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Erstellt am 15. Okt. 2019
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Inhalt: 
1. Versuch einer Lobschrift an die Genderlogie
2. Natürlich im Wege
3. Anschauungsmaterial
4. Tilgung der Endsilbe -er
5. Zum Personenbegriff in der Sprachwissenschaft und der göttlichen,
(noch nicht ganz) unfehlbaren Genderlogie
6. Lobenswert: Die Naturfeindlichkeit des Gender-
Mainstreams verträgt sich gut mit der Naturfeindlichkeit der
Klimawandeltheorie - ein Gesang im Ton der Wahnsinnigen
7: Warum der Genderstern nicht nur im Sinne der Rechtschreibung
regelwidrig, sondern sogar für die Ziele der Genderlogie
untauglich ist – eine Beweisführung.

„Ein weiteres großes Thema der gegenwärtigen Kultur, von dem auch die Genderisierung kündet, ist die Entwurzelung.“
Schöne neue Sprache? von Alexander Wiechec, Cuncti.net vom

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Versuch einer Lobschrift an die Genderlogie

Mit dieser Lobschrift möchte ich einmal mehr auf die Dringlichkeit einer Reform der deutschen Sprache hin zu einer gendergerechten Sprache hinweisen und im Hinblick auf die Forderung des Gender Mainstream nach mehr Geschlechtslosigkeit (sowohl im Menschen, als auch in der Sprache) vermittels eines radikalen Vorschlags an der Herbeiführung dieses erwünschten Wandels (zunächst in der Sprache, dann im Menschen) einen maßgeblichen Beitrag leisten und mich damit, bei gleichzeitigem Hinweis auf meine diesbezüglich bisher verfertigten Studien, an die Spitze der kulturschaffenden Intellektuellenkaste und dem Gesinnungsgefolge der gesamten genderösen Gemeinschaft befördern. 

Hierzu wird allerdings eine zunächst sehr radikale Maßnahme erforderlich sein, die darin besteht, sowohl die Entfernung des Gendersterns aus manchen Begriffsformen, als auch an eben diesen ausgemachten Stellen die Tilgung der Endsilbe -er, vorzunehmen.
Diese Maßnahme ist desto notwendiger, je mehr wir der Grammatik als auch der Genderlogik zugleich gerecht werden wollen. Der Einsatz des Gendersterns ist nämlich, bei genauerer Betrachtung, für die heeren Ziele der Genderlogie (als Gegenstück zur Biologie, aber insbesondere als eine neue über alles erhabene wissenschaftliche Erkenntnixtheorie) eher kontraproduktiv, was ich in weiterer Folge anschaulich erläutern werde. Mit fortschreitend unbestechlicher Polemik werde ich sodann zu dem Fazit gelangen, daß die Genderlogie bei der Gestaltung der deutschen Sprache vorsichtiger zu Werke gehen und die gegenwärtige Methode überdenken sollte, wenn sie sich nicht der Lächerlichkeit preisgeben möchte. Oder es müssten eben, was aus humanistischen Gründen besser für die Menschen wäre, der deutschen Sprache einige grundlegende Wurzeln genommen werden. Nur so können wir die teuflische Natürlichkeit, die eben auch in der leidigen deutschen Sprache noch zum Ausdruck kommt, überwinden und der göttlichen Genderei den Weg zu ihrer verdienten Anerkennung bahnen, damit sie als das seligmachende Gut für die Menschen erkannt werden möge.

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Natürlich im Wege

Es entbehrt wohl nicht einer gewissen Idiotie, daß ausgerechnet die Deutschen, mit denen man bekanntlich alles machen kann, daß also ausgerechnet dieses Volk sich – bei allen ehrbaren Versuchen des Gender Mainstreams – überhaupt nicht gendern lässt. Auch wenn es inzwischen so erscheint, als sei dieses edle Ziel erreicht, so ist unterwegs doch ein gewaltiges Problem übersehen worden, das zuletzt alle Versuche der allgemeinen Genderei ad absurdum führen könnte; ein Problem nämlich, das in der deutschen Sprache (der Sprache der Deutschen) zu finden ist und im Grunde nur durch die totale Zernichtung (statt allfälliger Verstörung durch gelegentlich gesetzte Gendersterne) der gesamten deutschen Sprache, bzw. ihrer grundlegenden Wurzeln, zu erreichen wäre. Wenigstens könnte man sagen, daß dieses gendergerechte Vorhaben weder über die oberflächliche Veränderung der deutschen Sprache herbeigeführt, noch als eine sie begleitende Maßnahme durchgeführt werden kann; da sie nämlich einen Sicherheitsmechanismus gegen dergleichen Eingriffe eingebaut hat und zwar dies von Natur aus.

Bei allen ehrbaren Versuchen also, die Menschen sozialgeschlechtlich gleichwertig zu behandeln, demnach zu gendern, verhält es sich offenbar leider so, daß ausgerechnet die deutsche Sprache so beschaffen ist, daß sie sich gar nicht gendern läßt, ohne grammatikalische Fehler zu verursachen. Dies kann nun künftig besser vermieden werden, indem man ihr zentrale Elemente, die eine Sprache ausmachen, entnimmt und damit ihrer Lebendigkeit beraubt, die wiederum aus ihrer Verbindung zur teuflischen, unkontrollierbaren Natur entsteht und ganz besonders in der deutschen Sprache zu finden war aber auch heute noch aus ihr emporflammt, ja so verderblich ist sie noch immer.
Mit dieser höllischen Lebendigkeit ist nun nicht die Phonetik, der Klang, der Ton gemeint – denn tatsächlich klingen andere Sprachen ja weitaus lebendiger im positiven Sinne, vitaler und leidenschaftlicher, sondern ist gemeint die nur noch im schriftlichen Überrest des Altdeutschen etymologisch erkennbare Verbindung der Sprache zur Natur, dieser Bestie.
Wollen wir aber die Sprache ihrer verkruxt natürlichen Elemente berauben, um sie einzig als anständiges Werkzeug des Sachverstands und zur Beschreibung sachlicher, materialistischer Zustände im Rahmen ideologischer Gedankenkonstrukte zu benutzen, so ist leider festzustellen, daß von allen in der europäischen Union gesprochenen Sprachen ausgerechnet die deutsche Sprache dieses für sich gar nicht zulässt, da sie bereits – wie gesagt – eine Art natürlichen Sicherheitsmechanismus gegen das Gendern ihrerselbst in sich trägt.
Der deutlichste Hinweis für diesen fatalen Sicherheitsmechanismus, den die Genderlogen als Störfaktor erkennen sollten, ist so augenscheinlich vorhanden, daß er schon wieder gar nicht mehr auffällt. Zu finden ist er in den Deutschen an sich, also in dem Deutschen (Mann) und in der Deutschen (Frau) und ich werde nun als einer der ersten Befürworter des Gender Mainstreams auf den einzigen anfälligen Punkt dieses Sicherheitscodes – also auf den Knackpunkt, an dem dieser Code zu knacken wäre (nicht zu verwechseln mit dem Kackpunkt der bei gelegentlichem Kot zu entdecken wäre) – hinweisen. Dieser beknackte Kackpunkt äh dieser verkackte Knack und Backpunkt.. na! egal! dieser Punkt jedenfalls zwackt mich nämlich schon seit geraumer Zeit dermaßen in meinem linksliteralen Sprachzentrum, daß ich ihn nicht mehr lange unbeachtet lassen kann und jetzt frage ich mal vom fehlenden Zusammenhang hingerissen in die Runde:
Wie verhält es sich eigentlich mit dem edlen Gevölke der europäischen Union? Wie wären die Einzelkomponenten dieser vereinigten Ansammlung unterschiedlichster Völker zu benennen, wenn wir sie länderweise betrachten? In welche sprachlichen Einzel-Zellen können und dürfen wir sie noch stecken, um uns ihre Individualität im kulturellen Bereiche differenziert anzusehen?

Nehmen wir einmal das Gevölke in Italien. Das sind alles sozusagen erstmal Italiener. Die Italiener bestehen aus Italiernern und Italienerinnen. Der gendergerechte Menschenfreund, als dessen Sprachrohr ich hier fungiere, würde sie allesamt nun kurzerhand Italiener*innen nennen. (Das Anfügen von -innen gilt für alle Länder mit der Endung -en, aber auch bei den anderen Endungen ist es der Fall)
Nehmen wir sodann das Gevölke in Österreich. Das sind alles sozusagen erstmal Österreicher. Die Österreicher bestehen aus Österreichern und Österreicherinnen. Der gendergerechte Menschenfreund würde nun den Österreicher und die Österreicherin die Österreicher*innen nennen.
Nehmen wir sodann das Gevölke in Frankeich. Das sind alles sozusagen erstmal Franzosen. Die Franzosen bestehen aus Franzosen und Französinnen. Der gendergerechte Menschenfreund würde nun den Franzosen und die Französin die Französ*innen nennen.
Nehmen wir sodann das Gevölke der Slowakei. Das sind alles sozusagen erstmal Slowaken. Die Slowaken bestehen aus Slowaken und Slowakinnen. Der gendergerechte Menschenfreund würde nun den Slowaken und die Slowakin die Slowak*innen nennen.
Nehmen wir sodann das Gevölke in Polen. Das sind alles sozusagen erstmal Polen. Die Polen bestehen aus Polen und Polinnen. Der gendergerechte Menschenfreund würde nun den Polen und die Polin die Pol*innen nennen.
Nehmen wir sodann das Gevölke in Griechenland. Das sind alles sozusagen erstmal Griechen. Die Griechen bestehen aus Griechen und Griechinnen. Der gendergerechte Menschenfreund würde nun den Griechen und die Griechin die Griech*innen nennen.
usf.: Lettland: Die Letten, der Lette, die Lettin, die Lett*innen / Dänemark: der Däne, die Dänin, die Dän*innen/ Portugal: Portugiese, die Portugiesin, die Portugies*innen

Hier stellen sich nun einige Fragen. Müssten wir nicht eigentlich, wenn wir Pol*innen und Griech*innen sagen, Polenland oder Griechland sagen? Oder Griech*innenland und Pol*innenland? Warum sagen wir Österreicher*innen aber nicht Frankreicher*innen? Warum sind die Letten keine Lettländer*innen, die Dän*innen keine Dänemarker*innen? Die Italien-er*innen keine Italier*innen?
Sind mit den Ländernamen eigentlich die Bewohner gemeint oder deren Landessprache oder mal dieses mal jenes? Und genau diese Frage ist es, die uns nun zu den Deutschen führt, allwo die Angelegenheit um die Begrifflichkeit nicht nur klarer wird, sondern so klar ist, daß sie eine Gendereinfärbung gar nicht zulässt.

Wie ist es also mit dem Gevölke in Deutschland? Das sind alles sozusagen erstmal Deutsche. Die Deutschen bestehen aus Deutschen und … Deutschen. Der gendergerechte Menschenfreund würde nun den Deutschen und die Deutsche die Deutsch*innen nennen, – tut er aber nicht. Das hat auch seinen Grund, wie ich noch ausführen werde.
Hier zunächst nochmal die entscheidenden Unterschiede der europ. Union (Auszüge, gesamte Liste s. Anhang) in Gegenüberstellung zur Ausnahmeerscheinung der Deutschen:

Italien: Der Italiener, die Italienerin
Rumänien: Der Rumäne, die Rumänin
Spanien: Der Spanier, die Spanierin
und weitere mit der Endung -en

Dänemark: Der Däne, die Dänin
und andere wie -reich, -gal, -burg

Zypern: der Zypriote, die Zypriotin, die Zyprioten
Ungarn: der Ungar(e), die Ungarin, die Ungarn
Slowakei: der Slowake, die Slowakin, die Slowaken
Malta: Der Malteser, die Malteserin

Griechenland: der Grieche, die Griechin
Finnland: der Finne, die Finnin
und andere mit der Endung -land,

außer:

Deutschland: Der Deutsche, die Deutsche

Die schöne deutsche Endsilbe -in (früher schrieb man übrigens auch im Singular noch -inn) wird also ausgerechnet bei den Deutschen nicht verwendet, bei allen anderen Völkern der EU (und darüberhinaus) aber schon. Damit ist die Deutsche bereits gleichgestellt dem Deutschen, bzw. der Deutsche/die Deutsche sind die Deutschen, die gar nicht weiter gegendert werden müssen. Die Deutschen, obwohl sie in Deutsch-Land leben, sind nämlich nicht die im deutschen Land lebenden, also nicht die Deutschländer (*innen) sondern sind es die Deutsch sprechenden. Die Deutschen sind weniger mit einem Landstrich identifiziert, als vielmehr mit ihrer Sprache. Mehr noch:
„Die Deutschen sind gewissermaßen sprachgeboren: Sie leiten die Bezeichnung ihres Volks und ihres Landes von ihrer Sprache ab. Im europäischen Vergleich ist das eine Besonderheit. Normalerweise gehen Sprach- und Volksnamen zurück auf die Benennung einer Region (italienisch, niederländisch, spanisch) oder eines Stammes, der eine führende Rolle bei der Herausbildung der ethnischen Identität spielte (englisch, griechisch, polnisch). Beide Möglichkeiten waren im Falle der Deutschen blockiert […] . Übrig blieb die Sprache als Namensspender […] .“   Quelle: Wolfgang Krischke, Was heißt hier Deutsch?, Beck Verlag, München 2009, Seite 39

Ein weiteres Kuriosum: Der Deutsche ist wohl der einzige Begriff mit den Buchstaben tsch, der auch männlich sein kann. Die Kutsche, die Rutsche, die Matsche (der Matsch geht auch), Klatsche, Patsche, Ratsche, Klotsche, Pritsche, Klitsche, Bratsche, Latsche etc.

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Anschauungsmaterial

Nun verhält es sich in Deutschland ja so, daß in etlichen Kulturbetrieben wie Museen, Theatern, Schauspielhäusern, etc., sowie in kulturwissenschaftlichen Instituten, Seminaren, Stiftungen, Akademien, als auch in Lehranstalten, Schulen und Universitäten und all diesen Einrichtungen (eine Richtung eben) gelegentlich angebundenen Buchhandlungen, Ticketcentern und Agenturen inzwischen auf Teufel komm raus gottgleich gegendert wird. Dies geschieht allerdings häufig ohne dabei die grundlegenden Regeln der sozialfeindlichen deutschen Grammatik zu beachten, was aufgrund der Dringlichkeit des humanitären Wirkens der Genderlogie zu einer Schluderei im allgemeinen Sprachgebrauch führt und damit dem akademischen Anspruch, den die Genderlogie ja ansonsten vollständig erfüllt (Nachtrag 12/19: „Werden die Gender Studis ihrem eigenen Anspruch gerecht?„), bei allem Verständis für die Unabdingbarkeit der Gleichbehandlungsversuche aller drei Geschlechter, nicht genügen dürfte.

Wie zum Beispiel soll der gut situierte Akademiker denn künftig sein Interesse an einem guten Nachbarschaftsverhältnis zu der nah seines Anwesens vor sich krauchenden Bauernfamilie zum Ausdruck bringen können? Müsste er bei solchen Kontaktaufnahmen mit seinem sozialen Umfeld nicht bedenken, daß er hiermit der Bauernfamilie indirekt unterstellt, daß sie nur aus männlichen Geschlechtsmenschen besteht, vermutlich auch noch anberaumend, daß Frauen und Menschen ohne eindeutige Geschlechtszuordnung sich zu fein sind, mit Mistgabeln zu hantieren? Müsste er zur Vermeidung solcher Geschlechterbeleidigungen nicht eigentlich sagen,  er sei an einem guten Nachbar*innenschaftsverhältnis zu der Bauer*innenfamilie interessiert? Der Nachbar und die Nachbarin sind schließlich einstmals die Nachbauren genannt worden, woraus dann die Bauern wurden, die nicht nur aus Männern bestehen, sondern aus Bauern und Bäuerinnen.
Ebenso sind ja auch die neulich per Drohne dahin gemeltzelten Erntehelfer in Afghanistan weiblich und männlich gewesen, daher hätte jedes humanitär ausgerichtete Medium hier von → Erntehelfer*innen sprechen müssen, alles andere wäre ja wohl vollkommen asozial! Wir wollen schließlich das soziale Geschlecht (Gender) nicht abwerten, sondern gleichmäßig bewerten, wo immer Menschen gemeint und betroffen – also mitgemeint – sind. (Die Kinder auf dem Erntefeld sind in dem Fall natürlich auch mitgemeint gewesen).  
Oder was ist demnach mit den Menschen, die unter einem sogenannten Helfersyndrom leiden, dabei aber gar kein Mann sind? Wäre es nicht zunächst einmal allgemein ein Helfer*innensyndrom zu nennen, bevor wir uns den eigentlichen Problemen zuwenden?!
Gleichsam ist die edle Diskussion über die Frage, ob wir heute noch Neger sagen dürfen, nahezu heuchlerisch, wenn wir doch eigentlich die weiblichen und männlichen Neger vor rassistischen Begriffen beschützen möchten, so daß wir einstweilen → Neger*innen sagen sollten.
Ebenso verhält es sich dann auch mit den Zigeuner*innen und → Neandertaler*innen
, doch nicht nur Minderheiten sind betroffen, sondern auch Mehrheiten, zum Beispiel die vielen Mitläufer, die wir doch eigentlich → Mitläufer*innen nennen müßten.
Ein eiteres Problem taucht bei Ansprachen, Hinweisen und Angaben auf, mit denen wir uns unter der häufig verwendeten Formulierung liebe Leser*innen, Autor*innen, Schauspieler*innen, etc. an alle Geschlechter zugleich wenden möchten oder
sobald wir von einer Führerscheinprüfung, Künstlerakademie, Zuschauerzahlen, Besucherprognosen, Schülerversammlungen oder einer Bäcker-Innung (Innung der Bäckerinnen und Bäcker, als Nachfolge der Zünfte) sprechen, statt von einer Führer*innenscheinprüfung, Künstler*innenakademie, Zuschauer*innenzahlen, Besucher*innenprognose, Schüler*innenversammlung und eben der Bäcker*innen-innung, so wie nicht zuletzt von der → Schreiner*innen-Meister*innenei Zimmermann.

Da müßte also noch vieles nachgearbeitet werden, doch erscheint es mir fast ein unmögliches Unterfangen zu sein; da unsere leider immer noch so varientenreiche und wandelbare Sprache ausgerechnet auf diesen Umstand nicht eingerichtet und ausgerichtet ist; will sagen, wo sie bis nahezu ins Unendliche immer um weitere Stücke ergänzt werden kann, ist eine Verkürzung und Verstummelung weniger nützlich. Doch genau diesen Eingriff, statt noch weiterer Verlängerungen, hätten wir vorzunehmen, wollten wir den Forderungen der ehrbaren Genderbelegschaft Folge leisten, die da lautet, das weibliche Geschlecht, sowie auch das neutrale Geschlecht (bei Menschen ohne eindeutige Geschlechtszuordnung) müsse dem männlichen Gechlecht nicht nur im Sexus der Menschen sondern auch im Genus der Sprache gleichgestellt werden. Eine Verkürzung geschieht nun, wenn wir Leser*innen sagen, statt Leser und Leserinnen, doch sagten wir schon längst Leser/innen, was dem Umstand der Gleichbehandlung des neutralen Geschlechts nicht gereichte, daher ersetzte man den Schrägstrich durch einen Genderstern. Dadurch aber, daß wir demnach Leser*innenschaft oder Schüler*innenversammlung sagen müssten, ist aus der Verkürzung eine umständliche Verlängerung geworden; das Argument, der Genderstern diene auch der Verkürzung, z.B. beim Beschreiben von Plakaten (wie eben Sale statt Sommerschlußverkauf o.ä.) ist also ungültig, obendrein ist diese Form auch fehlerhaft im Sinne der Grammatik.

Alle diese Maßnahmen umgehen eben das eigentliche Problem, und das ist natürlich in der Ensilbe -er zu suchen, die, wollte man die gendergerechte Sprache konsequent, logisch und nachvollziehbar anwenden, somit aus dem dtsch. Sprachgebrauch zu entfernen wäre; sonst wirds doch zu umständlich. Bei gleichzeitiger Versicherung an alle deutsch sprechenden Menschen, daß es sich hierbei nicht um einen Missbrauch handelt, wenn die deutsche Grammatik für den guten Zweck missachtet werden würde, ist es doch sinnvoller, sie gleich komplett außer Kraft zu setzen: sie ist in der Wertigkeit schließlich dem humantären Treiben der Genderlogie unterzuordnen, zumal sowieso kein Deutscher die Grammatik wirklich begreift, was wiederum in der Natur der Sache begründet liegt. Die Natur der Sache äußert sich dadurch, daß wir oft genug intuitiv und mit einem natürlichen Sprachgefühl vorgehen und am Klang merken, ob es sich richtig anhört oder nicht. Diesem Sprachgefühl sind viele Deutsche häufig noch verfallen, was aber abgeschafft werden muß, und eben dieser bislang noch nicht eingebrachten Forderung von Seiten der Genderlogie möchte ich hiermit mehr öffentliches Gehör verliehen zu bekommen versucht haben.

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Tilgung der Endsilbe -er

Getilgt werden müsste die Endsilbe -er immer da, wo sie als Suffix in Bildungen mit Substantiven oder Verben einer Mehrzahl von Personen angehängt wird, die etwas berufs-, gewohnheitsmäßig oder augenblicklich tun (Bäcker, Säufer, Redner) und/oder einer übergeordneten Gruppe angehören (Gewerkschafter, Politiker, Einwohner, Berliner, Sauerländer, etc.)
Die Entfernung der Endsilbe -er in wenigstens diesen Bereichen ist nicht nur unbedingt erforderlich, sondern vor allem der konsequente, logische Schritt, um der gendergerechten Sprache ein schlüssiges Regelwerk und damit eine Grundlage zu verschaffen, auf der sie gedeihen und sich im allg. Sprachgebrauch durchsetzen kann, denn ohne diesen Eingriff würde sie aufgrund affektiver und willkürlicher Herangehensweise sowohl grammatikalische als auch genderlogische Fehler verursachen.
So haben auch wir mit unseren bisherigen Vorschlägen und kritischen Auseinandersetzungen mit der gendergerechten Sprache im Prinzip nur aufgezeigt, daß die deutsche Grammatik den Anforderungen einer anständigen Gendersprache eben nicht genügt, was auch der Grund dafür sein dürfte, daß die weiter oben aufgeführten von uns entwickelten Formulierungen noch immer nicht in den Duden aufgenommen wurden. Dieses kleine Wörtlein er führt uns schließlich immer wieder zu der Annahme, daß wir das weibliche bis diverse menschliche Geschlecht missachten und übergehen und zwar nicht in dem was wir tun, sondern in dem, was wir sagen oder schreiben. Auch ein fleissiges Gendern der Sprache hilft diesem Problem nicht ab, sondern führt nur zu Umständlichkeiten und Verunsicherungen. Dies ist insb im Bereich der Berufsbezeichnungen aber auch vieler Sammelbegriffe und Tätigkeitsbereiche der Fall. Da uns diese von der Genderei wohlmeinende Tat zu viel unnötige Arbeit macht und zu mehr Umständlichkeiten führt als in der gewohnten Anwendung der Grammatikregeln, erscheint es uns nur sinnvoll und vor allem logisch konsequent, das er gänzlich aus der deutschen Sprache zu entfernen. 

Um also die unsachgemäße Einfügung des Gendersterns zu vermeiden, müssten wir erstens diesen selbst und zweitens dann die Silbe -er entfernen, und zwar aus diesen Gründen:

a. Vermeidung willkürlicher, fehlerhafter Formulierungen
b. Vermeidung der ansonsten notwendigen Tilgung der Artikel der/die/das oder einer Verschmelzung derselben zu einem einzigen unbestimmten Artikel (the), was allerdings ein unzüchtiger und unzulässiger Eingriff wäre.

Das Er existiert in nachfolgend aufgeführten Wortformen. Wir haben die Fälle rot gedruckt, bei denen unter Berücksichtigung der Forderungen nach Geschlechtergerechtigkeit die Suffix-Bildung -er zuerst entfernt werden müsste, da diese auf das Stammwort ER, als eines der ältesten deutschen Begriffe, zurückzuführen sind. [Der Stammbaum des Wortes Er geht auf man zurück, gleich Mensch; Das Er ist eigentlich der Inbegriff des Menschlichen und die Menschen sind weiblichen oder männlichen Geschlechts.
Die Endung -er im Plural, wie bei Bäcker, Leser oder Kinder hat keine andere Wertigkeit wie die Endung -en im Plural wie bei Kollegen, Menschen. Doch allein die Tatsache, daß dieses -er ausschaut wie der er muß uns genügen, es (also das er) aus der Sprache zu entfernen]

1. er als Pronomen „männliches Substantiv, das eine Person oder Sache bezeichnet, die bereits bekannt ist“ [Duden].  (Beispiel: Paul kam spät von der Arbeit nach Hause. Als er ins Haus kam, war seine Frau weg)
2. Er als Substantiv, maskulin „Person männlichen Geschlechts“.  Beispiel: „Es ist ein Er.“ [Duden] (Es dürfte sich hier auf das Lebewesen beziehen. Es ist eine Sie wäre das Gegenstück. Es ist ein Es wäre eine überflüssige Feststellung. Wir bestimmen schließlich das biologische Geschlecht, das bereits vorhanden ist. Das Er und Sie wird erst dann nicht mehr vorhanden sein, wenn das Lebewesen geschlechtslos geboren wird, was ja das Ziel Mancher ist, die es dann durch Reagenzglas-Herstellung geschlechtsloser Humanroboter zu bewerkstelligen suchen, was eines der edlen Vorhaben ist, das die Genderlogie mit unterstützt)
3. er- als Präfix „drückt in Bildungen mit Verben aus, dass etwas erfolgreich abgeschlossen wird, zum gewünschten Erfolg führt, dass man eine Sache bekommt, erreicht“ [Duden] Beispiel: erfahren, ersehnen, erdenken, erfolgen, erreichen Anmerkung: Die Herkunftsvorfahren des er- sind ur-, ir-, ar-, dennoch kann es den Genderlogen nicht gefallen, wenn wir bedenken, daß allein das er männlich klingt
4. -er als Suffix [Dieses mindestens gilt es also zu entfernen]
dieses -er „kennzeichnet
a) in Bildungen mit Substantiven oder Verben (Verbstämmen) eine Person, die etwas berufs-, gewohnheitsmäßig oder nur im Augenblick tut. Beispiel: Klimatechniker
oder: Bäcker, als jemand, der oder eine Person, die damit ihr Brot verdient, indem sie Brot backt/ als jemand, der backt
b) in Bildungen mit Substantiven eine Person, die zu etwas gehört, Beispiel: Gewerkschafter,
oder: Bäcker, als Mitglied des Berufsverbands der Bäcker
c) in Bildungen mit geografischen Namen den Einwohner, Beispiel: Sauerländer

d) in Bildungen unterschiedlicher Wortarten eine Person oder Sache mit dem charakteristischen Merkmal, Beispiel: Benziner, oder: Schweitzer Käse, in Bezug auf das Herstellerland, denn wäre es in Bezug auf die Einwohner des Herstellerlandes müßte hier gegendert werden: Schweitzer*innen Käse
e) in Bildungen mit Zahlwörtern eine Person oder Sache im Hinblick auf ein bestimmtes Maß, Beispiel: Fünfziger
f) in Bildungen mit Verben (Verbstämmen) ein Gerät, eine Maschine, die etwas macht, tut, Beispiel: Wäschetrockner
g) in Bildungen mit Verben (Verbstämmen) einen Gegenstand, mit dem etwas gemacht wird, Beispiel: Aufkleber
h) in Bildungen mit Verben (Verbstämmen) eine Tätigkeit, einen Vorgang oder dessen Ergebnis, Beispiel: Seufzer
5. Er, als chemisches Zeichen für Erbium
6. ER, als Abkürzung für Europäischer Rat
[Alles in Kursiv stammt aus dem Duden, Bezug online Okt. 2019]

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Zum Personenbegriff in der Sprachwissenschaft und der göttlichen, (noch nicht ganz) unfehlbaren Genderlogie

Die obige Liste entspricht größten Teils der Form wie sie im Duden zu finden ist. Es dürfte dabei von dem einen oder anderen kritischen Denker bemerkt worden sein, daß der Duden hier ausnahmlos von einer Person, nicht vom Mensch spricht. Der Duden definiert die Person aber als: „Mensch als Individuum, in seiner spezifischen Eigenart als Träger eines einheitlichen, bewussten Ichs“, oder als „Mensch hinsichtlich seiner äußeren, körperlichen Eigenschaften“, oder alsFigur, Gestalt in der Dichtung oder im Film. …“
Im Duden wird also der Mensch als Wesen nicht übergangen, schließlich behandelt der Duden die Sprache und nicht den Mensch. In der Grammatik finden wir schließlich auch die Bezeichnungen „erste Person Singular“ oder „dritte Person plural“ o.ä., was eben nichts über den Mensch als Lebewesen aussagt, sondern wird etwas über das Wort erklärt, so wie ja auch „der Mensch“ ein Nomen oder „menschlich“ ein Adjektiv ist. Während die Sprachgelehrten also im unvernünftigen Rahmen ihrer Wissenschaft bleiben, tut die über solche Nichtigkeiten erhabene Genderlogie dieses klugerweise nicht. Auch daher lassen wir die Diskussion um ‚die Person als ein Mensch mit Maske‘ etc. hier beiseite, da auch der Duden diese Theorie gar nicht zum Gegenstand seiner Untersuchung macht. Demgegenüber möchte die göttliche Genderlogie aber die ebenso göttliche Geschlechterlosigkeit einerseits im Wort und eben auch sowohl im Mensch als auch in der Person herbeiführen, bzw. zunächst den Mensch in eine Personenstellung (soziale Identifikation) bringen, um ihm dann das Menschliche (Ungöttliche!) darin zu verleiden, unter anderem durch Eingriff in die Sprache und ihrer grundlegenden Grammatik, die im Deutschen noch eine Nähe zur Natur (diesem teuflischen Biest!) aufweist und eine grundlegende Umkremplung der deutschen Sprache und ihres gesamten Regelwerks herbeizuführen; eine genderöse Behandlung der Sprache also, die – wenn wir sie mit den Hemdsärmeln des hart schuftenden deutschen Michels vergleichen wollten, nicht etwan hochgekrempelt, sondern gänzlich abgeschnitten zu werden bedörften. 

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Lobenswert: Die Naturfeindlichkeit des GenderMainstreams verträgt sich gut mit der Naturfeindlichkeit der Klimawandeltheorie – ein Gesang im Ton der Wahnsinnigen

Hinweis an alle die glauben, was sie eben glauben:
Ich glaube nicht, daß der Klimawandel nicht stattfindet, sondern halte durchaus  eine (derzeitige Phase der ) Klimaerwärmung für möglich, ebenfalls befinde ich den übermäßigen und somit industriellen CO2-Ausstoss als problematisch für das Klima, bzw. für die Natur, sofern es giftige Abgase sind, derweil der Naturschutz erstes Gebot sein sollte, damit die Natur den Kreislauf auch um das nötige CO2 lenkt und nicht irgendwelche korrupten Spinner in Politik und Wirtschaft, die nicht etwas darauf aus sind, das Natürliche der Erde zu retten, sondern um Schaden anzurichten und davon zu profitieren. Daher befinde ich, daß die Maßnahmen zum Stop der Klima-Erwärmung Unfug sind, derweil der Versuch, das Klima künstlich abzukühlen, zwar per künstlicher Wolkenbildung vorgenommen wird (was für die Natur und dem Menschen aber schädlich ist!), allerdings der im Internet verbreitete Chemtrail-Quatsch oftmals dennoch nicht stimmt, sondern häufige Wolkenmatten in Folge des üblichen Flugverkehrs entstehen und schlichte Umweltverschmutzung sind. Gehe also weder mit der einen, noch der andern Seite konform, nur damit das mal klar ist, vor allem der Seite, die hier noch am ehesten mal etwas liest.

Es ist sicherlich nicht allzu weit aus dem All hervorgeholt, daß wir in der Genderlogie einen neuen Stern am Himmel erkennen können, der die Menschheit in bislang unentdeckte Sphären der Bewußtwerdung geleiten und sie sodann so dermaßen nahe an die eigene Unfehlbarkeit, bei gleichzeitigem Verständnis vonseiten GOttes für manche Sünden seiner IHme als Ebendbild nachgebildeten Abziehbilder, heranführen wird, wie es sich nicht einmal die schlimmsten Religionsfanatiker in ihren entferntesten Träumen auszumalen gewagt hätten.
Wir bemerken schließlich bereits mit heller Begeisterung wie diese Gottgläubigen zusammen mit anderen Schwärmern und Phantasten widerspruchslos zur Klimareligion konvertieren, ohne dabei Gott verleugnen zu müssen. Das ist insbesondere dem Zutun der Wissenschaftler zu verdanken, die der anfänglich noch sehr ideologisch geprägten Klimawandeltheorie mit gottgleicher Kreativität beim Modellieren ihres feststehenden Glaubensgebäudes allmählich eine wissenschaftliche Grundlage verschaffen konnten. Mit diesem Erkenntnisverbund von Wissenschaft und Religion ist dannenhero anzunehmen, daß die Menschheit den höchsten Stand ihrer Entwicklung seit Bestehen der Evolutionstheorie auch erreicht haben wird, sofern sie besagtem Stern auch folgt, was sie aber tun wird, denn sobald die ersten folgen, folgen ihnen die nächsten nach, was ja schon beim Smartphone, dem Bindeglied zwischen den Menschen und Gott, gut funkytioniert hat.
Daß oben besagter Stern beizeiten nur als ein fahler Lichterschein aus dichten Wolkenmatten erkennbar ist, soll nicht etwan dazu führen, diesen Vorgang mit dem vernebelten Geisteszustand der Menschen gleichzusetzen, sondern ein Hinweis sein, daß die teuflische Natur sowie die angebliche Natürlichkeit der Menschen dahin zu stellen ist, wo sie hingehört, nämlich in die Sphäre der Einbildung und nebülöser Traumgebilde.
Daher ist die teuflische Natur zu ersetzen durch das künstliche Werk, weshalb auch die Künstler unter uns, gefördert durch ihre intellektuelle Lobby, sich in Ausübung ihrer Künste diesem Zustande anzunähern erlaubt und aufgefordert sind, wonach dann auch die Praktiker einer natürlichen Lebensweise sich nach Abkehr vom Fleische selbstverständlich auch von der anderweitigen Naturkost, ob roh oder gekocht, abzuwenden und den höchst gehaltvolleren entsprechenden Pillen oder der schon bald auf dem Markte erhältlichen 3D-Nahrung hinzuzuwenden haben. All dieses wird sich aber durch das allgemeine Schwarmverfahren von selbst so einspielen, ohne daß einer viel darüber nachdenken muß, wie sehr er all die Jahre zuvor seine Lebensweise verfehlt hat, denn dies kann er vermittelst der Verjüngungspillen aus Japan oder Korea nachholen, sobald er die ersten allergischen Reaktionen auf Embrio-Knorpelpulver (vermischt mit Lämmerblut und eingewickelt in knusprigen Insektenhäppchen) überwunden hat.
Die Dinge nachhaltiger zu gestalten und sich mehr um die future* zu kümmern, als im gegenwärtigen Antigenderdasein zu verharren und bloß der Natur zu fröhnen, das ist, was die Menschheit zur Wahrheit führt, die manche noch Gott nennen, dabei meinen sie selbstverständlich die Dreifaltigkeit aus m und w und x; Gott ist schließlich geschlechtsneutral, so wie auch die Genderlogie diese Erhabenheit über alle weltlichen Angelegenheiten für sich erkannt hat.

Zudem können wir nicht nur von Glück sagen, sondern gar von Fügung sprechen, daß der edle Aktionismus gegen den Klimawandel Hand in Hand mit der Genderlogie geht, die sich ebenfalls von der schrecklichen Natur abwendet und eine Umwelt erschaffen möchte, in der das soziale Geschlecht, genannt Gender, mehr Beachtung findet als das natürliche Geschlecht, das in der Rangordnung, oder in der Wertigkeit, weit hinter das soziale Geschlecht gesetzt werden sollte. Wenn nun manche sich mit ihrer Bio-Logie nicht wohlfühlen, so haben sie die Möglichkeit, ihre Biologie in Genderlogie zu ändern oder im sozialen Bereich mehr das weibliche als das männliche Geschlecht äh … heraushängen zu lassen oder ansonsten eben plakativ das neutrale Geschlecht vorzuführen. Dies wiederum würde ihnen durch die Entfernung der endsilbe -er aus der deutschen Sprache unheimlich erleichtert.
Der günstige Umstand, daß sich der Genderismus ähnlich wie der Klimawandel-Aktivismus gegen die lebensfeindliche Natur erhebt, führt also zu der weiteren Überlegung, daß menschenfreundliche Menschen erst dann an ihrer eigentlichen Bestimmung (des Menschseins) ankommen, wenn sie sich mehr mit ihrem „sozialen Geschlecht“ identifizieren, als mit ihrem biologischen Geschlecht, das da auf dem Mutterboden der Natur so elendig und vernachlässigt herumkraucht und in unserer sozialen Welt kein Bein auf den Boden bekommt. Das ist nämlich das Problem mit den Menschen, die ihre Verbindung zur Natur erhalten, bzw. überhaupt erst einmal herstellen möchten. Je inniger sie das tun, desto schwieriger lassen sie sich in derartige Strukturen einbinden. So ist es keine unberechtigte Reaktion, daß wir den  zunehmend gefahrvollen Überlegungen von Seiten der natürlichen Menschen, die eine Erhebung zu rein sozialen Personenwesen ablehnen und mit denen wir Genderlogen zu ringen haben, unter Umständen nur durch Tilgung derselben begegnen können – was wir aber aus gesetzlichen Gründen zunächst nur in der Sprache betreiben sollten.

* bezüglich der future gibt es jetzt wieder etwa Neues im Bereich der göttlichen Genderlogie zu bestaunen, denn nach dem Blackfriday for future (für Schüler, doch etablieren sich nunmehr auch die „Students for Future“, die „Scientists for Future“ und somit dann auch die „LecturesForFuture“. siehe mehr dazu hier: → “Prof. Dr. Antideutsch” – Studierunwillige bestehlen Steuerzahler, ScienceFiles vom 27.11.2019

7

Warum der Genderstern nicht nur im Sinne der Rechtschreibung regelwidrig, sondern sogar für die Ziele der Genderlogie untauglich ist – eine Beweisführung.

Dieser Teil-Abschnitt wird irgendwann hier dran geklebt; der angedrohte Beweis ist durchaus erbracht worden, doch muß der Autor es noch in Worte bringen, ab hier im Entwurf:

Folgt also nun die Beweisführung, daß die Verwendung des Gendersterns nicht nur den Rechtschreibregeln (als auch den Grammatikregeln) zuwiderläuft, sondern auch für die ehrbaren Ziele der Genderlogie untauglich und daher überflüssig ist. Dies gilt bei der Verkürzung von Doppelformen wie zum Beispiel die Leser und Leserinnen zu Leser/Leserinnen (richtig) oder Leser/innen (richtig) oder Leser*innen (untauglich und überflüssig).

I.

Überflüssig ist er zunächst deswegen, weil wir an seiner Statt bereits den Schrägstrich längst in Gebrauch hatten.
So erlaubt der Duden

gemäß  der amtlichen Regelung der deutschen Rechtschreibung (Punkt 5.2, Schrägstrich, § 106) zur Kennzeichnung der Wörter bestimmter Gruppen folgende Schreibweisen:
– die Leser/Leserinnen
Desweiteren sind diese Formen möglich:
– Leser/innen
– Leser/-innen
– Leser(innen)

Oder, nach den Angaben im Duden:

Diese Klammervariante bei Begriffen ohne Endung -er wie bei Kolleg(inn)en ist im Übrigen ein ausschlaggebender Faktor.
Der Genderstern wäre für diesen Begriff schließlich so setzen: Kolleg*innen oder so: Kollegen*innen, was wiederum als sprachlich nicht korrekt und untauglich zu bewerten ist. Während der Genderloge bei den Leser*innen also der (vermeindlich) männlichen Endung -er per Genderstern die weibliche Form -in anhängt – was darüberhinaus ohnhin nur ein Ersatz für den Schrägstrich wäre (daher ist Leser*innen überflüssig) – wird bei den Kolleg*innen die nötige Plural Endung -en nur an die weibliche Form gehängt, während der Einsatz per Klammer inmitten des Begriffs Kolleg(inn)en für beide Formen gilt, daher ist der Genderstern auch an dieser Stelle unzureichend.

II.

Nun wird bei der Diskussion, wie die Zeichen denn zu setzen seien, häufig eines übersehen. Es geht der Genderlogie schließlich nicht nur um die Gleichstellung der Geschlechter männlich und weiblich (die ja durch unsere Rechtschreib- und Grammatikregeln und allein dem Variantenreichtum unserer deutschen Sprache ohnedies längst gewährleistet ist), sondern um eine gendergerechte Behandlung aller Menschen, bzw der Gleichstellung auch des geschlechtsneutralen Menschen (Transgender) oder der Menschen ohne eindeutige Geschlechtszuordnung. Man müßte es also eine Forderung nach einer transgendergerechten Sprache nennen, da mit gendergerecht nur die soziale Geschlechtsgleichstellung gemeint ist, während sich der Transgenderbegriff auch auf das Sexuelle oder den Sexus bezieht. Diesem Umstand aber steht unsere deutsche Sprache ratlos gegenüber, es sei denn, wir entfernen die Endsilbe -er aus dem Sprachgebrauch (insbesondere in Berufsbezeichungen etc, wie bereits oben diskutiert), woraufhin auch der Genderstern, der ohnehin unzureichend ist, nicht mehr benötigt werden würde.

Den geschlechtergerechten Menschen stört z.b. der Umstand, daß die allg. Pluralform Bäcker die gleiche Endung hat wie der Bäcker im männlichen Substantiv. Da er aber und solange er diese Endung als menschliches Sexus denn als sprachliches Genus auffasst, muß er letztlich den Genus aus der deutschen Sprache entfernen, was am häufigsten das er wäre.
Das soziale „Geschlecht“ (gender) ist aufgeteilt in m,w, d oder n, wobei d oder n nur Ausweichmöglichkeiten der beiden (auch biologischen) Vorprägungen w oder m sind. Die Bäckerin möchten Brot backen wie der Bäcker, hieße dann: Die Bäckin möchte soviel Brot backen wie der Bäcker, sofern das Geschlecht bekannt ist; ist es transgender, so sagen wir das Bäck* oder das Bäckx, ansonsten sagen wir im allgemeinen Plural zunächst die Bäck*.

III.

Daß die Plural-endung -er eigentlich gar keine Bezeichnung des männlichen Geschlechts ist, erkennen wir an der englischen Sprache (germanische Gruppe und ist ein Gemisch aus lat/altengl./deutsch). Daß und wie sehr sich die Genderlogie, in ihrem Versuch das Deutsche zu gendern, auf Irrwegen befindet und eben fehlerhaft gendert – demnach weder der Grammatik noch der Genderlogik entspricht, erkennen wir dann, wenn wir den Umstand unserer Versuche betrachten, die ins Deutsche eingeführten englischen Begriffe zu gendern, die wiederum im Englischen anders gegendert werden.

So sagen die „Engländer“ (das sind die Englisch sprechenden, zu unterscheiden von den in Großbritannien lebenden; den Großbritanniern) neuerdings zum Beispiel „officer“ (statt „policeman“), denn der policeman wäre nicht nur nicht weiblich, sondern auch nicht neutral. So wie der „policeman“ in einen geschlechtsneutralen „policeofficer“ umgewandelt wurde, entstand aus dem fireman der fireworker oder aus dem barman der bartender.
Bei uns ist der Feuerwehrmann ohnehin keine Feuerwehrfrau und umgekehrt, allerdings ist bei uns auch der Plural mehr das Problem. Doch sagen wir auch da nicht, wie die Engländer, die Feuerarbeiter. Denn das ginge ja auch gar nicht, da wir die Arbeiter ohnehin gendern müssten, die worker allerdings zu gendern, das verlangen wir von den Engländern nicht. Der Bartender darf im Englischen kein Barman sein, aber im Deutschen dürfte auch die Bartender insgesamt nicht sein, sondern müßten es die Bartender*innen sein. Und übernähmen wir bald das Wort officer, so würde der genderverliebte deutsche Mensch dann officer*in daraus machen, also nicht nur das Deutsche, sondern auch das Englische eigentlich gar nicht verstanden haben.

Daher nun die Mitdenkfrage an alle, die bis hierhin gelesen haben:
Warum geht die ganze Chose ums göttliche Gendern gerade in Deutschland stets in die Hose?

Antwort: Weil besonders die Intellektuellen in Deutschland glauben, oder sich > einbilden, intellektuell hieße zugleich intelligent.


Anhang

Länderliste

In der deutschen Sprache besteht die EU aus folgenden Ländern und entsprechenden so betitelten Einwohnern:

Einwohner: Endung männl. -er,  weiblich -in
Länder enden auf: land/burg/reich, en, a

Niederlande: der Niederländer, die Niederländerin, die Niederländer
Estland: der Estländer, die Estländerin, die Estländer
Luxemburg: der Luxemburger, die Luxemburgerin, die Luxemburger
Österreich: der Östereicher, die Östereicherin, die Österreicher
Belgien: der Belgier, die Belgierin, die Belgier
Italien: der Italiener, die Italienerin, die Italiäner
Spanien: der Spanier, die Spanierin, die Spanier
Litauen: der Litauer, die Litauerin, die Litauer
Malta: der Malteser, die Malteserin, die Malteser

Endung männl. -er, weiblich -in
Länder enden auf land/mark, en, ern, kei, n

Irland: der Ire, die Irin, die Iren
Griechenland: der Grieche, die Griechin, die Griechen
Finnland: der Finne, die Finnin, die Finnen
Lettland: der Lette, die Lettin, die Letten
Dänemark: der Däne, die Dänin, die Dänen
Bulgarien:
der Bulgare, die Bulgarin, die Bulgaren
Rumänien: der Rumäne, die Rumänin, die Rumänen
Kroatien: der Kroate, die Kroatin, die Kroaten
Tschechien: der Tscheche, die Tschechin, die Tschechen
Großbritannien: der Brite, die Britin, die Briten
Schweden: der Schwede, die Schwedin, die Schweden
Polen: der Pole, die Polin, die Polen
Zypern: der Zypriote, die Zypriotin, die Zyprioten
Slowakei: der Slowake, die Slowakin, die Slowaken
Ungarn: der Ungar(e), die Ungarin, die Ungarn

Andere männl. ise, ose, weiblich -in
Länder enden auf al, reich

Portugal: Portugise, die Portugisin, die Portugisen
Frankreich: Franzose, die Französin, die Franzosen

Ausnahme:
Endung männl e, weiblich e
Land endet auf Land (!)

Deutschland: der Deutsche, die Deutsche, die Deutschen


Nachtrag 12/19


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