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Liebe Fußballfans!

Nun ist der zweite Spieltag der laufenden Saison auch schon wieder vorbei und man kann sagen, die Erfolgsserie reißt nicht ab.

So kam es auch heute wieder zu sehr lesenswerten Spielen, die vor allem aufgrund der nachfolgenden Spielberichte von sportschau.de die Emotionen aller Fußballfans zum Kochen brachten.

Werder Bremen zum Beispiel „bügelte in überzeugender Manier die Auftaktpleite in Hoffenheim aus und meldete sich in der Fußball-Bundesliga zurück“, schreibt sportschau.de, wobei es wohl hätte heißen sollen: ‚meldete sich erfolgreich zurück‘, schließlich hatte sich Bremen schon bei der Auftaktpleite gegen Hoffenheim in der Bundesliga zurückgemeldet. 

„Nationalspieler Lukas Podolski und Kevin McKenna konnten mit ihren Gegentreffern den FC-Fehlstart nicht verhindern“, heißt es dann weiter, wobei es auch hier natürlich hätte heißen müssen: ‚konnten den Erfolg des FC-Fehlstart nicht verhindern‘, wenn mit FC-Fehlstart Werder Bremen gemeint gewesen ist, wovon wir nach der erfolglosen (also nicht erfolgreich erfolgten) Rückmeldung Werder Bremens bei der Auftaktpleite gleich zu Saisonbeginn in Hoffenheim schließlich ausgehen müssen.

Auch in der darauffolgenden Spielanalyse gelang es sportschau.de die Fans für dieses Spiel nachträglich zu begeistern. „Bremens Zugang Wesley noch nicht spielberechtigt“, heißt es gleich in der Anfangsphase. Doch „Auch ohne Zugang Wesley setzte Werder die Gäste von Beginn an unter Druck. Der Brasilianer befindet sich zwar seit mehreren Tagen in Bremen, dennoch fehlten Unterlagen aus seinem Heimatland für die Spielerlaubnis“, was besonders für die Fans des Spielers Zugang Wesley auf deutscher und brasilianischer Seite von großer Bedeutung ist. Denn da sich der Bremer Zugang Wesley nicht mehr in Brasilien befindet, erklärt sich immerhin, warum sich der brasilianische Zugang Wesley nun schon seit mehreren Tagen in Bremen befindet.

Anstelle des fehlenden Spielers Zugang Wesley aus Brasilien rückte übrigens der „Bremer Spieler Arnautovic aus Österreich in die Elf der Hanseaten“, der seinen starken Auftritt nachher wiefolgt kommentierte: Ich bin auf dem Weg zur Bestform, kann aber noch zulegen.“ ?

Im Laufe des Berichts kam es aber noch zu weiteren außergewöhnlichen Szenen. So wurde nämlich der Bremer Marko Marin von den Kölner Fans immerzu aufs Unvergleichlichste ausgepfiffen. Wahrscheinlich weil er nach einem Foul von „Petit“ zu Boden stürzte und es einen Strafstoß für Bremen gab. „Der Ex-Gladbacher ließ sich aber dadurch nicht beirren“, schreibt sportschau.de und scheint sich über die Tragweite der Folgen offenbar gar nicht bewußt gewesen zu sein. Vor allem nicht über die Höhe der Tragweite. Denn spätestens als ausgerechnet der Spieler „Petit“ den bislang als kleinsten Spieler der Liga bekannten Marko Marin (ungefähr 155cm) foulte, wußte man, daß es selbst im Fußball nicht immer mit rechten Dingen zugeht.

Die Höhen und Tiefen des Lebens liegen nämlich auch im Fußball sehr nah beieinander. Manchmal erfordert es eben einen Niederschlag, der einen wieder nach oben bringt, was der auf den Boden gerissene Marko Marin schließlich selber am besten wußte, als er wieder obenauf war: „Er trifft mich unten und hält mich oben. Klarer geht ein Elfmeter nicht.“ Daß er ausgerechnet von einem Spieler obengehalten wird, während er ihn unten zu Boden bringt, beweist einmal mehr, daß es im Leben Niederschläge gibt, die am Ende sehr erhebend sein können.

Insgesamt hatte man aber trotz dieses fulminanten Spielberichts nicht immer den Eindruck, das beste Spiel der laufenden Saison von Werder Bremen verpasst zu haben. Denn egal welcher Mittelfeldstümer es auch versuchte, bis zum 1:0 wurde so gut wie jede Torchance 100prozentig vergeben. 100prozentig verwandelt wurden nur die Torchancen die am Ende zu sechs Toren führten, von denen sich Bremen im Verhältnis von vier zu zwei schließlich eine bessere Abgangsposition gegenüber Köln verschaffen konnte.

Stärkster Spieler auf Kölner Seite war vielleicht der eine oder andere, man weiß es nicht genau. „Podolski nutzte zwar die einzige Chance, blieb ansonsten aber blass“, berichtet sportschau.de.  Ja, blass war er wirklich, und das trotz zurückliegender Sommerferien. Aber in Afrika war ja auch nicht so ein schönes Wetter wie manch einer vielleicht zu Beginn der WM vermutet hatte.

Auf Bremer Seite wiederum war der auffälligste Spieler seit Vereinsgründung wahrscheinlich Mesut Özil, der sich ungefähr seit zwei Wochen im Besitz des spanischen Rekordmeisters Real Madrid befinden soll.

Gerüchten zufolge habe er zu dem Wechsel gesagt, wenn man so ein Angebot bekäme, müsse man einfach auf den Zug aufspringen, ein Zug nach Real Madrid fährt nämlich nicht so oft. Dabei ist doch gerade ein Verein wie Real Madrid noch am meisten liquide, einem armen Spieler wie Mehmet Özil wenigstens die paar Peseten für einen Flug vorzustrecken, es muß ja nicht gleich Luxusklasse sein.

Inoffiziellen Quellenangaben zufolge ist Özmet Mesül aber ganz froh über den Wechsel nach Madrid, nicht zuletzt weil er wieder gemeinsam mit Sammy Khedeira spielt, den sich Real Madrid zusammen mit Ozek Mösul als Paket gekauft hatte.

Real Madrid äußerte sich zu diesem Einkauf mit folgenden Worten: „Mit den beiden deutschen Nationalspielern Karramba Karacho Khedeira und Özmet Özil Ole sind wir im internationalen Vergleich bestens aufgestellt, vor allem gegen deutsche Mannschaften. Wer nicht zugreift, wenn ein Spieler wie Ölmek Mogul auf dem Markt zu Verfügung steht, der ist entweder doof oder hat nicht so viel Kohle zum Verheizen wie wir.“

So war es alles in allem ein Spieltag, der zwar Ansätze zur Erkenntnis bot, doch eine vollständige Philosphie läßt sich zu diesem Zeitpunkt noch nicht dort heraus ableiten. Das mußte auch der Manager des besiegten Teams einsehen, als ihm gleich nach dem Spiel die Frage zur Trainerdiskussion gestellt wurde, worauf er wortwörtlich diese Worte entgegnete:

„Wir haben die Philosophie der Kontinuität. Da kann man nicht nach zwei Spieltagen den Trainer infrage stellen.“ 

Das finden wir auch. Denn vor allem ein Verfechter der Kontinuitätsphilosophie kann das nicht, schon gar nicht, wenn es aufgrund mangelnder Quantität von Spieltagen erst zu zwei aufeinanderfolgenden Niederlagen gekommen ist.


Von Stanislaus Zurtelbeck

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Anmerkung:

Bis auf den Unfug aus Madrid handelt es sich bei allen Zitaten um tatsächlich so Gesagtes, bzw. so Geschriebenes. http://www.sportschau.de/sp/fussball/news201008/28/bremen_koeln.jsp