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Yo! Das Christentum in der Krise, die halbe Welt samt Israel in Aufruhr, die Finanzblase kurz vorm Platzen, die Menschheit wird wachgeklingelt, Schwindel drohen aufzufliegen, Lügen drohen aufgedeckt zu werden, Vorwände drohen einzubrechen, Vorhänge drohen gelüftet zu werden und werden mit den letzten Kordeln nochmal gestrafft, Schleier drohen zu verwehen und werden nochmal verstärkt in den Himmel gehängt, das All flackert vor lauter Vorfreude, die Erde bebt vor Spannung, Achsen verschieben sich, Echsen verziehen sich, alles ist im Wandel, überall geht alles drunter und drüber und was passiert in Deutschland?

Der Papst kommt nach Berlin und will reden.

Ob er wohl den Himmel preisen wird, wenn er im Bundestag spricht oder wird er ihn erst im Olympiastadion preisen? Wird der Himmel dann wohlmöglich wieder frei sein, nachdem er nun schon so viele Tage hintereinander verschleiert war? Oder wird er dieses mal wieder schön blau sein, so wie sich das schließlich seit jeher gehört, wenn Großereignisse in Deutschland stattfinden.

Und worüber wird er reden? Was gibt es Neues von Seiten der Kirche? Schließlich erfahren sämtliche uralten Themen in der letzten Zeit doch einen ziemlichen Boom und werden aus den erdenklichsten Richtungen neuzeitig zerforscht, spektakulär verspekuliert oder frisch und fruchtig umgerätselt.

Die guten alten Erkenntnisse und auch die Geheimnisse um die Immunilaten und Konsorten wurden längst von manchen Schriftstellern aufgedeckt und dann, Gott sei Dan Brown, in oberflächlichen Puzzleteilen und Versatzstücken unter das Volk gestreut, das kurz darauf sogar fast wieder auf ketzerische Gedanken gekommen wäre.

Das Volk drohte zu zweifeln und zu vermuten, daß es neben einem Gott irgendwann einmal möglicherweise auch noch eine Göttin gab und daß sie uns folglich eine sehr, sehr, seeehr lange Zeit gefehlt haben müßte. Oder dachte es gar, daß es irgendwo in dem ganzen Ungleichgewicht einst ein Gleichgewicht gegeben haben müßte, wie vielleicht bei den Geschwistern Yin und Yang? Vermutete es mit diesem Blick ins Leere gar ein schwarzes Loch in der heiligen Schrift, die inwendig verheimlichte, daß die weibliche Seite aller Dinge nicht ungewollt ein paar Jahrtausendhunderte außen vor gehalten wurde, damit das Männliche Überhand bekommt, sich aller irdischen Kraftpotenziale bemächtigt, um dann über die letzten Jahrhunderte hinweg bis zum großen Finale die ganze überschüssige Energie in Form eines übermässigen Waffengebrauchs auszuleben, der expressionistischsten aller Metaphern jenes ungebändigten männlichen Triebes?

Und wird all diese Energie nun wieder umgeleitet, vielleicht ein Teil davon gar in die Regentraufe gekippt, wo wir dann plötzlich dem lieben Gott hinterherwinken, der da auf einem Floß aus Styropor fluchtartig den Rinnstein hinuntersegelt, die eine Hand am Segel, mit der anderen sich ins Fäustchen lachend? Oder steht er bereits mit den Füßen wieder auf der Erde, wenn auch mit dem Kopfe noch droben im Gewölk verhangen, so wie auch wir noch recht vernebelt sind? Wollen wir ihm nicht am liebsten schon jetzt am Hosenbein ziehen, und fragen ob wir uns nun gleich neben ihm niederlassen können, hier zu seinen Füßen, auf der Quantenebene?

Wäre ich Abgeordneter im Bundestag, so wären dies alles nämlich in etwa meine Fragen an den Herrn Papst gewesen. Denn bei dem ganzen Bewußtseinswandel überall und ringsumher (der Bundestag sei hier einmal ausgenommen) und all den mit einhergehenden Komplikationen und Nöten, aber auch Wundern und Verwandlungen, braucht der Mensch manchmal ein wenig geistlichen Beistand, am besten direkt vom Fach – auch wenn dieses Unterfangen in seiner Zwecklosigkeit etwa vergleichbar wäre mit einem Vegetarier, der sich aus Mangel an kompetenten Fachkräften gezwungen sieht, eine Wurstfachverkäuferin aufzusuchen.

Aber vielleicht kann der Papst ja trotzdem was machen. Ja, der Papst, Benedikt der 16te, warum eigentlich nicht? Er wird wohl nicht ganz umsonst ausgerechnet in Zeiten globalen Bewußtseinswandels auserwählt worden sein. Er müßte wissen, was jetzt vorbereitend zu tun oder wenigstens nach Ablauf der Zeit in etwa zu erwarten ist. Schließlich gehört er zum eingeweihten Kreis einer allwissenden Institution, die allerdings, wie jede andere Institution mit Einfluß und Machtanspruch, die wichtigste aller Informationen seit jeher zu hegen und zu pflegen hatte, wie einen Augapfel. Zumindest sollte sie dies getan haben, um möglichst konkurrenzlos zu bleiben.

Außerdem war Kardinal Ratzinger, bis er den Ring überreicht bekam und den Stuhl Petri besetzen sollte, Leiter der päpstlichen Bibelkommission, welche ja dafür bekannt ist, daß sie die im Rahmen der katholischen Kirche durchgeführten Bibelstudien mit Aug und Ohr beständig zu überwachen hat. Der Leiter der päpstlichen Bibelkommission wiederum ist seit 1956 zugleich auch Leiter der sogenannten Ecole Biblique. Die Ecole Biblique ist eine Art Kontrollbehörde für unleserliches Schriftzeugs und bemüht sich seither verantwortungsbewußt um die Nichtveröffentlichung zahlreicher Schriftrollen, darunter auch die 1947 entdeckten Qumran-Schriftrollen. Im Jahre 1954 benannte man die Rollen dann offiziell als weitestgehend „unbedeutendes“ Schriftentum, womit ein Großteil davon vor allem für die Forschung unter Verschluß blieb, auf daß die Wissenschaftler sie gar nicht erst zu lesen brauchen. Denn das macht man so mit Schriften, die als weitgehend unbedeutend gelten, man versteckt sie in dunklen Kammern.

Neben der Führungsposition der Bibelkommission war Ratzinger auch Leiter der Kongregation für die Glaubenslehre. Der Stammbaum dieser Institution reicht zurück bis zum 1542 gegründetem Heiligen Offizium und das Heilige Offizium, auch Heilige Inquisition genannt, galt seinerzeit als der am meisten gefürchtete Kegelclub weit und breit.

Jemand der in solchen Kreisen bis nach ganz oben aufgestiegen ist, müßte sich seiner Verantwortung also ziemlich bewußt sein. Er weiß gewiss nicht Alles, doch ein paar Zettel sollten ihm schon zugesteckt worden sein und da ist es als Sprachrohr oft klug, nicht sofort schon am Anfang alles auszuposaunen. Danach allerdings wird es immer schwieriger, was vielleicht auch der Grund dafür ist, daß Papst Johannes Paul der Erste, der sogenannte 3-Wochen-Papst, bereits während der Probezeit die größte Reform aller Zeiten einfädeln wollte, dann aber dem Irrtum unterlag, er bräuchte von da an nur noch abzuwarten und Tee zu trinken, eingekleidet im vermeintlichen Schutze der Unfehlbarkeit.

Aber Benedikt ist kein so ein Rebel. Er bleibt Hirte, das heißt ein Hüter, und wenn es seine Aufgabe ist, zu behüten, was zu verhüten ist, so heißt das noch lange nicht, daß das für alle gilt.

Auch auf anderen Ebenen ist derzeit noch ein ziemlich verwirrendes Hütchenspiel im Gange und gewisse Dinge haben noch ein Weilchen bedeckt zu bleiben.

So ist es auch mit dem Himmel, von dem sich fast vermuten läßt, daß die anfänglich lückenhafte Himmelsverschleierung erst ab dem Jahr der Papstweihe weltumspannende Ausmaße zu erreichen begann, was allerdings weniger mit dem Papst zu tun hatte, als mit den unzähligen Billigflug-Airlines, die von da an immer zahlreicher krux und quer durch das Himmelszelt kreuzten.

Und da die inhaltlichen Zusammenhänge nun zunehmend konstruierter erscheinen, möchte ich an dieser Stelle zwingend anberaumen, daß doch wenigstens der Papst einmal in den Himmel (oder wenigstens auf diese Webseite) schauen sollte – denn wem sonst auf Erden müßte beim Anblick der dort droben hingeschmierten teuflischen Chemiewolkensuppenküche wohl am meisten übel werden, wenn nicht dem Himmelsbeauftragten auf Erden höchstselbst? Würde er im Bundestag diese Schandtat ansprechen, so fände ich sein dortiges Erscheinen durchaus vertretbar, denn hier vermischen sich tatsächlich die Belange des Himmels mit den Belangen der irdischen Politik und sein Aufgabenbereich könnte hiermit wenigstens einmal sinnvoll erweitert worden sein.

Und wenn Leute nun meinen, der Papst sei keine politische Figur, so sollten sie sich einmal dieses kurze Video ansehen und sich fragen, ob der dort betriebene angstvolle Aufwand an polizeilich-militärischen Schutzmaßnahmen und furchtdurchflößten Sicherheitsapparaten wirklich dem entspricht, was man sich als frohlockender Gläubiger in Erwartung einer seligen Botschaft ersehnt hatte. Ist diese zähneklappernde Begleiterscheinung wirklich eines „Heiligen Vaters“ samt seiner Botschaft und Engels-Chöre würdig und wo unterscheidet sich hier überhaupt die eine Religion von der anderen, wenn nicht allein im verschiedenartigen Ausleben ähnlicher Ängste, jeweils begleitet von unterschiedlichen Ausdünstungsformen des immergleichen uralten Angstschweisses?

Man soll die Kirche zwar im Dorf lassen, doch muß man sich wenigstens in unserer Zeit fragen, ob es nicht einige Aufgabenbereiche gibt, die eines Papstes moderner Zeit angemessen wären.


In wessen Namen man diese Frage stellen dürfte, weiß ich zweifelsohne nicht, doch vielleicht wäre es ja erlaubt, es auf spielerische Weise im Namen des Vaters zu tun, also im Namen des Herrn, um nicht zu sagen im Namen des Herrn JOSEPHRATZINGER. Am Anfang war das Wort, sagt man, und so besteht zumindest dieses Wort aus 15 Buchstaben, die derjenige solange trug, bis man ihn zum Papst ernannte und er den Namen Benedikt wählte. Zwar entledigte er sich im Zuge der Umbennung nicht seines Namens JOSEPH RATZINGER, doch würde man sich einstweilen nur dieser 15 Buchstaben entledigen und sie dann alphabetisch sortiert im Regal abstellen, so sähe die Anordnung der namentlichen Buchstaben JOSEPH RATZINGER bis zu ihrer Rückführung in ebendiesen Zustand wiefolgt aus: AEEGHIJNOPRRSTZ

Aus diesen Buchstaben nun ließen sich wie beim Scrabble viele neue Worte zusammenstellen, die ich hiermit und mit aller Achtung vor einem etwaigen bedeutungsschwangeren Hintersinn kommentarlos auflisten möchte:

PATER NOSTER NOSTRA PRIESTER PASTOR

RETHOR NOTAR SENATOR

ARZT REZEPT PATRON REGIE

GEIST SEGEN

STERN ASTRO OSTERN

HERR HERRIN HERRN SOHN AHNE EHE

RING THRON

THORA PENTA SETH RITEN

RAESON RATIO THEORIE ANTI THESE IDEE

RAT GESETZ PARTEI REGIERT

PERSON POSTEN RANG ERTRAG PARTIE

ERDE TON EISEN ROST ERZ

GRANIT SAPHIR TOPAS

SATIN ROT ZART ORANGE ORANJE ZITRONE

RENEGAT (Abtrünniger)

PRAETOR (Oberster Staatsbeamter im alten Rom)

ROTA ( höchster Gerichtshof der Kurie)

PROZENT PARI (Wertpapier)

PONTI (-fex) (Omni-) POTENZ

TOR PORTA

NATO NETZ

PATE EHRE ZIGARRE ZASTER

GIER REIZ NEIDER RINGEN

ANGST ZORN RAGE

INTEGER SORGE NOT TRAGEN LAST

HERZ GEIST GEHIRN RATIO

NARR NEO NAZI ARIER SIEG

ERIS HERA ATHENE TROJA PARIS (PARIS entschied den Streit um den Apfel der ERIS zwischen HERA, APHRO(d)ITE und ATHENE und verursachte dadurch den TROJAnischen Krieg)

PATHOS ETHOS

PETRI JOHAN PETER THEO SOPHIE NOAH NERO HORAZ

ARINZE (Kardinal von NIGERIA)

IRAN ASIEN ORIENT NAHER OSTEN

PARIS PRAG PISA ATHEN GIZEH

OZEAN GANGES PO NIGER ISAR

REISEN GAST RAST HAST IRREN HIRTE

ZION SION PRIOR PRIERE

ORGANE REIZE REZEPTOR (Empfangsorgan von REIZEN in den inneren ORGANEN)

NIERE OHR NASE RETINA (Netzhaut)

SEHEN HOEREN

SPATZ („Ich bin ein Spatz Gottes“)

JAGEN JAEGER RENTIER REH TIER

ROSE GERANIE GRAZIE GARTEN AHORN ZISTERNE

ZEIT JAHR GREIS ZAHN TEE HONIG SEE HITZE EIS ROH GAR GEHEN STEHEN SITZEN EINS ZEHN HABEN RAR TAG HART SAGEN OPA ART EPOS SAGE PROSA OPERA ARIE SINGEN

… etc

——–

Im Namen des Vaters ist ein leicht überarbeiteter Text eines seinerzeit ebenfalls leicht überarbeiteten Autors, der am 29. November anni Domino 2005 aus Versehen das folgende Gedicht zusammenwürfelte:

Im Namen des Vaters

Zwar sind ANGST und auch die SORGEN
im Namen dieses HERRN verborgen,
doch auch der SEGEN und der GEIST
steckt in jenem, der so heißt,

Dieser soll den RING jetzt TRAGEN
und sich auf den THRON drauf wagen.

PRIESTER, PATER, PASTOR-
NOTAR, SENATOR und PATRONE,
das alles ist ja nicht ganz ohne.

Und sagt ein PRIESTER wo er GEHT
nicht ein PATER NOSTER zum Gebet?
Ob in PRAG, PARIS und PISA,
NIGERIA am NIGER oder GANGES an der ISAR (?)
Selbst in ASIEN und im IRAN,
ein jeder ORT im OZEAN …
wohl schon so mancher arme HIRTE
von einer Welt zur andern IRRTE.

Doch was dem GREISEN eine LAST,
und auch dem HIRTEN ohne AST,
– ist das REISEN ohne RAST.
daher ist grad der NAHE OSTEN,
Grund zum REISEN, nicht zum ROSTEN.

Wenn nun ANGST und all die SORGEN
im Namen dieses HERRN verborgen,
so käm‘ mehr SEGEN aus dem GEIST
wenn er nicht nur RATIO heißt

– sondern mit dem HERZEN reist.

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