Wie von Steven Black in seinem Artikel „Es gibt Hoffnung“ kürzlich sehr vorbildlich herausgepumpt wurde, gibt es offenbar eine Möglichkeit, die Ölkatastrophe in den Griff zu bekommen:

Mit einem 100%ig biologisch abbaubaren Mittel namens Biosativa ließe sich das Öl auflösen oder wenigstens insoweit strukturell zersetzen, daß die Restbestandteile über den Kreislauf der Natur in relativ kurzer Zeit sorglos wieder abgebaut werden könnten.

Könnten? Ja könnten. Denn, da es offenbar keine andere Möglichkeit gibt, der katastrophalen Lage menschlicher Herr zu werden, sollte man wohl meinen, dieses Mittel würde von den Verantwortlichen mit großem Dank und Erleichterung angenommen werden – doch weit gefehlt:  Das Loch ließe sich damit zwar auch nicht schließen, aber sie wollen ja noch nicht einmal davon hören, geschweige denn es einmal tröpfchenweise an einem armen ölverklebten Vogel ausprobieren.

Und das heißt wohl, man möchte diese Katastrophe für andere Zwecke nutzen oder die Folgen der Katastrophe aus Gründen, über die man nur spekulieren kann (wie an der Börse), einfach so hinnehmen.¹

Und so müssen wieder einmal andere Mit-Verantwortliche einspringen und umso mehr für die Verbreitung froher oder aufklärender Botschaften sorgen, während von machthabender Seite nur Kriege, Lügen und Katastrophen verbreitet werden.

Diese „anderen Mit-Verantwortlichen“, das sind wir, das pöbelnde Volk.

Und eben dieses Volk hätte nicht wenig Einfluß, wenn es sich einfach mal wirklich verantwortlich betätigen würde, statt immer nur zu meinen, es trüge viel gesellschaftliche Verantwortung, wenn es arbeiten geht, übermäßige Steuern zahlt, eine ultraangepasste Familienplanung vollzieht, die auf lange Sicht nur zu Lasten ihrer Kinder ausartet, sich außerdem an jeder Ecke ausschnüffeln läßt, sich sogar überall auf illegalste Weise filmen läßt, zum Beispiel im Bus, auf der Straße und am Arbeitsplatz – sich also den Machthabenden, den Medien und dem Mammon unterwürfigst zu Füßen wirft und hierbei auch noch so blöd ist, der Meinung zu sein, man täte dies alles zum Wohle der Gesellschaft, die solche Kriege, Lügen und menschengemachten Katastrophen natürlich niemals unterstützen würde.

Wer also wirklich mal etwas Sinnvolles tun möchte, der bediene sich bitte des folgenden Videos und auch der vielen anderen Möglichkeiten über die Links, die auf dieser Seite zur Verfügung stehen, um damit ein wenig seiner Liebe zur Natur und zum Leben, das eigentlich Freiheit auf Erden für alle Lebewesen bedeutet, wahrhaftigen Ausdruck zu verleihen und Verantwortung dafür zu übernehmen.

Genug gesülzt, hier das Video zum Rumzeigen:

„Einzigartiges, 100% biologisches Mittel gegen die Ölkatastrophe!“

URL der englischen Übersetzung: http://www.youtube.com/watch?v=dM7c0yOHqnU&feature=related


 

Übrigens

hat man von verantwortlicher Seite schon vor einem Monat ein recht lustiges Hilfsangebot abgelehnt. Darüber berichtete petrapez von radio-utopie am 23. Mai:

Washington drängt auf neue Sanktionen gegen Teheran während ein grosser Teil der Ostküste des amerikanischen Landes stirbt

Wie es am 23.Mai bei Reuters hiess, hat Mehran Alinejad, der Leiter für spezielle Bohrarbeiten der National Iranian Drilling Co. (NIDC) – der nationalen iranischen Ölbohr-Gesellschaft – gesagt, dass der Iran erfolgreich riesige Öl-Lecks in der Vergangenheit behoben hatte, vor allem bei Anlagen, die während des achtjährigen Krieges mit dem Irak in den 1980er Jahren bombardiert wurden. Das Eindämmen der Ölpest im Golf von Mexiko ist keine grosse Herausforderung im Vergleich zu dem, was die iranische Firma in der Vergangenheit in solchen Fällen behandelt hatte. Der Iran bot den Vereinigten Staaten von Amerika nun schon zum zweiten Mal Hilfe bei der Schliessung des Lecks an.“

Tja, schade. Aus kriegstreibenden Gründen kann man auf solche lustig gemeinten Angebot natürlich nicht eingehen.

¹Update:

Heute in den Kopp-Nachrichten:

„Wie BP Geld mit der Ölkatastrophe verdient“ / Halliburton, die Firma zur Bekämpfung von Öllecks, ist unter Vertrag bei BP:
http://www.info.kopp-verlag.de/video.html?videoid=85