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Titel: Unser weltweiter Verkanntheitsgrad per protzi proximus endgültig festgestellt
Erstellt am 09.10.2019
Gestutzt und gezögert am 10.10.2019
Veröffentlicht am 11.10.2019
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Das ist zwar jetzt gelogen, aber neulich bin ich mal gefragt worden, wie es denn sein kann, daß diese Webseite so zahlreich von Leuten, die sich im Ausland befinden, aufgesucht oder angeclickt wird. (Ob und wieweit sie einen Artikel dann tatsächlich lesen, ist dortheraus nicht festzustellen)
So bin ich dann gleich zu unserem Fan-Beauftragten hin und habe ihn gefragt, wie es denn sein kann, daß diese Webseite so zahlreich von Leuten, die sich im Ausland befinden, aufgesucht oder angeclickt wird.
Daraufhin meinte er furztrocken: „Das kann eigentlich nicht sein.“
„Wieso denn nicht“, wollt‘ ich also wissen, und da erklärte er, ich solle mich nicht von den Statistiken blenden lassen; die würden nur anzeigen, wo sich der Standort des Servers befindet, den ein Leser bedient, nicht aber den Ort, an dem sich der Leser tatsächlich aufhält, während er unser Geschwurbel liest. Wie das nun wieder zu Stande käme, frug ich gleich nach, und so erklärte er mir unter Vorzeigung etlicher Bögen Pauspapier wie das also zu Stande kam, wovon ich aber auch wieder nur die Hälfte verstande.
Jedenfalls sei es so, daß manche Leser einen sogenannten „Protzi Proximus“ benutzen, oder so ähnlich nannte er es, also irgendsoein Ding, mit dem man so tun kann, als befände man sich augenblicklich in Spanien, Honululu, Gambia, Großbritannien, USA oder weiß der Henker, von wo aus sich manche deutschsprachige Leute zwar verständlicher Weise von Deutschland dann abgewendet hätten, aber trotzdem nichts Besseres zu tun haben würden, als unsere Artikel zu lesen. Außer vielleicht, um sich darüber bestätigt zu finden, wie bescheuert die hier alle sind (→ z.B. hier ausgeführt, Nachtrag 12/10), was ja nachvollziehbarer Anlass ihrer Flucht gewesen wäre, lediglich würde das Volk hierdurch prozentual noch desto bescheuerter werden, wenn die Klügsten, vor allem aber die Feinsinnigsten, andauernd fehlten.
Na, einerlei!
Eher jedenfalls anzunehmen wäre wohl, daß eben genau diese Wenigen ihre Internet-Brauserei verschlüsseln, solange sie noch in Deutschland verweilen.
Denn wie mir unser Oberkammerherr der technischen Abteilung auf mein Nachfragen hin erklärte, könne man sich mit Hilfe verschiedener Proximus-Anbieter (anonymouse, anonymoX, browsec, hidemyass und etliche mehr, Anm. d. technischen Abteilung) mal über Frankreich, gerne mal über Honduras oder ebenso gut auch mal Guatemala einwählen – und zwar dies gar wechselweise innerhalb von wenigen Minuten, was sich dann in unserer Statistik (hier automatisch degeneriert von wordpress) genau so auch niederschlägt und uns zu der Einbildung verleitet, wir hätten Leser aus Frankreich, Honduras, Guatemala und – übrigens – ca. 70 Ländern mehr. Dazu ein Einblick in unsere Statistik: ↓

dazu sei gesagt, daß ich die Tabellen etwas ungeschickt aus dem Bildschirm herausgestanzt und den rechten Rand zu knapp abgeschnitten habe; eigentlich steht da hinter der letzten Null selbstverständlich noch eine Null mehr dran; also ganz oben bei Deutschland 368000 statt läppische 36800 und ganz unten bei Panama 10 statt lediglich einer, ist doch klar

Nun könnte es zwar durchaus auch sein, daß tatsächlich mal jemand direkt aus Panama zufällig die Ultimative Freiheit Online angewählt hatte. Gleichsam könnten ein paar derjenigen, die angeblich aus Deutschland kommen, es tatsächlich über Italien unternommen haben, so daß man insgesamt sagen kann, glaube dieser Statistik nur so lange, bis du sie selber gefälscht, bzw. beeinflusst hast. Und dies, so verriet mir unser Meister der techn. Abteilung, könne man sich z.Bsp. besonders schön über so manches Spielzeug selber nachweisen, ganz besonders fein und easy sei der sogenannte Flagcounter (siehe Seitenleiste oben), der dann schön aufzeigt, wo sich nicht alle herkommen. Den habe ich gleich mal ausprobiert und nach dann einmütiger Orientierungsphase als ein vortreffliches widget zur Aufzeigung unserer internationalen Relevanz eingerichtet …

… und hernach mit viel Spaß im Gebälk unsere schöne Internetseite innerhalb von drei Minuten aus fünf verschiedenen Ländern angewählt, was sich sodann nahezu umittelbar im Flagcounter zahlenmäßig niederschlug und zudem auch in der internen WordPress-Statistik ihren Ausdruck fand.
Von daher. Alles Schmuh, jedenfalls anhero, denn ich möchte damit nicht gesagt haben, andere Internetseiten würden nicht über eine internationale Leserschaft verfügen. Diesem fatalen Gedanken, den mancher nun haben könnte, habe ich durch mein begeistertes Tun leider vorgegriffen, da ich die ganze Angelegenheit noch in der Nacht vom 08. auf den 09. Oktober ins Auge fasste, den Flagcounter am 09.10. einpflegt und zugleich an diesem Artikel hier zu schreiben begonnte. Erst danach, und zwar kurz darauf, am 10.10., rühmten sich andere Webseitenbereiber obwegen ihrer internationalen Leserschaft, was ein etwas leidiger Zufall ist, da ich es speziell ihnen sogar glaube, zumal ich selber dort regelmäßig und gerne lese. Ein Umstand, der mich wiederum dazu veranlasst, darauf hinzuweisen, daß zumindest meine Clicks teils als Besuche unter falscher Flagge einzusortieren wären, zumal ich obendrein von verschiedenen Standorten aus operiere, welche allerdings allesamt in Deutschland zu verorten sind. Flagcounter und Wp-Statistik jedenfalls können alleine nicht zu einer richtigen Auslegung darüber ausreichen, wo die Leser sich in währender Lektüre befinden.


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