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„Die Welt / ist eine Spiel-büne /da immer ein Traur- und Freud-gemischtes Schauspiel vorgestellet wird: nur daß / von zeit zu zeit / andere Personen auftretten. Was ist /(predigt der allerweiseste Staatsfürst [König Salomo]) das geschehen ist? eben das / so hernach geschehen wird. Geschihet auch etwas / davon man sagen möchte: Sihe das ist neu! Dann es ist zuvor auch geschehen / in den zeiten /die vor uns gewesen sind. Es geschihet nichts neues unter der Sonne. Ist dannenhero eine grosse torheit /daß man (wie er fortpredigt) nicht gedenket / wann man auf diesen Staat-Schauplatz seine person zu spielen auftritt / wie es zuvor einem andern gerahten ist. Mancher würde einen Krieg / eine verfolgung / oder sonst eine Atheistische Statistenhandlung / in der geburt erstecken / wann er die Historien fleissig läse /und daraus lernte / wie an Pharao / Jerobeam / Ahab / Julianus und andere / vor ihme / in eben dergleichen vorhaben / den Kopf zerlaufen.“
Anton Ulrich von Braunschweig-Lüneburg-Wolfenbüttel (1633-1714)

Die durchleuchtige Syrerinn Aramena , Der Erste Theil, 1669 (→ weitere Titelangaben)1

Es geschihet nichts neues unter der Sonne„, sagte schon Anton Ulrich von Braunschweig-Lüneburg-Wolfenbüttel (1633-1714) in seinem Büchlein (von gerade mal knapp 4000 Seiten) Die durchleuchtigte Syrerinn Aramena aus den Jahren 1669-1673.
Selbstverständlich hatte auch er das nicht eben erst herausgefunden, sondern soll das schon König Salomo festgestellt haben und das war etwan vor rund 3000 Jahren. Auch damals geschah also schon nichts wirklich Neues mehr unter der Sonne und das ist heute immer noch so, auch wenn man immer denkt, bei dem vorliegenden Gerät handelt es sich um eine neue Erfindung. Diese Gerätschaften mag es vielleicht schon vor hunderttausend Jahren in ähnlicher Form gegeben haben und selbst wenn nicht, oder diese Vermutung zwecklos ist, so ist doch jedes Gerät unsrer Zeit trotzdem längst schon erfunden und benutzt worden, bevor es dem Volke als hochmodern präsentiert wird. (mehr zu diesem Thema gibt eshier)2

Doch sind, neben den Entwicklungen in der Welt der Materie, mit dieser Feststellung vielleicht noch mehr die Neuigkeiten im Bereich der wissenschaftlichen bis spirituellen Erkenntnissuche gemeint – auch da ist nichts wirklich Neues dabei, das dann unter der Sonne zum Vorschein kommt.
Hierbei ist dann zu bedenken, daß der technische Fortschritt offenbar in Siebenmeilen-Schritten vorausgedampft ist, der spirituelle oder geistige Fortlauf aber in Holzklotschen seither hinterherhinkt, gar vielleicht noch an denselben gerademal schnitzt, so daß die Technik und Materie nunmehr über den Menschen steht, ihn an der Nase herumführet und in die Irre leitet – und auch für das Leben an sich etwas Fatales bevorsteht, was man eigentlich am Zustand der Erde jederzeit ganz einfach ablesen könnte.
Sicherlich gibt es hier und da auch mal neue Entwicklungen oder einen neuen Stand der Entwicklung, den die Menschheit Zeit ihres Bestehens auf Erden noch nicht allzu oft erreicht hat, zum Beispiel zu vermuten bei der fortschittlichen Form der Energieversorgung. Nach Holz, kam Kohle, kam Öl, kam Gas, kam Atom und nunmehr kommen Gas+Atom zur Gewinnung von Rest-Öl zusammen und man betreibt neuerdings → fracking.3 Das dürfte es in der jüngeren Geschichte der Menschheit zuletzt noch nicht gegeben haben, schließlich dauert es ja einige tausend Jahre, bis die Erde sich davon wieder erholt hat und man von Neuem damit beginnen könnte.
Auch hat es ja einige Jahrtausende dauern müssen, bis die Menschheit den Stand der dazu erforderlichen Technik erreicht hatte, derweil die Fortschritte in der Bewußtseinsentwicklung – im Prinzip also die geistige Intelligenz – seit hunderten von Jahren eher rückläufig ist und meines Verachtens inzwischen wohl den niedrigsten Stand ever errreicht hat. Für die Entdeckung technischer Wunderwerke ist natürliche, menschliche Intelligenz eben nicht notwendig, und der intellektuöse Intellekt unserer Intelligencia im geisteswissenschaftlichen Betrieb hat sich ebenfalls nur „den Kopf zerlaufen“, wie  der Herr von Braunschweig so schön sagt (und was übrigens bereits in → David Fassmanns Werk „Der gelehrte Narr“4 aus dem Jahre 1729 sehr vortrefflich behandelt wurde). Was insgesamt dabei herauskommt, ist eher katastro fatal für die Menschheit, folglich sind die Produkte, die daraus entstanden sind, in purer Dummheit entwickelt worden und als passendes Werkzeug für die verdummten Menschen (von ein paar Ausnahmen abgesehen) zur rechten Zeit auf den Markt geworfen worden.

Daß es auch oder gerade für uns (die Derzeitigen) ebenfalls oder schonmal garnicht viel Neues gibt, das deutet uns der gute Herzog übrigens noch ganz wie im Nebensatz an, in dem er nämlich von Dingen spricht und Begriffe aufgreift, die heute in alternativen Kreisen der letzte (lol) Schrei sind und von denen jeder dritte Wahrheitsmeister aber glaubt, er sei zuerst drauf gekommen, oder hätte es, wie er noch zugibt, einem anderen noch viel verehrungswürdigeren Alternativleuchter abgeschaut, ein bißchen in Funktion eines Widerkäuers von Entdeckungen und von Begriffen, die allerdings schon längst anderswo getroffen (Salomo) und irgendwann (immerhin sogar auf deutsch) wieder aufgeschrieben wurden. Ich zähl euch die Begriffe nochmal in rot auf:
„Die Welt (nicht die Erde)
ist eine Spiel-büne (ein Theater)
da immer ein Traur- und Freud-gemischtes Schauspiel (Theaterstück) vorgestellet wird (Terroranschlag hier & Oympiade da):
nur daß / von zeit zu zeit / andere Personen auftretten.
[…] wann man auf diesen Staat-Schauplatz seine person zu spielen auftritt […]oder sonst eine Atheistische Statistenhandlung […]“

So, und da es also schon länger nichts Neues mehr gibt, gilt das natürlich auch weiterhin für unsere Internetseite, auf der ja ebenfalls stets alles und ab heute nur offener widergekäuet wird. Es gibt und gab hier nichts Neues zu lesen, bzw. zu schreiben, denn es ist alles zumindest schon geschrieben worden, also kann man es auch anderswo lesen. Außerdem habe ich mir diesen ganzen Sermon sowieso nur in Hinblick auf zwei nächste Vorhaben zusammengeschustert; erstens um meine eigenen alten Kammellen mal hier auszulösen (siehe unter zweitens) und zweitens (siehe unter erstens) um eben auf einige alte Bücher & Schriften anderer Schreiber hinzuweisen und somit meine Internetseite weiter am Bestehen zu halten, ohne andauernd was Neues herausbringen zu müssen.
Neu ist von alledem eigentlich nur, daß noch nichts davon gelesen wurde; weder vom Volke noch schon gar nicht von den
Hochgedachten Intellektuösen Durchleuchtigkeiten der denkführenden Intelligencia, hochgebildeten Literaten, Autoren, Verlegern, Buchhändlern, Rezensenten und anderen Liebhabern der deutschen Schrift-Sprache und sonstigen gelahrten Herren & Erb-Herrn aller Lehr-Weisheiten aus dem akadämlichsten Stamm,5 denen ich das alles widme. Es handelt sich dabei um folgende zwei Vorhaben:

Erstens: Findelschriften & Eigen Gewächse

Hierbei handelt es sich um gesammelte alte Bücher & Schriften, die auf dem Literatur-Markt nicht mehr erhältlich sind, warum fragt man sich → hier.
Diese, zunächst aufgezeigt in der Zähleransicht und der Kategorie-Ansicht, werden allesamt in unserem Findelgarten ohne Unkraut als Findelschriften (b) gesammelt und dort im Eigen Gewächshaus (b) auch teils besprochen:

Zähleransicht:

325[a] von ca. 500[b] Werken
davon 38[c] in den → Findelgarten gesetzt
davon im 13[d]eigen Gewächshaus und +4[e]als Sätzlinge außerhalb des Gartens behandelt (blau=bislang)

[a]: Als Buch oder datei vorliegend, [b]: Angestrebtes Vorhaben, [c]: mit allen bibliograph. Angaben und Quellen aufgezeigt, [d,e]: Besprochen, citiert oder erwähnt. Stand 02/2019

Kategorie-Ansicht:

+ Sätzlinge (4)
Unvollständige Aufzeigung eigener Schriften die aufgrund der Besprechung oder Erwähnung älterer Werke anderer Autoren als Auswüchse unseres Findelgartens gelten

Findelgarten (ohne Unkraut)

a. Eigen Gewächshaus

b. Findelschriften

weitere (HUNDERTE) folgen

Zweitens: Wandelbüchlein

Hierbei handelt es sich um eigene Texte und Gedichte aus den Jahren 1992-2012*
Dieses Büchlein wird extern aufgezeigt, unter folgender Adresse:

folgt


Quellen/Verweise

1 → Anton Ulrich von Braunschweig-Lüneburg-Wolfenbüttel (1633-1714)
Die durchleuchtige Syrerinn Aramena , Der Erste Theil, 1669
2 → https://dudeweblog.wordpress.com/2019/01/28/damals-noch-science-fiktion-heute-bereits-realitaet-was-hat-uns-hollywood-voraus/
3 → man betreibt neuerdings fracking. https://dudeweblog.wordpress.com/2019/02/06/in-deutschland-wird-der-untergrund-seit-1961-unkonventionell-mit-atombomben-gefrackt-teil-5-evidenz-von-krebs-durch-fracking/
4 → David Fassmanns Werk „Der gelehrte Narr“ aus dem Jahre 1729
5 → den Hochgedachten Intellektuösen Durchleuchtigkeiten der denkführenden Intelligencia, hochgebildeten Literaten, Autoren, Verlegern, Buchhändlern, Rezensenten und anderen Liebhabern der deutschen Schrift-Sprache und sonstigen gelahrten Herren & Erb-Herrn aller Lehr-Weisheiten aus dem akadämlichsten Stamm,


Zückerli:

„Es ist an sich selbst lächerlich / das wir Teutsche mit grossem unkosten / frömde sprachen zu erlernen / ausreisen / und unsere eigene edle sprache zu haus verunachtsamen: da doch die Frömden uns diese Ehre hinwiederum nicht anthun / und wird man nicht allein keinen Wälschen oder Franzosen / an stat seiner Muttersprache / teutsch reden hören / sondern auch ihrer keiner wird mit sich anderst / als in selbiger seiner sprache / reden lassen / oder eher eine dritte sprache / wie in Gesandschaften zu geschehen pfleget / hierzu erwehlen. Thun nun dis die Frömden / mit ihren unvollkommenen stümpel-sprachen: was hat dann unsere Teutsche sprache / die doch eine Welthaupt-sprache ist / und von Babel mit ausgegangen /verschuldet / das wir sie zum Pöbel verbannen / und lieber den Frömden nachparlen?“
Anton Ulrich von Braunschweig-Lüneburg-Wolfenbüttel (1633-1714)
Die durchleuchtige Syrerinn Aramena , Der Erste Theil, 1669

Bereits verwendet in der Sumpfgeschicht Teil II / General Schreiber-Ordinance, 2. Cap.


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