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These 1:

Nach dem Sinn des Lebens zu suchen ist wohl Unsinn, berücksichtigt man die Vermutung, der Sinn des Lebens wäre das Leben selbst. Doch vielleicht ist der Sinn des Lebens ja mithilfe des Unsinns zu entdecken. Eine Hinwendung zum Unsinn schließt einen höheren und tieferen Sinn nicht aus. Die anderen Sinne, in diesen Zeiten derer fünf, bekamen zeithero allerdings nur einen Haufen oberflächlichen Unsinn und sinnlose (eben leblose) Erwahrungswerte geboten, über welche sie niemalen einen tieferen und höheren Sinn hinter allem hätten entdecken können.

Thesen 2 bis 78:

Wir leben in einem überwiegend kalten Land. Die Menschen darin sind zwar nicht unbedingt alle von Natur aus kalt, doch sie bekommen nur kalte Angebote, kalte Normen, kalte Lehren, kalte Ideologien und kalte Glaubenssätze angeboten und hierzu, als einzige Erwärmung für den erkalteten Gemütszustand, eine unsägliche CO2-Klimawandel-Theorie – womit uns letztlich auch wieder nur ein kaltes Licht ins lichtsuchende Bewußtsein geschraubt wird.

Dies alles nenne ich kalt oder höchstens lauwarm, man könnte auch sagen, es ist leblos und sinnentfremdet und kein bißchen gemütserwärmend. Was wir hier angeboten bekommen, läßt unsere Sinne erkalten, da sie keinen warmen Kern in den Objekten finden, die sie sinnlich erfahren, so auch nicht in den Subjekten. Dieses sinnentleerende Angebot führt letztlich zu einem Sinn entfremdeten Leben, und ich habe keine Ahnung, ob man das eine zusammenschreibt und das andere nicht, oder umgekehrt.

Welche Sinne liegen uns eigentlich vor? Fünfe an der Zahl und einer im Sinn? Was gibt es neben diesen klassischen Sinnen und vielleicht dem Temperatursinn, dem Gleichgewichtsinn oder von mir aus dem Sinn für Humor denn sonst noch für einen Sinn?

Das einschlägige Compendium proletarium, sogenannt wikipädia, bezeichnet den Sinn als „die physiologische Wahrnehmung der Umwelt mit Sinnesorganen“, was heißt, über die Sinne werden wir uns der Umwelt gewahr. Welcher Umwelt werden wir demnach gewahr, wenn wir mehr als nur das Sehen (visuelle Wahrnehmung), das Hören (auditive Wahrnehmung), das Riechen (olfaktorische Wahrnehmung), das Schmecken (gustatorische Wahrnehmung) und das Tasten (taktile Wahrnehmung) zur Verfügung hätten?

Und wo findet hier sogenannte sechste Sinn seinen Platz – will sagen: die Intuition? Was stellen wir mit ihr an, wenn wir sie einmal für uns entdeckt haben?

Menschen, die die Intuition für sich entdeckt haben, lernen mit der Zeit, sich auf sie zu verlassen, bzw. müssen sogar lernen, sich auf diese zu verlassen, insbesondere in unserer modernen Zeit, in der wir überwiegend verwirrende, halbwahre, irrleitende und trügerische Informationen erhalten. Zudem fehlt es der Nahrung sowie anderen gegenständlichen Informationsvergabeprodukten an, sagen wir mal, geistig beseelter Materie, oder an essentiellen Wertstoffen, die man allein über das Sehen, Hören, Riechen, Schmecken und Spüren erlangen könnte. So ist allein den bloßen fünf Sinnen das Schicksal auferlegt worden, kümmerlich und in völliger Trostlosigkeit dahinzudarben – aber trotzdem reichlich Steuern dafür zu bezahlen. Daß in solchen lebensfeindlichen Gebieten der sechste Sinn irgendwann die Flucht ergriffen hat, ist wohl nur allzu verständlich.

Was ist der sechste Sinn überhaupt? Und was wäre dann jeder weitere Sinn, vorderhand also der sogenannte siebte Sinn, den man sogar bei wikipedia beschrieben findet?

Zunächst noch ungeachtet des siebten Sinns, bewegt man sich ja schon im sechsten Sinn im Bereich der Intuition, also der Vorausahnung. Wenn uns dies vielleicht als eine Art Antenne gelten soll, die in ein ansonsten undurchsichtiges Erfahrungsfeld hineinragt, so hätte der darauffolgende siebte Sinn etwa die Leistungsfähigkeit einer ganzen Empfangsstation. Die Zentrale dieser Empfangsstation ist möglicherweise nicht im Gehirn angesiedelt, sondern ein ganzes Stück weiter unten, irgendwo da, wo der Kopf plötzlich nichts mehr mit der ganzen Sache zu tun hat … vielleicht im Herzen … vielleicht in der Wiege des Herzens … im Geflecht wohlwollender Wärme … da, wo es immer warm ist, also sozusagen im körperinneren Solarium – dem Resonanzbecken der multiversellen allumfassenden Liebe.

Doch von diesen Dingen (Multiversum, allumfassende Liebe, höheres Bewußtsein et cetera und pipapo) darf man öffentlich gar nicht reden oder schreiben, weder im Kreise des einfachen Volkes, noch (viel weniger) in akademischen und intellektuellen Kreisen – jedenfalls nicht, wenn man dort im Sinne eines standesgemäßen Ansehens noch irgendwie ernst genommen werden möchte.

Nun, scheiß der Hund drauf, wie man unter feinen Leuten so schön sagt.

Der Hund, zum Beispiel, hat ja so eine Art sechsten Sinn und Katzen meiner Meinung nach sogar noch etwas mehr davon. Ohnehin können bei Tieren erhöhte Sinnesleistungen beobachtet werden; beispielsweise können sie mit Hilfe ihres Magnetsinns das Erdmagnetfeld deutlicher wahrnehmen, als wir, so wie sie auch bestimmte Frequenzen besser vernehmen und vor allem in ihrer Aussage besser deuten können, als wir. Ob es sich bei diesen ausgeprägteren Sinnen von Hund, Katze, Maus, Pferd oder Delphin um zusätzliche oder erweiterte Sinne oder bloßem Instinkt handelt, das weiß ich nicht – doch eins kann man sofort feststellen: Selbst das allgemeine Vieh ist unserem millionenschweren Forschungsgerät weit überlegen, mit dem allenfalls die Möglichkeit eines bevorstehenden Tsunamis im Voraus berechnet werden kann, während das Vieh schon längst in die Berge geflüchtet ist, sofern es nicht angebunden war und sich vielleicht wundert, warum die Menschen noch immer am Strand liegen blieben, obwohl sie nicht angebunden waren. Ja, das dumme Vieh, es hat einfach keinen Sinn für Forschung und Technik.

Was diesen Tieren hierbei als Richtpegel innewohnt, ist vielleicht kein sechster Sinn im eigentlichen Sinne eines höheren Sinnesbewußtseins der Menschen, sondern eben so eine Art „instinktiver Spürsinn“, der im Unterbewußten Tierdasein schlummert und bei jedem Anzeichen von Gefahr erwacht.

So werden nicht etwa außersinnliche Wahrnehmungen von unsichtbaren Ereignissen, denen man passiv gewahr wird, geleistet, sondern werden unbewußte Wahrnehmungen von Auswirkungen eines unmittelbaren Ereignisses vollzogen, die das aktive Handeln bereits beeinflussen, bevor das Ereignis sich überhaupt vollzogen hat.

Bei dem sechsten bis siebten Sinn im Menschen ist man schon einen Schritt weiter, er ist weiter ausgedehnt und der Mensch wäre hierüber durch Überwindung aller Zeit- und Raumfenster zu eben diesen außersinnlichen Wahrnehmungen fähig, mithilfe derer etwas erkannt wird, das erst zutrifft, sobald es in das Zeit und Raumfenster eingetreten ist, durch das man wiederum längst aus einer anderen Perspektive geschaut hat. Und so weiter, denn bloß darüber zu schreiben macht sowieso keinen Sinn; „man“ müßte es eher tun, bzw. sein.

Dennoch möchte nicht unvermerkt bleiben, daß unter Berücksichtigung aller oben verzapften Vermutungen vor allem das folgende gilt: Das Intuitive ist der weiblichen Seite zugeschrieben, das Rationale der männlichen Seite, doch während die Frau von heute auch nicht mehr das ist, was sie einmal war, ist es der Mann von heute schon längst nicht mehr – schlimmer noch: Während der Frau der Bezug zum Herzen gänzlich genommen zu werden droht, ist es beim Mann schon länger so, mit dem zusätzlichen Unterschied, daß er darüberhinaus auch noch völlig den Verstand verloren hat. Dennoch ist und bleibt die Intuition als stets anwendbare Zusatzfunktion der Sinneswahrnehmung weiterhin überwiegend den Frauen vorbehalten, während die Männer immerhin einzusehen beginnen, daß man einfach nichts dagegen unternehmen kann.

Diese Art der weiblichen Kraft und für manche so empfundene Überlegenheit war übrigens schon vor etlichen Jahren einmal Gegenstand der Wissenschaft, wie in dem nachfolgenden Lehrfilm zu sehen ist:

 

Gibts was Übersinnliches?

Es gibt natürlich überhaupt nichts Übersinnliches, man verfügt lediglich nicht über den adäquaten Sinn, den gefragten „Gegenstand“ zu ermitteln.

Es gibt eben so Fragen, die man sich stellen kann, man kann es aber auch sein lassen. Was kann man vielmehr tun mit seinen Sinnen und soll man nicht eben mit möglichst ausgeprägter Sinnesleistung etwas tun, statt beständig über den Sinn des Lebens nachzudenken?

Hat das Leben einen Sinn? Natürlich hat es, denn das Lebewesen hat ja auch einen Sinn, mehrere sogar.

Will sich der Mensch die Fähigkeit zu überfünfsinnlichen Wahrnehmungen aneignen, muß er sich von den auf dem Boden liegenden Tatsachen der fünf Sinneswelt abwenden und sich in höhere Sphären begeben, um sich dann auf den Weg zu einem ausgeprägteren Bewußtsein machen zu können. Das Denken kann er hierbei vollends sein lassen, da hier der Verstand nicht mehr mitkommt. Und da es hierbei weniger um einen sechsten oder siebten Sinn geht, als vielmehr um die Stimme des Herzens, betrachte ich meinen Versuch, dieses Phänomen herzlichst auszuformulieren, als gescheitert. So wie man eben oftmals scheitert, wenn man sich dem Wahrheitsgehalt einer Sache rational anzunähern versucht, den man intuitiv längst erfasst hätte.

Der Sinn des Lebens

Wenn ich wüßte, wer ich bin, wär mein Leben ohne Sinn, sprach der Philosoph. – Mir ist das zu doof.

Den Sinn des Lebens herauszufinden ist vielleicht gar nicht mal die Aufgabe der Menschen, wenn man bedenkt, daß das Leben an sich schon der Sinn des Lebens ist. Doch welchen Sinn gibt der Mensch dem Leben?

Welchen kann er entdecken, wenn wir es überall und immerzu mit diesen verheerenden Sinnfluten zu tun bekommen, also den Sinnüberflutungen und Sinnesvergewaltigungen vonseiten der Medien, wenn hierbei nicht gar eine gezielte Abtötung vorgenommen wird, während die vermeintliche oberflächliche Information wiederum, bzw. hintenrum, tiefer geht, als man denkt. Sie sorgt mit Langzeitwirkung für eine Dunkelheit im Geist und für einen Geruch nach Hölle in der Seele; während der Befallene trotzdem glaubt, es sei etwas Gutes, etwas Duftendes, denn die edelen, führenden und herrschenden Schaumschläger versprechen ja, uns ausnahmslos Gutes zu tun. Doch ist seit der Entnahme des heiligen Kerns auf dem Acker des Lebens keine Gute tat mehr etwas wert, wie gut und fleissig auch immer man meint zu handeln. Man gräbt nur einen Sündenpfuhl um und findet nie den Kern mehr.

Denn siehe, sage ich, in welcher Krise allein die Religion sich befindet, weil sie einst den Kern vergiftet oder vom Felde verbannt hat. Es zeigt sich doch spätestens seit den letzten Jahren, daß jede (ja jede) Religion (Religion auch als Sinnbild irgendeiner Systemstruktur) und so der Gläubige an etwas (hier nur Sinnbild irgendeiner der Struktur gehorchenden Bürgerschaft) sich absolut verheuchelt hat.

Allein durch die Vielzahl der Menschen, die durch die Hand der Religionen, und ihres Glaubens, ermordet (für einen falschen Gott geopfert?) wurden, läßt sich erkennen, daß eben die jeweiligen Institutionen und ihre Gläubiger und Gläubigen, von genau dem Übel befallen sind, das sie von Anbeginn der Zeit in anderen zu sehen glaubten. Projektion eben. Hierbei ist Die Kirche einen Pakt mit dem Teufel eingegangen und sie kann es nicht ertragen, wenn es Menschen gibt, die dazu fähig sind, die Worte Gottes im Life-Zustand zu hören und noch weniger durfte man diese Worte mit einer Kritik an weltliche Obrigkeiten verbinden. Und nicht nur wenn man Heuchelei und Lügen durchschaute, sondern insbesondere wenn man reinen Herzens war, galt man als vom Teufel besessen.

Natürlich, das mundet ja auch. Denn je reiner das Blut der Opfer, oder je reiner ihr Geist, desto erkenntlicher zeigt man sich als Teufelsanbeter seiner dürstenden Gottheit und schwingt sich behend und geoffenbart zu Kreuze, dabei konnte Jesus erst Recht nichts für die Dummheit der Menschen. Opfergaben an Mister Dunkelgott – nichts anderes steckte dahinter, wenn sie mit ihren heiligen Kriegen und Kreuzigungen und Scheiterhaufen durchs Land zogen.

Die Kirche und andere weltlichen Machtmutanten hatten einen Pakt mit dem Teufel geschlossen und heute sieht es nicht anders aus, nur ist die Rolle der Kirche in andere Institutionen übergegangen. Noch heute gilt derjenige als vom Teufel besessen, der sich gegen die vorgegebene Wahrheit stellt, doch nennt sich auch der Teufel mittlerweile anders; derweil nennt man die Aufklärungsversuche darüber in wissenschaftlicher Hinsicht Esoterik und in gesellschaftspolitischer Hinsicht Verschwörungstheorien. Dabei ist alles was in den offziellen Lehrbüchern steht mindestens genau der gleiche Kram – man nennt es nur Wahrheit oder Gebot oder Beweis.

Die Menschheit erfährt hinfürto eine Glaubenskrise nach der andren und eine Krise ist zumeist der Vorläufer einer neuen Glaubensausrichtung. Hierbei ist der Niedergang der Kirche nur gewollt, wenigstens soll sie wanken, damit jene, die eine neue Religion errichten wollen, es auch artig durchziehen können. Die derzeit überall wiedererkennbare Hinwendung der Menschen zurück zur Natur und ihrer Heiligkeit (sprich schlicht: heilenden Kraft), spielt ebenfalls in deren Hände, denn wenn der Mensch zurück zur Wurzel findet und es Mächte gibt, die weiterhin und nach alter Schule die Menschheit unterjochen wollen, dann legt man eben den Menschen mit Ketten an die Wurzel und versteuert das Tragen der Kette, stellt Drohgebärden über die Natur aus, wertet das Göttliche darin bis zur Unerreichbarkeit auf, das menschliche darin bis zum niedersten Instinkt ab, wie die Kirche einst Jesus wertete, überwertete und schließlich entwertete, und macht das Heilige im Geiste unerreichbar und das Leben darin Untertan; das heißt auf deutsch: man patentiert alle entschlüsselten Codes des Lebens, vom Gänseblümchen bis zum Embryo und verbietet zunächst das Rauchen und dann das kostenfreie Atmen. Dann schickt man Gesundheits- und Klimapolizei los und verfolgt alles, was eine davon unabhängige und frei erhältliche Erleuchtung einfordert und blendet die große Masse, am besten mit kaltem Licht, plötzlich am Himmel erscheinend und alles begann bekanntlich mit einer Glühbirne.

Sollte ich also einmal in Verdacht stehen, gesagt zu haben, ich zweifelte die Wirklichkeit an, dann beteuere ich hiermit, ich meinte nicht etwa nur die erkennbare Sinnlosigkeit innerhalb sichtbarer Strukturen, wie Kriegsschauplätze, vergiftete Chemo-Himmel, überfüllte Autobahnen, von Wahnsinnigen überrannte Einkaufszentren, von Coca-Cola-Junkies überfüllte Vergnügungsparks, von ArbeitsSklaven übervölkerte Arbeitsämter, von Freiheitssklaven und Egodiktatoren überfüllte Firmen und Berufsfelder und so weiter, sondern vernehme ich vielmehr die Unsinnigkeit darin, und die Dummheit, die daraus folgenden Denkweisen, Meinungen und Überzeugungen – je angepasster, frommer, und politisch korrekter, umso schlimmer.

Ich zweifle daher nicht nur das Hartz4 System an und das System der arbeitsverpflichteten Arbeitlosengesellschaft, sondern vor allem die mittlere und höhere Kaste der Berufstätigen und all die fleißigen, vorbildlichen und verantwortungsvollen EinkaufsFamilien. Auch zweifle ich nicht jene an, die an gar nichts mehr glauben, auch nicht nur jene, die ausschließlich an materielle Errungenschaften glauben, sondern besonders die UnterwurfsGläubigen aller Religionen und auch eine Vielzahl der spirituellen Sinnsuchersüßholzseelen zweifle ich an, auch die angeblich durchblickenden Heiden, die in Wirklichkeit auf den gleichen Schmuh reingefallen sind, wie die Kirchgottgänger – also alle eigentlich, die sich irgendeiner Lehre zuwenden, ohne vorher mit Gott oder den Stimmen des Multiversums gesprochen, bzw. sich im wahrsten Sinne mit ihm oder ihnen ausgetauscht zu haben. Denn sie haben alle nicht die Geistesgröße, den Sinn einer Lehre überhaupt zu verstehen, so weise und gelehrt sie auch immer sind und so vorbildlich ihr Handeln auch immer ist. Solange von ihnen überall noch Firmen, Bundestagshäuser, Kirchen, Moscheen, Synagogen, Einkaufshallen, Bahnhöfe, Schulen, Universitäten, Ämter, Börsen, Banken, Krankenhäuser, Kinos, Theater, Konzerthäuser, Museen, Parks, Zoos und öffentliche Spazierwege und so weiter zum oberflächlichen Spaß oder unterschwellig unterwürfiger Pflichtgunst aufgesucht werden, solange haben sie nichts verstanden, denn das sind alles Tempel. Tempel und Zweigstellentempel des einen großen Lügentempels, mit Stempelkarten für die biometrischen Hempels zu Versteuerungszwecken ihres geistigen Gerämpels und seelischen Gekrempels, ins überfüllte Nichts gelockt, gelocht und abgestempelt.

Zumindest sind diese Einrichtungen nur der Bezugspunkt eines Heuchlertums, deren Mitglieder, woimmer sie gehen oder stehen, nur Spiegelkabinette betreten, in denen sie sich an der Veräußerung der Urlüge über jeden ihrer Mitmenschen ihr eigenes Selbstbild vorgaukeln, statt einfach nur Menschen zu sein. Solange also in diesen Tempeln der Duft und die Nebelschwaden des Kompromisses wehen und darüber der Schleier der Verblendung schwebt, solange erkenne ich dies nicht als die Wirklichkeit an, an der ich mich ernsthaft beteiligen möchte.

Die Wirklichkeit ist die Wahrnehmung dessen, was wir für die Wirklichkeit halten und wenn ich das, was ich wahrnehme, anzweifle, so zweifle ich natürlich auch meine Wahrnehmung an. Und das gelingt mir insoweit, als daß ich sie insgesamt für unzureichend empfinde, zu unvollständig für das Erfassen einer Absolutheit, wie zum Beispiel die Wahrheit. Doch die kann nicht unvollständig sein, sie kann nur unvollständig wahrgenommen werden – womit wir auch schon wieder bei den fünf Sinnen sind. Diese sind zu begrenzt, als von sich behaupten zu können, man hätte von irgendeiner Sache einen wahren Eindruck gewonnen und so kann man auch keine Sache ernsthaft vertreten, die man in diesen Zusammenhängen unternimmt, und so wird derjenige zu einem Frevler oder Ketzer, wenn er zum Beispiel einer Veranstaltung in der Kirche (hier nur wieder Sinnbild irgendeiner Systemstruktur) beiwohnt und sich innerlich kringelig über soviel Unverstand lacht, während die Feierlichkeit ach so seriös, zeremoniell und traditionell vollzogen wird, was im Falle von beigefügtem Kerzengeleucht und Weihrauch zugegebner Maßen schon auch eine gewisse Gänsehaut beim Frevler erzeugen kann.

Doch mag erfüllend sein, was immer gerade glücklich macht, letztlich ist es ein Kompromiss mit der Wahrheit und ein Kompromiss ist ein Pakt und wer macht schon einen Pakt mit denen, die sich als Fürsprecher Gottes auf Erden ausgeben, während sie alle wahren Sprecher auf Erden ausnahmslos ans Kreuz genagelt, auf dem Scheiterhaufen verbrannt, enthauptet oder die Zunge beschnitten haben oder ihnen beständig Angst und ein schlechtes Gewissen einreden – und wer macht schon einen Pakt, oder einen Vertrag, mit denjenigen, die heute zwar nicht mehr Scheiterhaufen errichten, doch aber Ängste, schlechte Gewissen, gesellschaftliche Pflichten und lebenslange Steuernummern innerhalb eines noch immer teuflischen Systems an ihre Untertanen vergeben.

Daher frage ich mich zunehmend fünf Dinge:

Erstens: Welchen Pakt gehe ich mit wemjenigen eines welchen Systems ein, wenn ich denjenigen folge oder vertraue, die solchen und anderen Obrigkeiten und ihren Vertretern gehorchen?

Zweitens: Hätte man mich aufgrund gleichlautender Worte vor 400 Jahren oder so möglicherweise dem Scheiterhaufen übergeben?

Drittens: Hätte ich überhaupt genügend Mut gehabt, mich dieser feurigen Zeremonie zu stellen?

Viertens: Was könnte ich mich sonst noch so fragen? Mal überlegen.

Fünftens: Genau. Habe ich mich vielleicht nur deswegen hier als närrischer Hofscribent beworben, um mir all diese Fragen bloß selbst zu stellen?


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