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Über das allgemeine Erwachen der Menschheit und der einhergehenden Bewußtseinserweiterung jedes Einzelnen ist ja schon viel geschrieben worden. Nicht nur im Internet, sondern auch in Antiquariaten lassen sich Bücher und anderweitige Schriften finden, die längst auf die gegenwärtige Entwicklung und auch die düstren wie lichten Begleitumstände hingewiesen haben.

Im Vergleich zu den vielen antiken, mittelalterlichen und klassischen Schriften, die sich mit diesem Thema auseinandersetzten, gehört das Buch Maria-Sophia von Arthur Schult aus Jahre 1959 wohl zu den neueren Werken. Dieses möchte ich den Lesern nun gern und ohne viel Geschrei auszugsweise vorstellen. Die Satzteile, die den Anschein haben, als hätte Arthur Schult sie erst heute früh geschrieben, habe ich mit grüner Farbe angestrichen:

„‚Es wird eine Zeit kommen, die ist wunderlich. Weil sie aber in der Nacht anfähet, werden’s ihrer viele nicht sehen wegen des Schlafes und der großen Dunkelheit; jedoch wird den Kindern die Sonne mitten in der Nacht erscheinen‘

So schrieb Jakob Böhme schon im Jahre 1619 in seiner Schrift Die drei Prinzipien göttlichen Wesens. Diese Zeit ist heute angebrochen. Denn ein zweitausendjähriger Aeon, das kosmische Zeitalter der Fische, geht zu Ende und die Morgenröte eines neuen Weltentages, des uranischen Wassermannzeitalters, zieht herauf. Überall da, wo ein Lebensprozess sich dem Ende naht, bei jeder Begegnung mit dem Tode, spürt der Mensch den tragenden Ewigkeitsgrund, aus dem alle Zeitkreise aufsteigen und in den sie bei ihrer Vollendung wieder eingehen.

Je größer die Aeonen sind, welche einander ablösen, um so mächtiger bricht die Ewigkeit herein in die Zeit. Darum erlebte die Menschheit vor 2000 Jahren, als ein kosmisches Größtjahr, ein platonisches Weltenjahr von 25920 Jahren, zu Ende ging und eine neue Weltepoche von 25920 Jahren begann, den gewaltigsten Einbruch der Ewigkeit in die Zeit durch die Menschwerdung des Schöpferlogos in Jesus Christus.

Heute geht nun der erste zweitausendjährige Weltenmonat dieses neuen kosmischen Größtjahres, das Zeitalter der Fische, zu Ende und der zweite nachchristliche Weltenmonat, das Wassermann-Zeitalter beginnt. Da spüren wir wiederum besonders stark das Transparentwerden der Zeit für die Ewigkeit und erleben in uns die Geburt eines neuen kosmisch geweiteten Bewußtseins, das uns die Welt des Urchristentums neu verstehen lehrt.

Nachdem im Fischzeitalter die Menschwerdung des Schöpferlogos sich im seelischen Bereich ausgewirkt hat, will sie im Wassermannzeitalter im Bereich des Geistigen offenbar werden. Es handelt sich um das Aktivwerden einer ganz neuen Funktion im Menschen, die von jeder normalen menschlichen Funktion so verschieden ist, wie das allgemeine denkerische Selbstbewußtsein, das sogenannte wissenschaftliche Welterkennen, verschieden ist vom Bewußtsein des Tieres. Das menschliche Bewusstsein weitet sich zu einem kosmischen und überkosmischen Bewusstsein, wird durchstrahlt und erleuchtet vom göttlichen Flammengeist. Schon heute erleben wir immer stärker das Transparentwerden aller Lebensvorgänge im Menschen, in der Natur und im Kosmos auf das Geistige und den göttlichen Weltengrund hin. Das Aufbrechen dieses neuen ätherischen Bewußtseins läßt uns sogar die materiellen Atome als geistige Kraftwirbel erkennen, erschließt uns das ätherische Wesen aller Stoffe und macht uns empfänglich für die höheren geistig-kosmischen Ebenen.“

Wenn das sogenannte Wassermannzeitalter also 1950 begonnen hat, so wie das auch in anderen Schriften vermutet wird, und es uns fast wie eine Erlösung überkommen mag, so fragt man sich trotzdem, warum kurz vorher das Fischzeitalter noch unbedingt derart blutig hat enden müssen. In Hinblick auf die Entstehung eines neuen Zeitalters mögen diese Umstände wohl auf das (irgendwann ebenfalls veraltete) Verständnis von einem zwingend schmerzhaften Geburtenvorgang zurückzuführen sein… der eben nur solange körperlich schmerzhaft ist, solange er sich auf materieller Ebene vollzieht…

Aber zunächst weiter mit Arthur Schult:

„Im Fischzeitalter hat der abendländische Mensch sich immer stärker von der Natur emanzipiert. Den Geist vermochte er nur noch in sich selber und in Gott, dagegen nicht mehr in der entseelten Natur zu finden. Es kam darum im Fischzeitalter zu einer einseitigen Abwertung alles naturhaften, materiell-körperlichen Seins. … Demgegenüber wird im Wassermann-Zeitalter auch Materie und Leib wieder transparent für den Geist.

Damit verbunden ist eine neue Wertung des Weiblichen im Menschen. Die Gleichberechtigung der Frau verlangt nach einer metaphysischen Repräsentation des Weiblichen im Mensch, Kosmos und Gott. Das göttliche Urwesen umfaßt ebensowohl Männliches wie Weibliches, und das gottebenbildliche Wesen des Menschen ist dementsprechend mann-weiblich, androgyn. Das Wachwerden für die Ganzheit des Menschen, für sein androgynes Urbild, gehört darum zu den das Leben neu gestaltenden Einsichten des Wassermann-Zeitalters…“

Nachtrag 2016: Daher wird uns heute die geisteskranke „Wissenschafts“-Theorie des Genderismus vorgestellt und als etwas sehr Erforderliches für die Weiterentwicklung im menschlichen Dasein eingetrichtert, um uns von der natürlichen Enwicklung hin zu einem göttlich-androgynen Geistwesen abzuhalten.  Ebenso wie uns ja auch die Smartphone/Internettechnik als besonders wertvolle Weiterentwicklung menschlicher Geschicke vorgegaukelt wird, damit wir ja nicht das natürliche Befähigung einer höheren, rein geistigen, telepathischen Kommunikationsweise wieder erlernen. Hingegen kann es aber auch sein, daß diese falschen Theorien und Praktiken sich nur deswegen herausgebildet haben, um die Menschen, die den natürlichen, allgöttlichen Weg nicht zu beschreiten gewagt haben, über einen zuletzt für jeden spürbaren negativen Erfahrungsprozess mit dem ganzen hochgelobten Teufelszeug an die (dann vermisste) Werthaftigkeit des Wesentlichen zurückzuerinnern. Amen.

Nun ist es wohl so, daß manche dieser Vorschauen in einer Zeit geschrieben wurden, in der „man“ dem Begriff Weiblichkeit genauso wenig gerecht wurde, wie die Frau später dem Begriff der Emanzipation, was eben beides mit den obengenannten metaphysischen Aspekten eher wenig zu tun hatte. Doch jetzt steht die Menschheit dort, wo man (und woman) auf das Leichteste erkennen könnte, welcher Entwicklungsprozeß mit dem Aufkommen der hier sogenannten Maria-Sophia tatsächlich gemeint war.

So wie aber dieser lichtbringende Prozess bereits stattfindet, erwehrt sich dagegen selbstverständlich auch die „dunkle Seite der Macht“. Und zwar mit aller destruktiven Kraft, Gewalt, Arglist, Täuschung und Manipulation, so wie es heute ja an allen vier Ecken der Welt zu erkennen ist.

Arthur Schult weiß auch dazu etwas zu besingen und verweist auf das Buch Daniel, wo man den Gegenspieler der göttlichen Weisheit mangels besserer Einfälle unter Bemühung des Bildes von einem ‚Drachen‘ zu fassen zu kriegen versuchte:

„Die Sophia mit den zwölf Sternbildern verkörpert die Geistigkeit der Zukunft, und der Drache (verkörpert) die atavistisch gewordene und dämonisierte Geistigkeit der Vergangenheit, welche das freie Ich eines neuen kosmischen Bewußtseins im Menschen nicht zur Geburt kommen lassen will.“ s. Nachtrag 2016 oben

Ausrufezeichen. (!) Denn der Mensch ist für die Verlockungen und auch gestreuten Ängste vieler Dämonen sehr anfällig und in genau diesem Kampf (oder besser: in dieser Auseinander-Setzung) befinden wir uns jetzt, während sich jener bereits oben angedeutete Stirb & Werde Prozeß ebenfalls vollzieht:

„Die Zeit steht still, weil Ewiges sie gebären will. Wir dringen aus dem Fluß der Zeit hindurch zum Ewigkeitsgrunde der Zeit, in dem Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft zusammenfallen in göttlicher Gleichzeitigkeit. …

… Wie die Raupe sich verpuppt und verwandelt in den Schmetterling, so wird der Erdenmensch im Puppenzustand geborgen im Grabe und soll als Geistmensch auferstehen am jüngsten Tage. Im Griechischen heißt Psyche zugleich Schmetterling und Seele. Auf vielen griechischen Grabsteinen finden wir hier beim Baumstumpf den Schmetterling als Symbol der Todüberwindung.“

In seinem späteren Buch (Die Weisheit der Veden und Upanishaden) bedient Arthur Schult sich eines weiteren zutreffenden Zitats, in diesem Fall von Jean Gebser (Die Welt in neuer Sicht, 1959):

„Wir stehen heute vor der unausweichlichen Entscheidung, eine Intensivierung des Bewußtseins zu leisten oder nicht. Leisten wir sie nicht, so wird die heutige Menschheit infolge des Mißbrauchs und Leerlaufs rationaler Fähigkeiten zu Grunde gehen. Ratio ist bloßes Wissen, und Wissen ist – seit Bacon – Macht. Macht macht aber nur, sie erschafft nie etwas. Wenn wir dagegen die erschaffende Kraft aufbringen, die notwendige und vom Weltgedanken von uns geforderte Bewußtwerdung zu leisten, so wird die heutige Menschheit verwandelt weiterbestehen; anderanfalls wird es eine andere nach uns kommende Menschheit sein, die für unsere Erde auf den Anspruch des Weltgedankens antwortet und ihm gerecht wird.“

Das Folgende ist also laut Arthur Schult nunmehr zu erkennen und zu tun:

„Wir stehen mitten in einer epochalen Zeitwende, daher unsere Unruhe und Zerrissenheit. …

… Wenn wir die Erdenmenschheit als eine Einheit auffassen, dann kann gesagt werden: Diese Menschheit stellt das niedere Menschen-Ich dar, vollständig abgetrennt vom wahren, höheren Ich des menschlichen Wesens. Zu diesem niederen Ich kam Christus, um der Menschheit das wahre höhere Ich, das göttliche Selbst, zu offenbaren. Er, der Gottmensch, zeigte, wie der Mensch, der nur dem Sein und Willen des höheren Selbst gemäß auf Erden lebt, sein Leben führen soll. Als Wegweiser und Beispiel für das, was der Mensch am niedren Ich (mehr dazu siehe unten, Anm. des Autors) vollbringen muß, führte der Weg nach Golgatha, zum Kreuzestode. Als Zeichen für das, was das höhere Ich betrifft, geschah die Auferstehung und die Himmelfahrt“ …

… zumindest wenn man die Kreuzigung symbolisch versteht, denn falls es sich bei diesem Vorfall um eine historische Tatsache handelte, so war es schlicht gesagt eine Hinrichtung. Und um geradezurichten, was man sich sonst noch so zurechtzimmerte, bedarf es wohl einer weiteren polemischen Glanzleistung meinerseits, ich meine, für wessen Sünden soll er da eigentlich auf diese Weise gestorben sein? Nicht vielleicht schlicht für die Sünden derjenigen, die Spaß daran haben, Menschen mit 30 Zentimeter langen Eisennägeln an Folter- und Todeskreuze zu schlagen, und solches bloß tun, damit die grausame Logik, die ihrer irrwegigen Glaubens- und Denkweise zugrunde liegt, wenigstens für sie „Hand und Fuß“ hat?

Man weiß es nicht.

Für den Otto-Normal-Gläubigen ist das, was da wirklich gespielt wird, sowieso viel zu hoch. Mit dem vorhin grün angestrichenen „niederen Ich“ (siehe oben!) wiederum müßte eigentlich jeder was anfangen können, also vorausgesetzt er hat auch angefangen, ein bißchen über sich selbst nachzudenken. Die Pschüchologen kennen den Begriff ohnehin, da sie das niedere Ich ja fortwährend im eigenen Nacken sitzen haben, aber auch die mehr so am Esoterischen Interessierten kennen den Begriff ganz gut, zumindest vom Ego haben sie schon mal was gehört, das niedere Ich lassen sie lieber noch im Sumpf hocken. Möglicherweise wissen sie auch aus diesem Grunde nicht, daß sich das Ego manchmal so aufspielen kann, als sei es das höhere Ich, obwohl es doch eigentlich dem niederen Ich viel näher steht. Doch da sich das Ego mit dem (unangenehmen) Naheliegenden nicht so gern beschäftigt und das niedere Ich bald im Sumpf versauern läßt, macht es, um dieses Trauma zu verdrängen, ganz viel Tamtam, Tantra und Tarot, Traumfänger und Tingeling, woraufhin es sich aufgrund des vielen positiven Feedbacks mit dem höheren Ich bald selbst verwechselt, bzw. das bestätigt findet, was insgeheim schon längst vorausgesetzt war, nämlich die Meinung, es gäbe kein höheres Ich als Ich.

Welches Ich nun welches ist, das sei jedem herauszufinden selber überlassen, so wie auch die Ent-Scheidung, ob man an der vorerzählten Bewußtwerdung willentlich teilnehmen möchte oder es lieber vorzieht, es unwillentlich über sich ergehen zu lassen. Eine der Etappen auf dem Weg dorthin ist zwar die Überwindung des niederen Ich und in diesem Sinn führt kein Weg an Golgatha vorbei, doch heißt das nicht, daß hierbei unbedingt immer Blut fließen muß.


Buchverweis:
Arthur Schult, Maria-Sophia, Turm Verlag, ISBN 3-7999-0122-1
Arthur Schult, Die Weisheit der Veden und Upanishaden, Turm Verlag, ISBN 3-7999-0125-6
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