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Hinweis: Der Artikel war zeitweise verschwunden, da aus Versehen gelöscht. Aber jetzt ist er ja wieder da, inklusive der Kommentare. Die Überschrift wurde verändert.


Nachtrag:

[…] Bei einer Podiumsdebatte der Wochenzeitung Die Zeit hat Moderator Jan Böhmermann am Samstag seinen Senderkollegen Markus Lanz scharf für dessen Gäste-Wahl kritisiert. „Ich frage mich, wieso einige Leute bei dir sitzen“, so Böhmermann zu Lanz. „Wo man fachlich sagt, das ist keine gute Sache.“ Gemeint waren damit die Wissenschaftler Hendrik Streeck und Alexander Kekulé. Die beiden Virulogen hatten immer wieder die Corona-Maßnahmen der Politik in Frage gestellt. Böhmermann warf seinem Moderatoren-Kollegen im Zuge einer hitzigen Debatte vor, daß er Personen eine große Bühne geboten hätte, deren Meinungen im Kern „durchtränkt von Menschenfeindlichkeit“ gewesen wären. […]

Quelle: Jan Böhmermann attackiert Markus Lanz wegen Gästen, Junge Freiheit (10.09.2021 ), Printausgabe Nr. 37/21, Online-Ausgabe & Druckversion: https://jf-archiv.de/archiv21/202137091053.htm

Nachtrag:

Der öffentlich-rechtliche Pausenclown Jan Böhmermann hat einen neuen Skandal aufgedeckt: Das Fraktur-A, mit dem in Deutschland Apotheken markiert werden, sei ein „Nazizeichen“ und müsse ausgetilgt werden. Die Forderung hat in den Sozialen Medien die erwartbare Resonanz gefunden, aber vielleicht noch nicht jenen Grad sittlicher Entrüstung, den Böhmermann erwartet. Es bleibt also etwas Zeit zur sachlichen Klärung.
[…]
Dessen Gestaltung als Frakturbuchstabe blieb unverändert, obwohl schon im Januar 1941 ein internes Rundschreiben der NSDAP klargestellt hatte, daß zukünftig die Antiqua als „Normalschrift“ zu verwenden sei. Die sogenannte „gotische“ Schrift – bis dahin gerade von nationalen Kreisen als ausgesprochen „deutsche“ Schrift verstanden – müsse aufgegeben werden, da es sich in Wirklichkeit um „Schwabacher Judenlettern“ handele.
Das erwähnte Zirkular erläuterte dieses bizarre Argument in einer für die NS-Weltanschauung typischen Weise: „Genau wie sie sich später in den Besitz der Zeitungen setzten, setzten sich die in Deutschland ansässigen Juden bei Einführung des Buchdruckes in den Besitz der Buchdruckereien, und dadurch kam es in Deutschland zu der starken Einführung der Schwabacher Judenlettern“. In der Folge entfernte man die Fraktur aus den Druckwerken des parteioffiziellen Schrifttums. Ein Vorgang, der einige Zeit in Anspruch nahm. So wurde der Wandel im Völkischen Beobachter erst Anfang Juni 1941 vollzogen. Die Samstagsausgabe vom 31. Mai erschien noch in Fraktur, erst die vom Montag, dem 2. Juni, in Antiqua.
Mit gutem Grund wird vermutet, daß der Verweis auf die „Judenlettern“ vorgeschoben war und in Wirklichkeit eine praktische Notwendigkeit den Ausschlag gab. Denn für den Aufbau eines „Neuen Europa“ unter deutscher Führung wurde eine Schrift benötigt, die von allen Einwohnern gleichermaßen gelesen werden konnte. Dazu war nur die Antiqua geeignet, nicht die Fraktur, die außerhalb Deutschlands kaum jemand nutzte. Erwägungen, die sich ihrerseits bald erledigt hatten, weil der Traum des Großgermanischen Reiches rascher ausgeträumt war, als Hitler und die Seinen erwarteten.

[…]
Unter Verdacht gestellt
Debatte: Sollen Apotheken sich ein neues Logo geben? Das fordert jedenfalls der ZDF-Moderator Jan Böhmermann
Karlheinz Weißmann
Junge Freiheit (09.09.2022), Printausgabe Nr. 37/22
Online-Ausgabe & Druckversion: https://jf-archiv.de/archiv22/202237090942.htm


Jan Böhmermann möchte im Auftrag Adolf Hitlers das gotische Apotheken-A abgeschafft haben

Hintergrund:

Das rote Apothekenlogo soll weg
Jan Böhmermann, bekannt als sprachgewaltiger Satiriker, fordert in der neuesten Folge seines Podcasts mit Olli Schulz Fest und Flauschig, die deutschen Apotheken sollten ihr traditionelles Logo abschaffen. Das rote Apotheken-A in Frakturschrift sei ein „Nazizeichen“, eingeführt im Jahr 1936. Apotheken in Europa hätten in der Regel ein grünes Kreuz als Logo, nur nicht die deutschen. Der Satiriker behauptet, das Logo sehe „auch echt scheiße“ aus.

Quelle: Verein Deutsche Sprache, Infobrief vom 04.09.2022, Presseschau, https://vds-ev.de/infobriefe2022/infobrief-vom-4-september-2022-das-rote-apothekenlogo-soll-weg/

Tja Herr Böhmer*Innenmann, da hat sich bei Ihnen mal wieder komplette Ahnungslosigkeit oder die ansteigende Verblödung gezeigt, daher eigens für Sie und alle Ihnen zujubelnden Idioten die Wahrheit über die „Nazi-Schrift“:

Aufklärung:

[…]
… dass die Nationalsozialisten keine Befürworter der Frakturschrift waren, sondern im Gegenteil ihre Verwendung in einem Rundschreiben der Reichskanzlei »im Auftrage des Führers« vom 3. Januar 1941 sogar verboten. Die »Antiqua-Schrift« soll gemäß des Erlasses »künfitig als Normal-Schrift« bezeichnet werden, »Die Verwendung der Schwabacher Judenlettern durch Behörden wird künftig unterbleiben« und »Nach und nach sollen sämtliche Druckerzeugnisse auf diese Normal-Schrift umgestellt werden«. Begründet wurde dieser Beschluss, indem die Herkunft der »gotischen Schrift« (Fraktur) auf sogenannte »Schwabacher Judenlettern« zurückgeführt wurde. Die Schwabacher Schrift ist eine der zahlreichen Frakturschriften, die bereits seit dem 15. Jahrhundert Verwendung findet.
[…]
Der eigentliche Grund für das Verbot war die Überlegung, dass für das Ausland bestimmte Schriften, die in Frakturschrift gedruckt waren, für jene besetzte Bevölkerungsgruppen, die ansonsten Antiqua-Schrift zu lesen gewohnt waren, nur schwer oder gar nicht lesbar waren. Das Frakturverbot war also eine pragmatische Entscheidung der Nationalsozialisten: Wollte man zur ›Weltmacht‹ aufsteigen, musste man auch eine Schrift verwenden, die die ganze Welt lesen konnte.
[…]
Quelle: Verbot der Frakturschriften durch die Nationalsozialisten, Janina Heilbot in unimut – Zeitschrift der Uni Heidelberg, erschienen in un!mut no. 206: Themenheft zum Nationalsozialismus in Heidelberg vom 7. Juli 2010, https://www.uni-heidelberg.de/unimut/themen/fraktur-verbot.html | Gesichert unter https://archive.ph/rr0Jd und https://web.archive.org/web/20220924010315/https://www.uni-heidelberg.de/unimut/themen/fraktur-verbot.html

Beweis:



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