Schlagwörter

,

Die etwas älteren Leser unter uns erinnern sich bestimmt noch an diesen traurigen Tag vor rund 98 Jahren, als Ernst August Wagner 17 Menschen ermordete und daraufhin in eine Heilanstalt bei Winnenden eingewiesen wurde, wo er viele Jahre später an den Folgen einer Krankheit starb.

Wikipedia beschreibt diese Geschichte wiefolgt:

„Ernst August Wagner (* 22. September 1874 in Eglosheim; † 1938 in Winnenden) wurde bekannt durch seinen Amoklauf im Jahr 1913, welcher insgesamt 17 Todesopfer forderte … Am Abend des 4. September 1913 tötete der Hauptlehrer Ernst August Wagner in Degerloch seine Frau und seine vier Kinder. Danach fuhr er mit dem Fahrrad nach Stuttgart und von dort mit der Bahn weiter nach Mühlhausen bei Vaihingen an der Enz. Nachts zündete er die Ortschaft an verschiedenen Stellen an und wartete, bis die Menschen vor den Flammen flüchteten. Er erschoss dann wahllos zwölf Menschen, acht weitere wurden schwer verletzt. … Statt zum Tode verurteilt zu werden, wurde Wagner am 4. Februar 1914 in die Heilanstalt Winnenthal bei Winnenden eingewiesen … In der Anstalt schrieb Ernst Wagner mehrere Dramen, die er dem Direktor des Nationaltheaters in Mannheim und anderen Bühnen erfolglos zur Aufführung anbot. 1938 starb er an Tuberkulose.“

Zwar muß es nichts bedeuten, daß innerhalb von 71 Jahren zwei Amokläufer in Winnenden gestorben sind, doch etwas daran ist schon seltsam. Da bringt es ein Mensch fertig, quer durch das Umland zu ziehen, an einem Tag 17 anderen Menschen das Lebenslicht auszulöschen und landet in einer Heilanstalt in Winnenden, wo er die letzten 25 Jahre seines Lebens damit verbringt, in den düstren Folgeaspekten seiner Taten verfangen zu bleiben. Und 71 Jahre nach seinem Tod knallt einem 17-jährigen in diesem Winnenden ebenfalls die Sicherung durch: er tötet, irrt quer durchs Umland und gegen Ende seines Laufs tötet er einen Mitarbeiter des Zentrums für Psychiatrie. – „Heute ist das Zentrum für Psychiatrie Winnenden – Klinikum Schloß Winnenden ein modernes Fachkrankenhaus für Psychiatrie und Neurologie mit ca. 400 Betten und einer zeitgemäßen Ausstattung.“

Sollten hier also irgendwelche Zusammenhänge bestehen, so könnten sie wahrscheinlich nur von Geistheilern erkannt werden… Eines läßt sich aber auch ohne den Einblick in andere Ebenen feststellen: In aller Regel bleibt der finale Todesschuß den Amokläufern selbst vorbehalten. Das war schon bei den Amokläufen in den USA, England, Finnland, Erfurt und Emsdetten so, warum sollte es in Winnenden anders sein. Selbst in Littleton, wo sie zu zweit „Amok liefen“, war es ja so.

Man kann also sagen, daß Ernst August Wagner der einzige in der Geschichte des Amoklaufes war, der sich zur traurigen Krönung seiner Tat nicht selbst das Leben genommen hat. Zumindest was die oben genannten Amokläufe (oder klassifiziert: Massenmorde) betrifft, war er der einzige, der nach seiner Tat mit dem Leben davon gekommen ist.

Tim K. ist nicht mit dem Leben davon gekommen. Ob er sich am Ende selbst „richtete“ ist wiederum nicht wirklich klar, vermuten doch manche, daß er erschossen wurde. Die offizielle Version lautet, ihm wurde zwar ins linke Bein geschossen, doch umgebracht habe er sich selbst. Nun, wie es auch immer war, die Hauptsache ist doch, daß er tot ist. Oder etwa nicht?

Ob es wohl unangemessen ist, so zu fragen? Sicherlich. Sicherlich neigt man bei Taten, die jenseits aller Vernunft liegen, manchmal dazu, Spekulationen anzustellen, die ebenfalls jenseits aller Vernunft liegen. Man läuft Gefahr, Zusammenhänge zu konstruieren, wo keine sind und den Opfern ist noch weniger geholfen, als es ohnehin schon der Fall ist. Doch finde ich, wenn in der deutschen Geschichte des Amoklaufes gleich zweimal der Name Winnenden auftaucht, darf man sich schon ein wenig verwundert dreinschauend aus dem Fenster lehnen.

Vor allem wenn in Bezug auf Winnenden 2009 nicht nur ein Sachverhalt bis heute ungeklärt ist, sondern eine ganze Liste von Ungereimtheiten vorhanden ist. Diese findet man zur Einsicht hier, doch muß ich sagen, es ist eine Liste, die einem in der Vielzahl aller Auffälligkeiten die Haare zu Berge stehen läßt.

Neben den möglichen Vertuschungsaktionen von Seiten anderer Instanzen sind es auch die Medien, die an allen darauffolgenden Spekulationen Mitschuld tragen, da sie halbwertige Informationen ungeprüft weitergaben, manches nicht erwähnten und anderes aufbauschten. Da wirkt es schon fast unverschämt, daß ausgerechnet von Seiten dieser Medien (und anderer Sprecher) die Klage erhoben wurde, in der bloggenden Internetgemeinde nähmen die Diskussionen über die Hintergründe des Amoklaufes Züge an, „die sich viel zu weit von der Wahrheit entfernen.“

Aber gut, lassen wir diese Annahme so stehen. Die von den Medien müssen es ja wissen.

Was bleibt am Ende über? Wohl nicht viel mehr, als daß nach nunmehr zwei Jahren die gesamte Geschichte auf die wenigen Begebenheiten zusammengeschrumpft ist, die wir alle sowieso nicht gesehen haben. Diese können wir uns somit allerhöchstens in soweit vorstellen, als daß Tim K. nach dem Mord an 15 Menschen nach mehrstündiger Flucht von der Polizei gestellt worden wäre und sich dann selbst mit einem Schuß in den Kopf getötet hätte. So steht es mehr oder weniger lückenlos zusammengeschustert zumindest in unserem Volkslexikon Wikipedia.

Selbstverständlich wurde gleich nach der Tat von Seiten der Politik zu allererst das übliche tiefe Mitgefühl für die Betroffenen ausgesprochen. Dagegen ist nicht unbedingt etwas einzuwenden, denn was soll man auch sonst sagen? Vor allem, wenn es diesmal im eigenen Land zu Menschenopfern gekommen ist. Das seltsame Unterfangen, umgehend nach der Beileidsbekundung über Maßnahmen zu debattieren, die nur darauf abzielen, den ohnehin schon längst überzogenen Sicherheitswahn voranzutreiben, empfinde ich allerdings als ein ziemlich entwaffnendes Entgegenkommen.

Ja, fragt man sich da einmal mehr, wie steht es eigentlich mit dem Waffenrecht in Deutschland? Können wir es dulden, daß uns die Schildbürger irgendwann einmal mit ihren Waffen bedrohen könnten? Reichen unsere Sicherheitsmaßnahmen noch aus, um Amokläufer fernzuhalten, die ja selbst von der Terrorbekämpfung nicht aufgehalten werden können? Und was ist mit dem Artikel 13 des Grundgesetzes? Sollte er nicht überdacht werden? Wie ist es mit der Strafverfolgung im Internet? Soll sie nicht eine Stärkung erfahren? Schließlich ist das Internet der Geburtskanal für potentielle Amokläufer, das weiß doch bald jedes Kind. Wie sieht es mit den Killerspielen aus? Sollen wir sie nicht verbieten und den Kindern, die bereits potentielle Gewalttäter sind, Beruhigungsmittel verabreichen? Ist Koma nicht besser als Amok? Wir müssen das Pferd schließlich von hinten aufbäumen, oder wie das heißt. Denn wenn es sich dann aufbäumt und bockt, dürfen wir es auch erschiessen.

Was ist nur los mit der Jugend? Kennen sie nur noch Gewalt? Wieso spielen sie nur noch Kriegsspiele? Interessiert sie sich denn nicht für die Gesellschaft? Interessiert sie sich denn nicht für die Politik? Interessiert sie sich denn für gar nichts mehr?

Nein, denn die jungen Leute interessieren sich für NICHTS, das nach Lüge und Manipulation riecht und dem NICHTS Authentisches zugrunde liegt, das man als Lebensziel anvisieren könnte. Daher sage ich: Richtig! Interessiert euch dafür nicht! Verständlich, daß ihr stattdessen lieber Ballerspiele spielt, hierbei stirbt wenigstens keiner in echt. Lasst euch den Spaß nicht verderben, liebe Kids! Ihr seid es nicht, die dort draußen morden und dann auch noch so tun, als hätten sie zum Wohle der Menschheit gehandelt. Ihr seid es nicht.

Ihr seid nicht diejenigen, die unverhältnismäßig oft zu sinnloser Gewalt neigen und die ihr ganzes Geld entweder dafür ausgeben oder, schlimmer noch, daran verdienen. Allein in dem ihr diese Spiele spielt, zeigt ihr ein großes Interesse daran, dem nachzueifern, was euch von Seiten der Politik und der kopfnickenden Gesellschaft vorgelebt wird. Im Gegensatz zu euch verstehen sie es nur viel besser, hierbei in einem guten Licht zu stehen.

So geht von mir aus an eure PCs und ballert was das Zeug hält. Nur: bloß nicht in echt, bitte, und schon gar nicht den ganzen Tag oder die ganze Nacht über. In echt geschieht das schon – den ganzen Tag und die ganze Nacht über. Geht in echt lieber in den Wald oder in den Park oder in die Vorgärten der Nachbarn, das haben wir früher so gemacht und manchmal auch mit Waffen gespielt, nur waren die noch selbst geschnitzt.

Und wenn sie euch sagen, ihr hättet ADHS, ADS oder auch DSDS, glaubt ihnen nicht! Nehmt vor allen Dingen kein Ritalin ein, egal wie weiß der Kittel ist, der euch blendend gegenüber sitzt und irgendwas von Besserung faselt.

DAS macht euch erst zu Mördern oder dummen Jungs und Mädels, DAS erst macht euch gefühlskalt und DANN erst kennt ihr kein Erbarmen mehr und richtet durch die vergiftete Seele eure Wut gegen die Falschen. DANN erst ist eure Seele vergiftet.

Ihr werdet künftig immer mehr, ihr, denen man Defizite diagnostiziert, doch es ist nicht ein Defizit in eurer Aufmerksamkeit, das sie behandeln wollen, im Gegenteil. Es ist eben die wahre Aufmerksamkeit, die neue Bewusstheit, die besondere Gabe eurer Sinne, die sie UNTERBINDEN und ZERSTÖREN wollen, weil sie sich davor fürchten.

Und ihr Eltern, laßt euch nichts erzählen, von den Göttern in Weiß. Nicht umsonst nennt man sie so. Götter. Hier ist die neue Religion zu Hause, hier wird künftig an den Pranger gestellt, wer die Pharma kritisiert, die Pharma ist das, was die Kirche im Mittelalter war. Der Irrglaube der Zusammenhänge zwischen Krankheit, Gesundheit und Schulmedizin ist vergleichbar mit dem Umherirren quer durch andere unzureichende Glaubensinhalte.

Die Waffenschmiede, Ölpanscher, Pharmakönige und Lebensmittelkaiser beherrschen die Welt, und ihre Untertanen, Advokaten und Fürsten vertreten sie und üben ihre Gewalt gegen uns aus – hinzu sitzen sogenannte Juristen im Abgeordnetenhaus – hier wird das Gesetz gemacht, gegen das der Untertan machtlos sein soll, um der kriminellen und heuchlerischen Energie zu dienen.

Sie wissen es doch. Sie wissen es doch, was mit unseren Kindern los ist. Sie wissen doch, was es eigentlich bedeutet, das mit den Kindern der Zukunft, den Sternenkindern, die zur rechten Zeit auf Erden erscheinen sollten und diese Kinder wüßten es noch besser, wenn man sie nur ließe. Es ist doch nur logisch, daß sie genau diese Kinder, diese Entwicklung, diese Zukunft, verstören wollen.

Also, ich wollte jedenfalls sagen, solange ihr so weitermacht, könnt ihr euch euer blödes Mitgefühl nämlich an den Hut stecken.


Nachtrag, Zelebration des 11.3.

Was sonst noch so direkt vor unsern müden Augen am 11.3. geschahe:

Winnenden 2009: Trauma / Erst ins linke, dann ins Rechte

Nuklearkatastrophe von Fukushima am 11. März 2011

Auch schön: der Terror-Anschlag von Madrid am 11.3.2004 mit 191 Toten, 911 Tage nach dem Massenmord am 11.9.2001 in New York

Ansonsten: Guido Grandt http://www.guidograndt.de/2014/03/11/11-3-katastrophen-kriege-freimaurer-der-amoklauf-von-winnenden/

Und: https://ultimativefreiheitonline.wordpress.com/2020/03/11/die-am-11-maerz-von-der-weltgesundheitsorganisation-who-ausgeloeste-pandemie/