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Abb.1: Der zum Zeitpunkt der Aufnahme noch nicht in Geschenkpapier eingewickelte Viererbob, gewonnen von Weltmeister Arndt.

Wie die Süddeutsche Zeitung unter der Überschrift Weltmeister Arndt gewinnt Viererbob in Winterberg neulich berichtete, hat die deutsche Viererbob-Mannschaft im Zuge ihres Doppelerfolges beim Weltcup also unter anderem auch einen Viererbob gewonnen. (s. Abb.1)

Auch die Redaktion von sportschau.de bestätigte den Gewinn dieses Viererbobs, bediente sich allerdings einer verschlüsselten Informationsvergabe, indem sie auf den Umstand verwies, daß es sich statt des von der Süddeutschen Zeitung vermeldeten Doppelerfolges in Wahrheit um einen Dreifachtriumph gehandelt hat; vermutlich um damit den Gewinn des besagten Viererbobs lediglich in der implizierten Form bekannt gegeben zu haben.

Wie die Süddeutsche Zeitung weiter berichtete, ist das Bobgerodel im Vorfeld nun dergestalt abgelaufen, daß Maximilian Arndt mit seinen Teamkollegen Marko Hübenbecker, Alexander Rödiger und Martin Putze exact 0,17 Sekunden früher ins Ziel eingefahren ist, als wie sein Verfolger Francesco Friedrich aus Oberbärenburg;

Derweil konnten die Russen unter der Leitung von Alexander Suffkopp Subkow nur den dritten Platz belegten, ist jedoch nach Redaktionsschluss der Süddeutschen noch aufgrund eines „fehlerhaften Laufs“ auf den vierten Platz zurückgefallen, woraufhin Thomas Florschütz aus Riesa dann auf den dritten Platz nach vorne gerutscht ist; was allerdings komisch ist, da er als Anführer eines Teams unserer Meinung nach eigentlich die ganze Zeit auf dem Platz am allervornesten gesessen haben müßte.
Doch einerlei, wer nun zuerst vor dem anderen sitzt, für den Cheftrainer Christoph Langen war es laut der Süddeutschen Zeitung allemale ein wichtiger Triumph, obschon man die meiste Arbeit noch vor sich hat; insbesondere wenn man bedenkt, was für eine glanzvolle Einzelleistung der amerikanische Olympiasieger Holcomb erst neulich in Übersee vollbracht hatte, was uns allen ja noch deutlich in Erinnerung ist, heute jedoch nicht mehr allzuviel zählt, da Holcomb diesmal im letzten Durchgang gestürzt ist, wodurch er die Weltcupführung an Maximilian Arndt wieder verlor und worüber auch Francesco Friedrich, der sonst immer nur Podiumsplatzierungen gewonnen hatte,
gar nicht mal unzufrieden war, zumal er jetzt mit besagten 0,17 Sekunden Rückstand auf Maximilian Arndt Zweiter wurde und die Erwartungen von Langen um Längen erfüllte.
Der hatte nämlich
von Friedrich Francesco zum Einstieg (in den Wettbewerb, nicht in den Schlitten) mindestens Platz sechs im sogenannten „großen Gefährt“ eingefordert, denn sonst hätte wohl nicht etwa Thomas Franziskus und Friedrich Forschwitz, (oder nee, wie hießen die jetztnochmal?) eine Weltcup-Chance erhalten, sondern der in dem ganzen vorherigen Sportskanonenbericht bislang noch mit keinem Wort erwähnte Bobfahrer vom SC Potsdam, namentlich Manuel Machata, der als Viererbob-Weltmeister und vierter deutscher Pilot zwar nur am Europacup teilnehmen kann, jetzt aber nämlich auch „Spurschlitten“ fährt, so daß, ähnlich wie die Süddeutsche Zeitung, auch wir finden, daß Manuel Machata vom SC Potsdam (die Handmachete von Potsdam?) einen ähnlich starken Auftritt hatte, wie der „Riesaer“ Thomas Florschütz, was man der Kürze halber so nennt, wenn einer aus Riesa kommt, der nun aber kurzfristig noch den „Anschieber“ Andreas Bredau ersetzen mußte, und für den, wie die Süddeutsche diesen Artikel zu beschließen beschlossen hatte, wiederum der 19-jährige Paderborner Joshua Bluhm mit nigerianischen Wurzeln ins Team gerutscht war, der aber in Kiel geboren wurde.

Ende der Wintersportnachrichten 


Es berichtete Stanislaus Zurtelbeck, Auslandskorrespedant und ehemaliger Fußballberichtbestatter der Boulevardzeitung Ultimative Freiheit Online, diesmal live aus Winterberg, der kleinen Stadt an der Rodelbahn, die von der Gegend her auch bekannt ist für ihren vielen Winter, wo man dann im Schnee herwandern kann.