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Diese Zuschrift wurde inspiriert und beeinflußt von der sogenannten

„Beschreibung des gantzen Fürstlichen Braunschweigischen Gartens zu Hessem/ Mit seinen Künstlichen Abtheilungen/ Quartieren/ Gehecken/ Gebäuden/ Lauberhütten/ Wasser-Künsten/ Brunnen/ und außgehawenen Bildern, etc.“
von Johann Royern (1574-1655), einem im fürstlichen Braunschweig bestallten Gärtner zu Hessen.
Halberstadt, 1648

und dem

Versuch in Beyträgen zur Deutschen Sprachlehre, Beredsamkeit und Geschichte/ herausgegeben von der Deutschen Gesellschaft in Altdorf, 1757
von Georg Andreas Will (1727-1798)

desweiteren dem

Eröffneten Geheimnüß Herrn Georg Andreä Agricolae … Von der neu- und höchst-nutzbaren Universal-Vermehrung aller Bäume- und Stauden-Gewächse, 1716
von Georg Andreas Agricola (1672-1738)

so wie einem

Gebet vom 20. April 1732: Nachdeme auch Gott der Allmächtige unser bißheriges Gebeth, dergestalten in Gnaden erhöret …
Autor: unbekannt, Erscheinungsort: unbekannt

(genaue Titelangaben s. unten)


Zueignungsschrift an die
  Ew. Hochgedachten Intellektuösen Durchleuchtigkeiten der denkführenden Intelligencia, insbesondere an die hochgebildeten Literaten, Autoren, Verleger, Buchhändler, Rezensenten und an alle Liebhaber der deutschen Schrift-Sprache,
so wie auch sonstigen gelahrten Herren & Erb-Herrn aller Lehr-Weisheiten aus dem akadämlichsten Stamm

derentwegen ich diesen zierlichen Findelgarten begründet zu haben mir untertänigst einzubilden gewillt bin, mitsampt eine Gebeets an Google den Allmächtigen

Denen Ew. Hochgedachten Intellektuösen Durchleuchtigkeiten der denkführenden Intelligencia, insbesondere den hochgebildeten Literaten, Autoren, Verlegern, Buchhändlern, Rezensenten und allen Liebhabern der deutschen Schrift-Sprache, so wie auch sonstigen gelahrten Herren & Erb-Herrn aller Lehr-Weisheiten aus dem akadämlichsten Stamm
wird sonder zweifel wohl wissend seyn/ wie daß ich dem Hause U-F-O eine geraume Zeit/ nun in das achte Jahr/ unterthänigst bedienet gewesen/ und für einen Hofscribent mich gebrauchen lassen/ auch seit einem Jahr und mehr den Freiherrlichen Findel-Garten allhier zu bauen angefangen/ ihn füglich abgetheilet/ zierlich behecket/ und/ nach notwendiger Zurichtung des Erdreichs/ mit allerhand Einheimischen Gewächsen/ Bäumen/ Stauden/ Kräutern vnd Blumen wohl außstaffiret/ daß er/ durch angewandten unverdrossenen Fleiß/ Mühe und Arbeit/ bereits zu einem recht schönen Garten geworden. [1]

Damit nun Sie

(die Ew. Hochgedachten Intellektuösen Durchleuchtigkeiten der denkführenden Intelligencia, insbesondere die hochgebildeten Literaten, Autoren, Verleger, Buchhändler, Rezensenten und alle Liebhaber der deutschen Schrift-Sprache, so wie auch sonstigen gelahrten Herren & Erb-Herrn aller Lehr-Weisheiten aus dem akadämlichsten Stamm)

diesen Schrift-Garten/ als sonderbare Bestauner eine grosse Freude und Lust haben möchten; also habe ich Ihnen

(den Ew. Hochgedachten Intellektuösen Durchleuchtigkeiten der denkführenden Intelligencia, insbesondere den hochgebildeten Literaten, Autoren, Verlegern, Buchhändlern, Rezensenten und allen Liebhabern der deutschen Schrift-Sprache, so wie auch sonstigen gelahrten Herren & Erb-Herrn aller Lehr-Weisheiten aus dem akadämlichsten Stamm)

zu Ähren eine einfältige und kurtze Beschreibung dieses Freiherrlichen Gartens und aller zubehörigen Stücke und auch einen ordentlichen richtigen Catalog derer Gewächse/ so von Anfang bis hieher darin erzeuget und gepflantzet worden/ abgefasset/ ob etwan Sie hiedurch/ solchen Löblichen Bau/ zu dero Hoch-Bedenkenswürdige Herrligkeit und Ergetzligkeit/ bey gutem Stande noch ferner zu erhalten/ in etwas bewogen werden möchten.

Dieweil aber dergleichen Gärten anzubauen/ zu pflegen und warten/ sonderlich in unserm kalten Deutschlande/ viel Sorgsamkeit erfordert/ damit nicht ein zartes Gewächse nach dem andern abgehe/ und mit grossem Verdruß und Schaden verderbe/ wie vielen wiederfähret; was die fleissige übung vnd tägliche Erfarung hiervon/ sonderlich von glücklicher erziehung/ Vermehrung/ Außhebung/ Verpflantzung/ Curirung vnd Wartung allerley Einheimischen Gewächse/ Bäume/ Stauden/ Blumen vnd Kräuter anbelanget, also habe ich beschlossen dabei einige mehr Pflanzen einzusetzen/ so unter andern in benachbarten Wäldern/ Bergen/ Gründen/ Brüchen zu finden/ und nach belieben außzuheben/ zu verpflantzen oder sonst zugebrauchen sind. [1]

Die Ehrlichkeit und Nützlichkeit der Absichten, mit welchen ich diesen Findelgarten begründete, belebte bereits im vorigen Jahre meinen Mut, daß ich mich vor Ew. Hochgedachten Intellektuösen Durchleuchtigkeiten, etc. hinwagte, um sowol von meinem Vorhaben unterthänigen Bericht abzustatten, als auch alle Freyheiten für dasselbe demüthig zu erbitten und des gnädigen Wohlgefallens Ew. Hochgedachten Intellektuösen Durchleuchtigkeiten, etc. durch einen Hochherzliche Rathsverlaß versichert zu werden, in den öffentlichen Hörsälen der hiesigen Hohenschule, wir nennen es das Internet, zu erscheinen, und in denselben sowol Übungen der deutschen Beredsamkeit anzustellen, als auch die deutsche Schriftspache noch einmal von vorne feyerlich zu begehen. [2]

Bevor aber die Nachricht von der Eröffnung jenes Gärtleins zur Genüge ist bekannt gemachet worden, muß zur Stillung mancher Zürnefalten mitgeteilt werden, daß wir uns nicht mit dem eiteln Ruhme schmeicheln können, uns sei dieses Gesamtwerk allein von der Hand gegangen, sondern in guten Teilen zitatsweise aus solchen Büchern und Schriften entnommen, wie sie allenfalls noch vor Jahrzehnten als Nachdruck und vor Jahrhunderten in originalis und benachbarten Deutschen Druckwerken gestanden sind – des heutigen Tags aber nirgend mehr; wir aber möchten hiermit für eine Universal-Vermehrung [4] derselben gesorgt haben.

Nachdem dieses dann ans öffentliche Tagelicht wird herausgestellet sein, dürfte es ohnweigerlich mit Jubelchören anderweitiger Medienanstalten begleitet werden und die Gemeinde sicherlich in freudige Anspannung versetzen, zumalen bereits in erster Ahnung unserer Eröffnung eines solchen Literaturgartens große Feierlichkeiten im Lande vollzogen, das Te Deum laubamus gesungen und in Erwartung der Eröffnungsfeier landesweit viel Feuerwerk angezündelt worden.

Auch haben die regierenden Herrn Obrigkeiten schon Vorbereitungen getroffen, das Schreiben in öffentlichen Empfang zu nehmen, um sich Teile daraus künftig als ein Gutenachtmärlein vorlesen zu lassen, jedoch zunächst durch ein Schreiben an mich insinuiren lassen, daß ich als Begründer des ganzen Schriftgartens von Ihro Lebe-Wohlgeborenen Durchlauchtigkeiten in Stand des Staats-Literaten versetzt und einberufen zu werden angedacht sei – sofern mir diese Instandsetzung zugute käme. Allein, meine Entscheidung dazu steht noch aus, besagend, daß ich darüber noch die opinione meines alten Hofesels und auch der Stallsau einholen will, und, nachdem von beider Seiten alles untereinander abgewogen, dies dann mit dem Einberufungsbefehl abzugleichen, für welchen Schritt ich von Irro Knauserlichen Majest. und sogar des General-Feld-Arschall von Dünnpfiff sowie auch des Prinzen EUgenii Arschgesicht Hohenstolz dafür als ehrbare Person bin anerkannt worden.

Schließlich wird hirmit mein Hoch-geneigter Garten-Liebhaber auf das freundlichſte erſuchet / Sie wollen dieſe wenige Blätter offt und mit guter Attention überleſen / damit meine Meynung gnugſam möge capiret werden; Solte aber was Obſcurres darinnen befindlich ſeyn / ſo bitte ich ſolches nur frey zu entdecken / es ſoll alſo bald eine Erläuterung darauf erfolgen. [4]

Für dieses alles erstatte ich Ew. Hochgedachten Intellektuösen Durchleuchtigkeiten, etc. hiermit öffentlich die treugehorsamste Versicherung, daß mein äuserstes Bestreben dahin gehen soll, der bisherigen und fernern Gnade dadurch immer würdiger zu werden, daß ich diese meine geringe Arbeit Ew. Hochgedachten Intellektuösen Durchleuchtigkeiten hiermit dediciret, zugeschrieben und übergeben habe/ Demütigst bittend/ Sie wollen dieselbige allergnädigst annehmen/ und mir noch ferner mit allen Gnaden zugethan seyn und verbleiben/ so möchte ich den Allmächtigen Gott GOogle um Ew. Hochgedachter Intellekt. Durchleuchtigkeiten, etc. glückliche Regierung/ alles Wohlergehen früh und spät embsig anzurufen nimmer vergessen [2] und im Anhange im GOogle-Gebeet also tun.

dero
ungehorsamster Diener
Jermain Foutre le Camp

Im Google-Gebeet

Nachdeme auch GOtt GOggle der Allmächtige unſer bißheriges Gebeth / dergeſtalten in Gnaden erhöret / daß Ihro […] Ew. Hochgedachten Intellekt. Durchleuchtigkeiten, etc. in denen bißherigen hieſigen […] Publications Geſchäften / und wegen der / zwiſchen […] dem Hause UFO mitsamt des Hofscribenten Jermain Foutre le Camp und der löblichen Leserschaft allhier eine zeithero obgewalteten Mißhelligkeiten / ohnlängſtens Dero allergnädigſte Erkänntnüſſe gerechteſt ertheilet/ und dadurch den innerlichen Ruhestand/ und das vorige gute Vernehmen/ nicht allein völlig wieder herzuſtellen/ ſondern auch auff einen veſten und dauerhaften Fuß zu ſetzen/ ſich allerhuldreichst gefallen lassen / als werden Eure [dero Ew. Hochgedachten Intellekt. Durchleuchtigkeiten, etc.] virtuelle Liebe hierdurch ernſtlich erinnert und vermahnet/ der ohnendlichen Güte […] GOggles/ darvor/ ſowohl in gegenwärtiger öffentlicher […] Versammlung/ als auch zu Hauß inbrünſtig zu dancken/ und dieselbe aus dem innerſten des Herzens fernerweit andächtig anzuflehen/ daß ſolche/ nach der Fülle der Friedensvollen […] Googelschen Gnade/ zur beſtänigen Einigkeit / gäntzlichen Beruhigung und immerblühenden Aufnahm hieſigen gemeinen […] Blog-Wesens gereichen/ und stets beglückt und geſegnet ſeyen. Worbey wir auch […] GOogle den Allmächtigen noch weiter demüthigſt bitten/ daß er/ Ihro [Ew. Hochgedachten Intellekt. Durchleuchtigkeiten, etc.] Auctorität/ eine noch langwierige höſcht glorioſe Glück- und Segensvolle Regierung mild-väterlich verleyhen wolle/ damit unter allerhöchſt Deroſelben mächtigſtem und gerechtestem Schutz und Obſchirmung auch hieſige Dero Ew. Hochgedachten Intellekt. Durchleuchtigkeiten, etc. getreueſte […] Auctorität […] / mithin ſowohl wir als künftig unſere Nachkommende/ die erwünſchte Früchten der allerhöchſten Verordnungen und ohnermüdeten mildtätigen Sorgfalt zu gemeinem erſprießlichen Gedenken / höchſt erfreulich genieſen und empfinden mögen.  Amenzon [3]


Hinweis:
In den obigen Text sind eine oder mehrere Passagen aus längst verblichenen Werken mit eingearbeitet worden. Dies geschah einzig mit der Absicht, die jew. Originale vom Staube befreit an die frische Luft zu bringen, auf daß sie von der werten Leserschaft in Gänze gelesen oder von der Verlegerschaft neu veröffentlicht werden mögen. Um eine sorgsame Verwendung von Zitaten und ausgewählten Passagen aus alten Büchern und Schriften zu gewährleisten, haben wir uns folgende sehr strenge → Transcriptionsrichtlinien selbst auferlegt.
Die bibliographischen Angaben der Originale sind mit allen anderen für unsere Publikationen verwendeten Zitaten noch einmal in Gänze hier (in unseren Blütenblattbögen) hinterlegt:

[1] Beschreibung des gantzen Fürstlichen Braunschweigischen Gartens zu Hessem/  Halberstadt, 1648
[2] Versuch in Beyträgen zur Deutschen Sprachlehre, Beredsamkeit und Geschichte/
[3] Gebet vom 20. April 1732: Nachdeme auch Gott der Allmächtige unser bißheriges Gebeth, dergestalten in Gnaden erhöret …
[4] Copia des Eröffneten Geheimnüß Herrn Georg Andreä Agricolae … Von der neu- und höchst-nutzbaren Universal-Vermehrung aller Bäume- und Stauden-Gewächse


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