ursprünglich verfasst am 14.12.
erweitert am 15.12.
Nachtrag am 16.12.
veröffentlicht am 19.12.2019


Es ist ein typischer Vorfall bei allgemeiner Kritik an noch nicht ganz gleichgeschalteten Kollektiven (auch Gruppen/Bündnissen/Konglomeraten/Netzwerken/Anstalten etc., im Prinzip Versammlungsorten unterschiedlichster Menschen), daß man als Kritiker derselben manchmal zu Pauschalisierungen und allg. Verurteilungen aller dortigen Personen neigt oder diejenigen verletzt, die sich in diesen Orten zwar noch bewegen, den Machenschaften, die darin stattfinden aber gleichwohl kritisch gegenüberstehen; dieser Gegend jedoch nicht so einfach entfliehen können oder aus Gründen, die für den richtigen Kritiker „unvorstellbar“* sind, gar dort verweilen möchten und sich daher von ihm aufgrund seiner ironischen Überspitzungen verständlicher Weise mit angegriffen fühlen; wenigstens solange sie sich noch keine anderen Aufenthaltsgebiete aufgebaut haben.

Es ist auch ein typischer Vorgang, daß sie ihm seine Worte, die eigentlich nur eine Hinterfragung und noch lange keine hässliche Rede sind, dann so auslegen, als sei es (@Machenschaften) lediglich ein ideologisches Problem, das er mit dem Gegenstand seiner Kritik habe, woraufhin sie ihn kurzerhand als Teil der gegnerischen Seite wähnen (s.u.), deren Zugehörige sie allesamt oft genug so pauschal verurteilt haben, wie er nun alle Zugehörigen jenes Lagers über einen Kamm scherte. Hinzu unterstellen sie ihm noch ein persönliches Problem zu haben, bei dem er Hilfe benötigte und die sie ihm hiermit gegeben zu haben gütlich erweisen (‚das hilft schon weiter‘, was eine ähnlich dumme Bemerkung ist wie ‚dafür nicht‘ oder ’setzen sechs‘ o.ä.); vermutlich weil ihre Beweggründe, sich weiterhin an diesem längst in seiner Grundstruktur entlarvten Orte aufzuhalten, ein klein wenig ideologischer eingefärbt sind, als seine es jemals gewesen sein könnten.
Es kann aber auch Opportunismus sein, der sie antreibt, was wiederum verständlich ist, solange die Existenz von dieser Gruppierung abhängig ist, was ja ein persönliches Problem wäre, das durch die Zugehörigkeit zu dieser Gruppe aber hilfreich gelindert wird. Ist diese Abhängigkeit dann schrittweise überwunden, läuft man allerdings Gefahr, das Überwundene so frei zu kritisieren und alles darin so pauschal zu verurteilen, wie es ihnen der Kritiker (dieser Snob) einst am seinerzeit noch sensiblen Gegenstand vorgemacht hatte. Jedenfalls dann, wenn man selber dazu neigt, nicht nur die Gruppen/Verbände/Netzwerke/Anstalten etc, sondern die einzelnen Menschen darin allesamt zu verurteilen. (z.B. in I. oder II.)* siehe dazu mehr unter Hintergrund

Da tun sich also insgesamt beide nichts. Insofern: Statt zu fragen „Sind bei facebook eigentlich nur noch Idioten und Dummköpfe (und „hässliche“ Fratzen) zugegen?“, sage ich in Anlehnung an meine hiermit verlinkten Begründungen, nicht bei facebook zu sein, nochmals aus, daß es mir absolut unverständlich ist, warum man den Correctivisten vorwürft, das fakebook zu säubern; denn was haben in dieser klebrigen Produktschleuder und Datenwucherei-Maschinerie wahrhaftige Meldungen, Tatsachenberichte und Fakten zu suchen?

* Vorstellbar wären in diesem Fall folgende Gründe: (daß ihm diese Gründe einmal vorgestellt werden, das bleibt tatsächlich meistens aus)
-von möglichst vielen Leuten, gelesen zu werden
-die Arbeit, von der die Existenzsicherung abhängt, durch Spenden finanziert zu bekommen, was ja gut ist
-diese Arbeit auch durch Zustimmung oder Bestätigung der eigenen Meinung unterstützt zu bekommen, denn wer sonst sollte sie unterstützen
– durch dieses mehr an Zustimmung mehr Einflussnahme zu erhalten,
selbstverständlich bei Verbreitung der eigenen Ansicht,
die dann wohl als die alleinige richtige zu gelten hat (sonst wären kritische Nachfragen ja möglich gewesen) und umso mehr als solche gilt, je mehr Unterstützer sie erfährt, was es ermöglicht, einzelne kritische Nachfrager (auch aus den eigenen Reihen) leichter abwatschen zu können.


Anmerkung: Die Worte sie und ihr hätte man auch groß schreiben und die Begriffe er und seine durch ich und meine ersetzen können, aber wir wollen ja nicht persönlich werden


Hintergrund 1:

Kommentarbereich unter https://sciencefiles.org/2019/12/11/wahnsinn/

Hintergrund 2:

I. Wahnsinnige oder Dumme: Wen beschäftigt das ZDF?, 14.12.
II. Die hässliche Linke – ihr Lügengebäude stürzt überall ein, 15.12.


Nachtrag:
Der ScienceFiles-Feed, der jahrelang auf unserer Seitenleiste als Empfehlung tickerte, wurde inzwischen entfernt. Nicht aufgrund seiner Texte, denen ich dem Inhalte nach durchaus zustimme und deren gelegentliche Schärfe ich schon richtig einzuordnen weiß (oder bis dato einzuodnen wusste), sondern aufgrund des Umstands, daß meine weitaus harmlosere und offenkundig ironische Kritik an dem geheiligen Notstandsghetto als allerschwerste Beleidigung aufgefasst und mit einem ziemlich unverschämten und rabulistischen Handstreich wider mich abgehandelt wurde.


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