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Das Betreten meiner Wohnung mit einem aktiven Mobilfunktelefon ist ab heute untersagt

Gestern, als ich mal zur Abwechslung im Stadtpark wandeln gewesen bin und mich bald an ein recht schön‘ Sonnenplätzchen hingesatzt hatte, um dort ein bißchen auch an einem Zigarettchen zu paffen, da hätte ich doch fast einen rundherum erholsamen Tag insgesamt erlebt zu haben gemeint haben können – wenn ich nur bloß nicht fortwährend von mehreren an jeweils 2 Krückstöcken gehenden Sportswalkern und anderen vorbeiflitzenden Gummihöschen mit vielen verächtlichen Kopfschütteln ob meiner offenbar etwas zu genüßlich vorgelebten Qualmerei bedacht worden wäre.

Doch dies hätte mich gar nicht allzu sehr gejuckt, wenn nicht überall rings umher noch jene großen Rauchwolken zusätzlich aufgestiegen wären, durch die sich nun also sämtliche Proletarier aller Länder in finalementer Vereinigung dazu aufgerufen fühlten, der gesetzlich ausdrücklich erwünschten Massentierschlächterei knochenknuspernd und speckschmatzend den wohlgefälligen Dienst zu erweisen.

Aber auch das war es noch nicht, was mich gegen die ganze Welt schon wieder so dermaßen aufbrachte, daß ich mich bald sporenstreichs aus dem Park verdünnisierte und zurück hierhin an den Schreibtisch verflüchtigte, wo ich jetzt erneut vor mich hinhocke und nach gewohnter Manier vollkommen sinn- und zwecklos gegen all das anschimpfe, was sich da vorhin noch in aller Öffentlichkeit mindestens ebenso sinn- und zwecklos gebärdet hatte.

Nein, viel schlimmer als diese ganze versammelte Geisteskrankheit dort auf den bedauernswerten Wiesen war die üble Angelegenheit, längst bereits schon den ganzen halben Tag lang von etlichen mit Mobilfunktelefonen herumsauenden Leuten so derartig hochgradig belästigt worden zu sein, daß mir nichtmal mehr der allerdickste Zigarettenqualm als Schutzwall gegen solche Strahlungen noch geholfen hätte …

Ja genau, ich kann das zwar nicht beweisen, aber Sie haben trotzdem richtig gehört;

Warum wohl sonst sollte der Zigarettenqualm verboten worden sein, wenn nicht, um den Handystrahlen noch freiere Fahrt zu gewähren; mal davon abgesehen, daß man hiermit natürlich die Insolvenz der kleinunternehmerischen Kneipen- und Cafehausbetreiber herbeiführen wollte, um dann jene hochsterilen, grell erleuchteten, schmiergelackten und mit Idiotenmusik dauerbeschallten Designer-Cafebar-Ketten überall ins enteignete Europa hinstellen zu können.

Aber gut. Da dies nun alles in etwa so übertrieben geschehen ist, wie ich es mir zum Teil sogar tatsächlich vorstellen könnte, möchte ich mich nun weiters noch befähigt sehen, der scheinheiligen Nichtraucherschutzdebatte auch mal was Plausibles entgegenzusetzen; und somit, statt mit dem bißchen Qualmen aufzuhören oder gleich die Kippe einsichtig ins Heu zu schnippen, in aller Öffentlichkeit für ein allgemeines Mobilfunktelefonverbot einzutreten – natürlich bei gleichzeitigem Recht, fortan fröhlich weiterqualmen zu dürfen.
Zumindest in meinem Heim (das gar nicht mal so verraucht ist, wie man jetzt vielleicht denken könnte) zumindest hier wird künftig jeder Besucher nämlich sein Mobilfunkgerät künftig ausschalten und zum Telefonieren vor die Tür gehen müssen; und das ist jetzt mal nicht übertrieben.

Ich nenne es übrigens eine scheinheilige Nichtraucherschutzdebatte, weil meiner Ansicht nach sämtliche Befürworter dieses Gesetzes (bzw. dieser Bevormundung) insbesondere dann sehr scheinheilig sind, wenn sie zum Beispiel, wie oft zu sehen, gemeinsam mit ihren Kindern im Auto sitzen und dabei mit dem Mobilfunktelefon telefonieren oder gar hiermit noch eigens durch ausgewiesene Umweltzonen fahren, weil sie vermutlich glauben, sie würden damit die Umwelt beschützen; insgesamt aber mit ihren Mobilfunktelefonen die Umwelt mehr verpesten als die rauchende Bevölkerung, da sie dem Ausleben ihres körperlichen und geistigen Suchtverhaltens nicht nur in Kneipen und Cafes fröhnen, sondern auch in öffentlichen Verkehrsmitteln, öffentlichen Gebäuden, Schulen, Universitäten, Bibliotheken, Parks, Schwimmbädern, Stränden, Wäldern, Fluren, Wiesen, etc ihre Strahlungen absenden.

Ebenfalls scheinheilig sind auch diejenigen, die andauernd mit jenen fürchterlichen und lärmbelästigenden Gartengeräten immerzu herumhantieren und sich ebenfalls vermutlich darauf einbilden, sie würden der Gemeinschaft einen Dienst erweisen, wenn sie mit einer Art rückwärtsgepoltem Laubstaubsauger* ein Laubblatt quer über den Bordstein blasen oder mit nervtötenden Kreischmaschinen ihre albernen Designerhecken frisieren!

Ja, hört mir bloß auf, das alles sind meines Verachtens nämlich Geräte, die man zu allererst verbieten sollte, allein schon zum Schutz der Gesellschaft vor terroristischen Elementen. Meistens sind es auch eben diese Leute, die, statt sich zunächst ihrer eigenen umweltbelastenden Fehlverhalten bewußt zu werden, andere Leute sofort denunzieren und am liebsten jeden ins KZ bringen würden, der ein bißchen an einer Zigarette pafft – während sie selber gar nicht merken, daß sie nicht nur im Umkreis weniger Meter lärmbelästigend wirken, sondern unter ätherisch wirksamen Gesichtspunkten auch universell gesehen vollkommen verantwortungslos handeln und somit im Grunde als unzurechnungsfähig handelnde Personen gelten könnten, die der Weltgemeinschaft massiv schaden.

Meine hiermit einhergehende Forderung, die Produktion all dieser Gerätschaften künftig als Straftat zu werten, wird im Übrigen nicht nur von einer Vielzahl intelligenter Menschen unterstützt, sondern findet sie sowohl beim sogenannten „Bund der Bäume“ gehörigen Anklang, als auch beim hiesigen „Verband der Vögel“, deren Pressesprecher Piepmatz Putzig nämlich erst gestern noch in einer von mir persönlich eingeholten Stellungnahme meinte: „Auch wenn wir durch derogleichen Gerätschaften hin und wieder unter Irritationen sowohl im sichtbaren Fluge als auch im hörbaren Pfiffe mitunter ziemlich leiden, wir werden das überstehen und unablässig weiterflöten!“

Ebenso deutlich äußerte sich auch Oswald von Buchenhain, Vorsitzender Baum und Boss vom „Bund der Bäume“, denn er findet die Idee, „die ganzen Geräte zurück zum Teufel jagen zu wollen, so grandios, daß ich mir jetzt schon ’n Ast ablachen könnte!“

Mehr gibt’s dazu eigentlich auch gar nicht zu sagen.


Oder doch:

→28.11.2010 Steppenwolf im Äther
→03.02.2011 Falsch verbunden
 
 
 

 Auswärtige Empfehlungen zum Thema:

Das Smartphone = Sucht und Seuche von Schnakenhascher 10. April 2015

Studie offenbart Verbindung zwischen mobilem Vieltelefonieren und oxidativem Zellstress als Hauptrisikofaktor für Krebs


Noch zwei rauchende Links:

→ Und täglich lügt die Antiraucherlobby – Rauchernews

Rauchen schützt vor Lungenkrebs

Weiteres zum Raucherterror / Terrorraucher:

http://bumibahagia.com/2015/06/07/rauchererror-terrorraucher/


 

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