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Frisch ausgeputzten Schreib-Schaukasten (FaSS)

Bildquelle, siehe unten

Schauen Sie dem Schreiber bei der Artikelproduktion über die Schulter und verfolgen Sie sein Geschwurbel noch während der Entstehungsphase!

Nehmen Sie Teil an der ersten weltweit empfänglichen Schreiberschau directe aus unsrem

Frisch ausgeputzten Schreib-Schaukasten

 

auch genannt
speculum scripturam locus cubis
transparentum vitae o.ä.

allen schau-begierigen Lesern zur nützlichen Observation der Gestalt aufgerichtet/ daß sie männiglichen zu notwendiger Ergötzlichkeit und curiöser Lust zu lesen dienen soll

mit etlichen direct aus der Schublade gezuppten und zeitgleich koncipierten
Entwurfsbögen in einem new ausgestellten und frisch ausgeputzten gläsern Schreiberkasten ans öffentliche Leselicht zur Schau gestellt

von
Jermain Foutre le Camp
anni domino Juhuli 2019


Blicke mir nicht in die Lieder

Blicke mir nicht in die Lieder!
Meine Augen schlag‘ ich nieder,
Wie ertappt auf böser That;
Selber darf ich nicht getrauen,
Ihrem Wachsen zuzuschauen:
Deine Neugier ist Verrath.

Bienen, wenn sie Zellen bauen,
Lassen auch nicht zu sich schauen,
Schauen selber auch nicht zu.
Wann die reichen Honigwaben
Sie zu Tag gefördert haben,
Dann vor allen nasche du!

von Friedrich Rückert (1788 – 1866)


Funktionsweise

Der Schreibschaukasten ist besetzt, sobald der Schreiber an einem der nachfolgenden Artikel schreibt. Hört er damit auf, wird auch der Artikel wieder „depubliziert“, d.h. auf „Privat“ gestellt. Sobald der Schreiberkasten vom Schreiber besetzt ist, ist einer der folgenden Projekt-Artikel also geöffnet und kann live mitgelesen werden, selbst wenn der Schreiber im währenden Schaffungsprozess nur am Federkiel kaut. Ist er nicht besetzt, wird der Artikel (Entwurf) wieder geschlossen und verschwindet aus der Öffentlichkeit* (mehr dazu unter „Vorgehensweise“). Veröffentlichte Texte sind oben grün markiert, gesperrte Texte rot. Folgende Textbögen liegen derzeit auf dem Schreibtisch:

grün=derzeit geöffnet | rot=derzeit geschlossen

Projektartikel

  • Projektartikel: ZigeunerInnenschnitzel und NegerInnenküsse
    1. Live-Schau: 24.08.2021/ 2. Live-Schau: 29.8.2021 / weitere: 03.09. / 12.09. / 23.09. / 27. -28.9
  • Projektartikel: Das hätte sich gut ergänzt: Die Feldforscher DHS (…) & Jacob Grimm (1785-1863)
    Vergangene Live-Schauen:  23. August 2019 / 8. Oktober 2019 /  23. Dezember 2019 
  • Projektartikel: Über kurz oder lang (in Ausführlikum)
    Bleibt auf unbestimmte Zeit geöffnet 
  • Projektartikel: Na, hockse wieder am Schreibtisch? Projekt abgebrochen
    Vergangene Live-Schauen 12.06.2019: 653 Wörter / 19.07.2019: 755 Wörter
  • Projektartikel: Anmutige Werks-Aufführung bedeutsamer Schriften aus den Jahren 1534-1800, die in den Lehrplänen zum Deutschunterricht noch einzurichten wären
    aufgeführt in einer Liste mit vollständigen Quellangaben
    Vergangene Live-Schauen: 22. Juli 2019 / 23. September 2019 
  • Projektartikel: Ausführliche Abhandlung Vom Ursprung und Aufnahme Der Teutsche Sprache,
    Vergangene Live-Schau: 01.01.2017
  • Projektartikel: „Gegründete Muthmaßung von dem Vaterlande der Angelsachsen“
    Vergangene Live-Schauen: 02.03.2017
  • Projektartikel: kulturausflug
    Vergangene Live-Schau: 02.11.2019
  • Projektartikel: Sittenlehre (Sitte steht hier und auch sonst eigentlich für Kultur)
    begonnen am 03.07.2019, noch keine Live-Schau
  • Projektartikel: Schreiber-Gesellen-Ordnung; Entzug des selbst arrogierten Titels „Werkskammertintenmeister“ und rückbeförderung in den Gesellen-status bei gleichzeitigem Schreibverbot außerhalb des Hauses U-F-O
    Vergangene Live-Schau: 13.08.2018

Vorgehensweise

Ganz entgegen der wie bei F. Rückert besungenen Empfindlichkeit frei schuftender Künstler, die ihre noch nicht vollendeten Werke nicht gerne zur Schau stellen, können diese Elaborate nun mitgelesen werden, solange ich eben daran schreibe, verbessere, umstelle oder darüber weniger schreibend als korrekturlesend und sinnierend verzweifle.
Sobald ich damit aber aufhöre, bzw. die Arbeit unterbreche, wird der entsprechende Artikel intern wieder auf „Sichtbarkeit: privat“ gestellt – und das Geschriebene ist dann vor dem öffentlichen Mitlese-Auge verschwunden. Setze ich die Schreibarbeit fort, wird die Sichtbarkeit von „privat“ auf „veröffentlicht“ umgestellt.  Gelingt es, den Artikel zu vollenden, gelangt er selbstverständlich ins Archiv, ist die Vollendung nicht gänzlich gelungen, der Text aber dennoch publikationswürdig, wird er in die Entwurfsstube (ehemalige Werkskammertintenmeisterei) befördert und bleibt damit öffentlich einsehbar. 

Es gibt drei Arten von Artikeln, die für dieses Vorhaben in Frage kommen:
Zum einen müssten es Texte sein, die das Potential haben, bzw. bei denen zu befürchten steht, daß sie nie fertig werden. Während ich mir in den einen Projektartikeln alle Freiheiten erlaube und so schreibe, wie es mir gerade einfällt, bin ich bei anderen an viele Vorgaben gebunden und muß desto disziplinierter vorgehen. Alle Texte würden erst in Monaten fertiggestellt sein oder gar nie vollendet, sondern verworfen werden; somit wird hiermit ein relativ sinnloses Unterfangen live dokumentiert.
Zum anderen sollen es auch Texte sein, deren Vollendung schon mit dem ersten Arbeitsschritt als Vorhaben angestrebt ist. Davon gibt es etliche, allerdings keine von mir, sondern sind es Texte, wenn nicht gar ganze Bücher von anderen Schreibern, die ich unter Berücksichtigung aller urheberlichen Bestimmungen in großen Teilen schlicht abtippen werde.

Einschränkung

Selbstverständlich funktioniert dieses Vorhaben einer Live-Lese-Schau nur unter Angabe etwas herbeigemogelter Zeitangaben der tatsächlichen Schreibezeit. So wie der Leser zwar versichert sein kann, daß in währender Lektüre eines solchen Elaborats der Schreiber tatsächlich momentan daran schreibt und der Schreiber umgekehrt fast ebenso der potentiellen Gegenwart eines Lesers versichert sein kann, (die er sich aber nur einbildet, was ja der eigentliche, ansonsten aber verborgene Antrieb für ihn ist), so muß gleichsam klar sein, daß zum Schreibprozedere auch die Pausen zählen, also die Nahrungsaufnahme, das Nickerchen oder das Parkwandeln und so weiter.
Während solcher Unternehmungen bleibt der Entwurf also ebenfalls geöffnet; letztlich eben immer so lange, wie der Schreibende mit dem Artikel sich verbunden fühlt und in dieser Phase jederzeit wieder etwas beifügen könnte, nachdem er also gegessen, geschlafen, getrunken oder sonstwas Sinnvolles getan hat, um sich dann wieder ins Sinnlose zu begeben.
So kann der Artikel-Entwurf bestenfalls einen ganzen Tag oder eine ganze Nacht lang zugänglich sein. In dieser Zeit ist der Schreiber in gewisser Weise ebenfalls geöffnet, ansonsten aber (für alles andere) eher nicht zugänglich.

Illustration

So könnte der Ort des Geschehens in der Vorstellung aller Beteiligten aussehen:

Bildquelle:
Achtung: Originalbild bearbeitet, UFO-Sticker von Außen auf die Scheibe geklebt, so daß es aber aussieht wie ein Lampenschirm im Innern. Da man das wieder abknibbeln kann, können wir nicht der Sachbeschädigung am Originalkunstwerk beschuldigt werden.
Originalbilddaten: CC BY-SA 4.0, File: Adorno-Denkmal-Campus-Westend-2016-Ffm-865.jpg
Created: 8 May 2016, This file [das Original] is licensed under the Creative Commons Attribution-Share Alike 4.0 International license
[The recreated file is not licensed under Creative Commons Attribution share, its created by jermainfoutrelecamp and not allowed to leave this page]

Vollendete, inzwischen als Artikel veröffentlichte Projekte:


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