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Kürzlich kam mein wohlhochgeborner Herr Durchlaucht Urbald Freiherr von Oberhand mich ansprechen, ob es denn nicht vielleicht mal wieder an der Zeit wäre, einen Artikel auf unserer Webseite einzustellen. „Denn schließlich“, so fügte er an, „sollen wir uns doch wenigstens noch einbilden dürfen, über eine weitverbreitete Leserschaft zu verfügen, welcher man dieses schuldig wäre.“

Dem stimmte ich natürlich unbedingt zu und frug also gleich an, nach welcher Themenvorgabe ich meinen Artikel denn diesmal auszurichten hätte. Darauf sah mich Herr Wohlhochgeboren jedoch nur fragend an und ich schaute genauso fragend zurück, woraufhin er schließlich abwinkte und behauptete, heutzutage könne man doch über alles schreiben; mir würde schon was einfallen. Er jedenfalls werde sich jetzt „von den vergnüglichen Temperaturen im Lande beflügelt“ in seine Sommerresidenz an die subtropischen Gestrände begeben. Da ich aufgrund seiner Abwesenheit als Hofberichtbestatter am Schloss derzeit nicht benötigt werde und jedoch unter Beibehaltung meiner sonstigen Schreiberpflichten meine alte Dachstube in der Stadt zu beziehen hätte, bis er wieder zurücke wäre, könnte ich derweil ja etwas über „die Lebensbedingungen sommerlicher Turbulenzen inmitten urbaner Betriebsamkeiten“ schreiben. „Und wenn Sie sich etwas Mühe geben“, sagte er abschließend, „kommen wir vielleicht auch bezüglich unserer zuletzt differierenden Lohnvorstellungen wieder auf einen gemeinsamen Nenner.“

Ja, und so ist es also dazu gekommen, daß ich wieder „inmitten urbaner Betriebsamkeiten“ in meiner überhitzten Dachstube hocke, statt voll der dichterischen Gedanken durch den Lustgarten im Schlosspark meines wohlhochgebornen Herrn wandeln zu können.

Über die „sommerlichen Turbulenzen“ ließe sich von hier aus zwar etwas schreiben, doch war bisher inmitten einer Stadt aus Betonbauten und Stahlkonstrukten von den „vergnüglichen Temperaturen“ leider kein himmlischer Hauch zu spüren gewesen. Insgesamt konnte man bisher nur feststellen, daß es zeitweise fürchterlich heiß war, dann kühlte es wieder etwas ab und danach soll es wieder heißer werden. Hinzu gab es manchmal sogar einen recht blauen Himmel obendrauf, was etwas ungewohnt war, da hierdurch das schöne gestreifte Gitternetz und das sich daraus zusammensetzende Zuckerwattewolken-Gemälde plötzlich fehlte, an das man sich doch in den letzten Jahren so gewöhnen durfte. Man muß kein Wetterfrosch sein, um gelegentlich solch seltsame Beobachtungen am Himmel machen zu können. Ohnehin scheint der Beruf des Wetterfrosches auf Dauer nicht erfüllend zu sein, schon gar nicht vor davonlaufender Kamera, denn kaum hat man sich an den einen gewöhnt, steht schon wieder ein anderer vor der Wetterkarte, während sein Vorgänger wie über Nacht von der Bildfläche verschwunden ist.

Zeitweise war es jedenfalls so heiß hier, daß ich auf der Dachpfanne hätte Spiegeleier braten können. Und so habe ich das dann auch gleich mal ausprobiert. Allerdings, das muß man dazu sagen, wenn sich das Dachstübchen unter einem total schrägen Dach befindet – und in meinem Fall ist das bestimmt so – dann sollte man die Eier vorher besser einmal kurz in der Pfanne anbraten, sonst rollen Eigelb und Eiweiß nämlich schnurstracks das Dach runter und plumpsen unwiderbringlich in die Dachrinne. Was dann auf den Ziegeln kleben bleibt, ist nur noch die Spur eines Spiegeleis und an ihr erkennt man auch, daß Eigelb und Dotter umso fixer Richtung Dachrinne rutschen, je mehr man vorher die Dachziegel noch mit etwas Olivenöl beträufelt hatte.

Nun ja, die Bullenhitze der letzten Tage war übrigens auch der Grund dafür, daß ich keine Artikel für meine Webseite mehr schreiben konnte, da meine Internetgerätschaften nur noch vor sich hin fieberten und schließlich wegen Luftknappheit kollabierten. Im Grunde kam es mir aber ganz gelegen, daß es genau zu der Zeit passierte, als mir sowieso mal wieder nichts zum schreiben einfiel…

Immerhin lernte ich dadurch, wie man theoretisch auf dem Dachziegel Spiegeleier brät, falls mal der Strom ausfallen sollte. Eine prima Übung für den großen Stromausfall alsbalden. Oder wird es überhaupt keinen Stromausfall geben und es fließt in allen Haushalten weiterhin für alle Zeiten immer Strom, obwohl zur Zeit die Wirtschaft weltweit zusammenbricht? Wenn jedenfalls die Wirtschaft zusammenbricht, dann müßte zumindest das System zusammenbrechen, das an diese Wirtschaftsordnung gekoppelt ist, ob nun mit oder ohne Strom.

Stromausfall hin oder her, Energie wird es wohl immer geben.  Man muß nur wissen, wo sie herkommt und wieder hingeht und dadurch erkennen, daß die ganze Chose ein unendlicher Kreislauf ist. Und am besten wäre es, dieser Kreislauf verliefe ohne größere wirtschaftliche Umwege, die kosten sowieso nur unnötig viel Geld.

Man fragt sich natürlich, wie man Strom eigentlich verschwenden kann, wenn es, wie oben irgendwo behauptet wurde, eine Energiequelle gibt, die unerschöpflich ist. Hat man bisher etwa nur die falschen Energiequellen angezapft? Oder dürften diese Energiequellen gerne angezapft werden, weil auch sie im Grunde unerschöpflich sind? Schließlich läßt sich doch an fünf Fingern abzählen, daß zum Beispiel die Sonne immer da ist, Wasser immer zirkuliert, Luft beständig den Raum erfüllt und anderes Zeug dauerhaft durch den Äther fliegt und sogar Holz im Grunde immerzu nachwächst. Mutige Menschen vermuten sogar, daß auch Kohle und Öl immer nachwachsen (könnten), ließe man Mutter Erde die notwendige Zeit dafür. Mutter Erde produziert das nämlich alles immer nach. Nur wenn man es ihr andauernd entzieht und auf mittelalterlichste Weise Aderläße an ihr ausführt und diese auch noch an der Hauptschlagader, dann ist erstmal Schluß mit lustig und die nächste Energie-Krise ist vorherbestimmt. (Wollt ihr wissen, wer bei BP seit Anfang des Monats die Krisen-PR macht?)

Man kann den Menschen zwar Energie vorenthalten oder gar entziehen, man kann sogar ganzen Bevölkerungsgruppen, also Staatenkonstrukten, Energie vorenthalten oder den Zugang dazu erschweren, und sie zugleich auf der anderen Seite verschwenden, doch Energie an sich kann im Grunde nicht erschöpft werden. Lediglich die Lebewesen auf Irden können dadurch erschöpft werden. Auch sie bestehen im Grunde nur aus Energie und sie wachsen auch beständig immer nach, doch solange an ihnen dieser verschwenderische Umgang mit ihren Energiewerten betrieben wird, fragt man sich schon, wer eigentlich davon profitiert. Energiegewinnung kann offenbar zu einem Verbrechen werden, wenn man selbst nicht über genügend davon verfügt.

Auch müßte man Energie gar nicht aus dem Öl heraus pressen oder einen Baum fällen, um aus dem Holz Energie zu gewinnen und schon gar nicht muß man die Erde ihrer lebenswichtigen Kräfte berauben und sie ausbeuten, um darüber hintenherum weitere Steuern einzutreiben oder andere hinterlistige Ziele verfolgen. („Wir müssen BP-Desaster ausbeuten für Co2-Steuer“ )

Man muß auch nicht unbedingt mit Atomen herum experimentieren, denn die können einem plötzlich unkontrolliert um die Ohren fliegen und dann gibt es hier viel zu viel Energie auf einen Schlag. Außerdem werden Atome zwar irgendwie geteilt aber gerecht verteilt wird die Energie daraus nicht, weil die meisten Anlagen dampfen sowieso nur für den ganzen Unsinn vor sich hin, der auf der einen Seite zur Kontrolle und Ausbeutung der Menschheit produziert wird, während die Menschen auf der anderen Seite meinen, all das Zeug konsumieren zu müssen, um sich irgendeinen Stellenwert in der Gesellschaft gegeneinander vorzugaukeln. Der Stellenwert der Natur wird dabei leider größtenteils übersehen. Also: Wenn angeblich die Atomenergie ein Segen für die Menschheit sein soll, wieso darben so viele Völker dann noch immer an einem energetischen Minimum?

Energie ist so frei wie Luft

So wie ein Spaziergang im Wald manchen Menschen einige freie Energie spendet und das Betreten der Sauerstoffwälder derzeit in Europa noch keinen Eintritt kostet, dürfte man auch verlangen, daß Energie immer und überall frei zugänglich wäre, würde es nicht Menschen geben, die sich auf Kosten der Natur unverhältnismäßig stark bereichern wollten.

Diese Luft zu atmen hat bisher eigentlich noch nie was gekostet. Und was für Luft gilt, gilt bestimmt auch für Feuer, Wasser und Erde, denn bei allem, was von Himmel und Erde kommt, ist es ganz ähnlich: Wildgewachsene Äpfel zum Beispiel; die versorgen uns mit Energie und sie kosten eigentlich nichts. Zwar gebührt demjenigen, der aus vielen Äpfeln für viele Leute Energie bereitzustellen weiß, ein wohlverdientes Zubrot, doch niemals dürfte er meinen, der Apfel gehöre ursprünglich ihm.

Denn wenn er meint, der Apfel gehöre ursprünglich ihm, dann würde ihm ja auch der Apfelbaum gehören und somit auch die Erde, worauf der Baum steht und auch die Erde, in der er wurzelt und hiermit auch das Wasser, das diese Erde von oben gießt, damit es unten durch die Wurzel zirkuliert, so daß über den Stamm, die Äste und Zweige dann der Apfel am Baum wächst, von dem folglich nur ein größenwahnsinniges Hirn annehmen könnte, daß dieser Apfel ihm gehört.

Zudem wächst und gedeiht der Baum mithilfe des Sonnenlichts, so daß man insgesamt sagen kann, der Baum hat einen direkten Bezug zur Erde und somit auch einen Bezug zum All. Doch wem gehört schon das All? Dem Allmächtigen? Und wer meint schon, er wäre allmächtig?

Natürlich, wenn alle Menschen Zugang zu trinkbarem Wasser haben sollen, dann muß man die Wasserversorgung schon irgendwie regulieren. Das ist viel Arbeit und kostet auch entsprechend viel Geld. Außerdem kostet es viel Energie, die man erstmal aufbringen muß und es kostet außerdem einen guten Willen, alles gerecht zu verteilen. Bei soviel vorhandener Energie überall und bei so viel zirkulierendem Geld in der Matrix und bei soviel zirkulierendem Wasser auf Irden, scheint es also einzig und allein an mangelndem guten Willen zu liegen, wenn es immer noch Menschen gibt, die keine Energie, kein Geld und keinen Zugang zu trinkbarem Wasser haben.

Für einen Menschen, der von sich meint, er wäre allmächtig, dürfte diese Aufgabe doch ein Klacks sein. Gut, immerhin sind wir wenigstens in Afghanistan schon dabei, Brunnen zu bauen, denn ohne uns wären sie schon längst verdurstet. Das mit Äthiopien passiert uns bestimmt nicht noch einmal.

Im Ursprung dürfte das alles einmal eine ziemlich freiheitliche Angelegenheit gewesen sein, das mit der Natur und ihren Leben spendenden und erhaltenden Attributen. Zum Leben brauchte es schon immer Wasser, Erde, Luft und feuriges Sonnenlicht, und das sind natürlich so Begriffe, die anscheinend etwas mit den Elementen zu tun haben. Die Elemente müssen normalerweise auf natürliche Weise frei zirkulieren dürfen, wenn uns was am Gleichgewicht der Erde gelegen ist und ehrlich gesagt müßten sie auch wieder heilig gesprochen werden. Denn wer hier genauer nachforscht wird feststellen, daß sie einst vor langer Zeit bereits als heilig galten, doch an irgendeinem Punkt in der fortschreitenden Menschheitsgeschichte sind so manche heilige Prinzipien mitsamt der Natur unbemerkt entweiht worden.

Zwar muß man auch die Tücken der Natur und ihrer Elemente kennen und sich danach ausrichten, denn sonst würde auch der fortschrittlichste Mensch auf Dauer nicht artgerecht von ihrer Energie profitieren können. Wenn er sie aber hintenrum verkauft, verhökert, sinnentfremdet, versteuert und patentiert, wie in dieser unserer Zeit, dann begeht er wohl die größte Sünde der Menschheit. Im Grunde läuft sein ungebändigtes Schalten und Walten sogar auf die Begehung der Erbsünde schlechthin hinaus. Und wenn erstmal der Kern aller Sünden ins Zentrum eines einst heiligen Apfels injieziert wurde, dann lassen sich Sünden wohl tatsächlich auf alle Ewigkeit vererben.

An diesen Punkt sind wir Gott sei Dank noch nicht gelangt. Noch sind längst nicht alle Nahrungsmittel des Erdbodens patentiert und auch auf die Elemente, die für das Gedeihen natürlicher Nahrungsmittel notwendig sind – also Erde, Sonnenfeuer, Luft und Wasser – sind noch nicht restlos dauerhafte Besitzansprüche gestellt worden. Doch scheint dies das Ziel des Weges zu sein und wer diesen Weg zu Ende denkt, dem dürfte auch klar werden, daß es für einen Großteil der Menschheit offenbar nicht auf alle Tage gewährleistet sein soll, freien Zugang zur Natur und ihren natürlichen Produkten zu bekommen. →(update 8.2.2013: Die EU will laut Agenda 21 die Luft besteuern)

Ob es bei diesem Grad des Bewußtseins aller Führungskräfte und der vielen Untergebenen wirklich eine so gute Idee wäre, alsbald die völlig freie und kostenlose Energiequelle zu entlüften? Es gibt sie ja schon längst, sie hat nur noch nicht Schule machen dürfen. Doch wäre das derzeit wirklich eine so gute Idee? Würde man bei diesem Zustand nicht das Kind mit dem Bade ausschütten? Wer will denn die neue Quelle preisgeben, wenn man noch nicht einmal das selbstgerechte Wüten und die umtriebigen Machenschaften unbenannter Herrschaften in den Griff bekommt, die auch das letzte Wunder noch für sich auszubeuten wüßten? Oder bekäme man sie genau damit in den Griff? Muß es an die große Glocke gehängt werden oder kann auch jeder Einzelne für sich zu Hause dazu befähigt werden, diese Energiequelle frei zu nutzen? Ist es eher von Vorteil oder wäre es eher ein Nachteil, wenn man offiziell wüßte, wie an diese Energiequelle heranzukommen ist?

Sollen wir vielleicht besser weiterhin bei all unseren altbekannten Rohstoffen bleiben und besser erst einmal ein neues System ausarbeiten, das für eine gerechte Verteilung von Energien sorgt, oder sollen wir weiter die Natur zum Wohle einer Minderheit der Menschheit ausbeuten und ihre Elemente und Produkte an die Mehrheit überteuert, versteuert und genetisch verseucht weitergeben?

Wem können wir für diesen Zustand die Schuld in die Schuhe schieben, daß wir uns nicht mehr wie einst, und im Grunde seit der Erfindung der Menschheit, zwanglos und unbehelligt waschen, bekochen, beheizen und selbstständig das Land für Nahrungs- und Heilmittel bebauen können. Wem wären wir hierfür tatsächlich etwas schuldig, wem dürften wir hierfür dankbar sein und wem hätten wir einen Tribut zu zollen, wenn nicht in erster Linie der Natur? Sollen wir nicht langsam einsehen, daß wir uns ausschließlich, beständig und auf direkteste Weise bei der Natur zu bedanken haben, und nicht bei denen, welche die Lebensgeister der Erde – Wasser, Feuer, Luft und Erde, versteuern und meinen, sie könnten die Erde besitzen und aus ihren Lebensgeistern Geld machen und mit diesem Geld ihre Macht über andere Menschen ausüben? Erst wenn wir der Natur mit einem Ausdruck guten Willens begegnen, werden wir auch befähigt werden, Zugang zur kostenlosen Energiequelle zu bekommen. Die großen Energiekonzerne werden wir dann übrigens nicht mehr brauchen.

Doch da sind sie nun schon seit geraumer Zeit, die großen Energiekonzerne, die zwar die privaten Haushalte mit Energie versorgen, ihnen den Zugang zur freien Energie aber eben hierdurch gleichzeitig verwehren. Man könnte ihnen außerdem fast unterstellen, daß sie mit freien Gütern unlautbaren Handel betreiben, denn da sind sie nun, die großen Energiekonzerne, und entziehen den privaten Haushalten indirekt Energie, nämlich viel Geld, und man könnte sie doch vielmehr als Energiediebe und Energieverschwender betrachten, in Anbetracht des Aufwands, den sie dafür betreiben, die Natur auszubeuten, Staudämme und Atomkraftwerke in Erdbebengebieten zu bauen und sogar ganze Völker dafür zu vertreiben.

Zu diesen vermuteten großen Energieverschwendern gehören natürlich auch viele andere große Konzerne, weil sie andauernd irgendwelche Produkte auf den Markt werfen, die erstens kein Mensch wirklich braucht und die zweitens auf Kosten der Energie anderer Menschen hergestellt werden.

Somit sind natürlich auch wir, die End-Verbraucher, kaum mit wirklicher Energie versorgte Wesen, sondern meistenteils Energieverschwender und indirekt fungierende Energiediebe, da wir erstens unsere eigene Energie dafür aufwenden müssen, um zweitens an die notwendigen Geldscheine heranzukommen, die uns drittens zum Kauf solcher durch fehlgeleitete Energie hergestellten Produkte befähigen.

Und die Banken und Geldinstitute fungieren, über einen solchen Gelderschein wachend, als Koordinator dieses ganzen verheerenden Spiels zwischen Energiedieben und Energieverschwendern. Erhebt man auf diesen täuschenden Geldschein auch noch Zins und Zinseszins, so wird der Geldschein zu einem Schuldschein und diesen Schuldschein schiebt jeder immer wieder zu seinem Nächsten, auf daß er bitte die Schuld übernimmt, die Natur, die Erde und das All energetisch ausgebeutet zu haben.

Folglich wird es irgendwann dazu kommen, daß die den Elementen innwohnenden Lebensgeister sich der Kontrolle der Menschheit entziehen und dagegen aufbegehren werden, denn der Mensch kann die Natur nicht steuern und kontrollieren, da er hierzu das gesamte All steuern müßte.

Leider meinen einige wenige Menschen sie könnten zumindest das Leben auf Erden steuern und versteuern; nämlich dann, wenn sie das Wesen des Lebens einfach bis ins Detail studieren, es nachahmen und nachbauen und schließlich ihr nachgeäfftes Produkt patentieren, um hierüber allmählich zum allmächtigen Gott über die so reproduzierte Welt zu werden.

Daß die Natur so einen Unfug natürlich nicht mit sich machen läßt, ist doch sonnenklar. Sie kennt zwar keine Schuld und wird nicht nach den Schuldigen fahnden, aber ganz stille halten wird sie gewiss nicht, wenn die Herren Götter in Weiß (oder hellgrün?) auf hirnverbrannteste Weise damit anfangen, Tomaten, Broccoli, und hoffentlich nicht auch noch Äpfel, Aprikosen, Radieschen oder die bereits ins Spiel gebrachten Eier soweit mit der Pinzette durchzuwuseln, daß sie meinen, sie besäßen nun die Urtomate, den Urbroccoli, den Urapfel, die Uraprikose, das Urradieschen und das Urei und somit auch das Huhn, das ja bekanntlich vor dem Ei da war  – das danach aus dem Hahn kam, der fürderhin die goldenen Eier legte.

Was ist das überhaupt für eine Welt, in der man noch nicht einmal weiß, ob der saure Apfel, in den man sowieso am Ende beißen muß, gentechnisch verhohnepiepelt wurde? Meint ihr so kommt ihr ins Paradies? Seht ihr nicht, daß das Paradies auf Erden ist? Oder seht ihr dieses Paradies und wollt es bewußt zerstören? Wem oder welchem Gott habt ihr euch unterworfen? Was für ein Paradies soll es sein, in das ihr mit gezückter Pincette schnurstracks hineinlauft? In so einem Paradies werdet ihr euch allenfalls ein Paaradieschen aus der eigenen Züchtung von unten anschauen und zwar bis in alle Ewigkeit.

Bei diesen Wundertaten, die von der fortschrittlich fortschreitenden Menschheit derzeit vollbracht werden, wundert es mich wiederum überhaupt nicht, daß manche Herren+Damen der EU-Loge beschließen möchten, die Kennzeichnung gentechnisch veränderter Lebensmittel abzuschaffen. Natürlich, denn bei der Vielzahl der Lebensmittel, die ihr gentechnisch verdummbeuteln wollt, würde die Mehrheit der Menschen, die naturgemäß gegen gentechnische Nahrungsmittel ist, eure Produkte ja nicht mehr kaufen. Also weg mit den Hinweisen, weg mit den Indizien, die darauf hinweisen, welcher größenwahnsinnige Verbrecher dieses oder jenes Lebensmittel auf den Markt gebracht hat.

Die Menschen (sind es überhaupt Menschen?), die auf diese Weise im heiligen Prinzip herumpfuschen, werden ihr blaues Wunder erleben, da bin ich mir sicher – jedoch kann ich nicht gewährleisten, daß sie es auch überleben werden, sobald die Kettenreaktion einmal in Fahrt gekommen ist. Nur die Elite in ihren unterirdischen Schutzbunkern wird es vielleicht zunächst überleben oder vielleicht manche der Erleuchteten, sowohl die einen, wie auch die anderen, und vielleicht noch ein paar übrige Restvölker, die man daraufhin dann weiter ausbeuten kann.

Gewährleistet ist unseren Pinzettenmeistern auf jeden Fall folgendes: Auch das Erbgut ihrer holden und ehrbaren Nachkommenschaft wird derart außer Art geraten, daß eine durch sie weitergeführte Weltherrschaft dann möglicherweise nur noch solange anhält, bis ihnen eine extrem mutierte Kokosnuss auf den hirnverbrannten Kopf fällt.

Schon heute kommt es ja hier und da zu kleinen unkontrollierten Zwischenfällen oder sagen wir mal, natürlichen Ausgleichsprozessen im Hauruckverfahren – und wir nennen das dann Naturkatastrophen. Leider traf es bisher nur die Falschen und ist es natürlich schlimm, daß es immer die Armen trifft, doch das ist nicht die Schuld der Natur, sondern derjenigen, die in anderen Ländern für Armut und eine hierdurch gewährleistete mangelhafte Holzhüttenbauweise gesorgt haben, während sie in ihren eigenen Bankenrepubliken Hochhäuser zu Ehren ihres Gottes Mammon bauen und das Volk in Mammons heiligen Einkaufstempeln versucht, die Schuld mit weiteren Schuldscheinen abzutragen und überhaupt nichts mehr mitbekommt, außer vielleicht alle Jubeljahre die Meldung von einer Naturkatastrophe irgendwo hinter den Glasmauern Europas.

Wenn ich das schon höre: „Naturkatastrophe“! Es ist doch nur eine ganz normale Reaktion der Erde und wer weiß, welcher indirekt betroffenen Planeten sonst noch. Die Erde jedenfalls renkt sich nach all der ihr vom Menschen aufgezwungenen Schinderei lediglich die Knochen ein, wäscht sich mal wieder richtig, fönt sich mal wieder ordentlich und schüttelt sich kräftig durch.

In unseren Graden kann es hierbei wenigstens immerhin zu einem Stromausfall kommen und auch die Wasserversorgung ist nicht unbedingt für immer gewährleistet. Tja und nun? Ich würde sagen, Humor ist gefragt, denn mit einer Prise Humor in der Auffassungsgabe mutet das folgende Schauspiel doch ziemlich aberwitzig an:

Oben im Himmel entlädt sich eine gewaltige Energie und wir haben noch nicht einmal Strom für den Toaster. Ein Sturm fegt durch die Strassen und Wälder, aber aus unserer Belüftung weht kein einziges Windchen mehr. Dann regnet es aus Kübeln, die Flüße und Meere springen uns in Fluten entgegen und aus unserem Wasserhahn kommt kein einziger Tropfen Wasser mehr. Das ist schon irgendwie komisch, finde ich.

Jeder der übrigens mal das Glück hat, ein solch fantastisches Schauspiel vom Fenster aus zu betrachten, sollte daher künftig voller Bewunderung und Respekt ausrufen: Himmel! Was ist das doch für eine hochspannende energiegeladene Glanzleistung der Natur, im Gegensatz zu der langweiligen Energieabgabenzufuhr für meinen Kack Haushalt! Sagte ich gerade Energie-Abgaben-Zufuhr? Ich fürchte, allmählich droht mir bei diesem ganzen hirn und her der Verstand zu schwinden.

Aber überhaupt: Was soll das überhaupt für ein Unsinn sein, daß ich mir zum Beispiel mit meinem atombetriebenen Toaster auf Kosten vertriebener Menschen ein labbriges Gemisch aus totem Mehl und fragwürdigen Zusatzstoffen zu einem Kack Toastbrot braten kann?

Und was für ein Meister sitzt da überhaupt am Hebel, wenn man die Kilowattstunden aller vereinten Stromkästen in kauderwelschen Zahlen hinter bedrohlich ausschauenden Kommata an den Börsentafeln ablesen kann? Es kommata anscheinend ganz darauf an, wer da wirklich an dem Hebel sitzt und welche Ziele er mit seinen Zahlenspielchen verfolgt.

Was habe ich davon, wenn ich unter einer ökologisch abbaubaren Quecksilberglühbirne meinen Energiedrink aus dem Hause Genmilch schlürfe, während irgendwo jemand an dem Hebel sitzt, der meint, er müsse mit ausgebeuteter Energie Geld verdienen und den Großteil der Gewinne für sich behalten und somit den Großteil des Energiewertes zum Teufel jagen?

Was macht so einer eigentlich mit der ganzen Energie? Er muß sie doch irgendwo entladen. Er kann ja nicht darauf warten, daß der Schuß irgendwann nach hinten losgeht. Also schießt er besser gleich nach vorne los, das heißt, er produziert aus dem Überschuß Waffen, womit er sich wiederum weitere Gegenden sichert, in denen es noch mehr Energiequellen abzuschöpfen gibt. Oder er wartet einfach bis die Natur die Dinge auszugleichen versucht und hilft ihr vielleicht sogar etwas dabei, um dann als Hilfstrupp in der zerstörten Gegend aufzutreten, wo die dort gebeutelte Bevölkerung sowieso keine Ahnung hat, wie die vorhandenen Rohstoffe am effektivsten abzuschöpfen sind. Wenn man hierbei dann als der von Gott Berufene Hilfstrupp nebenbei noch ein paar Urkulturen vernichten oder verdrängen kann, dann ist das schon ein Masterplan zur Erschaffung einer Produkt- und Konsumkultur, deren Naturgesetzgeber man sein möchte.

Aber auch dieser Schuß wird natürlich irgendwann nach hinten losgehen und da wir in einem System leben, in dem manche Menschen auf Kosten der Energie anderer Menschen leben, wird das System ebenfalls nach hinten losgehen. Da dies alles auch noch am Geld hängt, werden eben viele Hähne abgedreht werden, wenn das, was aus den Hähnen rauskommt, Geld kostet und der Wert dieses Geldes außerdem im Grunde längst verpufft ist.

Natürlich ist das gewiss auch so gewünscht. Für ein neues System braucht man neues Geld oder ein neues, nie dagewesenes Zahlungsmittel. Hiermit wird dann das neue System geölt und geschmiert, damit es auch läuft, doch bis dahin müssen all die anderen Werte neu ausgerichtet sein, am besten weitestgehend gleichgeschaltet sein, vor allem was Kultur, Religion und andere Identifikationsmodelle betrifft.

Das dauert natürlich seine Zeit und es ist ein langer Prozess. Daher kommt es auch nicht zu einem blitzartigen Zusammenbriuch des alten Systems, sondern geht es schrittweise und immer der Reihe nach. Manche meinen zwar, die Krise, also der Systemzusammenbruch, würde sich spätestens dann bemerkbar machen, wenn es in den Lebensmittelläden nichts mehr zu kaufen gibt und die Regale mangels Nachschub leergefegt sind – doch soweit wird es wahrscheinlich gar nicht kommen; die Lebensmittel, wie wir sie noch kennen, verschwinden zwar aus den Regalen, aber sie werden nach und nach einfach nur durch die gentechnisch veränderten Klone ersetzt, ohne daß es überhaupt einer mitbekommt.

Tja, und sollte es doch mal für eine Weile zur Notstandssituation kommen, dann wird sich der ein oder andere wohl fragen: Wo um alles in der Welt könnte man eigentlich sonst noch so an Lebensmitteln herankommen? Auf welchen Bäumen wächst nochmal welcher Käse? Von welchen Auen beziehen die Fleischtheken nochmal ihre Wurst? Wo sind diese Orte und kann man da vielleicht selber Leberwurst anbauen, wenn die Regale plötzlich leergeräumt sind und der LKW keinen Nachschub mehr bringt?

Dieses und ähnliches wird man sich fragen und nach einiger Überlegung wird man zu dem Ergebnis kommen, daß die meisten Lebensmittel, Grundnahrungsmittel und die Mittel für eine Gesundheitsversorgung nicht schon immer auf den Regalen wuchsen, sondern in einem Bereich, den wir zu primitiveren Zeiten als Wald, Feld und Wiese bezeichneten und später allgemein mit dem Oberbegriff „Natur“ zusammenfassten.

Was die Nahrungsmittel-Lieferanten betrifft, sind jene überall herumwuchernden Mais- und Kohlkopf-Felder zum Beispiel ein gutes Beispiel. Das sind diese Felder, die man immer vorüberfliegen sieht, wenn man mit den Inlineskatern daran vorbeifährt. Die Krückstock-Walker unter uns dürften sie sogar noch etwas detailgetreuer vor Augen haben. Oder die Wiesen zum Beispiel sind ebenfalls dafür bekannt, daß da etwas wächst, das sich vom Gras farblich und förmlich unterscheidet; zum Beispiel Löwenzahn, Gänseblümchen und an manchen Wegerändern Brennessel oder Spitzwegerich. Überhaupt wächst auf Feld, Wiese und im Wald einiges, das mitunter so ähnlich aussieht, wie die bunten Dinger auf den Bildern von Marmeladengläsern. Das wird vor allem immer wieder von den Spazier-Walkern bestätigt, also von jenen gesundheitsbewußten Menschen mit den bunten Krückstöcken, denen die Stretch-Höschen vor allem deswegen so passend auf der Haut sitzen, weil sie es sich nach der ganzen Schinderei am nachmittag auf jeden Fall verdient haben, sich abends beim Grillen ein ordentliches Stück Bauchfleisch einzuverleiben!

Und wie ich das alles gerade so schreibe, merke ich, daß mein Internet schon seit drei Stunden nicht mehr ausgefallen ist und ich weiß auch auf einmal, warum: Es ist windiger und somit etwas kühler geworden und da ich beide Fenster geöffnet habe, merke ich das sogar körperlich. Ich kuck also mal schnell einen Wetterbericht auf Livestream und die Tante sagt, in meiner Gegend gibt’s gleich ein Unwetter. Ja ist doch spitze! Was kuckt die denn so ernst dabei? Was hebt sie denn bei dem Wort Unwetter den Zeigefinger? Will sie mir etwa drohen?

Was anderswo für die Menschen eine Katastrophe ist, wenn die Natur sich mal räuspert, äußert sich bei uns also in abgeschwächter Form durch ein anzukündigendes „Unwetter“, das dann nachträglich als „verheerendes Unwetter“ benannt wird. Aber ein verschmierter Himmel, saurer Regen, einbetonierte Schwüle oder Dauersmog (der zum Teil schon gar nicht mehr gemeldet wird) das ist natürlich kein Unwetter.

Ehrlich, wenn ich das schon höre: „Unwetter“. Oder Unwetter-Warnung. Herrjeh! Ach mein Gott! Ja aber nicht doch! Doch ja, ich weiß: Die Germanen fürchten nichts mehr, als daß ihnen soeben der Himmel auf den Kopf fällt. Aber, ihr Teutschen, ihr verwechselt da etwas. Das ist es nicht, beim Thor! Beim Donar, das hier ist etwas anderes. Das ist nur ein kleines Windchen! Nur ein bißchen Regen. Und die Bäume, die dann hier und da einen Ast auf die Straße werfen, die verlieren den Ast nur, weil er aufgrund von jahrelanger Zufuhr von Autoabgasen nicht mehr ganz so stabil und gesund ist, wie einst, als man als anständiger Ast noch vollgepumt mit reiner Energie am Stamme hängen konnte.

Natürlich, das ist jetzt schon traurig und tragisch und ungerecht, daß ausgerechnet wieder einmal ein unschuldiger Mensch von einem Baum erschlagen wurde. Aber ich frage euch, ihr Wetterfürchtigen, die ihr diesen Baum nicht abbekommen habt und es glücklicher Weise genauso überlebt habt, wie ich:

Hat eigentlich keiner mehr eine Ahnung davon, wie schön es sein kann, mitten im Sturm zu stehen, während der Regen einem ins Gesicht platscht? Es kommt mir so vor. Wirklich, bei einem solchen Gejammere ob der hiesigen Wetterkapriolen erinnert mich euer Verhalten an das Spiegelei von vorhin, nur daß es sich hierbei jetzt eher um menschliche Weicheier handelt. Alle wohnen hinter windfesten Wänden und fahren sogar Autos mit Blitzableiter und dann sind einmal im Jahr endlich mal richtige, dicke und waschechte Wolken am Himmel zu sehen, und nicht so ein Chemo-Geschmiere wie sonsten, und alle ducken sich alleine schon bei dem Wort Unwetter und zucken vollständig zusammen bei dem Zusatzwort -Warnung. Ich meine, wenn ihr schon eure Klamotten fürs Walken, Trecken und Truppen-Radrennfahren im Survival-Shop kauft, dann geht doch mal damit vor die Tür, wenn sich der Einsatz einer solchen Ausrüstung auch richtig lohnt!

Mensch, Leute, ehrlich ein Unwetter! Das ist doch schön! Das heißt Wetterleuchten und Donner, gefolgt von Sturm oder Peitsch und Platzregen! Wundervoll, es bewegt sich etwas, es kommt endlich mal ein Sturm auf, Gott sei’s gedankt! Die Wolken nehmen endlich mal Gestalt an und etwas Tempo auf, das ist doch fast wie am Atlantik hier, findet ihr das denn nicht schön? Hat denn noch nie jemand mal an einer Küste gestanden? Wenn einem Wind und Wasser um die Ohren schlagen, daß es einem kurz den Atem verschlägt? Diese klare Luft! Ist etwa noch nie jemand hier mal mit der Natur in Berührung gekommen? Hat noch keiner erfahren, wie es ist, wenn die Natur einen im tiefsten Innern berührt?

Erinnert euch doch mal daran zurück, wie es war, als die Natur draußen den ersten Impuls gab und man im Innersten von ihr heimgesucht wurde. Egal, ob in der stillen, friedlichen und lieblichen Natur, egal ob in der tosenden, atemberaubenden und wilden Natur, sie ist immer lebendig! Und heute ist sie endlich mal wild! Leute es ist Unwetterwarnung! Schnapp dir den Fahrradhelm und dann nichts wie raus!

Natürlich solltest du dann nicht unter den Bäumen spazieren gehen, wenn es blitzt und donnert, natürlich solltest du jetzt auch besser nicht mit dem Auto fahren, natürlich solltest du dich jetzt nicht unter Stromleitungen aufhalten. Natürlich mußt du jetzt ein wenig aufpassen und für manche Dinge warten, bis der Sturm vorübergezogen ist. Natürlich mußt du die Natur auch respektieren und ihr ihre Zeit für sich lassen.

Natürlich kommt einmal im Jahr eine Ahnung davon angeweht, was es heißt, natürlich ein Mensch zu sein und alle machen sofort das Radio an – Achtung Unwetterwarnung! Da und da fällt das und das gleich um. Oh wie bedenklich! Und hier und da ist ein Ast vom Baum geknickt. Oh wie fürchterlich! Ja und? Das ist doch normal! Es ist normal, daß die Natur sich auslebt. Alles andere ist hier nicht normal. Gibt es hier eigentlich nur Rasenmähen und Heckenschneiden? Ehrlich, eure miese, polierte Stadt mit euren bürgerlich ordentlich ausgerichteten Blumenkübeln! Hoffentlich wissen die Blumen nicht, was um sie herum passiert!

Geht doch im Park Krückstockwalken und am besten hockt ihr euch dann zur Pause genau vor Männeken Piss nieder und betet IHN an. Es macht doch keinen Unterschied mehr, wem ihr euch unterwerft, bei eurem Verständnis von Glauben, Lieben und Leben. Das ist doch ein Salat aus Geisteskrankheit, Dummheit und Angst, den man hier alltäglich gemeinsam anrührt, während ihr Sonntags ja doch nur den Sitz eurer Grillschürze überprüft und nicht aber den Sitz der „Naturgötter“, die natürlich auch nur Energien sind, Mensch, wäre ich jedenfalls einer davon, dann würde ich selbstverständlich auch mit Blitzen werfen!

Ich bin darüber wütend doch im Grunde macht es mich eher traurig, daß es nur ein Unwetter schafft, mich ans Leben zu erinnern. Alles andere ist für mich nicht Leben. Nur die Natur erinnert mich ans Leben, und vielleicht auch noch die Kinder, doch das verfliegt gleich wieder, sobald ich sehe, wie sie von ihren Eltern mit einem Survival-Gelände-Kinderwagen durchs Einkaufscenter an lebensgroßen Plastikbäumen vorbeigeschoben werden.

Vielleicht haben durch die letzten Witterungen aber auch andere Menschen wieder einen Hauch von der Wildheit der Natur gewittert. Vielleicht haben einige Menschen in den letzten Tagen erkannt, daß so ein Unwetter doch was Feines ist. Nach so einer unerträglichen Hitze kann man doch wirklich dankbar für jedes kleine Unwetter sein – vor allem in einer Welt inmitten aus Stahl und Beton.

Übrigens soll es solche Hitzeperioden auch in Ländern geben, wo die Natur noch frei atmen kann und nicht in aneinandergereihten Blumenkübeln auf Einkaufsstraßen vor sich hin vegetiert und sich wahrscheinlich ziemlich verarscht vorkommt. Auch in Küstengegenden soll es solche Hitzewellen geben, sogar in der Nähe von Bergen, oder selbst auch in eher unzureichend betonierten Städten, wo die Straßen noch staubig sind und die Erde Luft genug hat zum atmen. Also eben dort, wo nicht 80 Prozent der Erdenfläche mit Beton überzogen wurde, nur damit Millionen Autos schnell zu irgendeiner hirnverbrannten Arbeitsstelle heizen können, wo jeder dem anderen letztlich sowieso nur die Energie raubt, die er sich selber vorher hat absaugen lassen.

Doch Mensch, so ist es doch. Es ist doch nicht die Hitze! Es ist nur diese pestmoderne, rundum versicherte, nein – zu Tode lebensversicherte, mit allerhand Zwängen und Ängsten hoch polierte und hoch populierte, gleichgeschaltete, bescheuert versteuert gesteuerte, in einem grenzenlosen Hochsicherheitstrakt-Mautkamera-Europa lebende Drückdich-duckdich-Gesellschaft, die mich hier total fiebern läßt, mensch, es ist doch nicht die Hitze!

Und überall Lärm auf den Hauptstraßen! Den ganzen Tag vor und zurück. Wo fahren sie hin? Zur Arbeit? Um Geld zu verdienen? Damit sie dann einmal im Jahr ins Flugzeug steigen können? Na toll, und das alles ausgerechnet vor meinem Fenster. Und alle 2 Stunden brüllt und jault ein Blaulicht vorbei. Und was seh ich? Die Sanitäter haben das Fenster auf. Wegen der Hitze wahrscheinlich. Dem Verletzten hintendrin müßte doch das Trommelfell platzen, bei dem Blaulichtalarm. Oder ist da noch kein Verletzter drin? Holen sie ihn erst ab? Dann aber schnell! Doch der Krankenwagen kommt überhaupt nicht durch, weil zu viel Verkehr auf der Straße ist. Deswegen macht er ja auch soviel von dem lauten Blaulicht an. Damit auch der letze Idiot es noch merkt, daß hier irgendwo ein Krankenwagen durch muß. Nur in diesem Fall sitzt der letzte Idiot leider in dem ersten Auto vor dem Krankenwagen. Und alle weiteren Idioten reihen sich weiter nach vorne hin auf. Denn der Krankenwagen kommt vor allem deswegen nicht durch, weil alle Idioten zusammen keinen Platz machen. Das Kollektiv muß zur Arbeit, da ist kein Platz für Krankenwagen.

Oh aber Obacht! Jetzt fährt plötzlich doch ganz unvermutet einer behutsam Richtung Straßenrand und möchte dem Krankenwagen etwas Platz machen! Er muß ja nicht gleich über die Bordsteinkante auf den Bürgersteig fahren, damit das Blaulicht noch etwas besser durchkommt – nein nein, es reicht bestimmt, wenn er leichten Fußes nur mit dem rechten Vorderrad die Bordsteinkannte halb hochfährt und das Heck dadurch noch viel weiter in die Mitte der Fahrbahn platziert wird. Na, das muß doch reichen! Bloß nicht mit beiden Reifen mal sporenstreichs auf den Bürgersteig fahren! Könnte ja sein, daß dort Halteverbot ist.

Und so braucht das Blaulicht ewig, bis es durch gekommen ist und jault mir hier oben die Ohren voll, weil ich bei der Hitze natürlich nicht einsehe, warum ich das Fenster zumachen soll.

Kaum ist der Krankenwagen endlich weg, fängt gleich darauf irgendein psychotischer Hobbygärtner an, irgendeine Gartenmaschine anzuschmeissen und ein anderer begleitet ihn dazu auf der Vuvuzuela. Denn was die Südafrikaner im Stadion können, das können wir auf unserer Gartenterrasse bestimmt auch. Beim Public Buuhing ist es ja dummerweise verboten, die an der Tankstelle gekauften Vuvuzuelas made in China artgerecht einzusetzen. In Südafrika sind Vuvuzuelas made in China aber uralte Fußball-Tradition, und zwar weil in der Geschichte Südafrikas seither jedes Wochende Fußballspiele mit je 50000 Fans pro Stadion stattfanden. Vielleicht waren die Trompeten seinerzeit für den Einsatz in weiten Steppen gedacht, um den Elefanten was zu pusten und in Deutschland sind sie verboten, weil es hier keine Steppen gibt.

Sinnvoller Weise sind im Gegensatz zu den Vuvuzuelas rückwärtsgepolte Laubstaubsauger in Deutschland natürlich nicht verboten. Daran scheint mich jedenfalls gerade mein Nachbar mit den dicken orangefarbenen Lärmschützern auf den Ohren erinnern zu wollen. Und tatsächlich, wenn man genau hinschaut, läßt sich mit diesen Geräten besonders effektiv jedes einzelne Blättlein auf dem Bürgersteig hin und herschieben. Vor allem im Sommer macht das Sinn, denn was haben im Sommer Blätter auf dem Bürgersteig zu suchen? Im Herbst, klar, da könnte sich unter Umständen Laub ansammeln und bevor es nass wird und jemand darauf ausrutscht, muß es entfernt werden. Deswegen kommt im Herbst auch dreimal in der Woche ein ganzer Trupp orange gekleideter Männer mit Ohrenschützern die Straße entlang manövriert, so daß das Laub überhaupt gar nicht auf die Idee kommt, sich mit mehr als drei Blättern öffentlich zu versammeln. Das muß man direkt im Keim ersticken, solche unangemeldeten Versammlungen, noch bevor sie Überhand nehmen.

Diesem gefährlichen Blätterbefall flächendeckend entgegen zu wirken, ist jedoch kaum möglich, denn dazu fehlt es an Personal. Freiwillig machen das nur wenige, schließlich wohnen ja nicht überall so eifrige Hobbygärtner wie hier in meiner Nachbarschaft. Das macht zwar sehr viel Krach, fast so viel Krach wie eine Vuvuzuela, aber Laub durch die Gegend pusten ist auch Arbeit. Vor allem ist es auch eine Arbeit, die man entlohnen muß, wenigstens ein bißchen, und sei es nur 1 Euro, dann kann man es Arbeit nennen und wenn es Arbeit heißt, ist in Deutschland natürlich alles erlaubt.

Neben Blätterfegen könnte man sie zum Beispiel auch gelegentlich den Bahnhof aufräumen lassen. Oder als Ticketkontrolleure könnte man sie auch einstellen. Oder hin und wieder als Gehilfen für andere volksnahe Jobs, in denen sie vielleicht als Boten oder Informanten zwischen dem Volk und verschiedenen Ämtern und Behörden dienen, aber das ist ein andere Thema, zu dessen Vertiefung wir erstmal einen Observanten einstellen werden. Es darf auch gerne eine Observantin sein, also falls es sich bei der Person um eine weibliche MännerIn handelt.

Na ja, jetzt hat der Gartenzwerg Nachbar seinen rückwärtsgepolten Staubsauger wieder fix eingetütet und sich sporenstreichs ins Gartenhäuschen verflüchtigt, denn es ziehen pötzlich wieder große dunkle Wolken auf.  Daher mache ich jetzt auch mal Schluß, bei einem Unwetter kann man sich ja sowieso auf nichts anderes konzentrieren.

Und so soll es auch sein.

 

Der als reine Polemik vollwertig anerkannte Text „Und das alles für ein paar Radieschen“ wurde u.a. von den in den folgenden Artikeln behandelten Begebenheiten beeinflußt:

http://unser-politikblog.blogspot.com/2010/07/demonstration-kein-patent-auf-tomate.html

http://www.radio-utopie.de/2010/07/20/greenpeace-wem-gehoren-brokkoli-und-schrumpeltomate/

http://www.gesundheitlicheaufklaerung.de/es-lebe-der-mundraub

http://denkbonus.wordpress.com/2010/07/07/staatenraub-in-sechs-schritten/

Die tödlichen Grenzen der EU http://www.nrhz.de/flyer/beitrag.php?id=15379

http://alles-schallundrauch.blogspot.com/2010/07/dem-iran-die-energie-abzuscheiden-ist.html

http://www.zentrum-der-gesundheit.de/gen-food-kennzeichnung-ia.html

http://franchiseeverybody.blogspot.com/2010/03/zu-aspartam-und-studien.html

http://blog.fefe.de/?ts=b2c97c68 (Wollt ihr wissen, wer bei BP seit Anfang des Monats die Krisen-PR macht?)

http://208.64.123.254/~infokrie/wordpress/?p=389 („Wir müssen BP-Desaster ausbeuten für Co2-Steuer“)

http://www.gesundheitlicheaufklaerung.de/monsanto-das-lebensmittel-terror-regime-der-rothschilds

http://www.propagandafront.de/135830/bp-olkatastrophe-festnahme-von-journalisten-nachrichtensperre-und-militarpatrouillen.html

http://www.sein.de/gesellschaft/nachhaltigkeit/2010/die-unsichtbare-energie-des-universums-als-unerschoepfliche-energiequelle.html

http://www.markenfirmen.com/

http://www.survivalforum.ch/forum/showthread.php?t=2611

http://www.heise.de/tp/r4/artikel/32/32890/1.html (Monsantos WINNER-Zauber für Haiti)

http://www.youtube.com/watch?v=Y780J3HFiqI&feature=related (Geld aus Schulden)

http://www.youtube.com/watch?v=m70mb-tLcbk&feature=related (Wem gehört Deutschland)


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