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*Vorabmerkung:

Der Schopftintling wird auch Tintenpilz genannt und stammt aus der Familie der Tintlingsartigen. Wikipedia beschreibt ihn desweiteren wiefolgt:
„Der Schopftintling gilt jung – solange der Hut noch nicht ausgebreitet ist und die Lamellen noch weiß oder rosig sind – als guter Speisepilz. Er hat eine zarte Konsistenz und ein mildes Aroma. Der Pilz muss sehr schnell verwertet werden, da auch junge Exemplare nach dem Ernten bald tintig zerfließen und dann nicht mehr genießbar sind. In Verbindung mit Alkohol kann der Schopftintling eine schwach giftige Wirkung haben.

Im Alter löst sich der Schopftintling in eine tintenartige Flüssigkeit auf. (Seine Sporen) tropfen mit der Flüssigkeit ab, werden also nicht, wie meist üblich, als Staub verblasen…“ (wikipedia)

Das nur in eigener bzw. des Schreibers Sache.


Schopf-Tintling im Medienwald

Geschichte wiederholt sich,

sagt man.

Doch was haben wir aus dieser Einsicht gelernt?

Hat uns die Geschichte nicht lediglich gelehrt, daß die Menschen aus der Geschichte bisher eher nichts gelernt haben? Und woran kann das wohl liegen? An den lernunfähigen Menschen oder an der Geschichte?

Liegt es an den Menschen, so fragt man sich, wie das sein kann. Denn Menschen begehen Fehler, aus denen sie normalerweise lernen oder sie begehen einen Fehler solange, bis sie daraus etwas lernen. Vielleicht befinden wir uns ja immer noch in diesem Lernprozess. Vielleicht müssen wir noch ein letztes Mal gewaltig eine verpasst bekommen, damit wir den Fehler endlich erkennen und sich die schrecklichen Ereignisse der Geschichte nicht mehr wiederholen.

Doch vielleicht konnten wir auch nichts aus der Geschichte lernen, weil die Geschichte, die wir bisher erzählt bekamen, nur zur Hälfte wahr ist. Und wir wissen: Geschichte wiederholt sich. Die Fehler, die wir darin begangen haben, können wir nicht vermeiden, da unser Handeln auf Erfahrungen fußt, die wir in einer Welt voller Lügen gesammelt haben, die wir für wahr hielten und es weiter tun, solange uns der fehlende Teil der Geschichte nicht nachgereicht wird.

Oder anders gesagt: Wäre die Geschichte richtig und vollständig erzählt worden, so könnten wir viel besser daraus lernen. Bisher aber wiederholte sich unser angeborener Hang zum Fehlermachen immer wieder ohne Lernresultate, weil die Geschichte, so wie sie uns erzählt wurde, unvollständig ist und darüberhinaus mit Unwahrheiten angefüllt wurde. Solange man  sein weiteres Denken und Handeln nach diesen Richtlinien bestimmt, kann man aus einer solchen Geschichte auch nichts von dem lernen, was der fortschrittlichen Entwicklung der Menschheit dienbar wäre.

Erzähl dem Kinde, die rote Hälfte eines Apfels wäre giftig, so wird es nur die grüne Hälfte essen. Erst die gegenteilige Erfahrung würde das Kind zum vollständigen Genuss des Apfels verhelfen, doch dazu gehört Mut. Mut, sowohl zum Risiko, als auch Mut zur Auflehnung gegen den Lehrmeister, gegen die Autorität. Das Kind erkennt, es wurde belogen und macht sich frei von seinem allwissenden Oheim.

Schön, wenn das so einfach wäre. Doch was, wenn dem Kind erzählt wurde, der rote Apfel wäre nicht nur giftig, sondern genau so giftig wie ein Fliegenpilz. Würde es dann nicht, nach Aufdecken der ersten Unwahrheit, Gefahr laufen, den Fliegenpilz zu essen? Schließlich war der Apfel nicht giftig, so wie uns ja gesagt wurde, warum also nicht einmal einen Fliegenpilz probieren?

Wobei der Fliegenpilz ja noch einigermaßen untödlich ist. Im Gegensatz zu manch anderen Giftpilzen, wie zum Beispiel dem sogenannten Nebelkappen-Pilz oder dem Satansröhrling. Vor allem letzteren sollte man sich lieber nicht einverleiben. Und schlimm sind natürlich auch die Giftpilze mit politischer Coleur: Da wären zum Beispiel die sogenannten Grünlinge. Die sollen einiges an Gift in sich haben, auch wenn man es ihnen dem Namen nach gar nicht anmerkt. Anders beim grünblättrigen Schwefelkopf; da erkennt man sofort, daß er nicht genießbar ist.

Genauso verhält es sich natürlich auch mit den Pilzformationen aus dem anderen politischen Lager: Denn neben den Grünlingen gibt es auch noch die sogenannten Rötlinge. Die sind ebenfalls nicht unbedingt verträglich. Zu diesen Roten gehört zum Beispiel der gemeine Schildborstling, der sich gegenüber den Geschmacksnerven der Schildbürger wahrscheinlich eher wiederborstig verhält.

Hinzu gibt es natürlich auch viele Pilze, die farblich nicht eindeutig zuzuordnen sind. Gerade die sollte man mit Vorsicht genießen. Hier möchte ich besonders den Täubling hervorheben oder den orangefuchsigen Schleierkopf.

Eher selten, aber ebenfalls ziemlich giftig, können auch die Pilze aus dem gelben Lager sein. Hier sei insbesondere der goldgelbe Zitterling genannt, der vielleicht viel lieber ein hochthronender Gelbfuß wäre und sich mittlerweile eher wie ein schöngelber Klumpfuß fühlen dürfte.

Aus dem gleichen politischen Lager kommt auch der sogenannte Schmutzbecherling, der wohl nicht umsonst in der Wirtschaft gelandet ist, da er ziemlich trinkfest ist. Eigentlich zählt er zwar zu den schwarzen Pilzen, aber das macht auch keinen Unterschied mehr. Für alle Fälle hat man ihm aus dem Bereich der schwarzen Pilze die vielgestaltige Holzkeule zur Seite gestellt, und falls alle Stricke reißen sollten auch noch die sogenannte Totentrompete.

Ebenfalls im Parlament der Pilze sind neben den gelben, roten und grünen immer auch die ziemlich braun angehauchten Pilze vorhanden, sowie zum Beispiel der rotbraune Giftschirmling oder die gemeine Stinkmorchel. Und wo wir schon bei den weiblichen Namen sind, dürfen wir natürlich die Grubenlorchel nicht vergessen. Allen voran scheint mir aber die krause Glucke eine zu sein, bei der man, aufgrund ihrer hauptsächlich beigen Mischfarbe, nie so genau weiß, woran man ist.

Jedenfalls muß man bei vielen Pilzen höllisch aufpassen. Denn auch wenn sie sich nach außen schön weiß präsentieren – unter dem Hut sind die meisten ja doch alle schwarz.

Laut wikipedia bilden Pilze neben Pflanzen und Tieren das „dritte Reich der vielzelligen Eukaryoten„. Sie wirken als Zersetzer von totem organischen Material oder unterstützen lebende Pflanzen in ihrer Entwicklung. Normalerweise. Genauso können sie andere Pflanzen aber auch zerstören.

In der Natur haben sie also alle ihre Berechtigung und sind allesamt zu verehren – im Gegensatz zu den oben angedeuteten Bereichen, wovon vor allem die Pilze kritisch zu prüfen sind, welche offenbar darauf aus sind, ein neues drittes Reich der EU-Caryidioten zu bilden.

Doch von diesen Pilzen einmal abgesehen: Was den Wahrheitsgehalt anbelangt, wäre es besser, gleich in den sauren Apfel zu beissen und die bittere Wahrheit zu schlucken, denn die ist im Endeffekt trotzdem gesund. Sie schmeckt außerdem auch nur dann bitter, wenn man noch genauso wenig reif dafür ist, wie der Apfel in den man beißt.

Der Apfel ist nicht giftig und er hat auch nichts mit der Sünde zu tun. Allein an der Geschichte stimmt ja schon hinten und vorne etwas nicht, was aber auch nicht heißt, daß die Evolutionstheorie der Wahrheit entspricht. Doch so geht man seither vor: Biete den Menschen am besten zwei Lügengeschichten an, oder drei oder vier, und vermenge sie mit ein paar Wahrheiten. Er wird ihnen dann jeweils die kernigsten Gehalte entnehmen,  sich eine eigene  Geschichte zusammenbasteln und sich an den daraus entdeckten Werten halbwegs orientieren, um letzlich bei der Wahrheitsfindung doch wieder zu scheitern.

Soweit zum Lern- und Erkenntnisprozeß der Menschen, die ihren Lebensinhalt und ihre Werte auf irgendeine Wahrheit stützen möchten. Der Mensch und seine Geschichte: ein evolutionäres Lügengebilde.

Zur Geschichte und Geschichts-Schreibung

Was haben wir aus der Geschichte sonst noch gelernt? Und was ist vor allem mit denen, die durchaus davon profitiert haben?

Bisher haben wir daraus nur gelernt, daß die meisten Menschen zu den Opfern der Geschichte wurden, indem sie den Verlust des Lebens, der Würde oder der Freiheit erleiden mussten, während ein paar wenige hierdurch ihre Ziele verfolgen konnten und sie gar erreichten. Diejenigen also, die bisher von der Geschichte profitieren konnten, sind meistens identisch  – oder sagen wir mal blutsverwandt – mit denen, die Geschichte geschrieben haben. Sie haben Geschichte geschrieben, die Teil der Geschichte ist, welche allerdings nur zur Hälfte wahr ist.

Und wer die Hälfte der Wahrheit verbreitet, wird irgendwann zum Opfer der anderen Hälfte der Wahrheit; der fehlende Teil der Geschichte wird sie irgendwann einholen und es wird ihnen eine Lehre sein. Wären sie zur Einsicht in der Lage, so könnten wenigstens sie aus der Geschichte lernen.

Das über den Geschichtsbüchern und anderen Lehrwerken brütende Volk lernt wiederum nichts weiter aus der Geschichte. Sie sind zum Glauben verurteilt. Um ihnen die wahre Geschichte mitsamt den eigentlichen, daraus abzuleitenden Grundwerten näher zu bringen, muß zum einen noch viel an Schrifttum nachgereicht werden und zum anderen darf während der aktuellen Geschichtsschreibung derselbe Fehler wie oben nicht wieder passieren.

Eine große Aufgabe für die Schreiber, eine große Aufgabe für die Medien. Wer hier ehrenwert vorangehen möchte, dem sei gesagt: Die Aufgabe erfordert es, sich von denjenigen abzuwenden, die zur Krönung ihrer Selbstdarstellung in die Geschichtsbücher eingehen wollen und dazu die Schreiber und Medien benötigen. Will man ihnen zuvorkommen, so genügt es, weniger Lügen zu verbreiten und auf die Informationen zu verzichten, die bisher ja doch immer nur berichtet wurden, um die wichtigen Begebenheiten und Erkenntnisse zu verschweigen.

Denn auch das hat uns die Geschichte gelehrt: Die Medien, hier- und dort zu Lande, schreiben über allen möglichen Unsinn, während sie es verweigern, Aufklärungsarbeit im Dienste der bewußtseinsmäßig aufstrebenden Menschheit zu betreiben.

Dabei wäre genau dies in der heutigen Zeit so leicht wie selten zuvor; ohne Partei zu ergreifen, ohne etwas auszusparen, ohne zu übertreiben und ohne sich selbst in Gefahr zu bringen, wäre nichts leichter, als der Leserschaft eine interessante journalistische und unabhängige Arbeit vorzuweisen, darüber, was tatsächlich geschieht und auch warum es geschieht. Man kann sich sicher sein, daß diese Arbeit, zu der ein Journalist sich ursprünglich verschrieben hatte, auf Dauer zu einer steigenden Leserzahl beitragen könnte und manch ein Leser würde sogar Blumen an die Redaktion schicken.

Warum also nicht frisch ans Werk, sich an die Quellen der alternativen, nutzbringenden und auch erneuerbaren Information herantasten und die Erkenntnisse daraus an das schöpferische Volk weiter transportieren? Im tiefsten Herzen und im reinsten Geiste wäre das Volk den Medien dankbar, besonders dann, wenn es sich aufgeklärt fühlt und besonders da, wo es ihre eigene Recherche durch die Medien bestätigt findet. Denn in einer Zeit, in der die Bürger einer bis zur geistigen Verkümmerung hinfortgeschrittenen modernen Gesellschaftsstruktur die Möglichkeit haben, sich selbstständig zu informieren, könnten sie sich von den Medien im Stich gelassen fühlen, wenn diese weiter so nachlässig ihre Berichterstattung versorgen, wie bisher. Sie werden sich früher oder später von diesen Medien abwenden – und es besser machen.

Andere aber schauen noch die Nachrichten, lesen noch die Zeitungen, jedoch nur mit einer Anteilnahme, als läsen sie die Rückseite der Cornflakespackung. Oder sie stopfen die Abendnachrichten wie den Inhalt einer Tüte Chips geschmacksverstärkt in sich hinein, verdauen die halbe Wahrheit, bekommen leichtes Sodbrennen und spülen die Reste überzeugt ins Klo.

Befriedigt das einen ernsthaften Journalisten? Ist es wirklich das, was er sich als Reaktion des Medienkonsumenten verspricht? Bezeugt das die Anforderung, die ein Journalist an sich gestellt hat? Soll er nicht die Vorzüge des so genannten Informationszeitalters nutzen? Selbst ernsthafte Leser ziehen es mittlerweile vor, die Boulevard-Presse zu lesen, weil sie die Desinformation wenigstens unterhaltsam und mit einer gewissen Fantasie hervorbringt. Verständlich, denn wenn man schon belogen werden möchte, dann bitte richtig. Und außerhalb davon liest der aufgeklärte Bürger die Zeitungen ja doch nur, um zu erfahren, über was alles mal wieder nicht berichtet wird.

Es ist bekannt, daß sich immer mehr Journalisten auf eigene Faust an die Arbeit machen und untereinander vernetzen und es ist auch bekannt, daß mehr und mehr Leser sich von den Mainstream Medien abwenden. Das ist erfreulich und bedauerlich zugleich, aber so ist es.

Was sagte nochmal Mark Twain in seinem Buch Bummel durch Europa? Ach ja genau:

„Ich glaube, eine deutsche Tageszeitung bringt keinen nennenswerten Nutzen hervor, gleichzeitig richtet sie auch keinerlei Schaden an.“

Das schrieb er im Jahre 1880.

Und da diese Feststellung, zumindest was den „Nutzen“ betrifft, immer noch brandaktuell anmutet, möchte ich dem Leser aus oben genanntem Buch noch ein kleines Bonbon verabreichen, damit er erkennt, in wieweit sich die deutsche Journalistik seither weiterentwickelt hat, denn mittlerweile richtet sie auch „Schaden“ an. Gehe hierzu über in den FolgeartikelEine deutsche Tageszeitung bringt keinen nennenswerten Nutzen hervor


→ Blutsverwandte Texte:

Blubberndes Gemisch garniert mit Halbwahrheiten aus dem deutschen Einheitsbrei (Eröffnungsrede bei dem Kongress „Hurra! Wir sind die Mediengourmets! Tandara-di, Tandara-dai!“)

Biete Senf aus eigener Herstellung zur Verköstigung von Meldungen der Deutschen Presswurst Agentur

Volksverdummung 2001

→ Quellen:

http://nafoku.de/pilze/schwarz.htm

http://de.wikipedia.org/wiki/Pilze#Bestimmung




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