naturboden; beackert, bepflanzt und begrünt und – im Falle der heutigen schöngeistigen Literatur – ein nutzloser Lust- und Wandelgarten zur Betörung der Sinne. Im Falle der Wissenschaft eine Aneinanderreihung etlicher Irrgärten mit dazwischengesetzten Erbsenfeldern – allerdings nur noch als Buschwerk mit allerhand Knallerbsen dran, die sich bloß im Format noch unterscheiden, auf die Gelehrtenrepubilk aber weiterhin ihre Wirkung ausüben, heureka!
Hört ihr, wie es ploppt, wenn man sie zerdrückt die buntelichten Knallerbsen?

Man könnte dieses Bild noch schön weiter ausmalen, vielleicht die Wissenschaftsgebiete auf dem weiten Feld mit Bäumen besetzen, auf deren einst so artig ausgewachsenen Ästen nunmehr der ein oder andere Hochgelehrte an dem höchsten Ast schnitzt, auf dem er selber sitzt, während seine Gefolgschaft, wenn nicht gar sein gesamtes Institut, dem Pilzbefall eines Baumes gleichkommt.
Im Falle der schöngeistigen Literatenparks wiederum erkennen wir eine Verkümmerung der vielseitigen Pflanzenwelt, doch bringen sie keine Früchte mehr hervor; am besten gedeihen noch die Affenbrotbäume, allerdings auch nur im Bonsei-Format zum Direkt-Abernten, sozusagen Affenbrotbäume to go ohne Fruchtwuchs für zum auf die Fensterbank stellen. [Nachtrag 2022: Oder Affenpockenpestbrotbäume?]
Ja, dieses Bild könnte man noch weiter ausmalen und auf die Ursache des Verfalls verweisen, der Vernachlässigung des Grund- und Erdbodens, eben der Sprache, ihrer Kultur verweisen. […]

…hier leiterwesen: >Kulturfeldzug #2 : „Geistes-Anbau: Der Anbau der Sprache, der Künste und Wissenschaften“, 20. Junii 2022


Schriftenreihe Kulturausflug: Ein Feldzug zur Erhaltung der Kultur statt der Huldigung eines Kultus :

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