Frohe Weihnachten allen Selbst-Mördern
Für die Genderlogen: Frohe Weihnachten allen Selbst-Mörder*innen

Man kann sich gar nicht vorstellen, was ich neulich in der Vorweihnachtszeit gemeinsam mit den Medien und sonstigen Fürsorge-Anstalten mal wieder für ein enormes Mitverantwortlichkeitsgefühl entwickelt habe, als da vonseiten dieser Anstalten die Erforderlichkeit zur unbedingten Teilnahme an dieser friedseligen Festlichkeit beständig dem Volk nahegelegt worde, und sich dann kurz vorm heiligen Abend  vermittelst diverser Ratgebertexte wie „Aktiv gegen Einsamkeit: Bleiben Sie Weihnachten nicht alleine“ oder „So bleiben sie über die Feiertage nicht einsam“ noch desto fürsorglicher um alle Jene gekümmert wurde, die dann doch wieder einsam und allein zu Hause hockend zurückzubleiben drohten, nachdem sie sich ja schon während der gesamten Vorglühzeit aufgrund mangelnder Mittel viel zu wenig von der durch die kauffreudige Menschenmenge verbreiteten Glitzerfreude haben mitreissen lassen.

Umso erleichterter ward ich, als ich bald darauf auf einen Artikel stieß, der sich mit diesem Ratgeber-Journalismus

– dessen Anti-Selbstmord-Broschüre in meinen Augen genau so einen großen Wert hat wie die Ratgeberfilmchen Spülmaschine richtig einräumen und anwenden oder Der perfekte Grill (Untertitel: „Grillen ist besser als Kochen. Doch welcher Grill passt zu welchen Ansprüchen?… etc.“) Vorsicht, Links führen zur ARD –

noch desto besser auseinandersetzte, geschrieben von Frau Diefenbach bei ScienceFiles, eine Internetseite, mit der ich einerseits zwar in manch einer Nebensache (eins, zwei oder drei) irgendwie gänzlich anderer Ansicht bin, die ich andererseits aber mit großem Zuspruch immer gerne lese, da sie insbesondere im Bereich Gender– und Klimawahn hochwertige Artikel liefert. Aber auch dem ein oder anderen sonstigen Thema wird dort nicht weniger professionell begegnet und so ging es diesmal also um

Weihnachten, die Zeit „zwischen den Jahren“ und Neujahr: Zeit der Einsamkeit? Zeit des Selbstmordes?, von Dr. habil. Heike Diefenbach bei ScienceFiles am 23.12.2019

wo ich sodann die Behandlung der von so manchen Ratgebern sehr nachlässig behandelten
Frage, ob sich Menschen ohne ‚Familienanschluss‘ an den Weihnachtstagen und in der Zeit ‚zwischen den Jahren‘ nicht besonders einsam fühlen, so einsam, dass sie ihre Einsamkeit nicht ertragen können und Suizidgedanken haben „,
noch gerne noch um folgende Aspekte ergänzen wollte:

Schließlich dürften zunächst einmal die Menschen, die sich zu Weihnachten einsam fühlen, auch sonst einsam sein, es gibt also nicht weniger Einsame zu Weihnachten, sondern haben diejenigen, die unter ihrer Einsamkeit leiden, jetzt weniger Gelegenheit sich davon abzulenken, wie sie sich eigentlich fühlen, zumal Weihnachten drei Tage lang dauert.
Diejenigen wiederum, die unter ihrem Alleinsein (das in den Ratgeberheftchen ja mit Einsamkeit gleichgesetzt wird) nicht leiden und damit auch nicht in eine destruktive Form der Einsamkeit verfallen, dürften sich folglich auch nicht durch Mithilfe Anderer davon abzulenken benötigen, ob sie nun ohne „Familienanschluss“ sind oder mit, den sie dann jedoch nicht in Flucht vor der Einsamkeit aufsuchen.

Von den in destruktiver Einsamkeit Befindlichen derweil ist die Zahl derjenigen, die sich aufgrund fehlender* Familie an den Weihnachtstagen so einsam fühlen, daß sie sich darüber am liebsten vorübergehend umbringen würden, nicht unbedingt größer als die Zahl derjenigen, die sich am liebsten ebenso nahezu umbringen würden, weil sie sich jetzt schon wieder verstärkt in ihren häufig durch Ehen erweiterten hochglücklich miteinander verbändelten und sehr um alle einsamen Traumtänzer mitleidig bekümmernden Familien- und Bekanntenkreis einfügen müssen, wo sie sich nämlich noch viel einsamer fühlen, als wenn sie ihm fern geblieben wären.

Von diesen wiederum würde der eine stattdessen lieber vorm Fernseher hocken, weil im factistenbook ja in diesen Tagen auch nicht viel Ablenkung von sich selbst geboten wird, während der andere ohnehin keine Lust auf Fernsehen oder andere Medien hat, da er sich endlich in die friedliche Einsamkeit begeben kann, ohne daß andauernd welche angestochen kommen, weil sie es nicht ertragen können, alleine zu sein; während er mit jenen, die sich auch mal in ihre Einsamkeit begeben haben und jederzeit könnten, durchaus beisammen sitzen könnte, sogar zu Weihnachten; und dies wäre dann auch ein friedliches bis fröhliches Beisammensein, während es in allen andern Gebieten allenfalls mal hauchweise durchs Kerzenlicht flackert und kurz nach Auspustung dann auch flugs wieder abzieht, usw. –

Höchstwahrscheinlich werden alle diese Fälle, die untereinander auch noch sehr variabel auftreten, in den berüchtigten Statistiken wohl nicht berücksichtigt, die man ja auch ohnedies schon in den Wind schiessen kann, wie Frau Diefenbach vortrefflich ausgeführt hat; ich wollte dies jeden Falls nur noch ergänzen, und wünsche frohe Weihnachten gehabt zu haben.

*Die Einsamkeit aus plötzlicher oder stets aufwallender Trauer um einstige Menschen ist hier nicht gemeint


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