Leute, die nicht schreiben können, immer noch aber meinen, sie wären dazu fähig, weil sie Worte zu Sätzen verbinden können, landen für gewöhnlich bei der Zeitung, je ausgeprägter dies, desto namhafter die Zeitung.
Daher werden diese ja auch von Leuten gelesen, die sich für aufgeklärt halten, sobald solche hintereinandergesetzten Worte das Gehirn erreichen. Da mit solchen Sätzen nicht zugleich die Botschaft mitgeliefert wird, daß man das Gehirn auch zum Denken* benutzen kann, bleibt dies auch weitestgehend aus, ohne daß es von so einem Gehirn aber bemerkt werden würde, vielmehr fühlt es sich geradezu besonders lehrreich unterrichtet und meint, es hätte sich in Folge dessen ein paar Tage Urlaub verdient. Gerne werden die aufgelesenen Worte aber gerade in dieser Folgezeit noch weitertransportiert, was man dann, besonders im Kreise der Intellektuellen, einen Austausch unter gebildeten, gar aufgeklärten, Menschen nennt, was die Idiotie der Sache auf die Spitze treibt. Denn was ist da aufgeklärt? Der Nebel wird immer dicker, könnte man eher sagen.
Dieser ständige Vorgang führt über die Jahre zum Qualitätsverlust der Inhalte, bzw der Zeitungen, bzw. des Zeitungswesens insgesamt, was aber nicht weiter schlimm ist, solange sich alle in allem einig sind und so finden sich ja dann auch die zusammen, die mit diesen nicht einig sind.

*Denken wiederum ist eigentlich nicht das was man davon denkt, was es sei. Aber das ist ein anderes Thema, worüber nachzudenken es sich zwar lohnt (mehr als ne Lohntüte gibts dafür aber auch nicht), doch das könnte man eben stille alleine für sich mal tun, ich empfehle es schreibend zu machen.