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Ich schreibe hier unter anderem von Gott und Glauben, da eine der größten Fragen, die den Menschen beschäftigt, lautet: Wenn es einen Gott, gibt, warum läßt er dann dies und das zu, besonders Morde, Kriege und Massenmorde?  Warum er derartige Grausamkeiten zuläßt, darauf habe ich natürlich keine Antwort. Ohne Gott wiederum würde sich die Frage überhaupt nicht stellen. Dann könnten wir sofort einpacken. Es gibt keine Antwort darauf, da schon die Frage keinen Sinn ergibt. Was passiert, ist Gott, was nicht passiert, ist nicht Gott, so sehe ich das jedenfalls. Das einzig Ungelöste hierbei ist, daß wir nicht wissen, was „nicht passiert“, d.h. außerhalb unserer Wahrnehmung passiert. Und die ist bekanntlich eingeschränkt – aber mitunter auch dehnbar.

Gott ist wohl nicht definierbar, doch könnte man auch von positiven und negativen Vorgängen schreiben, von der Wechselwirkung beider Kräfte oder schlicht vom Schalten und Walten der Lebensenergie. Hiervon ist niemand ausgeschlossen. Auch wer nicht gottgläubig ist, erkennt früher oder später seine Rolle und Verantwortung darin, vielleicht erkennt mancher sie sogar früher als der Gottgläubige. Letztlich tun sich da beide nichts.

Es gibt viele schreckliche Taten, nicht „nur“ Mord oder Kriege. Doch diese alle aufzuzählen ist müßig und außerdem könnte es die Folge haben, daß man frühzeitig vom Glauben abfällt. Daher möchte ich mich hier nicht mit der schrecklichen Tat an sich auseinandersetzen, sondern mit den Ursachen und den Konsequenzen solcher Untaten.

Neben der Tat und den Tätern spielt das Leid eine tragende Rolle und so werden wir uns im Laufe des Textes Wort für Wort den Leidtragenden nähern. Die einleitende Frage, wie kann Gott nur diese Grausamkeiten geschehen lassen, bedeutet ja auch, wie er all das Leid geschehen lassen kann, wenn er die Menschen doch liebt. Auch diejenigen, die nicht an Gott glauben, stellen sich die Sinnfrage dazu und verzweifeln in Anbetracht des Leids, zweifeln am Sinn des Lebens. Warum geschehen solche Dinge, fragt man sich und als schlimmstes Beispiel hat man vielleicht den Holocaust vor Augen, auch Kriege, Morde, Folterungen und so weiter. Wie kann Gott es zulassen, wie kann es dann überhaupt einen Gott geben?

Es gibt dazu einige Erklärungsansätze, besonders in der religiösen Literatur, anderweitige in der esoterischen Literatur, doch Hand auf Herz: Wen stellen sie wirklich zufrieden? Irgendetwas darin begreift man doch trotzdem nicht. Zumindest nicht mit dem Herzen.

Wer sich seiner Taten nicht bewußt ist, wird keine Fehler zugeben können. Auch wer untätig ist, kann eine Untat begehen und so gibt es doch nur Taten. Besser gesagt, es gibt keine Untat, die nicht doch begangen wurde, und somit ist alles eine Tat. Es gibt keine Untaten, doch es gibt Fehler. Wo es Regeln und Gesetze gibt, gibt es Fehler und Verstöße. Wer gegen die Natur der Dinge verstößt wird auch von der Natur der Dinge heimgesucht. Die Natur pickt sich jedoch selten das verantwortliche Individuum heraus, da sie keine Strafe erteilt, sondern lediglich ihren Schaden korrigiert. Ihre Reaktion auf den beigefügten Schaden muß nicht dort ausbrechen, wo ihr die Wunde beigefügt wurde, sondern kann es auch an anderer Stelle auftreten. Der Mensch hat weitestgehend verlernt, diese Gesetzmäßigkeit überhaupt zu erkennen und sich dadurch dem Chaos selbst ausgesetzt.

Anders ist es mit den Gesetzen und Strafen, die der Mensch selber ausgearbeitet hat. Die haben meist wenig Sinn und kaum einen Wert, beziehungsweise führen die meisten davon an den Werten des Lebens völlig vorbei. Vieles in unserer Welt spielt sich noch immer auf der untersten Entwicklungsstufe ab, besonders wo Menschen anwesend sind – besonders wo wissenschaftlich fortgeschrittene Menschen anwesend sind. Sie sind bereits so fort geschritten, daß sie sich von der Natur der Dinge völlig entfernt haben. Ihre Regeln, Werte, Normen und Gesetzmäßigkeiten sind an Idiotie kaum zu übertreffen.

Dennoch werden sie von Gott geliebt, denn ihre Regeln, Werte, Normen und Gesetzmäßigkeiten stehen dieser Liebe nicht im Weg. Die haben mit Gott nämlich überhaupt nichts zu tun.

Immer gibt es Fehler, Menschen machen Fehler und neigen zu Verfehlungen. Sie verfehlen den Weg, den sie gehen sollten und statt den Weg bewußt zu gehen, begehen sie Fehler. Fehler sollen sein, es sind Erfahrungen, doch können sie zu Fehden führen, da man sich die Fehler nicht eingestehen oder verzeihen kann. Wer keine Fehler zugeben will, wird sich seiner Taten nicht bewußt. Selbst wenn man einige kleine Fehler zuzugeben in der Lage ist, wird man den Ausgangspunkt, wo alles angefangen hat, nicht verstehen wollen. Und selbst wenn man ihn versteht, wird man ihn nur schwer zugeben können. Grund für diesen Zustand ist mangelndes Bewußtsein. (was sich auch durch ein übersteigertes Selbstbewußtsein äußern kann) Es fehlt an Einsicht. Denn ohne zutiefste Einsicht ins Selbst gibt es kein Bewußtsein darüberhinaus. Einsicht führt zu Selbstbewußtsein.

Erwachsenen Menschen, die sich noch auf der Entwicklungsstufe eines eher unausgereiften Bewußtseins befinden, kann man nur schwer erklären, welche Auswirkungen ihr Handeln haben kann, denn in ihren Augen handeln sie richtig, das heißt angemessen für ihre Entwicklungsstufe.

In den Augen anderer ist ihr Verhalten und ihre Tat völlig unangemessen. Eine solche Tat war nicht nur der Terroranschlag von 911, sondern weitere, viel größere internationale Verbrechen. Eine solche Tat war auch die auf den Anschlag gefolgte Reaktion, der Krieg gegen den Terror – eine der größten Dummheiten in der Menschheitsgeschichte.

War man zu Zeiten von Konflikten von Anfang an um Aufklärung, fortwährende Besonnenheit, Sorge für Gerechtigkeit und Zufriedenheit aller Beteiligten nicht bemüht, so passiert das, was dann immer passiert: Im dauerhaften Zustand der Angst vor der Selbsterkenntnis konstruiert man sich die eigene Katastrophe, erkennt aber nicht die Möglichkeit, daraus etwas über sich zu lernen, sondern handelt unbesonnen und macht alles noch viel schlimmer. Durch Ausflüchte und Überreaktionen wird die Front verlagert, man handelt immer unvernünftiger und rücksichtsloser. Es muß krachen und man steht vor einem Trümmerhaufen. Doch selbst der ist für manche der beste Grund, jetzt erst recht weiterzumachen. Wo was überhaupt angefangen hat, weiß man irgendwann nicht mehr. Nur Mr. Universum schreibt mit, denn er kann gar nicht anders.

So folgt eine falsche Reaktion der nächsten und die Opfer sterben, ohne zu wissen warum. Die Täter wissen längst nicht mehr was sie tun, und im Gegensatz zu den Kindern, die hin und wieder auch einen Trümmerhaufen fabrizieren, haben diese keine Eltern mehr, die im besten Fall unmittelbar eine erträgliche Grenze setzen, zur Aufklärung beitragen und dann verständnisvoll den neuen Weg weisen. Gott greift zumeist nicht sofort ein, nicht bevor der Weg zu Ende gegangen wurde, der eingeschlagen wurde. Man könnte es ändern, kollektiv, doch wer tut dies schon, wenn jeder nur an sich denkt.

So soll man eben nicht nur für seine Taten verantwortlich sein,  indem man für sie büßt, sondern für die Konsequenzen einer Tat soll man Verantwortung tragen. Und zwar für die Konsequenzen, die man sich selbst auferlegt und zu tragen hat, wodurch der Weg länger und schwieriger wird. Auch deswegen ist die Schuld nicht von Gott. Der Mensch, der sich entwickelt, soll lernen und derjenige der ihm helfen möchte, hilft ihm mit Bedacht und löst ihm nicht die Schulaufgaben. Damit würde er ihn spätestens zur Abschlussprüfung ins offene Messer laufen lassen.

Man geht seinen Weg. Auch Straftäter gehen ihren Weg, auch Politiker und andere Helden. Ist man auf seinem Weg vom Weg des Herzens schon frühzeitig abgekommen, oder ihn blind und überstürzt ohne Rücksicht auf andere gegangen, so wird man erst nach Jahren wieder von der Wahrheit eingeholt. Doch unter Umständen hat man sich bis dahin noch mehr Feinde gemacht, als man schon im Vorfeld hatte oder zu haben wähnte. Die Feinde sind längst definiert, während alle Welt, die man jahrelang in Mitleidenschaft gezogen hatte, ebenfalls nicht mehr so gut auf einen zu sprechen ist. Man wird unter Umständen von den anderen noch zu Lebzeiten vielseitig verflucht und es folgt ein übler Nachruf. Das wiegt zusätzlich schwer, und es erzeugt neue Negativität. Auch dies sind die Konsequenzen, die man sich selbst auferlegt hat. Die Aufgabe auf dem nächsten Weg wird sein, diese Negativität wieder aufzulösen. Für manche ist dies sehr schwer, da sie meinen, sie müßten zunächst die Feinde bekämpfen, die ihnen im Weg stehen. Er wird nie gelingen, denn einen Feind wird man immer finden. Daher soll man nicht den Feind vernichten, sondern das Feindbild. Irgendwann wird man vor sich selber stehen.

Je größer das Verlangen nach Macht, desto größer das Feinbild. Das verlangt das Ego. Und das Ego tut alles dafür, daß der Mensch nicht zum Herzen der Seele findet. Es entfernt den Menschen von sich selbst, wenn er nicht aufpasst, sich nicht bewußt ist. Das Ego wird er nie vernichten, er muß nur wissen, wie es funktioniert und mit welchen Tricks es im Innern arbeitet. Es kann sich sogar nach Außen projezieren und dem davon weiterhin abhängigen Betrachter alles Mögliche vorgaukeln. Es verschafft einem die nötigen Feindbilder.

Der gefährlichste Feind ist der, der einem persönlich gar nicht bekannt ist. Und dem mächtigsten Feind erweist man besser die Ehre. Mit unserem Anspruch auf politische, irdische Macht sind wir ihm nicht im Weg, er hat anderes im Sinn, und wenn wir ihm hierbei im Weg sind, dann hat er auch kein Problem damit, uns aus demselben zu räumen. Das geht ratzfatz, so schnell kann man gar nicht gucken. Das ist wie beim Paten. Sind wir ihm nicht im Weg, so überläßt er einem die kleineren Feinde, daß wir uns um sie kümmern, während wir ihn mit Ehr-Erweisungen und Opfergaben milde stimmen. Das ist schließlich Teil des Deals.

Doch wer ist dieser unbenannte Feind? Wie kann man ihn definieren? Ist es nur der innere Feind, den jeder Mensch in sich trägt? Kann man hier überhaupt noch erkennen, daß es der innere Feind ist, vor dem man solche Angst hat? Der sich umso auffälliger zeigt, je mehr man auf die Abwege gerät, die einen von sich selbst entfernen? Wird er  sich gar als vermeintlicher Freund vorstellen? Oder bleibt er Feind? Vielleicht gelingt es ja, ihn ein wenig zu verklären. So daß man ihn noch höher stellt als sich selbst. Eine Art übermächtiger Feind, der über allem schwebt. Man weiß ja nicht wozu er in der Lage ist. Seine Aufträge sind auszuführen. Manchmal beauftragt er auch einige Menschen, daß sie für ihn seine Feinde bekämpfen – oder sie wenigstens gefangen nehmen, selbst wenn der Feind die halbe  Menschheit ist.

Wenn es im Fall 911 also nicht die Al Quaida war, so war man sich selbst der größte Feind und brachte im ewigen Versuch, der Wahrheit zu entfliehen, den längst unübersichtlich gewordenen Lügentempel eigenhändig zum Einsturz, um einen noch viel besseren zu errichten, was ja der Version eines Urteilsspruches wie „911 was an Inside-Job“ nahe käme – ob man nun aus eiskalter Berechnung oder unbeschreiblicher Gier oder aus innerster Überzeugung und zutiefst eingebildeter Zustimmung Gottes heraus handelte.

Vielleicht war aber, neben Gott, noch eine andere übermächtige Kraft mit im Spiel, eine die man besser nicht zum Feind haben sollte und mit der man an irgendeinem Punkt in der Geschichte vorsichtshalber Freund geworden ist. Einer der genau weiß, für welche Irrglauben man anfällig ist. Wer weiß schon, wer zur Zeit nicht alles im Namen verschiedener tatsächlicher und eingebildeter Mächte und Gottheiten beim allgemeinen Kräftemessen mitmischt.

Auch ohne die Beteiligung einer höheren oder niedern Instanz – eines ist auf jeden Fall klar: Für die einen geht es ums Geld, Rohstoffe und Macht, für andere geht es um Leben und Tod. In allem steckt Energie und der verständige Ermittler weiß: Hilfreich bei der Aufklärung einer Tat ist die Frage „Wer profitiert davon?“ Auf gut deutsch gesagt: Quo vadis bono? Oder wie das nochmal heißt.

Wem nützt es? Wer profitiert von dem vielen Geld durch Waffenhandel, Versicherungswerten und Börsenspekulationen rundum 911, den neuen Rohstoffquellen und dem Ausbau der Macht?

Gedankenwölkchen: Und wer profitiert von den Menschenleben, denn auch darin steckt Energie, wenn die Lebensform Mensch (mitsamt der Tiere und Pflanzen) nicht gar die zur Materie gebündelte Form von Energie auf Erden schlechthin ist. Schlechthin ist wohl das falsche Wort, doch schlecht und gut hin oder her,  wer ist eigentlich der  Gutsherr dieser Energie auf Erden, wer verwaltet sie, wer hat sie nur für sich gepachtet, wer nimmt sie an und gibt sie weiter und wer lebt davon, daß so viele Menschen ihrer Energie beraubt werden?

→ Der innere Feind ist Teil des Schrifttums Kaum zu glauben


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