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Wie, Sie haben noch nicht von der „pandemischen deutschen Geisteskrankheit namens AUA-AUA“ gehört? Dann wird es aber Zeit, daß sie sich einmal den folgenden Text von Claus Plantiko zu Gemüte führen, der diese Krankheit als „eine im deutschen Volk anlagebedingt vorhandene Grundeinstellung“ erkannte und sie schließlich als eine „angstneurotisch-anankastische unbewußte Anpassungsmanie, Autonomieresistenz und Abweichungsphobie (AUA-AUA)“ bezeichnete, die vor allem bei den deutschen Beamten zu beobachten ist.

Unter Berücksichtigung einer von mir selbst ausgedachten Studie ist allerdings davon auszugehen, daß sich dieses AUA-AUA-Syndrom längst bei jedem fünften bis zweiten deutschen Michel äußert, schließlich, so umschreibt es zumindest Claus  Plantiko, hat es sich doch:

„… als traumatische Erfahrung von 500 Jahren kirchlicher und staatlicher Hexenverfolgung in Deutschland mehr als andernorts unauslöschlich ins kollektive Gedächtnis eingegraben, daß es tödlich ist, anders zu handeln, zu denken oder gar zu sein, als die Mächtigen es wollen, oder aus der Gemeinschaft, so absurd sie sich auch gebärdet, ausgeschlossen zu werden oder auch nur in ihr als Individuum aufzufallen. Noch heute gilt es bei deutschen Psychiatern als hinreichendes Merkmal von Geisteskrankheit, unangepaßt oder verhaltensauffällig zu sein, und bei deutschen Behörden als Straf- und Disziplinierungsgrund gegen öffentlich Bedienstete. Wenngleich nicht ausdrücklich, so ist es doch faktisch die Lehre der letzten 1000 Jahre in Deutschland: „disce reflectere caudam cumque lupis ululare“ (lerne, den Schwanz einzuziehen und mit den Wölfen zu heulen), wie es der verehrte Bonner Altphilologe Ulrich Heidbrink (1937 – 2009) formulierte.
Die ab und zu trotzdem ans Licht tretenden wertvollen Leistungen deutscher Einzelwesen sind die Erzeugnisse langjährig verborgenen Tüftelns im Arbeits- und Grübelns im Studierzimmer, während der öffentliche Mainstream nur den Quatsch derer gleichgeschaltet nachplappert, die um jeden Preis verhaltensunauffällig bleiben wollen, aber auf Grund ihres Amtes nicht umhin können, zuweilen öffentlich aufzutreten oder gar etwas zu sagen, das sie aber, um sicherzugehen, nur nach mehrfacher Stilprüfung, Wort- und Inhaltszensur ihres Redebeitrags ablesen.
Diese Furcht vor der jederzeit drohenden Sanktion durch Macht oder Meute zerstört die individuelle Gewissensbindung und führt zur Gefühllosigkeit gegenüber jedwedem Verbrechen, wenn es nur opportun, üblich, gewünscht oder gar befohlen ist. Der deutsche öffentlich Bedienstete ist nicht an sich böse, sondern nur im Dienst seelen- und willenloses Werkzeug eines Systems, das die sittlich gebundene Verantwortung des Einzelnen nicht belohnt, sondern gegenteilig nach wie vor mißbilligt und bis zu seiner Vernichtung unterdrückt.“

Und weiter:

„Es liegt auf der Hand, daß sich in einer großen Menge derartig veranlagter Menschen totalitäre Herrschaftsstrukturen entwickeln müssen, weil fast jeder nur gehorchen und kaum einer befehlen will, und diese Herrschaft ist deshalb auch viel effizienter als in anderen Völkern, weil Widerstand solange eine mit der Gehorsamssucht unvereinbare Einstellung ist, wie sich kein mächtiger Widerstandsführer etabliert hat, dem man dann einen neu ausgerichteten Gehorsam leisten kann.

Der deutsche Systembedienstete ist nicht nur zu 100% fremdbestimmt, sondern zu 150%, weil er noch über den empfangenen Befehl hinaus den mutmaßlichen Willen seines Führers zu erahnen sucht und vorauseilend mit überschießender Innentendenz bereits so handelt, wie es der Führer wohl gewollt hätte, wenn er das gewußt hätte, was sein Untergebener weiß und gerade an Tatsachen mit Handlungsbedarf vorfindet…“

Aber nun genug zitiert. Lesen Sie doch einfach den ganzen Text über die

Die pandemische deutsche Geisteskrankheit AUA-AUA
von Claus Plantiko (Rechtsanwalt a.D.), Bonn 13.11.2009

Auf Wiederhören.



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