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Entwurf vom 27.03.2018 [+NACHTRÄGE]

Es ist doch immer dasselbe: Da machen sich die Aufklärer an die Durchforstung von Himmeln oder Erden und stossen schon im Ego an ihre Grenzen.
Aber so ist das eben, als Hirnkopf: Darin gehen beim angeblich freien Denken die Schranken nämlich ebenso fix rauf und runter wie eben vor jeder anderen Kontrollzone auch, und in Internet-Publikationsflächen sind die [VON IHM bemühten] Kommentarfelder nämlich die Zollhäuschen davon, wo das immer offenbar wird.
Wieso macht nicht jeder Publizist seine Arbeit, ob Text oder Film, veröffentlicht sie und kümmert [beschäftigt] sich besser nicht um die [mit den] Wirkungen im Kommentarfeld; was vermutlich wiederum tatsächlich die einzigen Wirkungen sind, die man erzielt?

Das Publikat ist nur die Dokumentation eines bestimmten Wissenstandes oder Gemüthszustandes eines Einzelnen, die Kommentiererei drunterhalben ein Chor ebensolcher Deklarationen, in Bezug auf das Gehaltvolle im dargebotenen Werk aber ziemlich bedeutungslos. [weiterführende oder ergänzende aber themenbezogene Beiträge ausgenommen. Oder ist alles darüber und darunter hinaus für ihn ebenfalls von Bedeutung? Wo aber käme dies dann her, wenn er diesen Reaktionen Bedeutung beimißt?]
Der Publizist setzt seinen Anspruch auf Gehalt in das Produkt, was kümmert ihn die ohnehin nicht bestimmbare Art des weiteren Umgangs damit? [Wird er gelobt? Wird er kritisiert? Was kümmert ihn das? Hat der Leser ihn verstanden oder nicht? Was kümmert ihn das?]
Des Einen Weg zum Aufmerken kann über die Durchbuddelei von Hohlerden führen, des Andern Weg bei Durchblickung der Dunstwolken und wieder Anderer beim Kartoffelnputzen, was der Eine glaubt, macht den anderen noch lange nicht selig. Daß sich aber beim Leser oder Betrachter eine plötzliche Erweckung nur durch die bloße Lektüre/Betrachtung des dargebotenen Dokuments einstellt, mag der Wunsch oder das Ziel der jew. Produzenten sein, offenbart aber nur deren eigene VerIrrung, je länger sie diese Einbildung noch hegen.
Im Zweifelsfall schmeisst er dann alles hin, statt schlicht das zu tun, was er schon die ganze Zeit nur machte: Ein Dokument über das, was ihn zur Zeit innigst beschäftigt (das kann weißgottwas sein) zu erstellen, sich also selbst zu lesen, um dann, im Fall der herbeigeführten Veröffentlichung, (bzw. Bekanntmachung, sich nun selbst gelesen zu haben) von Mitlesern möglichst einhellig zu erfahren, daß er habe richtig gelesen. Wo ihm aber überwiegend Ablehnung oder verhältnismäßig wenige Zustimmung zuteil wird, da sei die Leserschaft eben noch nicht bereit für die Wahrheit, schliesst er. Ablehnung erwirkt also ebenfalls Zustimmung und so findet er am Ende doch immer die Bestätigung; das schließlich war ja auch der eigentliche Antrieb bei dem Unterfangen, die Welt (in sich zu lesen) aufzuklären.

Die Kommentare bezieht er auf sich und auf das Bild, daß er von sich hat, nicht aber auf den Text, denn erstens gibt es solche kaum und zweitens nimmt er von diesen wenigen auch nur wieder die gerne hin, die ihm Bestätigung zuteil werden lassen oder freut er sich etwa über Mißfallensbekundungen? Falls nicht, sollte er alles, was sich außerhalb (bzw. unterhalb) seines Textes zuträgt, in dem er sich allein be-findet, entweder in Gänze so hinnehmen wie es ist oder gleich alles außen vor lassen, d.h. in beiden Fällen sich gar nicht darum sorgen, denn diese Reaktionen geben ohnehin keine Auskunft über die Werthaftigkeit seines Produkts; vielmehr sind die Schlußfolgerungen daraus ähnlich aussagekräftigt wie es bei den Einschaltquoten zu Fernsehsendungen der Fall ist. Hat er dieses alles etwa schon bei währender Arbeit an dem Text im Sinn? Falls nicht, dann sollte er es doch auch nach VÖ des Produkts nicht haben. Das heißt, nach VÖ einfach gar nichts tun, sondern, falls er noch gerne schreibt, schlicht zum nächsten Text übergehen, und diesen vergessen. Das machen die Leser schließlich auch so.


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