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Titel: Der Influencer-Virus / Verfasst am 09.02.2020/21.02.2020

Mit diesem Artikel wurde aus Versehen der Corona-Reigen auf dem eigenen Schreibtisch eingeleitet, was dann mit dem ganzen Anti-Corona-Maßnahmen-Übel auch nicht enden wollte, mit denen es aber noch viel übler vonstatten ging als hier vorbemerkt.


Anstelle eines Vorwortes:

A
Der, die Influencer

„Diagramm eines sozialen Netzwerks: Der gelb markierte Knoten links ist ein möglicher Influencer“
https://de.wikipedia.org/wiki/Influencer

B
Das Influenza-Virus
  https://de.wikipedia.org/wiki/Influenza


Folgt dannenhero die Frage: Womit haben wir es da also zu tun?

Die Influencer
(ein englischer Begriff, den die bekloppten deutschen Genderlogen dann wohl Influencer*Innen nennen, ohne zu merken, daß die Silbe -er sowohl im Englischen als auch im Deutschen die Pluralform ist und (wie spätestens eben im Englischen zu sehen) nichts mit der männlichen Endung -er im Singular zu tun hat, wie hier nachgewiesen)

A

Das Wort Influencer ist zwar englisch, kommt aber, wie so vieles im Englischen (auf den ersten Blick) aus dem Lateinischen influo, influis, influere C, influxi, influxum und heißt soviel wie fliessen, strömen, etc.. Das Wiederauftauchen der Buchstabenfolge flu im ebenfalls aus dem Lateinischen ins Deutsche übertragenen Wort „Einfluss/Einfluß/Einflusz“ (Grimm) ist etymologisch interessant, denn Fluss kommt aus dem altgermanischen „vliezen“ und ist verwandt mit der indogerm. Wurzel „pleu“ (woher auch das Wort „viel“ kommt, mein‘ ich jedenfallums) – woraus ich den Verdacht ableite, daß es sich mal wieder umgekehrt verhält und wenigstens das lat. fluo, fluis etc. eigentlich aus dem Germanischen übernommen wurde, wie eben häufig manches Latein sich auch daraus zusammensetzte. („dass die Lateinische Sprache denen uhralten Teutschen ein Grosses schuldig, wie sichs auch in der That befindet“, das wurde uns auch u.a. von Leibniz bestätigt, was neben vielem anderen → hier eingesehen werden kann). [Auch zum Beispiel Duell kommt eigentlich vom althochdeutschen Twill und reiten konnten die Römer auch nicht]

Im Englischen nun wieder sagt man beim Grippe-Erkrankten, er habe die „flu“, was eben einer solchen Krankheit entspricht (die wir → hier Impf-luenza nennen) und eben ein Virus ist/sein könnte.
Die Nähe zum Wirken eines sogenannten Influencers ist also gut und richtig im Worte aufgezeigt. Der Influencer im Allgemeinen bewirbt (oder bewirtet?) Dinge/Produkte (weiteres unter B) mit dem Ziel, daß möglichst viele davon befallen werden und macht sie sozusagen viral (im Wahrnehmungsbereich der Gesellschaft). Im Bereich der Dinge, als Produkte, beschreibt der Begriff des Influencers also diejenigen, die mit verschiedenen Marketingstrategien und verbesserter Werbung für eine größere Verbreitung von Konsum-Produkten sorgen und sich verstärkt für dieses oder jenes auf dem Markte erhältliche Ding einsetzen, von dem sie und ihre Auftraggeber meinen, es müsse von möglichst vielen Leuten gekauft oder wenigstens in Betracht gezogen werden. Sie forciren also die reizvolle Konfrontation mit einem Produkt, zu der es ohne den entsprechenden Aufwand im Vorfeld eben nie gekommen wäre. Man kann von dieser Einflussnahme halten, was man will; immerhin hat der Konsument noch die Möglichkeit Überlegungen darüber anzustellen, ob er das Produkt wirklich benötigt; und falls eben nicht, so hat jeder andere Verständnis, wenn er sich stattdesssen einem andern Produkt zuwendet – hauptsache er ist für irgendein Produkt offen und für die restliche Gesellschaft noch irgendwie als Konsument bis williger Systemkonformling infiz äh identifizierbar.
Kurz gesagt, eine Gesellschaftsform, die nur über die Hin- und Herverteilung überflüssiger Waren und fragwürdiger Werte „aufrecht“ erhalten werden kann, benötigt auch ein entsprechendes Influenzertum, das den fortwährenden Irrsinn beständig belebt; sie gehören zwingend zu den krankhaften Auswüchsen einer übermässig im Äußeren auf der Suche nach Glück und Erfüllung sich wähnenden Gesellschaft. Diese benötigt dann beinfluenzt zu werden und solche Influenzer sind demnach meistens in den überflüssigsten aller überflüssigen Gesellschaftsbereiche beruflich oder ehrenamtlich tätig und die Strebsamsten davon dann selbstverständlich in sogenannten Corporate Communication Progress Congressen anzutreffen  (s. mehr dazu im Zuatzartikel unten).

B

Um dieses Konstrukt am Zerfall (der ein natürlicher Vorgang wäre) zu hindern, muß nun, neben der materiellen und künstlich geformten Welt und der Produktionsnotwendigkeit von überflüssigen Gebrauchsgegenständen (der viele Müll auf den Halden ist ja nur der Restmüll von dem Müll und Schrott in den Regalen und Katalogen),  auch die allgemeine Denkweise und Meinungsbildung bald beeinflusst werden, und zwar umso mehr, je offenkundiger das Krankhafte und krankmachende Prinzip zu Tage tritt, das sich sowohl im stetigen Tun, als auch hinsichtlich der Auswirkungen bis über alle Grenzen hinaus (die deswegen auch verwischt oder beseitigt werden) äußert und nur durch Ausbeutung der natürlichen Welt, sprich der Natur und der natürlichen Werte und Kräfte der Menschen, fortbestehen kann – ein Vorgang (bzw. Rückschritt) mit dem sich vom Natürlichen abgewendet und dem Widernatürlichen zugewendet wird, was im Übrigen dem Ziel und der Ideologie der Genderlogen entspricht – (s.u.), an dem insgesamt selbstverständlich nur diejenigen sich dumm und dämlich verdienen, die es am allerwenigsten verdient haben und eigentlich die Dümmsten und Dämlichsten sind. Insbesondere dann, wenn sie sich als besonders intelligent wähnen und sich die schöne neue Welt noch viel schöner reden, vor allem auf Podesten und in Talkrunden, während sie selber und vor allem die „anonyme“ (sic!, inzw. eher gläserne) Masse unter den Auswirkungen der Schandtaten leiden, ohne es allerdings zu bemerken, wenn sie dann körperlich oder geistig erkranken.
Und daß dem so ist, sieht man nicht nur an allen Ecken und Enden (am Rande) der Gesellschaft, sondern insbesondere in den massenhaft frequentierten Mittelpunkten oder Zentren, den Versammlungsorten vielfacher Ego-Zentren, inzwischen auch virtuell, also bei instagramm, whatsApp, fakebook, etc.

Die körperliche Erkrankung ist u.v.a. zu erkennen an der jeweiligen Einschränkung und Behinderung der Menschen, also der Körperhaltung und Körperbestückung mit diversen Hilfsmitteln, (ich meine nicht den einzelnen, sondern das Volk im Ganzen, das eben insgesamt kränkelt und ein jeder schleppt daran auf seine Weise herum, daher auch so viele z.Bsp. humpelen); ähnliches geschieht mit den Sinnen, wenigstens den sogenannten fünf Sinnen, der sechste bis siebte ist schon längst verkümmert. Geistig wiederum ist es weniger eine Krankheit, als vielmehr eine Verwirrung, die dann allerdings zu Krankheiten führt, denn wer irre geleitet wird, wir auch bald irre und meint aber in seinem Irrsinn, was er tut und denkt, sei gut für alle; zumal die es ja auch tun und sagen.
Damit das alles so bleibt und das Krankhafte noch desto mehr als etwas Gesundes oder Heilbringendes aufgefasst und viral gemacht wird, müssen auch etliche, vormalige Werte oder Wertvorstellungen, Meinungen und (normalerweise) sich selbst entwickelnde Gedanken über diese und jene Sache oder diese und jene Angelegenheit beeinflusst werden und dies geschieht dann wie mit den materiellen Produkten auch mit den gedanklichen Konstrukten, die nicht käuflich erwerbbar sind, sondern sich durch Bildung herausbilden und vermittelst eines inzwischen an allen erdenklichen Orten sich herumtreibenden Influencertums beeinflusst, d.h. konstruirt, manipulirt und gesteuert werden. Das ist im Prinzip kriminell, jedenfalls eine Mittäterschaft, wenn herauskommt, daß überwiegend nur Ungesundes dabei herauskommt.


Zusatzartikel

„In influencers we trust“
Dieser hier als Zusatz eingepflegte Text ist ein Kapitel aus unserem Pamphlet „Voll aufgefüllter Putzeimer gegen die angeblich geshlechtergerechte Stümpel-Sprache…“

Dem verständigen Leser dürfte klar sein, daß meine Kritik am Gendertum und deren Auswüchse weder gegen Menschen weiblichen Geschlechts (man nenne sie Frau) noch gegen Menschen männlichen Geschlechts (man nenne sie Mann) zielt, und auch nicht gegen jene Menschen unter diesen beiden Geschlechtern, die sich ihrem angeborenen Geschlecht nicht mehr oder noch nie zugehörig fühlen und es über welche Art auch immer (vorausgesetzt dafür müssen keine Steuerzahlungen anderer Menschen herhalten) umzuwandeln versuchen. Auch wird die Homosexualität in keiner Weise angegriffen. Und wenn zwei gleichgeschlechtliche Menschen beschließen, ihre Partnerschaft durch eine Heurath zu besiegeln, so bewegt mich das ebenso wenig zu herzlichen Gratulationbekundungen, wie wenn sich Mann und Frau dem Advokat oder der kirchlichen Obrigkeit, oder sicherheitshalber beiden unterwerfen, und über diesen Weg ihrer Liebe entsprechende Fesseln anzulegen versuchen oder welche Sicherheiten man sich davon sonst verspricht. Gegen eine gleichwertige Stellung von Mann und Frau und deren Gesinnung ist schon aus rein menschlichen Gründen nichts einzuwenden. Doch eben darum geht es den Genderisten gar nicht, auch wenn sie es häufig vorgeben und mit diesen Agumenten das Publikum vergrößern. Es geht ihnen vielmehr, jedenfalls schauts zunächst so aus:

Um die Anerkennung einer Minderheit in der Gesellschaft (wogegen nichts einzuwenden ist) und um die Gleichbehandlung dieser in allen Bereichen, angefangen durch Veränderung der Sprache. Die besagte Minderheit sind Personen, die an der jedem Menschen innewohnenden Zweigeschlechtigkeit glauben. Auch dagegen wäre aus spiritueller Sicht nichts einzuwenden, wenn wir die Harmonie der männl. und weibl. Aspekte in jedem Menschen meinen, die biologische Ausrichtung hierbei aber ebenfalls nicht missachten. Tatsächlich aber geht es ihnen nicht um Gleichstellung/Berechtigung/Wertigkeit, sondern um Gleichmacherei dieser beiden Aspekte (da sind wir nicht weit von der Genmanipulation entfernt) und Begründung einer neuen Gattung. Die Verbesserungsvorschläge der Genderei sind meines Verachtens nicht zum Behufe der Frauen oder weiblichen Aspekte und deren Gleichbehandlung gedacht, sondern – angeblich – auch für die Gruppe der Transgender-Menschen, Transsexuellen und Transidentitären, was die wenigsten sind und auf deren Bedürfnisse und Befindlicheiten sich die Sprachveränderung wiederum letztlich bezieht. Doch auch deren Orientierungslosigkeit und Identitätskrise wird nur benützt. Die Eingliederung dieser wenigen dergestalt orientierten Menschen einzufordern, wäre schließlich ebenfalls nicht verwerflich, jedoch äußert sich der Genderlogen Bemühung nur augenscheinlich zugunsten (eigentlich aber auf Kosten) dieser sich in der Minderheit befindlichen Menschen, um die Ideologie einer kleinen Elite der breiten Bevölkerung aufzuzwingen, was sie per entsprechendem Sprachcodex innerhalb der Sprache zu etablieren versuchen. Dies ist zudem eine Vorgehensweise, die nichts mit der Sprachentwicklung zu tun hat und auch keine Sprachentwicklung ist, die von ernstzunehmenden, intelligenten Germanisten und Philologen ihre Unterstützung erfahren dürfte. Die Gender-Ideologie ist die Unterlage der darauf hingeschmierten gendergerechten Sprache (die selbst eine Frauenbeauftragte und mancher Genderfan teils anzweifeln) und soll auf diese Weise durchgesetzt werden.

Diesen Ultra-Genderlogen (häufig im „Corporate Communication“-Bereich tätig) genügt zum Beispiel die Formulierung/Schreibweise wie „Leser und Leserinnen“ deswegen nicht, weil sie zwar die weiblichen „Pole“ (Pol*inen?) mitberücksichtigen, doch zum einen die Reihenfolge nie gleichberechtigt wäre und vor allem: Weil hierbei die Transsexuellen und Transidentitären unerwähnt bleiben. Daher (DES-wegen) verlangen sie den Gender-Stern (Leser*innen) oder möchten gar noch ein Binnen-I hinzugefügt haben: Leser*Innen. Die Kritiker dieser kindischen Schreibübungen werden dann Transphobe und damit als rassistische oder rechtsextrem/rechtslastige Menschen verurteilt, womit selbstverständlich auch ich spät. ab heute zu rechnen habe. Und deswegen schreibe ich diese Abhandlung: Um erkennen zu lassen, daß all diejenigen, die das Binnen-I, Gendersternleinchen und Unterstrichelchen verwenden und sich damit für die Gleichberechtigung der Frauen einzusetzen wähnen (was sie ja nichtmal aktiv tun, sondern nur passiv zum Ausdruck bringen) entweder zu faul sind nachzudenken oder über kein Unterscheidungsvermögen mehr verfügen (was der Genderei wohl zugute kommt) oder einfach nur strunzdoof sind!

Wer sich also aus Gründen der Liebe zur Menschheit (wir meinen nicht intellektuellen Schwafel-Humanismus) für die Gleichberechtigung der (zwei) Geschlechter einsetzt, der hat Möglichkeiten zu Genüge, sich dieser Aufgabe zu widmen. Und als studierte, einflußreiche, handlungsfähige, gar redegewandte Person sogar direkt vor Ort, statt hinter Rednerpulten an Communication Progress Congressen (die hier ins Giftgrün getunkten Worte sind Lieblingsbegriffe des – deutschsprachigen Influencertums im Fachbereich „Corporate Communiation“) [1]   eine Sprachreform einzufordern und unter häufiger Verwendung überflüssiger Anglizismen als hochgeschätzte Corporate Communication Manager Kurse im Coparate Dialog anzubieten, dahingehende Change Prozesse zu erarbeiten und ein paar diesbezügliche Learnings zum Thema Content Strategien und Content Marketing zusammen getragen, begleitet und bejubelt von etlichen freelancern, die durchaus fest daran glauben, daß die Ideen ihrer wortführenden Influencer – ja „Influencer“ -jeder im Internet tätigen Person gleich gut gefällt und so mithilfe ihrer Influencer Marketing Strategie jedem Internet-User hilfreich bei der Content Produktion sind oder auch gerne bereit wären, ihr voller Content angehäuftes Wissen mit ihnen zu sharen, damit auch sie das Vertrauen ihrer Kund*Innen gewinnen und über „glaubwürdige Markenbotschaften“ ihre Marken (und Meinungen) an den Mann zu bringen.

[1] Hinweis bei evtl. jetzt plötzlich auftauchenden Verdauungsproblemen: Das grüne Zeug habe ich nicht selber zusammengepanscht, sondern der Internetseite corporate.dialog.ch entnommen: http://www.corporate-dialog.ch/2018/04/09/influencer-marketing-auf-fakten-basierte-argumente/vertrauen-aufbauen/


ReaderInnen Suggestion
(auch for LehrerInnen und teachers):


>Save the date! (zu deutsch: Erspare dir den Termin) 01.07.2015
und wo dieses meeting nun bereits gewohnter Mist ist, so ist jenes come-together ein frischer Haufen shit – und überall wo mir das auf einem Plakat begegnen sollte, werde ich garantiert fehlen, genauso wie ich mir kein einziges „Datum“, das mir durchaus gerne weiterhin lateinisch unterkommt, merken werde, wenn einer mal wieder meint, er könne mich mit einem Save the date come together meeting von seiner Scheiss-Veranstaltung überzeugen, so interessant sie auch sein möge!
>xy-Inaktivierung, ein offener Brief an Frau X 28.11.2014
Das, mind_estens, ist, was ich bei einer Teilnahme an Euren „ent_zweigendernden“ bis „ent_cisgendernden“ sprachzersplitterungs-Treffen mit meiner ganzen „künstlxschen“ (?) Kreativität dann wohl redlich empowernd (!) hervorzubringen hätte.

Nachtrag 2021: Von wegen empowern: