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Die geschlechter*innengerechte Stümpelsprache ist nicht nur eine Sprachverhunzung sondergleichen, sondern auch Ausdruck der allgemeinen geistigen Verblödung, Teil 1 & 2
Als Grundlage für diesen Text dienten zwei redaktionelle Kommentare zu anderen Artikeln (24.07. und 14.08.), der Rest wurde ab dem 09.09. drumherum gebaut. Aufgrund einer passenden Meldung vom Verein Deutsche Sprache am 17.9. erfolgte noch dieser Nachtrag. >in §7 zu „Wissenschaft ist Wahrheitssuche“ (click führt direkt nach unten in die entspr. Textstelle)
Außerdem gab es zwei Nachträge im Oktober, Oktober1 und Oktober 2 (click führt direkt nach unten in die entspr. Textstelle)


Teil 1

Die geschlechter*innengerechte Stümpelsprache ist nicht nur eine Sprachverhunzung sondergleichen, sondern auch Ausdruck der allgemeinen geistigen Verblödung

Einleitung

Während die grundlegende Fehlerhaftigkeit, die so gut wie jeder Genderei von Sprache innewohnt, weiterhin als etwas Richtiges, etwas Gutes und sogar richtig Superdoppelplus-Gutes etabliert wird, sind manche Leute zum Glück vernünftig geblieben und umso bemühter, die ursprüngliche Schreibweise beizubehalten. Sie schreiben weiterhin „Liebe Leser“ statt „Leser*Innen“ o.ä. und erklären auch manchmal warum, wie >hier zum Beispiel vortrefflich dargelegt wurde.

Allerdings muß man sich auch fragen: Wieso müssen wir uns eigentlich dafür rechtfertigen, daß wir die richtige einer völlig fehlerhaften Schreibweise vorziehen? Rechtfertigen sollten sich doch eher jene, die fortwährend Fehler begehen, damit Katastrophen verursachen und sich stattdessen dafür auch noch bejubeln lassen wollen.
Angeblich begehen aber wir nun die Fehler, da wir deren katastrophale Fehlerhaftigkeit nicht mitmachen, was eigentlich nur der grundlegenden Einstellung entspricht, nicht vollkommen gehirngewaschen durch die Welt taumeln zu wollen, wie jene, die immer alles gleich unterschreiben, mitmachen und gutheißen, was ihnen vorgekaut, vorgelegt, vorgeschrieben und vorgefidelt oder schlicht darauf hereinfallen, was ihnen sonstwie angeberisch vor die begehrungssüchtigen Sinne genudelt wird und angeblich besonders gesund, edel, wertvoll, heilsam oder sonstwie energiebeladen sein soll, dabei ist es nur ein Gehampel und Geeiere, das allem längst vorher bestandenen Werthaften die Kraft, die Grundlage und die ursächlich festgelegte Berechtigung zum Fortbestand beraubt.

Es ist ähnlich wie mit dem Corona-Ansteckungsgefahr-Glaubensmodell, bei dem etliche Leute reklamieren, daß das Corona-Virus völlig harmlos sei, doch eigentlich übersehen, daß es das deswegen ist, weil es das gar nicht gibt, bzw. eben nicht in der Form, wie es uns erzählt wurde. Aber eben auch hier mussten sich ja wieder diejenigen rechtfertigen, die das einzig richtige getan haben: Nicht impfen/spritzen lassen! Wogegen auch? Und keine Maske zu tragen wäre auch das Richtige! Höflichkeitsabstand wiederum gab’s eh schon immer. Also war das Vernünftige innerhalb der Neuerungen immer nur das, was es eh schon gab und praktiziert wurde. Alles andere darüber hinaus sind krankhafte Auswüchse der allgemeinen geistigen Verblödung. Genauso ist es beim Gendern.

Und dazu nun das erste Stücklein Butter bei die Fische:
Wenn wir statt der idiotischen und grundsätzlich fehlerhaften Formulierung Liebe Leser*Innen weiterhin die altbewährte Formulierung Liebe Leser oder Liebe Leserinnen und Leser verwenden möchten, so liegt das gar nicht darin begründet, daß über die Endsilbe im Plural sowieso alle biologischen Geschlechter gemeint (angesprochen) wären.
Es ist dabei auch richtig, daß es sich bei den Begriffen wie >Bäcker, Lehrer oder >Schreiner um Berufsbezeichungen handelt, mit denen automatisch alle Menschen mitgemeint sind, die diesen Beruf ausüben. Und was sagt uns das nun wieder?
Ganz einfach: Sie gehören damit einer Gruppe an, die eine gewisse Tätigkeit ausübt, und der jeweilige Begriff benennt diese Tätigkeit. Schließlich sind auch mit der Bezeichnung Leser, Raucher, Weltverbesserer, Schwurbler, Mitläufer und Arschkriecher immer diejenigen gemeint, die also lesen, rauchen, die Welt verbessern oder also demnach …gendern.

Das heißt: Die Endsilbe -er im Substantiv bezeichnet die Tätigkeit in Bezug auf das Stammwort. Hier beinhaltet das Stammwort bäck das Verb backen und das Stammwort Lehr weist das Verb lehren aus oder das Substantiv Lehre. Die Endsilbe -er bezeichnet also JEMANDEN der bäckt oder lehrt. Es ist damit weder der Mann noch die Frau gemeint, sondern jedermann, noch besser jeder und wer auch immer, und seit die Frau auch gegen Geld backen und lehren darf, auch die Frau, und so ist es auch mit der Frau, die keine sein will.
Ein Leser heißt Leser weil es jemand ist, der liest, egal welchen Geschlechts! So erübrigt sich dann übrigens auch die weitere Idiotie man müsse „liebe Lesenden“ sagen, statt „liebe Leser“! Das ist Unfug, denn Les-er meint bereits (potentiell) Lesende! Man beschäftige sich diesbezüglich einmal mit dem generischen Maskulinum in der Sprache und verzichte dann auch auf die fehlerhaft angewendete Umschreibung Studierende statt Studenten. Die Wähler einer Partei sind schließlich auch nicht fortwährend die Wählenden.

Dazu ein einschlägiges Expertenzitat:

„Frauen sind gar nicht gemeint, ebenso wenig wie Männer oder Geschlechtsidentitäten jenseits der binären Norm. [schön gesagt!] Darin liegt gerade das Spezifische des generischen Maskulinums. Ein Wort wie Lehrer hat genau zwei Bausteine, nämlich den Verbstamm lehr und das Substntivierungssuffix er, das zu Bezeichnungen von Personen führt, die das tun, was der Verbstamm besagt. Solche Substantive können eine ganze Reihe von daraus abgeleiteten Bedeutungen haben, die alle nichts an der Grundbedeutung ändern.“
Quelle:
Sprache nicht misshandeln, Peter Eisenberg in Die deutsche Sprache und ihre Geschlechter, Beiträge von Josef Bayer, Peter Eisenberg und Helmut Glück, Eine Dokumentation, herausgegeben von Jessica Ammer, Schriften der Stiftung Deutsche Sprache, Band 3, IFB Verlag Deutsche Sprache, (2017-) 2019, ISBN 978-3-942409-92-6, Buchausgabe 8,- €| Mehr zu diesem Buch siehe hier: >Allen Genderlogen, Genderasten, Genderanten, Genderinen und Genderinchen, Geschlechterinnen, Geschlechtern und insgesamt Geschlechter*Innen dringend zum Lesen empfohlen

Die Silbe er, ob am Anfang oder am Ende eines Wortes, ist ein wichtiges Element in der deutschen Sprache (wie >hier auch schon freihändig erdacht wurde)!, an dem es nichts herumzuschwurbeln gibt. (Das er an sich ist in der deutschen Sprache ohnehin unverzichtbar)
Die Endsilbe -er ist NICHT männlich, denn die Sprache hat nichts mit der Biologie zu tun. Es wurde nur so mitentwickelt, da es eine Zeit gab, in der es nur Männern erlaubt oder geboten war, lehren zu dürfen. Ein Bäcker bäckt. Ein Lehrer lehrt. Ein Wecker weckt. Die Bohrer bohren. Der Körper körpert oder corpuliert. Die Leser lesen. Also, entweder alle oder keiner, einerlei ob männlich, weiblich oder Oben-ohne oder Unten-ohne-alles. Ausnahmen bestätigen die Regel, bzw. Minderheiten haben kein Grund darunter zu leiden, daß Ausnahmen die Regel bestätigen.

Nachtrag Oktober: Ich sage oder zitiere das nur nochmal ganz deutlich. Bäcker heißt: Derjenige der bäckt. Und auch diejenige, die bäckt, wenn alle Bäcker angesprochen sind. Ist es es eine sie allein, sagt die Bäckerin aus, das da eine Frau bäckt. Das -in ist die Sonderbenennung um ihrer Ehre willen, das -er ist die Tätigkeit, die Unterbezahlung derweil hat ihren Ursprung darin nicht. Ist das Geschlecht aber weder noch oder ein Rührteig aus vielem, so ist auch dieser Mensch ein Bäcker, der bäckt.
Wir haben es hier zwar auch mit dem generischen Maskulinum zu tun, das allein schon genügen würde, den Genderisten ihre Sprache rückwärts um die Ohren zu wickeln und öffentlich auszulachen. Aber es zeigt sich nunmehr die übliche Uneinsichtigkeit: Sie wussten offenbar gar nicht, was es ist (wie schonmal gesagt). Von einem generischen Maskulinum in der Sprache haben sie durch die verständige Aufklärung der Sprachwissenschaftler zum ersten Mal gehört. Und ganz wie die kleinen Kinder, bzw. davon die verzogenen Jammer-Trotz-Blagen, sagen die Genderisten nun: Das ist eine doofe Regel und macht mir meine ganze aus rosa angestrichenem Hundekot zusammengebaute Burg wieder kaputt! Ich will es nicht. Also mach ich das Regelwerk kaputt.
Das ist, was sie nunmehr eben tun. Wenn das Generische Maskulinum die Fehlerhaftigkeit der Sprachgenderei aufdeckt, dann muss es eben weg. Hauptsache die Genderspinnerei kann weiter bestehen; daß das Gesamtgerüst der Sprache hierbei zerbricht, ist ihnen völlig egal. Daher sind es Vollidioten. Das ist ganz wichtig, nochmal zu betonen. Denn wenn das Generische Maskulinum entfernt wird, hieße es bald dBäckx bäckt, oder dLehrx lehrt. Besser gesagt, man müsste alle grammatischen Geschlechter entfernen, also derdiedas, wieso weshalb warum nicht. Was aber besonders hohl wäre, da eben das -er in Lehrer nicht nur keine männliche Form allein bedeutet, sondern schlicht nur die Tätigkeit ausweist. Lehrer lehren.
In Wirklichkeit sind die Feinde der deutschen Sprache sowieso nur auf unseren Stammwort- und Silbenreichtum und die endlosen Variationsmöglichkeiten neidisch – dazu wird es aber mehr im >Findelgarten zu erkunden geben, wenn ich dazu mal endlich käme und mich nicht immer mit irgendeinem weltlichen unwichtigen Scheiss auseinandersetzen müsste.
Nachtrag Ende

Zum Mitsingen: Paragrafen 1 – 11

§1
Die geschlechter*innengerechte Stümpelsprache ist nicht nur eine Sprachverhunzung sondergleichen, sondern auch Ausdruck der allgemeinen geistigen Verblödung

§2
Das Gendern der Sprache vermittelst irgendwelcher zwischen die Silben gesetzten Satzzeichen hat mit der längst unternommenen Bemühung um eine Verbesserung der deutschen Sprache hin zu einer geschlechtergerechteren Ausdrucksweise nichts zu tun.
Diese Verbesserung ist dereinst durch die Kombination des Schrägstrichs mit dem Bindestrich (z.B. Leser/-innen zum Zwecke Verkürzung der Formulierung Leserinnen und Leser) längst geschehen und Bedarf keiner weiteren Veränderung oder Neuerung.
In diesen beiden Ausdrucksformen sind aufgrund des darin befindlichen generischen Maskulinums auch automatisch alle vorhandenen Geschlechter(formen) gemeint. Übrigens ist mit der Formulierung Leserinnen und Leser bereits eine Veränderung einer Sprachregelung/sprachlichen Gesetzmäßigkeit zugunsten des weiblichen biologischen Geschlechts vorgenommen worden. Denn in einer doppelten Benennung sowie auch in Aufzählungen wird normalerweise (der gesetzten Norm entsprechend) das kürzere Wort dem längeren vorangestellt und nur dann in anderer Reihenfolge aufgeführt, sobald hierarchische Überlegungen oder vorangestellte Wertigkeiten mit einhergehen. Die Reihenfolge nach der Wortlänge gebietet in der Regel das syntaktische Grundprinzip gemäß des sogenannten Behaghelsche Gesetzes* wonach es also richtiger Weise heißen müsste: Leser und Leserinnen.
*Die Behaghelschen Gesetze beschreiben Gundprinzipien der Stellung von Wörtern und Satzgliedern im Satz, https://de.unionpedia.org/Otto_Behaghel), gemäß Otto Behagel [nicht zu verwechseln mit Otto Rehagel], Wilhelm Maximilian Otto Behaghel (* 3. Mai 1854 in Karlsruhe; † 9. Oktober 1936 in München) war ein deutscher Germanist und Professor an den Universitäten Heidelberg, Basel und Gießen.
Warum die Abfolge Leser und Leserinnen sogar frauenfreundlicher ist, als mancher umgekehrt annimmt, wird weiter unten noch näher erklärt. Zunächst möchte ich weitere Tatsachen feststellen.

§3
Die Methoden der angeblich geschlechtergerechten (gendergerechten) Sprache beschädigt die Sprache in ihrem grundsätzlichen Regelwerk und betäubt und verdirbt zudem das in jedem Menschen mehr oder weniger ausgeprägte natürliche Sprachgefühl oder Sprachempfinden. Das eine ist mehr das, was aus einem selbst heraus entsteht, das andere ist mehr das, wie es bei einem selbst ankommt. Aufgrund meines natürlichen Sprachgefühls empfinde ich gegenderte Begriffe (wie z.B. >Schreiner*Innen-Meisterin o.ä.) wie eine Schändung einer vormals grundlegend richtigen Sprech- und Schreibweise. Mein Sprachgefühl wird durch die sprachwissenschaftlich erwiesene Kritik an der Gendersprache durchweg bestätigt.

§4
Die Methodik der angeblich geschlechtergerechten (gendergerechten) Sprache widerspricht nicht nur den amtlichen Regeln der deutschen Rechtschreibung, sondern auch den grundsätzlichen Regeln der Grammatik; was ab sofort durchaus getrennt voneinander aufgezählt werden muß, da amtliche Regelungen bekanntermaßen jederzeit verändert/angepasst/getilgt werden können, je nachdem welcher Superheld gerade das Sagen hat und wonach sich dann alle ihm untergordneten Helden strikt halten, selbst wenn die neusten Regelungen den grundlegenden und längst bewährten Regeln bishin zu den natürlichen Gesetzmäßigkeiten zuwiderlaufen und sogar offenkundig mehr Schaden, als Nutzen bringen, wie zuletzt über den Anti-Corona-Maßnahmenkatalog festgestellt und bewiesen.

§5
Das Wort Leser ist zunächst einmal nur ein Bestimmungswort. Das Wort Schüler ebenso. Der Schülersprecher spricht im Namen aller Schüler (die ihn gewählt haben; sie wären zumindest seine Wähler).
Übt ein Mädchen die Funktion des Schülersprechers aus, so nennen wir es selbstverständlich Schülersprecherin. Wir nennen es nicht Schüler*Innen-Sprecherin, und schon gar nicht nennen wir es eine Schüler*Innen-Sprecher*Innen-Wahl, sobald eine Neuwahl ansteht, denn darin stecken mehrere Rechtschreib- und Grammatikfehler. Die Sprachgenderer würdem diese Begrifflichkeit aber einfordern, wenn sie ihrer eigenen Sprachregelung konsequent entsprechen wollten. Besser gesagt, je konsequenter sie dies tun, umso mehr Fehler begehen sie und desto kaputter wird der Gegenstand bzw. das Objekt ihrer Begierde (man kann es nur Begierde nennen, jedenfalls nicht Forschung). Das Gender Mainstreaming in Bezug auf die Sprache dürfte damit gar nicht als ein wissenschaftliches Fach an der Universität gelehrt werden, es ist aber davon auszugehen, daß es so bleibt und die Universitäten künftig in Uni-diversitäten umbenannt werden. Wie es sich mit dem Gender Mainstreaming in Bezug auf die Biologie der Menschen verhält, weiß ich nicht zu beurteilen, hier richte man sich an die Experten der >Humanbiologie und Genforschung oder auch die Experten rundum den >Transhumanismus.

§6
Der zum Zwecke einer angeblich geschlechtergerechten Sprache vorgenommene Einsatz des Sternchens * oder des Doppelpunkts : (zum Beispiel in den allseits beliebten Worten >Zigeuner*Innen oder Neger:Innen) ist ein Missbrauch dieser typographischen Schriftzeichen.
Typographische Schriftzeichen können zwar durchaus unterschiedlich angewendet werden, hier aber verursachen sie grammatikalische Fehler – und Fehler*Innen, wie man unschwer erkennt. Das würde auch nicht dadurch verbessert werden, wenn wir diese Zeichen nun durch andere Zeichen (wie wär’s zum Beispiel hiermit: x, oder hiermit: ∆, oder hiermit: Ɐ) ersetzen würden. Es wäre die grundlegende Fehlerhaftigkeit dieses Eingriff auch nicht überwunden, wenn wir alle diese Zeichen bei gleichzeitiger Großschreibung des Buchstaben i wieder wegnähmen und demnach z.B. IndianerInnen (statt Indianer*Innen/ Indianer:innen usw.) schreiben würden.

§7
Die Verursachung all dieser Fehler ist besonders fatal, denn man hat hier eines vergessen: Grammatik ist eine Wissenschaft, Sprachgenderei nicht.

Dazu ein Zitat (Nachtrag 17.09.):

„Wissenschaft ist Wahrheitssuche, und das wesentliche Instrument dazu ist in den Geisteswissenschaften die Sprache. Wer gendert, bringt damit eine politische Ideologie zum Ausdruck, die die Verhältnisse nicht nur erforschen, sondern verändern will.“
Jürgen Plöhn, Politik-Professor an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (MLU).
Das Zitat entnahm ich dem Newsletter des Vereins Deutsche Sprache (VDS) und empfehle diesbezüglich folgende Meldung zu lesen: Kein Gendern – Uni will Professor Lehre verweigern, in VDS Newsletter vom 17.09.22, https://vds-ev.de/infobriefe2022/infobrief-vom-17-september-2022-das-f-wort/

§8
Einerlei auf welchen idiotischen Eingriff man sich nun einigen würde: Beim bloßen Aussprechen dieser Unworte bliebe das allgemeine Gestottere ja so oder so weiterhin bestehen, was wiederum schon nahezu als ein Beweis dafür angesehen werden kann, daß die Sprachgenderei Ausdruck der vorherrschenden geistigen Behinderung ist.
Statt Behinderung würde ich es sogar Verblödung nennen und dürfte das sogar mit Recht tun, denn Blödigkeit ist im ursprünglichen Sinne ja keine Dummheit. Der Begriff der Blödheit oder auch Blödigkeit umschrieb in vergangner Zeit schlicht eine Taubheit oder Verkümmerung der Sinne (oder vorübergehende Lähmung von Körperteilen) und hatte mit erstmal Dummheit nichts zu tun. Auch Dummheit wäre noch eine gewisse Form von sagen wir mal „Tumb-heit“ also Taubheit oder Verkümmerung der Sinne oder der Körperteile (wozu auch das Gehirn gehört).
(Ahd. tumb ‘stumm, taub, töricht, einfältig, unvernünftig, dumm’ (9. Jh.), mhd. tump ‘schwach von Sinnen oder Verstand, dumm, töricht, unerfahren, stumm’ […], aengl. dumb ‘stumm’, engl. dumb ‘stumm, sprachlos (vor Staunen)’, […] Außergerm. Verwandte fehlen, doch die Bedeutungsnähe zu taub läßt an einen Anschluß an ie. *dheubh- ‘stieben, rauchen; neblig, verdunkelt, auch vom Geist und den Sinnen’, eine (im Germ. teilweise nasalierte) Erweiterung der Wurzel ie. *dheu-, *dheu̯ə-, zu der taub, Dunst und toben (s. d.) gehören, denken. Die ältesten Bedeutungen von dumm sind ‘stumm’ und ‘taub’, beide im 17. Jh. noch bekannt; […]
Quelle: „dumm“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dumm&gt;, abgerufen am 09.09.2022.

Inzwischen haben sich die Zeiten aber geändert; Blödigkeit und Tumbheit ist eine Tugend geworden.
Die meisten Menschen möchten ja in ihrem Denken und Handeln behindert werden, nämlich insofern, als daß sie sich das Denken abnehmen lassen und hierdurch dann im Sinne derjenigen handeln (zu dürfen sich aufgerufen fühlen), die also die Richtung des Denkens und Handelns vorgeben und entsprechend maßregeln.
Daß diese Maßregelungen in weiten Teilen der Bevölkerung ihre Zustimmung finden, ist dem schmalen Geist der breiten Massse geschuldet und immer noch nicht unbedingt auf eine freiwillige Bereitschaft des Einzelnen zurückzuführen, mit allen anderen zusammen vollkommen verblöden zu wollen.
Dennoch besteht ein Konsens darüber, daß es geschehen darf und wenn hierbei nun altbewährte Werte (die uns teuer, aber auch recht und billig* sind) verloren gehen und jedem Einzelnen das freiheitliche Denken und Handeln durch Regeln er-schwert und be-hindert (und zuletzt durch Gesetze ver-hindert)* wird, so ist jegliche Form von Zustimmung und Unterstützung dieses Vorgangs (der Verblödung) durchaus auf eine inzwischen ausgeprägte Dummheit nicht nur der Masse, sondern vieler einzelner Menschen zurückzuführen, umso mehr jedenfalls, je mehr jemand diesem Geschehen zustimmt und die entsprechenden Methoden gutheißt. Zu diesen Methoden gehört die Sprachgenderei.
*Hierbei wäre zu bemerken,“was demgegenüber im heutigen Deutschland nicht alles „billig“ geworden ist, derweil wir doch daran erinnern möchten, daß „billig“ zu Zeiten Leibniz nicht etwa „preiswert“ bis „ordinär“, sondern: „verdientermaßen“, „verdienterweise“ oder „gebührend“ bedeutete.„Quelle: Sumpfgeschicht, Nothwendige General Schreiber-Ordinance wider die Schreibtisch-rebellion,2. Capitul: G.W. Leibniz: Ermahnung an die Teutsche, ihren verstand und sprache beßer zu üben

*Nachtrag 2 Oktober:
Zu den Gesetzen kommen wir dann noch später, z.B. das Antidiskriminierungs- und Antirassismus-Gesetz … Na, schwant euch schon was? Warum wohl sonst sollte ich auch dereinst schon aufgerufen haben, daß durch frühzeitige Abkehr von der Sprachgenderei ein noch schlimmeres Diktat gegen die Menschheit bitte verhindert werden möge.

§9
Statt des (missbrauchten) Doppelpunktes oder des (missbrauchten) Sternchens den Schrägstrich einzusetzen, ist überflüssig, denn diesen Schrägstrich hatten wir schon lange vor der Transenhumanistenzeit zur Erwähnung beider biologischer Geschlechter verwendet: Wir schrieben schließlich, wie oben schon gesagt: Lehrer/-innen, was man u.a. auch nur deswegen tat, weil für Lehrerinnen und Lehrer nicht genug Platz auf’m Schild war.

Die Doppelform Lehrerinnen und Lehrer war eine Bekräftigung nicht etwa des weiblichen Geschlechts an sich, sondern ein nochmal verstärkender Ausdruck davon, daß das Wort Lehrer bereits beide (alle) vorhandenen Geschlechter beinhaltet; bzw, in Wirklichkeit keines von beiden, da sowieso alle. Der weibliche Zusatz in der Doppelform ist vergleichbar mit dem höflichen oder entgegenkommenden Verhalten, das man zum Beispiel dann an den Tag legt, wenn man der Frau die Tür aufhält oder den Kinderwagen hochträgt. Auch begrüßen wir in der Regel die Frau zuerst, das heißt, zunächst schütteln wir der lieben Frau Schneider die Hand und dann ihrem bekloppten Ehemann Herrn Schneider. Seit der Genderei können wir darauf aber verzichten, und zwar in dem wir sie schlicht beide zusammen mit Guten Tag Frau und Herr Schneider*in ansprechen. Wer von den beiden nun den Pimmelmann trägt, das geht uns doch eigentlich sowieso nichts an, dürfte aber künftig schwerer herauszufinden sein, also, falls es jemanden doch interessiert.

§10
Dabei macht es auch nicht nur keinen Unterschied, welches „Genderzeichen“ man nun einsetzt, sondern macht es auch keinen Unterschied, an welcher Stelle und zu welchem Zweck man es einsetzt. Der Einsatz ist grundlegend falsch und überflüssig, einerlei welche Begriffe gegendert werden, ob es sich nun um Menschen, Menschengruppen oder Dinge handelt, die entsprechend bezeichnet werden. Auch bestimmte aus unterschiedlichen Menschen zusammengesetzte Gruppen und Vereinigungen bishin zu Institutionen und Firmen werden ja inzwischen gegendert. Gas-Importeur:innen (hier zum Beispiel) ist genauso grammatikalisch falsch wie Lehrer:innen, Bäcker:*innen, Leser*innen, Student*innen, Kund:Innen oder auch Zigeuner:innen, Neger*innen und Indianer*:Innen oder was es an gleichberechtigten Menschen und Menschengruppen sonst noch gibt.

§11
Die Zeichenkombination Schrägstrich und Bindestrich [ /- ] durch den Doppelpunkt oder durch ein Sternchen oder (bald) einem x zu ersetzen, ist also nicht nur überflüssig, sondern auch falsch und irreführend, denn eine Gleichberechtigung der Geschlechter wird mit diesem Unterfangen weder erreicht noch überhaupt angestrebt.
Mit der Bezeichung Lehrer*innen / Lehrer:innen o.ä. wird in Wirklichkeit ein ganz anderer Zweck verfolgt als mit der vormaligen Lehrer/-innen-Variante.
Statt für eine Gleichberechtigung unterschiedlicher Menschentypen wird mit der „gendergerechten“ Sprache in Wirklichkeit folgender Zweck verfolgt:
1. Die Gewöhnung an die Infragestellung des in der Sprache befindlichen Genus/generischen Maskulinums herbeizuführen, um dann
2. dessen Entfernung anzustreben und hierüber
3. das eigentliche Vorhaben, die geplante >Entfernung des im Menschen befindlichen Sexus, voranzutreiben.

Mit dem „Schutz vor Diskriminerung“ von Transexuellen oder anderen wankelmutigen Geschlechtern hat die Doppelpunkt- oder Gendersternchen-Methode in Wirklichkeit gar nichts zu tun und mit der Gleichberechtigung von Frauen sowieso nicht.
(siehe z.B. >Wo man also man sagt, meint man man und woman zugleich)

Zusatz
Menschenfreundlichkeit vs. Bürger*Innenfreundlichkeit

Um zu begreifen, daß die angeblich geschlechtergerechte Sprachverbesserung in Wirklichkeit keine ist, sondern eine Sprachverhunzung sondergleichen herbeiführt, genügte Im Prinzip ein vollkommen einfacher Sachverhalt. Nehmen wir zum Besipeil (Herrnocheins! An diese Tastaturfeindliche Buchstabenfolge werd ich mich nie gewöhnen!) den Begriff der Menschenfreundlichkeit.
Wem dieses ein Gebot ist, der handelt demnach menschenfreundlich, ist wenigstens darum bestrebt. Nun sind viele Menschen auch zugleich Bürger eines Staates (Bürger kommt weniger von bürgen als eher doch von Burg. Für das hinter diesen Mauern befindliche Daseinsgebiet bürgte er). Die Regierung eines von Bürgern belebten Landes handelt, wenn sie menschenfreundlich ist, zugleich auch bürgerfreundlich. Sie muß ihre Politik nicht noch eigens in eine bürger*innenfreundliche umbenennen, wenn sie menschenfreundlich ist.

Da wir im Deutschen nun mit zusätzlichen oder bekräftigenden oder ausweitenden Umformulierungen nicht geizen, sagen wir vor versammelter Manschaft gerne auch mal Liebe Bürgerinnen und Bürger, lassen den Damen hier gar den Vortritt vor den somit hintan gefügten Herren, denn das gebietet die Höflichkeit, bzw. die gute Sitte.
Wir haben hier schließlich eingesehen, daß wir nicht in allen Fällen immer eisern das oben erwähnte ‚Behaghelsche Gesetz‘ durchsetzen müssen, sondern es auch mal übergehen können, wenn wir einem Geschlecht den Vorzug vor dem anderen erweisen möchten, sagen daher auch zumeist liebe Leserinnen und Leser, statt, wie es grammatikalisch richtig wäre, Liebe Leser und Leserinnen. Die Erwähnung der Frau im hinteren Teil dieser Ansprache wäre wiederum sowieso eine besondere Hervorhebung vor dem Ersterwähnten gewesen, wenn sich hier nicht jemand aufgrund anderer durchaus frauenfeindlicher Ereignisse in der Hierarchie zurückgesetzt gefühlt hätte.

Unsere allgemeine Menschenfreundlichkeit ist sogar mehr als eine Sitte und sie verbietet uns ohnehin jedwede Form von Frauenfeindlichkeit. Wir sind schließlich menschenfreundlich und bürgerfreundlich. Mit den Bürgern sind gemäß der grundlegenden Grammatik unserer Sprache nicht nur die männlichen und die weiblichen Bürger gemeint, sondern weist das in diesem Wort befindliche generische Maskulinum alle möglichen biologischen Geschlechter aus und es bedarf keiner ausdrücklichen BürgerInnenfreundlichkeit, wenn der Begriff des Bürgers bereits mit dem generischen Maskulinum ausgestattet ist, das grundsätzlich alle drei bis siebenundfünfzig* möglichen Geschlechtsausprägungen mit einbezieht.

*es soll wirklich in etwa so viele Varianten geben!

Teil 2

Bekenner*innenschreiben zur geistigen Verblödung
verfasst am 12.09.2022

Leckmichdocherei

Manchmal stößt man im Internet ja auf Texte, die zwar mit etlichen Grammatik- und Rechtschreibfehlern aufwarten, jedoch allein deswegen nicht gleich zu verurteilen wären, da es doch erkennbar ist, daß hier das Verlangen des jeweiligen Verfassers, einige Gedanken oder Empfindungen zum Ausdruck gebracht haben zu wollen, größer war, als die Scheu davor, dies unter Einhaltung eines Regelwerks zu tun, das ihn vielleicht umso mehr am schreiben hindern würde, je mehr er sich danach richten wollte.

Wir möchten den menschlichen Bedürfnissen ja auch im Alltag den Vorrang vor irgendwelchen gerade vorherrschenden Regelungen einräumen; zumindest doch immer dann, wenn hierbei gewisse Verhaltens- oder Sittenregeln eingehalten werden.
In einer geistig halbwegs gesunden Gesellschaft würden sich sowieso nur die wenigsten Leute zum Beispiel im Restaurant die Fußnägel schneiden, herumspeiend durch den Bahnhof laufen, in der Straßenbahn jeden zweiten Fahrgast ringsherum abknutschen oder in der Supermarktschlange dem Voranstehenden viel zu nah auf die Pelle rücken. Ich meine, da könnte man sich ja WeißGottWas einfangen!
Und selbst wenn diese Gefahr gar nicht bestünde – wie zum Beispiel während der Corona-Pandemie – so ist es den meisten Menschen schlicht unangenehm, deratigen bis abartigen Distanzlosigkeiten ausgesetzt zu sein. Im Grunde ist sich der Großteil der Bevölkerung hierbei auch einig und verhindert damit schon von selbst eine flächendeckende Ausbreitung solcher individuellen Fehlverhalten.
Wer braucht dabei schon die stets nur gutgemeinten Anleitungen vonseiten der Gesundheitsämter und anderen fürsorglichen Institutionen, geschweige denn die gesetzliche Bekräftigung durch die Politik? Oder besser gesagt: Falls eine Gesellschaft dergleichen aufdringliche Einmischungen zur Bewältigung des ganz normalen Alltagslebens wirklich benötigte, so wäre sie offenbar sowieso schon lange vorher irgendwie geistig erkrankt und hätte entsprechende Gesetze bald auch akut nötig.

Noch schlimmer verhält es sich mit dem geistigen Zustand der Bevölkerung allerdings dann, wenn sie mit einem Male solche Anweisungen zu befolgen hätte, die ihr mehr Schaden als Nutzen einbrächten und in der täglichen Praxis gar sittenwidrige bis fehlerhafte Verhalten (Herumspeien in der Straßenbahn) abverlangen würden, weil es sich hierbei laut offizieller Angabe neuerdings um ein außerordentlich tugendhaftes Verhalten handeln würde.

Ein ganz ähnlicher Verlauf ereignet sich seit einiger Zeit auch außerhalb der erlebbaren Wirklichkeit, also in unserem Fall im Publikationswesen, dem Verfassen von öffentlich einsehbaren Textgebilden.
Hier würde nun auch niemand jedesmal zum Beispiel das Wort „Buch“ durch die Begriffsabfolge „Leck mich doch“ ersetzen und also schreiben: „Mir hat dieses Leckmichdoch überhaupt nicht gefallen, also hab ich es gleich wieder an die Leckmichdocherei zurückgeschickt.“
Eine solche Sprachbehandlung wäre vielleicht noch im Einzelfall recht witzig; doch was würde die allgemeine Leserschaft davon halten, wenn ihr nunmehr in jedem zweiten Textgebilde der Ausspruch Leckmichdoch anstelle des Wortes Buch begegnen würde? Und was würde man nun sagen, wenn eine solche Veränderung alsbald ins amtliche Regelwerk eingeführt werden sollte? Würden das wirklich alle gut finden? Oder würden sie sich nur allmählich daran gewöhnen und je öfter es ihnen über die offiziellen Publikationsstellen vorgesetzt würde bald umso öfter selber tun, zumal es inzwischen ja jeder so macht und also offenbar auch befürwortet.

Es soll ja Kulturkreise geben, da gilt es als besonders anständig, wenn man während des Essens nach jedem Bissen rülpst und zum Dank für das vortreffliche Mahl kräftig in den bereitgestellten Spucknapf rotzt.
Ich denke schon, daß sich mit gewisser staatlicher und medialer Beihilfe eine solche Sitte auch hier zu Lande mit der Zeit etablieren ließe – allenfalls die Eingewöhnungsphase würde wohl etwas länger dauern als bei so mancher zuletzt erfolgreich eingeführten allerneusten Verhaltensregel.

Kultureller Zerfall

Falls sich innerhalb des großen Fanblocks dieser Internetseite auch ein paar Leute befinden, die noch des Lesens mächtig sind, so dürfte manchen von ihnen vielleicht aufgefallen sein, daß fern ihrer hochgeliebten Ultimativen Freiheit Online immer mehr Publizisten plötzlich damit begonnen haben, trotz offenbar ansonsten guter Kenntnis in Sachen Rechtschreibung, ihre Texte immer wieder gezielt mit Grammatikfehlern zu bestücken – kurz gesagt, der Gendersprache, bzw. dem Zergendern der Sprache verfallen sind. Das wiederum liegt an dem kulturellen Zerfall insgemein.

Es mag sich der Zerfall der europäischen Kulturen ja schon länger vollziehen. Das was an Tradition, Brauchtum und landestypischer Sitte nicht schon längst durch allgemeine Entwicklungen von selbst allmählich zerfiel, wird durch andere weniger natürliche Entwicklungen verdrängt und zunichte gemacht, der Rest verkitscht und allein zur Ablenkung von Touristen oberflächlich beleuchtet und ebenso oberflächlich konsumiert. Beim Zerfall solcher kulturellen Werte geht immer auch ein Sittenverfall einher oder diesem wird mit staatlicher Einflußnahme und In-Obhutnahme der Bürger und ihrer Freiräume „fürsorglich“ begegnet, selbstverständlich mit den Methoden der Steuerung und Kontrolle.
Daß auch die Sprache einer Nation (Landessprache) sich mit jeder gesellschaftspolitischen Veränderung mit veränderte (ob zum guten oder schlechten) ist ein normaler Verlauf. Der kulturelle Zerfall ist aber darauf zurückzuführen, daß die Kultur und die Pflege und Entwicklung derselben mehr von einem Kultus beherrscht wird, als eben von dem, was der Begriff der Kultur eigentlich bedeutet und in Wirklichkeit mit sich brächte.
Beachte hierzu vielleicht die beiden Texte >Kulturausflug #1 – oder „Geistes-Anbau: Der Anbau der Sprache, der Künste und Wissenschaften“, vom 20.06.2022 und >Kultur pflegen statt einem Kultus huldigen! (Arno Schmidt I) [2 Nachträge] vom 16.05.2022
Ein solcher Kultus ist das Ergebnis einer Ideologie oder ideologischen Weltanschauung; ist diese nun schon in ihrem grundsätzliches Denkansatz sagen wir mal leicht geistesgestört, so sickert diese Störung insbesondere auch durch die Sprachrohre, über welche die Ideologie verbreitet, verteidigt oder weiter verbreitet werden soll. Diese Sprachrohre sind nicht allein die Medien sondern auch die kulturellen Einrichtungen. Das sind: Schulen, Universitäten, geisteswisssenschaftliche Institute und kulturelle Austragungsorte wie Konzert- und Theaterhäuser, Bibliotheken, Buchhandlungen und so on, you name it eben selbst, if you want.
Spätestens hier wird der eigentlich kulturbewußte Bürger dann erfahren, daß es mit seiner Kultur zu Ende geht, denn inzwischen wäre der gesellschaftliche und nationale kulturelle Zerfall schon soweit vorangeschritten, daß er über den Sprachgebrauch der genannten Institutionen zum Ausdruck kommt und zwar im Gleichschritt, im Gleichklang und eben im Sinne der gesamten Gleichmacherei-Gendergerechtigkeits-Gesinnungs-Brei-Entwicklung, auch genannt Transhumanismus.

Zum Beispiel Uniwatch

Was nun das Vorhaben betrifft, im Zuge des schon länger stattfindenden Kultur-Missbrauchs die endgültige Verschandelung auch der deutschen Sprache herbeizuführen, so ist zweiteres eine Methodik jüngeren Datums. [Was ist das denn fürn bekloppter Satz?!]
Ich selbst stieß jedenfalls erst im Jahr 2014 auf eine sehr >extreme Form der Sprachzergenderung, und hätte, wenn mir in gewissen Kreisen der Bevölkerung (und mitgetragen von dem Unwesen der Mitläuferei) nicht schon länger ein gewisser Hang zur freiwilligen Verblödung aufgefallen wäre, nicht damit gerechnet, daß sich ein solches Unding wie die neumodische Sprachverhunzung (wie eben auf der Seite xartsplitta vorgetragen) jemals in den allgemeinen Sprachgebrauch einfliessen würde.

Aber wie gesagt, die Idiotie macht in deutschen Landen vor gar nichts Halt und gerade sind es ja gewisse Kulturbetreibende, die noch jedem Schwachsinn ihren Beifall zollen und jeder politischen Forderung sofort nachkommen, ohne sie auf Sinn, Zweck, Nutzen geschweige denn Rechtmäßigkeit geprüft zu haben. Ja, etliche von ihnen würden sich jeden Morgen drei faule Eier in die Haare schmieren, wenn ihnen über die einschlägigen Medien vermittelt worden wäre, daß sie hiermit etwas dem Gemeinwohl Dienliches vollbrächten und wöchentlich drei Kinder in Somalia vor dem Hungertod retten würden. Garantiert würden sie das glauben, es muß ihnen nur oft genug über die Medien gesagt und von ihren politischen und kulturellen Vorbildern oder Vorgesetzten vorgebildet und vorgesetzt werden!

Neben dem eben erwähnten Schreckensbeispiel, wie weit man mit der Sprachzersplitterung gehen kann, stolperte ich ein paar Jahre später (>hier erwähnt) auf eine weitere sprachfeindliche Publikationsbühne, deren Betreiber sich wiederum bereits im Jahr 2014 schon dermaßen im Zustand der Sprachverblödung befand, daß er sich, sofern er nicht doch inzwischen zur Besinnung gekommen ist, mittlerweile zu einem führenden Intellektuellen hochgearbeitet haben müsste, da er schon seinerzeit nahezu pionierhaft vorzugeben gewusst hatte, wie gemäß Gendervorgaben zu schreiben wäre. Bevor ich weiter unten noch ausführlicher darauf eingehen werde, möchte ich dem geplagten Leser hier schonmal ein Beispiel vorzeigen:

Zitat:
Es handelt sich bei der Vorlesung um eine der ersten, die angehende Erziehungswissen_schaftlxs besuchen, die also Weichen für xs Studium stellt_setzt_legt und xs Ansichten mitprägt. Diese Erziehungswissen_schaftlxs, dixs es durchaus auch anstreben als Erziehxs und_oder Betreuxs innerhalb der Gesellschaft tätig zu sein
mehr davon, siehe unten, Fundort http://akuniwatch.wordpress.com/2014/01/31/februar-2014/

Diese widerliche Schreibweise stammt also aus einer Zeit (2014) als das Volk noch nicht vollkommen verblödet war oder sich noch nicht gänzlich selbst verleugnet und einem (eben damals noch nicht vorherrschenden) Meinungsdiktat unterworfen hatte. Das ist inzwischen geschehen:
Nachdem das Diktat/die Vorgabe, wie ab sofort zu sprechen, zu schreiben und zu denken sei, sich etabliert hat, ist die Diktatur vollends in ihren Köpfen angelangt, wie hier schon angekündigt: >Zur Diktatur in 13 Schritten (auch >hier zu lesen, denn doppelt hält besser).
Die totalitäre Gewalt hat sich mitsamt der angeschlossenen Zensurbehörde ins Gehirn eingenistet, vor allem das Sprachzentrum ist okupiert worden, der Diktator sitzt in ihren Köpfen, in Ausübung und Anwendung ihrer Sprache befolgen sie dessen fehlerhaftes Diktat. In der irrigen Meinung, sie täten etwas grundlegend Richtiges, sprechen sie durchweg falsch, brechen mit den Gesetzen eines bewährten Regelsystems und ziehen es vor, ihre Sprache, die Kommunikationsmethode oder das Mittel, das ihnen zum Ausdruck ihrer Gedanken und Empfindungen dienen soll, nicht etwa nach den Regeln der Grammatik und Rechtschreibung auszuüben, sondern nach ideologischen Vorgaben mithilfe politischer Anweisungen.

Alles das tun sie, wenn sie die Sprache gendern, jedenfalls immer dann, wenn sie das generische Maskulinum zu übergehen oder zu entfernen suchen, was ihnen letztlich allerdings nie gelingen wird. Sie müssten dazu nämlich die deutsche Sprache entweder durch eine andere ersetzen oder dermaßen ausgiebig verhunzen, daß sie kein Mensch, der noch einigermaßen bei geistiger Gesundheit ist, schreiben oder sprechen könnte. Es käme ein Gebrabbel dabei heraus, das auf dem untersten Entwicklungsniveau angelangt wäre und das wiefolgt ausfallen würde:

Zitate
… Der Vorwurf an dixs Studierxs und uns*, wir* hätten einen Dialog nicht gewollt, ist […] nicht haltbar. Auf der bis zum heutigen Tag, zwar viel Fanpost (An dieser Stelle DANKE an alle unsere* Unterstützxs, ohne Euch wäre diese Arbeit viel schwerer!)
[…]
Warum wird zum Thema Rassismus keine Quelle von Schwarzen Autoxs oder Autoxs of Color, dixs sich antirassistisch ver_orten und zur Geschichte von Rassismus schreiben, genutzt?
mehr davon, siehe unten

Da dieser Sprachkot von allen Genderbefürwortern aber der gewünschten Schreibweise entspricht, möchte ich den genannten Text noch einmal hervorholen und sämtliche darin vor dem Hintergrund der „Gleichberechtigung“ zerschundenen Worte und Begriffe herausheben und auflisten. Nur damit man mal sieht, zu welchen Irrungen ein Gehirn in der Lage ist, also zumindest das darin befindliche Sprachzentrum.

Man bedenke dabei, daß der AK Uniwatch als herausgebende Instanz dieses Blogs den Text bereits im Jahr 2014 verzapft hat, und man zu dieser Zeit wohl noch landesweit den Kopf über solch einen Schundtext geschüttelt hätte. Heute aber nicken sie alle brav und schreiben genauso idiotische Begriffszerstümmelungen hin; und das auch noch im (Irr-)Glauben, man setze sich hiermit für eine ansonsten diskriminierte Minderheit ein. Insbesondere der aufgezeigte Text strotzt geradezu von solcher Menschlichkeit, denn im Namen aller rassistisch misshandelten Menschen positioniert sich der AK Uniwatch namentlich gegen den Rassismus an Universitäten und legt einen besonderen Wert darauf, die dort offenbar recht häufig vorgefallenen rassistischen Übergriffe zu sammeln und zu dokumentieren*.
*(Hier der Meldebogen für findige Rassismus-Spürhunde zum download: UniWatch – Gegen Rassismus in Unseren Räumen! Dokumentation rassistischer Vorfälle)

Das ist dem Ansinnen nach ehrenwert, jedoch finde ich zumindest in den also jeweils aufgeführten „Vorfällen“ eigentlich kaum bis gar keine Anzeichen von Rassismus. Für den AK Uniwatch ist es allerdings schon gleich ein rassistisches Vorgehen, wenn man gewisse Begriffe der deutschen Sprache gebraucht – so zum Beispiel das Wort weiss in Bezug auf die Hautfarbe, vor allem wenn man sich nicht zugleich von rassistischen Gedankengütern distanziert und dazu noch vergisst, neben in welchem Kontext auch immer erwähnten weisshäutigen Menschen auch stets dunkelhäutige Menschen mitzuerwähnen; allein die Verwendung des Begriffs Rasse sei selbstverständlich schon ein rassistischer Übergriff, selbst dann wenn man ihn im historischen Kontext anwendete.
(Mehr leicht überspitzte Kritikpunkte findet man im >about der Internetseite).
Ganz besonders bedenklich findet der AK Uniwatch allerdings die durchweg rassistisch geprägte Grundtendenz, die in allen deutschen Universitäten vorherrscht (inzwischen dürften die meisten Uni-Diversitäten aber vonseiten etlicher dort und anderswo hochgezüchteter Gutmenschen bereinigt worden sein), der sich eben darin äußert, daß hier in großer Überzahl erstens überwiegend Männer und – ganz besonders verdächtig – hellhäutige Menschen lehren und dozieren! Demgegenüber seien wiederum verdächtig wenige dunkelhäutige Dozenten und Professoren an deutschen Universitäten zu finden! Schlimm schlimm so etwas, zumal das auch noch mitten in ganz Deutschland!

In Anbetracht dieser leicht überzogenen Denkweise ist es dann auch nicht weiter verwunderlich, daß sich der AK Uniwatch selbstverständlich auch um andere Minderheiten sorgt und sich also für die Gleichberechtigung insbesondere weiblicher Menschen einsetzt und in den entsprechenden Publikationen dann so ziemlich jedes dritte Wort ent-mannt bzw. neutralisiert.
(Weil man hier bereits Äpfel mit Birnen, bzw. Genus mit Sexus verwechselt! Zur sachdienlichen Aufklärung über diesen Irrtum lese man bitte u.a. hier etwas)
Doch da wir es in dem besagten Text mit einem (von offenbar vielen) „Vorfällen“ aus dem Jahr 2014 zu tun haben, sind die Bedürfnisse und Nöte der geschlechtsneutralen, binären und diversen Menschen noch weniger Gegenstand der Fürsorge, als die der Frauen, die aber auch seinerzeit (sorry!) noch fürchterlich unter der Gewaltherrschaft der Männer gelitten haben.
Dies spiegle sich gemäß der Beobachtungen des AK Uniwatch insbesondere im „männlichen_dominanten Redeverhalten“ so mancher Professoren wider, welchselbige dann auch mit entsprechender Kritik bedacht und mit Rassismus-Vorwürfen konfrontiert werden. Und genau gegen solche widerlichen Untaten begehrt der AK Uniwatch auf, („Wir* lassen uns Kritik nicht verbieten! – Wir* wollen Inklusion! – Wir* sind Pädagogixs!“) und zwar mit aller einfallslosen Sprachgewalt (das man übrigens „antidiskriminierendes Sprachhandeln“ nennt), wie man in diesem Text dann auch merkt.

Daher hier nun die Auflistung:

Alle Satzteile wurden folgendem Text entnommen: AK Uniwatch: HU Statement zur Intervention vom 10.02.2014 und anderen Vorkommissen (Wissen gegen Ignoranz), , https://akuniwatch.wordpress.com/2014/01/31/februar-2014/
Rote Anstriche (und 2 grüne!) sowie alles blaue und in [ ] vorgenommen durch JFLC.

    • – Erziehungswissen_schaften
      – die Stimmen dixs widerständischen Studierxs
      Wir* möchten, dass… *
      *Hinweis: das Sternchen neben dem Wir ist ein als normalerweise verendbares Anmerkungs-, Fußnoten-, Platzhalter- oder Formularzeichen hiermit zum Zwecke der Sprachgenderei ein missbrauchtes typographisches Zeichen, da jegliches Gendern von Sprache nicht nur grammatikalisch fehlerhaft, sondern auch an jeder Stelle überflüssig ist
      Hier besonders schockierend, dass auch viele Besuchxs der Vorlesung
      Unser* Entsetzen über solcherlei Methoden
      … einige kritische Studierxs den Professor immer wieder auf diskriminierende Textstellen und deren Re_produktion aufmerksam gemacht hatten und aufklärendes Text- und Bildmaterial von Antirassistinnen […] hochgeladen hatten, kam es [..] zu einer heftigen Auseinandersetzung zwischen einigen Studierxs und dem Professor, in der dieser deutlich die Fassung verlor und vehement, dominant und
      Bei dem Post handelte es sich um einen indymedia-Link zu dem Bekenner*innenschreiben der Gruppe „Wissen im Widerstand“, welcher zuvor über eine Pressemitteilung des Referent_innen Rates der HUB veröffentlicht wurde […]. Der Professor re_agierte
      … er habe den Link zum Bekenner*innenschreiben durch eine Aufforderung
      -Dies hat uns* sehr verwundert, da dieser Link bis heute in den unterschiedlichen Moodle-Foren sowohl von Kursleitxs, wie Teilnehmxs geteilt worden
      … hatte die damalige wissen_schaft_liche Mitarbeiterin des Professors, einen „runden Tisch“ zur Klärung zwischen dixs Studierxs und ihm vorgeschlagen. Dixs Studierxs haben dem zugestimmt. Nach mehreren Gesprächen zwischen der wissen_schaft_lichen Mitarbeiterin und dem Professor
      … das Gegenteil sei der Fall gewesen, es seien dixs Studierxs gewesen, dixs angeblich kein klärendes Gespräch gewollt hätten
      Dies lehnten nicht nur dixs Studierxs, sondern auch wir* als Gruppe ab, weil diese Arbeit in unserem* Verständnis mit einem unzumutbaren Mehraufwand für diskriminiert Positionierte verbunden gewesen wäre, für den es weder Studienpunkte noch eine entgeltliche Ent_schädigung gegeben hätte
      -und nicht Teil kritischer kollektiver Wissen_s_bild_ung gewesen

      – Nicht nur im Hinblick auf die bisher dort gelesenen AutorInnen ist es wichtig, sich damit auseinanderzusetzen, sondern auch weil alle Teilnehmxs in unterschiedlicher

      – Der Professor hat dixs kritischen Studierxs auch den Vorwurf gemacht, sie hätten sich thematisch nicht mit den AutorInnen und deren Theorien auseinandergesetzt. Diesen Vorwurf weisen wir* stark zurück, […] Sollte das nicht eines der Ziele innerhalb der Erziehungswissen_schaften sein?
      – Rousseau schreibt in einem Text, den dixs Studierxs als Pflichtlektüre zur Vorlesung zur Verfügung gestellt bekamen,
      – Was wir* und dixs Studierxs kritisieren, ist zum Beispiel die Re_produktion von problematischen Wörtern wie zwei Be_griffe die mit „W“ und „S“ beginnen, wir* aber nicht re_produzieren wollen, da diese kolonialrassistisch und somit diskriminierend für Schwarze und People of Color und gleichzeitig privilegierend für weiße Menschen sind. [ist das krank!?]
      -Ähnlich problematisch und trotz Er_wähnung leider unhinterfragt geblieben ist Rousseaus und Bourdieus „Frauenbild“, indem Frauiserte als Gegenstände dar_ge_stellt_setzt_legt werden, die besessen und getauscht werden könnten
      -Diese Autoren [richtig!] unabhängig davon verstehen zu wollen, das erscheint uns* unwissen_schaft_lich. Gleichzeitig führt diese Ent_nennung der weißen_ableisierten_typisierten Norm zu einer Ent_wahrnehmung von Diskriminierungen. [hier bekommen wir endlich den geistigen Zustand des Verfassers vorgestellt: Er befindet sich im Zustand der Entwahrnehmung]
      – Auch kritisieren wir* stark den respektlosen Umgang des Professors mit einigen kritischen Stimmen in der Vorlesung, als Antw_ort auf deren mehr als angebrachten W_ort_meldungen. Nicht nur war seinen W_orten deutlich anzumerken, wie schnell er darüber hinweg gehen wollte und wie unbequem ihm die Fragen zu sein schienen. Auch ging er in seinen Antw_orten auf die gestellten Fragen inhaltlich kaum ein. Wir* sehen hierin ein männliches_dominantes Redeverhalten und somit genderistische Verletzungen.
      – Obwohl dieser Intervention durch den offenen Brief von uns*, der Gruppe „Wissen gegen Ignoranz“ (Nicht „Wissen im Widerstand“ → Trotz großer Solidaritätsbekundung an dieser Stelle; Nein, das sind wir* nicht. Oder gar „Gruppe gegen Intoleranz“ → Solche Verunglimpfungen möchten wir* auch bitten zu unterlassen, da der Be_griff der Toleranz in unserem* Verständnis hochproblematisch ist), bereits ein inhaltlicher Kommentar vorangegangen ist, soll erneut versucht werden zu erklären, warum diese Form der Intervention von uns* organisiert und von Unterstützxs durchgeführt wurde. [Tja, warum ist der Begriff Toleranz für euch wohl „hochproblematisch“?]
      Wir* hoffen nun unseren* Stand_Sitz_Liegepunkt noch einmal klar und verständlich machen zu können.
      – Aus unterschiedlichen Positionierungen und Ver_ortungen heraus ergeben sich immer auch unterschiedliche Sicht_Fühl_Wahrnehmungs_weisen.
      – Ein Beispiel für eine soziale Positionierung wäre es festzustellen_setzen_legen: Ich bin cis*männlich, weiß, heterosexuell, ableisiert und aus der Mittelklasse (statisiert). Das würde bedeuten, dass diese Person im Bezug auf Rassismus_Ableismus_Genderismus_Klassismus privilegiert ist. Wenn diese Person sich kritisch ver_ortet (und das geschieht weder über eine reine Voranstellung genannter Be_griff_lichkeiten, noch über eine bloße Nennung der folgenden Labels, sondern über Handlungen), kann diese Person contra_rassistisch, contra_ableistisch, contra_genderistisch und contra_klassistisch handeln. Bei kritischen Ver_ortungen geht es nicht um „Seinszustände“, die essentialistisch sind, sondern ihnen liegt der Ansatz der Performativität zu Grunde. Die Ver_ortung ist also nur konkret situativ über contra_/anti-ver_ort_ete Handlungen möglich
      – Eigene Täterinn_en*schaft wird verneint, wenn Menschen darauf aufmerksam gemacht werden, dass sie weiß sind, wird dies als Beleidigung empfunden, wenn rassistische_ableistische_genderistische Sprachhandlungen benannt und adressiert werden, wird dies mit W_orten wie „Rufmord“ bedacht
      – Es handelt sich bei der Vorlesung um eine der ersten, die angehende Erziehungswissen_schaftlxs besuchen, die also Weichen für xs Studium stellt_setzt_legt und xs Ansichten mitprägt. Diese Erziehungswissen_schaftlxs, dixs es durchaus auch anstreben als Erziehxs und_oder Betreuxs innerhalb der Gesellschaft tätig zu sein
      -Die Stellungnahme des Professors auf den offenen Brief beginnt bereits mit einer cisgenderistischen Diskriminierung, da unsere Selbstbezeichung nicht beachtet wurde. [Du arme Wurst]
      -Der Vorwurf an dixs Studierxs und uns*, wir* hätten einen Dialog nicht gewollt, ist […] nicht haltbar. Auf der bis zum heutigen Tag, zwar viel Fanpost (An dieser Stelle DANKE an alle unsere* Unterstützxs, ohne Euch wäre diese Arbeit viel schwerer!)
      „Wir“ könnten „unsere“ Geschichte ja nicht mehr er_forschen, wenn „wir“ diese Autoren nicht mehr lesen würden, schrieb sie. Wir* fragen, wex denn in diesem Argument das „wir“ ist. Aussagen wie diese setzen das weiße Europa als allgemeingültige Norm und ent_erwähnen auf diese Weise Schwarzes und PoC [People Of Colour] Wissen, welches durchaus auch andere Auffassungen von Pädagogiken hat. Auch erbitten wir* ausdrücklich eine Er_forschung solch eurozentrischer Texte und zwar eine kritische, die nicht gleichzeitig europäische Normen re_zentriert. [!!!]
      – Und wex bestimmt, wie über was diskutiert werden darf und was „inhaltsfern“ ist?
      – Ferner hat es uns* sehr gewundert, dass zum Thema Rassismus Foucaults Vorträge am Collège de France (übrigens eine Uni, die nach einer Studierxsrevolte gegründet wurde) zitiert werden
      -Warum wird zum Thema Rassismus keine Quelle von Schwarzen Autoxs oder Autoxs of Color, dixs sich antirassistisch ver_orten und zur Geschichte von Rassismus schreiben, genutzt? Warum darf ein weißer Mensch entscheiden was Rassismus ist, ab wann es ihn gibt und wie er funktioniert? So etwas nennt mensch weiße Diskursmacht, eines der Dinge, die wir* kritisieren.
      – Nicht nur, dass wir* uns* fragen was „männlich“ denn heißen soll, auch schreibt dieser Student im Anschluss daran den Be_griff ‚N‘ nicht nur zweimal aus, sondern verteidigt auch gleich, warum er das dürfe [Mit Begriff ‚N‘ ist vermutlich Neger gemeint. Oder Negerin. Oder Neger*Innen] und er es auch weiterhin immer so tun werde. Seine Begründung: Er wisse diesen Be_griff historisch einzuordnen. Auch zieht der Student einen Nazi-Vergleich zu den Protestierxs heran, um nach eigener Aussage „den Hasen aus dem Bau zu locken“. Ein solcher Vergleich stellt_setzt_legt eine Respektlosigkeit gegenüber Allen dar, die unter dem Nazi-Regime gelitten haben, stigmatisiert, rassifiziert, als nicht mehr deutsch hergestellt, antisemitisch verfolgt, gefoltert und ermordet wurden, wie einx Protestierx dort ganz richtig zur Antwort gab. Selbx Studierx forderte besagten Studenten [juchhu!] dazu auf, sich für diese Sprachhandlung öffentlich bei eben jenen zu entschuldigen. Ferner wurde er dazu aufgefordert, sich sowohl für die von ihm getätigten kolonialrassistischen, als auch für die ableistischen_genderistischen Diskriminierungen zu entschuldigen. All dies geschah bis dato nicht.
      Wir* fragen uns*, warum ein Link zu einem Bekenner*innenschreiben der Gruppe „Wissen im Widerstand“ und andere Beiträge im Moodel-Forum vom Professor gelöscht wurden, beim Ausschreiben des Be_griffs ‚N‘ und bei einem Nazi-Vergleich aber nicht eingegriffen wird?
      -Da sich von offizieller Seite bisher dazu mit uns* nicht in Verbindung gesetzt wurde, aber bereits Halbwahrheiten vor dixs Versammelxs des Akademischen Senats vorgebracht wurden,
      – Entweder der Professor sieht_tastet_wahrnimmt sich dazu bereit sich fortzubilden und reflektieren zu lernen, indem er regelmäßig und aktiv an critical whiteness und anderen Diversity Workshops (sowie critical maleness, critical cis*ness, critical straightness und critical abledness) teilnimmt oder er ist durch eine antirassistisch ver_ortete Person zu ersetzen, die bereits für interdependente Diskriminierungsmechanismen sensibilisiert ist. [Jau! Immer drauf auf die Menschenhasser*Innen!]
      Wir* lassen uns Kritik nicht verbieten!

      Wir* wollen Inklusion!

      Wir* sind Pädagogixs!

      hochachtungsvoll

      Wissen gegen Ignoranz

…Der Gleichmacherei-Genderismus-Brei der Genderlogen:

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