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Dieser Beitrag ist der 3. Teil der Reihe Feldkunde. (Feldkunde 1 | Feldkunde 2)

An dem Projektartikel ZigeunerInnenschnitzel und NegerInnenküsse („Schaumwaffel mit Migrationshintergrund“*) ist zwischen dem 24. August bis zum 28.9. immer mal wieder live und vor den Augen einer vermeintlich mitlesenden Öffentlichkeit gearbeitet und projektiv geschrieben geworden. Diese Arbeit ist nun beendet, der Artikel vollendet, kleine Verbesserungen vorbehalten. Das Entwurfsdatum 24.8. wird somit aufs VÖ-Datum 28.9. umgestellt.
(>hier mehr über die Vorgehensweise des projektiven Schreibens)


Inhalte:

Teil A:
ZigeunerInnenschnitzel und NegerInnenküsse
Zwar
Vorstellungswelten
Political Correctness
Gedankenkonstrukte
ÖhM (Öffentliche haltlose Meinung)
Systematik
Bis hierhin und weiter

Teil B: Passierter Zitatenschwall:
1. Die „Intellektuellenkaste“ – Einführung zu den Zitaten aus dem Buch „Totgedacht – Warum Intellektuelle unsere Welt zerstören“, geschrieben von Roland Baader im Jahr 2002, Mit einem Vorwort zur Neuausgabe 2020 von Michael von Prollius, Lichtschlag Verlag, 2020
2. Transkript
Textstelle – Seite 30 (Kapitel: WER / Wer sind die Intellektuellen)
Textstelle – Seite 31/32 (Kapitel: WER / Wer sind die Intellektuellen)
Textstelle – Seite 33 (Kapitel: WER? / Wer sind die Intellektuellen)
Textstelle Seite 79-80 (Kapitel: Das neue Lied: da capo – oder: Die moderne Wiederbelebung des Sozialismus/Kommunismus) – Scheinkapitalismus und Globalisierung
Textstelle S. 93 (Kapitel: Das neue Lied: da capo – oder: Die moderne Wiederbelebung des Sozialismus/Kommunismus) – Globalisierung des Wohlfahrtsstaates
Textstelle S. 96 (Kapitel: Das neue Lied: da capo – oder: Die moderne Wiederbelebung des Sozialismus/Kommunismus) – Schreckliches Ende der Globalisierung
Textstelle S. 97 (Kapitel: Das neue Lied: da capo – oder: Die moderne Wiederbelebung des Sozialismus/Kommunismus) – Öko-Schwindel
Textstelle S. 99 (Kapitel: Das neue Lied: da capo – oder: Die moderne Wiederbelebung des Sozialismus/Kommunismus) – Milleniums-Kollektivisten
Textstelle S. 100 (Kapitel: Das neue Lied: da capo – oder: Die moderne Wiederbelebung des Sozialismus/Kommunismus) – Ringos, Gringos, Bingos
Textstelle S. 103 (Kapitel: Das neue Lied: da capo – oder: Die moderne Wiederbelebung des Sozialismus/Kommunismus) – Demokratie good bye
Textstelle S. 104 (Kapitel: Das neue Lied: da capo – oder: Die moderne Wiederbelebung des Sozialismus/Kommunismus) – Intellektuelle Parasiten
Textstelle S. 106 (Kapitel: WIE? / Das methodische Werkzeug der antiliberalen Intellektuellen) – Zauberkünste
Textstelle S. 198 (Kapitel: Anmaßung von Wissen) – Jenseits der Vernunft
Textstelle S. 106 (Kapitel: WIE? / Das methodische Werkzeug der antiliberalen Intellektuellen) – Werteneutralität
Textstelle S. 229-230 (Kapitel: Kollektivmoral und Hypermoral) – Political Correctness
Textstelle S. 231 (Kapitel: Kollektivmoral und Hypermoral) – Political Correctness
Textstelle S. 233 (Kapitel: Kollektivmoral und Hypermoral) – Political Correctness
Textstelle S. 236 (Kapitel: Kollektivmoral und Hypermoral) – Vom Treibhaus an die frische Luft
Textstelle S. 237 (Kapitel: Ersatzreligion und Priesterherrschaft) – Wissen und Mythus
Textstelle S. 239-240 (Kapitel: Ersatzreligion und Priesterherrschaft) – Vernunftreligion
Textstelle S. 241 (Kapitel: Ersatzreligion und Priesterherrschaft) – Gemeinwohl-Sozialismus
Textstelle S. 242 (Kapitel: Ersatzreligion und Priesterherrschaft) – Gemeinwohl-Sozialismus
Textstelle S. 244/245 (Kapitel: Ersatzreligion und Priesterherrschaft) – Entartete Demokratie
Textstelle S. 257 (Kapitel: Ersatzreligion und Priesterherrschaft) – Soziale Besessenheit
Textstelle S. 258-259 (Kapitel: Wohin? Schluss: Der Brennstoff der Hölle) – Kopfgeburten
Textstelle S. 264 (Kapitel: Wohin? Schluss: Der Brennstoff der Hölle) – Paradise now
Textstelle S. 266 (Kapitel: Wohin? Schluss: Der Brennstoff der Hölle) – Diesseitsparadise

Alles mit Hervorhebungen (fett) und Bemerkungen (blau) versehen durch JFlC

-Abgedank
-Anhang


*Der politisch korrekte Audruck für Negerkuss alias Mohrenkopf wäre „Schaumwaffel mit Migrationshintergrund“ – mehr darüber hier: >Vom heiligen Mauritius, Quotenqueen, 15.08.2021


Teil A

ZigeunerInnenschnitzel und NegerInnenküsse

Die Überschrift ZigeunerInnenschnitzel und NegerInnenküsse hat nur insofern etwas mit dem Inhalt des nachfolgenden Sermons zu tun, als daß es darin um den grundsätzlichen Unfug der sogenannten Political Correctness (PC) gehen wird. Political Correctnes wird nun hierzulande (auch zu Wasser und in der Luft) zwar* mit Politische Korrektheit übersetzt, was politisch korrekt durchaus richtig ist. (Punkt)

*Nebensatz zu „zwar“ (ahd.: zewar)

*Das Wörtlein „zwar“ ist an dieser Stelle richtig, denn dereinst hieß es auch für sich allein stehend „fürwahr“, man konnte es auch wie ein „nämlich“ einsetzen. Wenn man also schrieb „Das ist zwar schön“, meinte man „Das ist fürwahr schön“ oder „Das ist nämlich schön“. Es folgte dem nicht unbedingt ein „aber“ oder „doch“ und dergleichen. Heute sagen wir „Das ist schön, (und zwar) weil …“ oder wir sagen „das ist zwar schön, aber eigentlich auch nicht“.
Früher hingegen konnte man beide Formen anwenden und traf Aussagen wie: „Das ist zwar schön.“ (Punkt) und meinte damit „Und zwar ist das schön.“ Das erste klingt für uns heute fehlerhaft. Steht „zwar“ in einem Satz oder Satzteil für sich alleine da, erwarten wir automatisch ein „aber“ zu Abmilderung oder weiteren Ausführung: „Das ist zwar schön, aber auch nicht nur schön, und zwar, weil…“.
Heutzutage (früher schrieb man auch gern „heute zu Tage“) wenden wir das „zwar“ also an wie das Wort „eigentlich“, dem häufig ein „aber“ folgt. Zu Zeiten, als man das „zwar“ wie ein „fürwahr“ verwendete, setzte man wiederum auch das Wort „eigentlich“ manchmal anders ein. Es stand ebenfalls für sich, ohne daß ein „aber“ folgte und bedeutete so etwas wie „für sich genommen“. Die Endsilbe -lich verstärkt oder vermindert das vorangehende Wort bzw dessen Substantiv, wie eben auch bei wesentlich, gründlich, grünlich, säuerlich, verderblich.
Eigentlich ist eben eigentlich eigentlich; erst heute ist eigentlich gleich eigentlich schon, aber eigentlich auch nicht! Lustig! Die intellektuelle Schwurbelzeit schlägt sich eben auch in der Sprache nieder, so wie das ja auch beim jämmerlichen >Gleichmacherei-Genderismus-Brei zu bemerken ist. A propos merken:
Als „merkwürdig“ wurde dereinst das benannt, was des Merkens würdig war. Mit seltsam oder rätselhaft oder „irgendwie komisch“ hatte es nichts zu tun. Heute finden wir vieles nur deswegen merkwürdig, weil wir zwar was merken, aber eigentlich auch nicht. 🙂
Zu allen diesen so verwendeten Begriffen folgen hier noch Bildnachweise und Textbeispiele die bis wenigstens ins 17 Jhr. zurückreichen

Vorstellungswelten

Mit der Fortentwicklung in der Anwendungsart eines Begriffes verändert sich seine Bedeutung und letztlich ist es eine Anpassung der Sprache an die Umstände die sich über Jahrhunderte von selbst vollzieht. Oft mag eine solche Wandlung darin begründet liegen, daß die Wahrnehmung der Wirklichkeit aufgrund drübergelegter (oftmals ideologisch geprägter oder intellektuell vernebelter) Pauspapiere nicht mehr ganz klar ist/sein kann und die einstmals noch passende Sprachschablone – die wir über den wahrzunehmenden Gegenstand legen, um sie zur Artikulation von dieser Klarsichtfolie sozusagen im Geiste abzulesen, noch bevor wir es dann verbal hervorbringen – nicht mehr recht darüberpasst.

Adverben (wie beim Beispiel „zwar“) sind anpassbar, wandlungsfähig, die etymolog. Wurzel erzählt uns (zwar) mehr, die moderne Anwendung richtet aber keinen Schaden an – also keinen in der Wirklichkeit. Lediglich ergeben sich dadurch Umwege, die aber interessant sein können; so ists in der Sprache, wie im Leben auch.
Gravierender verhält es sich mit Adjektiven und es ist unvorstellbar, daß wir etwas, das eindeutig rot ist, mit dem Begriff grün umschreiben würden; es müsste schon in der Wirklichkeit von rot auf grün gewechselt haben. (bei rotgrün zugleich ists dann vollends irreführend)
Ähnlich gravierend ist es auch mit Substantiven. Einem Substantiv liegt (wie dem Adjektiv) eine Bedeutung zugrunde, die eine Vorstellung erzeugt, beim einen diese, beim andern eine andere, bei vielen verschiedene. Schauen wir nun mit einem solchen Begriff auf die Wirklichkeit, die uns umgibt, so sollten Begriff und Gegenstand zusammenpassen. Häufig tun sie das aber nicht (mehr), was in vielen Fällen nichts ausmacht, in manchen aber schwere (zunächst innere) Konflikte auslösen könnte. Um dies zu vermeiden, denn wer will das schon, tun wir so, als sei der betrachtete Gegenstand dieser Wirklichkeit so, wie er durch den Begriff definiert wird.

Zum Beispiel Demokratie…

Zum Beispiel Kapitalismus…

Zum Beispiel Globalisierung…

Doch dazu kommen wir später.


Political Correctness

Korrekt
Political Correctness heißt noch lange nicht, daß eine politisch korrekte Handlungs- oder Ausdrucksweise auch richtig und vorteilhaft für die Allgemeinheit wäre, sondern wird über diese Methode bloß verlangt, daß wir uns so zu verhalten/auszudrücken haben, wie es die Politik (im Sinne des regierenden Teils) verlangt. Zugleich ist hiermit aber auch ebenso die öffentliche Meinung gemeint. Diese wird durch die Medien, der Propaganda-Maschine der Politik, kreirt und aufrecht erhalten, wannimmer nötig. Entspricht etwas nicht der öffentlichen Meinung (die es übrigens gar nicht gibt, wie wir unten weiter herausarbeiten werden), so ist es zumeist politisch nicht korrekt.
Manchmal darf aber auch etwas politisch Unkorrektes veräußert werden, das zugleich der öffentli. Meinung – oder der Allgemeinung – nicht gänzlich widerspricht; lediglich hat es auf dem Rummelplatz vorherrschender Desinformation kaum seinen Platz gefunden. Die jeweiligen Themen werden dann häufig im Kabarett behandelt. Das politische Kabarett funktionirt nur deswegen, weil die Zuhörer mit Wahrheiten/Tatsachen konfrontirt werden, die sich widersprüchlich zu dem verhalten, was sie über den behandelten Gegenstand bislang in ihren Köpfen spazieren führten. Anders als beim Slapstick oder beim guten Witz, der häufig im bloßen Irrsinn mündet, fängt der Zuhörer beim Kabarett an zu lachen, weil das Gehirn plötzlich mit Informationen konfrontirt wird, die schier nicht zusammenpassen wollen, und es fällt ihm dabei nichts anderes ein, als eben zu lachen. Bei manchen Zuhörern bleibt daher auch das Lachen häufig aus und es bleibt ihnen in einer Mischung aus Verblüffung und Entsetzen nur der Mund leicht offen stehen. Dabei erfahren sie oftmals eigentlich gar nichts Neues; lediglich haben sie das Eine selten mit dem Andern in Verbindung gebracht und der Kabaretist weist sie auf Dinge hin, die nur ihrer Vorstellungswelt von etwas widersprechen, nicht aber der eigentlichen Wirklichkeit, in der sie fürwahr leben.

Politisch
Der Begriff „Politisch“ geht zurück bis auf das griechische Wort Polis und bedeutet so etwas wie Gemeinwesen – und auch dieser Begriff ist in seiner derzeitigen Anwendung und dem allgemeinen Verständnis darüber höchst kritisch zu begutachten. Die polis (von altgriechisch πόλις pólis ‚Stadt‘, ‚Staat‘, ursprünglich auch: ‚Burg‘ [daher kommt übrigens der Begriff Bürger]) hat nämlich noch lange nichts mit den Bedürfnissen des Volks zu tun, also der Menschen, die innerhalb eines definirten Konstrukts zusammen und nebeneinander (her) leben.
Die Politische Korrektheit dient denjenigen, die das politische Sagen und sozusagen das Zepter in der Hand haben, und eben nicht der Allgemeinheit, dem Gemeinwesen. Dieses Gemeinwesen oder Kollektiv ist ebenfalls nur ein Konstrukt, das in der wirklichen Welt gar nicht exisitirt, oder nur dann hervortritt, wenn zugleich das Vorhandensein einer Mehrheit und einer Minderheit in der Vorstellung erzeugt wird… . Diese Gruppen dann sind in sich geschlossen, sind zwar im Ganzen ein gemischter Haufen, stehen sich aber als Mehrheit und Minderheit getrennt gegenüber, was dann erkennbar wird, wenn die Umstände sich dahingehend entwickeln, daß Vor- und Nachteile und damit die Privilegien (>Das Privileg) und Benachteiligungen immer deutlicher werden.

Dabei ist es nun so, daß die Bewertung/Verurteilung von Mehrheiten und Minderheiten immer nur durch vorher festgelegte Wertemaßstäbe entsteht, während mit den bloßen Worten Mehrheit und Minderheit doch eigentlich nur die Größenordnung gemeint ist. Die Mehrheit ist in der Mehrzahl, die Minderheit ist zahlenmäßig „unterlegen“. Die feindliche Haltung gegenüber einer Minderheit wird normalerweise (besser: natürlicher Weise) nicht von der Mehrheit empfunden, sondern ursprünglich und im etwaigen Fortbestehen ihrer tatsächlich vorhandenen Form ja ebenfalls nur von einer Minderheit. Die Mehrheit nutzt normalerweise ihre Überlegenheit nicht zur Bekämpfung, Herabsstufung oder Diskriminierung der Einzelnen einer Minderheitengruppe, sondern bietet sie diesen einen gewissen Schutz vor den Wenigen, die sich im Angesichte dieser Minderen ängstigen, weil diese Minderen ihnen eben allzu fremd erscheinen. Ein Sonderling mag auf jeden direkt eine Faszination ausüben, weil er eben anders ist, er wird aber nicht sogleich als minderwertig eingestuft. Andersartigkeit geht mit Minderwertigkeit nicht automatisch einher und normalerweise würde die Mehrheit eben auch nur faszinirt sein und nicht gleich mit dem „Minderheitenschutz“ angestochen kommen (müssen), wenn sie ihrer eigentlichen Verantwortung als Gemeinschaft stets nachkommen würde.

In einer geistig gesunden Gemeinschaft wäre die Gemeinschaft an sich schon der Minderheitenschutz. (Hier mehr zu der aktuellen > Minderheitenschutz-Heuchelei)
Eine Gemeinschaft, die einen Minderheitenschutz erst politisch absegnen und stets medial aufkochen muß, ist eine Gruppe, in der das Mehrheitsprinzip nicht mehr nur für Abstimmungen angewendet wird, sondern sich auch in den moralischen und ethischen Grundmustern eingeschlichen hat und eine Vorstellungswelt erzeugt, die eines Oberhaupts bedarf, der vorher sagt, was gut und was schlecht ist.

Die Mehrheit überlässt heute die Debatte und die Entscheidungen ihren politischen Vertretern, die eigentlich nur wenige sind (Minderheit), denen sie allerdings einen extraordinären Minderheitenschutz auf Lebenszeit gewährt – und wenn diese in Verantwortung gesetzten wenigen Einzelnen dann Entscheidungen für die Mehrheit treffen und hierbei die eine Minderheit (z.b. Transgender) immer wieder als besonders beschützenswert in die öffentliche Debatte bringen, aber die andere Minderheit (z.B. die Ungeimpfen) als Feinde der Volkes (oder der >Volksgesundheit) bezeichnen, dann hat die Mehrheit einen Wertemaßstab übernommen, den sie als Mehrheit (und darin jeder Einzelne) naturgemäß gar nicht entwickelt hätte; die meisten der Mehrheit jedenfalls nicht, sondern nur einige wenige davon. Diese einigen Wenigen sind zwar für sich genommen gefährlich, können aber gar nicht dem Gemeinschaftskonstrukt schaden, und blieben in einer geistig gesunden Gesellschaft relativ easypeasy von der Gemeinschaft in Schach gehalten.

Ohnehin liesse sich dieser Wertemaßstab schon allein durch weitere logische Denkvorgänge als unhaltbar entlarven, denn wie wäre nun ein transsexueller Ungeimpfter oder ein ungeimpfter Transsexueller zu behandeln? Tja, da siehste nun: Das Problem liegt eigentlich ganz woanders und damit auch die eigentliche Bedrohung. Sie geht gleichwohl von einer Minderheit aus und wird von einer Mehrheit getragen. Diese Mehrheit vermag dann manch einer diskriminierten oder gefährdeteten Minderheit erst Schutzräume zu verschaffen und dann ihre Integration anzustreben, sie schützt sie aber nicht wirklich, solange sie die zwar gefährdete Minderheit, nicht aber die eigentliche bedrohliche Minderheit gar nicht erkennt und dieser immer nach der Pfeife tanzt.

Es verwundert dann auch nicht, daß es in einem solchen korrekten System eines >Correctivs bedarf, das immer da auftritt und korrigierend eingreift, wo die Dinge in eine natürliche Ordnung zu geraten drohen, nämlich ausgehend von einer individuellen Ausdrucksform individueller kreativer/schöpferischer Menschen und Gruppen, die aber dem gegenwärtigen unterdrückten Kollektiv nicht entsprechen. Ihre Andersartigkeit stellt für dieses Kollektiv-Correctiv schon eine Bedrohung dar, auch wenn sie so harmlos ist, wie ein Kätzchen oder ebenso harmlos gar wie die einzelnen naiven Mitarbeiter dieses Correctivs.

Gedankenkonstrukte

Je nachdem, welche Vorstellung durch das Wort Demokratie im inneren Auge des Betrachters erzeugt wird, blickt er auch mit solchen Augen umher und findet das, was er sich darunter vorstellt (und gegebenenfalls nochmal nachschlägt) bestätigt oder nicht, oder eben teils bestätigt, teils nicht. Es befindet sich schließlich immer alles in steter Veränderung, ob man nun daran mitwirkt oder nicht.
Steht auf der Verpackung „Fleischwurst vegan“ so fühlt der Käufer sich trotzdem noch nicht betrogen, denn er weiß, was damit gemeint ist und kann auch hinten nochmal draufgucken. Der Begriff Fleisch erzeugt in ihm, der es gerne kauft, zwar keine angenehme Vorstellung, aber die Vorstellung, daß er weiterhin richtig was zu kauen haben würde, ist hier gewichtiger. Steht überall Demokratie drüber, so wird er, im Falle einer Mogelpackung, noch umso mehr daran zu kauen haben. (>Euphobie, taken by a stranger)

Doch der Begriff Demokratie ist nun schon häufig genug mit der Wirklichkeit abgeglichen worden (was als eine ständige Arbeit ohnehin Aufgabe der Demokraten wäre), und derzeit sogar Gegenstand öffentlicher Diskussion, wenngleich natürlich scharf darauf geachtet wird, daß die allgemeine, öffentliche Meinung darüber weiterhin politisch korrekt bleibt.
Andere, die einer solchen öffentl Meinung nicht mehr entsprechen (gleichwohl selbst sie das wirkliche Problem doch auch nicht erkannt haben – dazu später mehr) wissen längst um den Lug und Trug, der hinterm Vorhang der freiheitlichen demokratischen Grundordnung tatsächlich stattfindet und inwiefern von dort aus entsprechend die Wirklichkeit umgestaltet wird – und heute, im Corona-Zeitalter, sehen wir ja die Ergebnisse daraus.
Einem System, das auf Lug und Trug errichtet wurde, dienen nicht nur die Lügner und Betrüger, die davon profitieren, sondern auch diejenigen, die davon nicht profitieren, den Trug aber nicht bemerken und daher ständig zu Trug-Schlüssen gelangen.

Der Begriff und die Staatsform Demokratie sind bis zum gegenwärtigen Zeitpunkt aber schon zu Genüge durch den Fleischwolf gezogen worden und ich will das ausreichend durchgenudelte Thema hier gar nicht nochmal wiederkäuen.
Vielmehr möchte ich nun denen mit vielen Widerworten begegnen, die die Abschaffung dessen, was wir uns unter Demokratie vorgestellt haben, längst erkannt und schon lange angemahnt hatten – zugleich aber dem Irrtum verfallen sind, der Grund allen Übels läge im Kapitalismus und der Globalisierung, da erstens der Kapitalismus ja das Versprechen des Wohlstands mit sich bringt, was stets die Vormacht des Materialismus mitbeförderte (was zwar stimmt) und somit zu Lasten der ärmeren Länder verliefe (was zwar gegenwärtig gegeben ist). Zweitens, sagen sie (auch mit Recht) bewirkt die Globalisierung eine sich zunehmend konzentrierte Macht, die auf eine Weltregierung hinausläuft, welche ihre Macht eben durch kapitalistische Ausbeutung ausbaut und zementiert. Das wiederum führt zu weiteren Unterdrückung erst der Armen, dann aber auch der bürgerlichen Mitte, und könnte auch in den wohlhabenden Ländern zu einer Form von Diktatur führen, so daß die berühmte Reich-Und-Arm-Schere und einhergehende weltweite Ausbeutung und Unterdrückung der Menschen und die Ausbeutung (und Unterdrückung!) der Natur letztlich auf die Globalisierung und den Kapitalismus zurückzuführen wären.
Doch ist das wirklich so? Oder ist da vielleicht eine Leerstelle im Radius des Zirkels?

ÖhM (Öffentliche haltlose Meinung)

Lesen bildet, sagt man, und das kann auch in allen denkbaren Richtungen vonstatten gehen; vor allem hinsichtlich der Meinungsbildung trifft das sehr stark zu. Am meisten geschätzt und anerkannt wird die Meinung derjenigen, die ihre Bildung und Meinungsbildung im Angleich an die Öffentliche Meinung (ÖM) unternommen haben, förderlich hierfür ist das Studium der Lektüre, die ganz besonders viel Bildung verspricht und auch von ganz besonders gebildeten Leuten verfasst wurde. (Der gelehrte Narr | Der intellektuelle Eierkopf)
Die öffentliche Meinung wird hauptsächlich durch die Medien vermittelt (>Medium in Delirium, Information verabreicht), vorgegeben aber wird sie von nochmal anderen Instanzen (die nicht wenig in den Universitäten und anderen Institutionen herausgebildet werden, inzwischen aber auch in etlichen – regierungstreuen – NGOs); die wiederum ihr Sprachrohr in der Politik finden, während die Medien wieder das Sprachrohr der Politiker sind.
Dadurch sorgen alle diese zusammen für die Bildung der öffentlichen Meinung, von der die Öffentlichkeit (die Allgemeinheit) dann meint, sie sei vertretbar (und nicht anfechtbar), weil sich die Mehrheit auf das entsprechende vorherrschende Bild geeinigt hätte, und geeinigt deswegen, weil es der Mehrheit zu Gute käme, zugleich sogar die Minderheit immer stets auch berücksichtig werde. Und das ist natürlich ein Trugschluss.
Der Trugschluss zeigt sich am Ende nämlich immer dann, wenn eine Minderheit plötzlich nicht mehr berücksichtigt wird (woraus man auch erkennt, daß auch deren Meinung nie wirklich interessierte; sie passte nur gut zu den vorgegebenen Wertemaßstäben). Daher kann man zwar sagen, „Einbildung ist auch ’ne Bildung“, man kann aber auch sagen >Bildung ist auch ne Einbildung. Diese Einbildung sieht dergestalt aus, daß die Gebildeten meinen, sie befänden sich in Kenntnis der Wahrheit. Das ist natürlich der nächste Trugschluss.

Die Öffentliche Meinung – Definition gemäß der Bundeszentrale für politische Forschung (dicke Tinte von mir):

Öffentliche Meinung

1. Zum Begriff

Öffentlich wird eine Angelegenheit nicht nur deshalb genannt, weil sie nicht geheim und allgemein zugänglich ist. Öffentlich ist etwas vor allem dann, wenn es mit der „res publica“ zu tun hat, wenn es um die Sache aller geht. Von politischer Öffentlichkeit ist zu sprechen, wenn Öffentlichkeit Transparenz herstellt, Diskursivität über Themen, Meinungen und Überzeugungen ermöglicht und Orientierung in der Meinungsvielfalt bietet. Öffentliche Meinung (ö.M.) als politischer Begriff ergibt sich nicht automatisch aus der Addition individueller Meinungen. Sie ist weder ein quasi–statistisches Aggregat demoskopisch erhobener Bevölkerungseinstellungen, noch ist sie gleichzusetzen mit der veröffentlichten Meinung. Ö.M. muss vielmehr begriffen werden als „ein kollektives Produkt von Kommunikationen, das sich zwischen den Sprechern als ‚herrschende‘ Meinung darstellt“ (Neidhardt 1994). Für die Legitimität demokratischer Herrschaft ist ö.M. eine zentrale Kategorie. Dennoch: Eine allgemein akzeptierte Definition von ö.M. gibt es nicht (Davidson 1968).

2. Historische, demokratietheoretische und verfassungsrechtliche Aspekte

Demokratische Herrschaft ist zustimmungsabhängig und deshalb auch öffentlich begründungs- und rechenschaftspflichtig. Nur wo Publizität herrscht, kann politische Verantwortung zugemessen werden. Öffentlichkeit und ö.M. stellen somit unentbehrliche Faktoren im Prozess der politischen Willlensbildung aller freiheitlichen Systeme dar. Selbst diktatorische Regime können auf Dauer nicht existieren, ohne sich in gewissen Abständen durch Scheinakklamationen im Wege von → Wahlen, Plebisziten, Referenden, demonstrativen Aufzügen etc. auf die vermeintliche Meinung der Herrschaftsunterworfenen zu berufen. Die Vorstellung allerdings, Demokratie beruhe letztlich auf ö.M., sei Herrschaft der ö.M., ist eine zumindest missverständliche Vereinfachung. Sie verkennt den Doppelcharakter politischer Öffentlichkeit. Denn in ihr manifestiert sich nicht automatisch ein Querschnitt der Meinungen und Wünsche des Volkes. Politische Öffentlichkeit ist gerade in den modernen wohlfahrtsstaatlichen Demokratien, die über ausdifferenzierte Mediensysteme verfügen, ganz wesentlich ein Produkt aktiver Meinungspflege. Sie entsteht nicht einfach, sondern wird gemacht. Maßgeblich sind dabei die in der politischen Willensbildung und Entscheidungsfindung prominenten Institutionen des Staates (insb. Regierung und Parlament), die wichtigen, meinungsbildenden gesellschaftlichen Akteure (→ Parteien, Verbände) [Stiftungen hat man hier mal lieber weggelassen] und zunehmend auch Bewegungsakteure (Bürgergruppen und NGO’s) unterschiedlichster Art.

Quelle: Andersen, Uwe/Wichard Woyke (Hg.): Handwörterbuch des politischen Systems der Bundesrepublik Deutschland. 7., aktual. Aufl. Heidelberg: Springer VS 2013. Autor des Artikels: Ulrich Sarcinelli
Fundort: Bundeszentrale für politische Bildung

Hier beende ich das Zitat, denn nach dem Zeitalter der Aufklärung war’s mit der Aufklärung ja ebenfalls schon wieder zu Ende.

Aber erstmal muß man sagen, klingt das doch alles ganz vernünftig, oder? Der zwiefache Charakter der Öffentlichen Meinung ist gut dargestellt worden. Die Bundeszentrale für politische Bildung hat mit dieser fundierten Definition mal wieder alles gegeben, kann man sagen.

Bei dem Verfahren jener „politischen Bildung“ allerdings handelt es sich auch wieder nur um eine Politur von Begriffen im Angleich an den Status Quo. Das ist das Problem im Problem, die aber beide nicht erkannt werden. Es liegt eine Schablone auf der Schablone. Ein Vorhang vor dem Vorhang.

Systematik

Da das Wirtschaftssystem Hand in Hand mit dem politischen System geht, muß bei einer Kritik an einem oder an beiden Systemen festgestellt werden, von welcher Ideologie beide beherrscht werden, um daraus ableiten zu können, welches Herrschaftssystem das ganze Konstrukt steuert.
Geschieht dies nicht, kritisieren wir nur einzelne Aspekte zum Beispiel des Kapitalismus oder zum Beispiel der Demokratie. Üben wir uns in einer solchen Kritik, so befinden wir uns weiterhin innerhalb der politisch korrekten Debatte. Es ist erlaubt, auf die etwaigen Auswüchse des Kapitalismus hinzuweisen und wir dürfen uns schämen oder Reue zeigen, daß wir in unserem Land z.B. von einem sogenannten „Raubtier-Kapitalismus“ profitieren. Wir dürfen uns auch um die Demokratie sorgen und politisch einbringen, mit dem Grundgesetz in der Hand auf unser Recht und unsere Freiheit pochen; doch nur bis zu einem gewissen Zeitpunkt. Ab einem gewissen Zeitpunkt müssen wir gerade hier aufpassen, daß wir uns nicht mit den Falschen anlegen, sondern besser mit denen zusammentun, mit denen wir uns in den wichtigsten Aspekten einig sind. Von dieser Einigkeit stellen wir dann fest, daß sie nur im kleinen oder engsten Kreis besteht – im Großen und Ganzen bleiben wir als eine solche Gruppe aber abhängig von den herrschenden Systemen.
Das wahre (bzw. verlogene) Gesicht des herrschenden Systems zeigt sich besonders in Krisenzeiten – das ist der gerade erwähnte „gewisse Zeitpunkt“. Das Herrschersystem, also das uns aufgedrungene Konzept der Herrschenden, ist die Ursache dieser Krise. Die Fehler der Herrschenden werden offenbar, wenn in erster Linie die Mechanismen ihres Herrscherkonstrukts in die Krise geraten – was noch ein normaler Prozess wäre, wenn sie nicht auch gleich schon immer die Lösungswege parat hätten und uns als alternativlose Problembehandlung aufdrängen würden.
Die Folgen der jew. Krise werden zuletzt von der Mehrheit getragen und erlitten, da die Mehrheit auch die Ursache immer mitgetragen hat, so nämlich die Fehler und Verfehlungen der Herrschenden. Letztere wissen daraus ihren Profit zu schlagen – auf Kosten und zu Lasten anderer zu leben, tun aber alle, die innerhalb eines solchen Systems leben.
Der Profit der Einzelnen und der eben weniger Mächtigen (und also nicht Herrschenden) ist in Zeiten des Wohlstands ein weitestgehend materieller Profit oder Vorteil; verliert dieser in Zeiten von Krisen an Qualität, so beginnt die Bevorteilung in die Vergabe von >Privilegien überzugehen. Die gröbsten Fehler des Herrschersystems und die schlimmsten Verfehlungen der Herrscher/Mächtigen werden dann für diejenigen spürbar, die solche Privilegien nicht haben – denn aus den Privilegien werden (Vor-)Rechte, bzw. werden manche Vor-Rechte zu Privilegien und diese Vorrechte dann zu Rechten, was solange fortgetrieben wird, bis es an die >Grundrechte geht.
Die Grundrechte gelten nämlich nur für die Herrschenden und das war von Anfang an schon so festgelegt; es geht ausschließlich um die Bedürfnisbefriedigung der Herrschenden, sind sie nun geisteskrank, wird die Art der Bedürfnis-Befriedigung aber erstens anders ausfallen, als die der weniger Mächtigen, zweitens wurden dieselben Grundrechte den weniger Mächtigen nur solange gebilligt, solange das Herrschersystem davon nicht bedroht war. Festgelegt war diese Wertregelung anfangs und lange Zeit aber nur gedanklich, also in den Köpfen der Mächtigen (und zunehmend größenwahnsinnigen >Geld- und Macht-Junkies) und trug sich zunehmend in ihren Geldbeuteln zu, mithilfe dieser Gelder erst konnte die Wirklichkeit in ihrem Sinne ausgestaltet werden, insbesondere durch den Ausbau/die Fortentwicklung der nötigen Machtmittel. Diese kommen dann umso mehr zum Einsatz, je mehr Menschen auch gerne (wieder) gewisse Privilegien hätten – und seien es nur (noch) die >Grundrechte. Tja.

Wenn Fehler und Verfehlungen in kriminelle Handlungen übergehen, gelten diese Grundrechte aber nur noch für die Kriminellen; denn Unrecht ist Recht, Krieg ist Frieden, Hunger ist Wohlstand, Unterdrückung ist Freiheit, >Husten ist Mord und „Singen ist Aerosolverbreitung“. >hier das Meisterwerk im Ganzen
Oder eben für alle diejenigen, die den Kriminellen immer noch alles glauben und weiterhin von deren Verbrechen mitprofitieren möchten, was – wie schon von Beginn an – alle getan haben, mit der Zeit aber von Wenigen erkannt wird, die sich diesem System dann widersetzen, was aber gleich schwierig ist, da ihnen die Grundrechte nun verweigert werden, bzw. die Teilhabe daran nur durch ideologische und tatkräftige Unterstützung des Herrschersystems ermöglicht wird und das ist selbstverständlich Erpressung, was wiederum Ausdruck von Unterdrückung ist. (>Grundgesetz- und Menschenrechtsleugner | >Erpressung)
Ein solcher (finaler) Zustand ist nun aber nicht unbedingt die Folge des Kapitalismus, der ja das vorherrschende Wirtschaftsystem ist und vor allem den sogenannten demokratischen Staaten zum Wohlstand verholfen hat. Eher ist ein solcher Zustand der Unterdrückung entweder in primitiven diktatorischen Militär-Regimen oder in sogenannten sozialistischen Staaten zu finden, wo dem Militär noch ein Parlament vorgeschaltet ist, die Parteienlandschaft aber nicht ganz so bunt ist, wie in unserm >schönen Land.

Bis hierhin und weiter

Bis hierhin habe ich noch meinen blassen Worthülsen vor Augen folgen und dieselben mit solchen Inhalten befüllen können, die sich in mir selbst herausgebildet hatten, um es dann in nur augenscheinlich deutlicher, in Wirklichkeit aber nur hingeschwurbelter Weise und der einen oder anderen unterlegten Tonart ins Feld zu setzen – und fertig war der Text! Doch irgendwann muß auch mal was Gehaltvolles geboten werden und dieser Zeitpunkt ist jetzt gekommen. Es folgt daher nun ein Schwall von Zitaten, bzw. abgeschriebenen Passagen aus einem streckenweise regelrecht verblüffenden Büchlein. Anders als beim vorherigen Geschwafel bitte ich daher jetzt um äußerst aufmerksame Lektüre – und ich kann dem Leser versprechen: So etwas hat er noch nicht gelesen. (es sei denn er kennt das Buch schon)

Teil B

Passierter Zitatenschwall
Zitate aus dem Buch „Totgedacht – Warum Intellektuelle unsere Welt zerstören“, geschrieben von Roland Baader im Jahr 2002, Mit einem Vorwort zur Neuausgabe 2020 von Michael von Prollius, Lichtschlag Verlag im Jahr 2020
(Titeldaten: Totgedacht | 2002 | Roland Baader, Michael von Prollius | Neu herausgegeben von Daniel Baader | Natalia Lichtschlag Buchverlag Grevenbroich 2020 | 978-3-939562-92-4 | CC-Lizenz CC-BY-NC-NDhttp://creativecommons.org/licenses/by-nc-nd/4.0/legalcode.de)

1. Die „Intellektuellenkaste“, Einführung ins Transkript

Das erste Zitat, das ich aus Roland Baaders Buch widergeben möchte, enthält das Wort „Intellektuellenkaste“. Und genau dies ist auch der Grund, daß ich aus diesem Buch einiges zitieren möchte. Schließlich habe ich diesen Begriff schon häufig* verwendet, ohne allerdings bis dahin das Buch gelesen zu haben (was mir die Leser jetzt einfach mal glauben müssen). Wir sind also unabhängig voneinander auf das Wort „Intellektuellenkaste“ gekommen!
*Hier:
https://ultimativefreiheitonline.wordpress.com/tag/die-hochgelahrte-intellektuellenkaste/ https://ultimativefreiheitonline.wordpress.com/tag/hochgeliftetes-hirngeschwafel-der-intellektuellen-gelehrtenkaste/ https://ultimativefreiheitonline.wordpress.com/tag/intellektuelle-kastenkraemerei/ https://ultimativefreiheitonline.wordpress.com/tag/intellektuelle-gelehrtenkaste/
https://ultimativefreiheitonline.wordpress.com/tag/intellektuell-hoechst-anspruchsvolles-hirngeschwafel/
https://ultimativefreiheitonline.wordpress.com/tag/das-hoheitsgebiet-des-allmaechtigen-intellekts/
https://ultimativefreiheitonline.wordpress.com/tag/hochgedachte-intellektuoese-durchleuchtigkeiten/
https://ultimativefreiheitonline.wordpress.com/tag/intellektuell-hochwertig-anmutender-schwachsinn/
usw.

2. Transkript
(Bemerkungen [blaue Schrift] und fette Hervorhebungen durch JFlC)

Textstelle – Seite 30 (Kapitel: WER / Wer sind die Intellektuellen)

[…]

>> Der Versuch, die historische Geburtsstunde der Intellektuellen zu fixieren, gestaltet sich schon deshalb schwieriger (als die Definition), weil eine zeitgeschichtliche Zuordnung natürlich auch von der sachgerichteten Definition abhängt, die man der Intellektuellenkaste beimisst. <<

[…]

Textstelle – Seite 31/32 (Kapitel: WER / Wer sind die Intellektuellen)

[…]

>> Auch der große spanische Philosoph Jose Ortega y Gasset hängt die definitorische Latte für den Intellektuellen-Status überaus hoch und erklärt ausdrücklich, dass er unter einem Intellektuellen weder den Schriftsteller noch den Wissenschaftler oder Hochschullehrer versteht, noch nicht einmal den Philosophen. Alles das seien nur Amts- und Berufsbezeichnungen, die nicht im geringsten „die Echtheit einer unanfechtbaren geistigen Berufung in dem Menschen … gewährleisten, der diese Berufe ausübt“ (Ortega 1956, S. 213). Der Intellektuelle ist für Ortega ein Denker – ob intelligent oder nicht – dem die Ideen wie „mächtige Lämmergeier … ihre Krallen in das Hirn … schlagen und ihn wie ein unschuldiges Lamm in die Höhe reißen“ (S. 216). Konsequent folgt daraus das Urteil: „Die meisten Intellektuellen, die sich in unserer Gesellschaftsordnung herumtreiben [schön gesagt], sind natürlich gar keine Intellektuellen, sondern spielen sich nur als solche auf“ (S. 214). <<

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[Was insgesamt auch heißt, daß diese Intellektuellen nicht richtig denken können]

Textstelle – Seite 33 (Kapitel: WER? / Wer sind die Intellektuellen)

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>>In seinem berühmten Essay von 1947 Die Intellektuellen und der Sozialismus führt Hayek aus, dass er mit der Bezeichnung Intellektuelle die Zusammenfassung all jener Berufe meine, die sich mit berufsmäßiger Ideenvermittlung beschäftigen. [>Influencer tun dies übrigens auch. „Ideen“ derweil möchte ich hier nicht im Sinne von ‚Einfälle‘ verstehen, sondern als Ausgeburt von Ideologien.]
Dazu gehören keineswegs nur Gelehrte [>Der Gelehrte Narr] oder Experten bestimmter Gebiete (die aber auf jeden Fall dazuzählen): „Der typische Intellektuelle brauch kein spezielles Wissen auf irgend einem Gebiet, er braucht nicht einmal besondere geistige Fähigkeiten [das sind gemäß J.H. Campe übrigens ‚Geisteskräfte‘, dazu einmal später an anderer Stelle mehr] zu besitzen, um seine Rolle als Vermittler in der Verbreitung von Ideen zu spielen“ (Hayek o.J., S. 42). Er braucht, so kann man ein wenig überspitzt formulieren, lediglich die Möglichkeit und die Fähigkeit, ein größeres Publikum zu erreichen.
Diese Klasse ist, so Hayek weiter, heutzutage größer als man gemeinhin glaubt: Sie besteht nicht nur aus den Journalisten und Lehrern [die jetzt allerdings, bescheuert wie sie sind, diese Begriffe erstmal gendern würden, zum Beispiel die bescheuerte B: Böttinger, obwohl sie vermutlich nichtmal Journalistin ist], nicht nur aus Geistlichen und Volksbildnern, aus Schriftstellern und Radiosprechern, aus Künstlern und Schauspielern, sondern sie schließt auch viele Angehörige der freien Berufe ein, insbesondere Berufe, welche die Fähigkeit zur Vermittlung von Ideen erfordern, die aber keineswegs immer auch Kenntnis der Materie voraussetzen, die sie vermitteln. <<
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[Ich glaube, damit wurde diese Form der Intellektuellen für den Anfang ausreichend definiert. Nun zu dem, was sie in der Gesellschaft anrichten und zu welchen schadhaften Folgen ihre schädliche Einflußnahme letztlich führt. (Nämlich zum Totalitarismus; auch wenn es sich noch Demokratie nennt, und ohne die kapitalisitischen/marktwirtschaftlichen Umstände oder die Entwicklung der Globalisierung damit zwingend als Ursache zu haben!) Weitere Definitionen und Merkmale dieser Form der Intellektuellen gehen in der nachfolgenden Analyse mit einher; während sich der Wurzel des Übels schrittweise angenähert wird.]

Textstelle Seite 79-80 (Kapitel: Das neue Lied: da capo – oder: Die moderne Wiederbelebung des Sozialismus/Kommunismus)Scheinkapitalismus und Globalisierung

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>>Es wird eben seitens der Intellektuellen und sogar von sogenannten „Kapitalisten“ immer wieder und nahezu zwanghaft und ausnahmslos dem Fehler gehuldigt, das System des politverkrüppelten und mit der heißen Luft des staatlichen Papiergeldes aufgeblasenen Rest- und Rumpfkapitalismus mit dem Kapitalismus gleichzusetzen. Dabei handelt es sich bei der jeweils anvisierten polit-ökonomischen Realität in Wahrheit um einen Halb- bis Dreiviertel-Sozialismus, einen Scheinkapitalismus, der am staatlichen Dirigismus und Interventionismus schwer erkrankt ist, ja bereits in Agonie liegt. Wer angesichts eines verstaatlichten Gesundheitswesens, eines staatlichen Rentensystems, eines staatlichen Bildungswesens, staatlich massiv gefesselter Arbeitsmärkte, staatlich umfassend manipulierter Agrarmärkte, maßlosen Fiskalkleptokratismus [!], uferloser Staatsverschuldung, sowie einer das ganze Leben der Bürger überwuchernden Politisierung und Bürokratisierung – wer also angesichts all dessen noch von Kapitalismus redet und damit die deutsche oder irgendeine andere europäische Wirtschafts- und Gesellschaftsordnung meint, dem muss jeglicher Realitätssinn abhandengekommen sein.<<

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Textstelle S. 93 (Kapitel: Das neue Lied: da capo – oder: Die moderne Wiederbelebung des Sozialismus/Kommunismus)Globalisierung des Wohlfahrtsstaates

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>>Zudem ist nicht der Wohlstand ein Kulturvernichter – er war im Gegenteil immer und überall in der Menschheitsgeschichte Bedingung für große kulturelle Blütezeiten und Leistungen (wenngleich in früheren Jahrhunderten stets als Wohlstand oder Reichtum der wenigen, der Fürsten und Adelshäuser) – sondern der Wohlfahrtsstaat. Er ist der eigentliche Kulturversumpfer und Zerstörer verantwortlicher und gemeinschaftsbildender Gesinnung. Was wir zur Bewahrung des Guten und Sinnvollen in unserer abendländischen Kultur unternehmen müssen, ist nicht der Kampf gegen die Globalisierung der Märkte, sondern gegen die Globalisierung des Wohlfahrtsstaates. [Ich denke, nun dürfte einleuchten, worauf Baaders Überlegungen hinauslaufen – und er liegt fürchterlich richtig damit!] Ebenso dringlich wäre eine entschiedene Gegenwehr wider die Globalisierung der politischen Macht, also gegen die Tendenz zur europaweiten und internationalen Kartellisierung, Zentralisierung und „Harmonisierung“ des Lenkungs- und Entmündigungsstaates. [MASKE AUF!!!]
Seltsamerweise verweist kein einziger der Kulturpessimisten auf einen Zusammenhang, der ihrer Liberalismuskritik konträr entgegensteht, nämlich auf den zwischen kultureller Erosion [Baader meint hier nicht die Zuwanderung o.ä. – falls einer das denken sollteim Gegenteil] und Bildungskollektivismus. Bildung ist bekanntlich die Grundlage der Kultur. [Daher nennt schon oben von mir erwähnter J.H. Campe die ‚Kultur‘ sowohl ‚Landanbau‘ als auch ‚Geistesanbau‘] Und wer – zurecht – den Niedergang des Bildungsniveaus und die zunehmende Analphebetisierung der Jugendlichen [bzw. auch die Sprachverstümmelung insgemein] oder sonstwo in der Welt beklagt, sollte vor allem anderen Reformgetöse für eine vollständige Privatisierung der Schulen und Hochschulen eintreten. Das staatliche Bildungswesen, verbunden mit staatlich vorgeschriebenen Lehrplänen und staatlichem Schulzwang, ist in seiner Substanz nichts anderes als ein vom staatlichen Gewaltmonopol betriebenes Massenkidnapping [‚kid‘ passt gut] unserer Kinder und Jugendlichen zum Zwecke der beliebigen Indoktrination. In diesem System entscheiden letztlich nicht die Eltern und die Schüler darüber, an welchem Ort und bei welchen Lehrern sie welche Art und Form der Bildung und Ausbildung vermittelt sehen möchten, sondern die Funktionäre der maßgeblichen Parteien bestimmen, was die jungen Menschen zu lernen und zu denken haben.<<

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Textstelle S. 96 (Kapitel: Das neue Lied: da capo – oder: Die moderne Wiederbelebung des Sozialismus/Kommunismus)Schreckliches Ende der Globalisierung

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>>In der gängigen Behauptung, der Westen oder die Industrieländer seien Schuld an der Armut und Unterentwicklung der sogenannten Dritten Welt, steckt ein wahrer Kern, der aber genau das Gegenteil der „Ausbeutungs“-Theorie beinhaltet. Die Intellektuellen der Entwicklungsländer und (noch mehr) des Westens haben nämlich jahrzehntelang – und leider mit Erfolg – nichts unversucht gelassen, überall in der unterentwickelten Welt die Marktwirtschaft zu verhindern. Womit zugleich die Integration der armen Nationen in die weltweite Arbeitsteilung und den freien Welthandel vereitelt wurde. Und jetzt, da sich nach dem Zusammenbruch aller sozialistischen Realmodelle allerorts die Marktkräfte regen, führen dieselben Geister denselben Verhinderungskampf unter dem Banner der „Globalisierungsgefahr“. Das ist die wahre Schuld der ersten gegenüber der dritten Welt.<< [Hier mögen beim Leser Zweifel entstehen. Zur Beseitigung oder Beschwichtigung dieser empfehlen wir, das ganze Buch zu lesen]

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Textstelle S. 97 (Kapitel: Das neue Lied: da capo – oder: Die moderne Wiederbelebung des Sozialismus/Kommunismus)Öko-Schwindel

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>>Die meisten Forderungen der Natur- und Umweltschützer (bzw. nur ‚Umweltschützer‘ – den Begriff Natur verwenden die Grünen nicht gerne. Denn aus Umwelt kann man auch soziale (d.h. politisch korrekte) Umwelten machen.] setzen entweder auf falsche Ziele oder – öfter noch – auf falsche, [falsch ist richtig!] ja sogar kontraproduktive Mittel zum Ziel. Weil aber der Umweltschutz die psychisch-emotionale Dimension einer Ersatzreligion[*] angenommen hat, lassen sich mit ihm prächtig Geschäfte machen und Stimmen fangen. <<

*Ersatzreligion: >Klimawandel gleich Bewußtseinswandel – Zeit für eine neue Religion?]

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Textstelle S. 99 (Kapitel: Das neue Lied: da capo – oder: Die moderne Wiederbelebung des Sozialismus/Kommunismus)Milleniums-Kollektivisten

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>> Wenn die Regierungen der Industrieländer (oder überhaupt aller Länder) wirklich uneingeschränkten Freihandel wollten, dann würden sie ihn einfach zulassen. Es bedürfte dann weder der WTO [World Trade Organisation] noch ihrer spektakulären Großkonferenzen. Und wenn den Regierungen der Industrienationen wirklich daran gelegen wäre, die Risiken der internationalen Verschuldung zu vermeiden, dann würden sie sowohl die uferlose Ausweitung der eigenen Staatsschulden [denn das kann ja keine seriöse Marktwirtschaft sein, sondern eine verlotterte] beenden als auch mit dem Wahnwitz aufhören, die Schulden der Entwicklungs- und Schwellenländer erst mit gigantomanischen Krediten aufzublähen, um sie anschließend – via IMF und Weltbank – mit den Steuergeldern der eigenen Bürger (oder deren Kinder) zu bezahlen, indem sie die überschuldeten Staaten mit gewaltigen Milliardenbeträgen an Dollars vor dem Bankrott retten. IMF und Weltbank wären dann so überflüssig wie der sprichwörtliche Kropf. [>Deutschland rekapitalisiert das Schuldsystem (Staatsgeheimnis Bankenrettung, arte-doku) Man bemerke, daß die „Griechenland-Rettung“ erst Jahre nach Baaders Schrift stattfand]
Eigentlich [eben, s.o.: ‚eigentlich‚.] sind also WTO, IMF und Weltbank nicht Garanten freier Märkte, sondern Interventionshebel der politischen Machteliten gegen wahrhaft freie Marktwirtschaften und gegen einen unverfälscht freien Welthandel.
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Und ein solcher Mix kann eben nicht wirklich freie Marktwirtschaft und wirklich freie Weltwirtschaft auf der Agenda haben, weil freie Marktwirtschaft zuvorderst bedeutet: Freiheit der Märkte von Politik.<< [Insbesondere Lobby-Politik]
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Textstelle S. 100 (Kapitel: Das neue Lied: da capo – oder: Die moderne Wiederbelebung des Sozialismus/Kommunismus)Ringos, Gringos, Bingos

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>> Die Bezeichnung als Nicht-Regierungs- oder nichtstaatliche Organisationen täuscht darüber hinweg, dass die meisten sehr wohl etwas mit Regierung und Staat zu tun haben, denn der Zweck fast aller dieser Organisationen ist es, Druck auf die Regierung(en) auszuüben – natürlich mit wesentlich größeren Erfolgsaussichten als einer Privatperson oder einem Einzelunternehmen beschieden wäre.
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Darüber hinaus werden mehr und mehr NGOs zu Front-Organisationen [WHO, WEF 2021] nationaler Regierungen gekürt und beziehen dann erhebliche Teile ihrer Mittel aus den Staatshaushalten. auch haben die politischen Führungsgremien der Industrieländer gelernt, dass sie weniger Angriffsfläche bieten, wenn sie die internationale Hilfe auf private Organisationen verlagern. Das Publikum traut einfach den karitativ auftretenden und mit Edelnamen versehenen Hemdsärmel-Organisationen mehr zu als den Regierungsvertretern oder ihren bürokratischen Auslandsfilialen. […] Nun ist zwar die Privatisierung der internationalen Hilfe immer noch besser als deren Verstaatlichung, aber effizienter oder sinnvoller wird sie dadurch keineswegs. Die meisten der ungezählten Milliarden, die in Entwicklungsländer fließen, landen entweder in den Taschen der dortigen Polit-Bonzen oder in sinnlosen Großprojekten […] . Auch der scheinbare Vorteil, dass die einzelne NGO weniger Herrschaftsgewalt besitzt als eine nationale Exekutive, kehrt sich bei näherem Hinsehen ins Gegenteil. Das Gesamtgeflecht der NGOs [das ist inzwischen das World Economic Forum] summiert sich nämlich zu einer mächtigen Struktur der internationalen Interventionismus, die sich vor keiner Wählerschaft und keinem Parlament zu rechtfertigen braucht.<<

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Textstelle S. 103 (Kapitel: Das neue Lied: da capo – oder: Die moderne Wiederbelebung des Sozialismus/Kommunismus)Demokratie good bye

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>>Das, was dem martialischen und mörderischen Sozialismus des 20. Jahrhunderts trotz aller Genozide und Verwüstungen nicht gelungen ist, nämlich die Errichtung einer sozialistisch-kommunistischen Weltherrschaft, das scheint nun im 21. Jahrundert vermittels des auf tausend Samtpfoten daherkriechenden Sozialismus der NGOs und der mehr und mehr mit ihnen klüngelnden internationalen Großorganisationen heimtückische und bürokratische Wirklichkeit zu werden.<<

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Textstelle S. 104 (Kapitel: Das neue Lied: da capo – oder: Die moderne Wiederbelebung des Sozialismus/Kommunismus)Intellektuelle Parasiten

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>>Auch diese Misere (das NGO-Phänomen) hat einen intellektuellen Hintergrund, dessen Andeutung allerdings schon ein wenig unseren Erörterungen in den späteren „Warum“-Kapiteln vorgreift. Genau besehen, sind die Industriestaaten mit ihrem staatlichen Bildungswesen – sprich: Bildungssozialismus – dabei, massenhaft die Schlangenbrut heranzuzüchten, die sie selbst zerstören wird. Wo soll denn die Hunderttausendschaft an Akademikern auch hin, die – ob gescheitert oder diplomiert – im staatlichen Bildungswesen auf Kosten der Steuerzahler mit Kenntnissen ausgestattet wird, die im praktischen Leben nur vereinzelt gebraucht werden: die Philosophen und Soziologen, die Psychologen und Ethnologen, die Politilogen und Anthropologen, die Historiker und Germanisten, die Sprach- und Literaturwissenschaftler aller Art?! Sie müssen sich ihre Jobs selber erfinden und schaffen. Und zwar hochdotierte Jobs, die ihrem Selbstverständnis als akademische Elite entsprechen. Und genau das tun sie, indem sie „edle“ Organisationen gründen und massenweise besetzen, Organisationen, die angeblich unverzichtbar sind, um alle möglichen und unmöglichen apokalyptischen Reiter von der Menschheit fernzuhalten, um scheinbar die Bürde der Armen und Unterdrückten der Erde zu erleichtern, und um vorgeblich die Schöpfung vor der Bestie Mensch zu bewahren. Wer könnte es wagen, mit „niederer kapitalistischer“ und „liberalistisch verrotteter“ Gesinnung, diesen messianischen Lichtgestalten entgegenzutreten und sie zu beurteilen als das was sie sind, nämlich als Parasiten, die ihren Wirtsbaum, den Kapitalismus, aussaugen und letztlich zerstören. Die Political Correctness ist nicht zuletzt deshalb erfunden worden, um jeden diesbezüglichen Wagemut des klarsichtigen und nicht-korrumpierbaren Teils der Intellektuellen schon im Ansatz zu ersticken. <<

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Textstelle S. 106 (Kapitel: WIE? / Das methodische Werkzeug der antiliberalen Intellektuellen)Zauberkünste

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>> Eine beliebte Methode zum Zweck der publikumswirksamen Durchsetzung und Verbreitung irrtümlicher Theorien oder falscher Parolen ist die argumentative Volte vom Tatsachenwissen zur Gesinnung. Dabei gibt es mehrere Untermethoden: Entweder man ersetzt die Fakten ganz durch Gesinnung und Wertungen, oder man lädt das Tatsachenwissen durch moralische Argumente auf, oder man wählt nur jene Fakten und Thesen aus, welche die jeweilige Gesinnungsbotschaft stützen („selektive Wahrnehmung“), oder man identifiziert […] allgemein anerkannte Ziele mit den (falschen) Methoden zur Zielerreichnung und „heiligt“ damit die Methoden. <<

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Textstelle S. 198 (Kapitel: Anmaßung von Wissen) – Jenseits der Vernunft

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>> Die meisten Intellektuellen glauben, beinahe jede Unzulänglichkeit bei gesellschaftlichen Institutionen und Traditionen könnte durch „rationale Gestaltung“ korrigiert – und jede als negativ oder als „ungerecht“ empfundene Entwicklung könnte durch „vernünftige“ zentrale Planung und Kontrolle verbessert werden. Und das ist der Kern des sozialistischen Denkens. Deshalb sind so viele Intellektuelle im Zentrum ihrer >kognitiven (- kognitive Dissonanz) und kontemplativen Existenz auch dann Sozialisten und Markt- und Freiheitsfeinde, wenn sie sich ganz und gar nicht für solche halten. <<

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Textstelle S. 106 (Kapitel: WIE? / Das methodische Werkzeug der antiliberalen Intellektuellen)Werteneutralität

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>> Weit verbreitet ist die Meinung, Liberale seien „werteneutral“ oder „werteabstinet“ oder „wertefrei“ – kurz: Gesinnungslumpen und Nihilisten. Aber nichts ist falscher als das! Werteneutralität fordern Liberale keineswegs von den Individuen (auch nicht von den Wissenschaftlern!), sondern einzig und allein vom Gewaltmonopolisten Staat. Genauer ausgeführt: Das Ziel des klassischen Liberalismus ist die Freiheit. [die nach der zunächst sinnvollen Aufklärung und bald nachfolgender Verkitschung und Erhöhung dann auch im Ansatze der ersten Entfaltung verfangen blieb und bald kam die Industriealisierung. Diese führte zwar zum Kapitalismus bzw. bewirkte das eine das andere, doch das ist nicht das Ende der Fahnenstange aller Übeltätigkeiten. Vielmehr muß hier noch das Wappen drauf – das neo-sozialistische… wie demnächst zu merken] Aus diesem Ziel leitet sich ein ganz spezifisches Werteneutralitäts-Prinzip ab, welches besagt: Der Staat darf nur ein einziges (wertenormatives) Gemeinschaftsziel verfolgen – und das ist die Freiheit, die persönliche Freiheit eines jeden einzelnen Bürgers und damit aller Bürger seines Hoheitsgebietes (begrenzt nur durch die freiheitliche Hauptregel, dass die Freiheit des Einzelnen an der Freiheit der Anderen ihre Grenzen findet). Andere Gemeinschaftsziele darf der Staat nicht verfolgen, soweit sie nicht als generelle Bedingung dem Freiheitsziel dienen – wie zum Beispiel der Frieden. Verfolgt der Staat noch andere Gemeinschaftsziele [Volksgesundheit unter Zwangsanleitung], so muss er damit zwangsläufig das (oberste) Freiheitsziel verletzen. <<

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Textstelle S. 229-230 (Kapitel: Kollektivmoral und Hypermoral)Political Correctness

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>>Besonders wichtig ist es, den Kern des falschen Diskriminierungsbegriffs zu erkennen: Einerseits darf der Staat als Inhaber des Gewaltmonopols keinesfalls nach Geschlecht, Hautfarbe, ethnischer Zugehörigkeit oder Religion unterschiedlich urteilen oder handeln, wenn er ein Rechtsstaat bleiben will. Vor dem Gesetz und der hoheitlichen Macht müssen alle Menschen gleich sein, darf es weder Bevorzugungen noch Benachteiligungen bestimmter Personen oder Personengruppen geben. Andererseits darf dieses Prinzip unter keinen Umständen auf die persönlichen und privaten Wertschätzungen der Bürger übertragen werden. Ein Staat, der seinen Bürgern zwingend vorschreiben würde, welche Menschen, Kulturen, Religionen etc. sie für „besser“ oder „schlechter“ – oder auch nur für „gleichwertig“ zu halten (und entsprechend zu behandeln) haben, wäre zwangsläufig totalitär: ein politisches System des Gesinnungs- und Meinungsterrors. Genau das aber ist der Tenor des rot-grünen und von Justizministerin Däubler-Gmelin (SPD) unterstützten Gesetzentwurfs vom Frühjahr 2002 (Gesetz gegen Diskriminierung), dessen Inhalt darauf zielt, dass auch im privaten Leben niemand aus Gründen der ethnischen Herkunft, des Geschlechts, der Rasse, der Religion oder der Weltanschauung, der Behinderungsart, des Alters oder der sexuellen Identität benachteiligt werden dürfte. So steht es zwar [siehe oben „zwar“] auch im Grundgesetz, allerdings mit dem gewaltigen Unterschied, dass diese Grundrechte nur den Staat binden und keinesfalls in die Meinungs- und Vertragsfreiheit der Bürger hinsichtlich ihrer Beziehungen untereinander eingreifen dürfen.
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So scheinbar harmlos kann der entscheidende Schritt vom Rechtsstaat zum totalitären Unrechtsstaat im PC-Zeitalter aussehen.<<

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Textstelle S. 231 (Kapitel: Kollektivmoral und Hypermoral)Political Correctness

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>> Diese Erscheinungsform der PC führt in letzter Konsequenz von der Meinungsdiktatur zur politischen Diktatur, denn: Wer die Menschen zum Schweigen zwingt [MASKE AUF!], zwingt sie zum Lügen. Und wo die Lüge einkehrt, verschwindet die Freiheit.<<

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Textstelle S. 233 (Kapitel: Kollektivmoral und Hypermoral)Political Correctness [PC]

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>> PC und vergleichbare Extremismen hätten ihr gegenwärtiges Agitationsniveau betreffend Rasse, Geschlecht, Multikultur etc. [„Gesundheitsstatus“] niemals ohne öffentliche Gelder erreichen können, weil es dafür einfach nicht genügend Nachfrager gegeben hätte (vgl. S 26). Erst das öffentlich finanzierte Massenbildungswesen eröffnet den Anhängern perverser Überzeugungen die reichlich dotierten Gelegenheiten zur Verbreitung ihrer Ideen in einem noch nie gekannten Ausmaß (s. S. 74)
Seuche [Verzeihung!] Solche Entwicklungen zeigen: mehr als um die Bewahrung der natürlichen Umwelt, sollten wir uns um die Bewahrung unserer moralischen Umwelt sorgen und kümmern. Aber nicht in Form des hypertrophen, utopistischen und politischen Moralismus des Wohlfahrts-Intellektuellen und ihrer sozialistischen Kollegen, sondern in Form einer Rückbesinnung auf die christlichen Werte des Abendlands und auf die rechtsstaatlichen Moralregeln der offenen Gesellschaft und des klassischen Liberalismus, die einander in einzigartiger Weise ergänzen. […] Und auf jeden Fall muss diese Rückbesinnung auf privater Ebene und in privaten Bildungsinstitutionen [er meint nicht durch regierungstreue NGOs, s.o.] erfolgen, denn öffentliche oder politische Aufgabe ist die Sicherung der Grundrechte, nicht der Grundwerte, wenn aus dem Rechtsstaat nicht der letztlich totalitäre Gesinnungsstaat werden soll.
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Spätestens das totalitäre 20. Jahrhundert hat uns jedoch gezeigt, dass das staatliche Bildungswesen bei dieser Aufgabe nicht nur kläglich versagt, sondern vielfach sogar den geistigen Boden für die furchtbarsten Entartungen gelegt hat.<<

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Textstelle S. 236 (Kapitel: Kollektivmoral und Hypermoral) – Vom Treibhaus an die frische Luft

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>>Wirklichkeitsfremder Hypermoralismus und illusionäre Kollektivmoral sind vorwiegend Blüten des staatlichen Bildungswesens und der öffentlich finanzierten Intellektuellen. Dagegen helfen keine Appelle und kein Jammern, sondern nur der Wettbewerb auf privaten Märkten – auch auf privaten Bildungs- und Informationsmärkten, wo die überheblichen Geister idealisierter Traumwelten auf den Boden der irdischen Realitäten zurückkehren müssen. Markt-, Freiheits- und Zivilisationsfeindschaft der Intellektuellen blühen auch deshalb so üppig, weil sie in einem hyper- und kollektivmoralischen Treibhaus gedeihen können, das der Steuerzahler finanziert und das Intellektuellen keine Kosten verursacht sondern nur Erträge einbringt. Holen wir das Bildungswesen aus diesem Treibhaus heraus und setzen es der frischen Luft des Wettbewerbs aus.<<
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[Hier haben wir es mit einem ganz schwierigen Aspekt zu tun; schließlich hat ein gewisser „freier Markt“ dafür gesorgt, daß ungewisse Kräfte die Unis übernehmen/infiltrieren konnten und das wirklich freie Denken und wissenschaftl. Arbeiten dort nun verhindert wird. Das hängt aber damit zusammen, daß diese Kräfte dieselben sind, die schon die Staatsregierung übernommen haben, die Regierung und der Staat als Gesellschaft also versagt hat. Eine Aufgabe des Staates in einer freien Gesellschaft wäre schließlich, die Autonomie der Unis zu gewährleisten, in dem er sie beschützt, ihnen selbst aber nichts vorschreibt. Universitäten sind normalerweise autonome Gebiete. Der Staat hat hier sonst nichts zu suchen. Das wäre jedenfalls eher linkes Denken; im Gegensatz z.B. zum Genderquatsch als eine der Ideologien, die nun ins Denkzentrum der Bildungsstätten Einzug erhalten haben – und Tür und Tor für jeden weiteren Unfug geöffnet haben!]

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Textstelle S. 237 (Kapitel: Ersatzreligion und Priesterherrschaft) – Wissen und Mythus

[…]

>>Seit es das Phänomen einer Intelligenzschicht gibt, hat sich deren geistiger oder politischer Führungsanspruch mit religiösen oder quasireligiösen Mythen verbunden.
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Gerade weil sie sich für verstandesgelenkte Menschen und Meister der Ratio halten, erkennen viele Intellektuelle nicht die ersatzreligiösen Implikationen ihrer jeweiligen Weltsicht, und von den wenigen, die zur Einsicht ihrer entsprechenden Motivationen gelangen, ist kaum jemals einer bereit, dies auch zu bekennen.

[…]

Textstelle S. 239-240 (Kapitel: Ersatzreligion und Priesterherrschaft) – Vernunftreligion

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>>Solange man an die generelle Sündhaftigkeit der Menschen (im Sinne der christlichen Religion) glaubte, konnten sich die Priester und religiösen Herrscher auf die Bestrafung der – vermeintlich oder tatsächlichen – größten „Sünder“ beschränken. Das hat im Verlauf der Geschichte, die Religionskriege eingerechnet, einige Millionen Opfer gefordert. Aber so richtig ging die Folterei und Metzelei erst los, als die alte Religion an Schwindsucht zu leiden begann und die neuen Diesseits-Religionen ihre Drachenhäupter erhoben. Jetzt war der „Sünder“ nicht mehr derjenige, der [>Klimawandel = Bewußtseinswandel – Zeit für eine neue Religion?] tatsächlich oder angeblich gegen die Gottesgebote verstieß, sondern einjeder, der kein „neuer Mensch“ [in neuer Normalität!] war – und das konnten und können nun einmal alle Menschen aus Fleisch und Blut nicht sein.<<

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Textstelle S. 241 (Kapitel: Ersatzreligion und Priesterherrschaft) – Gemeinwohl-Sozialismus

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Der Nationalsozialismus war (und ist, soweit er noch in einigen kranken Hirnen existiert) Sozialismus, Sozialismus, Sozialismus! Das kann man nicht oft genug wiederholen[*], um dem Täuschungsmanöver entgegenzuwirken, welches besagt, der Sozialismus sei eine radikale Antipode zum Nationalsozialismus gewesen.
[…]
*Man kann es nicht oft genug wiederholen und heutzutage wiederholen es manche wirklich kritische Denker endlich wieder – was aber auch heißt, daß es vor ihnen Baader schon längst gesagt hat und ich jedem Wahrheitsverkünder und Aufklärer hiermit gerne nochmal aufgezeigt haben möchte. Vielleicht haben sie aber auch andere Quellen, die noch älter sind und es ebenfalls so explizit ausgeführt haben. Man weiß ja nie, wo was vielleicht herkommen könnte.
[…]
>> Der moderne, angeblich „aufgeklärte“, „demokratische“ und mit „menschlichem Antlitz“ versehene Sozialismus, Sozialsozialismus, Sozialdemokratismus [Neo-Sozialismus] ist nicht etwas „völlig anderes“, sondern eine Soft-Variante, eine zartfarbene Okulation [mit viel Okultismus übrigens], welcher die Tendenz innewohnt, ins alte Holz zurückzuwuchern. Diese Okulation stellt nicht mehr die in Verruf geratene Volksgemeinschaft und das Volkswohl [Volks-Gesundheit] über das Wohl der individuellen Person, sondern das harmloser klingende Gemeinwohl. In Wirklichkeit entsteht das, was man richtigerweise unter Gemeinwohl verstehen sollte [auch dieser Begriff wird heute also verkehrt und missbraucht] nicht durch hoheitlichen Befehl oder durch Parteiprogrammatik, sondern von ganz alleine, wenn ein jedes Individuum frei ist und sich in freiwilliger Eigenentscheidung [>Muss ja jeder selber wissen] und Selbstverantwortung in eine Gemeinschaft (genauer: in viele kleine Gemeinschaften) einbindet.
[…]

Textstelle S. 242 (Kapitel: Ersatzreligion und Priesterherrschaft) – Gemeinwohl-Sozialismus

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Im Zentrum steht das sogenannte Gemeinwohl, das Motto lautet auch hier ‚Gemeinnutz geht vor Eigennutz.‘ [*]
Unter diesem Motto fördert die allwissend auftretende Wohlfahrtsbürokratie alles, was „dem Volk“ angeblich zuträglich ist und verbietet [**] alles, was „dem Volk“ oder dem „Gemeinwohl“ abträglich zu sein scheint. Sie erzieht und lenkt, belehrt und gemahnt, nimmt und gibt – alles unter der stillschweigend unterstellten Maßgabe, besser zu wissen als das Volk, was diesem nützt oder schadet. [Sie wissen allerdings genau, was dem Volk schadet, daher ja die Maßnahmen, die nur Schaden bringen] Diesbezüglich unterscheidet sich das sozialdemokratische Modell (also das Modell aller neuzeitlichen Parteien) wenig von den vormaligen sozialistischen oder nationalsozialistschen Systemen. Unterschiede zeigen sich lediglich bei einzelnen Zielen und bei den weniger drastischen Methoden.<<

*[Dabei wird dieser angebliche Gemeinnutz aber von jedem Egoisten eigennützig ausgenutzt, in Wirklichkeit fröhnt hierbei jeder dem durchs Mitläufertum angetriebenen Gemeinnutz nur seinem Eigennutz!]

**[Das Corona-System aber ist neo-neu-new. Es wird nichts verboten (Sozialismus) sondern alles angeboten (Kapitalismus). Aber nur wenn du dafür >deine Seele verkaufst. (und wie nennt man das dann wohl?) ]

Textstelle S. 244/245 (Kapitel: Ersatzreligion und Priesterherrschaft) – Entartete Demokratie

[…]

>>Das eigentlich politische System namens Demokratie deckt sich also mehr und mehr mit dem ökonomischen System namens Sozialismus – und mit dem politischen System der Diktatur. Auch hierdurch wird deutlich, dass ökonomische und politische Ordnung nicht zu trennen sind.<<
[…]
>>Entartete oder Wohlfahrts-Demokratie i s t Sozialismus.
Damit wird auch die quasireligiöse Dimension verständlich, welche die Demokratie in den Augen der Intellektuellen angenommen hat. Hinter der unablässigen Forderung nach „mehr Demokratie“ und nach dem allumfassenden „Konsens der Demokraten“ verbirgt sich die Forderung nach mehr Sozialismus, und zwar nach einem Sozialismus, dem man guten Gewissens und mit unschuldigem Augenaufschlag das Tarnmäntelchen der allseits verehrten Demokratie umhängen kann. <<
[Es folgt dem noch eine vortreffliche Auseinanderpflückung der angeblich gemeinwohldienlichen „Mitbestimmung“, aus der ich gerne die Frage ableiten möchte: Was sollte dem wohl vorausgehen, wenn nicht zunächst Selbstbestimmung? Ohne Selbstbestimmung funktioniert wahre Demokratie (Mitbestimmung) eben nicht, sondern ist nur eine reine Heuchelei und was wir dann an Pappfiguren und Arschgesichtern zum Wählen vorgesetzt bekommen, sind ausnahmslos Funktionäre eines totalitären Systems.
(>Zur Diktatur in 13 Schritten)]

Textstelle S. 257 (Kapitel: Ersatzreligion und Priesterherrschaft) – Soziale Besessenheit

[…]

>>Solange die Menschen vom wirklichen Wesen einer freien Wirtschafts- und Gesellschaftsordnung zu wenig verstehen -und von den christlichen Quellen ihrer Herkunft nichts mehr wissen wollen [s. dazu unten Abgedank], werden sie in den Händen der sozialreligiösen Diesseitspriester eine ideale Knetmasse darstellen, aus der sich im Namen irdischer Paradise neue Höllen formen lassen. <<

[…]

Textstelle S. 258-259 (Kapitel: Wohin? Schluss: Der Brennstoff der Hölle) – Kopfgeburten

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>>Richtet man den Blick auf das Deutschland der letzten Jahrhunderthälfte, so ist zu erkennen, dass nationalökonomisch schimmerlose Intellektuelle, Parteirhetoriker, Syndikatsfürsten und staatliche Bildungseliten mit ihrem fast fünfzig Jahre währenden Dauerfeuer an falschen Ideen eine Massen-Paranoia erzeugt haben, ein Volk von realitätsfernen Utopisten. So sind mittlerweile mehr als 98 Prozent der Deutschen überzeugte Anhänger des Sozialstaats. [bzw. eigentlich sinds abhängige Sozialfälle!] Ihre Vorstellungen hinsichtlich seiner konkreten Gestaltung variieren und divergieren zwar [diversity! Juhu!Jucheh!) aber was das sozialstaatliche Prinzip als solches betrifft, sind sich alle über seine materielle und moralische Notwendigkeit einig. Der Sozialstaat aber ist eine Utopie. Und deshalb befindet er sich auch seit seiner Erfindung und Einführung durch [bzw. unter] Bismarck in der Krise, in einer Dauerkrise mit sporadisch auftretenden Fieberschüben [Vorsicht, das ist ein Corona-Symptom!]. Immer wenn der Schüttelfrost einzusetzen beginnt, schwingen sich die Regierungen zu sogenannten „Reformen“ auf. Da die Reform von Unsinn in einem falschen System aber neuen Unsinn hervorbringen kann, wird der Sozialstaat eine Krisenquelle bleiben und schließlich genauso zusammenbrechen wie seine größere Vorbild-Utopie, der Sozialismus.<<
[Daher werden jetzt alle miesen Systeme zu einem zusammengeklebt, so einer Art Internationalsozialismus]

[…]

Textstelle S. 264 (Kapitel: Wohin? Schluss: Der Brennstoff der Hölle) – Paradise now

[Hier findet der Leser eine gute Erklärung zur Notwendigkeit der Bewahrung der selbstbestimmten Familie (insb. in Erziehung, Bildung, Gesundheit) und dem kleinen bis mittleren Unternehmertum, die beide dem Einfluß des Staates entzogen werden müssen, wenn man wirklich freie Marktwirtschaft und freie Demokratie betreiben will. Greift der Staat hier ein, ist beides nicht wirklich frei, sondern unfrei und dienlich nur den Ausbeutern. Daher (und getragen von weiteren analytischen Erklärungen) macht Baader klar, daß nicht der Kapitalimus an sich und auch nicht die Globalisierung perse Schuld an der weltweiten Armut und dem weltweiten Leid ist]

Textstelle S. 266 (Kapitel: Wohin? Schluss: Der Brennstoff der Hölle) – Diesseitsparadise eilen

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>>Im Klartext heißt das: Wenn diese beiden Intellektuellengruppen ihre Ziele verwirklichen und ihre Ambitionen in die Tat umsetzen wollen, steht ihnen hierfür nur ein einziger Weg offen: Sie müssen letztlich den langfristigen Stabilitäts-, Friedens- und Effizienzbedingungen der Gesellschaft entgegenwirken – und das bedeutet: Zerstörung der Freiheit und Ruin der Volkswirtschaft.<<

[was zu beweisen war]

ENDE der Zitate von R. Baader aus dem Jahr 2002.


Abgedank:
Ich möchte Herrn Baader für diese vortreffliche Analyse herzlich danken. Ich stimme ihm nahezu in allem zu, lediglich ist mir die gelegentliche Huldigung des Christentums teils zu überzogen. Zwar sind die Werte, die über das Christentum ja zum Ausdruck gebracht werden sollen, und davon jene, die mehr auf Irden denn im Himmel für Gutes sorgen – immer vertretbar; das Christentum als eine Institution ist aber eine weitere bloße ideologische Kraft und damit immer ebenso gefährlich wie andere Kopfgeburten. Es ist aber nachzuvollziehen, welchen Denkansatz, der auf den Glauben an Gott beruht, Baader hier verfolgt – und wer das Buch in Gänze liest, wird merken, daß er auch diesen Glauben ausreichend durchleuchtet hat und dies in keinem Widerspruch zu seiner vernünftigen General-Analyse steht.

C Anhang

Ähnlicher Beitrag: >Wie (und weshalb) sich die eingebildeten Gebildeten das Leben in einer Diktatur schönreden (R. Mausfeld, Warum schweigen die Lämmer)
Ähnlicher Beitrag: >Ernst Jünger im Jahr 1951 zur aktuellen* Lage der Nation (Der Waldgang)

Ein paar Beiträge, in denen die hochgelahrte Intellektuellenkaste behandelt wird:

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