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Bei der Werkskammer-Tintenmeisterei handelte es sich um die Produktionsstätte (eigentlich die Laubenkammer neben den Pferdeställen) allwo ich als ein dienstwilliger Hofscribent meine Schreibarbeiten für die Ultimative Freiheit Online verrichtete, was aufgrund der Abgeschiedenheit wie im geheimen Kämmerlein geschehen konnte, denn wo die Leser die Pferde scheuen, da scheuen auch die Pferde nicht.
Aufgrund der neusten „Transparenzverordnung“ der sog. General-Schreiberordinance wider die Schreibtisch-rebellion Kap. III, Tl.5, §7, (immer noch nicht publique, Stand 2017) ist allerdings vonseiten Wohlhochgeboren gegen mich verfügt worden, die Werkskammertintenmeisterei

„gänzlich niederzubrennen und in Schlossnähe zu verlegen, sodann in Schmierfink-Kerker / Tintenkleckser-Stube / Federspitzer-Stiege o.ä. umzubennen und somit die Entwürfe [siehe unten] dem geneigten Publico per öffentlicher Indrucklegung immerzu vollständig zugänglich zu machen, wo der Leser so unfertiger Stücke gewahr werde, daß es dem Auctor peinlich werde.“

Damit wurde also indirekt verfügt, daß ein jedermann die Entstehung jedes weiteren potentiellen Artikelauswurfs nunmehr so gut wie zeitgleich mitverfolgen kann, was mir, durch diesen öffentlichen „Druck“, die Angelegenheit allerdings leidlich erschwert, und eben nicht, wie Wohlhochgeboren weiters meinte, mich „in meinem Tun um desto mehr beflügeln dürfte“.
Nachdem also die Produkte der Werkskammertintenmeisterei jahrelang auf diesem externen Felde erschaffen wurden, sind sie nun, im Mai 2017, in die Kategorie Entwurfstube gelegt worden. Um dem obigen Befehl Gehorsam zu leisten hab ich dann kurzerhand mal einfach den Schreibschaukasten errichtet – mal sehn wie das meinem Herrn und Brötchengeber wohlHochgeboren Urbald Freiherr von Oberhand (UFvO) mal wider gefällt! >Schreibschaukasten.


Es handelt sich dabei um einen Glaskasten zum Reingucken der auf der alten Promenade im Wandelgarten aufgestellt wurde. Das Gelände in diesem Bereich rundum den Glaskasten soll in der Zeit von ca. 1630-1750 ein Autoren-Friedhof gewesen sein, auf dem sich die wichtigsten Schreiber jener Zeit mit Vorliebe hätten begraben lassen. Allerdings stimmt das so nicht ganz, es ist nur ein Gerücht, ausgestreuert von den Besuchern, die das wirklich dachten! Dabei hatte Wohlhochgeboren UFvO hier eigentlich nur eine Gedenkstätte hergerichtet und von jedem dieser alten Schreiber immer ein Buch vergraben, ehrbar eingepackt in einer Marmorschattulle zum Schutz vor dem Gewürm. In die jeweiligen Bodenplatten hatte er alle wichtigen bibliographischen Titeldaten einmeisseln lassen, die manch ein Besucher aufgrund der zudem eingemeisselten Lebensdaten dann für Grabsteine hielt. So entstund also das Gerücht. Bald ist der Gedenkgarten auch mit der Zeit verwildert und verwuchert, vermoosert und stellenweise eingesackt; und UFvO hatte aufgrund seiner alten Tage keine Lust mehr, die Anlage in Stand zu halten. Ohnehin hatte sich niemand mehr für diese Schreiber und Bücher interessiert, also ließ man es alles zuwachsen.
Von alledem habe ich lange Zeit gar nichts gewußt, bis eben zu jener Zeit, als wohlHohgeboren mich vermittelst seiner General-Schreiber-Ordinance (zu finden in der >Sumpfgeschicht) dazu anbefohlen, benebst der Arbeit, die ich sonst so habe, am Rande eines Sumpfgebiets den sogenannten Findelgarten zu begründen, allwo ich dann, wie er sicherlich vorausgeplant hatte, beim Buddeln auf die Bücher nach und nach stossen würde. Davon wird in der Sumpfgeschicht anfählich berichtet, mit der es aber noch nicht entsprechend weit gedungen ist und woran ich mich heute noch ab-ackerracker.

Hier also zum >Schreibschaukasten.

ENTWURFSTUBE Was geht hier vor sich? Siehe Neulich im Hause UFO: Staubwischerei & Entwurfs-Reigen

weitere folgen in Kürze


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