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Im August 2009 lehnte die Mehrheit der Deutschen den Afghanistan-Einsatz ab. Während des Wahlkampfs gab es eine Gesprächsrunde bei „Anne Will“, die sich zwar Mühe gab, des Volkes Meinung mit in die Diskussion einfließen zu lassen, doch waren die meisten der geladenen Wichtigkeiten natürlich nicht davon abzuhalten, die dringende Erforderlichkeit des Einsatzes zu propagieren.

Nach der Sendung wurde die Öffentlichkeit aber immerhin dazu eingeladen, ihre Einschätzung der Lage in Anne Wills Blog kundzutun. Auch hier war die Meinung deutlich und eindeutig. Kaum einer befürwortete das „Abenteuer Afghanistan“. Um nun weiterhin darauf verweisen zu können, habe ich dieses Zeitdokument gesichert, nicht zuletzt* auch deswegen, weil unsere liebenswürdige Klatschtante und ehrenamtliche Spargelstecherin Eugenia Goldzahn sich hier ebenfalls sehr artig einzubringen wußte, der zu Ehren wir uns die ganze Mühe ehrlich gesagt nur gemacht haben. Ihre dreivier Kommentare sind irgendwo in dem ganzen Diskussionswust verborgen, auf der Suche nach ihnen lohnt es sich aber durchaus, die Kommentare der vielen anderen zu lesen… Allein um damit zu erfahren, daß noch immer nicht alle Leute in Deutschland völlig verblödet sind.

Zuletzt haben wir das Dokument aber auch deswegen gesichert, um unser eigenes Kommentarfeld auf alle Zeiten darunter prangen zu lassen, weniger damit es genutzt wird, denn vielmehr als ein Zeichen, daß die Diskussion vonseiten des Volkes jederzeit wieder aufgegriffen werden könnte; oder um später die an der Tat Schuldigen, wie aber auch in der Tat Verantwortlichen und Mit-Verantwortlichen, nämlich uns, das Volk, hier eintragen zu können. Zudem ist davon auszugehen, daß das „Abenteuer Afghanistan“ noch längst nicht überstanden ist.

Folgt also nun:

Redaktion ANNE WILL, 21. August 2009, „Abenteuer Afghanistan“

(Rote Bemerkungen aus Versehen von mir eingefügt)

„Rund 70 Prozent (mindestens!) der Deutschen lehnen den Bundeswehreinsatz in Afghanistan ab, doch im derzeitigen Wahlkampf spielt dieses Thema kaum eine Rolle. Dabei (besser gesagt: denn schließlich..) ..hat sich die Lage vor Ort in den letzten Monaten noch einmal dramatisch verschlechtert. Das Ziel Deutschlands, einen Beitrag zur Stabilisierung (natürlich!) Afghanistans zu leisten, scheint in weite Ferne gerückt: Statt mit dem (grundlos verdächtigten und hingemetzelten) afghanischen Volk in.. (wir schlagen vor: friedlichen..) ..Kontakt zu kommen, können die Bundeswehrsoldaten ihre Lager in der Regel nur noch in gepanzerten Fahrzeugen verlassen. (das ist bei Kriegen meistens so) Die Präsidentschaftswahlen in dieser Woche wurden von brutalen Anschlägen begleitet. (und das ist im Rahmen terroristischer Angriffskriege zur Herbeiführung eines Systemwechsels auch immer so!)

Gerät die Situation in Afghanistan außer Kontrolle? (seither schon!) Sind die Bundeswehrsoldaten hierfür angemessen ausgerüstet? (wichtige Frage!) Befindet sich Deutschland im Krieg und fördert der Afghanistan-Einsatz die Terrorgefahr (Hilfe!) in Deutschland?“

So nach dem ganzen Geschwafel jetzt endlich Volkes Meinung zum Thema:

Die Kommentare unserer liebenswürdigen Klatschtante und ehrenamtlichen Spargelstecherin Eugenia Goldzahnn finden sie, indem sie oben im Browser „Bearbeiten“ drücken und dann die Taste „Suchen“. Daraufhin öffnet sich unten ein Suchfeld, in das Sie das gesuchte Wort dann reinschreiben

1

Reini:
21. August 2009 um 18:19 Uhr

Na, dass hat heute aber lange gedauert. Für solch ein Thema muss man doch nicht großartig überlegen.
Warum nicht nach dem Saarland schauen? Dort sind nächsten Sonntag Wahlen.
Wohl keine cducsufdp Hochburg??

Afghanistan ist „Systemrelevant“ und genau so verlogen wie die Sache mit den Banken! Terrorismus entsteht durch Ausbeutung und Unterdrückung! Leider ist die Grenze zwischen Retter und Unterdrücker ziemlich klein.

Einmal heißt es…. wir wollen nur den Menschen dort helfen und ein andermal heißt es, wir bekämpfen in Afghanistan den Terror!
Also machen wir beides.

Würde es jetzt nur so von Bombenlegern wimmeln, in Deutschland?
Oder braucht man einfach ein Feindbild, um von den eigenen Schwächen ab zu lenken!??

2

Uli:
21. August 2009 um 18:33 Uhr

Der Afghanistanbeitrag der Bundeswehr an sich ist angesichts NATO-politischer Implikationen unumgänglich. Deutschland kann sich bei der Verteilung der Lasten in der NATO-Diplomatie nicht mehr hinter seinen traumatischen Resten verstecken. Im Gegenteil, die Bundeswehr sollte ebenso, mit Kampftruppen ausgerüstet, wie die anderen die nötigen Kampfeinsätze leisten, um das Land vom Terror zu befreien, weil erst danach ein friedlicher Aufbau möglich ist.
Die Einsatzstrategie müßte zu diesen Zwecken jeweils zentral koordiniert werden.
Alles andere ist, außer der folgenden Bedingung, dummes Bekenntnisgeschwätz:

Wenn allerdings die Amerikaner und Briten lediglich eine imperiale Strategie verfolgen, und diese mit kapitalistischen Totalitätsvorstellungen verknüpfen, statt zu einer gerechteren Weltwirtschaft und kontrollierbaren Finanzmärkten bereit sind, sollten sich die Deutschen aus derartigen militärischen Verpflichtungen verabschieden. Diese Karte sollte jetzt gespielt werden.

3

Peter Fischer:
21. August 2009 um 19:02 Uhr

Vor nicht all zu langer Zeit gab es da mal eine Gruppe Turban tragender Erdlochbewohner in Afghanistan. Diese war doch tatsächlich in der Lage sich mit Faustkeil und Streitaxt zu bewaffnen. Damit legten sie das gesamte Verteidigungssystem der vereinigten Staaten von Amerika lahm. Wenn dieses Märchen tatsächlich so statt gefunden hat, dann frage ich mich ernsthaft, worin die westliche Welt den Erdlochbewohnern eigentlich überlegen ist.

Nach langen Recherchen steht für mich jedoch fest, so wie es uns weisgemacht wird, hat das Ganze NIE stattgefunden. Damit ist für mich der Krieg in Afghanistan ein Angriffskrieg unter Beteiligung Deutschlands. Ich verspreche hiermit, dass ich nicht ruhen werde, bis die Verantwortlichen dafür zur Rechenschaft gezogen werden.

4

Christine Hartmann:
21. August 2009 um 19:59 Uhr

Holt unsere Jungs endlich aus Afghanistan heim!

Deutschland hat sich leider von den USA in einen Krieg hineinziehen lassen, der kontraproduktiv für den Frieden ist. Unsere Sicherheit wird am Hindukusch nicht verteidigt, sondern gefährdet.
Der frühere CDU-Abgeordnete, Manager und Schriftsteller; Herr Dr. Jürgen Todenhöfer, kennt die Situation vor Ort genauestens. Sein Resümee:

“Nichts fördert denTerrorismus mehr als die „Antiterrorkriege“des Westens.

Die Kriegswilligen in den USA zetteln leider mit schamlosen Lügen immer neue Kriege an. Diese Kriege verursachen unbeschreibliches Leid und setzen unsere Bevölkerung in Deutschland einer wachsenden Gefahr durch islamistische Fanatiker aus.
Wie wenig kenntnisreich führende amerikanische Politiker sind, zeigt sich immer wieder:

“Außenpolitik in John-Wayne-Manier
Syrien oder Iran? Für den republikanischen Präsidentschaftsbewerber McCain macht das keinen Unterschied. Und die Medien lassen ihm seine Fehler ungestraft durchgehen.”
Quelle: focus.de

Die amerikanische Außenpolitik ist moralisch bankrott. Die westlichen Werte verlieren durch die Unrechtspolitik Amerikas jegliche Anziehungskraft für die islamischen Länder.
Es gibt keinen Grund, uns von Amerika weiterhin unter Druck setzen zu lassen.
Holt unsere Jungs endlich aus Afghanistan heim!
Frau Merkel sollte nicht länger den Amerikanern “in den Hintern kr…”, sondern eine selbstbewußte Friedenspolitik betreiben. Dazu gehört, dass deutsche Soldaten nicht ausserhalb des Natogebietes eingesetzt werden. Die Nato sollte wieder zu einem reinen Verteidigungsbündnis werden und nicht ein Instrument der amerikanischen Kriegspolitik.

5

Désirée:
21. August 2009 um 20:03 Uhr

yupie, endlich mal ein Thema das über deutschlands Grenzen hinaus geht

6

Frank:
21. August 2009 um 20:04 Uhr

Die letzte Bastion ist gefallen! Deutschland führt wieder Krieg! Meine Eltern haben geschworen und wollten mit dem Grundgesetz der Bundesrepublik dafür sorgen, dass es nie, nie wieder vorkommen darf, dass Deutschland an bewaffneten Militäreinsätzen beteiligt ist. Ich schäme mich für mein Land! Ich will kein Deutscher mehr sein!

7

Peterman:
21. August 2009 um 21:26 Uhr

Es wird vergessen, das die Attentäter nicht aus Afghanistan kamen und in Deutschland gelebt und studiert haben.Unsere Freiheit wird nicht am Hindukusch verteidigt. Wer das glaubt glaubt auch an den Osterhasen und den Weihnachtsmann.Es wird enden wie in Vietnam und im Irak. Man wird die Lage schönreden und sich verabschieden.
Es scheint man kann nicht aus der Geschichte lernen. Die armen Soldaten die dort sterben. Eigentlich weiß keiner wofür.Das Ganze hat ohne Konzept begonnen und so wird es enden.

8

Tanja:
21. August 2009 um 22:15 Uhr

@ Uli

Oh, da hat jemand schon genug Hirnwäsche abbekommen.

Wir haben in Afghanistan nichts, aber auch nichts verloren.
Unsere Freihat wird dort nicht verteidingt, es ist eher umgekehrt- wir führen
dort Krieg, Angriffskrieg… und wenn bei uns Bomben maldeswegen hoch gehen, brauchen
wir uns nicht zu wundern. Wir haben diese Politik zugelassen.

Ach Uli und noch was: ob es sich lohne, für solcherart gelagerte Politik
unsere Soldaten sterben zu lassen? siehe: welt.de

Nein, Soldaten verlieren ihr Leben, uns kostet es Unmenge von Geld und eigentlich
für nichts und wieder nichts… höchstens für Opium?

9

Maximalia:
21. August 2009 um 22:27 Uhr

Peter Fischer und Reini kann ich nur zustimmen!

Wir wissen, daß den Strippenziehern hinter dem Krieg nichts ferner liegt, als das Wohl und die Entwicklung des afghanischen Volkes. Die Pläne für den Krieg in Afghanistan lagen schon lange in der Schublade, genauso wie die Pläne für den Irak-Krieg. Zum Glück gab es dann 9/11 mit vielen offenen Fragen , nie erbrachten Beweisen für Behauptungen, die nie verifiziert wurden.

Es sieht so aus, als ob die amerikanische Regierung nicht nur die Kriegspläne für die beiden Länder und noch etliche weitere in der Schublade hatten, sondern möglicherweise auch einen Krieg gegen das eigene Volk gut durchgeplant hatte. So etwas nennt man : “Unter falscher Flagge!”

Dieser Krieg war verloren, bevor er begann! Es ist wie immer so, daß den Blutzoll niemand aus dem Feld der Anstifter zu bezahlen hat, im Gegenteil! Verheizt werden junge Menschen, denen man vormacht, daß sie für eine gerechte Sache kämpfen.

Es geht genau um das , was Uli zuvor in seinem letzten Abschnitt als Möglichkeit ins Auge faßt.

10

Siegmar Unger:
21. August 2009 um 22:29 Uhr

Ja, es ist Krieg und wir machen mit.

Das Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland, mit der Erstfassung vom 23. Mai 1949, sieht die Verteidigung unseres Landes vor.

Was machen unsere Politiker ständig?

Sie basteln am Grundgesetz herum, gerade so wie sie es brauchen.

Wir spielen Krieg und wir laufen Gefahr, dass die Auslandseinsätze zur gesamten Destabilisierung des Nahen Ostens führen.

Unsere Politiker wollen anderen Ländern Demokratie beibringen. Es wäre sinnvoll dieses zunächst im eigenen Land zu versuchen.

Toleranz gegenüber allen Menschen, allen Glaubensrichtungen und allen Nationen, das wäre der richtige Weg für den dauerhaften Weltfrieden.

Mit friedlichem Gruß
Siegmar Unger
97631 Bad Königshofen

11

Reini:
21. August 2009 um 22:53 Uhr

Peter..3.. genau so ist es! Über die Medien werden „Wahrheiten“ verbreitet, die sich hinterher als nicht beweisbar raus stellen.
Wir werden vergackert!

Man denke nur an die Massenvernichtungswaffen, die man angeblich per Satellit im Irak gefunden hat…..
JEDER wirklich JEDER wusste, dass dies eine LÜGE war, trotzdem nahm man dies zum Anlass einen Krieg zu führen!

Hier spielen die Interessen von Lobbyverbänden eine entscheidende Rolle!
Und die Affenlobby…. kleiner Schreibfehler… Waffenlobby muss es natürlich heißen, hat ein großes Interesse daran, dass ihr „Produkte“ auch zum Einsatz kommen.

12

Bernd:
21. August 2009 um 23:12 Uhr

Die ganze Sache mit Afghanistan ist völlig verfahren. D hat sich hier durch die USA (die ja mit Pakistan die Taliban erst aufgebaut haben) in einen schmutzigen Krieg hineinziehen lassen. Ich glaube, der Grunddenkfeheler war und ist, dass der Wesetn immer denkt, dass unsere Gesellschaft und Organisation des Gemeinwesens für die ganze Welt die beste ist. Ein fataler Irrtum ,der sich auch im Irak zeigt. Jedes Land sollte seinen eigenen Weg wählen. Dort wo Stammesstrukturen das Leben bestimmen, soll man das eben lassen.
Auf keinen Fall ist es das Karsai-Regime, das in hohem Masse korrupt ist, das den Drogenanbau toleriert und fördert, das sich auf Kriegsverbrecher und Warlords stützt, das die Rechte der Frauen missachtet usw usw, wert, dass unsere Soldaten dort kämpfen. Deshalb Abzug besser heute als morgen!
Strategisch ist die Orientierung auf A auch ein Fehler. Es ist viel wichtiger was in Pakistan passiert und ob dort die Fundamentalisten die Oberhand gewinnen!

13

Kassandra:
21. August 2009 um 23:14 Uhr

es geht doch um etwas ganz anderes,

solange man mit dem Verkauf von Waffen Geld verdienen kann, wird es immer Konflikte geben. Sie werden unter allen Umständen konstruiert, gefördert un inszeniert, bestehende Konflikte angeheizt. Die Waffenlobby, ein Teil des Geldsystems, hat sie alle im Griff, Politiker (die Bezeichnung Volksvertreter wäre eher zynisch) als Handlanger, als Mittel zum Zweck, deren Ziele auch gesetzlich durchzusetzen.
Afghanistan ist nur ein ganz trauriges Beispiel von vielen

Wo Politik versagt, ist militärisch nichts zu gewinnen!

Viele der BuTa-Abgeordneten sind der Waffenlobby verschrieben, wie z.B. Johannes Kahrs von der SPD, Eckhart von Klaeden von der CDU u.s.w.
Ein interessantes Buch:

“Die Kriegs-AGs”: Über den Aufstieg der privaten Militärfirmen von Peter W. Singer und Karl H. Siber

14

ulf-h:
21. August 2009 um 23:27 Uhr

Noch eine Schande Deutschland sollten wir uns nicht leisten.
Raus aus Afghanistan!

15

Rudirum:
22. August 2009 um 09:19 Uhr

Hallo all Ihr Lieben,

Bitte erst mal diesen Film zum Hindukusch hier anschauen.

Christoph R. Hörstel Interview

Bis bald und Mit freundlichen Grüßen
Rudirum

16

Medienvielalt:
22. August 2009 um 09:32 Uhr

Im ARD-Sommerinterview wurde Oskar Lafontaine auf die Position der Linkspartei zu der Art und Weise der vor allem nach dem Ende der “bipolaren Welt” (Nato / Warschauer Pakt) in Mode gekommenen Auslandseinsätze von Nato und Bundeswehr angesprochen. Hier der entsprechende Auszug aus dem ARD-Sommerinterview:

“Deppendorf: Herr Lafontaine, eine Frage noch zur Auslandspolitik, Sie sagen – und das ist fast schon ein Alleinstellungsmerkmal – keine Auslandseinsätze der Bundeswehr, raus aus der NATO, sofortiger Abzug aus Afghanistan, Abschaffung der Wehrpflicht, NATO auch noch auflösen. Da stehen Sie ja dann doch nun ganz alleine da.

Lafontaine: Ja, man muss man aber korrekt zitieren, dass wir die Einzigen sind, die eben keine Kriegseinsätze der Bundeswehr, so muss man das sagen, wollen. Wir haben ja im Konflikt in Israel-Libanon gesagt, eine Friedenstruppe würden wir dort akzeptieren: Blauhelme. Das ist eine klassische Position, die aus den nordischen Staaten kommt. Aber wir haben doch jetzt gesehen: Afghanistan, Irak – mit Bomben schafft man keinen Frieden, man schafft immer nur größeres Unglück. Deshalb werden wir diese Position nicht aufgeben. Der zweite Punkt ist jetzt eben: raus aus der NATO. Das ist ja eben eine Fälschung unserer Aussage. Unsere Aussage ist: Wir wollen die NATO wieder umwandeln in ein Bündnissystem der kollektiven Sicherheit, also in ein System, das der Verteidigung der Mitgliedsstaaten dient und nicht überall in der Welt Bomben wirft und angeblich Demokratie schafft. Aber welche Demokratie wir im Irak schaffen und in Afghanistan schaffen, dass sehen unsere Zuschauer praktisch jeden Tag.

Becker: Aber Herr Lafontaine, mit diesen Einsätzen geht es doch auch um unsere Sicherheit, um Schutz vor internationalem Terrorismus, das war ja mal die Begründung dafür. Wollen Sie Deutschland denn schutzlos für die Terroristen preisgeben?

Lafontaine: Ja, diese Begründung ist nun wirklich, man kann nur sagen, abgrundtief dumm. Selbst die Sicherheitsorgane warnen jetzt vor erhöhter Anschlagsgefahr, weil natürlich, wenn Sie ein junger Mann wären und Sie wären auf einer Hochzeitsgesellschaft in Afghanistan und Ihre ganze Familie würde durch NATO-Bomben umkommen, auch unter deutscher Beteiligung, da würden Sie als junger Mann doch vielleicht auf Rache sinnen. Ich kann mir überhaupt nicht vorstellen, warum die Außenpolitik so dumm geworden ist, dass sie wirklich glaubt, mit Bomben könne sie Deutschlands Sicherheit schützen. Mit Bombardierung in Afghanistan, wo tausende unschuldiger Zivilisten ums Leben kommen, ermordet werden um es auf Deutsch zu sagen.”

So weit der Interview-Auszug mit Oskar Lafontaine.

Aus meiner Sicht zeigt folgende, von Herrn Becker gestellte Frage (dieser steht hier nur stellvertretend für die allermeisten Journalisten) eine – freundlich formuliert – gewisse Naivität bezüglich der internationalen Rolle der Nato-Staaten:

“Becker: Aber Herr Lafontaine, mit diesen Einsätzen geht es doch auch um unsere Sicherheit, um Schutz vor internationalem Terrorismus, das war ja mal die Begründung dafür. Wollen Sie Deutschland denn schutzlos für die Terroristen preisgeben?”

Nun ist es Fakt, daß terroristische Gruppierungen weltweit dafür Verantwortung tragen, daß Menschen großes körperliches, seelisches und materielles Leid zugefügt wird. Die Terrorismus-Debatte unterscheidet meist religiös ausgerichteten Terrorismus (z.B. Al-Kaida oder IRA), nationalistisch ausgerichteten Terrorismus (z.B. ETA) und Staatsterrorismus (dieser wird beispielsweise häufig Syrien unterstellt).

Für den weit überwiegenden Teil unserer Politiker und Medien gilt es als ausgemacht, daß Staatsterrorismus stets nur von „Feinden” des Westens ausgeht.
Es wird systematisch ausgeblendet, daß auch von westlichen Staaten Staatsterrorismus praktiziert wurde und wird.

In einem frühren Anne Will-Blog hatte ich unter der Kommentar-Nummer 49 aus diversen Büchern Zitate Noam Chomskys zum Thema Terrorismus gelistet.

Noam Chomsky ist Professor für Linguistik am Massachusetts Institute of Technologie (MIT) und hat in den 60er Jahren die Vorstellungen über Sprache und Denken revolutioniert. Zugleich ist er einer der prominentesten und schärfsten Kritiker der gegenwärtigen Weltordnung und imperialistischer Bestrebungen, vor allem auch jener der US-Politik.

Afghanistan gehört in Sachen Imperialismus und Staatsterrorismus zu den signifikanten Beispielen. Jürgen Roth schreibt in der Einleitung zu seinem im November 2001 erschienenen Buch “Netzwerke des Terrors” (Seite 7f):

„Gleichzeitig werden die vielen Widersprüche beschrieben, die zeigen, daß Terrorismus (wie die mit ihnen verbundenen Mafiosi) nicht immer, aber viel zu häufig, politisch instrumentalisiert wurden.

Ein gutes, nein das beste Beispiel für diese Widersprüche zeigt sich gerade jetzt in Afghanistan. Es ist so banal, daß man es nicht mehr wiederholen möchte: Einst hatte die amerikanische CIA die islamistischen Fundamentalisten (und auch die Taliban) mit Waffen und Geld zu dem gemacht, was sie heute sind. Als Legitimation dafür wurde der Öffentlichkeit gegenüber der Einmarsch sowjetischer Truppen in Afghanistan, am 24. Dezember 1979, genannt. Erst danach, Mitte 1980, hätte die CIA begonnen, die Mudschaheddin, die gegen diese sowjetischen Besatzer kämpften, zu unterstützen.

Das ist nur ein Teil der Wahrheit.

In Wirklichkeit unterschrieb bereits am 3. Juli 1979 US-Präsident Jimmy Carter eine Direktive, wonach die Gegner des pro-sowjetischen Regimes in Kabul unterstützt werden sollten. “Und am gleichen Tag schrieb ich eine Note an den Präsidenten, in der ich erklärte, daß nach meiner Meinung diese Hilfe eine sowjetische Militärintervention provozieren würde.” Dies erklärte Zbigniew Brzezinski, Nationaler Sicherheitsberater in Carters Regierung, in einem Interview mit der französischen Zeitung Nouvel Observateur.
Der Journalist fragte nach: “Als die Sowjets ihre Intervention mit dem heimlichen Engagement der USA in Afghanistan rechtfertigten, nahm ihnen das damals niemand ab. Bereuen Sie heute irgendetwas?”
“Bereuen was? Die geheime Operation war eine hervorragende Idee. Sie hatte dazu geführt, daß die Russen in die afghanische Falle gelaufen sind. Und Sie verlangen von mir, daß ich das bereue?””

So weit das Zitat aus Thomas Roths Buch.

Das Ziel des Nationalen US-Sicherheitsberaters Brzezinski bestand darin, der Sowjetunion die Schmach eines “russischen Vietnam” zu bereiten. Dieser Zweck und die daraus abgeleitete hinterhältige Politik heiligte scheinbar jedes Mittel:

– zwischen 1 und 1,5 Millionen getötete Afghanen im Zeitraum 1979 bis 1989,
– 5 Millionen ins Ausland flüchtende Afghanen zwischen 1979 und 1989,
– unzählige Kriegsverwundete,
– die weitgehende Zerstörung der afghanischen Infrastruktur.

Was jedoch am allerschwersten wiegt: Nach dem sowjetischen Abzug im Jahre 1989 ist Afghanistan in keinster Weise zur Ruhe gekommen. Die für die afghanische Bevölkerung gleichermaßen verheerenden Taliban und Nordallianzler treiben ihr verheerendes Spiel um die Macht im Lande. Und: Afghanistan ist eine der entscheidenden Ursachen für den heute vorhandenen radikalislamischen Terrorismus.

Ich möchte nochmals auf die US-Unterstützung des radikalislamistischen Flügels im Zeitraum 1979 bis 1989 zurückkommen: Hier wurden von der späteren Reagan-Administration die radikalsten und brutalsten afhghanischen Widerstandsgruppen unterstützt. An den gemäßigten Widerstandsgruppen zeigte die Reagan-Administration keinerlei Interesse.
Der an der Columbia University (USA) lehrende Professor Mahmood Mamdani schreibt zu den verheerenden Folgen der US-Politik gegenüber der muslimischen Welt und speziell zur finanziellen Unterstützung der islamistischen afghanischen Gruppen durch die Reagan-Administration (Titel des Buches: „Guter Moslem, böser Moslem”):

“Nachdem Präsident Reagan im März 1985 die Direktive 166 zur nationalen Sicherheit herausgegeben hatte, wurde der afghanische Dschihad zur umfangreichsten verdeckten Operation in der Geschichte der CIA. Allein im Steuerjahr 1987 belief sich laut einer Schätzung die geheime amerikanische Militärhilfe zugunsten der Mudschaheddin auf 660 Millionen Dollar – mehr als die gesamte amerikanische Finanzhilfe für die Contras in Nicaragua. Steve Galster, der feststellte, daß diese Summe “selbst das übertraf, was Pakistan von Washington erhielt”, errechnete, gestützt auf die Unterlagen des Nationalen Sicherheitsarchivs, daß der Kongress insgesamt “annähernd drei Milliarden Dollar an geheimer Unterstützung für die Mudschaheddin” bewilligt hat, “mehr als für alle anderen verdeckten CIA-Operationen der achtziger Jahre zusammen.”
Neben diesen Finanzhilfen von außen erschlossen sich die Mudschaheddin durch den Drogenhandel weitere Gelder. Die CIA kontrollierte dieses Geschäft und organisierte es zentral.”

Professor Mandani zeigt in seinem Buch die ganze Engstirnigkeit der in der westlichen Politik und in den westlichen Medien geführten Terrrorismus-Debatte auf.

Die von westlichen Politikern und Medien behaupteten Motive für den heutigen Afghanistan-Krieg sind nicht sonderlich überzeugend. Die Rechte der Frauen wirken als vorgeschobene Begründung (im westlichen Klienten-Staat Saudi-Ararbien beispielsweise gäbe es für unsere um die „Frauenrechte” angeblich so sehr besorgten „Geopolitiker” ein sehr reichhaltiges Betätigungsfeld). Siehe hierzu auch das Interview mit Mariam Rawi von der „Revolutionären Vereinigung der Frauen Afghanistans”.

(Die unabhängige Frauenorganisation Revolutionäre Vereinigung der Frauen Afghanistans (RAWA) wurde 1977 gegründet. Sie kämpft für Menschenrechte und soziale Gerechtigkeit in Afghanistan. RAWA stellte sich sowohl gegen die sowjetische Invasion und Besetzung Afghanistans von 1979 – 1989, als auch gegen die darauf folgenden Regierungen der Mujahedeen und der Taliban, sie unterhielten im Untergrund Schulen für afghanische Mädchen, veröffentlichten eine Zeitschrift und starteten humanitäre Projekte.)

Fazit:
Die von unseren „Geopolitikern” und vielen unserer Medien praktizierte Methode „Haltet den Dieb” (bzw. den Terrorismus der „Anderen”) ist der Versuch, der Bevölkerung ein vollständiges Bild der Ursachen weltweiter Konflikte vorzuenthalten. Dies verhindert eine sachgerechte Diskussion über notwendige politische Schritte zum Abbau internationaler Konfliktherde. Darüber hinaus dient die recht einseitig ausgerichtete Terrorismus-Diskussion dem Versuch, der Bevölkerung die militärische Option (hinter der sich nicht selten eigennützige Motive verbergen (z.B. Rohstoffe)), schmackhaft zu machen.

Auch haben viele Konservative mit dem neuen Feindbild “Islam” endlich wieder Ersatz für ihr verlorengegangenes Feindbild “Kommunismus” gefunden. Dieses neue Feindbild dient auch als Begründung für die Aufrechterhaltung eines umfangreichen “militärisch-industriellen Komplexes” sowie für die Einschränkung der Freiheitsrechte. Siehe hierzu die Persiflage auf das Schäuble-Wahlkampfplakat der CDU: “Wir haben die Kraft …”

17

Klaus Schröder:
22. August 2009 um 09:46 Uhr

Es war ein verhängnisvoller Irrtum als Peter Struck die Devise ausgab: “Unsere Freiheit wird am Hindukusch verteidigt”. Das Gegenteil ist der Fall.
Durch diese “Friedenseinsätze”, bei denen viele Unschuldige umkommen, wird der Hass der Muslime in aller Welt auf den Westen geschürt. Dadurch wird die Sicherheit hier bei uns in Deutschland gefährdet.
Wir können in Afghanistan nichts bewirken. Das müssen die Afghanen selbst leisten. Alle Soldaten aus dem Westen werden immer als Besatzer bekämpft werden.

Außerdem sind unsere Soldaten den Angriffen der Selbstmordattentäter hilflos ausgeliefert. Wie soll ein deutscher Soldat erkennen, ob ein Afghane, der auf ihn zukommt, unter dem Gewand eine Bombe trägt?

18

Klaus Schröder:
22. August 2009 um 09:55 Uhr

Meiner Meinung verstößt diese deutsche Kriegsbeteiligung in Afghanistan gegen unser Grundgesetz.
ES HANDELT SICH NICHT UM EINEN VERTEIDIGUNGSKRIEG DENN KEIN NATOLAND WURDE VON EINEM ANDEREN STAAT ANGEGRIFFEN.

Die USA haben den Zweck der Nato nach ihren Wünschen und Bedürfnissen geändert. Die Nato ist heute ein Instrument der amerikanischen Politik. Unser grundgesetz läßt aber derartige, von Amerika initiierte Kriege nicht zu.
Die deutsche Politik versucht mit allerlei Verrenkungen den Begriff “Krieg” zu vermeiden. Es ist jedoch ein Krieg, was sonst?
Halten die Politiker das Volk wirklich für so dumm?

Warum spielt so ein Krieg im Wahlkampf kaum eine Rolle?

19

Peter Fischer:
22. August 2009 um 10:32 Uhr

@ 2 Uli

Sie schreiben: “Der Afghanistanbeitrag der Bundeswehr an sich ist angesichts NATO-politischer Implikationen unumgänglich.” Zitat Ende.

Seit wann ist ein völkerrechtswidriger Angriffskrieg mit Implikationen zu rechtfertigen? Diese Art der Argumentation empfinde ich einfach nur pervers!!!

20

Marianne K.:
22. August 2009 um 10:34 Uhr

Amerikanische und deutsche Militärs und Politiker versuchen in den Medien immer noch die Illusion zu verbreiten, dass in Afghanistan Aufbauarbeit geleistet wird. Das ist jedoch schon lange nicht mehr der Fall. Die Situation ist durch den 7-jährigen Krieg nur schlechter geworden und der Hass auf den Westen wächst:

“ARD-Umfrage in Afghanistan
Der Hass auf den Westen wächst

In Afghanistan müssen die internationalen Truppen nicht nur gegen erstarkte Taliban kämpfen, sondern in zunehmendem Maße auch gegen eine feindliche Stimmung in der Bevölkerung. Eine Umfrage von ARD, ABC und BBC zeigt: Das Land verliert die Hoffnung auf einen Neuanfang.

Gut sieben Jahre nach dem Sturz der Taliban hat die Mehrheit der Afghanen die Hoffnung auf eine friedliche Zukunft vorerst verloren. Unter der alltäglichen Erfahrung von Krieg, Gewalt, Korruption und Armut ist auch das anfangs große Vertrauen in USA und NATO umgeschlagen in Resignation, Ablehnung und in wachsendem Maße Hass. Das ist das Ergebnis einer großen repräsentativen Umfrage, die das “Afghan Institute for Social and Public Opinion Research” im Auftrag von ARD, ABC und BBC durchgeführt hat.”

Deshalb darf es kein “Weiter so” geben. Deutschland muss seine Soldaten schnellstmöglich zurückholen. Das ist sicher auch der Wunsch der großen Mehrheit der deutschen Bevölkerung. Die deutsche Politik darf nicht länger an diesem verheerenden Kriegseinsatz teilnehmen, nur weil es Amerika verlangt!

21

Klaus-D.Lange:
22. August 2009 um 10:50 Uhr

Natürlich geht es hier in Afghanistan nicht um die Freiheit, wie sie schön von den PR-
Strategen des Pentagons ausgedacht und in die Welt propagiert wurde, um den Einsatz
in Afghastnistan zu rechtfertigen und legimentieren. In den Nachbarregionen gibt es riesige
Mengen Ölvorkommen und andere wichtige Resourcen, die von den internationalen Konzernen gefördert und mit maximalen Profiten verkauft werden wollen. Deutschland
konnte sich nach der Wiedervereinigung nur noch schwer seinen Bündnisverpflichtungen,
hinsichtlich eines Einsatzes am Hindukush entziehen. So mußten sie wohl
notgedrungen, an dieser sogenannten “FRIENDENSMISSION” teilnehmen.Im Wirklichkeit meinten sie den assymetrischen Krieg in Afghanistan:
“1984″
war is peace
freedom is slavery
ingnorance is strength
Man sollte von den Propagandaktionen des Militärs keine Beteutung beimessen.
In welcher Form und Art und Weise, sie diese Militäraktionen benennen und be-
schreiben.
Krieb bleibt immer Krieg und den Frieden werden sie so niemals erreichen!
Mit freundlichen Gruß
Ihr
Klaus-D.Lange

22

Ursel (01):
22. August 2009 um 11:01 Uhr

Danke Medienvielfalt für Ihren Beitrag und auch all den anderen.

Wo bleiben die Talkgäste, keiner will oder kann über dieses brisante Thema reden.
Wo bleibet ein Vertreter der Linken, die doch ganz allein gegen Kriege im allgemenen,da steht, oder Journalisten oder vielleicht auch ein Vertreter von Lobbycontrol!
Ich wünsche der Redaktion gutes gelingen füe diese Talkshow.
MfG

23

Sunset:
22. August 2009 um 11:10 Uhr

Ich bin für Abzug und Hilfe zugleich. Die Menschen haben eine andere Kultur als wir;höchstwahrscheinlich wollen sie garkeine Demokratie nach westlichem Muster und sehen uns teilweise auch als “Terroristen”?
Mir ist immer noch ein Bericht eines russischen Militärs in Erinnerung, der schilderte, wie sie nach anfänglichen Fortschritten in die Defensive geraten sind; und zwar brutalst und unvorstellbar. ICH möchte nicht, dass das unseren Soldaten später auch passiert! Unsere Freiheit wird eben nicht am Hindukusch verteidigt- die haben wir an unseren EU – Landesgrenzen zu verteidigen!
Weiß man eigentlich, wieviel neue Waffen dort getestet werden und ob wir zu den Lieferanten gehören?!

24

luci:
22. August 2009 um 11:38 Uhr

Sofortiger Abzug der Truppen aus Afghanistan, dieser Krieg der USA ist völkerrechtswidrig die Beteiligung daran abenfalls – Auch diese ´Wahlen´ sind ein Witz, alles um die Besatzung zu legitimieren, ausgesuchte Kandidaten, die den Besatzern genehm waren, 2 Millionen Geisterstimmen lt. Speigelonline und Rasmussen, dieser NATO-Krieger ist begeistert, Obama ebenso – das dann auch dieses Merkel, Jung und Konsorten jetzt diese Wahl-Farce in Afghanistan bejubeln war klar, naja und die Truppen werden natürlich auch erst dann abgezogen, wenn ´die Afghanen sich ´selbst verteidigen können´ – so Merkel, Wahrnehmungsstörung und Faktenresistenz in höchster Ausprägung, die Afghanen verteidigen sich und ihr Land doch schon lange, bereits seit 8 Jahren und zwar gegen diese Besatzer – bzgl. Wahrnehmungsstörung, Merkel gab am letzten Wochenende ein Interview, in dem sie auf die 75% des Volkes, das gegen diesen Krieg sind – angesprochen wurde, Merkel sagte: ´Die Meinungsumfragen würden von der Realität abweichen´ – was für ein Satz, was für eine Realität? Es sind wohl genau diese ´Realitäten´ dieser Angriffskrieger, die in hohem Maße von der Mehrheits-Meinung der Bevölkerung abweichen, SO ist das und sagt auch so einiges darüber aus, wie sie wohl auch hierzulande ´Demokratie´ definieren – wir werden von diesen Kriegsprotagonisten komplett verarscht-rund um die Uhr!

25

Hans S.:
22. August 2009 um 13:01 Uhr

Da die Einträge vor mir sachlich sehr fundiert sind, möchte ich das ganze Thema etwas ironisch betrachten.
Deutschland hat immer sein Vaterland in der ganzen Welt verteiligt. Schon in den Jahren
zwischen 1939 und 1945 haben deutsche Soldaten versucht ihr Vaterland vor den ausländischen Bösewichtern zu beschützen. Damals am Wolgastrand, heute am Hindukusch.
Kriegsminister Jung leistest hier erfolgreiche Arbeit.
Weiter wäre noch positiv zu bewerten, es gibt wieder Orden ala dem eisernen Kreuz.
Der Krieg sichert zudem Arbeitsplätze in der Rüstungsindustrie, die ohne Kriege
in die Insolvenz gehen müsste.
Die toten deutsche Soldaten sind einfach nur Schwund, den es immer gibt.
Ich hoffe, das die Chinesen ihr Vaterland nicht bald
in Deutschland am Rhein verteiligen.

26

Jule:
22. August 2009 um 13:06 Uhr

@ luci 24

Zitat: “Merkel gab am letzten Wochenende ein Interview, in dem sie auf die 75% des Volkes, das gegen diesen Krieg sind – angesprochen wurde, Merkel sagte: ´Die Meinungsumfragen würden von der Realität abweichen´”

hallo luci, wo kann man denn dieses interview nachlesen…das ist ja nicht zu fassen…das ist dummdreist. für wie blöd halten die uns denn alle….

27

Maximalia:
22. August 2009 um 13:12 Uhr

@ 16 Medienvielfalt

Dieser Beitrag ist einfach fundiert und zeigt Durchblick in höchster Potenz. Bravo! Ich habe mir unter Hinweis auf die Quelle ein paar Ausdrucke gemacht, um sie zu verteilen. Ich nehme an, das geschieht ganz in Ihrem Sinne.

28

Markus:
22. August 2009 um 13:55 Uhr

Der NATO-Einsatz in Afghanistan wird zu oft in einem falschen Licht betrachtet. Fakt ist, dass deutsche Soldatinnen und Soldaten in Afghanistan kämpfen, weil Deutschland Mitglied der NATO ist und der ISAF-Einsatz deshalb zustande kam, weil nach dem 11. September 2001 der Bündnisfall für die NATO-Staaten festgestellt worden ist. Die USA als NATO-Staat sind angegriffen worden und damit trat der Bündnisfall für alle NATO-Staaten ein. Ein Angriff auf einen NATO-Staat ist ein Angriff auf alle NATO-Staaten, also auch auf Deutschland. Dieses Argument müssen sich alle vor Augen führen, die einen sofortigen Abzug aus Afghanistan fordern.
Deutschland ist am Hindukusch, weil die NATO dort auf die feigen Angriffe des 11. September 2001 antwortet!

29

Medienvielfalt:
22. August 2009 um 14:03 Uhr

@ 27 – Maximalia

Vielen Dank für Ihren freundlichen Kommentar!

Selbstverständlich können Sie den Text meines Kommentars verwenden.

Ich wünsche Ihnen, den übrigen Foristen und der Anne Will-Blogmoderation ein angenehmes Wochende!

30

luci:
22. August 2009 um 14:05 Uhr

das die Gästeliste noch nicht veröffentlich ist, kann es daran liegen, dass es schwierig ist da diese Pro-Krieger zu finden? In Anbetracht dessen das die überwältigende Mehrheit gegen diesen Krieg ist? – Scheint ja bisher klare Strategie gewesen zu sein, das Thema aus dem Wahlkampf rauszuhalten, da die LINKE davon profitieren würde, das wollen sie um keinen Preis – Ja, das zu thematisieren könnte diesen Protagonisten dieses US-geführten Angriffskrieges dann entscheidende Prozente kosten!!!
Ist auf jeden Fall schon seltsam, Tage vor einer Sednung wird immer die Gästeliste veröffentlicht, diesmal nicht

31

luci:
22. August 2009 um 14:10 Uhr

Hallo Jule, das Interview war am Sonntag – Phoenix Pariser Platz – 13:00 Uhr – bei You tube ist ein kommentierter Zusammenschnitt aber das ist rausgeschnitten – warum wohl – denk dieser satz ist wirklich unglaublich peinlich, das von einer Physikerin, wie können Umfragen von einer Realität abweichen bzw. umgekehrt, ja, sie hat das gesagt, ich habe es zufällig auch aufgenommen!

32

supras:
22. August 2009 um 14:10 Uhr

Ohne wenn und aber: Raus mit den deutschen Truppen aus Afghanistan! Deutschland hat nicht seine freiheitlich-demokratische Grundordung am Hindukusch zu verteidigen, wie Herr Struck uns erklären will. Im Interesse der amerikanischen Wirtschaftsbosse werden deutsche Soldaten in einen völkerrechtswidrigen Krieg geschickt und geopfert.Wie Umfragen beweisen und auch die Beiträge in diesem Forum zeigen, ist eine deutliche Mehrheit der Bevölkerung gegen diesen Kriegseinsatz. Dennoch bleiben dies alles nur Lippenbekenntnisse, wenn keine Taten folgen. Eine Möglichkeit hierzu bieten die bevorstehenden Wahlen. Man kann doch nicht einerseits den Krieg ablehnen und andererseits die Parteien und Politiker wählen, die diesen Krieg noch jahrelang fortsetzen wollen. Man muss diesen Leuten klipp und klar die Rote Karte zeigen.
Das heißt, alle Vorurteile und Bedenken überwinden und die Partei wählen, die als einzige klar und eindeutig das sofortige Ende der deutschen Kriegsbeteiligung fordert .Ich werde die entsprechende Konsequenz ziehen und mich nicht mitschuldig machen am Tod deutscher Soldaten und vieler unschuldiger Menschen.

33

Peter Fischer:
22. August 2009 um 14:25 Uhr

Was läuft wirklich ab am Hindukusch oder wie erringt man die Weltherrschaft?

Menschen kann man am Besten beherrschen, wenn man folgende Dinge kontrolliert. Das Geld, die Nahrung, die Energieversorgung, die Presse, die Bildung und wenn man die Einigkeit der Menschen verhindert. All dies geschieht zur Zeit und Wahlen haben darauf keinerlei Einfluss, da unsere Regierung gemeinsame Sache mit den globalen Konzernen gegen uns macht. Afghanistan ist nur ein Schritt in Richtung NWO ( neue Welt Ordnung ).

Entgegen den Behauptungen der Ölkonzerne, ist ÖL kein fossiler Brennstoff. Es wird auch nicht alle, da es ständig neu gebildet wird. Wenn die Menschen dies aber wüssten, wären sie nicht mehr bereit jeden Preis zu zahlen. Deshalb müssen alle Ölvorräte unter die Kontrolle der US amerikanischen Konzerne gebracht werden. Erst dann kann man jeden Preis verlangen. Würde dies jetzt schon geschehen, so würde Russland vom hohen Ölpreis profitieren und wäre dadurch in der Lage sich aus der Verschuldungsfalle des Dollars zu lösen. Deshalb lies man voriges Jahr die Ölblase bewusst platzen. Man hatte bemerkt, dass Russland seine Schulden zu schnell abbauen konnte.

Russland und China stehen derzeit den Weltherrschaftsplänen im Weg, da beide über gewaltige Energievorkommen verfügen. Der Krieg in Afghanistan dient nur dem Zweck, langfristig gesehen, die Kontrolle über die russischen Ölfelder zu erlangen. Auch soll eine strategische Allianz zwischen China und Russland verhindert werden. Ist es nicht verwunderlich, dass die Nato überall an Russlands Grenze Konfliktherde schürt? So in der Ukraine, Nordkorea, Georgien, Afghanistan und Pakistan. Russland wird langsam aber sicher eingekreist. Putin, derin westlichen Medien oft nur als Diktator bezeichnet wird, hat seinerzeit die Ölvorräte seines Landes dem Zugriff der westlichen Bankiers entzogen, indem er sie verstaatlichte. Nachdem der erste Plan gescheitert war, sich an fremden Eigentum zu vergreifen, musste eine neue Strategie her. Diese erleben wir gerade.

Unsere Politiker scheren sich einen Dreck darum, ob wir diesen Krieg wollen oder nicht. Sie werden von anderen Personen gesteuert und für diese Personen machen sie einen sehr guten Job!!!

34

Hans Gruber:
22. August 2009 um 14:30 Uhr

@ 25
Hans S.:
22. August 2009 um 13:01 Uhr

“Deutschland hat immer sein Vaterland in der ganzen Welt verteiligt. Schon in den Jahren
zwischen 1939 und 1945 haben deutsche Soldaten versucht ihr Vaterland vor den ausländischen Bösewichtern zu beschützen. Damals am Wolgastrand, heute am Hindukusch.”

Hans S.,

da ist Deutschland leider nicht allein. Die Geschichte strotzt nur so von “Verteidigungskriegen”.
Auch nach dem 2. Weltkrieg haben viele Nationen nichts dazugelernt. Es gab seither Hunderte von brutalen Kriegen.
Bezeichnenderweise führen oft jene Nationen, die ständig auf den 2. Weltkrieg verweisen HEUTE besonders grausame Kriege.

35

BB aus Berlin:
22. August 2009 um 14:50 Uhr

Wenn es wieder so wäre, wie früher in Adelskreisen, dass unsere Politiker ihre eigenen Kinder in die Kriege schicken würden, die sie selbst mit angezettelt haben, sähe manches schon ganz anders aus, denn sie würden viel mehr überlegen, ob diese Kriege (und nichts anderes ist das in Afghanistan) wirklich gerechtfertigt sind.

Aber das ist mit allem so, was unsere Politiker entscheiden, weil sie in einer ganz anderen Welt leben und überhaupt nicht mehr wissen, wie dem normalen Bürger so zumute ist. Ein Politiker muss mitten im Volk leben und auch seine eigenen Gesetze, die er mit beschlossen hat, selbst zu spüren bekommen. Nur so können gute, gerechte Entscheidungen getroffen werden.

36

Sirius:
22. August 2009 um 15:01 Uhr

@ Peter Fischer
Bei der ständigen Neubildung des Öls haben Sie einen wichtigen Faktor vergessen: die Zeit. Es dauert nämlich grob übern Daumen eine Million Jahre bis sich aus zusammengepresster Biomasse Kohle oder Öl bildet. Und im Moment wird viel schneller verbraucht als nachgebildet. Das Argument zieht also nicht wirklich.

37

Ursula:
22. August 2009 um 15:15 Uhr

35 BB aus Berlin:
Sie bringen es auf den Punkt!
Das erinnert mich an die schönen Diskussionen über Mindestlohn, Zeitarbeit , Renten etc von Leuten, die nicht davon betroffen sind, die durch hohe Pensionen bestens abgesichert sind, die Anteilnahme vortäuschen, aber wegen der Globalisierung, der anderen Länder, der Bündnisverpflichtungen, des Wetters usw aber nicht anders können.

38

Markus Obermeier:
22. August 2009 um 15:17 Uhr

Der an der Diskussion teilnehmende Prof. Michael Wolffsohn, ist der Meinung, dass die “Unterschichtenarmee” Bundeswehr in Afghanistan mit unterschiedlichen Strategien nichts ausrichten konnte.

“Ex-Verteidigungsminister Peter Struck (SPD) verkündete im Dezember 2002, dass am Hindukusch Deutschlands Sicherheit verteidigt würde. Vor wenigen Tagen hat er diese Behauptung wiederholt. In Afghanistan selbst ist mittlerweile die Sicherheitslage unsicherer denn je und die Bundeswehr vor allem damit beschäftigt, sich selbst zu verteidigen…
Unter Strucks Leitung waren unsere Soldaten in erster Linie damit beschäftigt, Brunnen zu graben oder sich selbst einzugraben. Wie beim Oder-Hochwasser betätigte sich die Bundeswehr als der beste Katastrophenschutz, den es in oder aus Deutschland je gab.

Trotz ihrer gewollten und gelebten Zivilität war die Bundeswehr für die Taliban stets militärischer Besatzer und Gegner. Jetzt sind sie so stark, dass sie die Bundeswehr angreifen. Die jahrelange Präsenz der Bundeswehr hat weder die Sicherheit noch die politischen Rahmenbedingungen oder den Kampf gegen den Opiumanbau in Afghanistan verbessert. ” siehe: welt.de

Dann gibt es doch nur noch eine Alternative: den umgehenden Abzug unserer Soldaten aus Afghanistan.

P.S. Unabhängig davon meine ich, dass man die Bundeswehr nicht als “Unterschichtenarmee” bezeichnen sollte, nur weil Angehörige aus den neuen Bundesländern überrepräsentiert sind.

39

Bernd:
22. August 2009 um 15:19 Uhr

Markus:
Auf WELCHEN Angriff aus Afghanistan antwortet die NATO?
Auf WELCHEN Angriff wurde mit dem Irakkrieg geantwortet?

40

Kathi:
22. August 2009 um 15:19 Uhr

28 Markus

So ein Stuss.

Hat Afghanistan am 11.09. die USA angegriffen? Nein, das mit Sicherheit nicht.

Wenn ein Russe irgendwo Bomben legt, ist dann Russland dran?

Konstruieren irgendwelcher Fakten passt nicht immer zu den Realitäten, gelle, Markus?

41

Kassandra:
22. August 2009 um 16:20 Uhr

15 rudirum,

danke, wirklich hörenswert!!

16 Medienvielalt: Danke für diese Argumentationshilfe, auch ich werde mir das ausdrucken, um es weiter zu geben.

Auch ist es sehr schlimm, wie SoldatInnen in Stich gelassen werden, von der Politik, die sie wie Schachfiguren wieder in Angriffskriege schickt und der Waffenlobby dient,
Die Menschen sind ihnen vollkommen egal- davon gibt es schließlich genug und wir haben ja viele Arbeitslose- die es zu rekrutieren gilt.

Und nachdem Versicherungsvertreter den Soldaten und Soldatinnen Berufs- und Dienstunfähigkeitsversicherungen verkauft haben, den Rahmenvertrag Bundeswehr,
antworten die Verkäufer dieser Versicherungen auf die Frage, wenn denn in einem Auslandseinsatz etwas passiert, zahlt die Versicherung?
Ja klar, wird geantwortet- denn es ist ja kein Krieg, kein Angriffskrieg, das wäre Grundgesetzwidrig, deshalb müssen die Versicherungen zahlen.
Das sehen die Versicherungen mittlerweile aber ganz anders, mit allen Mitteln werden Zahlungen verweigert, weil es eben doch ein Krieg ist, sollten Soldaten Dienstunfähig werden oder sogar ihr Leben dabei lassen.
Das definieren die Versicherungen zu ihren Gunsten selbstverständlich.
Der Kampf um die Versicherunsgleistung zermürbt die Angehörigen zusätzlich zum Trauma des Erlebten, noch schlimmer wenn Hinterbliebene darum kämpfen müssen, nachdem ihr Mann/Frau im Einsatz getötet wurde.
Erst werden diese Versicherungen mit Schönreden an die Leute gebracht, man läßt sie im Glauben, sie seien gut abgesichert im Fall der Fälle und dann das bittere Erwachen.
Man kann nur hoffen, das der Bundeswehrverband eine gute Rechtsvertretung bietet.
Denn aus der Bevölkerung ist nur wenig bis gar keine Unterstützung zu bekommen und die Politik, die wieder mal unsere jungen Leute in Kriege schickt, schert sich einen Dreck um sie. Wieviele der BuTa-Abgeordneten haben selbst Kinder im Einsatz???

Und das Groß der Bevölkerung ist es vollkommen egal, was wirklich passiert, schon völlig von Bild und RTL verblödet.

Denn Afghanistan ist ja nicht der einzige Einsatz!

darum gehts: imi-online.de

Denn Menschen gibt es genug, es ist das billigste überhaupt- und so werden sie auch von politisch Verantwortlichen behandelt, in dem sie den Weg für Gesetze ebnen, die den Waffenhändlern dieser Erde dienlich sind!
Mit dem Vertrag von Lissabon wird weiteren Kriegen im In- wie im Ausland Tor und Tür geöffnet!

Die Erkenntnis nach dem 2.WK und Zigmillionen Toten auf allen Seiten:
Nie wieder sollte jemals ein Deutscher eine Waffe in Händen haben, nach 1945!

Wer die Geschichte nicht kennt, wird sie nocheinmal erleben müssen!

42

Fuzzi:
22. August 2009 um 16:24 Uhr

„Hilflos am Hindukusch“ von Ulrich Tilgner im Auslandsjournal am 08.10.2008, sehenswert!

43

Kassandra:
22. August 2009 um 16:27 Uhr

23 Sunset:

Deutschland ist der drittgrößte Waffenhändler auf diesem Erdball!

Geld stinkt eben nicht.

44

Kassandra:
22. August 2009 um 16:35 Uhr

Peter Scholl-Latour spricht mal wieder die Wahrheit: duckhome.de

wie kriegen wir diese korrupte Volksvertretung in Berlin, was zum Schaden des Volkes aber wirklich alles tut, nur hinweggefegt? Weiß eigentlich jemand, ab wann Wahlen wiederholt werden müssen, wenn die Wahlbeteiligung zu gering ist?

45

Fuzzi:
22. August 2009 um 16:58 Uhr

Zur Berichterstattung aus Afghanistan oder wie unabhängig sind öffentlich-rechtliche Sendeanstalten – hier das ZDF – wirklich? Lesenswert!
medienlese.com

46

Nick:
22. August 2009 um 17:31 Uhr

Ihr Narren habt doch alle keine Ahnung wovon ihr redet!!!

Es wird höchste Zeit, dass Leute wie ihr mal ihren kindischen Pazifismus loswerden und hinter unseren Soldaten steht. Die wollen nämlich dort bleiben und ihre Aufgabe erfüllen. Jeder der so lächerliche Reden schwing wie ihr, hat keine Ahnung von Außenpolitik, Sicherheitspolitik und Geschichte. Keine Ahnung von Bündnispflichten und warum die NATO wichtig ist. Was ihr da treibt, ist plumpe Polemik!!! Schämt euch und stellt euch in eine Ecke!!!

Nur weil es Soldaten gibt, könnt ihr hier in Frieden leben und eure geistigen Ergüsse hier posten, die nicht viel mehr Wert sind, als für einen Platz in der Bäckerzeitung einer Kleinstadt auf der letzten Seite.

47

Gefreiter Schweijk:
22. August 2009 um 17:33 Uhr

Abenteuer Afghanistan, hört sich romantisch an, so nach Lederstrumpf oder Raumschiff Surprise. Leider gibt’s bei diesem Abenteuer Tote. Das scheint aber wenig zu stören, im Herzen Deutschlands sterben jährlich mehrere Tausend Menschen im Krieg auf den Strassen, und deshalb wird die uneingeschränkte Freiheit des Verkehrsteilnehmers ja auch nicht eingeschränkt. Jetzt waren grade freie Wahlen in Afghanistan, die im Süden gar keine waren, wegen sehr geringer Wahlbeteiligung. So die 5 Sonnenumrundungen führt die Bundeswehr mit ihren Verbündeten Krieg zu Lande und in der Luft gegen extreme Teile der Taliban in Afghanistan und Pakistan. Der Rauschgifthandel blüht, die Energiepipelines sind gesichert, und darauf kommt’s doch an. Und wenn die Herren im Offizierskasino ihre Sandkastenspiele onanieren, dann kalkulieren sie auch Tote mit ein. Drum Kamerad, des Menschen Wille ist sein Himmelreich.

48

Charles Tunnes:
22. August 2009 um 18:06 Uhr

Zwischenzeitlich werden auch deutsche Soldaten in Afghanistan von der Bevölkerung als Terroristen angesehen. Mit Waffen Frieden schaffen wollen? Was hat der Mensch aus der Vergangenheit gelernt? NICHTS!!

49

Christine Hartmann:
22. August 2009 um 18:14 Uhr

@ #
28
Markus:
22. August 2009 um 13:55 Uhr

“Die USA als NATO-Staat sind angegriffen worden und damit trat der Bündnisfall für alle NATO-Staaten ein. Ein Angriff auf einen NATO-Staat ist ein Angriff auf alle NATO-Staaten, also auch auf Deutschland. Dieses Argument müssen sich alle vor Augen führen, die einen sofortigen Abzug aus Afghanistan fordern.
Deutschland ist am Hindukusch, weil die NATO dort auf die feigen Angriffe des 11. September 2001 antwortet!”

Markus,

die USA sind weder von Afghanistan, noch vom Irak oder vom Iran angegriffen worden. Insofern ist Deine Argumentation abwegig.

Es handelte sich um einzelne Terroristen, die für den Anschlag am 11.Sept. verantwortlich sind.
Wenn einige spanische Terroristen einen Terrorakt in Deutschland ausführen würden, wäre es da gerechtfertigt, dass Deutschland Spanien den Krieg erklärt? Natürlich nicht. Deshalb ist die Begründung Amerikas und der Nato haarsträubend und pervers.
Der Zweck der Nato wurde unter dem Druck der USA pervertiert. Deutschland hat sich diesem Druck leider gebeugt.
Das Beispiel Afghanistan zeigt wie verheerend diese neue Strategie der Nato ist. Wir sollten nicht länger diesen Irrweg mitgehen.
Ein echter Verteidigungsfall der Nato ist nur gegeben wenn ein anderer Staat unbegründet ein Nato-Mitglied angreift.

50

michael 01:
22. August 2009 um 18:19 Uhr

Schon Hitlers bestens ausgebildete Wehrmacht hatte keine Chance gegen die Partisanen Titos. Wie soll die Bundeswehr mit Schwerpunkt „Innere Führung“ gegen die Taliban eine Chance haben? Vor allem, dass sie nach jedem Schuss auch noch aufpassen muss, nicht von der Staatsanwaltschaft in Potsdam verklagt zu werden. Verteidigungsminister Jung soll jetzt allerdings den Soldaten in Afghanistan kostenlosen Rechtsschutz versprochen haben. Ich finde, man sollte die Bundeswehr sofort abziehen und die dabei eingesparten Kosten den jungen Talibankämpfern zukommen lassen. Die werden sich dann schon überlegen, ob sie sich zu Selbstmordattentätern oder Ähnlichem ausbilden lassen oder nicht.

51

Fuzzi:
22. August 2009 um 18:26 Uhr

„Fazit: Frieden geben wird es in Afghanistan erst nach der Eskalation eines militärisch-zivilen Mix, dann nix wie weg.“ Ist das Fazit von Herrn Prof. Wolffsohn am 26.07.2009 in seinem Beitrag „Wir in Afghanistan“ auf seiner Webseite.

„Eskalation eines militärisch-zivilen Mix“ – schauderhaft, ebenso wie weitere Passagen des vorstehenden Beitrags. „Nix wie weg“ davon! (Wie kann diese Sprache bei diesem Thema und dann noch beim Fazit von Herrn Prof. Wolffsohn benutzt werden?)

Den einfühlsam kritischen Bericht von Ulrich Tilgner „Hilflos am Hindukusch“ (s.o.) kann ich nur jedem empfehlen, wonach im Ergebnis „Eskalation“, weitere Blutbäder und der Tod von etlichen Menschen eindringlich vermieden werden sollen.

52

CharlesTunes:
22. August 2009 um 18:31 Uhr

Zwischenzeitlich werden auch deutsche Soldaten in Afghanistan von der Bevölkerung als Terroristen angesehen. Mit Waffen Frieden schaffen wollen? Was hat der Mensch aus der Vergangenheit gelernt? NICHTS!!

53

Reini:
22. August 2009 um 18:46 Uhr

Lang hat es gedauert mit den Gästen.
Gibt sicher eine “PRO Einsatz der BW” Veranstaltung.
Wer dagegen ist, wird als Terroristen- Freund verunglimpft. Natürlich kann ich mich irren, doch unsere „Mächtigen“ werden es nicht zulassen, diesen Einsatz als FEHLER hinzustellen!

Gysi wird wieder mal das Bauernopfer sein, dem man nachsagen wird, dass es ihm egal ist, wenn in Deutschland Bomben hoch gehen.
Natürlich ist DEM NICHT SO!
Ich hoffe A.Will wird genau aufpassen damit solche Unterstellungen keine Chance haben!
Außerdem wird man den Linken unterstellen, dass sie die Nato auflösen wollen. Ist auch falsch…. sie wollen nur, dass wir keine ANGRIFFSKRIEGE führen!

Was haben wir bis jetzt erreicht? Ein korruptes Regime wurde gegen ein anderes eingetauscht, Rauschgift ist immer noch das wichtigste Handelsgut, der Terror nimmt ZU ANSTATT AB!
Und sind wir doch mal realistisch…… es gibt nicht DIE Talibans, die im Graben sitzen und die man bekämpfen kann.
Die können überall sein, ob in Deutschland oder usa.
In Afghanistan kann man keinen Krieg führen….zumindest niemals einen Gewinnen!
Der Gegner ist überall und nirgends und aus Pakistan gibt es genügend Rekruten, die den Tod nicht fürchten! Die USA haben dazu beigetragen, als sie die Mudschaheddin aufrüsteten!
Es geht doch hier nicht um Demokratie! Hier geht es um Einfluss und MACHT….. und ums ÖL!

54

Ursel (01):
22. August 2009 um 19:17 Uhr

Johannes Kahrs und die Rüstungsindustrie.

LobbyControl

So sind sie, die rechten Seeheimer in der SPD. Reine Lobbyisten, die ihr Abgeordnetenmandat nur als Sprungbrett nutzen.

55

Frank E.:
22. August 2009 um 19:20 Uhr

Das Deutschland heute am Hindukusch Krieg führt, ist meiner Meinung nach, auch mit einer mindestens so großen Propaganda – Leistung, der hiesigen Medien, erklärbar, wie die große Propaganda – Leistung der USA zur herbei Propagieren des Irak Krieges.

Wir haben wirklich leistungsstarke Medien,

aber keine demokratischen!

56

Medienvielfalt:
22. August 2009 um 19:26 Uhr

@ 28 Markus

Sie schreiben:

“Die USA als NATO-Staat sind angegriffen worden und damit trat der Bündnisfall für alle NATO-Staaten ein. Ein Angriff auf einen NATO-Staat ist ein Angriff auf alle NATO-Staaten, also auch auf Deutschland.”

Glauben Sie eigentlich selbst, was Sie da schreiben oder sehen Sie sich lediglich als propagandistisches Sprachrohr unserer “Eliten”?

Sie sollten sich einmal daräber informieren, aus welchem Land die Attentäter des 11. September stammen und welches Land den extremistischen Flügel des Islam maßgeblich finanziert. Dann würden Sie nämlich entdecken, daß es sich hierbei um den westlichen Klientenstaat Saudi Arabien bzw. um das dort herrschende wahabistisch orientierte Regime handelt! Beim Wahabismus handelt es sich um die radikal-fundamentalistische Variante des Islam.

Auf Phönix fand folgender Wortwechsel zwischen Gerd Weiskirchen (außenpolitischer Sprecher der SPD) und Peter Scholl-Latour statt:

“Gerd Weisskirchen, SPD:
Ganz einfach. Sie werden sich erinnern, im September 2001, was geschehen ist. Und in Afghanistan, gab es aus Afghanistan ausgehend, in Verknüpfung mit Hamburg und anderen Regionen und Städten dieser Erde, gab es einen Angriff auf das World Trade Center. Das war der Anfangspunkt und seither…

Peter Scholl-Latour, Journalist und Buchautor:
Und das ist die große Lüge! *ärgerlich* Also will ich jetzt mal hier scharf werden. Es hat bisher keinen einzigen Afghanen gegeben, der ein internationales Attentat verübt hat, dieses Attentat war ein saudisches Attentat! Es haben nur Saudis daran teilgenommen! Die Leute sind auch nicht in Afghanistan ausgebildet worden, die Pilotenausbildung, die entscheidende, haben die in Amerka bekommen. Es ist doch alles gelogen, was dort gewesen ist, was ist denn AL-Qaida? Al-Qaida ist doch eine Schöpfung der Amerikaner um (in der Sovietbesatzung Afghganistans) gegen die Sovietunion zu kämpfen.”

(Anmerkung: Der dem Video beigefüge Text mit der Überschrift “Peter Scholl-Latour bestätigt im TV, dass 9/11 eine große Lüge war!” ist kompletter Unsinn. Scholl-Latour erklärt in der Diskussionsrunde lediglich, daß die Al-Qaida eine Schöpfung der USA aus den Zeiten der sowjetischen Afghaniistan-Invasion ist).

Peter Scholl-Latour ist kein “Linker”. Man muß auch nicht alle Ansichten teilen, die er vertritt. Scholl-Latour ist jedoch nicht bereit, über jede propagandistische Finte der westlichen Staaten den Mantel des Schweigens zu decken!

Sie hingegen präsentieren sich in Ihrem Kommentar als “gelehriger” Schüler unserer selbstsüchtigen und eigennützigen “Eliten”!

Eine Frage am Rande: Steht nach Ihrer Auffassung den vom US-Staatsterrorismus der vergangenen Jahre und Jahrzehnte heimgesuchten Völkern Mittel- und Südamerikas, Asiens und des Nahen Ostens ebenfalls das Recht zu, die USA und jene Staaten anzugreifen, welche die USA in ihrem staatsterroristischen Handeln unterstützt haben?

57

c.carlo:
22. August 2009 um 19:51 Uhr

@28 Markus
Zitat: “Deutschland ist am Hindukusch, weil die NATO dort auf die feigen Angriffe des 11. September 2001 antwortet!”
Quizfrage:
Wer hat am 9/11 die USA angegriffen und warum??
Wer hat Vietnam angegriffen und warum??
Wer hat den Sender Gleiwitz und angegriffen und warum ??

Viel Spaß beim raten )

58

Bernd:
22. August 2009 um 20:42 Uhr

Ich hatte schon geschrieben, das ich strikt GEGEN unsere Beteiligung am Krieg in Afghanistan bin.
Das Problem ist aber, dass es für Deutschland im Rahmen der NATO und im internationalen Rahmen schwer ist, ohne Gesichtsverlust und Vertrauensverlust zu den anderen beteiligten Staaten wieder herauszukommen, für die NATO übrigens auch.
Das könnte bei einem Alleingang zu einer Isolation unseres Landes im Westen führen.

59

Fuzzi:
22. August 2009 um 21:04 Uhr

Noch ein paar Zitate:

Herr Ruprecht Polenz am 17.08.2009: „Ohne Frieden in Afghanistan keine Sicherheit für uns“ auf seiner Webseite.

Zitat daraus: „Alle Attentäter des 11. September hatten sich über Wochen und Monate in Trainingscamps der al-Qaida in Afghanistan vorbereitet.“

Zitat eines Zitates aus Beitrag 56, @Medienvielfalt:
„Peter Scholl-Latour, Journalist und Buchautor:
Und das ist die große Lüge! *ärgerlich* Also will ich jetzt mal hier scharf werden. Es hat bisher keinen einzigen Afghanen gegeben, der ein internationales Attentat verübt hat, dieses Attentat war ein saudisches Attentat! Es haben nur Saudis daran teilgenommen! Die Leute sind auch nicht in Afghanistan ausgebildet worden, die Pilotenausbildung, die entscheidende, haben die in Amerka bekommen. Es ist doch alles gelogen, was dort gewesen ist, was ist denn AL-Qaida? Al-Qaida ist doch eine Schöpfung der Amerikaner um (in der Sovietbesatzung Afghganistans) gegen die Sovietunion zu kämpfen.”

Das Essay von Richard David Precht (Spiegel Nr. 32/2009) findet sich leider nicht online! Hieraus würde ich gerne zitieren.

Wenn die Bundesregierung meint, weiterhin einen Krieg in einem arabischen Land führen zu müssen, bei welchem die Opfer überwiegend Zivilisten und Bundeswehrsoldaten sind, dann haben wir irgendwann die von Prof. Wolffsohn angesprochene „Eskalation“ (s.o.), die u.a. darin ausarten kann, dass sich das Verhältnis gegenüber den dem Islam verbundenen Menschen, welche keine (!) Islamisten sind, sich dramatisch, auch in unserem Land verschlechtert. Dann haben wir womöglich genau das, was wir nicht wollen, Herr Polenz: keine Sicherheit!

Abschließend ein Link zur Religionsfreiheit unter Wikipedia.de.

60

Kassandra:
22. August 2009 um 21:35 Uhr

46 Nick:
22. August 2009 um 17:31 Uhr

Narren? Ja wirklich? Pazifismus ist kindisch?
Glauben Sie mir, hier lesen und schreiben mehr Menschen mit,
die selbst Angehörige in Afghanistan, im Kosovo oder sonstwo haben,
die Eltern haben, mit Kriegserlebnissen des 2.WK, wie sie schlimmer nicht sein könnten. Die Geschichtskenntnisse oder noch eigene Erlebnisse haben, von denen Sie sich keine Vorstellungen machen können.
Ist man ein Narr, wenn man gut informiert ist über die Hintergründe, warum unere Politiker was zu Gunsten der Waffenlobby entscheiden?
Es ehrt Sie und andere, die dafür eintreten, in Afghanistan zu bleiben um zu helfen.
Aber diese Chancen sind verpasst, bewußt zu Gunsten eben jener Waffen- und Drogenlobby, die einfach gar kein Interesse daran haben, dass es in Afghanistan Frieden gibt. Wieviel ist wieder zerstört, von dem was deutsche Soldaten mühselig dort aufgebaut haben?

Aber die Realität ist eine andere und Pazifismus entsteht nicht aus einer Laune, aus Unkenntniss oder onstwas sondern aus Erfahrung!

Weil wir hinter den Soldaten stehen, genau deshalb: Raus aus Afgahnistan, ihr werdet benutzt von anderen Interessen, die mit Euren hehren Zielen Geschäfte machen und denen es egal ist ob ihr da Euer Leben verliert.
Jedes dort verlorene Leben ist eines zuviel!
Für nichts und niemand ist es wert, dort sein Leben zu geben.

Nennen Sie ruhig unsere Reden lächerlich- wenn Sie die Erfahrungen hätten, wie einige Ältere noch, dann würden Sie nicht so einen Unfug von sich geben.

Ich habe die Zeilen meines Vaters vor mir, in den letzten Tagen des 2.WK geschrieben,
und die Lehren daraus: Nie wieder Waffen, nie wieder Krieg, da mögen Ihre Absichten noch so ehrenvoll sein um den Soldaten in Afghanistan den Rücken zu stärken, die Fehler sind von Anfang an gewollt und irreparabel. Menschenleben zählen dort genausowenig wie in anderen Konflikten, die es nur gibt weil daran verdient wird.

Keine Ahnung von Geschichte? Oha.
Polemik?
na da bin ich gern der Narr unter den Narren- die bekanntlich die einzigen sind, die ungestraft die Wahrheit sagen.

61

pc-wg:
22. August 2009 um 22:42 Uhr

@46 – Nick
Selten benutzen wir einen so groben Keil für einen groben Klotz, aber in diesem Fall muss es wohl sein: Wenn unsere geistigen Ergüsse nur für die letzte Seite einer Bäckerzeitung reichen, reicht Ihr Erguss (geistig geht uns nicht über die Tasten) nicht einmal als Papier für das “stille Örtchen”. Vielleicht hat Frau Dr. Merkel für Sie noch ein Pöstchen in Afghanistan in Petto, ganz vorne, wo unsere Soldaten so gerne sind.

62

Peter Fischer:
23. August 2009 um 03:23 Uhr

@ 36 Sirius

Sie behaupten in Ihrem Beitrag an mich, dass Erdöl aus Biomasse im Verlauf von Millionen von Jahren gebildet wird. So steht es ja schließlich auch in unseren Schulbüchern. Diese These wurde bereits in den siebziger Jahren widerlegt, als man feststellte, dass sich bereits erschöpfte Erdölquellen wieder füllten. Auch fand man riesige Erdölfelder auf den Monden des Saturn und des Jupiter. Nur dort gab es keine Biomasse. Seit den zwanziger Jahren wird uns immer wieder erklärt, dass das Erdöl nur noch etwa 40 Jahre reicht. So auch heutzutage. Irgendwie verschiebt sich der Zeitpunkt an dem es alle wird, ständig um 40 Jahre. Die Frage ist, warum wird die Bevölkerung darüber nicht richtig informiert?

Dafür gibt es mehrere Gründe. Zum Einen kann man dann nicht mehr so viel Geld für Erdöl verlangen, wenn es gar so knapp ist wie behauptet wird. In der Marktwirtschaft, bestimmt Angebot und Nachfrage den Preis. Wenn nun jemand über unendliche, sich ständig regenerierende Ölquellen verfügt, dann sitzt er auf einer Goldgrube. Er muss nur den Glauben an die Begrenztheit des Rohstoffs aufrecht erhalten und kann fast jeden Preis verlangen. Zum Zweiten ist auf Grund von Marktsättigung das notwendige Wirtschaftswachstum in Gefahr, welches für die exponentiell wachsende Verschuldung unseres Zinsgeldsystems notwendig ist. Da kommt doch der angeblich alternativlos notwendige Technologieumstieg gerade recht. In diesem Zusammenhang habe ich den Krieg in Afghanistan erklärt und komme nun auf meinen Beitrag zurück. Wenn man die Presse kontrolliert und demzufolge notwendige Informationen unterdrücken kann, kann man die Menschen kontrollieren, ohne dass sie dies bemerken und kann sehr viel verdienen. Russland weiß, dass Erdöl nicht alle wird, profitiert aber ebenfalls zur Zeit von dieser These und muss seine Staatsverschuldung abbauen.

Zum Schluss noch einige Quellenangaben für meine Behauptungen:
Link
Link entfernt
Link entfernt

63

Wolf:
23. August 2009 um 07:20 Uhr

Nach 8 Jahren Einsatz unserer Truppen in A. wurde erreicht:

– Daß die Sicherheitslage sich eher verschlechtert als verbessert hat, es gibt mehr Anschläge und Selbstmordattentate als je zuvor,

– Daß zwar “Demokratische Wahlen” stattgefunden haben, an denen aber die Hälfte der Bevölkerung wegen der Bedrohung durch die Taliban nicht teilnehmen konnte,

– Daß vermutlich wieder Karsai an die Spitze des Landes kommt, der mit den Taliban verhandeln will, der frauenfeindliche Gesetze nur auf massiven Druck des Westen kaum korrigiert, der mit Warlords und Drogenbaronen paktiert, der mit seiner ganzen Regierung korrupt bis ins Mark ist.

Was soll in den nächsten 8-10 Jahren erreicht werden können, was bis jetzt nicht geschafft wurde?

Wir müssen raus aus diesem Land!

64

Manuel Hachenburger:
23. August 2009 um 07:51 Uhr

Sehr geehrte Damen und Herren,

Es ist bereits im Grundgesetz geregelt, das die Soldaten nur im Verteidigungsfall, gemäß Artikel 12 a, Absatz 1 – 6, des Grundgesetzes, eingesetzt werden dürfen. Klar geregelt wir haben keinen Krieg mit Afghanistan. Der Einsatz ist gesetzeswidrig!

Eine Änderung des Grundgesetzes kann nur erfolgen wenn gemäß 79 Absatz 2 des GG, mit einer 2/3 Drittel Mehrheit des Bundestages beschlossen wird!

Eine Änderung der Artikel 1 – 20 des Grundgesetzes ist gemäß Artikel 79 Absatz 3 des Grundgesetzes nicht möglich!

Es durften niemals Soldaten in Afghanistan eingestzt werden. Oder haben wir schon den Verteidigungsfall und disem Land den Krieg erklärt! Warum hält sich der Staat nicht an das Grundgesetz?

Manuel Hachenburger

65

JoBe:
23. August 2009 um 08:20 Uhr

Es gab mal eine deutsche Nationalhymne mit der Textpassage
” …das nie eine Mutter mehr ihren Sohn beweint.”
Heute sorgt eine irreale Politik unserer Regierung dafür, das noch viele Mütter ihren Sohn beweinen werden müssen.
Warum sind eigentlich keine deutschen Soldaten am Amazonas und tun etwas für die Rettung der Regenwälder, für die Rettung unseres Klimas ?

66

Charles Tunes:
23. August 2009 um 08:27 Uhr

Die Kriegseinsätze in Afghanistan sind verfassungswidrig und eine Schande für Deutschland. Fast 80% der Deutschen sind gegen Kriegseinsätze. Die Tatsache, dass eine Bundeskanzlerin und ihr Verteidigungsminister Krieg fürhen unter den Deckmantel – Terrorbekämpfung – ist beängstigend. Wenn täglich in diesem wahnsinnigen Gemetzel auch unschuldige Menschen, wie Frauen und Kinden getötet werden, ist dies aus meiner Sicht Völkermord. Das dadurch die Gefahr von Terroranschlägen in Deutschland steigt, wird doch wohl niemand bestreiten wollen.

67

Markus Obermeier:
23. August 2009 um 09:08 Uhr

Unsere Sicherheit wird durch unseren Einsatz am Hindukusch gefährdet!

Deutschland kann auch bei verstärkten Anstrengungen die Lage in Afghanistan nicht stabilisieren. Wir sollten daher unsere Soldaten zurückholen und nicht leichtfertig ihr Leben nutzlos aufs Spiel setzen!

Bei der Beurteilung der Lage muss immer mitbedacht werden, dass der völkerrechtswidrige Irakkrieg und “Kollateralschäden” in Afghanistan zu einer Entfremdung der muslimischen Welt vom Westen geführt haben. Gleichzeitig haben die Islamisten und Terroristen einen enormen Zulauf erhalten.

In der aufgeheizten Kriegssituation wird bei weiten Teilen der Bevölkerung nicht mehr zwischen den Amerikanern und den deutschen Aufbauhelfern unterschieden.
Wir Deutsche sind Teil der verhassten Kriegsallianz geworden (gerade auch durch die Entsendung von Tornados).

Eine sinnvolle Aufbauarbeit ist unter diesen Umständen nicht mehr möglich. Deshalb sollten wir einsehen, dass das gesamte Vorhaben gescheitert ist. Deutschland sollte einen geordneten Rückzug antreten – solange dies noch möglich ist.

Jedes Verbleiben würde auch die Terrorgefahr in Deutschland selbst erhöhen!

68

Walter:
23. August 2009 um 09:14 Uhr

Afghanistan- Absurdistan?
Anfangs durften deutsche Soldaten nicht fallen, sie kamen stattdessen bei bewaffneten Auseinandersetzungen und Anschlägen “ums Leben”. Dann durfte der Krieg im Land nicht als solcher benannt werden. Auch dieses Rückzuggefecht hat der Verteidigungsminister verloren. Je mehr wir über das Land und “unseren” Krieg erfahren, desto deutlicher wird, dass die Einschätzungen nicht mehr zutreffen, die zu dem Kampfeinsatz, der inzwischen zur Beteiligung an einem Krieg ausgewachsen ist, veranlasst haben- wenn sie denn jemals zutreffend waren. Anfangs schien Afghanistan als die Wiege allen Übels, das unzugängliche Nest von Al Kaida. Inzwischen weiß die Welt, dass Al Kaida in den Köpfen und Herzen der Menschen existiert- auch in Deutschland. Mit Waffengewalt sind Hass und Verbitterung von dort nicht zu vertreiben, im Gegenteil.
Vom ideologischen Standpunkt einer aufgeklärten Demokratie, als die Deutschland verfasst ist, sei die Frage erlaubt, ob wir die Werte und Ideale unserer Zivilisation nicht in diesem Krieg verraten, tagtäglich in der Eskalation von Terror und Gewalt.
Pragmatisch, dies entspricht der Argumentationslinie der USA und unserer Kanzlerin, sieht es so aus, als könnten die gesetzten Aufgaben und Ziele- Befriedung und demokratische Entwicklung der afghanischen Gesellschaft- mit Waffen und sogenannter Abschreckung, die doch eher das Gegenteil bewirken, nicht erreicht werden. Der Krieg in Afghanistan ist offensichtlich nicht zu gewinnen, warum versucht der Westen es dann noch, um diesen Preis?

Ich wünsche mir heute Abend viele kritische Fragen und ehrliche Antworten, wie sie einer Demokratie zumutbar sind.
Dabei viel Erfolg und gutes Gelingen!

69

Z. Weifel:
23. August 2009 um 09:42 Uhr

Wenn die Vorgänge um den 11. September als Rechtfertigung für den Afghanistaneinsatz herhalten sollen, weil sozusagen der NATO-Bündnisfall eingetreten ist, so hätte man mit der gleichen Rechtfertigung zu Zeiten des RAF-Terrors die Bundesrepublik bombardieren können. Die deutsche Bevölkerung ist mit überwältigender Mehrheit gegen diese Einsätze. Die Soldaten vor Ort setzen ihr Leben sicher nicht freiwillig dort ein und ich bin sicher, wenn man die Kamera mal abschaltet, dann sind sie auch mehrheitlich gegen die Einsätze. Aufgrund der gewaltigen Macht, die die Wirtschaftslobby auf die Politik in Deutschland (und auch Europa) ausübt, wird sich an der barbarischen Vorgehensweise, Militäreinsätze als Wirtschaftsfaktor zu sehen, sicher nichts ändern. Um jedweder öffentlichen Kritik hieran sowie dem steigenden sozialen Druck in Deutschland und damit der Gefährdung der eigen Sicherheit im Land entgegenzutreten, versucht eben genau diese Lobby mit aller Gewalt auf die Politik einzuwirken um per Grundgesetzänderung die Bundeswehr auch im Innern einsetzen zu dürfen. Der Plan ist genau so perfide, wie er durchschaubar ist und – wenn auch subtiler als vor 70 Jahren – er ist im übrigen auch nicht neu.
Man darf schon sehr gespannt sein, wie lange die Bevölkerung dieses Spielchen “wir ändern das Grundgesetz so lange, bis die Wirtschaftsverbände zufrieden sind” noch gewillt ist, mit zu tragen. Wollen wir hoffen, dass es nicht wieder zu spät ist . . .

70

Michael S.:
23. August 2009 um 10:00 Uhr

Damit war zu rechnen, dass einer von den beiden TV-Talkshow-Sozialisten Lafontaine oder Gysi anwesend sein würde. Ich bitte aber an dieser Stelle, dass sich Frau Will nicht von Gysis charmanten Art und Rhetorik einlullen läßt. Wenn man Gysi auf den Zahn fühlen will, dann verfällt er stets in seinen Berliner Akzent, macht ein Witzchen und lenkt so immer von unangenhmen Fragen ab. Noch immer wartet die Allgemeinheit auf Antworten über seine ungeklärte IM-Mitarbeit und es wäre mal an der Zeit, dass Gysi uns über den Verbleib des SED-Parteivermögens aufklärt.
Zu Afghansistan wird er wahrscheilich wie immer einen sofortiegn und überhasteten Abzug der Bundeswehr fordern, die sich in Afghanistan zu einer humanitären Friedensmission befindet und Schulen und Krankenhäuser für die Bevölkerung baut.

71

Thomas Lagershausen:
23. August 2009 um 10:18 Uhr

Das allererste Opfer des Krieges ist immer die Wahrheit.

Erster Welteinsatz 1914-1918

Zweiter Welteinsatz 1939- 1945

Afghanistaneinsatz heute

So manipuliert Sprache.

Früher dachte ich naiv alle Menschen seien gegen Krieg. Bis ich merkte, daß diejenigen, die selber gar nicht in den Krieg müßen, dafür sind.

Wann wird Afghanistan von der Besatzungsmacht Deutschland befreit?

Was würden wir sagen, wenn Afghanistan Deutschland mit Soldaten besetzen würde?

In diesem Sinne – sapere aude – habe Mut dich deines eigenen Verstandes zu bedienen.

Immanuel Kant

PS: Danke für die Blumen bzgl des letzten Blogs

72

Reini:
23. August 2009 um 10:20 Uhr

Pc-wg…61.. nicht schlecht, euer grober Keil ;- ))
Dabei ist nick nur ein Opfer der medialen Gehirnwäsche. Entschuldigt aber nicht seine „Entgleisung“.

Ein Krieg, der keiner ist?
Da kommt die Frage auf…. WIE dusche ich mich, ohne nass zu werden??
Ich starte jetzt mal einen Selbstversuch….

73

Westerle Merkwelle:
23. August 2009 um 10:54 Uhr

Nach Behauptungen von Schäuble & Co sind Terroristen überall. Diese Angstmache wie in den USA gibt es jetzt auch vor der Bundestagswahl, damit die unglaublichen, verschwörerischen Demontagen von Grundrechten in unserer Verfassung nicht so auffallen.

Die USA haben die Welt mehrfach belogen bzgl. der Bedrohungen durch Bin Laden und Saddam Hussein und dies zum Vorwand genommen, um Krieg anzuzetteln. (Link ).

Es gibt so gut wie kein historisches Beispiel, welches widerlegt, dass die USA immer nur dort in der Welt auftauchen, wo es Rohstoffe zu erobern gibt. Menschenrechte sind da zweit- oder gar drittrangig. Warum also sind deutsche Soldaten in Afghanistan?

Ein britischer General, ein zu Zeiten des kalten Krieges bekannter kalter Krieger namens Jürgen Todenhöfer (Link) und die Linke sowieso – sie alle sagen: Der Krieg ist nicht zu gewinnen bzw. die Bundeswehr hat in Afghanistan nichts zu suchen und die Soldaten sollten nach Hause kommen.

In Afghanistan geht es zwar nicht um Öl, aber um die militärische Sicherung einer Erdgas Pipeline, die die amerikanische Firma Unicol hat bauen lassen. Und nun raten Sie mal, welche Afghanischen – und US- Politiker lukrative Jobs bei dieser Firma hatten bzw. haben. (Quelle)

Siehe auch Auslandsjournal XXL vom 12.8.09.

74

Zweifler:
23. August 2009 um 10:55 Uhr

Wer sich mit den Hindergründen zum 9.11. und verschiedener Fakten beschäftigt hat, muss zwangsläufig erkennen, dass die damalige US-Regierung unter Bush, genau wie vor dem Irak-Krieg, ein Angstpotential in der US- und Weltbevölkerung aufbauen wollte, um einen Einsatz in Afghanistan – einen Krieg anzuzetteln, der wie damals in Vietnam oder schon einmal in Afghanistan(durch die SU) nicht zu gewinnen ist. Deshalb ist die Frage: Soll sich Deutschland und die übrige Welt von den damaligen USA- Machthabern für deren Interessen missbrauchen lassen? Sollen deutsche und andere Soldaten für, nicht von den Völkern legitimierten Einsätzen, töten oder zu Krüppeln bomben lassen??? Für wen eigentlich? Deutschland muss nicht , wie in den oben genannten Kriegen, ein Scheitern eingestehen, wenn noch mehr sinnlose Opfer zu beklagen sind.
Jeder Soldat, der dort war und einigermaßen gesund zurückkam, ist traumatisiert und auf Jahre von einem normalen Leben ausgeschlossen. Muss das wirklich sein?!
Ich kann die Einträge Nr. 67, 68 und noch mehrere, die gleicher Meinung sind nur voll und ganz unterstützen.

75

luci:
23. August 2009 um 11:00 Uhr

Michael S.

Zitat:’..Bundeswehr , die sich in Afghanistan zu einer humanitären Friedensmission befindet und Schulen und Krankenhäuser für die Bevölkerung baut.’

Und warum töten sie dann? Sollen sie doch Schulen und Krankenhäuser bauen, aber ohne Uniform und ohne Waffen! Das ist kein ‘Sanitätseinsatz – es ist ein massiver Kriegseinsatz an dem sich diese unsäglichen Jung und Merkel beteiligen, gegen den erklärten Willen des Volkes, dieser Krieg wird nicht in unserem Namen geführt und trotzdem behaupten sie es . sie führen ihn einzig und allein für US-strategische Interessen, einfach dreist und unverschämt, sagt auch so einiges darüber aus, wie sie ‘demokratie’ auch hierzulande definieren – sofortiger Abzug – mal sehen, wie die jeweiligen Redezeiten verteil werden, Scholl Latour wird oft als Staffage eingeladen, zu Wort kommen lässt man ihn selten, das Jung wieder seine Durchhalteparolen von sich geben wird ist klar, bleibt zu hoffen, dass die Zuschauer kurz vor den Wahlen noch mal deutlich mitbekommen, wer hier diesen Krieg auch gegen die Mehrheit des Volkes führt und ihr strategischer Plan (von CDU/CSU/SPD/FDP/Gruene) dieses Thema aus dem Wahlkampf rauszuhalten endlich und nachhaltig durxchkreuzt wird und es ihnen die vielleicht entscheidenden Prozente kostet! Nochmal, dieser Krieg wird nicht in unserem Namen geführt !

76

Friedrich:
23. August 2009 um 11:00 Uhr

Sehr geehrte Frau Will,
wenn 70 % der Bevölkerung gegen diesen Krieg sind ( und der Rest wahrscheinlich nicht dafür), dann gibt es in einer echten Demoratie nur eine Konsequenz, aber die gefällt unseren Freunden nicht. Also kriecht Angela, Volk hin, Volk her, weiter ganz tapfer zu Boden. Entwicklungshilfe ist also, wenn man Helfer schickt, die keiner will. Die müssen dann von Soldaten, die keiner will, geschützt werden. Daher werden diese als militärische Eindringlinge von hilfsbedürftigen Taliban (die bewohnen nämlich das Land) angegriffen. Also gibt es tote Helfer, tote Hilfsbedürftige und eine Menge Kollateralschäden in Form von Frauen und Kinden. Wir sind die reinsten Wohltäter, treue Verbündete und erstklassige Demokraten, denn es ist Aufgabe der Demoratie die ganze Welt zu bekehren, zur Not im Krieg!

77

Michael S.:
23. August 2009 um 11:11 Uhr

@ luci 75

Sie töten nicht, sonder sie verteidigen sich lediglich. Sie sind wohl auch einer derjenigen, die glauben mit den Taliban könnte man die Probleme der Welt beim Maltetee erörtern. Das sind verbohrte und ideoligisierte Gotteskrieger.
Wie die redezeit verteilt sein wird? Wie immer wird Gysi die meiste Zeit am Schwafeln sein.

78

Ursula:
23. August 2009 um 11:11 Uhr

70 Micheal St.:
War nicht anders zu erwarten, wenn einem die Argumente ausgehen, versucht man mal dümmliche Polemik! Kommt sicher bei vielen an, aber hier eher weniger.

Warum fragt man Kohl bei seinen Auftritten nicht nach den Parteispenden (das war tatsächlich gesetzeswidrig) oder nach den Elf-Spenden-Korruptions-Millionen ?

Aber noch etwas zum Thema:
Gestern kam auf BBC ein Beitrag über die Frau von Karsai. Es ist eine gebildete Frau, eine Doktorin, die Karsai nie öffentlich begleiten-darf- nicht einmal bei seinen Wahlauftritten vor Frauen. Von Bekannten und Freundinnen aus dem gleichen Ort wurde gesagt, dass sie ohne Zustimmung von Karsai nicht ausgehen und auftreten darf und dass er dagegen ist.
Allein schon die Frauenrechte unter Karsais Regierung sind eine Schande!
Unter seiner Regierung hat sich die Situation der Frauen eher verschlechtert.

79

labernase:
23. August 2009 um 11:44 Uhr

@70:
Damit war zu rechnen, dass einer von den beiden Blog-Anit-Sozialisten Michael S oder Ernst derart kommentieren würde. Ich bitte aber an dieser Stelle die Moderation, doch darauf zu achten, dass sich das Forum nicht von Michaels uncharmanten Art und Rhetorik einlullen läßt und nicht ständig Abschweifungen (”Gysi auf den Zahn fühlen”, “Antworten über seine ungeklärte IM-Mitarbeit”, “Verbleib des SED-Parteivermögens”) durchgehen läßt.
Die hellseherischen Fähigkeiten – “Zu Afghansistan wird er wahrscheilich wie immer … fordern” – könne doch kaum als inhaltlicher Beitrag gewertet werden.

@75:
Sie töten NICHT ??? Das hätte ich doch gern näher erläutert bekommen.

LaNa

80

Hans-Olaf 27:
23. August 2009 um 11:45 Uhr

Vorschlag zum weiteren Vorgehen(schon mal vorgebracht): Deutsche Truppen werden, der überwiegenden Volksmeinung entsprechend, aus Afghanistan sofort und bedingungslos abgezogen. Der frei gewählte Deutsche Bundestag entsendet, gemäß seiner entgegengesetzten Mehrheitsmeinung (große Koalition), ein Kontingent von Abgeordneten aus SPD und CDU zur Verteidigung des letzten deutschen Kontrollpunktes in Afghanistan.
Kommandeur der Einheit: Verteidigungsminister Jung
Spieß der Einheit: SPD-Fraktionsvorsitzender Struck (ehemaliger Verteidigungsminister)
Zugführer: Abgeordneter v. Klaeden (CDU)
Experte in Menschenrechtsfragen: Abgeordneter Meckel (SPD)

Diese Truppe könnte dann im scharfen Beschuß durch die Taliban die Freiheit des Deutschen Bundestages am Hindukusch verteidigen. Uns einfache Bürger sollen sie mit diesem Unsinn nicht behelligen und mit den damit verbundenen völkerrechtswidrigen Aktionen, um nicht zu sagen Verbrechen, auch nicht belasten.

Ansonsten liebe Abgeordnete gilt: Wahltag ist Zahltag!

81

Frank E.:
23. August 2009 um 11:53 Uhr

@Ursula,

sie sind mir zuvorgekommen in Ihrer Antwort auf Michael S.

Danke

82

Maximalia:
23. August 2009 um 12:25 Uhr

Ich kann nur folgenden Film empfehlen: “Unter falscher Flagge”

Link.

Wer hinterher immer noch an das Märchen von den islamischen Terroristen glaubt, möchte einfach glauben, aber nicht wissen. Keine der gestellten Fragen wurde geklärt, nicht einmal die Identität der “Terroristen “ist geklärt. Das wurde sogar von amerikanischer Seite zugegeben.

Nach dem Film sollte man das Interview mit Christoph Hörstel ( 14 Jahre ARD -Korrespondent) anhören:
Link

83

c.carlo:
23. August 2009 um 12:45 Uhr

@ 70 Michael S.
Frage. Denken Sie eigentlich selbst nach? Oder lassen Sie Nachdenken?
Ich meine Sie wollen einfach nur provozieren, weiterhin viel Spass dabei.

84

Dipl.Zusch.:
23. August 2009 um 13:30 Uhr

@Fuzzi, #59

Das lesenswerte Essay von Richard David Precht “Feigheit vor dem Volk” (Spiegel Nr. 32/2009) findet sich online unter:
Link

85

Charles Tunes:
23. August 2009 um 14:14 Uhr

@ 77 Michael S:
Das Sie ihr Problem mit Gregor Gysi nicht länger verheimlichen können oder wollen, haben Sie nun mehrfach und unmißverständlich in diesem Forum zum Ausdruck gebracht. Gregor Gysi hat doch wohl mit den Kriegseinsätzen in Afghanistan, welche Sie vehement befürworten, überhaupt nichts zu tun. Lassen Sie doch in einer Demokratie erst einmal die Verschiedenen Meinungen zu und finden Sie sich damit ab, dass es außer ihrer auch noch andere Auffassungen gibt.

86

Ursel (01):
23. August 2009 um 14:36 Uhr

Söldner ohne Kontrolle:
In Kriegszenarien tauchen immer häufiger Privat-Armeen auf …

Ein Artikel aus op-online

Unter anderem: Warum braucht man in Afghanistan Söldner?

87

Peter Buege:
23. August 2009 um 14:49 Uhr

Also mal so viel, ich ich bin keine politische “Klatschtante” noch Mitläufer.

Bereits vor zwei Jahren schrieb ich, der Afgan-Kireg ist nicht zu gewinnen. Man wird die gleiche Dresche beziehen wie in Indochina, wie in Vietnam, wie in Algerien. Was Politiker da von sich geben ist mitunter einfach kindisch lächerlich. Afghanistan ist ein 100%iger Krieg! Von wegen mal schnell so´n Sonntagsspaziergang dahin machen. Ich war Soldat, nicht in der Bundeswehr!! 1958 – 61 in Algerien. In etwa kann ich feststellen das es diese Talib.-Taktik bereits in meiner Zeit gab. Wenn ich mir Heute die Berichterstattung durchlese, finde ich vieles wieder was meine Meinung, Kenntnis und Ahnung stärkt. Man hat sich verlaufen als “Saubermann” da Politik schon immer ahnungslos oder bessen war.
Schöne Worte um die Hinterbliebenen, heuchlerisches mittrauern, alles alt bekannt. Die welche dies anzettelten, sollte man in dorthin schicken! Man unterstützt einen korrupten Präsidenten, Vorzeigeperson für Photo-Journalisten, unterstützt ein Drogenexporteur. Die Frage ist ganz einfach! Wieviele müssen eigendlich noch und täglich fallen für eine handvoll Politiker die hinter dem warmen Ofen hocken?? Man wird sein Kriegspiel verlieren, so oder so. Es sei denn, man setzt die Atom Bombe ein um ein Sieg davon zu tragen!

88

Lenchen:
23. August 2009 um 14:56 Uhr

Ich finde, dass ein militärischer Einsatz in Afghanistan die schlechteste Lösung ist, um zum Frieden in der Welt beizutragen.
Viel wichtiger wäre es, wenn wir lernten als Nation in unserem Auftreten nach außen STIMMIG zu werden.
Auf der einen Seite treten wir für Frieden und Menschenrechte ein, auf der anderen Seite hängen an Rüstungsexporten viele Arbeitsplätze, gegenüber Nationen wie beispielsweise China, die ein etwas gespaltenes Verhältnis zu Menschenrechten haben, wird diplomatischer Schmusekurs gefahren, weil unsere Exportabhängigkeit nicht erlaubt, die chinesische Führung zu verärgern.
Man muss ja nicht gleich mit der Bergpredigt Politik machen wollen, aber ich würde mir Ehrlichkeit wünschen.

89

RAUS!!!:
23. August 2009 um 14:58 Uhr

Bloß raus aus Afghanistan! Hoffentlich wird Herr Scholl-Latour nicht wieder fertig gemacht, er ist schließlich ein profunder Asien-Kenner. Dass Jung in der Runde mitmischt…? Erstens ist klar, welche Meinung er vertreten wird, zweitens vertritt er die Mehrheit der Deutschen nicht. Nur ein einziger toter Soldat – oder Zivilist – wäre ausreichend gewesen, um den Einsatz zu beenden! Man kann mit den Taliban nicht verhandeln? Hat man das schon mal ensthaft versucht? Im übrigen ist Afghanistan eigentlich nicht Deutschlands Bahnsteig, wo Deutsche aus dem Zug aussteigen sollten, um anzufangen die Welt zu retten.

90

Solange:
23. August 2009 um 15:31 Uhr

Ich freue mich, dass das Thema Afghanistan Eingang in Ihre Sendung findet, liebe Anne Will, bzw. dass es überhaupt gelungen ist, hierfür Teilnehmer zu finden, die sich über einen (leider) so unpopulären Einsatz tatsächlich äußern wollen, zumal in der “heißen Wahlkampfphase”, in der sicher erst recht niemand den Unwillen der Wähler auf sich ziehen will… (In Anführungszeichen, weil ich finde, dass man von einer solchen Steigerung der Wahlkampfphase nicht unbedingt viel merkt…)
Das Problem ist ja gerade, dass die Einsätze (nicht nur der der Bundeswehr, auch der Isaf-Einsatz) nicht genügend vermittelt wurden, und jetzt muss man sich vielleicht nicht groß wundern, weshalb die Unterstützung für sie in der deutschen Bevölkerung so gering ausfällt.

Natürlich muss es eine Perspektive für einen Abzug der Truppen geben; dieser setzt aber eine genügende, von innen her kommende Stabilisierung des Landes voraus. Alles andere wäre unverantwortlich, und man könnte erst recht niemandem so wirklich erklären, wofür die Einsätze bis dahin dann gut gewesen sein sollen (würde man quasi unverrichteter Dinge frühzeitig abziehen).
Es mag sein, dass die Messlatte an erwarteten Erfolgen anfangs zu hoch gelegt wurde – man kann Demokratie nicht wie irgendein Exportprodukt von außen einführen; jede echte Demokratie erwächst (auch) von innen her, wenn auch mit Hilfe und Förderung von außen.
In diesem Sinne waren die Präsidentschaftswahlen am 20. August 2009 schon ein großer Fortschritt und eine einzigartige Momentaufnahme, es war “eigentlich ein guter Tag” für Afghanistan (Stefan Kornelius in der SZ), -angeblich festgestellte- Unregelmäßigkeiten bei der Durchführung hin oder her. Der Westen sollte hier nicht allzu streng urteilen und den jetzigen Erfolgen den gebührenden Respekt zollen. Die EU-Wahlbeobachter haben sich grundsätzlich zufrieden gezeigt.

Die Menschen in Afghanistan wünschen sich natürlich Frieden, und das muss auch das letztendliche Ziel sein. Aber ich denke, dass sie dies in einem bzw. für ein Land wünschen, in dem nicht jeder Weg, sei es zur Schule oder zur Wahlurne, von der andauernden Gefahr tödlicher Anschläge begleitet und überschattet wird.

Man könnte noch viel mehr dazu sagen, vor allem zu den Gründen, die es für die Einsätze gab und immer noch gibt, aber das führt hier vielleicht zu weit, und sehr lange Kommentare werden ja nicht stets “berücksichtigt”…
Wir haben das Thema aber “drüben” im ZEIT-Blog planet in progress von Jochen Bittner vor gut einem Jahr diskutiert; wer daran Interesse hat, kann ja mal reinschauen:

Link wurde entfernt

91

Charles Tunes:
23. August 2009 um 15:51 Uhr

Wenn am 27. September der Wähler in die Kabine geht und seinen Vormund wählt, welcher anschließend und immer häufiger nach eigenen Vorstellungen seine Politik auf den Weg bringt, ist es doch ähnlich so wie der Gag in den Spielfim “Und täglich grüßt das Murmeltier”. Die gewisse Komik dabei ist doch, dass der mündige und wissende Wähler nach der Wahl oft Betroffenheit und Ärger nicht verbergen kann bis hin zur heftigen Demonstrationen und Foren aufsucht wie diese, um Dampf ablassen wie auch hier und heute.

92

Peterman:
23. August 2009 um 15:57 Uhr

@80
Sie schreiben: Wahltag ist Zahltag. So einfach ist es leider nicht.Die einzige Partei die gegen den Krieg ist sind ” Die Linken”.Aber die Partei kann ich nicht wählen, also wohl eher nicht wählen. Leider haben wir ja eine Parlamentarische Demokratie.Da kann man leider zu einzelnen Themen keine Volksabstimmung auf den Weg bringen.So etwas ist aber in Bayern möglich. Da kann der Wähler per Abstimmung das neue Rauchergesetz von dem ehemaligen Minister für Verbraucherschutz, Herrn Seehofer,zu Fall bringen.So ist Bayern demokratischer wie im Bund.

93

mullus:
23. August 2009 um 15:59 Uhr

mit dem hier geäussertem Wunsch – ” die Politiker an die Afghanistanfront” kann ich mich nur anschliessen.
Kriege werden seltener geführt, wenn die, die diese anzetteln auch selber an der Front stehen müssen.

Ein zweiter – allerdings sehr schwieriger Weg könnte sein – die westlich Welt hört auf die in Afghanistan angebauten Rauschmittel zu verkonsumieren!!

94

Becker:
23. August 2009 um 16:29 Uhr

Hallo Frau Will,
in Kurzfassung zum Thema “BW – in Afganistan”.
Soldaten bitte nach Hause holen; die haben dort vor Ort nichts verloren. Schickt im Austausch bitte Frau Merkel und den Verteidigungsminister hin. Die sollen sich in die Hose sch…, nicht die Soldaten.
Gruß
HD

95

golo7:
23. August 2009 um 16:33 Uhr

Das Misslingen der “Verteidigung der Freiheit am Hindukusch” gibt genug Ansätze zum Nachdenken. Der Gang der Dinge nach dem Terroranschlag des 11. September, der sicher entschiedene und entschlossen derartige Gefahren abwehrende Antworten forderte, muss Gründe der Fehlschläge auch bei den die Aktionen zur “Bekämpfung des Terrorismus” Leitenden suchen. Mit Bush und seinen engsten Beratern wurden wahrlich die Böcke zu Gärtnern. Mit Gefangenenmisshandlungen, Folter und Rechtsbrüchen Freiheit verteidigen zu wollen, lässt fragen, welch merkwürdiges Freiheitsverständnis hier leitete. Dass die weitgehende (wirtschaftliche) Globalisierung auch globale Verantwortungsübernahme fordert, ist unbestritten. Doch sollte dafür auch das “moralische Gesetz in uns” genügend entwickelt sein – und daran mangelt es augenscheinlich. Bei Bush und Konsorten ist es nicht schwer, die moralischen Defizite zu beschreiben. Merkwürdig aber, dass auch in den westlichen Demokratien, von den “Willigen” einmal abgesehen, mahnende Stimmen der die Staatsmacht Repräsentierenden nur relativ selten vernehmbar und nie wirklich entwicklungsbeeinflussend waren.

“Du musst dein Leben ändern”, heißt ein Buch von Peter Sloterdijk, in dem er sehr gründlich und klug das nötige Bemühen um eine Entwicklung und Schulung unserer Bewusstseinsorganisation im Hinblick nötiger Vervollkommnung unserer Fähigkeit, Zivilisation (auch global) zu entwickeln, anmahnt.
Das ist annehmbar mühsamer als beschrieben, denn auch ihm unterläuft es in einem Artikel in der FAZ vom 10.06.09, dass er, weit entfernt von der von ihm angemahnten Betrachtungshöhe, in weitgehend neoliberalen Argumentationslinien den Staat kritisiert, ohne für die von ihm aufgelisteten Missstände auch die offensichlichen, eigentlich unübersehbaren Demokratiedefizite (besonders im von Interessengruppen wesentlich gesteuerten Wirtschaftsbereich) zu benennen.

Hoffen wir, dass die heutige Debatte die hier sicher nicht leicht zu erhaltenden Lichtblicke gestattet!

96

Peter Fischer:
23. August 2009 um 16:34 Uhr

@ 82 Maximalia

Na endlich mal jemand, der hier die richtigen Sachen einstellt. Danke dafür, auch wenn mir beides schon längst bekannt ist. Weiter so Maximalia!!!

Gruß; Peter

97

fred mann:
23. August 2009 um 16:46 Uhr

Es ist schon eigenartig, sich stets auf den Spuren Alexander des Großen zu bewegen und in die Weltgeschichte einzugehen!
Dabei holten sich schon alle Eroberer die berühmte blutige Nase.
Die Mongolen sahen unter Dschinges Khan auch lieber zu, dieses Land zu meiden.
Nichtslernend sammeln die Engländer erneut wieder Erfahrungen in diesem Lande.
Die Sowjetunion verweilte in diesem Lande auch 20 Jahre und zog unverrichteter Dinge mit vielen Blutopfern das Weite.
Nun wollen die Giganten der Rüstungslobby diesen Rekord von 20 Jahren Verweildauer wohl überbieten.
Es ist schon erstaunlich, wie diese Menschen dieses heterogenen „Volksverbundes“ Afghanistan diesen Erstplazierten der Rüstungsgiganten Paroli bieten!
Seit 2001 bieten diese „Leute“ nicht nur den Nato- Truppen, sondern auch den UNO- Einsatzteams an allen Ecken und Kanten Paroli.
Dabei konnten sie sogar noch die Produktionsergebnisse im landwirtschaftlichen Schlafmohnanbau, sicher durch Genmanipulation, vervielfachen?
Auch müssen die Afghanen vermutlich eine Rüstungsindustrie besitzen, die ausgestattet mit Steinen, Reisbeuteln, Mohnstrohgarben dieser gigantischen Militärmacht standhält!
Fakt ist doch, dass es noch n i e eine Kriegsberichterstattung gab, gibt und geben wird, die real und objektiv ist! Alles sind nur beabsichtigte Scheinwelten!
Mit Sicherheit ist dieser Fall derzeit genau der Gleiche!

Bezeichnender Weise sollte nicht unerwähnt bleiben, dass die SPD diesen Einsatz
( Krieg, Aufbauhilfswerk, Kampfeinsatz, Militärtourismusexpedition….usw…) federführend einleitete.
Diese SPD ermöglichte bereits schon 1914 durch den Burgfrieden (Aug. 1914), dass die deutschen Soldaten rote Nelken in die Karabinerläufe gesteckt bekamen. Nicht nur seit diesen Zeitpunktes lieferte die SPD Beispiele ihrer Unredlichkeit. Das auch schon wieder durch diesen erneuten Einsatz mit dem Segen der SPD. Diese Partei hatte und hat stets die Aufgabe, die Arbeitnehmermassen und solche die sich mit der SPD- Propaganda verbünden zu domestizieren und deren Gehirne einfach mit Müll zu versorgen. Das nennt man Ruhigstellung der Massen, die in Deutschland so erfolgreich gelingt,…..!
Nun sollte der teilnehmende Zuschauer bedenken, dass 75 % dieser Votierenden einen Abzug der deutschen, bewaffneten Entwicklungshelfer begrüßen. Das nicht nur in diesem Votum!
Der Zuschauer sollte hier nicht auf Michael S. … usw. … hören, sondern mit entspanntem Gehirn den Äußerungen von G. G y s i lauschen. Dann wird er sicher erkennen, dass G. Gysi den Kern dieser 75% Deutschen trifft, die für den Afghanistan-Abzug sind.
Das heißt, das BILD- hafte Gehirn zu entrümpeln und dabei über den eigenen Horizont zu schauen. Ob das hilft…..?

P.S.
Vielleicht gelingt es heute dem F. J Jung einen neuen Ersatznamen für K r i e g zu erfinden, der in Afghanistan wohl keiner ist, sein sollte, oder was…?
Als gestandener Erbacher Weinexperte könnte ihn vielleicht die Idee gekommen sein, die afghanischen Mohnfelder mit Weinfeldern zu beackern. Dann sind die dortigen War – Lords auf einem anderem psychischem Niveau und nicht so vollgedröhnt, dafür aber lieber richtig besoffen ( … oder besoffe mit Äppelwein)!!!!!
Der G y s i hat wieder mal recht, wenn die Zukunft zu Vergangenheit geworden ist. Bis dahin gibt es leider Schicksale, wie immer!
Alle haben recht und lernen nichts dazu!
Amen— so ist es!

98

Rainer aus Oldenburg:
23. August 2009 um 16:58 Uhr

75 % der Wähler für den Abzug.

Warum wählen denn nur 7% die Linke?

Vielleicht weil die Medien einseitig berichten und Emotionen heuashalten. Alle Sender und Zeitungen machen nur Hofberichterstattung statt kritischem Jounalismus.

Früher gab es noch eine kritische Presse , heute gibt es nur noch angepaßte Journalisten, weil die Verleger alle kritischen Menschen mit Rückgrat entlassen haben.

In den Banken un in der politik lief es auch so – alle Kriiker wurden entfernt. In der DDR wurden sie weggeschlossen. In der BRD wird ihnen das Mikro abgestellt.

Kein Wunder, dass Deutschland das Land der unkritischen unmündigen Untertanen bleibt.

99

Fuzzi:
23. August 2009 um 17:01 Uhr

Nr. 84, @Dipl. Zuschauer, danke für ihren Link zu Richard David Prechts lesenswertem Essay im Spiegel.

Hierzu:
„Idealismus und Moral“ scheinen in der Politik eine untergeordnete Rolle zu spielen. Es werden Oberbegriffe wie „Stabilisierungseinsatz“ oder „Eskalation“ oder im wirtschaftlichen Bereich das Wort „Systemrelevanz“ geschaffen, die scharfes (!) politisches Handeln legitimieren sollen. Eine Definition der Begriffe wird nicht geliefert.

Die Politiker sehen alles aus der Perspektive der „westlichen Wertegemeinschaft“ (s. Precht-Essay), die als die Beste (unbewusst) angesehen wird und anderen möglichst aufs Auge gedrückt werden soll. Anstatt hier verstärkt den Dialog zu anderen Wertegemeinschaften als auch ggf. zu Gemeinschaften zu suchen, die aus unser Sicht terroristisch, fanatisch und fundamentalistisch sind wie die Taliban (oder die Hamas) mit dem Ziel, ein friedliches Mit- und Nebeneinander zu erreichen, wird militärische Gewalt eingesetzt.

Die Menschen in Afghanistan brauchen zivile Hilfe beim Aufbau ihres Landes. Hiervon haben sie bisher kaum etwas oder nichts gespürt. Die militärischen Eskalationen (= Krieg) stacheln die Zivilbevölkerung weiter auf, die keine Anhänger der Taliban sind. Einen Krieg zwischen Islamanhängern und Christen will niemand von uns. Sehen die Politiker die Gefahren nicht?

Westliche Strukturen lassen sich andern Völkern nicht mit blutiger Gewalt aufzwängen, schon gar nicht unter dem Deckmäntelchen nicht belegter Behauptungen (11.9. etc.) oder verharmlosender Oberbegriffe.

Schließlich will der überwiegende Teil von uns Bürgern den Krieg nicht! Woraus ergibt sich, dass sich Politiker hierüber hinwegsetzen dürfen? Was legitimiert einen Krieg in einem anderen Land, obwohl man selbst nicht angegriffen wurde? Herr Polenz beispielsweise (s. den Link unter meinem Beitrag 59) geht auf die Argumente von Precht knapp und plakativ ein. Nach jedem Satz von Polenz müsste gefragt werden: Woraus ergibt sich das oder warum meinen Sie das? Der Bundespolitiker sollte ins Detail gehen. Gerade das tun die Politiker oder auch die Wissenschaftler der Bundeswehr (s. Prof. Wolffsohn) nicht. Über Oberbegriffe und Behauptungen wird ein völkerrechtswidriges Handeln legitimiert.

Vielleicht würden die Politiker und deren Berater eine andere Auffassung vertreten, wenn sie drei Monate im Norden Afghanistans leben würden, zu den Menschen Kontakt hätten. Politische Entscheidungen aus der Distanz heraus sind gefährlich!

100

wolf:
23. August 2009 um 17:01 Uhr

Es ist so wie in George Orwells Roman “1984″ beschrieben.
Im Jahre 1948 erschienen, enthält der Titel den Zahlendreher des Jahres 1948 zu 1984 als Anspielung auf eine gar nicht so ferne Zukunft eines totalitären Überwachungs- und Präventionsimperiums namens Ozeanien.
Der britische Autor beschreibt in seinem Roman u.a. die Umdeutung der Begriffe in einer solchen Gesellschaft wie z.B. „Krieg ist Frieden“ auf dem Weg zu Ozeanien.
Wie hat sich Talk-Gast Jung mit seiner ganzen Regierungsriege von Merkel bis Steinmeier immer schon beim Thema Afghanistan nach Orwell verbogen:
Friedenstruppen statt Kriegstruppen.
Wir führen keinen Krieg, wir stehen nicht in Kampfeinsätzen.
Wir verteidigen die Menschenrechte. Wir leisten Aufbau-, Demokratie- und Bündnisarbeit.
Der Umkehrung der Begriffe und der Perversion der Sprache von Jung und Konsorten in Politik und deutschen Medien, genug davon.
Weil sie führen Krieg und reden von Frieden.
Es ist genau die Umdeutung der Sprache und Begriffe, wie Orwell sie beschreibt, um heute von den eigentlichen Zielen, der Prävention zur Sicherung der Weltherrschaft über Rohstoffquellen und deren Logistik in und durch Afghanistan, von der Sicherung der Macht- und Einflußsphären abzulenken, auch und mit Afghanistan.
Einflußsphäre in einem Land wie Afghanistan, was zum einen an den Iran und zum zweiten an Russland grenzt. Nur solch ein Blick auf die Weltkarte, auf den territorialen Ausschnitt Afghanistans und seiner Nachbarländer veranschaulicht das eigentliche Ziel der USA und seiner NATO mit der BR Deutschland.
Darum geht es in Afghanistan und nicht um Menschrechte, Demokratie oder Al-Quaida.
Wir lesen und hören hier im Forum von links an Zeitzeugen vor Ort, die diese Lügenpropaganda nicht mehr gewillt sind mitzumachen. Christph. R. Hörstel und Peter Scholl-Latour sind nur zwei von diesen Zeitzeugen.
Lügenpropaganda von gewählten Volksvertretern, die diese zwei nachweisen.
Aufmerksame Zeitgenossen erinnern sich noch allzu gut daran, wie die Weltöffentlichkeit und die der USA im speziellen dazu gebracht wurden, 1991 dem ersten Golfkrieg der USA gegen den Irak zuzustimmen. Ein junges Mädchen aus Kuwait berichtete vor laufenden Kameras mit Tränen in den Augen von irakischen Soldaten, die bei ihrem Einmarsch in einem kuwaitischen Krankenhaus Säuglinge aus ihren Brutkästen gerissen und auf den Boden geschleudert hätten.
Der US-amerikanische Fernsehsender CNN sorgte dafür, dass diese Bilder weltweit ausgestrahlt wurden. Später stellte sich heraus, dass alles erlogen und gestellt war, von den Kriegstreibern der USA selbst.
Und diese Nicks (vgl. Beitrag 46) verkörpern nur einen verinnerlichten Abklatsch dieser Lüge und Propaganda einer Minderheit in Dt., die diesen Krieg in Afghanistan mit genau der Sprache und genau denselben Begriffen wie Jung begründen, der Umkehrung von Sprache und Begriffen nach Orwell .
Heute noch eine Minderheit der Nicks in Dt. von höchstens 30 % der Bevölkerung laut Umfragen.
Dieses Potential der Nicks kann – so zeigt gerade die Geschichte Deutschlands – über Nacht zur überwältigenden Mehrheit mutieren.
Ich brauche nur einen Brutkasten mit dt. Säuglingen an einem Punkt in der Welt oder in Afghanistan zu konstruieren, mit Lüge und Fälschung und schon werden aus den 30 % Nicks 70 % der Bevölkerung.
Die Wahrheit stirbt im Krieg zuerst.
Sie ist das erste Opfer des Krieges, bereits bei stabsmäßiger Planung und Vorbereitung jedes Krieges zum Sturmreifschiessen der Hirne der Bevölkerung gegen den vermeintlichen Feind.
Diese alte Erfahrung seit dem Altertum trifft immer wieder zu. Im Krieg wird gefälscht und gelogen, dass sich die Balken biegen, wie sonst so massiv wie bei keinem anderem Problem der Menschheit.
Immer beginnt die Lüge schon viel früher, vor dem eigentlichen Kriegseintritt.
Mit geplanten Provokationen und widerlichst konstruierten Lügen und selbstinszenierten Verbrechen.
Bis zum konstruierten Babymord aus den Brutkästen Neugeborener in einer Säulingsstation, medial verpackt und aufbereitet. Und diese Nicks sind ob Ihrer Dümlichkeit des Nachsprechens solcher Kriegs- und Lügenpropaganda, nicht nur dümmlich oder in der letzten Seite der Bäcker-Lokalzeitung präsent, sondern weitaus gefährlicher.
Auch damals Anfang der 30er Jahre fing es mit Lokalzeitungen an und danach folgte ein ganzes Volk dem Krieg, aus innerlichster Überzeugung.
Und heute ist es bereits wieder Lüge und Propaganda der Regierenden mit Jung und Merkel, die verbreitet wird.
Und deshalb ist es so immanent von Wichtigkeit, dass sich die Stimmen gegen die Propaganda der Jungs und Merkels und Nicks erheben.
Gegen Krieg und ihrer seither unsäglichen Verstümmelung der Wahrheit durch die Kriegsführenden.

101

diegeschichte:
23. August 2009 um 17:01 Uhr

Warum ist die Bundeswehr bei solchen Entscheidungen noch in Gewalt der Regierung (oder sich selbst), wenn ständig veröffentlicht wird, dass 70% der Bevölkerung dagegen sind. Ich finde, wenn ein Krieg geführt werden muss, auch wenn es um die Erkämpfung des Friedens geht, muss zuerst die Bevölkerung dahinter stehen. Es ist eine DEMOkratie. Menschen entscheiden!?
Dies ist meinentwegen der erste Kampf, von mir aus auch mit Medienpropaganda. Vor fast 70 Jahren sind Menschen damit überzeugt worden für eine Freindschaft. Die Machthaber und die Bevölkerung hat daraus gelernt und so haben wir (Menschen) wieder keine Lösung parat. Die Bevölkerung is zwar skeptischer geworden und schaut genauer hin, aber die Wahlen über solche grundlegenden Entscheidungen werden nicht abgehalten!
Klar wählen wir Parteien mit ihren ganzen publizierten Programmen, aber auch ein moderner Rechtsstaat muss einsehen, dass sich die persönlichen Wünsche der Wähler nie optimal erfüllen lassen und damit Kompromisse eingegangen werden. In einer schwere eines Kriegseinsatzes oder einer kritischen Friedensmission (wie es in Afghanistan nun unbestreitbar ist!) sollte die Bevölkerungsmeinung erneut abgeglichen werden und eine Volksabstimmung erfolgen.
Fällt die Volksabstimmung positiv aus, hat man zumindest ein demokatisches Gerüst auf dem dann wieder eigenständige Stategien folgen können. So habe ich es mir damals vorgestellt, als die BRD als großer Befreier argumentierte besser zu sein. Aber Macht zerstört den Menschen wohl. Zudem kann man in den komplexen Stukturen immer wieder die Verantwortung weiterreichen, falls jemand den Finger auf den Verursacher zeigt. Hauptsache man nimmt das geäußerte politisch und niemals persönlich. Die Einstellungen einiger Beteiligter scheinen gegenläufig zu sein.

102

Kritiker:
23. August 2009 um 17:13 Uhr

Auch wenn Diskussionsrunden – im TV oder im I-Net – zur Meinungsbildung beitragen; ich denke, dass die Politiker im Namen des Obersten Souverän – also der Wähler – Entscheidungen treffen, die unabhängig vom eigentlichen Willen derselben erfolgen und insofern nicht immer ein Placet besitzen.

Reden wir von Afghanistan, so sollten wir mehr auf Diejenigen hören, die sich mit dem Kulturkreis, der Mentalität und den historischen Gegebenheiten bereits seit langer Zeit beschäftigt haben. Herr Scholl-Latour ist einer dieser Persönlichkeiten mit Sachverstand und fundiertem Wissen.

Würde man – entgegen der Meinung Vieler – am Afghanistan-Einsatz festhalten wollen, so sind m.E. insbesondere zwei Bedingungen unerlässlich:

1. Unsere Soldaten müssen rechtlich abgesichert sein. Sie dürfen nicht Gefahr laufen, sich im Falle einer bewaffneten Auseinandersetzung später gegenüber einem deutschen Gericht zu rechtfertigen und ggf. verurteilt zu werden, nur weil sie von der Schusswaffe Gebrauch machen mussten.

2. Unsere Soldaten werden in einen gefährlichen Einsatz geschickt. Dies begründet die Forderung nach dem bestmöglichen Schutz, der zur Verfügung steht. Dies bedeutet zugleich, dass sich die Verantwortlichen hierüber als erstes Gedanken machen und erst einmal die Voraussetzungen dafür schaffen müssen, bevor sie die Soldaten den Gefahren aussetzen.

Sowohl unserer Bevölkerung, als auch insbesondere den Soldaten gegenüber muss der Einsatz von Seiten der verantwortlichen Politiker ausreichend begründet werden.
Dies ist bis heute anscheinend nicht geschehen, besteht bei unseren Volksvertretern letztendlich nicht der Konsens, der für Einsätze, die unter Umständen Leben von Menschen kosten, notwendig ist.

Und hier reichen die bekannten Floskeln nicht aus. Wir haben es schließlich mit mündigen Bürgern zu tun. Was die Politiker in diesem Zusammenhang gern vergessen: Sie dienen dem Volk und nicht umgekehrt!

103

Till Eulenspiegel:
23. August 2009 um 17:21 Uhr

@46 Nick:
Wie närrisch und ahnungslos muss man sein, um solche “Ergüsse” auch noch in Worte fassen zu wollen?!
Was jetzt nun? Sollen sich selber denkende und handelnde Menschen in “die Ecke” stellen und schämen, oder sich “HINTER” selber NICHT denken dürfende und unselbstständig handelnde “BEFEHLsempfänger” stellen und ebenfalls “blinden Gehorsam” leisten?!

Da wird immer auf die “Selbsheilungskräfte” des “Marktes” (und auch der Krieg ist ein unheilvoller Marktplatz) und die Eigenverantwortung der Menschen verwiesen; nimmt Mensch diese aber wahr (siehe Mehrheitsvotum des Volkes GEGEN diesen Einsatz), dann wird dieser Wille einfach negiert! Und mit einer derartigen Einstellung rechtfertigt “man” den Einsatz militärischer Mittel zur Durchsetzung von Demokratie und Freiheit!!! PARADOXER und närrischer geht´s kaum noch!

Zudem vermisse ich die “weisen” Erkenntnisse unserer “Hardliner” und Vertreter des “Liberalismus” (mal von dem gewohnt armseligem Beitrag des Michael S. abgesehen): wo bleibt die Forderung und Umsetzung nach der Privatisierung und einer “freiwilligen” Armee?! Weshalb wehren sich insbesondere “Christliche” Parteien und Politiker so sehr dagegen?! Wieso schaffen es insbesondere deren Kinder sich aus der “staatlich gesetzlichen VerPFLICHTung” zu mogeln, wenn es doch so eine “Ehre” ist, sein “Vaterland” überall zu “verteidigen”?!

Ja, und weshalb so närrisch sein und “seinen Nächsten zu lieben”, wenn doch der Hass so einträglich und so “ehrenvoll” sein kann?!
Und da genau dies die Ziele “unserer Eliten” sind – nämlich Ruhm, Ehre und Kapital -, deshalb sorgen “wir” für FREIHEIT und DEMOKRATIE mit der WAFFE in der Hand!
Passender Song von Konstantin Wecker; Waffenhändlertango:
Link

104

michael 01:
23. August 2009 um 17:26 Uhr

Es ist doch richtig, dass die Bundeswehr laut Grundgesetz gar nicht im Ausland tätig werden darf. Oder ist das Grundgesetz für wichtige Politiker gar kein Gesetz? Es besteht doch zum wichtigsten Teil aus „Artikeln“. Artikel sind für diese Herrschaften wahrscheinlich nur so eine Art Richtlinie, an die man sich halten kann oder nicht. Vielleicht sollte man nach der Wahl mal versuchen, aus dem Grundgesetz ein Gesetz zu machen, an das sich auch Politiker halten müssen, wenn sie nicht bestraft werden wollen.

105

Ursula:
23. August 2009 um 17:40 Uhr

100 wolf:
Mittlerweile fast vergessen, vor den völkerrechtswidrigen Bomben auf Belgrad gab es auch so eine Propagandemeldung mit dem serbischen Massaker an UCK-Kämpfern, die sich DANACH als Lüge herausgestellt hat.

106

Peter Fischer:
23. August 2009 um 17:49 Uhr

Lange habe ich auf die richtig guten fundierten Beiträge gewartet. Umso schöner, dass Sie endlich da sind. Leider beherrsche ich es nicht so gut wie wolf und Till Eulenspiegel, aber ich stehe voll und ganz dahinter. Schade nur, dass diese beiden hervorragenden Foristen nicht gehört, geschweige denn verstanden werden.

107

Hans-Olaf 27:
23. August 2009 um 18:10 Uhr

Anfrage an Sender Jerewan: Können deutsche Soldaten in Afghanistan einen Taliban-Kämpfer ( in der mainstream-Presse als islamistischer Terrorist bezeichnet) gefangen nehmen oder müssen sie ihn sofort erschießen, auch wenn er entwaffnet ist und hilflos am Boden liegt?
Antwort: Er muß erschossen werden, weil es in Deutschland kein mit Guantanamo vergleichbares Lager gibt und es in einem Keinkrieg weder Kriegsgefangene geben darf noch geben kann.

108

Peter Lustig:
23. August 2009 um 18:48 Uhr

Es hätte der ARD gut zu Gesicht gestanden, den ehemaligen Mitarbeiter Christoph Hörstel zu diesem Thema einzuladen, schließlich war er 14 Jahre lang ARD-Korrespondent in Afghanistan. Aber das wäre Fräulein Will wohl zu viel Wirklichkeit und zu wenig Populismus gewesen. Aber genau für das Gegenteil werden wohl zumindest die Herren Jung&Gysi sorgen.
Da bleibt nur zu hoffen, daß Scholl-Latour auf den Punkt kommt.

109

Armin Holle:
23. August 2009 um 18:54 Uhr

Warum sagt niemand, daß unsere Soldaten nur in Afghanistan sind, weil die USA das
angeordnen konnten und wir folglich nur mit amerikanischer Genehmigung das Land wieder verlassen dürfen? Ich wünschte mir, Ihre Sendung wäre nicht so weichgespült und diese Meinung könnte einmal zur Diskussion in der Runde gestellt werden.

110

wolf:
23. August 2009 um 18:56 Uhr

@ 106 Peter Fischer:
“Lange habe ich auf die richtig guten fundierten Beiträge gewartet. Umso schöner, dass Sie endlich da sind. Leider beherrsche ich es nicht so gut wie wolf und Till Eulenspiegel, aber ich stehe voll und ganz dahinter. Schade nur, dass diese beiden hervorragenden Foristen nicht gehört, geschweige denn verstanden werden.”
Danke Herr Fischer, jedoch stellen Sie sich doch bitte nicht unter den eigenen Scheffel.
Jede Gegenstimme und jeder -beweis zur Lügenpropaganda der Herrschenden, ob aus Großwirtschaft oder Politik, ob von den Übersetzern und Überbringern dieser Lügen in den Medien oder hier im Forum zählt. Hier im Forum und anderswo.
Und Sie erheben Ihre Stimme gegen Anti-Aufklärung und -information, mit Recherche und Quellenangabe und das zählt.
Und diese Stimmen werden gehört und verstanden. Das zeigt allein die Entwicklung der Beiträge in diesem Blog der Will-Redaktion seit Sept. 2007.

111

Tanja:
23. August 2009 um 18:57 Uhr

Eben.
Welche nennenswerteErfolge hat westliche Welt in Afghanistan erziehlt?
Keine.
Was wird sich durch die weitere Präsenz der Truppen in Afganistan sich ändern?
Vermutlich auch nicht viel.
Ausser-, dass der Hass in der muslimischen Welt auf Deutschland immer grösser wird.
Einige Milliarden an Steuergeldern werden in den militärisch-industriellen Komplex gesteckt, einige vedienen sich daran goldene Nase… aber für andere zivile Zwecke hierzulande ist kein Geld vorhanden.

Wir müssen uns nichts vormachen, in Afghanistan werden, auch wenn versehentlich, Frauen und Kinder getötet..,wer kann das schon gut heissen?

Dadurch werden doch nur immer mehr Afghanen sich den Taliban anschliessen, obwohl sie früher vielleicht das nicht gemacht hätten…aber wie kann ein einfacher Afghaner sich erklären, was die ausländischen Truppen – Christen – in einen muslemischen Land zu suchen haben.
Vor allem, wo die Talibans nie vesucht haben, über die Grenzen Afghanistans hinausgehen, wann haben sie jemals jemanden in einem westliche Land angegriffen?

Wir sind es, die den Afghanen unseren “Frieden” mit den Waffen bringen… allein wegen unserer wirtschafts-politischer Interessen.

112

Besorgter:
23. August 2009 um 19:06 Uhr

Wäre es nicht sinnvoller und wichtiger über die Dienstwagenaffaere unsere Ministerin zu diskutieren. Schließlich wurde da einiges an Steuergelder rausgeworfen. Wie verrückt sind wir eigentlich?

113

Dirk:
23. August 2009 um 19:11 Uhr

Seit fast 8 Jahren kämpft fast die ganze Welt gegen die Taliban, wer liefert denen die Waffen. Wer verdient an diesem Krieg? Starben Soldaten an Kriegsmaterial und Waffen eigener Produktion oder aus Ländern der anderen beteiligten Staaten? Sicher gibt es darauf keine ANTWORT vom Kriegsminister Jung

114

luci:
23. August 2009 um 19:26 Uhr

seit Monaten zieht Merkel gegen angebliche Wahlfälschung im Iran zu Felde, diese offenkundigen in Afghanistan bejubelt sie – hlöchste zeit den USA die Assistenz bei ihrem völkerrechtswidrigen Angriffskrieg gegen Afghanistan endlich zu entziehen – es ist ein Krieg einzig und allein für US-geostrategische Interessen, Pipeline und deren Verteilungswege, die USA wollen da den Zugriff haben – Raus aus Afghanistan!

115

Johannes Linn:
23. August 2009 um 19:43 Uhr

“Von deutschem Boden soll kein Krieg mehr ausgehen!” So hiess es nach den schrecklichen Erfahrungen des 2. Weltkrieges. Nun ist es doch wieder soweit: deutsche Soldaten erschiessen in Afghanistan unschuldige Zivilisten, Frauen und Kinder wie zuletzt in einem Zivilauto geschehen. Deutsche Flugzeuge schiessen Aufklärungsfotos, diese Ziele werden dann bombardiert mit ungeheuerem Leid auch für die Zivilbevölkerung. Das alles gegen den Mehrheitswillen des deutschen Volkes. Naive deutsche macht- und geldgierige Kriegs-Politiker insbesondere von einer Partei, die sich absurderweise christlich nennt, lassen morden, um damit vielleicht wirtschaftliche Vorteile zu erringen wie Transportwege für Energie.
Welch ein absurdes verantwortungsloses Handeln, welches nichts Gutes, sondern nur mehr Leid, Hass und Terror erzeugen wird. Es bleibt zu hoffen, dass diese politischen Versager bei der kommenden Bundestagswahl abgewählt werden! Bevor aus diesem Desaster an der Grenze zur Atommacht Pakistan ein 3. Weltkrieg entsteht.

116

luci:
23. August 2009 um 19:49 Uhr

Mc Chrystal, dieser Oberkommandierende der US-Krieger sagte vor einigen Tagen ‘die Taliban haben die Oberhand gewonnen’ – Obama sagt ‘dieser Aufstand könnte nicht über Nacht niedergschlöagen’ werden – immerhin spricht er von Aufstand, Aufstände sind in der regel durchaus von Massen unterstütze Aufstände, bisher sprachen sie immer von ‘isoliertem Terrorismus’ wohl letzte erkenntnisse dieser Angriffskrieger vor der Niederlage in Afghanistan – Mc Chrystal war es auch, der ankündigte in Zukunft keine Opferzahlen, zivile wie auch die der Aufständischen zu nenen, es würde ihrer Strategie schaden, von einem Krieg gegen Terroristen zu sprechen, ja die Zahlen in den letzten beiden Jahren, über 8000 tote Taliban und wohl ein vielfaches mehr an Zivilisten – es ist dire Chronologie einer Niedwerlage mit Ankündigung, was sich da am Hindukush abspiel, es wird das Vietma Obamas werden, es ist es bereits, wieso diesen längst verlorenden Krieg weiter führen? Raus aus Afghanistan!

117

Reinhold Lukowicz 61 Jahre:
23. August 2009 um 19:53 Uhr

Sehr geehrte Frau Will, selbstverständlich befinden wir uns im Krieg! Herr Jung und seine Parteifreunde sind doch für Kriege und hätten sich schon im Iraq gerne beteiligt. Dafür steht doch die CDU ! Das haben die Menschen bis heute nicht vergessen. 35 Soldaten sind mit Sicherheit nicht beim Brunnenbau gefallen. Dieser Krieg bringt nur Not und Elent in die Familien und Politiker die diesen Krieg wünschen, sollten vorne in die erste Reihe geschickt werden!!!!!!!! Dieser Krieg ist nie zu gewinnen und das sage ich der 4 Jahre im nahen Osten gearbeitet hat. Dazu braucht man nicht studiert haben.

118

Herbert W.:
23. August 2009 um 19:58 Uhr

Mag man noch so sehr damit argumentieren, dass in anderen Ländern die Lage nicht besser sei, das stimmt, dennoch bleiben angesichts solcher 70-Prozent-Ablehnungen (ähnliche Zahlen gibt es auch in anderen Politikbereichen) Zweifel, ob Deutschland und die westlichen Länder überhaupt die Demokratien sind, als die sie sich gerne immer darstellen.

119

D.Günther:
23. August 2009 um 20:00 Uhr

Haben deutsche Politker überhaupt die Entscheidungshoheit über unsere Beteiligung am Waffengang nach Afghanistan? Angesichts der Geschichte und der bitteren Konsequenzen aus verbrecherischen Irrtümern ist doch die gegenwärtige Situation wie ein Albtraum. Deutschland hat doch für seine Lehren aus der Geschichte genug bezahlt, die können doch jetzt nicht einfach für nichtig erklärt werden. Und 75% der Bevölkerung ist doch nicht blöde, man hat es denen auch nicht nur “nicht richtig erklärt” mit dem Militäreinsatz, im Gegenteil, ich denke, die wissen genau, warum sie dagegen sind. Jetzt ist da natürlich eine dumme Situation. Lassen wir die, die im Schatten der internationalen Besatzung an der Macht sind, dort allein, wird ihnen ein paar Tage später sicher das Fell über die Ohren gezogen.

120

Sunset:
23. August 2009 um 20:01 Uhr

@Michael 01:
Gerhard Schröder hat sich an das Grundgesetz gehalten und beim Irak-Krieg nicht mitgemacht und darauf ist Frau Merkel umgehend zu Bush gedüst zum Schleimen…Und Frau Deubler-Gmelien(?) mußte gehen, weil sie Bush in die Nähe zu Hitler rückte. Wie recht die Frau hatte! Alles war erfunden mit den chemischen Waffen etc.

121

Medscher:
23. August 2009 um 20:03 Uhr

Ich finde es schon sehr traurig, wenn der Herr Verteidigungsminister die Lage beschönigt, und die Wahrheit, die schon lange diskutiert wird, nicht wahr haben will.
Auch finde ich es traurig, wenn der Herr Verteidigungsminister es nicht einmal für nötig hällt sich hier der Diskussion zu stellen. Ist er sich so sicher im Zeichen des Wahlkampfes?

122

Herbert W.:
23. August 2009 um 20:04 Uhr

Wenn es wirklich um Menschenrechte gehen würde, dann müssten wir genauso in Saudi-Arabien oder im Iran intervenieren, aber die einen sind gute Geschäftspartner und die anderen ein zu starker Gegner, da bombardiert man lieber weiter das wehrlose Afghanistan.

123

Siegfried Meyn:
23. August 2009 um 20:05 Uhr

Wenn 70% den Bundeswehreinsatz in Afghanistan ablehnen, so hat dies zu allererst mit politischer Bildung zu tun. Alle Parteien wollen vorrangig den Bürger als Verbraucher stärken; der Konsument verspricht doch eher die gewünschte Wählerstimme.
Alle, die sich aber noch an das Schreckensende 1945 erinnern können und wollen, als all das Unfassbare sichtbar wurde, wissen natürlich, dass freiheitliche und wirtschaftliche Sicherheit sehr brüchig sein können und wenn man sie schon hat, mit viel Engagement verteidigt werden müssen. Wegen der unzähligen Opfer des Rassismus hat unser Volk eine ideelle Schuld auf sich geladen, die geradezu verpflichtet, Freiheit und Wohlstand auch als Mission zu sehen. Das konsumgerechte Weggucken bei Bürgerkriegen, besonders der links orientierten Gruppen, in Jugoslawien oder Afrika, zeigt wie tief die Ethik im Lande schon gesunken ist.
Sicher ist die Strategie in Afghanistan stark verbesserungswürdig, aber auch das zögerliche Denken im Bundestag in Sachen besserer technischer Ausrüstung und Achtung unserer Soldaten. Der Einsatz sollte aber nicht in Frage gestellt werden.

124

Fuzzi:
23. August 2009 um 20:06 Uhr

In § 14 Soldatengesetz regelt die Verschwiegenheitsverpflichtung der Soldaten. Es heißt dort zu Beginn: „Der Soldat hat, auch nach seinem Ausscheiden aus dem Wehrdienst, über die ihm bei oder bei Gelegenheit seiner dienstlichen Tätigkeit bekannt gewordenen Angelegenheiten Verschwiegenheit zu bewahren.“

Viele Soldaten leiden an posttraumatischen Belastungsstörungen und dürfen wegen ihrer Verschwiegenheitsverpflichtung mit Freunden und Familienangehörigen über die schlimmen Kriegserlebnisse nicht sprechen. Wer sich als noch aktiver Soldat mit solchen gesundheitlichen Beschwerden outet, muss mit Nachteilen als Berufssoldat rechnen. Ob die Hilfe solcher Initiativen (angriff-auf-die-seele.de) reicht, ist äußerst zweifelhaft.

Zu dem Umgang mit posttraumatischen Belastungsstörungen bei der Bundeswehr könnte Herr Jung befragt werden. Das Thema findet in den Medien keine Beachtung, trifft aber fast jeden Soldaten.

125

luci:
23. August 2009 um 20:08 Uhr

mal sehen, ob sie Scholl Latour zu Wort kommen lässt, bisher war es meist so, dass Scholl Latour als Staffage eingeladen wird, auch die Verteilung der Redeanteile dürfte interessant sein – so kurz vor der Wahl sollte diesen Kriegsparteien aus CDU/CSU/SPD/FDP(Gruene) ein strich durch ihre Rechnung gemacht werden diesen Krieg aus dem Wahlkampf herauszuhalten – und sollte ihnen entscheidene Prozentpunkte kosten – über 2/3 der bevölkerung sind gegen dien Krieg und sollten auch entsprechend wählen gehen im September – Wahltag ist Zahltag

126

Carla:
23. August 2009 um 20:10 Uhr

Hat sich eigentlich irgend jemand von all den verantwortlichen Politikern gefragt, wie es einer Mutter geht, deren einziger Sohn in wenigen Tagen in den Einsatz fliegt, um dort angeblich unsere Freiheit zu verteidigen?
Mir ist es ganz egal, warum Deutschland in Afghanistan präsent ist, ich will nicht, dass ich meinen Sohn zu Grabe tragen muss. Ich habe einfach nur Angst um meinen Sohn !!! Ich glaube nicht, dass sich unsere Bundestagsabgeordneten intensiv mit der Angst der Frauen und Mütter auseinandergesetzt haben, ansonsten würde Ihre Entscheidung über den Verbleib unserer Soldaten in Afghanistan anders aussehen.

127

Hans:
23. August 2009 um 20:11 Uhr

Dauschland raus aus Afghanistan, natürlich. Wir sind doch alle für Frieden auf der Welt. Aber was ist die Alternative. Hirnrissige religiöse Eiferer schiknanieren seit Jahrzehnten das afghanische Volk. Können wir da wirklich tatenlos zuschauen.
Warum sollen wir Deutsche uns die Hände schmutzig machen. Auf dem Balkan haben doch auch die Nigger aus dem verhaßten Amerika die Drecksarbeit für uns stolzen Europäer gemacht. Die selben Amerikaner haben Europa vom Nazi-Terror befreit. Gott sei Dank hatten damals die sogenannten Pazifisten in Amerika nichts zu sagen.

Wir Deutschen leben vom Handel mit der ganzen Welt. Unseren Wohlstand finanzieren auch die Ärmsten in Ländern wie Afghanistan. Aber Verantwortung brauchen wir für diese Menschen nicht übernehmen.

Ich habe schon als Kind gelernt, dass sich die Völker der Welt gegen Tyrannen der Welt auflehnen müssen. Dies ist nicht nur ein Recht, sondern auch eine Bürgerpflicht.

In Afghanistan werden Frauenrechte mit Füßen getreten. Wo bleibt da der Aufschrei unserer Feministinnen.

128

PSL Jünger:
23. August 2009 um 20:11 Uhr

Wie können wir uns als “Westen” oder als die “zivilisierte Welt” anmaßen, einem Land bzw. einer Gesellschaft die seit jahrhunderten ohne echte Zentralregierung oder ein nationalen Gemeinschaftsbewusstsein lebt, die demokratischen Prinzipien aufzuzwingen. Die Demokratie hat sich im Westen auch über eine lange Zeit entwickelt.
Nur so nebenbei: Frauen waren noch bis vor 100 Jahren auch in europa menschen zweiter klasse. Und: Demokratie mit Soldaten zu verbreiten ist ein törichtes Unterfangen!!!

129

Fuzzi:
23. August 2009 um 20:13 Uhr

Ich muss mich korrigieren, das Thema PTBS findet Beachtung, aber wenig (s. News-Suchergebnis).

130

pc-wg:
23. August 2009 um 20:13 Uhr

Habe mich gerade ganz mutig auf Dr. Jungs homepage getraut. Gestern Tennenfest in Gernsheim, morgen Markt in Rüsselsheim und heute mal kurz bei Anne Will (in markigen Worten?) unsere Soldatenjungs loben? Nein, das kann und werde ich mir nicht antun. Denn Hoffnung, dass Herr Scholl-Latour ihn auf seine reale Größe zurecht stutzt, habe ich leider nicht.
Dr Jung, “unsere” starke Stimme in Berlin. Für Sicherheit und Stabilität. Für mich ist das nur noch makaber.
(Franziska aus der pc-wg).

131

Herbert W.:
23. August 2009 um 20:17 Uhr

Ich hoffe in unserem Interesse, dass kein Afghane von uns die Parole übernimmt, das eigene Land am Ende der Welt verteidigen zu wollen. Es hat uns bis jetzt kein Afghane auf unserem Boden angegriffen und doch “verteidigen” wir uns, indem wir helfen, ein anderes Land zu bombardieren. Nicht auszudenken, wenn die Afghanen das gleiche Recht fordern würden, mit dem Unterschied, dass sie bereits angegriffen wurden.
Zum Glück fühlen wir uns ja so zivilisiert und deshalb Anderen überlegen, nur so ist für uns Recht was andere zu Mördern macht.

132

Luci:
23. August 2009 um 20:21 Uhr

Sehr geehrte Frau Will, nehmen Sie bitte Ihre Verantwortung wahr, lassen Sie es diesen Kriegsprotagonistenh nicht durchgehen dass sie diesen Krieg gegen die absolute Mehrheit des deutschen Volkes führen, sie führen ihn aber in unser aller Namen- ich möchte mir verbitten, dass in meinem Namen Menschen dort zu Tode kommen, Kriegsverbrechen begangen werden, alles nur um US-amerikanische strategische Interessen-dieser Krieg ist völkerrechtswidrig, sie nennen ihn nicht Krieg weil das unabsehbare Folgen haben würde, das wollen sie nicht – die Aufständischen machen nichts anderess, als sich gegen eine Besatzung zu wehren –

133

Rene:
23. August 2009 um 20:30 Uhr

Viele regen sich hier auf und wenn es am 27.09. dann zur Wahl geht, wählen sie entweder gar nicht oder zum Großteil (wieder) SPD oder CDU/CSU. Es gibt Parteien, die für einen (baldigen) Rückzug sind. Es gibt Parteien, die gegen eine Wehrpflicht sind. Es gibt Parteien, die grundsätzlich der Meinung sind, die Bundewehr hat im Ausland eigentlich nichts verloren. Aber bei der Wahl interessiert es keinen. Kaum jemand weiß, dass man mit 1. UND 2.Stimme am 27.09. keine der beiden (noch) größeren Parteien wählen muss. Man hat die Alternative. Aber jammern ist anscheinend für die meisten Deutschen schöner, als der seit 1949 herrschenden Parteienklique SPD und CDU/CSU mal mit dem Wahlzettel zu zeigen, dass sie sich nicht alles erlauben können. Aber das gäbe ja Konsequenzen, und die will dann am Schluss anscheinend doch keiner. Eine Konsequenz wäre nämlich unter anderem, dass man die Bundeswehr ohne Auslandseinsätze eigentlich nicht wirklich in dem Umfang bräuchte. Oder wer glaubt heute noch, dass Deutschland von England, Frankreich, Niederlande, Schweiz, Österreich, Polen, Tschechien, Belgien, Luxemburg, Dänemark etc. angegriffen werden würde?

Man stelle sich Kasernenschließungen vor, Kürzung des Wehretats, Entzug von vergebenen Panzerproduktionsaufträgen, Abbestellung von Euro-Fighter-Kontingenten und das alles zu Gunsten u.a. von Bildung, Wohnbausanierung von Sozialwohnungen, öffentliches Verkehrswegenetz, Kindergärten und natürlich menschenwürdige Arbeits- und Lohnbedingungen und vieles mehr.

134

Antimaterie:
23. August 2009 um 20:47 Uhr

Zu diesem Thema fällt mir ein Liedchen ein, dass ich einst gehört habe. Ich Danke Konstantin Wecker für diese provokanten aber klare Worte.

“Erst bauen wir Waffen dann verkaufen wir sie weiter
dann wird ein Krieg geführt, natürlich ein gescheiter
Dann stellen wir uns auf irgendeine Seite
die andere geht dann selbstverständlich pleite.
Dann finden wir das ganze ganz gemein
und sammeln unsere Waffen wieder ein.

Dann gilt es einen Krisenherd zu schaffen
der braucht dann dringend unsere alten Waffen
Und währenddessen basteln wir an etwas neuen
Um einen potentiellen Gegner zu erfreuen.
Die muss man dann natürlich ausprobieren
am lebenden Objekt studieren
Begleiterscheinungen wie Hungertod und Qual sind zwar ein Schaden
jedoch nur kollateral
Begleiterscheinungen wie Hungertod und Qual sind zwar ein Schaden
jedoch nur kollateral

Dann zündet wieder einer irgendwo die Welt an
dann kommt der richtige mal wieder an mehr Geld ran
Das macht dann irgend jemanden zu schaffen
schon braucht man wieder neue Waffen.
Und während weltweit alle produzieren
wir kommen kaum noch nach mit Produzieren
wir züchten weiter emsig Patrioten
und halten sie als nützliche Idioten.
wir züchten weiter emsig Patrioten
und halten sie als nützliche Idioten.

Dann brauchen wir noch irgendeinen Bösen
Von den wir dann die freie Welt erlösen
und finden wir nicht gleich einen gemeinen
dann basteln wir uns eben einen
Es ist doch klar dass jeder andere schlecht ist
Wenn unsere Sache einzig richtig und gerecht ist
Drum lasst uns ewig weiter Waffen bauen
die wir den anderen um die Ohren hauen.
Man kann das nennen wie man will
Humanitärer Oberkill
Heiliger Krieg, gerechte Sache
Die Fahne hoch, das ich nicht lache.
Die ganze Sache schenk ich ihnen
beim Krieg geht’s immer nur ums Geld verdienen.
und die Freiheit ist, auch dieses Lied beweist es
nur die des Marktes
und nicht die
des Geistes.”

Konstantin Wecker

135

Michael O:
23. August 2009 um 20:51 Uhr

Die Bundeswehr sollte ” RAUS” aus Afghanistan, keine Kriege für Fremden Interessen.
Diese Land kann man nicht befrieden, sollen die USA und Engländer ihre Kriege allein führen und Finanzieren.
Auch sollte Deutschland sich aus der Kriegspropaganda gegen den Iran raushalten,
ist schon widerlich was der Westen wegen Öl so alles anstellt und alle Drücken ein Auge zu !

136

Verteidigung:
23. August 2009 um 21:05 Uhr

Die deutsche Bundeswehr ist in Afghanistan deplaziert bzw. de-stationiert. Sie soll Deutschland im Angriffsfall verteidigen, aber weder südasiatische Länder retten noch zivilen Aufbau leisten, um die Gerechtigkeit auf Erden herzustellen.

137

Lenchen:
23. August 2009 um 21:11 Uhr

Die wichtigste Lektion, die wir aus unserer Geschichte zu lernen hätten, wäre doch: Unsere Grenzen zu akzeptieren.

Hybris hat viele Gesichter.

138

c.carlo:
23. August 2009 um 21:13 Uhr

@106 Peter Fischer
Herr Fischer, hier muss ich die Aussage von -110 wolf- unterstützen. Es gibt hier viele Menschen deren Meinung ich unbedingt Teile und die mit meinen Ansichten konform sind.
Leider habe ich nicht die Gabe meine Gedanken in solch einfach verständliche Worte zu fassen wie Sie -und viele andere hier- es können. Deshalb möchte ich mich an dieser Stelle, stellvertretend auch für alle anderen- bei Ihnen für ihre klaren Worte bedanken. Machen Sie, und alle andern weiter so, es geht um unsere aller Zukunft.
c.carlo

139

Heinz Sch.:
23. August 2009 um 21:14 Uhr

Nur am Rande möchte ich einmal daran erinnern, dass die Taliban von den Amerikanern im Kampf gegen die Russen geschaffen wurden! Davon aber abgesehen, über 70% der Deutschen sind heute gegen eine Kriegsbeteiligung der Bundeswehr in Afganistan. Und die Zahl der Kriegsgegner wird weiter anwachsen. Beeindruckt das aber unsere demokratischen Volksvertreter, mit dem Einsatzminister Jung an der Spitze? Natürlich nicht, da sie ja, solange sie im Amt sind, nur noch ihrem Gewissen unterworfen sind. Und nur sie wissen ganz genau, dass unsere Freiheit am Hindukusch verteidigt werden muss.

140

Lenchen:
23. August 2009 um 21:23 Uhr

Herr Jung hat heute abend die einmalige Chance, mit der auf Joschka Fischer zurückgehenden “Pflasterstein”-Tradition der Außenpolitik zu brechen: Nach meinem Dafürhalten ist die beste Außenpolitik ein glaubwürdiges, um Versöhnung bemühtes und durch und durch stimmiges Auftreten, das nationale Inkongruenz konsequent bekämpft.
Also: Schluss mit Rüstungsexporten, Rückkehr zu einer Kultur und einer Lebensweise, die wir auch vor der Gegenwart und nachfolgenden Generationen in vollem Umfang verantworten können.
Oder haben wir nicht mal uns selbst in der Gewalt?

Wie sagt die Bibel irgendwo (ich glaube in den Sprüchen Salomos) so schön:
Besser, als Städte und Länder zu erobern, ist es, das eigene Herz zu bezwingen.

141

Schröder:
23. August 2009 um 21:25 Uhr

Raus aus Afghanistan und sofort. Eine Frage. Warum hat USA bei Sowjetische Besatzung Taliban bewaffnet und unterstuzt und Karsai dabei, nach dem wan haben die Taliben sein Vater getötethat er Taliban verlassen? Warum sollen die Deutsche Soldaten fürs korrubtes Land, fürs Drogenboronen-Bruder Karsai sterben? Mann kann nicht in die USA-Demokratie mit Gewalt das Land reinjagen.

142

Alex Castelano:
23. August 2009 um 21:29 Uhr

Ich bin mir sicher, dass viele der Schreiber/Leser dieses Blogs nicht wissen, dass Deutschland der weltweit drittgrößter Rüstungsexporteur nach den USA und Russland ist. Damit werden auch Arbeitsplätze “gesichert”, denn “sozial ist, was Arbeit schafft”.

Wahrscheinlich wissen die geneigten Schreiber/Leser auch nicht, dass Deutschland andauernde Waffen an Israel verkauft(e), obwohl Waffenexporte in Krisegebiete nach deutschen Ausfuhrregelungen strikt untersagt sind.

Dabei fällt mir noch ein, dass seit der Entmachtung der Taliban im Jahre 2001 nach UN-Angaben die Opiumproduktion auf das 42-Fache gestiegen ist und im vergangenen Jahr knappe 9000 Tonnen betragen hat. An der 2001 begonnenen “Anti-Terror-Operation” in Afghanistan nehmen rund 60 000 Soldaten aus 42 Ländern teil. Wie ist gestiegene Opiumproduktion überhaupt möglich und welchen Auftrag haben die dort stationierten Soldaten überhaupt zu erfüllen? Etwa die Mohnfelder verteidigen? Oder ist es “nur” die geostrategische WIchtigkeit dieses Landes, die die “zivilisierten”, “Demokratie” bringenden Länder dieser Erde zu verteidigen versuchen?

Ihr Moralapostel, hört also endlich auf zu heucheln und über Sachen zu schreiben, die mit der Realität kaum bis wenig zu tun haben.

Im Übrigen sind es nicht die Waffen, die Menschen umbringen, nein, Menschen bringen Menschen um!

143

Peter Fischer:
23. August 2009 um 21:32 Uhr

Wenn Wir schon angeblich den Afghanen die Demokratie mit Waffengewalt aufzwingen wollen, dann sollten wir diese selbst erst mal haben. 70 Prozent gegen den Krieg in Afghanistan, 70 Prozent für Mindestlöhne, 75 Prozent gegen den Vertrag von Lissabon und gemacht werden all diese Dinge trotzdem. Was wollen wir dort lehren???

144

Peter Fischer:
23. August 2009 um 21:36 Uhr

C.carlo und wolf, einfach Danke dafür, dass es Sie gibt!!!

145

fred mann:
23. August 2009 um 21:37 Uhr

Zu Rainer aus Oldenburg …@ 98 …..
Sicher wählen mehr als 7 % die LINKE, weil diese Partei alleine für den Abzug aus Afghanistan und für die Rechtebewahrung der Volksmehrheit eintritt, wird diese Partei schon in den BT mit ….ca. 12% plus einziehen!
Umfragen vor der Wahl sind wahre, absichtliche Täuscher u. gewählt wird nur am Wahltag!
Wenn die SPD derzeit über einen Abzug aus Afgh. leise nachdenkt, ist das doch nur ein irres, schizophrenes Geschwätz zum Wahlkampf.
Alle Machtvertreter der Kapitalinteressen, die CDU, SPD, FDP u. Grüne sprechen in diesem Falle, wie auch durch Schaffung von Arbeitsplätzen nur im Konjunktiv (hätte, könnte, sollte…)
Alleine die LINKE spricht hier im Imperativ! Das heißt ohne umherzueiern!
Wenn die Umstände es erst erzwingen, dass die „militärischen Aufbauhelfer“ so liebevoll aus diesem Lande herausgemobbt werden, erhält diese Zukunft wieder eine neue Geschichte.
Sodann hat die LINKE wieder recht, was selbstverständlich nicht in den Kram nicht nur der Unterschichtenmedien passt.
Dann beginnt wieder das Fälschen neuer gegenwartlicher Programme und Ziele!
Das gut vorbereitete Interview des Propagandisten Peter Frey mit der Kanzlerin brachte heute zu Afghanistan auch keine neuen Erkenntnisse, sondern nur Friede, Freude, Eierkuchen und nur ein zünftiges da, da, da…………!
Das ist auch ausreichend für GEZ- Zahler, was auch gewollt ist.

146

Harald L:
23. August 2009 um 21:45 Uhr

Sehr geehrter Herr Jung!
Sie als Verteidigungsminister befehlen unsere jungen Soldaten nach
Afghanistan. Ihrer Meinung nach ist dort ja kein Krieg. Wenn das stimmt
schicken sie sie dort hin obwohl sie genauestens wissen das sie dort von
schwerbewaffneten Verbrechern ermordet werden?Bitte zitieren Sie unsers Verfassung
und sagen sie allen Zuschauern wo so etwas geschrieben steht und nennen
sie doch bitte bei der Gelegenheit die Summe die dem Steuerzahler dafür
auferlegt wird.

147

Dirk Natusch:
23. August 2009 um 21:45 Uhr

Ein Rückzug aus Afghanistan ist dringend erforderlich.
Denn die deutsche Außenpolitik ist meines Erachtens von einer ausgesprochenen Heuchelei geprägt!
Die deutschen Interessen in der kaspischen Region und in Zentralasien werden in der Öffentlichkeit zu wenig thematisiert.
Der (mittlerweile verstorbene) Politikwissenschaftler Dr. Erwin Müller (Institut für Friedensforschung und Sicherheitspolitik Hamburg) hat sie jedoch bereits 1993 klar benannt:
,,Als Nationalstaat hat dieses Deutschland natürlich auch ganz normale ,,nationale” (also auch ,,vitale”) Interessen: Sie sind globaler Natur und schließen nicht zuletzt auch den ökonomischen Aspekt des ungehinderten Zugangs zum Weltmarkt und zu relevanten Rohstoffquellen ein, die bekanntlich gutteils fernab der deutschen Grenzen vorzufinden sind. Konflikte und Krisen in jenen notorisch instabilen Regionen tangieren (daher) auch deutsche Sicherheitsinteressen. Wo ihnen mit nichtmilitärischen Mitteln (etwa ökonomischen Strategien) nicht beizukommen ist, da ist auch ein angemessener deutscher Beitrag zum militärgestützten Konfliktmanagement (zur ,,Friedensschaffung”) verlangt.”
Erwin Müller zeigte schon damals auf, auf welche Regionen die Bundeswehrplanungen mit den Verteidigungspolitischen Richtlinien von 1992 abzielen:
,,Der Ort des brachialen Geschehens könnte vornehmlich in der als Krisenbogen etikettierten (und nicht allzu fernen) Region vom Maghreb bis zum Iran oder gar Indien liegen, die besonders interessanten und brisanten mittelöstlichen Erdöllagerstätten inklusive. Dem Aufbau der zur erfolgreichen Verfolgung solch weitgesteckter Ziele benötigten Interventionskapazitäten kommt im Rahmen der Bundeswehrplanung höchste Priorität zu. Er wird noch einige Jahre in Anspruch nehmen; dann aber wird man zumindest den alten Kolonialmächten Europas als vollwertige Interventionsmacht zur Seite stehen.”
Am Ende seines Beitrages wies er auf die Gefahren hin, die sich aus dieser Entwicklung ergeben:
,,Das eigentliche Problem, mit dem sich die Deutschen und ausgewählte ausländische Gesellschaften konfrontiert sehen könnten, dürfte die Beteiligung deutscher Streitkräfte an kollektiven Interventionen im Kielwasser primär der Vereinigten Staaten sein, egal, ob unter der Flagge der Vereinten Nationen oder auf einer anderen Legitimationsbasis. In diesem Kontext könnte es gelten, bereits den Anfängen zu wehren.“
Den europäischen Eliten aus Politik und Wirtschaft war schon in den
90er Jahren bewußt, dass für weiteres Wirtschaftswachstum in Europa neue Energiequellen in der europäischen Peripherie erschlossen werden müssen und dafür politische Stabilität erforderlich ist, die es auf militärischem Wege herzustellen gilt. Afghanistan bildet in diesem Zusammenhang einen strategisch wichtigen Standort: Das Land liegt in der sogenannten ,,Strategischen Ellipse”. Das ist ein Gebiet, das sich vom persischen Golf über den kaspisch-kaukasischen Raum bis hinein nach Russland erstreckt. Dort konzentrieren sich achtzig Prozent der fossilen Brennstoffe! Bis auf den Iran und Russland besitzen die Länder dieser Region jedoch eine geringe politische Stabilität.

Wie wir heute wissen, hat Deutschland vermutlich deshalb den 11. September 2001 zum Anlass genommen, im Kielwasser der USA seine Streitkräfte in Afghanistan zu stationieren. ,,Erstaunlicherweise“ genau in der Region, die der Politikwissenschaftler Erwin Müller 1993 als Krisenbogen beschrieb. Dabei ist festzuhalten: Ohne den Anschlag in den USA hätte Deutschland niemals dauerhaft Militär in dieser Region stationieren können. Es wäre in der Öffentlichkeit und im Parlament nicht durchzusetzen gewesen.

Die Diskussionen um den Bau der Nabucco-Gaspipeline zeigen, dass die europäischen Staaten ein Interesse an
Gaslieferungen aus Usbekistan, Turkmenistan, Iran und dem Irak haben. Mit der Europäischen Sicherheitsstrategie wurde bereits festgelegt, das die Energieversorgung für Europa in nächster Zeit
mit multinationalen Krisenreaktionskräften, an denen auch Deutschland mit großen Kontingenten beteiligt ist,

militärisch abgesichert werden soll. Diese Militäreinheiten sind ab 2010 voll einsatzbereit. Die derzeitige
Ausweitung der deutschen Militäreinsätze und der Einsatz der AWACS-Flugzeuge lassen sich deshalb auch so deuten, dass in den Militärstäben bereits Einsatzszenarien durchgespielt werden, bei denen es deshalb um die Absicherung der Ressourcenbasis der EU in den umliegenden Ländern geht und nicht mehr primär um den Wiederaufbau in Afghanistan. Ich habe das Gefühl, dass das der Fall ist und die Politiker nicht offen darüber
sprechen!!

Meines Wissens haben sich die Lebensverhältnisse der afghanischen Bevölkerung in weiten Teilen des Landes in den letzten Jahren nur unwesentlich verbessert. Schuld daran sind u.a. die geringen Steuereinnahmen,
die westliche Firmen im Staatshaushalt hinterlassen. Die Wut in der Bevölkerung über fremdes Militär im Land
ist deshalb durchaus nachvollziehbar.
Die derzeitige Eskalation der deutschen Militäreinsätze in Afghanistan ist deshalb meiner Meinung nach nicht erstaunlich.

148

Erika K.:
23. August 2009 um 21:46 Uhr

@ 138 c.carlo

Wie Sie habe ich nicht die Gabe, meine Gedanken in so einfach verständliche Worte zu fassen wie Peter Fischer, wolf, Till Eulenspiegel, Antimaterie und viele Andere. Deshalb möchte ich mich Ihnen ausdrücklich anschließen und mich bei ihnen allen für die tollen Beiträge bedanken, besonders auch in diesem Blog.

Freundliche Grüße, Erika K.

149

Ronny Alpha:
23. August 2009 um 21:52 Uhr

Wieso drückt sich der Verteidigungsminister vor einer klaren Antwort.

150

tonias:
23. August 2009 um 21:52 Uhr

trauriges votum ergebnis,egal?? menschen leben ist dem volk egal??ich wünschte mir so sehr dass die linke die wahl gewinnt,es scheinen doch die einzigen noch zu sein,die normal denken!!! bitte bevölkerung denkt mal drüber nach,die richtigen zu wählen!!!

151

Peter Moehrke:
23. August 2009 um 21:58 Uhr

Herr Jung sollte einmal ein paar Bücher von Michael Moore lesen und würde feststellen, dass er keine Ahnung hat, von wo der Terror losging, warum Terror entsteht und für wen Krieg in Afghanistan geführt wird. Wenn man sich da mal schlau macht, wie die Situation in verschiedensten Ländern und nicht nur in Afghanistan ist, wie Armut entsteht und wer dafür verantwortlich ist. Wir schicken Soldaten nach Afghanistan, um den Profit von Konzernen zu sichern.

152

Muechler,Hans-Christoph:
23. August 2009 um 21:59 Uhr

Ich sehe gerade die aktuelle Sendung über Afghanistan und vermisse bitterlich einen Diskutanten,der dort lebt und viel Erfahrung hat:Dr.Erös,ehem.Bundeswehrarzt.
Der betreibt sogar im Süden Schulen und Krankenstationen und hat m.Erachtens nach den einzigen sinnvollen Vorschlag zur Bekämpfung des Mohnanbaues,nämlich –
den Rohstoffden Bauern legal abkaufen und vor Ort eine Pharmafabrik zue Herstellung von Opiaten aufbauen: dies würde den illegalen Markt austrocknen,Arbeitsplätze schaffen,Export schaffen und der Welt bitterlich benötigte Opiate verschaffen(z.B.für Afrika,schrecklich unterversorgt).
Er hat gerade in der Süddt.Zeitung einen lesenswerten Artikel verfasst

Mit frdl.Grüssen Dr.Hans-Christoph Müchler,Hamburg

153

Ronny Alpha:
23. August 2009 um 22:00 Uhr

Die Frage lautete doch wohl ob die BW die Lage vor Ort noch im Griff hat.
Warum läßt er Platitüden ab die keiner hören will

154

Hermann Landmeyer:
23. August 2009 um 22:04 Uhr

Ich sehe gerade die Sendung und stelle fest, Jung macht es wie immer. Er geht direkten Fragen aus dem Weg, indem er mit dem ewig gleichen Sermon spricht. Warum gibt er nicht endlich zu, dass wir uns in Afghanistan im Krieg befinden. Komischerweise reden alle anderen beteiligten Nationen vom Krieg in Afghanistan, nur Jung und seine Chefin Merkel nicht. Warum?

Ganz klar, kkein kanzler, möchte als Kriegskanzler in die Geschichte der Bundesrepublik Deutschland eingehen. Das ist verlogen und feige. Herr Jung soll endlich die wahrheit sagen. Diese Wahrheit heißt: “Jawoll, wir haben Krieg in Afghanistan”. Das wäre allen gegenüber ehrlich.
Für einen Aufbaueinsatz benötige ich keine Soldaten, das könen THW und andere NGO´s besser.

155

Dominik:
23. August 2009 um 22:04 Uhr

Herr Gysi, unserer friedliebender Sozialist, und seine Partei haben sich ja bekanntlich schon in den 80er Jahren, als sie noch Einfluss im Warschauer Pakt hatten, für einen Abzug der Sowjets aus Afghanistan stark gemacht.

156

Jacy:
23. August 2009 um 22:05 Uhr

Guten Abend!

Ich möchte auf diesem Wege auch 2 Fragen zum Thema Afghanistaneinsatz stellen.
Wie lange soll das noch so weiter gehen, dass Soldaten nach Afghanistan runter geschickt werden ohne vorher zu wissen auf was sie sich da überhaupt einlassen? Das tun sie nämlich nicht! Keiner weiß den genauen Auftrag, jeder denkt mich erwischt es schon nicht.

Mein Freund wurde am 07.06.2009 in Kundus schwer verletzt (Durchschuss) und er hatte mehr als Glück dies überlebt zu haben. Er hat im wahrsten Sinne des Wortes sein Arsch dafür hingehalten. Nun muss er Unverschämtheiten einfach so hinnehmen, wie zum Beispiel eine Rückzahlung seines Auslandsverwendungszuschlags vom Juni. Wie als könnte er was dafür, dass er angeschossen wurde und nun wieder in Deutschland ist. Von einer Entschädigung ist bis jetzt auch noch nicht zu rechnen. Weder von der eigenen privaten Unfallversicherung (mit der Begründung, es handle sich um ein Kriegsgebiet) noch von der Bundeswehr.

Auch wenn es für mich das Wichtigste ist das er die ganze Sache überlebt hat und Geld niemals diese schwere Zeit entschädigen könnte, wäre es doch das Mindeste von der Bundeswehr ALLEN verletzten Soldaten eine Wehrdienstbeschädigung zu gewähren. Oder wie sehen Sie das?

PS: Ein Lob muss ich der Bundeswehr trotz aller Kritik aussprechen, was die ärztliche und psychologische Behandlung anbetrifft.

157

K.P.:
23. August 2009 um 22:06 Uhr

Ich finde es faszinierend, wie Anne Will es schafft an den interessantesten Stellen das Thema zu wechseln. Die Gästewahl finde ich eigentlich sehr gut…

Link wurde entfernt

158

Freimut Dege:
23. August 2009 um 22:06 Uhr

Warum gilt eigentlich für das Land Afghanistan nicht eine solch schlichte Selbstverständlichkeit, wie jene, wonach ein beschädigtes Haus von denjenigen wieder in Ordnung zu bringen ist, die es zuvor demoliert haben? Und das waren doch wohl die Russen, die Amerikaner und die Afghanen selbst. Die Europäer haben in diesem Land überhaupt nichts zu suchen und die Deutschen am allerwenigsten.

159

Siegmar Unger:
23. August 2009 um 22:06 Uhr

Herr Jung ist auf dem Holzweg.

Er sollte mal selbst als Soldat an der Front kämpfen, da würden ihm die flotten Sprüche aber schnell vergehen. Zudem sollte er das Grundgesetz mal durchlesen, da steht nämlich drin, dass dieser Krieg verfassungwidrig ist.

Warum marschieren wir nicht in China ein? Da werden die Menschenrechte zu tiefst verletzt.

Warum marschieren wir nicht in Russland ein? Da werden regimekritische Journalisten erschossen.

Lange Rede kurzer Sinn, jeder Krieg ist sinnlos, Herr Jung ist hypnotisiert. Er schätzt die Lage völlig falsch ein.

Mit friedlichem Gruß
Siegmar Unger

160

Gabriele Raschke:
23. August 2009 um 22:07 Uhr

Wenn man einen Krieg mit gestaltet/unterstützt hat, kann man sich nicht einfach zurückziehen und die Betroffenen im Land ihrem Schicksal überlassen … man trägt Verantwortung.

161

Sarasota:
23. August 2009 um 22:09 Uhr

Hallo , sehe gerade Ihre Sendung , unser Minister Jung redet so einen Müll hat denn
der Mann überhaupt von etwas eine Ahnung.

162

Peter Fischer:
23. August 2009 um 22:09 Uhr

Die Öffentlichkeit muss an Krieg gewöhnt werden äußerte gerade der Herr im hellen Anzug. Dem habe ich nichts mehr hinzu zu fügen!!!

@ Erika K.

Auch Ihnen ein herzliches Danke!!!

163

Wolfgang Bischoff:
23. August 2009 um 22:09 Uhr

Eine Armee schützt immer von “innen” nach “außen”.- Alles andere ist Annexion oder Polit-Ein-Schleimerei. Um etwas zu beweisen, was auch immer.
Schickt die Leute, die das befehlen dorthin. bw.

164

Friedrich Z.:
23. August 2009 um 22:09 Uhr

Das ist wirklich lächerlich.
Die USA sind in Afghanistan im Krieg, wir aber angeblich nicht.
Der Verteidigungsminister weigert sich lediglich das Wort “Krieg” in den Mund zu nehmen, weil er sich sonst vielleicht vor Gericht verantworten müsste.
Man kann also Krieg machen nur nicht davon sprechen, dann kommt man damit durch.

165

H.Otto:
23. August 2009 um 22:09 Uhr

Ich frage mich ob Herr Jung selber glaubt was er erzählt. Weicht auf konkrete Fragen mit Floskeln aus und flüchtet sich immer wieder in Aussagen, die man genau so oder ähnlich in nichts sagenden Presseerklärungen widerfindet.

166

Büchner, Elvira:
23. August 2009 um 22:12 Uhr

Ich verstehe vor allem die Linke nicht. Sie rühmen alle die Kämpfer in Spanien, die dort gegen die klerikalfaschistischen Franchisten gekämpft haben, Jeder weis, daß die Taliban noch viel schlimmer sind.: Klerikalfaschisten der übelsten, menschenverachtensten Art ! Diese Linke ist keine Linke mehr sondern ein ulkiger Verein, der offenbar jeden unterstützt, der gegen “die Amerikaner” ist. Die Welt ist nicht so einfach. Diese islamistischen Klerikalfaschisten sind auch keine Sozialrevolutionäre. Nicht nur gegen Frauen, was ja offenbar eh’ keinen interessiert, sondern – unsere Linken und Grünen wären wohl die Ersten, die am Baum hängen würden, wenn es nach denen ginge. Liegt es an der Vergangenheit der Linken, daß sie das nicht verstehen wollen? Und was heißt hier: Krieg ist keine Lösung? Hätte man auch die Nazis einfach machen lassen sollen? Vielleicht ein verständnisvolles Gespräch führen?

167

ein kritischer:
23. August 2009 um 22:12 Uhr

Ich finde es nicht fair, mit welchen Mitteln (Gästen) hier versucht wird, den Bundesverteidigungsminister fertig zu machen. Was soll denn der Hr. Peter Scholl Latour in dieser Runde? Er sollte doch lieber seinen Ruhestand genießen, statt unverständliche Äußerungen von sich zu geben.

168

Günther:
23. August 2009 um 22:12 Uhr

also warum lädt AW den so erfahrenen Mann Peter Scholl-Latour überhaupt ein, wenn sie ihn nicht einmal ausreden läßt.

169

roland endres:
23. August 2009 um 22:13 Uhr

und die finanzielle basis der taliban bleibt… der drogenhandel! warum wird diese basis nicht zerstört?

170

Loni:
23. August 2009 um 22:15 Uhr

wenn ich dieses gerede von Jung höre, wird mir schlecht.
Warum ist eigentlich noch nie jemand auf die Idee gekommen in diesen Länder nicht im Landesinneren, sondern die Soldaten entlang der Grenze einzusetzen, so das keiner raus und keiner rein kommt, solange bis diese Leute zur Vernunft kommen oder sie sich gegenseitig umbringen!! Warum sollen dafür Deutsche Soldaten den Kopf hinhalten. Herr Jung und andere sind dort ja nur zu Besuch.

171

Martina Sowieja:
23. August 2009 um 22:17 Uhr

Ich finde die Argumentation von Herrn Jung zum Kot… Ich habe selbser eine lieben Freund, der seit mehreren Jahren immer wieder in Afghanistan im Einsatz ist. Er war bis vor 2 Jahren fest von seiner Mission überzeugt. Er ist mittlerweile seit 1 Monat wieder dort unten und hat große Angst, nicht mehr nach Hause zu kommen wie so viele seiner Freunde zuvor. Und ich habe auch große Angst um ihn. Seine Mutter hat diese Angst mittlerweile nicht mehr ausgehalten und ist verstorben. Und dann sitzt da ein Politiker in seiner unglaublichen Überheblichkeit…

172

Christian Neu:
23. August 2009 um 22:17 Uhr

Bei allem Respekt, diese Sendung ist ein Witz.
Der einzige, der hier die Wahrheit ansprechen würde, PSL, wird weitgehend ignoriert.
Unabhängige Medien? Vergessen wir´s! Wir hören und sehen nur das, was für uns bestimmt ist.
Respekt Herrn Scholl-Latour, einer der letzten der nicht müde wird, auch in den Mainstream-Medien die mangelhafte Politik zu fordern.

173

Alex Castelano:
23. August 2009 um 22:18 Uhr

Herr Jung, Sie sind kein Verteidigungsminister, Sie sind ein Kriegsminister! Und das Leben unserer Soldaten und Soldatinnen, nicht nur in Afghanistan, geht Ihnen am Allerwertesten vorbei. Die Ziele, die Sie verfolgen, sind ganz anderer Natur und das wissen Sie sehr gut!

Deutschland befindet sich im Krieg, nach heutigem Neusprech heisst aber Krieg Frieden.

Ich empfehle allen hier sich den Film “Kriegsversprechen” anzuschauen, der dank YouTube jedem frei zugänglich ist.

174

Peter Mandler:
23. August 2009 um 22:18 Uhr

Hallo

Ganz einfach mal dem Herrn Peter Scholl-Latour zuhören!!!
Er ist der Einzigste der Gäste, der wirklich weiß, was in Afghanistan los ist, nicht nur dort, sondern im ganzem nahem Osten und darüber hinaus!

Peter Mandler

175

Karin Vollmann:
23. August 2009 um 22:19 Uhr

Herr Jung beteuert immer wieder, dort sei kein Krieg, was ist dann Krieg?? Herr Jung. Es kommen immer wieder Soldaten ums Leben, was ist denn das ?? Zum Anderen meine ich, wenn man in der NATO ist, haben wir die verdammte Pflicht auch den Kopf hinzuhalten. Nicht nur die Anderen NATO Staaten. Anne Will ist diesen Personen in keinster Weise gewachsen. Sie müsste energischer sein, eine Schlaftablette ist schneller.

176

Klaus:
23. August 2009 um 22:19 Uhr

Herr Jung sollte mal eine frage richtig beantworten!ist jeder deutsche tote soldat gerechtfertigt und befinden wir uns im krieg? nur ein ja oder nein!

177

dirass:
23. August 2009 um 22:20 Uhr

Wenn ich immer und immer wieder solche Diskussionen sehe/lese/höre, wird mir wirklich schlecht.
Es mag sein, dass die Welt weggeschaut hat, als die Taliban die Macht in Afghanistan übernommen haben – ebenso wie da und dort und überall wo Kriege entstanden. Aber warum müssen “wir” und dann im Nachhinein einmischen? Ich versteh es nicht! Vielleicht kann mir das mal jemand überzeugend erklären?
Bis zum September 2001 waren die Taliban unsere Freunde, wir haben mit ihnen verhandelt, weil wir scharf auf ihr Öl waren (SIND!). Die Amis haben ihnen sogar noch Unmengen an Geldern zur Verfügung gestellt. Und plötzlich sind sie die Feinde der Deutschen? Weil sie in einem anderen Land in zwei Bürotürme geflogen sind? Es war schrecklich und eine ganz neue Dimension des Kriegführens, keine Frage. Aber das ist in NY geschehen, nicht in Frankfurt. Vielleicht ist da etwas an mir vorbei gegangen, aber in Deutschland ist noch kein Anschlag von den Taliban verübt worden. Also, warum sind die Deutschen in Afghanistan? Das ist unnötige Einmischung. Es ist ein Krieg, in dem unnötig Menschen sterben. Dieser Krieg dauert nun inzwischen 8 Jahre an und ein Ende ist nicht in Sicht. Er bringt also keine Erfolge. Jeden Tag wird aufs Neue versucht, westliche Ordnung in dieses verwüstete Land zu bringen. Es gelingt aber nicht – seit 8 Jahren!!! Es gibt da ein Sprichwort: Nur ein dummer Wissenschaftler führt immer wieder den gleichen misslungenen Versuch durch.
Das deutsche Geld, das dort so sinnlos verbrannt wird, könnte viel sinnvoller in deutsche Angelegenheiten investiert werden. Immerhin planen unsere Politiker kostenlose Kindergartenplätze für alle…

178

Philip:
23. August 2009 um 22:21 Uhr

Herr Gysi und Herr Scholl-Latour sollten einmal konkret vorschlagen, welche Ideen und Alternativen sie haben. Stattdessen verheddern sie sich in Populismus und Verschwörungstheorien á la Michael Moore und entlarven sich damit im Grunde als diejenigen, die den Menschen in Afghanistan am allerwenigsten helfen. Aber das liegt vermutlich auch nicht in ihrem Interesse.

179

Schneckens:
23. August 2009 um 22:23 Uhr

Entschuldigung,
aber hat da auch nur einer Ahnung von dem was er da redet ?
Mein Mann ist Soldat, war in Afghanistan , und jeder ( !!! ) der dort war, denkt das Gleiche : Raus aus diesem Land, es ist sinnlos. Wenn geschossen wird, dann geht das öffentliche Geheule los, aber hallo ?? DAS NENNT MAN KRIEG!!!! Was dachten den alle? Das wir dort hingehen und artig ein paar Häuser bauen, wieder heimgehen und alles ist toll??
Lächerlich!
Und diese ständige Zensur ( der Feldwebel ist ein Witz … ) im Fernsehen über dieses Thema von seiten der Bundeswehr ist einfach nur lächerlich, sollen sie lieber mal ein paar Jungs hinschicken, die sagen wie es wirklich ist!

180

S. Jakob:
23. August 2009 um 22:24 Uhr

Herr Gysi spricht wieder einmal eifrig davon wie falsch und sinnlos der Einsatz der vereinten Nationen in Afganistan ist. Nur vermisse ich (wie so oft bei Herrn Gysi) Lösungsvorschläge wie man der Problematik stattdessen bei kommen könnte!
Herr Gysi, was sollte man Ihrer Meinung nach stattdessen tun?!

181

Friedrich Z.:
23. August 2009 um 22:25 Uhr

Der Einsatz ist richtig, weil wirkungsvoll. Wir hatten bisher keine Anschläge, also muss dies ausschließlich dem Krieg zu verdanken sein. Vielleicht führen wir wieder Tieropfer ein, damit die Sonne nicht erlischt. Kann ja nur von Erfolg gekrönt sein.

182

Ingrid Toillié:
23. August 2009 um 22:26 Uhr

Ich sehe gerade die aktuelle Sendung über Afganistan, die Kommentare von Minister Jung
kann ich nicht ertragen. Ich finde es ist eine Zumutung im zuzuhören und dass Frau Will ihn auch noch so lange reden lässt. Ebenso sind die Kommentare von Herrn Wolfssohn unmöglich, schlimm ist seine Grundeinstellung. Was zur Zeit läuft mit den Gesprächen mit den beiden Soldaten finde ich ebenfalls unmöglich. Was sollen diese Männer denn sagen !!
Frau Will hört sich nur Abenteuergeschichten an. Politische Entscheidungen sind erforderlich und keine Heldentaten. Das ist Füllung der Sendezeit. Unmöglich !!

183

Daniel:
23. August 2009 um 22:26 Uhr

Hallo,

da wird dauernd geredet das die Bundeswehr die beste Ausrüstung vor Ort hat….

Sagt mal, soll ich lachen über diesen Schmarrn!!

Es is genau so wie schon soviele gesagt haben. Man kann ja keine Kampfpanzer bzw. schwere Geschütze vor Ort bringen, sonst sieht dieß ja nach Krieg aus….

Man, schützt doch mal unsere Soldaten, was hilfts wenn high-tech Panzer bei uns in Deutschland in irgendwelchen Hallen rumstehn und da unten Deutsche Soldaten sterben!!!!!?????

Ich faß es nicht!! Dieße Herrn sollten auf Deutsch gesagt selber in den “gepanzerten” Fahrzeugen mal da durch die Wüste fahren….man, hätten die die Hosen voll, die hocken ja schon mit stahlhelm und splitterschutzweste im Flugzeug…..ich glaub sowas einfach nicht!!!
Leopard Kampfpanzer stehn in Deutschland und in Afganistan fahren Spielzeugautos rum…..armes, armes Deutschland!!!!!!!!!!!!!!

184

werner445:
23. August 2009 um 22:26 Uhr

Die Kriegspropaganda klappt hervorragend,wir können Stolz auf unser Land sein.
ES ist schön,das wenigstens die Soldaten ausreden dürfen…Danke Frau Will.

185

Peter Fischer:
23. August 2009 um 22:26 Uhr

Fassen kann ich nun beim besten Willen nicht mehr, was in dieser Sendung geboten wird. Dolmetscher ( Menschen ) werden in dieser Sendung offiziell Sprachmittel genannt. Die Bevölkerung ( unsere ) muss an Krieg gewöhnt werden. Es ist einfach unfassbar, was hier geboten wird. Ich schalte jetzt ab!!!

186

Sascha Stoltenow:
23. August 2009 um 22:26 Uhr

Neben Erös fehlt vor allem auch Winfried Nachtwei. Das wäre wohl zu viel Kompetenz gewesen. Außerdem frage ich mich, warum ein entsprechender Post von mir dazu ohne Kommentar entfernt wurde. Also, nächster Versuch: Wer sich ein umfassendes Bild jenseits der etablierten Medien machen will, findet in der kleinen Gemeinde der Blogger zum Thema sicher wertvollen Hinweise und Argumente. Allen voran bei Nachtwei:

Statt Links nun ein paar Tipps zum googlen:
winfried nachtwei
Augen geradeaus
Soldatenglueck
Weblog Sicherheitspolitik
Geopowers
Bendler-Blog

187

Sascha Stoltenow:
23. August 2009 um 22:27 Uhr

Und warum war es nicht möglich, Soldaten einzuladen, die sich kritisch zum Einsatz einzuladen?

188

kilgore trout:
23. August 2009 um 22:28 Uhr

Höre jetzt gerade die Show auf Deutschlandradio….

Geht’s eigentlich noch mit dieser Heldenverehrung von Soldaten? Kein Wort von diesem Helden über Tausende von getöteten Kindern und Frauen!

Ich KRIEG ‘ne Krise!!

189

Thomas L.:
23. August 2009 um 22:29 Uhr

Laut Hörensagen unterstützt der CIA weiterhin die Taliban, um eine langfristige Instabilität in Afghanistan zu erreichen, damit die U.S.A. und ihre “Verbündeten” weiterhin eine “Legitimität” zu haben scheinen, um dort “aktiv” zu sein, um politisch und wirtschaftlich ihre Ziele zu erreichen.

Ich hoffe, ich habe mich verhört oder es falsch verstanden.

190

Joe Black:
23. August 2009 um 22:29 Uhr

Na für mich ist das ganz eindeutig 1991 war ich selbst an den Irakkrieg beteiligt und was hat es gebracht garnichts,wenn man als Besatzer kommt werden nur die Jenigen jubeln die gegen das bestehende System waren.
Ausserdem wer ist dort eingerückt die AMIS also sollen die doch Ihre Jungs verheizen,ich möchte nicht das meine Kinder oder Enkel dort so was erleben müssen.
Sollen doch die Politiker und die es meinen dort hin zu müssen was änderen oder Sterben aber nicht auf Befehl von einigen Politikern.
Wie war das die einzige richtige Diktatur ist die Demokratische dann schiebt es ein Minister zu den anderen sag nur Stoltenberg (Waffenverkauf),Schreiber und Kohl.
Kriegsgewindler.

191

Jochen@Konstanz:
23. August 2009 um 22:30 Uhr

Sehr geehrte Damen und Herren,

die Bundeswehr hat nicht die alleinige Verantwortung für die Sicherheit in Afghanistan. Ein Problem ist meiner Ansicht nach das neben des ISAF-Einsatzes weiterhin die Operation Enduring Freedom in diesem Land durchgeführt wird. Die USA sollten ihr Militär dem Kommando der ISAF unterstellen und im Rahmen des ISAF-Einsatzes muss mehr zivile Aufbauarbeit geleistet werden.

Fragen an den Verteidigungsminister, wie “Haben Sie die Lage im Griff” halte ich nicht für Ziel-führend. Wenn dem so ist, sollte der Einsatz fortgeführt werden und wenn nicht dann erst recht, bis die Lage im Griff ist. Das ist dann der Fall, wenn der EInsatz von polizeikräften zur Herstellung der Sicherheit ausreicht und keine Armeen benötigt werden.

Der Einsatz der Bundeswehr im Rahmen der ISAF war und ist wichtig. Wir sollten den Soldaten dankbar sein, dass sie bereit sind ihr Leben einzusetzen dafür dass dieses Land in möglicherweise ferner Zukunft ohne Gewalt Leben kann.

Jetzt zu sagen dass der Krieg falsch war, löst das aktuelle Problem nicht.

Bei einem heutigen Abzug würde das Land implodieren, aber es muss eine zentrale Strategie der ISAF her, ohne eine diese Bemühungen möglicherweise torpedierende Operation Enduring Freedom, und ohne Einsätze der CIA oder von Blackwater/Xi-Söldnern.

Ich denke, dass von den militärischen Akteuren die Bundeswehr noch den am meisten besonnenen Ansatz gewählt hat. Dieser muss zivil und v.a. wirtschaftlich gestärkt werden. Und v.a. sollte was die Sicherheit anbelangt die Polizeiarbeit weit mehr ausgebaut werden.

192

G. Keinwasan:
23. August 2009 um 22:31 Uhr

Was bei der Diskussion untergeht
(allein Scoll-Latour sagt ein wenig dazu):
Warum machen die Afghanen das?
Warum töten sie die, die ihnen helfen wollen?

193

Armin:
23. August 2009 um 22:34 Uhr

Kurz zu Peter Fischer: Der offizielle Ausdruck für “Dolmetscher” ist “Sprachmittler” (war vielleicht schlecht ausgesprochen)

194

Klaus:
23. August 2009 um 22:34 Uhr

Warum kann der Minister keine Frage beantworten?ist das nicht traurig,so schwach!Hoffe heute müssen alle Soldaten diese Sendung gucken,damit Sie sehen wie schwach diese Person ist!Einfach nur traurig so eine Darbietung eines Ministers!

195

T.:
23. August 2009 um 22:36 Uhr

Ich bin eindeutig gegen den Krieg in Afganistan und anderen Ländern. Da in meinen Augen diese Kriege nicht dafür da sind um die “Internationale Sicherheit” herzustellen sondern um an Rohstoffe zu kommen bzw. die Rüstungsindustrie zu fördern. Krieg bringt Geld in die Kassen. Auch sehr schön in den Filmen “Endgame”, “Zeitgeist” etc. zu sehen, warum überhaupt das ganze soweit kommen mußte, das hat alles System.
Zu der Sendung: Ich finde die Auswahl der Gäste auch nicht wirklich gut. Herr PSL, Herr Gysi sollte öffter zu Wort kommen, die beiden werden ständig unterbrochen. Der Rest der Gäste leiern nur auswendig gelernte Floskeln runter.

196

Sascha Stoltenow:
23. August 2009 um 22:36 Uhr

Sprachmittler, nicht Mittel. Es geht um das Vermitteln.

197

Thomas L.:
23. August 2009 um 22:38 Uhr

Die Soldaten machen einen guten Job. Aha
Früher waren Soldaten im Krieg.

Schöne neue Welt

198

Rainer Stüllein:
23. August 2009 um 22:38 Uhr

Deutlich wird, dass Minister Jung und Herr Wolfsohn diesen Krieg wollen, Gründe dafür gibt es immer und werden als politische Lüge gern verkauft. Herr Scholl-Latour hat Recht. In Wirklichkeit geht es um das “Great Game” der Amerikaner, um die bedingungslose Gefolgschaft trotz deren Kriegsverbrechen dort und um Rüstungsgeschäfte. Heija, wie leuchten die Augen von Krauss-Maffei, Rheinmetall, EADS u.a., wenn neues Kriegsmaterial (neuer Angriffspanzer Puma für schlappe 3,1 Milliarden, neue Militärtransport-Airbusse, …) angeschafft werden soll. Bezahlen werden wir alle diesen unsinnigen, volkerrechtswidrigen Krieg und unbedarfte Soldaten werden für Sondersold “verbraten”. Deshalb raus aus Afghanistan, her mit politischen Lösungen, konsequente Hilfe für und mit den Afghanen selbst, militärische Absicherung höchstens durch Soldaten aus islamischen Ländern, die nicht als brutale Invasoren und Besatzer wahrgenommen werden. Im Übrigen kenne ich Land und Leute dort einigermaßen, meine Frau und ich haben dort in den 80igern 3 Jahre Aufbauhilfe im Bildungswesen geleistet..

199

Friedrich Z.:
23. August 2009 um 22:38 Uhr

Wirklich schäbig, das Schicksal eines Soldaten für die Rechtfertigung des Krieges zu benutzen (übrigens umgekehrt genauso verwerflich). Vielleicht wiederholt der Verteidigungsminister nochmal seine Aussage, wir würden in Afghanistan für die gefallenen Soldaten kämpfen. Das ist doch der beste Kriegsgrund, wenn man sonst keine mehr hat.
Die Politik missbraucht die Soldaten für ihre Verbrechen.

200

Lex Weyer:
23. August 2009 um 22:39 Uhr

Ich finde Peter Scholl-Latour und Gregor Gysi müssten einfach aufstehen und diese demagogische, lächerlich inszenierte Schrottsendung boykottieren!! Anne Will müsste überhaupt in Zukunft boykottiert werden…. nach einer solchen idiotischen Sendung. Ich koche vor Wut.

201

Dominik Stroot:
23. August 2009 um 22:39 Uhr

Ich selber war 2003 nachdem Bus-Attentat in Afghanistan. Der Einsatz ist schon wichtig gegen den Terrorismus, aber ich habe sehr große Kritik an die Führung der Truppe. Die Truppe wurde in den letzten Jahren radikal in der Ausbildung beschnitten. Soldaten haben mittlerweile keine richtige Ausbildung und diese Soldaten werden als nicht richtig ausgebildete Soldaten in den Krieg geschickt. Die Bundeswehr wurde verjüngt und die Führungskräfte bei den Unteroffizieren wurden entlassen und nachgerückt sind Soldaten mit einer mangelhaften Ausbildung. Hinzu kommt natürlich die mangelhafte Ausrüstung.

202

rkl:
23. August 2009 um 22:40 Uhr

dieses durcheinandergerede ist fürchterlich

203

Klaus:
23. August 2009 um 22:40 Uhr

Gysi,wie immer klasse!!!er sagt wie es ist und unser Minister,einfach schlecht!

204

jorgos G:
23. August 2009 um 22:40 Uhr

Wieviel deutsche Soldaten müssen fallen, bis das deutsche Volk begreift das wir uns in einem Krieg befinden der uns absolut nichts angeht.
Die in der Show interviewten Soldaten können doch ihre wirkliche Meinung nicht kundtun!
Sofern überhaupt vorhanden.

205

Alex Castelano:
23. August 2009 um 22:40 Uhr

Ich kann einfach nicht glauben, dass Sie, Frau Will, Herrn Peter Scholl-Latour in Ihre Sendung einladen und ihn gar nicht ausreden lassen. Höchstwahrscheinlich ist er der einzige Diskutant in dieser Runde, der wirklich Ahnung hat, wie die Menschen und nicht zuletzt die Taliban in Afghanistan “ticken”.

Frau Will, ich kann mir nicht vorstellen, dass Sie glücklich damit werden, an Kriegspropaganda beteiligt zu sein. Und bitte laden Sie den Kriegsminister Jung nicht mehr in Ihre Sendung – er ist eine Zumutung für jeden normal denkenden Menschen dieses Landes!

Auch habe ich heute erfahren, wie man heutzutage Demokratie buchstabiert:

D wie Drogenhandel und Diebstahl der Ressourcen
E wie Entführung und Erpressung
M wie Mord und Massenflucht
O wie Okkupation und Ohnmacht
K wie Korruption und Killerkommandos
R wie Repression und Resignation
A wie Arroganz, Anmassung und Angst
T wie Tot und Terror
I wie Invasion und Imperialismus
E wie Erniedrigung und Einmischung

206

Doretta Franz:
23. August 2009 um 22:40 Uhr

Es ist so lächerlich, dass Soldaten für einen Karnevalsordnen aus Blech ihr Leben riskieren und auch noch stolz darauf sind. Wie naiv die sind. Aber solche armen Menschen
werden von den Politikern gebraucht.

Anne Will, lass doch den Scholl-Latour mal reden, er ist doch der Kenner!!!!!

Raus aus Afghanistan.

207

Alexandra:
23. August 2009 um 22:41 Uhr

Frau Will schafft es, jeden interessanten Impuls abzubrechen, die Fragen unbeantwortet zu lassen und ist leider an anderer Stelle nicht fähig die “richtigen” Fragen zu stellen. Wirtschaftlicher Aufbau funktioniert nur, wenn Infrastruktur verbessert wird, die innere Lage des Landes stabilisiert wird usw.

208

Friedrich Z.:
23. August 2009 um 22:42 Uhr

Nach 8 Jahren wurde vereinbart eine Strategie zu entwickeln. Respekt Herr Jung!

209

Justus Jonas:
23. August 2009 um 22:43 Uhr

Nicht zum Thema, aber zur Sendung: Kann die gute Frau Will BITTE endlich mal aufhören die Diskussionen immer gerade dann in eine neue richtung zu !zwingen!, wenn sie gerade wirklich interessant werden?

210

Elisa:
23. August 2009 um 22:43 Uhr

Wenn die Verantwortlichen von K r i e g in Afghanistan sprächen, würden sie zugeben, dass sie das Grundgesetz missachten. Das Problem ist, dass wir bei Wahlen unsere Stimme a b g e b e n und die Gewählten nach den Wahlen machen was sie wollen. Was s i e wollen ?? Oder was die weltweite Waffenlobby von den Politikern verlangt ? Wenn es nur darum ginge Humanität und Demokratie in der Welt zu verbreiten müsste das alles ganz anders angefasst werden. Der schwachsinnigste Satz den ich in diesem Zusammenhang gehört habe ist, dass unsere Freiheit am Hindukusch verteidigt werden muss. Gewalt erzeut Gegengewalt. Wir holen uns den Terrorismus so erst ins Land. Natürlich wünsche ich mir für die Menschen in Afghanistan Frieden und ein freies Leben. Aber nach der Methode Jung wirds nix.

211

wethei:
23. August 2009 um 22:43 Uhr

nach der ganzen diskussion stelle ich fest, dass deutsche soldaten in 50 % aller länder einmarschieren müssten.frauen werden unterdrückt, demokratie gibt es nur ansatzweise, terroristen treiben ihr unwesen, etc. in wahrheit geht es um den machterhalt einer krimineller gruppe in dem land weil sonst amerika seinen einfluss in der gesamten region endgültig verliert.! wir haben da nicht das geringste verloren aber viel zu verlieren.

212

pc-wg:
23. August 2009 um 22:43 Uhr

@186 – Peter Fischer
“Die Bevölkerung muss an Krieg gewöhnt werden” wurde als Tiefpunkt nur noch übertroffen von Herrn Jungs Frage an Herrn Gysi: “Wie oft waren Sie schon in Afghanistan”. Dieser Kindergarten-Bubi, der sich in seinem Ministeramt sonnt, ist einfach unerträglich. Leider ging Herrn Scholl-Latours ach so wahrer Satz “Sie sagen nicht die Wahrheit” (oder so ähnlich) unter. Übrigens sprach die (Körper- und Sprach-)Haltung des “ausgezeichneten” aktiven Soldaten in Gegenwart seines Dienstherren Bände.

213

Heidilein:
23. August 2009 um 22:43 Uhr

Zwei Seelen wohnen in meiner Brust. Einerseits: Ich habe das Buch “Nach Afghanistan kommt Gott nur noch zum Weinen” von einem Kameraden aus Kabul geschickt bekommen (mit Widmung) und während der Lektüre mehrfach Tränen vergossen. Was dieses Volk mitgemacht hat, übersteigt wohl alles, was wir uns vorstellen können.
Andererseits: Ich erinnere mich noch gut daran, wie ich vor dem Fernseher gesessen habe, als der Bericht über den Anschlag auf den Bus mit deutschen Soldaten gesendet wurde. Viele der mir anvertrauten Patienten waren zu der Zeit in Afghanistan. Man kann kaum beschreiben, was einem da durch dn Kopf geht!
Es ist sicher die Pflicht Deutschlands, sich im Rahmen der Bündnisverpflichtungen an diesem Einsatz zu beteiligen, aber jetzt, da man das Sterben von deutschen Soldaten praktisch billigend in Kauf nimmt, ist wirklich angeraten, zu prüfen, wofür!
Ein wohlstandsverwöhnter Gysi, der weit Weg von Sand, Hitze und Kamelspinnen pseudodemokratisch-sozialpädgogisches Gedankengut zu verbreiten trachtet, hilft hier gar nichts. Auch kein weichgespülter, rhetorisch minderbegabter Verteidigungsminister. Hört denn der Autorin keiner zu?

214

Lex Weyer:
23. August 2009 um 22:44 Uhr

Anne Will, lassen Sie mal die Leute aussprechen die etwas zu sagen haben und nicht nur diejenigen die so eine Sch…. reden wie Herr Jung.

215

frankvorbach:
23. August 2009 um 22:44 Uhr

Der Einsatz in Afghanistan ist Krieg, auch wenn das Grundgesetz diesen Einsatz nur als Einsatz als Verbündete abdeckt. Aber der Einsatz wird erfolglos bleiben, solange die Koalition sich nicht auf eine gemeinsame Konzeption für das Vorgehen einigt und dieser Konzeption auch alle Beteiligten folgen. Die Einsatzart der US Truppen z.B. ist sehr unterschiedlich zu der Art des Einsatzes der Bundeswehr. Es gibt kein Beispiel für eine derartige erfolgreiche Kriegsführung, die USA haben hier die umfangreichste Erfahrung. So lange die afghanistanische Bevölkerung durch die ausländischen Truppen Schaden erleiden, können sie kein Vertrauen schaffen.

216

stachlig:
23. August 2009 um 22:45 Uhr

Mit einem schmunzeln musste ich vernehmen, dass Herr Gysi die Probleme dieser Welt am liebsten ausdiskutieren würde.

Leider hat er das Problem hierbei eindrucksvoll unter Beweis gestellt: Er lässt ja selbst niemand ausreden… ^^

217

Joe Black:
23. August 2009 um 22:45 Uhr

T,
Sehe ich genauso der Großteil der Bevölkerung ist dagegen,wir sind eine Demoktratie also raus dort.

218

schauhin:
23. August 2009 um 22:45 Uhr

Diese Sendung ist doch voll peinlich!
Warum sagt man nicht klar und deutlich, dass das Volk sich unter “bestimmten Umständen” nach Ausgang der Wahl auf MEHR – AUSGABEN im Millitärbereich oder eben weniger Ausgaben einzustellen hat. Die wahren Hintergründe des “EINSATZES der BW – wo auch immer – werden hier nicht besprochen. … und da bin ich mir mit und ohne BW sehr sicher…
Frau Will muss sehr gute Nerven haben und ein gutes “Gehalt” um dies so durchzuziehen.

219

harald witt:
23. August 2009 um 22:46 Uhr

ich frage warum mischt hier überhaupt das militär aus den nato – staten überhaupt ein, ich finde man sollte sich hier überhaupt nicht einmischen, den wenn ich das richtig sehe geht das hier eigentlich nur um wirtschaftliche interessen der nato und der usa. hier geht es um nicht´s anderes.
Wenn wir dieses volk in ruhe leben lassen klären sich alle probleme von selbst. jedes volk muss für sich selbst herausfinden wie es leben will und wenn es probleme gibt werden sie diese probleme sicher selbst lösen können ohne das wir uns daeinmischen

220

sebolon:
23. August 2009 um 22:46 Uhr

Es ist einfach unfassbar, dass gewisse Menschen in dieser Sendung sitzen dürfen. Es wäre ein Fest, wenn Menschen in Polit-Sendungen sitzen würden, die zumindest eine deutliche Aussprache an den Tag legen. Wasser statt Wodka. Aber das Schlimmste an dieser Sendung ist, dass die Wahrheit über Afghanistan in keinster Weise an den Tag gebracht wurde. Die Lage in diesem Land ist wesentlich prekärer, als diese Herren und Damen erzählen. Es wäre phantastisch, wenn die Bundeswehr zumindest halbwegs die Ausstattung hätte, die man auf der Welt für “Peanuts” kaufen kann..

221

Stefan:
23. August 2009 um 22:47 Uhr

Ich bin da der gleichen Meinung wie Gysi. Durch Krieg wird nur neuer Hass heraufbeschworen, die Konflikte entstehen erst durch Ungerechtigkeiten in der Weltordnung. Genau diese führen nämlich auch dazu, dass manche Staaten bei der internationalen Wirtschaft viel schlechter dastehen (gegenüber dem Zoll-Bollwerk-EU) und Länder in Armut bleiben. Dadurch kann keine saubere Bildung ausgebaut werden und es kommt nicht zum kritischen Denken in der Bevölkerung.

222

Nelson:
23. August 2009 um 22:47 Uhr

Also wenn ich den Herrn Jung reden höre wird mir wirklich schlecht.
Der redet über Ausbildung von Afghanen damit die selber in der Lage sind ihre Probleme zu lösen. Das läuft schon seit Jahren und wurde schon während meines Einsatzes in Afghanistan gemacht, von den Amerikanern. Und der Einsatz von deutschen Polizisten zur Ausbildung der afghanischen Polizei wurde überhaupt nicht erwähnt. Daran sieht man dass er gar nicht weiß was dort überhaupt vor sich geht.
Außerdem was will ich mit einer Regierung verhandeln die außer in Kabul und Umgebung nix zu sagen hat.
Vielleicht sollte Herr Jung selber mal ein paar Monate in Afghanistan verbringen und nicht immer nur die heile Welt bei seinen Besuchen vorgeführt bekommen.

223

Bernd Sch.:
23. August 2009 um 22:48 Uhr

Die Sendung ist eine Zumutung. Der Kompetenteste in der Runde, Herr Scholl-Latour, wird ständig abgewürgt. Ich denke , er sagt die Wahrheit. Dagegen merkt man sofort, der jung vertuscht und redet schön – muss er wahrscheinlich auch.
Was sind denn das für Zuschauer, die an den falschen Stellen klatschen? Sind das Claqueure oder begreifen die wirklich nichts?
Das ständige Gerede vom Krieg gegen den Terror ist doch der gleiche Unsinn wie bei G.W. Bush von seinem “war on terror” im Irak. Kein Afghane hat ein Attentat verübt!
Der Krieg dort produziert den Terror ebenso wie der Krieg im Irak den Terror im Irak produziert hat.
Die Erfolge sind herbeigeredet. Die Frauenrechte stehen nur auf dem Papier, der Drogenanbau ist enorm gewachsen, Kriegsverbrecher sind im Parlament usw usw.

224

Werner Schütz:
23. August 2009 um 22:48 Uhr

Schauen Sie sich doch bitte den Film mit Tom Hancs “der Krieg des Charly Wilsen”an.
Kriege sind immer das schlechteste Mittel zur Lösung einer politischen, sozialen oder wirtschaftlichen Situation.
Es trifft immer die falschen.Es war schon immer so.
Mit freundlichen Grüßen
W.Schütz

225

Joe Black:
23. August 2009 um 22:49 Uhr

Wenn ich nur den Jung sehe soll er dort Soldatspielen wuste garnicht das immer noch Kriegshetzer gibt.
Bei so was bekomme ich eine Hasskappe

226

Wlad:
23. August 2009 um 22:49 Uhr

Was ich in der Sendung vermiss ist das Thema Drogen.
Wen ich vermiss ist Christoph Hörstel.
Afghanistan ist ein strategisch sehr wichtiger Region,(Für die NATO und USA), weil man von da aus über die Grenzen von Russland,China,Iran,Pakistan und Indien hinausschauen kann.Und eventuell auch denn einen oder anderen mal ein bisschen Salz in die Wunde zu streuen.Das Ziel ist ja auch nicht die Sache da schnell zu erledige und weiter zu ziehen, sonder so lange wie möglich zu bleiben-den Eindruck habe ich.

227

werner445:
23. August 2009 um 22:50 Uhr

So…zuende ist die Sendung…und was haben wir gelernt?

“Nix”

Aber eines wäre da noch…unter was für Kriterien ablaudiert das Puplikum im Studio…wäre ich ein Ausserirdischer und würde die Reaktionen mitbekommen,da würde ich fluchtartig dieses Universum verlassen.

228

Egbert Hinzen:
23. August 2009 um 22:51 Uhr

Es ist wie das, was ich über Vietnam gelesen habe…
Truppen…klappt nicht…mehr Truppen…usw.
…endet trotzdem mit Rückzug/Flucht…

Oder Somalia…. oder… oder…

Also raus – und zwar jetzt!

Nein, nicht die armen afganischen Frauen – das ist ein anderes Thema!
Die interessierten vor 911 niemand – und an vielen anderen Orten auch nicht.

229

Bayerl:
23. August 2009 um 22:53 Uhr

Der Einsatz denn die Bundeswehr derzeit macht ist vollkommen richtig und es muss daran festgehalten werden wie er durchgeführt wird…….
Ich war selber bis vor kurzen unten, und habe fast ganz Afghanistan gesehen aber das einzige Traurige ist nach dem Einsatz,da man keine Psychologische hilfe bekommt sobald man zuhause ist bzw. ausgeschieden ist

230

Egbert Hinzen:
23. August 2009 um 22:54 Uhr

Aktueller Stand der Umfrage: ca. 70 % für Abbruch.
Für eine Verfassungsänderung würde diese Mehrheit problemlos reichen!

231

luci:
23. August 2009 um 22:54 Uhr

Jung – uaraghhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhh
Scholl Latour durfte permanent ins Wort gefallen werden, und wenn man ihm gnädigerweise das Wort erteilte, paar Sekunden – an seiner Stelle würde ich mich für derartige Alibiverannstaltungen nicht mehr zur Verfügung stellen – Jung,
was für ein ……….. – gut das dieser Krieg nicht bei anne will entschieden wird –
dieser Krieg ist verloren –

232

Thomas L.:
23. August 2009 um 22:54 Uhr

Und “unser” Verteidigungsminister (tschuldigung, ich kriege momentan einen Würgereiz) hat es eine Stunde lang geschafft, nicht daß Wort Krieg in den Mund zu nehmen.
Hat halt einen guten Sprachtrainer.

“Ist nur ein Einsatz”

Schöne neue Welt

P.S.: Im ersten und zweiten Weltkrieg, im 30 jährigen Krieg, im Vietnamkrieg, im Krieg in Angola, im Krieg in…..
Es geht immer nur um Brunnen bauen, Schulen bauen, Straßen bauen….
Denk mal drüber nach

Verteidigungsminister Jung: hey, die haben schon 8 Millionen Handys….

233

Torsten:
23. August 2009 um 22:55 Uhr

solange der Opium Anbau wirtschaftlicher ist als Getreide, wird es Hunger geben und der Bau von Brunnen und Strassen wird dem Drogenanbau und Transport helfen. Die Bundeswehr darf den Opium Anbau aus sympathie Gruenden zur Bevoelkerung nicht unterbinden. Ein Grund warum der Einsatz zum Scheitern verurteilt ist.

234

maria buchwitz:
23. August 2009 um 22:55 Uhr

Liebe Frau Will,
Sie hätten sich ja gleich mit Herrn Jung allein treffen können. Warum brechen Sie die Diskussion ab, wenn Menschen, die ein anderes Afghanistan kennnen und etwas zu sagen haben sich zu Wort melden. Kennen Sie überhaupt das Buch “Nach Afghanistan kommt Gott nur zum Weinen”? Dann hätten Sie die Verfasserin reden lassen!!

235

Ursula:
23. August 2009 um 22:55 Uhr

ein kritischer:
Was Herr Scholl-Latour in der Runde soll?
Er ist der Einzige in der Runde, der Ahnung hat und dessen Meinung ich hören möchte.
Jung ist eine Zumutung.

236

Gastkommentar:
23. August 2009 um 22:56 Uhr

Warum dieser Einsatz ?

Weil wir Teil dieser Welt sind !

237

Oliver:
23. August 2009 um 22:56 Uhr

Die Kommentare des Herrn Gysi kann ich nicht ganz nachvollziehen. Begonnen mit der heutigen Situation hat der Vernichtungskrieg gegen die afghanische Bevölkerung durch Sowjettruppen und ihrer dadurch künstlich am Leben erhaltenen Kommunisten-Regierung.
Herr Gysi wird sich sicherlich an den “legendär gewordenen Protestdemonstrationen in der DDR gegen diese Morde” beteiligt haben, so wie er isch jetzt gegen den Krieg ausspricht. Die Frauenrechte zu verteidigen war jedoch vor 2001 minder einsatzfreudig bereit gewesen, als Frauen in Stadien in Massenerschießungen hingerichtet wurde… )
Ach ja, und der Bekannte Herrn Gysis kann “alles machen, Schule bauen etc., wenn keine Soldaten da sind!”… Frage mich nur, warum er es während der TALIBAN-Herrschaft nicht getan hat… und wenn er es erst jetzt kann… wer denn die TALIBAN-Herrschaft beendet hat!

Die altersstarrsinnig-arrogante Besserwisserei eines Scholl-Latours, der gerühmt wird, gegen “politischen Mainstream zu agieren”… allerdings auch keinerlei Alternativen bietet, und gegenteilige Argumente und Beispiele von Frau Shakib, die in kürzerer Zeit sicherlich öfters in Afghanistan war als er, der mit 90er-Jahre-Wissen ihre Beobachtungen als Unsinn abbügelt, weil sie seinen altersenilen Horizont stören.

Also ziehen wir – liebe “Anti-Kriegpropaganda-Schreier” – doch die Bundeswehr ab, und sehen uns an, wie die Taliban zurück kommen und sich über die Bevölkerung her machen, und jede Zivilisationsansätze zu vergewaltigen!

Komischerweise reden hier alle von Propaganda!! Warum?? Weil die Meinungsfreiheit etwa nicht dem in diesem Blog vorherrschenden “Pazifismus-Traumtänzerei-Mainstream” passt?? Sieht denn etwas SO die wahre ( linke ) Meinungsfreiheit aus?

238

Sarah:
23. August 2009 um 22:57 Uhr

Liebe Frau Will, wieso darf Herr Jung reden und reden, er gibt keine konkrete Antworten auf Fragen, redet viel und sagt wenig. Vielleicht sollte sich Herr Jung freiwillig zu einem Einsatz melden. Aber nicht als Minister wohlbehütet, sondern als einfacher Soldat. Dann noch was, warum lassen Sie einen grossen Mann wie Scholl-Latour nicht zu Wort kommen oder fallen Ihm laufend ins Wort. Zu diesem Historiker möchte ich mich erst garnicht äussern. Der einzige in dieser Runde der Klartext gesprochen hat ist Herr Gysi. Ein letztes Wort noch Sie Frau Will, vielleicht sollten Sie eine Diskussion nicht unterbrechen wenn sie gerade interessant wird. Und verschonen Sie uns bitte bei den nächsten Sendungen von diesem Herrn Jung

239

KH:
23. August 2009 um 22:57 Uhr

Welch staatlich gesteuerte Posse! Scholl-Latour lässt man nicht zu Wort kommen, wenn es interessant wird, Gysi ständig abgewürgt, Sendung geschnitten und nicht Live….

Warum sagt man nicht klar & deutlich wie es ist?
-Deutschland will nur Afghanistans Resourcen bzw. Lizenzen um die Rohstoffe offiziell vermarkten zu können
-und wenn Armee und Polizei der Afghanen steht, dieselben mit massig deutschen Waffen und Ausrüstung ausstatten, oder ist Deutschland nicht etwa weltweit der 3.-größte Waffenlieferant überhaupt?

Alles andere ist riesengroßer Quatsch!
Der Deutsche Afghanistankrieg ist ein Verbrechen an den Afghanen und den Deutschen zugleich, der beide Völker noch unzählbare Tote in A und D bringen wird!

240

bodo eichstädt:
23. August 2009 um 22:57 Uhr

dies ist eine reine propaganda sendung!
hier wird krampfhaft versucht es irgentwie zu rechtfrertigen,dass unsere soldaten dort täglich ihr leben auf´s spiel setzen.
und der einzige,der wirklich land und leute kennt(herr scholl-latour)wird bei seinen bemerkungen ständig abgewürgt,nieder geredet,oder sonstwie gestört.
alle reden einem minister nach dem munde,der sich einbildet,nach einigen geführten besuchen in afganistan,wisse er etwas von der situation dort.
wenn so die kritische aussprache in der ard ausiseht,kann man sich die schenken.
frau will,kritisch hinterfragen sieht anders aus!

241

Müller-Wind:
23. August 2009 um 22:58 Uhr

Ich verstehe nicht, wieso man die Äußerungen von Scholl-Latour noch ernst nehmen kann. Der Mann hat seine Zeit ganz offensichtlich hinter sich und hat es bloß noch nicht gemerkt.

242

Ehrlicher:
23. August 2009 um 22:58 Uhr

Herzlichen Glückwunsch Frau Will!
Das war eine gelungene Werbesendung für den Kriegseinsatz deutscher Soldaten im Ausland und für die Rüstungsindustrie. Der Erfolg wird eben schon mit der Auswahl der geladenen Gäste programmiert. Wenn Sie dann noch durch Ihre Moderation sicherstellen, dass vor allem diese Leute lange Monologe von sich geben können, ist das Sendeziel erreicht.

243

Raus aus Afgahnistan:
23. August 2009 um 22:58 Uhr

Herr Gysi hat völlig Recht , mit dem was er sagt . Bloß raus da !
Die Linke ist die einzige Partei im Bundestag , die gegen diesen sinnlosen nun schon 8 Jahre dauernden Krieg ist und die Mehrheit der Bevölkerung auch .

244

Theresa K.:
23. August 2009 um 23:00 Uhr

Schade, dass die Diskussion nicht auf Gregor Gysis Vorschlag, eine Lösung fernab von Krieg zu suchen, eingegangen ist.

Die Positionen der Gäste waren sehr schnell ersichtlich.
Wieso also nicht mal grundlegendere Fragen stellen wie: Kann man mit Gewalt Terror bekämpfen?

245

I. Bremer:
23. August 2009 um 23:00 Uhr

Warum werden 5 Gäste eingeladen, von denen 3 für den Krieg sind und nur 2 eine vernünftige Einstellung haben? Warum werden auch noch 2 Soldaten eingeladen, die einfach nur Befehlsempfänger, bzw. Befehlsausführer sind, warum werden nicht Soldaten eingeladen, die aus dem Kriegseinsatz gelernt haben?

ARD-Talkshows – meinungsbildend weit unter dem Niveau der Bildzeitung.

Es gibt in unseren großen Parteien wohl wirklich nur mehr Politiker, für die die Menschen nichts zählen. Warum geht Herr Jung nicht als Soldat nach Afghanistan, möglichst zusammen mit all seinen Parteikollegen und möglichst für immer, ohne jemals wieder zurückzukommen?

Und diese Frau Will sollte vielleicht einmal auch die Leute ausreden und zu Wort kommen lassen, die den Mut haben, ihre Meinung zu sagen, auch wenn sie nicht mit der der Mehrheit konform ist, wie. Herr Gisy und Herr Scholl-Latour, wobei letzterer mehr Ahnung vom Land Afghanistan hat als alle die, die für den KRieg sind.

Was für eine miserable Sendung, soviel Negativität, die von den Kriegstreibern ausgeht, die das große Sagen haben. Abschalten ist wirklich das einzig konstruktive, das man noch machen kann bei dieser haarsträubenden Kriegspropaganda. Ich dachte wir leben im 21. Jahrhundert und unsere Politiker hätten aus den 2 großen Kriegen des letzten Jahrhunderts gelernt, aber leider scheint das nicht der Fall zu sein.

Ich bin immer wieder erstaunt, dass die Deutschen immer noch mit ihren Steuern korrupte und offenbar denk- und lernunfähige Politiker zu bezahlen, die das Grundgesetz einfach ignorieren und für die die Bürger, für deren Wohlergehen sie sorgen sollten, nichts anderes sind, als Material, das man im Krieg verheizt .
Armes Deutschland – wann stehst du endlich mal auf und trittst für deine Rechte ein?

246

Ingrid Herker-Orthaus:
23. August 2009 um 23:01 Uhr

Der Kriegsminister Jung gibt inzwischen zu , daß Soldaten ” fallen ” das hörte sich vor einigen Woche noch ganz anders an .
Wann spricht ein Politiker endlich aus , daß junge Männer aus der Not , keine Berufs-
ausbildung bzw .keine Arbeit zu finden , sich vermehrt zur Bundeswehr melden und
genau das tun , wo man sie hin haben wollte .Man kann vermuten , daß unsere
Gesellschaft systematisch auf Kreigsereignisse eingeimpft wird wird , der Afghanistan-
Krieg wird ja noch als Hilfseinsatz verniedlicht , später wird es um andere Dinge
gehen , wie z.B. ” Sicherung von Rohstoffen ” ,die wir hier nicht haben.

247

90kosy90:
23. August 2009 um 23:03 Uhr

Mit am schlimmsten fand ich diesen “Historiker” …eine üblere Kriegspropaganda hab ich selten gehört.

Die Gewaltspirale muß endlich durchbrochen werden!!!
Wo wären wir, wenn die Amis und ihre “Verbündeten”, damals nicht mit Bomben, sondern mit echten Aufbauhilfen und Unterstützung Afghanistan geholfen hätten???

Der Nährboden für Extremisten würde langsam aber sicher versiegen…. doch jetzt???
was haben wir jetzt????
Diese unglaublich dummen westlichen Anführer laufen den Extremisten in eine Falle nach der anderen…

248

Jörg Kühler:
23. August 2009 um 23:03 Uhr

Es ist bezeichnend wieder einmal zu erleben wie Journalisten des “Öffentlich Rechtlichen” sich aktiv an der Verdummung von mündigen Bürgern beteiligen. Herr Latour , der eigentlich einzige fachlich kompetente Kenner (in dieser Runde) des Islams und auch Kritiker des sogenannten Hilfseinsatzes der Bundeswehr wurde permanent an ausführlichen Gedankenäuserungen gehindert.

249

Sven. L:
23. August 2009 um 23:04 Uhr

Grundsätzlich ist eine Stunde viel zu kurz um sowas zu diskutieren und aus diesem Grund bin ich diesen “Polit-Sendungen” eher negativ eingestellt.

Ich denke die Wahl der Gäste war schon recht gut, obwohl natürlich kaum einer ausreden könnte (siehe oben nur eine Stunde).
Wie sich Herr Jung und damit auch die Idee des Einsatzes präsentiert ist wirlich fernab jener Realität. Jede Frage so dermaßen zu umschweifen und um den heißen Brei zu reden gebührt wirklich (ver)achtung.

Der Einsatz/Krieg muss jetzt wo er schonmal begonnen wurde weitergeführt werden. die Ziele müssen erreicht werden und dann muss man über einen Abzug nachdenken.

Abschließend warte ich auf weitere Polit-Sendungen zu diesem Thema.. vlt werden sie besser….

250

Peter-Jürgen Scholz:
23. August 2009 um 23:05 Uhr

Vereehrte Anne Will-Runde!

Anfang der 70er Jahre des vorigen Jahrhunderts hat Henry Kissinger gesagt auf die
Frage, was denn die Amerikaner in Vietnam zu suchen haben: “Wir verteidigen dort
die Freiheit der westlichen Welt!” Aber ein kleines Volk hat ihnen einen Strich durch
die Rechnung gemacht. Und, haben wir durch den kläglichen Abgang der Amerikaner
unsere Freiheit verloren? Die Antwort dazu überlasse ich Ihnen.
Ich frage: “Könnte es sein, dass die Amerikaner in Afghanistan ganz etwas anderes
suchen? Soviel ich weiß, gibt es in Afghanistan,Usbekistan und den angrenzenden
Ländern riesige Öl- und Gasvorkommen.” Wenn es uns um humanitäre Hilfe etc.
ginge, dann sollten wir uns eher in vielen naheliegenden europäischen Ländern
engagieren und Aufbauhilfe leisten. Aber da gibt es außer billigen Arbeitskräften
leider nichts zu holen.
Mit freundlichen Grüßen
Peter-Jürgen Scholz

251

Maverick:
23. August 2009 um 23:05 Uhr

Solche Sendungen sehr geehrte Frau Will kann man sich sparen. Sie lassen die Leute nicht ausreden und interessantes bekommt man nicht zu hören.

Der Soldat und der Ausgeschiedene müssen ja wohl so reden, wenn ihr oberster Dienstherr dabei sitzt.

Es wäre auch schön, wenn spätestens um 23.00 Uhr der Chat beginnen. Oder aus Makulatur?

252

Bäda:
23. August 2009 um 23:05 Uhr

1.den Terror kann zwar bekämpfen,aber er stirbt nie aus
2.zu den beiden (Ex)soldaten: nur soviel:ihr Chef sitzt gegenüber!!!
3.Herr Scholl-Latour hat 100% recht, und er ist für manche Leute unbequem.
4.Herr Gysi (siehe:Scholl-Latour)

253

Peter Fischer:
23. August 2009 um 23:06 Uhr

Die Bevölkerung muss an Krieg gewöhnt werden!!! Dieser Satz hat sich bei mir so stark eingebrannt, dass ich wahrscheinlich Mittel und Mittler verwechselt habe. Sorry dafür.

Ich behaupte trotzdem, dass dieser oben von mir zitierte Satz, nicht zufällig gefallen ist. Hoffentlich merken einige Menschen, dass sie Krieg wählen, wenn sie CDU/CSU/SPD/FDP oder GRÜNE wählen?

254

opa hoppenstedt:
23. August 2009 um 23:07 Uhr

Das Durcheinander-Gerede war ja schwer zu ertragen, aber noch viel schwerer zu ertragen waren die beiden Sofagäste. Der eine hochdekoriert, wirkte stocksteif in Anwesenheit seines Dienstherren. Klar, dass er keine Kritik üben würde. Der andere “war gar nicht geschockt” als er sein fehlenden Unterschenkel bemerkte. Schließlich sah der ja nach dem Attentat schon “sehr kaputt” aus, so dass er der gute Mann alles während des Komas bewältigen konnte. Immerhin macht er nun als Sportler Karriere und lebt vom Rentenscheck der Bundeswehr und findet schon alleine deshalb den Einsatz total wichtig und gut. Bei allem Respekt vor dem Erlebten dieser beiden Männer. Aber für wie dumm haltet ihr das Publikum????????

255

M. Droska:
23. August 2009 um 23:08 Uhr

Die Bundeswehr sollte endlich abziehen. Sie hätte garnicht erst dort hin gedurft. Die Regierung hat Lügen verbreitet das dort die Freiheit verteidigt wird. Es war nur eine verkappte unterstützung der Amerikaner in einem Angriffskrieg.
Die Sicherheit in Afghanistan war vor dem Überfall der Amerikaner in Afghanistan vorhanden. Erst nachdem die Amerikaner die regulären afghanischen Soldaten und Polizisten dort abgesetzt, getötet und eingesperrt haben, viele sitzen immer noch in den amerikanischen Foltergefängnissen, erst da konnten die Taliban wieder erstarken und erst seit dieser Zeit wird vermehrt Opium angebaut.
Afghanistan wird nur im interesse der USA zerlegt und in Armut gestürzt wie der Irak auch. Aber die deutsche Regierung hält ihre Bundesbürger für dumm und verbreitet weiter Lügen über den Einsatz im Afghanistankrieg. Denn Deutschland beteiligt sich dort an einem überfallkrieg und wirft mit vollen Händen dafür Steuergelder raus. steuergelder die die Bevölkerung dafür nicht geben will. Auch die deutschen Soldaten werden nach strich und faden belogen. Der deutschen Regierung ist es im Grunde egal wenn diese dort ihr Leben verliehren. Sie sitzen ja auf der sicheren Seite.
Und was den Aufbau betrifft so kann man nicht aufbauen wenn etwas von anderen sofort wieder zerstört wird. Was die Menschen in Afghanistan angeht, so hat sich noch nie jemand für die Situation der Menschen dort interessiert. Es war egal als die russen dort wie die Berserker hausten, es war egal ob die Menschen unter Hunger und Armut litten, es war egal als die Taliban dort das Sagen hatten. Niemand hat sich um die Afghanen geschert. Wenn es aber darum geht Terror zu verbreiten, so stehen die USA und die westlichen Länder an vorderster Front und belügen die eigene Bevölkerung

256

Dominik:
23. August 2009 um 23:10 Uhr

@ Oliver:
Danke für diesen Kommentar. Endlich jemand, der auch auf die Vergangenheit unseres friedliebenden Moralapostels eingeht.
Im “Schwarzen Kanal” hatte ja Herr Schnitzler seinerzeit auch schon kriegskritische Äußerungen gegen den sowjetischen Einsatz gemacht, oder erinnere ich mich falsch?

257

Bernd Schoeps:
23. August 2009 um 23:13 Uhr

Ein verwundeter Soldat wird niemals die Mission, in der er verwundet wurde, in Zweifel ziehen. Das ist eine ganz schlichte Erkenntnis der Psychologie. Insofern war die Präsentation eines Verwundeten durch Anne Will von vornherien ein Punkt für die im Raum anwesenden Bellizisten. Vor lauter aufgeregtem Geschnatter aber wurde der einfachste Gedanke nicht ausgesprochen: Ohne die Beteiligung Deutschlands an diesem völkerrechtswidrigen Krieg hätte der gute Mann noch seinen Fuß!
23.8.2009
Bernd H. Schoeps

258

Doretta Franz:
23. August 2009 um 23:19 Uhr

Die Sendung hat nicht viel gebracht. Der einzige, der Kenner dieser Szenerie ist, ist
Herr Scholl Latour.
Frau Will, bitte bitte, lassen Sie Menschen ausreden, in diesem Fall wäre es sehr interessant gewesen, was Herr Scholl Latour zu sagten hätte.
Sie fragen nie richtig nach, geben falsche Kommentare ab etc. Vor Wut über Ihre Art der
Fragestellung würde ich am liebsten den Fernseher abschalten oder sofort beim
Sender wenn es ginge – anrufen.

Am schlimmsten sind diese Kriegstreiber am Schreibtisch und die armen Soldaten, die in der Sendung noch Rede und Antwort stehen mussten. Vor ihrem Vorgesetzten. Trotz abgeschossener Beine, rechtfertigt so ein Mensch den Krieg. Unfassbar.

Frau Will, bitte werden Sie schärfer und AUSREDEN LASSEN!!!! Das Publikum kocht zwischenzeitlich.
Oder sind Sie auch schon gekauft?

259

W.Schütz:
23. August 2009 um 23:19 Uhr

Möchte meinen, dass die “Linken” schon mehr Vorschläge unterbreiten würden, wenn sie nur dürften.Immer wieder, wenn sie eh mal die Chance bekommen, zu solchen Sendungen eingeladen worden zu sein.
Das Volk soll daran gewöhnt werden, dass es Krieg ist.
Wer ist eigentlich dieser mensch, welcher so etwas in den Medien sagt?
Von wem wird er denn bezahlt, um dieses zu sagen?
Vieles wäre noch zu sagen.
Aber immer dann, wenn die “Linken” Vorschläge unterbreiten möchten, werden sie regelrecht ausgebremmst.
M.f.G.
W.

260

Kerstin:
23. August 2009 um 23:20 Uhr

Das Thema dieser Sendung war schon sehr interessant. Der Kenner in dieser Runde
war Herr Scholl-Latour. Man hätte ihm einfach zuhören sollen und aussprechen lassen.
Er weis wirklich von was er redet.
Ich finde es nicht gut, daß noch mehr Soldaten nach Afghanistan geschickt werden. Es gibt sicher bessere Alternativen um diesem Land zu helfen.
Wenn man sich nicht mit den Menschen und deren Religion beschäftigt, kann man auch nichts verstehen. Auch ein bißchen Geschichte wäre angebracht.

261

Elisa:
23. August 2009 um 23:21 Uhr

Eines muss ich zum Ende noch bemerken. Ich verstehe Frau Will nicht.Sie musste doch auch merken, dass diese Diskussion total daneben war. Scholl-Latour, der sich am besten auskennt (Erfahrung) kam kaum zu Wort. Gysi der zum grossen Teil V o l k s m ei n u n g verkündet ebenfalls nicht. Ausführlichkeit wurde dem Schauspieler Jung gewährt und die afghanische Dame habe ich heute zum dritten Mal gesehen – sie sagt immer das Gleiche. An Herrn Wolfssohn kann ich mich nicht mehr erinnern. Die Krönung war der t a p f e r e Soldat. Vielleicht sollte die Sendezeit verlängert werden und mancher überflüssige Teilnehmer nicht eingeladen _ weniger ist oft m e h r.

262

Ursula:
23. August 2009 um 23:23 Uhr

Bitte nicht über den “Historiker” aufregen. Das war ein Historiker von der Bundeswehrhochschule, noch Fragen Kienzle ?
Dass er so reden muss, war damit wohl klar!

263

frg:
23. August 2009 um 23:24 Uhr

Wer die Regierungsparteien in der kommenden Wahl wiederwählt, macht sich schuldig!

264

H. Wach, Luzern:
23. August 2009 um 23:25 Uhr

1.
Herr Scholl-Latour ist ein guter Kenner der arabisch/islamistischen Kultur. Er ist Realist und stellte seit Jahren fest, dass man in diesen Staaten nie und nimmer Demokratie implantieren kann. Im Islam herrschen Sippen, Clans, Landlords, Warlords, im besten Fall Scheichs oder Könige. Die Solidarität reicht im besten Fall bis zu den Landlords. Hauptgrund: Im Islam ist es nicht üblich, Steuern zu bezahlen, Sozialeinrichtungen, Arbeitlosenkassen oder Rentensysteme einzurichten. Motto: “Hilf Dir selbst, dann hilft Dir (Gott) Allah”. Nur auf die Sippe ist Verlass. (Vielleicht auch bald bei uns!!)

2.
Weil die Weltmarktpreise für Agrarprodukte so tief sind, dass sich die heimische, klein strukturierte Landbevölkerung mit den Erträgen bei weitem nicht nicht ernähren kann, wirft der Mohnanbau wegen der enormen Nachfrage zu Spitzenpreisen in den demokratischen Industrieländern des christlichen Abendlandes für die Sippen, Clans, Landlords oder/und Warlords wesentlich mehr zum Lebensunterhalt und zur Grundversicherung ab.

3.
Weil auch bei “uns” jungen Industrienationen die Unkultur der Vetternwirtschaft, Bestechung, Korruption, Misswirtschaft, Prunksucht, etc. immer häufiger vorkommt, so kann man diese in den Ländern mit einer jahrtausend alten Kultur um so weniger verhindern, geschweige bekämpfen. Wir sollten uns hüten, in Afghanistan irgend etwas ändern zu wollen, wenn nicht einmal “wir” wissen, was uns noch alles “blüht”.

265

Theory:
23. August 2009 um 23:26 Uhr

Peter Scholl-Latour hat für mich seine Position nicht klar genug formuliert, er sagte der Einsatz basiert auf einer Lüge. Manche sagen das ist weit hergeholt und basiert nicht auf Fakten was ich auch darraus lese, allerdings will ich nicht mit einer Propaganda einhergehen wenn ich den Film Fahrenheit 9/11 erwähne.
Was alles möglich sein kann, will ich gar nicht diskutieren.
Fakt ist es gab am elften September massig Zeugen das einige Tatsachen so wohl nicht stimmen können.
Das erst Amerika Krieg geführt hat bis die Soldaten ausgegangen sind und sogar Söldner rekrutiert wurden, nebenbei Deutschland mit Agenten eingestiegen ist für den Krieg und jetzt sogar deutsche Soldaten in Afghanistan Ihr Leben lassen gibt einem doch zu denken.
Für mich klingt das so, als wär in dieser Demokratie niemand gefragt worden, ob wir anfangen wollten den Krieg zu führen!

266

Ulrich Beilenhoff:
23. August 2009 um 23:28 Uhr

Betreff : Sendung Anne Will

Die Stimme des Volkes, kam in der Sendung nicht zum Tragen.

Als treuer verbündeter der USA, hat die BW mit den militärischen Fehlstrategien die dort erfolgen zu kämpfen.

Keine noch so optimale militärische Aufbau Strategie, kann dieses Land der Vielvölkerstämme demokratisieren. Selbst das Afghanische Reich von 1747, daß unter britischen Einfluß geriet, ließ sich nicht unterwerfen.

Die Nato wird sich wie die USA in Vietnam, letzlich ohne den angestrebten Erfolg zurückziehen müssen.

Soldaten waren seinerzeit Opfer eines Diktators, heute deren regierender Politiker. Raus aus Afghanistan.

267

Kassandra:
23. August 2009 um 23:29 Uhr

Eine einzige Katastrophe ist der Kriegsminister- für uns!.
Für die Waffenlobby genau das, was er soll!

Unerträglich wie der Mann immer die gleichen Lügen erzählt u.a. die ständige Lüge Afghanistan mit dem 11.9.01 als Ursache zu bringen.

Ja klar, Deutschland steht an 3. Stelle der Waffenhändlerliste, damit verdient es sich prächtig (an den Drogen auch) und deshalb haben wir den Kriegsminister den wir haben. Und nur darum geht es.

Schlimm, wie die Soldaten benutzt werden, sie dürfen gar nichts kritisches sagen.
Die die aus den Einsätzen nach Haus kommen, sprechen völlig anders, als die inszenierten Vorzeige-Soldaten.
Sie werden in Stich gelassen, und haben zu allem Übel auch noch mit den Versicherungen zu kämpfen, die sie im guten Glauben abgeschlossen haben, die aber alles tun um nicht zahlen zu müssen.

268

Volker Kreiseler:
23. August 2009 um 23:29 Uhr

Liebe Frau Will,
wie ist es nur möglich wenn 75% der Deutschen gegen den Krieg in Afghanistan sind der Applaus im Studio scheinbar andere Mehrheiten suggerierte.
Sehr komisch! Und bitte, lassen Sie kritische Meinungen zum Krieg auch deutlich zu Wort kommen!
Wer glaubt, dass unser Interessen am Hindukusch verteidigt werden, wer glaubt denn wirklich an die Gefahr? Wenn man die Steinzeithütten und die armen Menschen mit ihren Fußlappen sieht dann kann man sich gut vorstellen, dass ohne die großzügige Bewaffnung (doch sicher auch ganz uneigennützig) durch unsere so genannte zivilisierte Welt diese Gefahr bald gebannt wäre. Von den Kosten des Krieges könnten Millionen Villen, Schulen und Krankenhäuser gebaut werden und Fußlappen brauchte auch niemand mehr zu tragen!
Wer hat denn diese „Terroristenbrut“ erst hoch gezüchtet?
Wer hat denn zuvor die Taliban erst stark gemacht und warum, wer hat daran verdient, um welche Interessen ging es dabei? Wer hat Bin Laden groß gemacht?
So wie man gegen den Irak mit einer eindeutigen Lüge in den Krieg gezogen ist, so vertraue ich auch nicht den allein genannten Gründen in Afghanistan Krieg zu führen.
Unsere Gesellschaft ist nicht wirklich so selbstlos um nur Gutes über die Armen dieser Welt bringen zu wollen!
Wir brauchten nur unsere „Feinde“ nicht mehr zu bewaffnen (das wäre aber wohl nicht sozial denn sozial ist was Arbeit schafft!?!?), Wir könnten alle Soldaten nach hause schicken, weil unsere „Feinde“ ohne unsere Waffen gegen uns keine Kriege führen könnten.
Wozu braucht die arme Welt die USA und uns Vasallen als Heilsbringer, schaffen wir nicht UNSERE „Feinde“ selbst, indem wir allen Völkern UNSERE „Demokratie“ aufzwingen wollen.
Wir alle brauchen eine wirklich starke und absolut gleichberechtigte UNO mit gerechten, für Jeden verbindlichen und akzeptablen Regeln!
Nur so kann auf die Dauer eine friedliche Welt entstehen.
Also um es kurz zu machen, es gibt für mich keine Helden in Afghanistan, welche die Blechorden angeheftet bekommen, es gibt nur Verlierer, Verlierer auf beiden Seiten und das sind immer die mit den „Fußlappen“!!!!
Unsere Jungs gehören heim, macht endlich Frieden, Frieden nicht nur in Afghanistan!!!!

Mit freundlichen Grüßen
Volker Kreiseler

269

Wolf Romero:
23. August 2009 um 23:30 Uhr

Frage: “Wie nennt man einen, der nicht nur alles wei?, sondern auch noch alles besser weiß?”
Antwort: “Peter Scholl-Latour!”
Bei Bekanntgabe der Gäste dachte ich: “Jetzt kommt der wieder mit seinen Paschtunen.”
So war`s!
Kann man den Mann – das Alter hat er ja – nicht endlich in seinen wohlverdienten Ruhestand entlassen?

270

Markus Menger:
23. August 2009 um 23:30 Uhr

Wer hier Peter Scholl-Latour als senil beschimpft hat den Schuss wohl nicht gehört,
dieser Mann hat ein dermaßen umfassendes Wissen über die Region, er hat damals die richtige Prognose im Iraq-Krieg gestellt, als alle nur Hurra geschrien haben.
Bevor ich mir so einen angepassten Machtpolitiker wie Jung anhöre, bevorzuge ich doch Peter Scholl-Latour.

271

André Lehnert:
23. August 2009 um 23:30 Uhr

Liebe Frau Will!
Ich muss mich der Kritik anschliessen, was die die vorhersehbare meinungsverteilung und damit meinungsbildung in ihrer sendung und das “Nichtausredenlassen” an neuen Knotenpunkten der diskussion betrifft. Um der Sendung einen objektiveren Gehalt zu geben, luden Sie einen Historiker ein. Zur Sprache kam nicht, daß dieser seit 28 Jahren von der Bundeswehr bezahlt wird und äußerst zweifelhafte Thesen, z.B. was den Israel/Palestina-Konflikt betrifft, vertritt. Das ihm nur Krieg als Lösung einfällt, wie auch Herrn Gysi auffiel, erklärt sich von allein.
Machen Sie bitte schnell eine Sendung, die die Alternativen zum Krieg aufzeigt – weil da gibt es eine Menge interessanter LösungsANSÄTZE. Daß es immer sofort ein Kritikpunkt ist, wenn man nicht die komplette Gesamtlösung parat hat, ist ein großer Mangel in der politischen/medialen Welt. Wir sollten Gedanken doch ersteinmal beginnen dürfen zu denken um sie dann mithilfe aller Interessierten weiter zu erarbeiten usw. Herrn Obama werden kleine Schritte zugestanden und das ist gut so. Wir sind nur Menschen und können nur kleine Schritte machen. Krieg dagegen meiner Meinung nach ein so großer Schritt, daß wir dabeizu schnell die Spiegel passieren, die uns zeigen, wer wir eigentlich sind.

272

namaste:
23. August 2009 um 23:31 Uhr

…. armes Deutschland!!! Profis in der Sache wie Herr Scholl-Latour kommen in Ihrer Sendung kaum zu Wort und Traumtänzer wie Herr Jung rechtfertigen ihren vom Steuerzahler mehr als gut bezahlten KRIEG!!!!!! …kommt das den niemandem bekannt vor????? …..bestimmten Herrschaften währt der Frieden in Westeuropa wohl zu lange!!!
Die Gäste dieser Sendung, ausgenommen Herr Scholl-Latour, sollten nach der Wahl keine Verantwortung für die Aussenpolitik von Deutschland tragen dürfen!!!!!………………………………armes, verlorenes Deutschland!!!!

273

Theory:
23. August 2009 um 23:33 Uhr

Zu meinem vorherigen Blogpost vieleicht noch einen wichtigen Link.

274

c.carlo:
23. August 2009 um 23:45 Uhr

Warum Kriege geführt werden und was Kriege auslöst.
Hier mal ein Buchtipp:
Von John Perkins -Bekenntnisse eines Economic Hit Man- Unterwegs im Dienst der Wirtschaftsmafia.
Viel Spaß beim lesen.

275

H. Elias-Nieland:
23. August 2009 um 23:46 Uhr

Frau Will hat (Kriegs-)Minister Jung immer schön lange reden lassen – seine Kriegspropaganda verbreiten…. die er Hilfseinsatz nennt. Man müßte alle die Abgeordneten, die für eine Verlängerung dieses Kriegseinsatzes gestimmt haben, mal für sechs Wochen nach Afghanistan schicken – ja, an vorderste Front. Dann würden sie sich bestimmt anders entscheiden. Dort kann ja dann der kleine Soldat seinen Kopf hinhalten.
Herr Scholl-Latour, der einzige, der wirklich Ahnung hat, wurde immer wieder unterbrochen.
Herr Gysi, der die Meinung der Mehrheit der deutschen Bevölkerung vertritt, nämlich raus aus Afghanistan, wurde auch nur sehr wenig Zeit eingeräumt.
Das war eine schöne Wahlpropaganda für die CDU und Konsorten!!!!!
Der arme Soldat mit der Medaille, er konnte ja noch nicht einmal aufschauen, so eingeschüchtert war er von seinem Vorgesetzten Jung.Der hätte mal was anderes sagen sollen.
Frau Will, was Sie da heute abend abgeliefert haben, war keine gute Arbeit, und das im Öffentlich-Rechtlichen. Gehen Sie doch lieber zu SAT1.

276

Tobias:
23. August 2009 um 23:47 Uhr

Mag sein, dass Herr Scholl-Latour sehr viel Fachwissen hat. Ich konnte ihn kaum verstehen und fand es eine Zumutung ihm zuzuhören. Er nuschelt mir zuviel.

Tja, und die Moderatorin hätte wirklich ein bisschen mehr moderieren müssen. Oft waren die Ausführungen der Gäste viel zu lang. Das muss präziser sein, notfalls muss die Moderation gezielt darauf hinwirken.

Die beiden Sofagäste – unabhängig davon wie unabhängig sie jetzt angesichts der Anwesenheit von Herrn Minister Jung waren – fand ich überflüssig. Eine aufgesetzt wirkende “menschliche” Komponente bei einem Expertentalk halte ich für zeitraubend und stiehlt der Diskussion wichtige Minuten. Wichtige Erkenntnisse hat dieses Gespräch nicht gebracht.

Zum Abschluss ein Kompliment an Frau Will. Sie sah heute toll aus. Vielleicht war auch das der Grund, weshalb ich mich heute kaum auf die Gäste konzentrieren konnte und Scholl-Latour nicht richtig zuhören konnte.

277

claus r. heidt:
23. August 2009 um 23:49 Uhr

wo ist da eine frage? wenn deutsche soldaten einen tapferkeitsorden von fra merkel und herrn jung bekommen, sinfd das natoorden? nein , deutsche. wenn gefallene soldaten ein staatsbegraebnis in särgen die mit der bundesflagge ggeziert sind, also ein staatsbegraebnis in deutschland, wie kann man dann noch anzweifeln dass deutschland sich im krig befindet??? herr jung redet alles so als ob da handwerker sind. herr gysis aussagen kann ich nur zustimmen. und ein langjaehriger erfahtrener herr scholl latour weiss sicher besser das gesetz und realitaet , wie in deutschland , 2erlei dinge sind. jeder soldat der in diesem irrsinnskrie gefallen ist, das ist einer zu viel.
machen wir uns doch nichts vor. hier wird ausserdem panikmache getrieben von seiten des innenministeriums. . gegen menschen die selbst nicht stoert wenn sie ihr leben verlieren, da gibt es kein mittel- in spanien wurde vor den wahlen 2 menschen durch terror getoetet. und wenn , egal welche terroristen sowas fuer uns planen, was ich nicht glaube, dann wird es so kommen. das ist keine sympatiebezeugung der al @uaida, das ist eine realistishe darstellung waere ich ein terrorist, ich wüsste wie man aufs einfachste die ganze polizei oiin atem halten könnte. nur bin und werde ich niemals ein solcher sein. warum denkt man immer so kompliziert? das ist ganz einfach. die ganze welt spielt verrückt. warum? @claus.

278

Nancy L.:
23. August 2009 um 23:57 Uhr

Mal interessant gewesen, welche unterschiedlichen Meinungen die 5 Gäste hatten. Gebe Herrn Gysi recht! Und wenn deutsche Soldaten vor der Kamera sprechen, dann wird Ihnen vorher gesagt was Sie sagen dürfen und was nicht. Mein Mann war im Afghanistaneinsatz und konnte über die Aussagen des Herrn Jung nur lachen. Die allgemeine Ausrüstung hätte schon verbessert werden können, es wurde aber nicht getan. Die Taliban werden weitermachen, was sollte sie aufhalten!? Die Bundeswehr soll abgezogen werden! Wie die 3 Soldaten im Panzer um`s Leben gekommen sind die in den Hinterhalt gelockt wurden, einfach unfassbar! Wie weit läßt man diesen Bundeswehreinsatz noch zu? Der Oberfeldwebel in der Sendung hat was für die Tapferkeit bekommen und was bringt ihm das?! Der hätte bestimmt mehr gesagt in der Sendung, aber darf nicht!

279

Reifschneider, Horst:
24. August 2009 um 00:00 Uhr

Ich kann es nicht verstehen, das ein junger Mann von einem Staat hoch bewaffnet in ein anderes Land geschickt wird um es aufzubauen. Im wird das bein abgeschossen und er sagt der Einsatz ist gut.
Dann wäre es sehr zu raten, das immer nur einer spricht. Oder haben das alle verlernt.

280

Selbstdenken:
24. August 2009 um 00:00 Uhr

Liebe Blogger!

Mehrfache Versuche, Frau Will zu einer einzigen Stellungnahme im Hinblick auf ihre immer tendenziöse, ausschließlich der herrschenden Politik “will”-fahrende Sendungskonzeption(auf zahlreiche Beispiele im einzelnen gestützt) zu bitten, wurden schweigend mißachtet. Noch nie war hier die Bewertung der Moderatorinnenleistung so vernichtend wie an diesem Abend!
Folgen: natürlich keine! Der Blog ist eine demokratistische Scheineinrichtung, um dem Gebühren zahlenden machtlosen Souverän zumindest den Schein der Möglichkeit einer freien Meinungsäußerung zu gewähren: eine andere Spielwiese ohne Folgen, es sei denn die eine Gewißheit, daß Frau Will unverändert fortfahren wird. Offensichtlich ist sie als Nachrichtenverleserin und Moderatorin geboren worden. In einem solchen Falle ist Lernfähigkeit gänzlich überflüssig. Gleichwohl ist es nicht zulässig, daß in der ARD die Herrschenden stets hier auch noch im Übermaß repräsentiert werden. Drei der Anwesenden gaben sich unverhohlen als Kriegsprogandisten zu erkennen(die zwei Soldaten sind aus Gerechtigkeitsgründen auszunehmen: wie hätten sie auch nur ein einziges kritisches Wort an die Adresse des anwesenden Kriegsmini- sters äußern können?). Der einzige ausgewiesene Fachmann dieser Runde war, wie immer in diesem Zusammenhang, Herr
Dr. Peter Scholl-Latour: als einziger kundig im Hinblick auf die Ethnien
Afghanistans, seiner Sprachen etc. Ihm gegenüber der Deutsch mit
hessischem Akzent sprechende Kriegsminister, der uns wiederholt glau-
ben machen wollte, mit DEN Afghanen diskutiert zu haben! Wie das?
In seinem hessischen Englisch? Ohne Dolmetscher wie Dr.Scholl-Latour?
Ist Frau Will eigentlich bekannt, daß laut einer repräsentativen Umfrage
der Financial Times Deutschland 69% unserer Bevölkerung diesen Kriegseinsatz ablehnen? Wie verhält sich der Bundestag zu diesem Willen des Souveräns? Wie bildet das Verhalten des Publikums des heutigen Abends selbigen ab? Unser Meinungsvotum wurde durch anscheinend bestellte Claqueure in sein genaues Gegenteil verkehrt! Das Ziel der Moderatorin, der drei Kriegspropagandisten war es, daß Dr.Scholl-Latour vor soviel Inkompetenz schließlich “die Waffen der Aufklärung strecken” mußte! Ich bitte um Nachsicht für diese bellizistische Metapher! War wenige Wochen vor der Wahl von der Moderatorin und ihrer Sendung etwas anderes zu erwarten? Ein Mann hätte sich heute Abend fröhlich bestätigt fühlen dürfen, ja müssen: der Freund der Kanzlerin, der Waffengänge dieser Art liebende G.W.Bush, USA-Präsident a.D.! Sein Weltbild unterscheidet bruchlos zwischen den
Guten und den Bösen auf Erden! Ist es da nicht tröstlich für uns, daß
wir endlich auch einmal zu diesen Guten des G.W.Bush zählen dürfen?
Eines zumindest wurde überdeutlich: zwischen der hohen Schule der Sorbonne(Dr.Scholl-Latours Universität) und Adlershof liegen mehrere Bildungsplanetensysteme. C’est la vie!(Das muß der Moderatorin wohl nicht übersetzt werden, nicht wahr?)

281

Martin:
24. August 2009 um 00:01 Uhr

Ich hätte mir Jürgen Todenhöfer (CDU) als Gast dieser Sendung gewünscht, der sich sehr engagiert gegen die Kriege in Afghanistan und Irak einsetzt und darin eine völlig falsche Strategie sieht, den Terrorismus zu bekämpfen. Die Geschichte gibt ihm Recht. Ich fand die Gästeliste, mit Ausnahme von Herrn Gysi und Herrn Scholl-Latour, sehr einseitig. Zwei Bundeswehrsoldaten, Herr Wolffsohn im Dienst der Bundeswehr als Professor in München und Frau Shakib (im Dienst der Bundeswehr gewesen), dazu der Dienstherr dieser Personen, Herr Jung: eine sehr merkwürdige Konstellation, die den Verdacht fehlender Objektivität begründet. Der Programmauftrag öffentlich-rechtlichen Rundfunks sieht eine solche fast völlig einseitig strukturierte Diskussionsrunde nicht vor, Frau Will.

282

martina:
24. August 2009 um 00:05 Uhr

Liebe Frau Will, als ein am Thema interessierter Zuschauer hinterlässt Ihre Sendung ein unangenehmes Gefühl. Ein Gefühl Zeuge geworden zu sein, wie Sie sich auf Kosten des brisanten Themas und vor allem Gästen wie Herrn Scholl-Latour als sogenannte Talkmasterin profilieren wollen oder vielleicht bereits müssen.
Leider ist dieser Versuch dann auch noch deutlich daneb gegangen.
Die Sendung wirkte trotz oder aber vielleicht gerade wegen Ihres Versuches einer gewissen Regie chaotisch. Herrn Jung sollte offenbar die tragende Rolle in der Disskusion zukommen. Dies hätte auch durchaus erkenntnisreich und spannend werden können, wenn anderen Gästen die Möglichkeit einer Stellungsnahme eingeräumt worden wäre. Zumahl Herr Jung mit Ihrem offensichtlichen Wohlwollen viele fragwürdige Dinge in den Raum stellen dürfte, hingegen ein Herrn Scholl-Latour das Wort abgeschnitten wurde.
Übrig blieb neben dem besagten Chaos die Erkenntnis, über die bereits hinlänglich bekannten Facetten des Themas hinaus nichts neues gelernt zu haben und zu erleben, wie Sie sich im Schatten eines offensichtlich argumentativ festgefahrenen Hauptgastes selbst als souveräne Talkmasterin disqualifizierten. Man kann sich nur wünschen, dass kommende Sonntagabende weniger depremierend enden und Sie Ihre berufliche Zukunft nicht in die Hände der Herr Jungs dieses Landes legen. Dann klinken sich meine Lieben und ich aus diesen niveaulosen und durchschaubaren Schauspiel künftig aus.

283

elvisa:
24. August 2009 um 00:09 Uhr

@162 Peter Fischer,
wollte Ihnen antworten, feilte noch etwas an meinem Text herum- klickte und weg war er, finde ihn auch nicht mehr. Kurzum, viele lesen hier mit und ich möchte Sie und Alle Mitstreiter bitten weiter so..

284

Medienvielfalt:
24. August 2009 um 00:14 Uhr

@ 237 – Oliver

Was ist Ihr Anliegen? Herrn Gysi zu denunzieren? Ihre Schlammkübel sollten Sie zu allererst über Ihren rechten Gesinnungsfreunden ausschütten!

Ich verweise auf meinen Kommentar mit der Nummer 16.

285

Johannes:
24. August 2009 um 00:19 Uhr

Was für eine erbärmliche unwürdige Kriegspropaganda-Sendung von Anne-Will, und das im Namen des öffentlich-rechtlichen Fernsehens der ARD. Einziger Zweck schien zu sein, “die Deutschen müssten an den Krieg gewöhnt werden”, wie dieser seltsame Militärhistoriker sagte. D.h. an unendliches Leiden, erschossene Kinder und Frauen, zerfetzte Körper etc. Wie kann man so etwas öffentlich fordern, wenn man noch Verstand hat, ethisch-moralische Werte und Menschlichkeit gelten? Solche Kriegspropaganda-Leute gehören eingesperrt, ehe sie noch mehr Schaden anrichten. Welche Peinlichkeit dieser Kriegsminister! “Herr, lass Gehirn herabregnen!” möchte man zum Himmel schreien.
Ein zum Krüppel geschossener Soldat und einer mit bunten Abzeichen wie im Kindergarten. Will er nicht merken, dass bei und durch seine Anwesenheit in Afghanistan konkret bei diesem Terror-Anschlag 5 Kinder getötet wurden? Wie kann er dies ertragen und sich dafür auch noch einen Orden an die Brust heften lassen?

Diese Sendung hat alles übertroffen, was ich ich bisher an peinlicher unmoralischer beschämender Kriegspropaganda gesehen habe. Einzig Gysi und Scholl-Latour hatten hier eine gesunde menschliche Einstellung, deswegen werde ich auch die LINKE wählen. Die anderen Parteien scheinen uns in Krieg und Elend führen zu wollen. Wer diese anderen wählt, macht sich m.E. mitschuldig an derem unmoralischen Handeln.
Ich werde mich bei der ARD-Leitung beschweren. Ekelhafte Kriegspropaganda gab es bei Goebbels. Kriege und Kriegsverbrechen dürfen nicht erneut im Namen des deutschen Volkes schön geredet werden.

286

elvisa:
24. August 2009 um 00:21 Uhr

@163 ne die nicht, lieber die Kinder von denjenigen..Das wäre mit Sicherheit eine bessere Entscheidungshilfe…

287

Ulrich:
24. August 2009 um 00:28 Uhr

Amerikaner und Briten wissen genau, warum ihre Jungs in A. Es sind dies geostratrgische und vor allem wirtschaftliche Gründe die diese beiden Nationen verfolgen und für die sich die Opfer eines Krieges lohnen. Da man sich in Kriegszeiten leicht bedienen kann, schaffen die Angelsachsen schon heute immense Bodenschätze außer Landes, die so wertvoll sind, dass sich hiemit ein Krieg finanzieren läßt. Unter diesem Aspekt ist es im Interesse der Amerikaner, wenn sich der Krieg noch lange hinzieht und die US-Boys noch lange im Lande bleiben können.

Umkehrschluß: Alle anderen Nationen lassen sich vor den Karren der USA spannen. All` diese Nationen – Deutschland mit eingeschlosse – sollten den USA ihre Hilfestellung aufkündigen und ihre Jungs heimholen oder sie ausschließlich bei dem Wiederaufbau des Landes einsetzen.

288

Robert:
24. August 2009 um 00:28 Uhr

Ich bin stolz zu sagen, dass ich im Studio live dabe war heute abend! Frau Will ist eine charmante Gastgeberin. – Herr Gysis Sprüche kennen wir zur Genüge, und Herr Scholl-Latour hat sich auch auf seiner Rille festgefahren. – Die Linken sind Feiglinge. In Afghanistan muss eine härtere Gangart gefahren werden als bisher. “Wie sag’ ich’s dem Bürger?” und das ausgerechnet vor den Wahlen? – Deutschland ist fest im westlichen Bündnis, und wir sind gut beraten, uns an die Amerikaner zu halten. wie auch Herr Jung eingangs betonte. Nach über 60 Friedensjahren nicht zuletzt durch die NATO muss die BRD jetzt auch zu seinen Verbündeten halten! Wie gerne hätten sich die Amis aus Europa zurückgezogen, aber sie blieben und dann kam 1989. In Afghanistan braucht man den langen Atem – und vielleicht eine deutliche Vision.

289

martin:
24. August 2009 um 00:29 Uhr

sehr informativ war die sendung ja wirklich nicht.

ein wenig mitleid musste man mit herrn latour haben, der scheinbar nur wegen der einschaltquote eingeladen wurde. seine einwürfe wurden einfach ignoriert oder abgewürgt. mir kam es teilweise so vor, dass er der ungeliebte “opa” war, der mit seinem (in den augen der anderen studiogäste) senilen ansichten nur gestört hat. schon alleine des alters wegen, sollte man ihn ausreden lassen und ihm den nötigen respekt zollen.

290

Fernsehzuschauerin M. Müller:
24. August 2009 um 00:30 Uhr

Nach der Sendung dürften nun 84,75% der Bürger gegen den Einsatz der Bundeswehr in Afghanistan sein. Herr Dr. Jung überzeugte mit seinem Konzept (?) zur Sicherheitspolitik nicht. Er eierte herum, wenn auch mit ernsthafter Mine, aber ohne klare Aussagen.

Ich bin überfragt, aber sind diese Kernaussagen der Parteien in der FAZ am 16.08.2007

zum Einsatz der Bundeswehr in Afghanistan noch einigermaßen aktuell? Falls ja, ist einzig und allein die Linke die Partei, die sich für einen Abzug der Bundeswehr ausspricht. Bei den Grünen habe ich ad hoc keine eindeutige Aussage finden können. Weiß jemand, wie sich die Grünen konkret zum Thema Afghanistan positionieren?

Der eigene Steuersatz ist mir nicht so wichtig wie Frieden. Vielleicht können die Parteiverantwortlichen Klartext sprechen, damit wir vor unserer Entscheidung für die Zweitstimme gut informiert sind.

291

elvisa:
24. August 2009 um 00:37 Uhr

@180 hat er doch gesagt..! Habens Sies einfach nicht mitbekommen? Ich könnte es jetzt wiederholen, würde aber nur Ihre Faulheit unterstützen, denn wenn Sie es wissen wollten, dann würden Sie es wissen…Also, an wem liegt es dann???

292

Nichtbürger:
24. August 2009 um 00:38 Uhr

Dank allen Kriegsgegnern dieser Runde.
Dazu die Frage: ” Ist öffentliche Kriegspropaganda nicht nach GG verboten ?”
Man bekommt Angst , wenn man daran denkt, wer und nach dem Willen der
Medien, dieses Land regieren soll. Diese Runden machen uns doch schon
seit Jahresbeginn heiß. EINE ALTERNATIVE zu Krieg und Elend, also Schwarz/Gelb
scheint es nicht zu geben !
Diese heutige Sendung war das ALLERLETZTE und peinlichtste was sich sich
unser Staatssender in seiner Geschichte geleistet hat – nur zu übertreffen mit
der Propaganda von 1932 – für Krieg !!!!
Jede Initiative gegen Krieg und das die Verantwortlichen zur Rechenschaft gezogen
werden, unterstütze ich.
Gerade meldet BILD: ” Sicherheitslage in Afgahnistan dramatisch verschlechtert”
Wer immer noch Beifall klascht:”dieser Krieg kommt zu uns zurück !”
Allen Kriegsgegner eine erfolgreiche Woche – Der Rest soll schon mal üben .
Schade Frau Will – Diese Sendung war minus 6 !

293

Alex Castelano:
24. August 2009 um 00:44 Uhr

O-Ton Kriegsminister Jung: “.. W i r haben dort mittlerweile 19 staatliche Universitäten. Übrigens, fast 30% Frauen in einem islamisch geprägten Land, 85 % Versorgung, medizinisch hergestellt, 23.000 km Strassen gebaut, Infrastruktur, Einkommen verdreifacht… Schauen Sie mal, auch im Medienbereich… W i r haben 300 Zeitungen mittlerweile, 90 Radiostationen, 20 Fernsehstation, 8 Millionen Handynutzer… Ich sag Ihnen das nur, weil auch das zur Entwicklung gehört, lieber Herr Scholl-Latour…”

Wer sind diese “w i r”? Gab’s das alles wirklich erst nach der Invasion? Was gehört sonst zur “Entwicklung”? Und sind 30% Frauen in einem “islamisch geprägten Land” wenig oder viel? Fragen über Fragen…

Und ja, es ist wirklich toll, was “w i r” so alles, laut Kriegsminister Jung, in Afghanistan bis dato geleistet haben. Im Gegenzug für diese “Leistungen”, bekommen wir aber, die “zivilisierte”, selbstverständlich Demokratie bringende Welt die Gasleitungen, die Ressourcen und die Herrschaft über die Mohnfelder.

Ich glaube, es wird langsam Zeit, dass “w i r” auch ein paar Handys in den Iran bringen. Am besten noch ein paar PlayStations, Flachbildfernseher und eine Handvoll Süssigkeiten, damit das Geschäft sich dann auch wirklich lohnt.

Die letzte Frage ist, bei welchem Rüstungskonzern unser Kriegsminister Jung einen “Beratungsposten” bekommen wird, erst nach seiner Abwahl, versteht sich. Oder wird er gar für einen Strassenbauer tätig? Ich kann mich des Eindrucks nicht erwehren, dass er bald in einer von T-Mobile gesponserten Werbung zu sehen wird…

Und schaut Euch bitte den Film “Kriegsverbrechen” an, er ist dank YouTube jedem frei zugänglich.

294

Karl:
24. August 2009 um 00:49 Uhr

Außer den Herren Gysi und Scholl-Latour, war die Sendung nur peinlich.Wer solchen Leuten wie den Kriegsminister Jung vertraut und seine Stimme gibt, macht sich mit schuldig an den Krieg in Afghanistan.Wenn ca.80% der Bevölkerung einen solchen Einsatz ablehnen, hilft es auch nicht, wenn man in der Sendung einen zweifelhaften Historiker zu Wort kommen lässt, der diesen Krieg befürwortet und das „dumme“Volk darauf einstimmen will.Eine Schande für Deutschland. Haben solche Leute unsere Vergangenheit vergessen?.Krieg ist immer der falsche Weg, außer für die, die darin verdienen und solch gibt es ja in Deutschland genug.
Die beiden Soldaten sind eigentlich nur zu Bedauern In Angesicht des obersten Dienstherren, glaubt doch kein kritisch denkender Mensch den Ausführungen dieser Beiden.Ich habe schon ganz gegensätzliche Ansichten über diesen nun zum Kriegseinsatz tendierenden von unmittelbaren Beteiligten im Einsatzgebiet gehört.
Helfen in Afghanistan ja, aber nicht mit Krieg. Frau Will wäre zu empfehlen auch Kritikern, wie Herrn Gysi und Herrn Scholl-Latour, nicht ständig das Wort abzuschneiden. Oder sind deren Meinungen nicht gewollt? Wahrheit soll manchmal wehtun. Gerade Herr Scholl- Latour kennt doch die Verhältnisse in diesen Gebieten der Welt und hat diese doch schon mehrfach realistisch in den verschiedensten Medien anschaulich und glaubwürdig für eine interessiertes Publikum dargelegt. Herrn Jung glaube ich jedenfalls nicht. Wer weiß, welche Lobby er vertritt, um diesen sogenannten militärischen Einsatz, der ja richtigerweise Krieg ist, zu rechtfertigen?

295

elvisa:
24. August 2009 um 01:00 Uhr

Die beiden Soldaten zu befragen öffentlich war ja sowas von daneben… Der Eine hat ohne Krieg nen Orden gekriegt damit er nix sagt, der Andere nen Unterschenkel eingebüßt, (ohne Krieg wohlweißlich), kann man nicht miteinander vergleichen ist schon klar….Aber für was denn den Orden und für was den Unterschenkel…Ich weiß das ist eine heftige Frage… …..Aber die Frage stellt sich oder???

296

c.carlo:
24. August 2009 um 01:10 Uhr

@289 Robert
Zitat: “Ich bin stolz zu sagen, dass ich im Studio live dabe war heute abend!”
“Die Linken sind Feiglinge. In Afghanistan muss eine härtere Gangart gefahren werden als bisher.”
Ich empfehle Ihnen sich eine Waffe zu besorgen und als stolzer Mensch nach Afghanistan zu gehen und die BRD stolz zu verteidigen. Mal sehen wo dann ihr Stolz bleibt wenn sie, natürlich in Verteidigungshaltung, den ersten Menschen getötet haben.
Da Sie natürlich kein linker Feigling sind, gehe ich davon aus das Sie ein rechter Held sind.
Danke für Ihren geistigen Erguss.
Deutschland, zu Gast bei Freunden.

297

M.Roth:
24. August 2009 um 01:11 Uhr

Ich finde es eine fFechheit ,wenn Gysi und Scholl-Latour nicht ein eijziges mal ausreden dürften,wenn es wirklich interessant wurde.stattdessen gibt man Jung und seinen Mitstreitern volle Fahrt.Ich möchte nicht wissen ,wenn ebend diese Politiker ,die von Tuten und Blasen keine Ahnung haben ihre eigenen Angehörigen in einen Kriegseinsatz schicken müßten!Sie leben fernab von der Realität!Ich weiß von was ich rede ,denn mein eigener Mann ist derzeit in AFG stationiert.Man kann keinem islamistischen Land eine “Schein -Demokratie “aufzwingen,das haben die Russen und alle ihre Vorgänger nicht geschafft.Der Drogenhandel floriert und die Taliban sind auf dem Vormarsch ,und das nennt man ganz unverholen Stabilisierungseinsatz.Na bravo-die Deutschen kann man ja als dumm verkaufen.
Herr Jung+Co.Sie belügen sich selbst ,oder glauben sie die Mehrheit des Deutschen Volkes bejubelt sie für ihre unqualifizierten Aussagen!?Meine Meinung ist : man sollte klare Ziele haben und nicht nur hole Worte ,damit helfen sie keinem Soldaten und schon gar nicht der afghanischen Zivilbevölkerung!Aber alles im Sinne der NATO-Geld verdienen mit Waffen anstatt Brot für Afghanistan!
Raus da !Die Leute wollen und brauchen uns da nicht!

298

Alex Castelano:
24. August 2009 um 01:16 Uhr

Kleine Korrektur, der Film heisst NICHT “Kriegsverbrechen” sondern “Kriegsversprechen”.

Und den Schreibern der Beiträge 285und 292 gilt meine volle Zustimmung!

299

elvisa:
24. August 2009 um 01:24 Uhr

@ 212– Liebe pc-wg: — wer auch immer von Ihnen gerade schreibt.. Ihre beiträge sind der Wahrheit so nahe und dennoch so herzerfrischend, dass ich mich auf Ihre Beiträge geradezu freue und wenn ich in Überschrift pc-wg- lese weiß ich schon, dass uns Bloggergemeinde hier ein sehr sehr wie auch immer gemeinter gut formulierter , etwas sarkastischer , dennoch wahrheitsgetreuer Beitrag erwartet….

In Erwartung Ihrer weiteren Beiträge

Ihr Fan

elvisa

300

werner445:
24. August 2009 um 01:40 Uhr

Frau Will…ich schäme mich zutiefst ein Deutscher zu sein.
Und sie Frau Will verachte ich,da sie mit der gestrigen Sendung sozusagen…den Vogel abgeschossen haben.Da unterstützen sie offenkundig die Waffenlobby und erlauben nur unserem Kriegshetzer “Jung”,auszureden,aber sobald Herr Scholl-Latour,oder Herr Gysi die Meinung der meisten Deutschen auf den Punkt bringen wollen,wird gnadenlos das Wort abgewürgt.Eines ist Fakt…egal ob CDU,SPD,Die Grünen.FDP…Politiker dieser Parteien haben nichts aus der Vergangenheit gelernt,es ist beschämend mit was für einer Verlogenheit, von einem humantären Einsatz der Bundeswehr agumentiert wird.

301 Fuzzi:
24. August 2009 um 01:51 Uhr

Die beiden Sofagäste (ad @elvisa, Nr. 295), beide glücklich wirkend, habe ich nicht verstehen können. Da muss man schon einen ordentlichen Drill mitgemacht haben, um so reden zu können. Und dann dürfen die aufgrund ihres Soldatenstatuses sich grundsätzlich nicht anders äußern. Im Verteidigungsfall machen Gehorsam, Kameradschaft, Achtung des Ansehens der Bundeswehr durchaus Sinn.

Ein Verteidigungsfall liegt nur nicht vor. Ein als Präventivkrieg bezeichneter Krieg (auf die Bezeichnung „Krieg“ müssen wir taktisch nach Angaben an Prof. Wolffsohn eingestimmt werden, obwohl wir den Bundeswehreinsatz überwiegend als Krieg ansehen) ist ein Angriffskrieg – und der ist unzulässig, Art. 26 Abs. 1 GG.

Es ist alles eine Sache der Definition. Wie fast immer.

Dass es hier um zahlreiche Menschenleben geht, um den Tod von Zivilisten, schlecht ausgerüsteten Soldaten etc., spielt aus der Sicht des Bundesverteidigungsministers weniger eine Rolle. Es geht um die „Sicherheit“ gegen einen nicht „greifbaren Feind“, die Taliban, die sich irgendwo in den Bergen in Afghanistan oder sonstwo verstecken und eher an Zulauf gewinnen, wenn die Zivilbevölkerung getötet wird. Schlimm, welche Auswirkungen fehlerhafte Interpretationen haben! Schlimm, dass Politiker ihre Entscheidungen mit nicht näher ausdifferenzierten Oberbegriffen und nicht belegten Behauptungen legitimieren.

302 Joachim Bürmann:
24. August 2009 um 01:52 Uhr

Ich hatte die Sendung am 23.08.2009 um 21:45 Uhr nur aufgezeichnet, weil Peter Scholl-Latour und Gregor Gysi dabei waren. Einmal mehr hat ein CDU – Politiker wie Hr. Jung Realitätsferne bewiesen, in dem er diesen Kampfeinsatz der Bundeswehr beführwortete. Mir währe es ja mal recht, wenn dieser Politiker in einem Kampfanzug, ohne Leibwächter, selbst einen Einsatz tätigen würde und dabei mitbekäme, wie seine Kameraden durch einen Selbstmörder zu Tode kämen.

Solange ein solcher Politiker sich lieber in einer Panzerlimousine durch die Gegend kutschieren läßt, sind seine Worte ausschließlich nur Hohn. Dieser Einsatz der Bundeswehr war von Anfang an falsch.

Joachim

303 joh lesch:
24. August 2009 um 01:59 Uhr

Ich finde es nicht fair Herrn Scholl Latour ständig verbal abzuwürgen oder ihm das Mikrofon leiser zu stellen. Dann braucht man ihn auch gar nicht erst einlzuaden. Natürlich, Monsieur Scholl Latour hat ein erregbares Gemüt, aber er ist durch und durch authentisch und Realist, dafür lieben wir ihn. Er genießt hohes Ansehen im Ausland und hat auch das Ansehen der Deutschen nach dem 2. Weltkrieg positiv katalysiert. Seine Kenntnisse sind tief: geschichtlich, politisch, religiös, kulturell, völkerkundlich, journalistisch, geografisch, strategisch, linguistisch sogar ökonomisch und nicht zuletzt menschlich. Er ist umfassend gebildet, dieses große Wissen wird ihm zum Verhängnis, wenn er sich ständig falsche Behauptungen anhören muss, von Diskussionsteilnehmern, die einen Bruchteil seiner Kenntnisse und auch seiner Erfahrung besitzen. Da ist zum Beispiel Herr Wolffsohn, der vor etwa 5 Jahren eine Debatte über die Einführung von Foltermethoden bei der Bundeswehr zur Terrorismusbekämpfung in Gang bringen wollte. Personen, die sich derart selbst persönlich disqualifizieren, haben bei einer solchen Afghanistan – Diskussion nichts zu suchen und im Prinzip auch nicht oder erst recht nichts bei der Bundeswehr. Das ist gefährlich, das ist ein Spiel mit dem Feuer und beschämend zugleich. Anne Will fehlt meiner Ansicht nach die Kompetenz, solche Sachverhalte richtig zu gewichten und einzuordnen, der Sprung von Sportschau, dann ein paar Nachrichten vorlesen, zu einer Runde mit Herrn Scholl Latour ist halt doch ein bisschen viel. Das ist schade und traurig, dass sie Monsieur Scholl Latour so wenig Respekt entgegen bringt. Das hängt natürlich damit zusammen, dass sie quasi ferngesteuert ist, der Programmdirektor oder wer auch immer die Hauptverantwortung trägt, ist der virtuelle Diskussionleiter mit Parteibuch, Frau Will übernimmt die telegene Exekutive und ist zugleich der Zuckerguss.So lange sich jemand vornehm ausdrückt, darf er nahezu alles reden was er möchte, aus einem Scholl Latour bricht es heraus, er kann es nicht zurückhalten, da spielt sicher auch sein hohes Alter eine Rolle. Das ist seine Schwäche und diese dient seinen Gegnern dazu, ihn aufgrund von außerer Form lahmzulegen und eine ehrliche Diskussion im Keim zu ersticken.
Das wärs fürs erste.

304 Thomas L.:
24. August 2009 um 03:58 Uhr

Nach dem Zweiten Weltkrieg war Krieg nicht mehr als Mittel der Politik legitimiert. Die Charta der Vereinten Nationen ließ den Einsatz von Streitkräften nur noch zur Verteidigung zu. Dementsprechend wurde die Bezeichnung Kriegsminister in den meisten Ländern in Verteidigungsminister geändert.

305 pc-wg:
24. August 2009 um 06:40 Uhr

@299 – Elvisa
Danke für die Blumen.
Die pc-wg hat gestern nach dem vorzeitigen Abschalten der Sendung noch länger über die unglaublich flummyartigen Aussagen des Herrn Jung diskutiert. Ergebnis: Wenn dieser Kriegsminister einen Wetterbericht formulieren müsste, würde er wohl wie folgt lauten: “Gegen Abend ist mit einbrechender Dunkelheit zu rechnen.” Und auf diesen Satz wäre der Herr Kriegsminister noch stolz. Was soll man aber auch von einem Menschen erwarten, der 8 Mio. Mobiltelefone als demokratische Bereicherung empfindet. Immerhin hatte Herr Jung die Gelegenheit, sich bei Frau Will in seiner Erbärmlichkeit zu präsentieren, und jeder halbwegs denkfähige Wähler wird hoffentlich seine Schlüsse daraus ziehen.

306 M. Schulz:
24. August 2009 um 07:10 Uhr Sehr geehrte Frau Will!
Haben Sie das Buch von Malalai Joya, einer Afghanin vor Ort, gelesen? Sie beschreibt deutlich, dass solange die korrupte warlord- Regierung an der Macht ist, jeder Einsatz umsonst ist, denn in Wahrheit hat diese Regierung kein Interesse an Demokratie- wohl aber an den Geldern, die zum Aufbau des Landes eingesetzt werden. Ganz zu schweigen über die unveränderte Situation der Frauen -aber das war nicht Ihr Thema. Ich fand die Sendung unbefriedigend – frustrierend. Herr Scholl- Latour schien einen sachlichen Einblick zu haben über die Situation in Afghanistan- auch Herr Gysi versucht, vom Krieg wegzukommen. Das Problem dort ist wirklich die Regierung -und die Wahlen haben keine Veränderung gebracht- also werden weiterhin noch lange Soldaten “verbraten”, die Taliban werden stärker, weil Herr Karsai z.T. mit ihnen kooperiert. (nach M. Joya) ….

307 Bernd Sch.:
24. August 2009 um 08:14 Uhr

Eine schreckliche Sendung mit einer völlig deplazierten Moderatorin (Frau Will sollte sich bei Herrn Scholl-Latour entschuldigen- das ist wohl das Mindeste) und tiefen Einsichten. “Die Bevölkerung muss auf den Krieg vorbereitet werden”- das war wohl der Satz des Abends. Bei einigen,den Dominiks, Olivers oder Nicks, ist dass ja schon angekommen.
Die beiden Herren auf der Couch wirkten wie vorgeführt. Sie konnten einem leid tun.

Zum Inhalt:
Die Taliban und die Probleme des Irakkrieges wurden von den USA verursacht.
Warum sollen andere sie auslöffeln?

308 Charles Tunes:
24. August 2009 um 08:34 Uhr

Sehr geehrte Frau Will,
ich vermute, dass Sie, um mediengerecht zu moderieren, hin und wieder gezwungen werden, Meinungen und Aussagen zu unterbrechen, Gäste abzuwürgen, um Gespräche dann in eine andere Richtung zu leiten. Wenn dem nicht so ist, wären Sie einfach nur eine unhöfliche Moderatorin, was ich mir wiederum nicht vorstellen kann. Gruß Charles Tunes

309 Uli:
24. August 2009 um 08:40 Uhr

Gregor Gysi liegt falsch in der Behauptung, ein Krieg gegen Terroristen oder Partisanen wäre nicht zu gewinnen. Daß dies zu einer Gewaltspirale führt ist zwar richtig, aber am Ende kommt es darauf an, welche Seite über das größere Vernichtungspotenzial verfügt.
Ich bin mir sicher, daß die westlichen Koalitionskräfte über eine drastische Ausweitung der industriell gestützten Kriegsführung am Ende darüber entscheiden, ob die Taliban dem noch etwas entgegen zu setzen hat.
Gregor Gysi liegt aber richtig in der Einschätzung der weltwirtschaftlichen Problematik mit ihrer Armutsproduktion, die in sich die Brutstätte für den Terror bildet.

310 Sonich:
24. August 2009 um 08:53 Uhr

Diese Sendung stellt wohl das Beispiel par excellence für die Inkarnation eines journalistisch debilen Produktes. Nach Manipulation kommt Mittäterschaft!

311 Uli:
24. August 2009 um 08:59 Uhr Die Haltung, die die Sofagäste an den Abend gelegt haben, hat etwas menschlich ausgesprochen Vorbildliches. Ich bin froh, daß es in diesem Lande noch Menschen gibt, die bescheiden und aufrichtig wirken. Bescheiden, wenn es um ihr Ego geht und aufrichtig, wenn es um etwas größeres als nur um die Verteidigung des eigenen Gartenzaunes geht.

In diesem Lande gibt es so furchtbar viele großkotzige und aufgeblasene Protze, die sich auf der Straße mit ihren Ellenbogen oder PS-Stärken unheimlich stark vorkommen, aber sich in die Windeln machen, wenn sie mal Verantwortung für etwas mehr als ihren lächerlichen Egoschrott übernehmen sollen. Bevor solche Ochsen mit ihren überschüssigen, führungslosen Kräften hier Schaden anrichten, sollten sie lieber für den Afghanistan ausgebildet werden.

312 rentnernrw:
24. August 2009 um 09:01 Uhr

Gestern präsentierte sich Verteidigungsminister Jung wie üblich:
inkompetent und fernab der Wahrheit.
Seine notorische Schönfärberei der Lage in Afghanistan steht im krassen Widerspruch zu der Wahrnehmung der anderen westlichen Staaten, die am Krieg gegen die Taliban
beteiligt sind.
Heute morgen erst wieder zitiertz der Deutschlandfunk in den Nachrichten den
Generalsstabschef der USA, Mullen, der bestätigte, dass sich die Sicherheitslage
in Afghanistan deutlich verschlechtert habe und die gefahr bestehe, dass die Taliban wieder die Macht bim Lande übernehmen könnten.
Eben das hat Herr Jung gestern vehement bestritten und von einer stabilen Lage gesprochen, wo alles unter Kontrolle sei.
Wie lange ist ein Minister noch tragbar, der mit der Wahrheit auf dem Kriegsfuß steht?

313 Klaus-D.Lange:
24. August 2009 um 09:50 Uhr

Die Sendung verlief leider etwas enttäuschend. Es ging alles durcheinander und die Moderatorin hatte Mühe, ihre Sendung richtig in den Griff zu bekommen. Den Verdeidigungs-
Minister hat man für seine eingeschränkte Sichtweise des Afghanistan-Konfliktes viel zu häufig
Gelegenheit gegeben, diese Diskusionsrunde zu bestimmen! Anderen Teilnehmern hatte man es dann abrupt abgebrochen. Also es war keine ausgewogene Diskussion gewesen, sondern
teilweise recht einseitig und sehr verworren gewesen. Die Senung war weder unterhaltsam, noch
lehrreich geweisen.
Mit freundlichen Gruß
Ihr
klaus-d.Lange

314 Till Eulenspiegel:
24. August 2009 um 09:53 Uhr

@ 288 Robert:
Wie zitierte mein verstorbener Vater immer mal wieder: “Dummheit und STOLZ, wachsen aus einem Holz”! Wie recht er doch damit hatte.
Eine härtere Gangart fahren, vmtl. auf die charmante Art von Frau Will?!
Wie sag ich´s dem Bürger?! Welchen Bürgern?! Der Mehrheit, welche erkannt hat, dass es immer noch Krieg/e gibt und die genau dieses NICHT mehr will?! Dass also das “charmante” Mittel Krieg – obwohl man die Bevölkerung an den Krieg GEWÖHNEN muss – NICHTS, aber auch absolut NICHTS an den Ursachen von Hass, Terror, Rache und damit eben auch Kriegen geändert hat?!
“Nach über 60 Friedensjahren…”?! Wo?! Vor Ihrer Haustüre?!
Aber was geht mich der “Nächste” an?! Da schlagen “wir” einfach mal ne härtere Gangart ein und schon haben “wir” weitere 60 Jahre Frieden…und zusätzliche 8 Mio. Handys?!
Und dafür braucht man einen langen Atem und eine “deutliche Vision”?!
Schon eigenartig, dass man bei offensichtlich LEID erzeugendem Verhalten “viel Zeit (langen Atem) und Visionen” als reales Mittel zur Um- und Durchsetzung eigener Interessen nicht als “Wunschdenken, Illusion etc.” betrachtet, sondern als “legitimes Mittel”?! Wenn aber wahre Pazifisten ihre Visionen vertreten und dafür ebenfalls viel Zeit beanspruchen, dann handelt es sich um “Feiglinge, Träumer, Phantasten und Illusionäre”?! Und was die allenfalls Mitleid erzeugenden Gäste auf der Couch angeht: was ist daran mutig und tapfer, im Angesicht seines obersten Befehlshabers NICHT seine eigene Meinung kund zu tun?! Mir tun beide “Soldaten” als Menschen leid. Der eine, weil er für die “deutliche Vision” unseres “Kriegsministers” seinen Unterschenkel verlor; der andere deshalb, weil er zwar “tapfer” für die “deutliche Vision” seines obersten Befehlshabers eintritt, dabei aber sich selbs, sein Gewissen verloren und seine EIGENE Meinung abzugeben hat!
Es mag ja durchaus Menschen geben, welche stolz darauf sind, dass Andere für sie denken und ihnen blinden Gehorsam befehlen. Ob dies aber letztlich sehr viel mit Mut und Tapferkeit zu tun hat?!

Ja, mein Vater hatte recht: DUMMHEIT und STOLZ wachsen aus einem Holz!

315 jungbürger:
24. August 2009 um 10:00 Uhr

Herr Jung ist der einzige, der ISAF-Staaten, der behauptet, die Lage habe sich in den letzten Jahren stabilisiert. Militärs der anderen beteiligten Staaten räumen ein, dass
die Sicherheitslage sich in den letzten Jahren verschlechtert. Auch Herr Wolfson sprach von der verschlechterten Sicherheitslage auch im Norden gesprochen. Der oberste US-Militärchef Mullen bestätigt diese Einschätzung ebenfalls.
Warum leidet Herr Jung, der betont 9x in Afghanistan gewesen zu sein, unter Wahrnehmungsstörungen oder Realitätsverlust (kann er oder will er die Realitäten nicht erkennen?).
Anderen wirft er vor, ihre Einschätzungen haben mit der Realität nichts zu tun. Am weitab fernsten von der Realität sind Jungs Einschätzungen einer stabilisierten Lage.

316 Gerhard(71):
24. August 2009 um 10:01 Uhr

Zur Gesprächsleitung: Zu oft konnte der erfahrenste, klügste und älteste Teilnehmer dieser Runde, Peter Schol-Latour, nicht seinen Geprächsbeitrag zu Ende führen. Ihm wurde das Wort schnell durch die Gasprächsleiterin und in penetranter Weise durch Herrn Jung abgeschnitten. (100% stimme ich mit dem Beitrag Nr. 303 von joh lesch überein!) Zum nicht gewinnbaren Angriffskrieg: Mich verteidigt Herr Jung nicht am Hindukusch. Er sorgt aber für den weiteren Aufbau eines abgrundtiefen Hasses auf die Deutschen und damit auch auf mich! Das ist eine Ungeheuerlichkeit! Und wie hält man es mit der Demokratie? Die Mehrheit der Deutschen (70%-wohl eher mehr!) lehnt diesen Krieg ab. Die Politiker halten das Volk natürlich für dumm. Das beweisen sie täglich in dem sogenannten Wahlkampf. Was wird einem da nur für Blödsinn angeboten?!

317 Enttäuschte Zuschauerin:
24. August 2009 um 10:07 Uhr

Zum ersten Mal verspüre ich das Bedürfnis mich hier in einem Forum auszulassen. Diese Sendung hat mich tief getroffen und wahrhaft erschüttert. Was ist bloß geschehen? Habe ich die letzten Jahre in einem Dämmerzustand verbracht? Habe ich geschlafen? Oder war ich so sehr mit mir selbst beschäftigt, dass ich die abscheuliche Veränderung dieses Landes völlig ignoriert habe? Ich erinnere mich noch gut daran, wie man jeden Einsatz mit Waffen aufgrund unserer vergangenheit verpönte. Deutschland würde sich nie wieder an einem Krieg beteiligen. Es gab einen gewaltigen Bewegungsfeldzug für den Frieden. Parteien konnten ihre Sympathie gewinnen, indem sie sich deutlich gegen Krieg aussprachen.
Doch was um alles in der Welt war gestern gezeigt worden? Frau Anna Will, Sie haben mich so tief enttäuscht (:-’(. Geld ist eine schöne Sache, aber man sollte dafür nicht seine Seele verkaufen.
Das was Sie gestern geboten haben kam einer billigen PR-Aktion für einen Kriegseinsatz näher als alles andere. Mir sind die Tränen vor Enttäuschung gekommen. Und niemand, kein Mensch aus dem Publikum ist aufgestanden um den Raum zu verlassen. Es wurde sogar nach applaudiert.

Warum haben Sie das getan, Frau Will? Wie konnten Sie Werbung für einen Krieg machen?

Wo doch jeder wissen müßte, dass man einen Sieg, der durch Gewalt errungen wurde, auch nur mit Gewalt halten kann. Nur eine Veränderung der Menschen aus sich selbst heraus ist von Dauer. Krieg schürt Gewalt.

318 Christel:
24. August 2009 um 10:09 Uhr

Mütter, wenn Ihr Eure Söhne in Afghanistan sterben lassen wollt,dann wählt die Partei unseres Verteidigungsminister!!!!

319 Jule:
24. August 2009 um 10:19 Uhr

@ enttäuschte zuschauerin 317 sie sprechen mir aus der seele

320 blichnachvorn:
24. August 2009 um 10:50 Uhr

Frau Will, in ihrer Korrektur des angeblichen Dementis des US-Militärs bezüglich seiner negativen Einschätzung der Entwicklunmg bin Afghanistan lagen sie falsch.
Heute morgen höre im im Rundfunk, dass US-Generalstabschef Mullen diese seine bisherige Einschätzungh erneut bekräftigt hat, dass die Sicherheitslage schlechter sei als in der Vergangenheit und die Gefahr einer Reatblierung der Taliban-Herrschaft
real sei.
Völlig weltfremd und unrealistisch abgehoben waren die sich bzw. seine Politik lobenden Ausführungen des Verteidigungsministers. Wenn seine gestörte Wahrnehmung der Realität Ergebnis seiner 9 Besuche in Afghanistan ist, dann waren diese Besuche absolut überflüssig. Mit Scheuklappen (oder wahlkämperisch eingeengtem Blick) sieht man nicht was ist, sondern was man sehen will.
Da lobt Jung auch seine Gespräche mit Stammesältesten, diesen neben den Taliban gravierendsten Hindernissen für eine demokratische Enwicklung in Afghanistan.
Diese Gespräche hielt auch die Autorin Siba Shakib für falsch!
Sichtlich unangenehm war es Herrn Jung, als Frau Will die Gefahr ansprach, dass durch die Afghanistan-Politik der Terrorismus nach Deutschland getragen werden könnte.

321 R. Wörner:
24. August 2009 um 11:12 Uhr

Das Bekenntnis dieses Bundeswehrhistorikers, man müsse die Bevölkerung an Krieg gewöhnen (d.h. wir befinden uns in einem Krieg), darf man nicht ohne den Zusammenhang sehen, dass mit dem Vertrag von Lissabon EU-Mitgliedern formal die Möglichkeit gegeben wird, in Ausnahmefällen den Grundsatz “Die Todesstrafe ist abgeschafft” nicht gelten zu lassen. Ausnahmen sind Situationen in Zusammenhang mit “Krieg” und “Aufstand und Aufruhr”. Interessant dabei ist: Todesstrafe setzt ein Verfahren und ein Urteil voraus. Ehrlicher wäre die Bezeichung “Hinrichtung”.

Jungs Parteikollege Schäuble will zudem die Einsatzmöglichkeiten der Bundeswehr im Innern ausweiten – bisher sind nur Aufgaben auf Basis von Katastrophen etc. legitim. Man denke dabei auch an die Ausschreitungen in Frankreich und Griechenland.

Dass Deutschland bzw. Europa immer mehr zum Erfüllungsgehilfen US-amerikanischer Interessen wird, das halte ich für einen grossen aussenpolitischen Strategiefehler. Da können wir uns gleich eine Zielscheibe auf den Rücken tättowieren lassen.

Sollte es in Deutschland zu Terroranschlägen kommen, zu tatsächlichen oder zu gerade noch vereitelten, rein inszenierten (ich rechne mit allen Tricks), dann kommt ein Schäuble herangekrochen und wird sagen: “Ich habs doch immer gesagt.” Und genau das will die politische Klasse.

Gute Nacht Deutschland!

322 Bin gegen Krieg!:
24. August 2009 um 11:13 Uhr

Hallo, ich weiß, ich weiß, das ist hier ein ernsthaftes und trauriges Thema. Dazu wurde schon viel geschrieben. Danke sage ich an @alle, die hier Beiträge eingestellt haben!

Ich musste heute lachen. Deswegen (Stern).

Ich hab’s nicht ganz so boulevardmäßig gesehen. Die AW-Sendung war schon gut. Arme Frau C.

Tachchen!

323 Sam:
24. August 2009 um 11:21 Uhr

Dem Jung und dem Wolffsohn einen Stahlhelm aufsetzen und ab mit Ihnen in die vorderste Linie. Mal sehen ob sie dann noch Dampfplauderer sind.

324 Onyx:
24. August 2009 um 11:21 Uhr Ein Trauerspiel und die Hauptrolle spielt der unsägliche Herr Jung, der starrsinnig weiter darüber schwadroniert, dass der Einsatz in Afghanistan natürlich kein Krieg ist!
Dieses ewige an der Realität vorbei reden kommt einer Beleidung nicht nur der Bevölkerung sondern allen dort eingesetzten Soldaten gleich! Bitte, treten Sie zurück, Herr Jung.
Den Mephisto in diesem Schmierentheater machte der Herr Wolfssohn, als er zum Beispiel Scholl-Latour mangelndes Geschichtswissen vorwarf und behauptet, dass der Terrorismus sich vor 2001 nur ausbreiten konnte, da es damals noch keine Internationalen Einsätze eben dagegen gab.
Ich lach mich gleich tot, Herr Wolfssohn!
Seit dem Golfkrieg 1 steht die USA in Saudi Arabien und ziemlich nah an den heiligsten Stätten der Moslems. Seit diesem Datum kommt es immer wieder zu Anschlägen und seit diesem Datum befindet sich ein Teil der moslemischen Welt in einem Dauer-Dshihad! Und das weiß Scholl-Latour und er hätte es auch gesagt, wenn er nicht laufend unterbrochen worden wäre oder weil da, wie praktsich, die Sendung vorbei war.
Und dann dieses unsägliche geplapper über den 11/09.
Diese Sache stinkt doch von vorne bis hinten!
Ein Ex-CIA Mann (Bin Laden) plant aus den Höhlen Afghanistans den größten Anschlag aller Zeiten. Und seine Kumpanen läßt er nicht etwa in irgendeinem dem USA NICHT gewogenen Land zu Super-Piloten ausbilden, sondern im schönen Staate Florida. Desweiteren sind diese Piloten alle NICHT-Afghanen, sondern zumeist aus eben Saudi Arabien. Und einer der mutmasslichen Attentäter, der Herr Atta kriegt noch kurz vor einen Scheck, der von dem damaligen Geheimdienstchef in Pakistan unterzeichnet wurde.
Saudi Arabien?
Pakistan?
Aber gegen wem wird stattdessen Krieg geführt?
Oder für was?
Für die Kontrolle der Energie-Reserven der Zukunft, dass ist die Wahrheit! Die Pipeline zum Kaspischen Meer ist der Grund! Und es gab auch Verhandlungen mit den Taliban, nur liefen die nicht so wie die USA das wollten. Und ausserdem waren die Taliban alles andere als vorzeigbar! Das ist der Grund für diesen Krieg und vielleicht auch für diese Anschläge, die bis heute nicht aufgeklärt worden sind. Oder ist es ein Wunder, dass das FBI bis heute Bin Laden zwar für den Anschlag in Nairobi sucht, aber NICHT für den 11/09!
Ein Bilck auf deren Website genügt, liebe sogenannten Journalisten und Meinungsmacher.
Und zum Schluß ein Wunsch: Hört bitte auf die Bevölkerung für dumm zu verkaufen! Recherchiert ernsthaft und sagt endlich die Wahrheit! Bei diesem Krieg geht es um die letzten Ölreserven und um sonst nichts!

325 h.helmes:
24. August 2009 um 11:23 Uhr

Sehr geehrte Frau Will,
glauben sie denn, dass die beiden gäste(soldaten)ihre ehrliche meinung sagen können im beisein ihres obersten dienstherrn? ich nicht! wo waren die verletzten soldaten,die heute noch an einem angstsyndrom leiden. die wirklichen experten ( peter schol-latur)
konnten garnicht ausreden,ohne dass herr jung dazwischen quatschte. seine blödsinnige idee, am hindukusch würde unsere freiheit verteidigt, ist doch eifach lächerlich.
herr jung spielte sich in ihrer sendung als allein wissender auf. sie hätten ihn bremsen müssen.
schade , die sendung hätte besser laufen müssen.

326 Michael F.:
24. August 2009 um 11:23 Uhr

…ja, ja da kann der Herr Jung ja locker vom Sofa plaudern, stand ja selber nie unter Beschuß oder es flogen ihm die Splitter um die Ohren, würde mal jemand diesen “Oberkommandierenden” mitten ins Geschehen ´mit G36 und Splitterschutzweste setzen, sorry für die Polemik, aber was anderes habe ich nicht in diesen inkompetenten und heuchlerischen Gesprächen zur Kenntnis genommen. Wie viele Großmächte haben sich an diesem Land schon die Zähne ausgebießen, die Briten, die Sowjets und jetzt Glorry USA…Germann´s to the front sollte wohl endgültig der Vergangenheit angehören und übrigens den Einsatz der BW regelt das Grundgesetz und da steht was von Landesverteidigung und meines Erachtens hört die BRD kurz nach Passau auf, und bitte kommen Sie mir nicht mit Bündnisfall…
apropos wieviele Tote gab´s den beim KSK??? Da spricht keiner drüber oder.

Liebe Frau Will, Sie sollten das nächste mal mit den Frauen, Männern und den Kindern der toten Kameraden reden, bevor Sie so oberflächlich dies angehen.
Wir brauchen keinen ständigen Sitz im Sicherheitsrat und erst recht nicht einen global Player Job in Sachen Kriegsmaschinerie…

Vielleicht kapiert´s der eine oder andere in Berlin, wenn seine Kinder schwer verletzt oder tot in der Zinkwanne aus der BW-Maschine getragen werden.

Ich sehe für dieses Land nur eine Unterstützung in klar humanitären Bereichen, dafür braucht man Pioniere, Logistiker und Sanis, aber keine Kampftruppen, und wenn´s zu heiß wird für die Helfer dann raus damit.

Traurig, aber wohl war….(P. S. könte der nächste Betriebsausflug des Bundestages nicht nach Kundus führen

327 Kurt Müller:
24. August 2009 um 11:24 Uhr

Mit verwundeten Soldaten sollte man weder für noch gegen einen Krieg argumentieren.
Das mag zwar gefühllos klingen, aber sie sind nur Werkzeug der militärischen Auseinandersetzung. Sie werden bezahlt um zu töten und ggf. zu sterben.
Sie werden schließlich nicht gezwungen und wissen hoffentlich, worauf sie sich einlassen.
Die Wortwahl “Unsere Jungs” ist in den USA ebenso wie hier deplatziert, kommt der Politik aber stets gelegen, weil solche Debatten von der eigentlichen Verantwortung ablenken.

328 Kurt Müller:
24. August 2009 um 11:27 Uhr

Es gäbe noch weitere Aspekte an diesem Einsatz zu beleuchten. Vor kurzem lief eine Dokumentation mit dem Namen “Leben und Sterben für Kabul” auf arte und im NDR, natürlich neben der Senderwahl auch noch versteckt im Spätabendprogramm.
So kommen die Öffentlich-Rechtlichen ihrem Informationsauftrag offenbar am besten nach.
Darin jedenfalls waren Ausschnitte aus dem Programm des Bundeswehrradios in Afghanistan zu hören. Es war ein Jingle zu hören, der offenbar über den Äther ging, mit dem bekannten Spruch “Wir sind im Auftrag des Herrn unterwegs”.
Wenn das die Strategie sein soll, die Verantwortung für den Einsatz von der deutschen Politik und damit vom deutschen Wähler auf eine höhere Macht zu übertragen, dann aber gute Nacht

329 wolf:
24. August 2009 um 11:42 Uhr

Ich empfand die Sendung von A. Will als einen Auflauf von Kriegsbefürworten in Afghanistan, entgegen der öffentlich bekannten Mehrheit in der dt. Bevölkerung gegen diesen Krieg.
Als Feigenblatt und Meinungsvertreter der Mehrheit der dt. Bevölkerung durften Gysi und Scholl-Latour Platz nehmen, die jedoch von Beginn an beständig von Moderation unterbrochen wurden.
Sehr viele User vor mir stellten dies bereits fest.
Nehmen wir die Garde an Diskutanten für den Krieg deutscher Soldaten in Afghanistan.
Jung, der Verteidigungsminister, der vor seiner Berufung als Bundesmister nichts mit Verteidigung oder Militär jemals zu tun hatte.
Siba Shakib, Buchautorin erzählt A. Will, war mehrere Monate lang in Diensten der Bundeswehr in Afghanistan, genauer als Beraterin für die internationale Militärtruppe ISAF.
Wen und was hat diese Frau in einer militärisch und geheimdienstlich geprägten „Schutztruppe“ nachweislich vom CIA der USA geführt, beraten?
Den Brunnenbau, den Schul- und Straßenbau in Afghanistan?
Geht’s noch dumpfer und trivialer angesichts der vorliegender Nachweise über Inhalt und Praxis des CIA bei der Demokratisierung fremder Länder.
Wolffsohn, Professoren-Historiker an der Universität der Bundeswehr München.
Gab es für die Will-Redaktion keinen anderen Historiker, als den von einer Bundeswehr?.
Und gleich der Konformität der Sendung entsprechend:
Gab es keinen andere Bundeswehrsoldaten aus Afghanistan, als den Befürworter des Krieges.
Und dann gleich noch im Doppelpack, um ja keine Schieflage der Mehrheitsmeinung der Bevölkerung zuzulassen.
Eine Pro-Meinung von 5 verschiedenen Diskutannten, alle 5 zufällig im Sold und Dienst der Bundeswehr und ISTAF. Geht’s eigentlich noch konzeptionell offensichtlicher?
Ach ja, kennen wir doch von A.Will. Man hat keine andere Meinung gefunden, weder unter Autoren, noch unter Soldaten und geschweige unter Historikern in Dt.
Und wie es die gibt belegen allein aus diesem Forum die Quelllenangaben und links der vielen fleißigen Blogteilnehmer.
Und für mich der gedrehbuchte Höhepunkt dieser Sendung.
Besatzer-Soldaten, hochbewaffnet und in Stahl-Panzern versteckt erzählen vom Alltag des Soldatseins bei A. Will in einem fremden Land, von freundschaftlichen Begegnungen mit der Bevölkerung (kennt man vor allem als PR-inszenierte Lüge der USA aus dem Irak), mehr bei Nacht als bei Tage erzählt uns ein deutscher Soldat (allein solch eine Aussage von einem deutschen Soldaten bei A. Will reicht für ein Drehbuch), vom Brunnen- und Straßenbau, von der Absicherung der Einweihung von Schulen.
Redaktionell gelenkter geht es kaum, den Krieg deutscher Soldaten in einem fernen Lande als Aufbauarbeit hinzustellen, regierungskonform nach CDU- und SPD.
Allerdings hat diese deutsche Regierung und die Will-Sendung ein nicht zu vertuschendes Legitimationsproblem.
Die überwältigende Mehrheit( über 69 %) der Deutschen sind gegen deutsche Soldaten in Afghanistan.
Und der untaugliche Versuch mit der Sendung von gestern Abend das Meinungsbild der Deutschen zur korrigieren, endet im bisherigen Ergebnis der Vote-Umfrage der A.Will-Redaktion mit 72,70 % und dem Raus aus Afghanistan.
Was gleich wollte uns A. Will in der Sendung mit ihren gleich 5 Kriegsbefürworten verkünden.
Demokratie und Freiheit der Deutschen in anderen Ländern zu installieren.
Fernab von Volkeswille in Dt. (statistisch nachweisbar) erheben sich diese Kriegsbefürworten in Namen des Volkswillens (Demokratie) andere Länder mit Demokratie zu bekehren.
Dass sie dem eigenen Volkswillen zuwiderhandeln und damit der gelobten, zu exportierenden Demokratie, muss man ja einen Afghanen nicht unbedingt erklären.

330 inDemokrat:
24. August 2009 um 12:04 Uhr

Nach langer Zeit habe ich mir mal wieder ein AW-Sendung angesehen. Es ist eine Gespräch-Schau (und dementsprechend stufe ich diese Veranstaltung auch ein; nichts Ernstzunehmendes).
Zwei der eingeladenen Gäste kannte ich überhaupt nicht (Herrn Wolffsohn und Frau Shakib).
Nun ja, wenn man mal außen vor läßt, daß Wahlen bevorstehen und Herr Jung und Herr Gysi im Wahlkampf stehen, fiel mir auf, daß davon geredet wurde, demokratische und ganz allgemein bessere Verhältnisse für die Menschen in Afghanistan zu bringen.
Also, wenn die Vorstellung des Herrn Jung (samt der regierenden Kaste in Berlin) von Demokratie die ist, daß eine deutliche Mehrheit unseres Volkes einfach ignoriert werden kann (mehr als 70% sind GEGEN einen Einsatz in Afghanistan! Hallooo!!!! Weshalb auch immer – WIR sind dagegen!!! Hallooooo!!!), tja dann, sollten sich die Afghanen doch noch mal überlegen, ob sie solche “demokratischen” Verhältnisse wie sie bei uns herrschen wirklich auch bei sich einführen wollen…. als Vorbild taugen wir ja nun wahrlich überhaupt nicht!
Das Thema Scheindemokratie ließe sich beliebig auf andere Mißstände in unserem Land erweitern, aber das schenke ich mir jetzt. Ich werde in einem Monat die wählen, die noch für Demokratie stehen. Und die, die seit 11 Jahren das eigene Volk bekämpfen, sind es ganz bestimmt nicht!

331 divan:
24. August 2009 um 12:08 Uhr

Das Auftreten des Verteidigungsministers war arrogant und ignorant. Er machte aus schwarz weiß.
Afghanistan ist nach Einschätzung nahezu aller Kenner der Szenerei keinesfalls sicherer geworden. Zu dieser Behauptung versteigt sich nur der Verteidigungsminister, der glaubt, mit wiederholten Kurzbesuchen seiner Falschdarstellung Glaubwürdigkeit zu verleihen.
In den Ohren der Verbündeten muß es geradezu provozierend wirken, welches Trugbild Herr Jung der deutschen Öffentlichkeit vermitteln will. Die USA muß es geradezu
beleidigen, schließlich haben im letzten Monat 44 US-Soldaten ihr Leben verloren, soviel wie nie zuvor in einem Monat seit Sturz der Taliban.
Auch die immer wiederkehrende Wiederholung der Bush-Kriegsbegründung, das Afghanistan Ausgangspunkt der Terrorausbildung war, ist zumindestens teilweise
unrichtig.
Damit wollte Bush nur davon ablenken, dass unter den Augen der US-Geheimdienste
die Terror-Flieger ihre Kenntnisse als Piloten ausschließlich in den USA erwarben.
Hinzukommt, dass es vor dem 11.9.2001 durchaus Taliban-Signale gab, Bin Laden auszuliefern. Heute aber ist niocht Afghanistan Hauptterroristen-Ausbildungslager sondern Pakistan.
Will Herr Jung das auch mit der Bundeswehr “im Interesse unserer Sicherheit” lösen?

332 Ursula:
24. August 2009 um 12:18 Uhr

Wann werden die Regierenden im Westen endlich begreifen, dass die Völker ihre eigenen Lebensformen selbst finden müssen?
Reicht das Beispiel des Irak immer noch nicht?

Dort sind Stammesstrukturen tragend und es ist arrogant von uns, unsere westliche Parteiendemokratie (die ja nun nicht gerade einen Ausbund an Demokratie gewährt- wie man an diesem und anderen Problemen sieht) exportieren zu wollen.

333 logischdenken:
24. August 2009 um 12:18 Uhr

@309 Uli
Herr Gysi befindet sich in Übereinstimmung u.a. mit Obama und der britischen Politik.
Es setzt sich, übrigens auch beim bisherigen Präsidenten Karsai, die Erkenntnis durch, dass man wohl um Verhandlungen auch mit gemäßigten Taliban nicht herum komme, weil es keine militärische Läsung gibt.Übrigens bekam vor Jahren ein SPD-Politikler böse Kritik, als er das als unausweichlich dargestellt hatte!
@319 blicknachvorn
Minister Jung war mit Abstand der schwächste der Diskussionsteilnehmer, weil er in einer Traumwelt zu leben scheint. Alle anderen an der Diskussion Beteiligten zeigten mehr Realitätsnähe, auch wenn es Meinungsunterschiede in Teilbereichen gab.
Wir Herr Jung so schlecht beraten oder kann er nicht anders?
Hätte ich einen Sohn beim Bund in Afghanistan, ich wäre sehr besorgt.
Mich erinnerte das ganze Auftreten von herrn Jung an vergangene DDR-Größen, die ja auch immer von Erfolg zu Erfolg, von Sieg zu Sieg eilten (nach eigenem Bekunden), bis die DDR zusammenbrach.

334 Peter Fischer:
24. August 2009 um 12:18 Uhr

Die Aufgabe der politischen Steuerung der Öffentlichkeit ist es, die Bevölkerung an Krieg zu gewöhnen, sagte gestern Herr Wolffsohn.

Wenn es nicht so absurd wäre, müsste man ihm dankbar sein, für die deutliche Offenlegung der Pläne des politischen Establishments. Wo sind wir inzwischen gelandet? Unglaublich ist es, dass keinerlei Aufschrei durch die Bevölkerung geht!!! Da wird uns zur besten Sendezeit ohne Umschweife erklärt, wohin die Reise geht und der Mann bekommt noch Beifall. Wehret den Anfängen!!! Allerdings scheint es dafür schon zu spät zu sein!!!

@ pc-wg und Elvisa Danke!

335 Bürger:
24. August 2009 um 12:19 Uhr

Seit über 20 Jahren verfolge ich (zum Teil Live) die Auslandseinsätze der Bundeswehr. Ich darf leider nicht näher auf meine Tätigkeit eingehen.
Glaubt die Mehrheit der Bevölkerung unseres Staates allen Ernstes den Worten, der auf dem Sofa sitzenden Soldaten? Ich hoffe doch nicht. Was sollen die beiden auch anderes sagen. Der Chef war ja mit im Raum! Diese Meinung der beiden Soldaten spiegelt auf keinen Fall die Meinung aller Soldaten wieder!
Ich sehe immer mehr junge, aber auch ältere Soldaten aus Krisengebieten zurückkehren. Vor dem Einsatz voller Lebensfreude, Hoffnung und Perspektiven. Nach dem Einsatz sind es gebrochene Menschen, deren Lebensfreude, Beziehungen, Freundschaften zerstört wurden, weiterhin kehren sehr viele krank, oder gar tot zurück. Hier möchte ich nur das PTBS (Posttraumatisches Belastungssymdrom) als Krankheit anführen.
Wir befinden uns in keinem Krieg?? Die Bundeswehr leistet humanitäre Aufbauhilfe??
Herr Minister Jung, kennen sie das Gefühl von Angst? Das Gefühl der Soldaten? Das Gefühl der Lieben zuhause? Das Gefühl der Eltern, der Sorge um die Tochter oder des Sohnes?
Mir ist klar, dass solche Einsätze zum Soldatenberuf gehören, jedoch sollten einige Leute in unserem Staate aufhören mit der Schönrederei. Andere Staaten sprechen schon Lange nicht mehr von einem humanitären Einsatz. Diese Sprechen klar vom Krieg!

336 Medienvielalt:
24. August 2009 um 12:26 Uhr

@ 293 – Alex Castelano

Zu Ihren berechtigten Vorbehalten gegen die angebliche Afghanistan- “Erfolgsbilanz” Jungs folgende Ergänzungen:

1.) Hat beispielsweise irgend ein Journalist die von Jung genannten Daten auf ihre Richtigkeit überprüft?
Zu der hiesigen Afghanistan-Berichterstattung im Allgemeinen und der Afghanistan-Berichterstattung des ZDF im besonderen äußerte sich der ehemalige ZDF-Korrespondent Ulrich Tilgner (ist heute für das Schweizer Fernsehen tätig) bereits im Jahre 2008 in einem Interview mit dem Tagesspiegel sehr kritisch (Überschrift: “Da wird es einem zu viel”):

Frage: Sie behaupten, der Neutralitätsstatus der Schweiz macht Ihnen Ihre Arbeit leichter als in Deutschland. Inwiefern?

Ulrich Tilgner: Die Schweiz hat nicht den Formierungszwang eines Nato-Staates. Wenn die Nato-Staaten in Afghanistan kollektiv eingreifen, wollen sie ihr Auftreten dort in ein entsprechendes Licht stellen. Weil die Schweiz nicht in diesem Verbund ist, kann sie die Situation neutraler beschreiben.

F: Wie wirkt sich das auf die journalistische Arbeit aus?

UT: Für mich ist es politisch viel einfacher, weil die Schweiz auch Veränderungen, zum Beispiel, in Afghanistan offener gegenüber steht und zudem eher bereit ist, Fehler westlicher Politik zu erkennen. Ich kann berichten, ohne vergleichbare Skepsis auszulösen wie in Deutschland. (…)

F: Und das ließ das Fass überlaufen?

UT: Die eigene Redaktion, das ZDF, begriff überhaupt nicht, was solche Arbeitsumstände bedeuten. Im Gegenteil. Die kritisieren einen Kollegen sogar noch, weil man Berichte anders gemacht hat, als sie es erwarteten, und erklären, der Konkurrenzsender habe die Geschichte auch anders gesehen. Da wird es einem dann zu viel.

F: Konkret ging es zum Beispiel um Folgendes: Sie haben nach der Befreiung entführter Deutscher in Afghanistan nicht diese Tat gefeiert, sondern nachgefragt, an welchen Stellen die afghanische Polizei Fehler gemacht hat.

UT: Ja. Und ich möchte weiterhin über die Wirklichkeit berichten. Ich will keine Berichte liefern, die beliebig sind. Ich möchte sagen, was ich denke. Dafür stehe ich gerade und für sachliche Richtigkeit. Ich möchte keinem redaktionellen Druck nachgeben, der Konzessionen bedeutet, die ich nicht mehr eingehen mag. Diese Grenze ist beim ZDF an einigen Punkten verschwommen.

F: Ist die Skepsis der Redaktion gegenüber Ihrer Kritik eine Art vorauseilender Gehorsam der deutschen Politik gegenüber?

UT: Es geht in die Richtung. Ich habe die Mitverantwortung Deutschlands dargestellt und mit Zahlen belegt, dass zu wenig Geld für den Polizeiaufbau in Afghanistan bereitgestellt wurde. Es wurde viel zu wenig in Ausrüstung und Ausbildung investiert, obwohl eine möglichst nicht korrupte, gut ausgebildete Polizei eine Schlüsselrolle hat beim Wiederaufbau eines Landes. Da wurden Fehler gemacht. Solche Kritik werten selbst die eigenen Kollegen zu leicht als Nörgelei, statt sie aufzugreifen und verstärkt für das Programm zu nutzen. ”

So weit der Interview-Auszug mit Ulrich Tilgner.

Es ist doch gerade der von Ulrich Tilgner zu Recht beklagte “vorauseilende Gehorsam” des weit überwiegenden Teils unserer Journalisten, der eine möglichst objektive Afghanistan-Berichterstattung verhindert und stattdessen die dortige Lage ganz im Sinne der Nato und des Bundesverteidigungsministeriums massiv schönfärbt!

2.) Was bedeutet es, wenn Jung beispielsweise behauptet, “wir haben dort mittlerweile 19 staatliche Universitäten”. Wie viel staatliche Universitäten gab es vor dem Nato-Krieg gegen Afghanistan? Und wie viele Studenten besuchen die NEU HINZUGEKOMMENEN staatlichen Universitäten? 20.000? 2.000?

3.) Wie ist die Qualität der angeblich 23.000 km neuer Straßen?

4.) Selbst wenn Jungs Zahlen zu den Medien stimmen sollten, dann ist das noch längst kein Hinweis auf die Qualität dieser Medien. So heißt es beispielsweise in einem Artikel der Frankfurter Rundschau zu der Wahlberichtestattung zu Gunsten des korrupten afghanischen Staatschefs Karsei:

“Im benachbarten Kundus gibt sich die Wahlbeobachterkommission der “Unabhängigen Menschenrechtsorganisation von Afghanistan” ebenfalls keinen Illusionen hin. “Hier arbeiten alle, auch der Polizeichef, für die Wiederwahl von Karsai”, sagt eine Frau aus der Gruppe,die ihren Namen lieber nicht nennen will. Auch das Fernsehen nutzt Krasai nach Kräften. 70 Prozent der Wahlberichterstattung im staatlichen TV, so ermittelten Beobachter, kommen ihm zugute.
Bei den privaten Kanälen sieht es kaum anders aus, zumal der Karsai-Sippe Hewat gehört, einer der größeren Sender des Landes.”

5.) Jung präsentiert zwar seine Afghanistan-”Erfolgsbilanz”, erwähnt jedoch nicht, was im Zuge der jahrelangen Nato-Angriffe zerstört wurde:
– menschliches Leben
– die körperliche und seelische Unversehrtheit vieler Tausender Menschen(Kriegsinvalide, vom Krieg traumatisierte Menschen, insbesondere Kinder)
– zerstörte Infrastruktur
– usw.

6.) Um es einmal zynisch auszudrücken: Die Mehrheit der Menschen in Afghanistan scheint ganz einfach noch nicht begriffen zu haben, was der Nato-Krieg ihnen doch in Wirklichkeit Gutes antut.
Ich empfehle nochmals das Interview mit Mariam Rawi von der „Revolutionären Vereinigung der Frauen Afghanistans”.

Die unabhängige Frauenorganisation Revolutionäre Vereinigung der Frauen Afghanistans (RAWA) wurde 1977 gegründet. Sie kämpft für Menschenrechte und soziale Gerechtigkeit in Afghanistan. RAWA stellte sich sowohl gegen die sowjetische Invasion und Besetzung Afghanistans von 1979 – 1989, als auch gegen die darauf folgenden Regierungen der Mujahedeen und der Taliban, sie unterhielten im Untergrund Schulen für afghanische Mädchen, veröffentlichten eine Zeitschrift und starteten humanitäre Projekte

Mariam Rawi in diesem Interview:

“Die USA marschierten in Afghanisten wegen ihrer geopolitischen, wirtschaftlichen und regionalen strategischen Interessen ein und um Afghanistan in einen starken Militärstützpunkt in der Region zu verwandeln. (…)
Ein weiterer Grund für die Invasion in Afghanistan war, das Milliardengeschäft mit den Drogen in die Finger zu kriegen. Wie wir in den vergangenen paar Jahren klar sehen konnten, verwandelten die USA und ihre Allierten Afghanistan in das Opiumzentrum der Welt. Die Opiumproduktion stieg um über 4400 Prozent, 93 Prozent des illegal hergestellten Opiums der Welt kommen aus Afghanistan. (…)
Außerdem gibt es in Afghanistan große Vorkommen an Gas, Kupfer, Eisen und anderen Mineralien und Edelsteinen und die großen Mächte waren natürlich daran interessiert, diese auszubeuten, wie sie es in armen afrikanischen Ländern tun. (…)
Der „Krieg gegen den Terror“ und die „Befreiung der afghanischen Frauen“ waren nur Lügen, um die oben genannten Interessen und viele andere versteckte Absichten der USA in Afghanistan zu verdecken. (…) Als berüchtigte Kriminelle wie Burhanuddin Rabbani, Abdul Rasul Sayyaf, Karim Khalili, Mohammad Mohaqiq, Yunus Qanooni, Mullah Rakiti, Atta Muhammad, Rashid Dostum, Ismail Khan, Haji Almas, Hazrat Ali und viele andere von den USA als Freiheitshelden dekoriert und an die Macht gebracht wurden, wussten alle, dass Afghanistan wieder einmal der Mittelpunkt eines Schachspiels der USA und ihrer Verbündeten geworden war, die die Slogans „Demokratie“ und „Menschenrechte“ für unsere Nation zu schmerzlichen Witzen werden ließen. (…)
Trotz allem Zeter-und-Mordio-Geschrei über „Frauenrechte“ und die „Befreiung der afghanischen Frauen“ ist die Lage der Frauenrechte in Afghanistan immer noch eine Katastrophe.
Es gibt keine fühlbare Veränderung in den Lebensbedingungen der afghanischen Frauen, in bestimmten Teilen des Landes ist das Leben schlimmer als unter den Taliban. Die Zahl der Entführungen, Vergewaltigungen, verkauften jungen Mädchen, Zwangsehen, Säureangriffen, Prostitution und Selbstverbrennungen von jungen Mädchen und Frauen hat Rekordhöhe erreicht, selbst verglichen mit dem Talibanregime. Aufgrung von Zwangsehen und häuslicher Gewalt ist die Selbstverbrennung von Frauen zwischen 18 und 35 Jahren in Afghanistan zur Epidemie geworden. (…)
Wegen der großen Armut, von der über 80 Prozent der Bevölkerung Afghanistans betroffen sind, ist das Leben für unzählige Kriegswitwen und arme Frauen eine Katastrophe und in vielen Gegenden Afghanistans sind Prostitution und auf der Straße betteln auf ein nie da gewesenes Ausmaß angestiegen. (…)
Vieles spiegelt sich gar nicht in den Nachrichten wider, da die Medien unter dem Schatten der Gewehre und Drohungen der Kriegsfürsten stark unterdrückt sind.
In den vergangenen Jahren hat es in Bezug auf Frauenrechte nur einige kosmetische Veränderungen gegeben. (…) Die afghanischen Frauen wurden in den vergangenen sieben Jahren unter der US-Besatzung schwer verraten. Ihr Elend wurde dazu benutzt, die Besetzung Afghanistans zu rechtfertigen, aber es wurden keine Schritte unternommen, ihre Wunden zu heilen. Vielmehr wurden die schlimmsten Gegner der Frauenrechte gestärkt, unterstützt und auf Schlüsselposten gesetzt. (…)
Selbst wenn die USA Hunderttausende von Soldaten in Afghanistan stationieren, werden diese nicht hier sein, um „Frieden“, Freiheit“ und „Demokratie“ für das Volk von Afghanistan zu bringen. Sie werden nur den US-Interessen in der Region dienen und den Kriegsfürsten, Drogenbaronen und anderen US-Agenten helfen, die in unserem Land an der Macht sind, aber für unser leidendes, von Krieg heimgesuchtes Volk wird das ein sehr schlechtes Ende haben.”

So weit der Interview-Auszug mit Mariam Rawi.

Das Interview zeigt in der Tat eine “beeindruckende” “Erfolgsbilanz” des Nato-Krieges in Afghanistan, Herr Bundeskriegsminister Jung.

337

peter Voss:
24. August 2009 um 12:37 Uhr

schlimm,wie Herr Scholl-Latour immer bewusst unterbrochen wurde,nur wei er politsch unkorrekte wahrheiten ausspricht.Aber er hat Mut.die vorgeführten Kriegs-Veteranen taten mir Leid.Schickt doch stattdessen Jung und diesen dubiosen Folter-unterstützer Wolffson an die Front..

338 YoungPolitik:
24. August 2009 um 12:39 Uhr

Bitter, dass man das Mikro leise drehen muss um P.S.-Latour zu stoppen, damit er nicht die Wahrheit sage kann, denn wenn einer sich in der Runde mit dem Land auseinander gesetzt hat dann er. Wer sonst von den ganzen anderen Nasen war den schon vor so langer Zeit, so häufig in Afganistan und hat alles so unverfälscht gesehen. Ein Herr Jung der nur die Romantik aus dem Lager mit bekommt, oder zu einer Schuleröffnung kommt. Wie soll man den dann das Land kennenlernen? Wenn man einfach mit logischen Sachverstand an die Sache geht, wird doch klar, dass die Leute, die H. Jung das Land zeigen untergeordnete (so gesehen Angestellte) von ihm sind, die natürlich einen guten Eindruck bei ihm hinterlassen wollen. Wie naiv muss man den sein, wenn man so das LAnd sieht glaubt, dass dies der Alltag dort wäre. Genau so ist es bei Frau Siba S., die nur mit der Bundeswehr im Land unterwegs war. Wie kann diese Frau sich den ein Urteil erlauben und glauben PS-Latour zu wiedersprechen/korrigieren, der vor 40 Jahren zum ersten Mal da war und die Entwicklung stehts verfolgt, und zwar LIVE und ungeschönt im Landesinneren bei den Verbündeten und den echten Terrrosristen.

Die Sendung war echt eine Qual.

Würde sich Herr Jung einmal mit H. Scholl Latour in ein eins-gegen-eins Debatte stellen, wäre H. Jung morgen seinen Job los.

339 Charles Tunes:
24. August 2009 um 12:57 Uhr

Die Aussagen des Verteidigungsministers waren zum Teil völlig unsubstantiiert und seine Einschätzungen realitätsfremd. Ich denke, dass er sich für seinen peinlichen Auftritt nicht nur bei der Bundeskanzlerin entschuldigen sollte. Wie ein Herr Jung in die politische Obrigkeit gelangen konnte, ist mir rätselhaft. Das dieser Mensch das Amt eines Verteidigungsministers bekteidet, ist beängstigend.

340 Rudirum:
24. August 2009 um 13:02 Uhr

Hall all Ihr Lieben,

da sich die Blogmoderation genötigt sah, einen meiner Beiträge nicht zu setzen, der außer der Ressourcenfrage aufzeigt, was wirklich noch hinter der Präsenz von Armeen der NATO-Mitglieder und ihrer verbündeten steckt, hab ich hier keinerlei Interesse und sehe auch keinen Sinn mehr zu verbleiben.

Dieser Blog, wenn auch etwas großzügiger, wie die meisten, quasi in dieser von Politik und Wirtschaft unterdrückten Welt einer der Besten, ist trotzdem politisch zensiert, sich durch staatliche Behörden!

Ich bedanke mich trotzdem fürs Zuhören und für die vielen neuen Erkenntnisse, die ich aus sehr vielen der guten Beiträge hier gewinnen konnte.

Ich hoffe sehr, dass sich das Volk nicht länger von den unmenschlichen Ideen des neoliberalen Raubkapitalismus verdummen lässt, sich wehrt, damit aus dieser Welt endlich eine Welt des Friedens für Alle wird.

Mit freundlichen Grüßen, und sicher auf nimmer wiederlesen,
Rudirum

341 Tanja:
24. August 2009 um 13:04 Uhr

Die Sendung gestern Abend war ein Witz. Nur leider konnte ich darüber nicht lachen.
Die Sendung war einseitige Kriegspropaganda gewesen, viel Gerede, keine vernünftige Argumente…keine Lösung des Problems in Sicht. Afghanistan ist ein Fass ohne Boden,
Laut Jung bleibt BW so lange da,wie es nötig sei,bis das Land sicher sein wird….
Und das kann dauern … viele viele Jahre, denn bis jetzt wissen wir nur eins – die Lage hat sich verschlimmert? Darf man auch fragen – warum? Wenn wir dort nur Hilfe leisten???
Und nichts anderes, keine andere Interessen haben..
Die Afganen sind echt komisch, dass sie das nicht begreifen können…

Herr Jung – der sollte lieber als Weinauer an seiner Taurus bleiben, das packt er, aber dieses hilflose Wimmern und Jammern von ihm war ein ausgemachtes Armutszeugnis.
Herr Wolfsohn, der als Prof der Bundeswehruniversität in dem CSU Bayern tätig ist- kennen wir nicht anders, als einen glühenden Verfechter der Kriegseinsätze der BW.
Ist an sich auch kein Wunder, seine Statements werden ja von der Bundeswehr bezahlt.
Also eine Meinung, die nicht ernst zu nehmen ist.

Gut aber, dass wir nun wenigstens die Zahlen in etwa kennen, fast 46 mio.Euro (real wird die Zahl noch höher ausfallen) und das jeden Monat wird verpulvert.

Ich habe einen Vorschlag – ziehen unsere Truppen aus dem Afghanistan, zahlen sie diese Summen direkt an Afghanen aus, bin gespannt, wie schnell die Meinung der Afghanen zu unserem Gunsten sich wendet und der nahrhafte Boden für Terroristen trocken gelegt wird.

Wetten das???

342 Tanja:
24. August 2009 um 13:15 Uhr

317 Liebe Enttäuschte Zuschauerin,

leider miss ich sagen- sie haben diese Entwicklung in der Tat verpasst.

Politik hat den Umbau der BW zur einer Interventionsarmee nicht nur einmal verkündet…

343 Fernsehzuschauerin M. Müller:
24. August 2009 um 13:21 Uhr

336@Medienvielalt: Wieder ein lesenswerter Beitrag von Ihnen! Der sollte zur Pflichtlektüre im Bundeskriegsministerium werden. Danke dafür.

344 Hansi:
24. August 2009 um 13:22 Uhr

Es war und ist einfach beleidigend, wiePeter SL, der als einziger ein fundiertes Wissen zum Thema Islam und Afghanistan vorweisen kann, von den gleichgeschalteten deutschen Medien und Moderatoren(innen) im Sinne der politischen Korrektheit all zu gern eingebremst wird. Die politisch gefilterte Wahrnehmung unserer Berliner Clique unterscheidet sich erheblich von der Realität.

Was mir jedoch besonders unangenehm auffiel, war das Verhalten des Publikums. Jeder, der mehr als 3 zusammenhängende Sätze sprach, wurde für diese Leistung umgehend beklatscht – auch unsere oberste rhetorische Nebelgranate BVM Jung. Da stellt sich mir automatisch die Frage: Wird das Publikum bezahlt, aufgeputscht, oder vor der Sendung eingepeitscht? Oder sind die einfach nur so einfältig????

345 diskutant:
24. August 2009 um 13:24 Uhr

Ich finde Plaßberg Fakten-Check im Nachgang zu seiner Sendung ganz nützlich. Manch eine, um es sehr zurückhaltend zu sagen, Dehnung der Wahrheit wurde hier schon entlarvt.
Herr Jung hätte einen solchen Fakten-Check ebenfalls befürchten müssen.
Seine verzerrte Darstellung der wahren Lage ist hanebüchen.
Besser als jeder andere hat heute US-Generalstabschef Mullen Jungs Gerede als das entlarvt, was es ist: eine skrupellose Schönfärberei der tatsächlichen Lage.
Schade nur, dass das wechselseitige Inswortfallen den Gesamteindruck der Sendung zusätzlich belastete, fast alle bedienten sich dieser unfairen Methode.

346 schon kummer gewohnt:
24. August 2009 um 13:31 Uhr

@ enttäuschte zuschauerin. stimmt wohl. man glaubt es einfach nicht,
wie salonfähig krieg, genauso wie auch der sozialabbau
mit der hilfe von vielen medien (@ anne will, sie schaffen es leider fast jeden hintergründigen gedanken aus ihrem studio zu vetreiben) in den letzten jahren gemacht wurden

347 Charles Tunes:
24. August 2009 um 13:59 Uhr

Vielleicht sollten Jung und Woffsohn gemeinsam in den Krieg ziehen, am besten aber nur mit Wasserspritspistolen bewaffnet, damit sie größere Schäden erst garnicht anrichten können. Diese beiden sind nun wirklich spielfilmreif, aber genau das macht sie so gefährlich

348 Oskar Franz:
24. August 2009 um 14:05 Uhr

Der Afghanistan-Experte Christoph Hörstel schreibt oft, dass in Afghanistan die CIA den Taliban ganze Konvois an Waffen überlässt, damit der Krieg nicht so schnell beendet wird. Und auch der BND würde den Krieg am Hindukusch heimlich befördern, um ihn offen ausweiten zu können.
Warum war Hörstel nicht eingeladen oder Sibel Edmonds, eine Übersetzerin des FBI, die bestens informiert ist und der Öffentlichkeit die Kriegslügen der USA offerieren möchte?

349 Hans-Olaf 27:
24. August 2009 um 14:23 Uhr

Alle Soldaten, die von einer zeitlich vergänglichen und in einer Demokratie abwählbaren Regierung nach Afghanistan oder in irgend ein beliebiges anderes Land entsandt werden, sollten ständig daran denken und sich in ihr Gehirn einbrennen, daß noch heute, 64 Jahre nach Ende des 2. Weltkrieges, alte Männer, die als junge Soldaten und Offiziere “nur Befehlen folgten” (und nicht ihrem Gewissen) von deutschen Gerichten bestraft werden können und auch bestraft werden. Mord, unter welchen Umständen auch begangen, wie auch immer entschuldigt, verjährt nach deutschem Recht nie! Die Prüfung, ob bei einem Tötungsverbrechen auf Befehl Mord, Totschlag oder Körperverletzung mit tödlichem Ausgang vorliegt, ist nicht Sache der militärischen Befehlsgeber, sondern einzig Sache des Gerichts (auch noch nach 50 Jahren) ! Beste Vorbeugung für alle Soldaten und Offiziere, um niemals in eine solche Situation zu kommen ist: Verweigerung einer Entsendung zur Teilnahme an einem völkerrechtswidrigen Einsatz, wie hier z.B in Afghanistan.

350 Fernsehzuschauerin M. Müller:
24. August 2009 um 14:37 Uhr

Welche Faszination löst die Bundeswehr bei ihren Anhängern aus?

Uniform? Ich bin wer? Ich habe Kameraden? Ich habe die Möglichkeit aufzusteigen? Ich habe finanzielle Sicherheit? Ich setze mich für meine Mitbürger ein, notfalls mit meinem Leben?

Als Frau fällt es mir schwer, eine Faszination für die Ordnungen innerhalb der Bundeswehr zu finden. Vielleicht liegt es daran, dass ich es früher schon dämlich fand, wenn ein naher Verwandter stolz in seiner grauen Uniform posierte, welche den Dienstgrad des Majors erkennen ließ. Naja.

Dann habe ich mitbekommen, wie Anhänger einer christlichen Jugendpartei sich geschickt ausmustern ließen, heute womöglich der CDU weiterhin nahe stehen. Naja.

Nun ja, wer will Krieg? Keiner! Wer will dahin? Wenige!

Wille (Demokratie) und Handeln (Krieg) stehen in Widerspruch zueinander! Ich kapier’s nicht. Es müsste – wie hier schon mehrfach erwähnt wurde – ein Aufschrei durchs Land gehen. Ich höre nichts.

351

schon kummer gewohnt:
24. August 2009 um 14:43 Uhr

CDU, SPD und Grüne sind den Krieg befürwortende Parteien, manche Menschen würden das weniger höflich als Kriegsparteien umschreiben, das sollte man vor der Wahl nicht vergessen. Die Grünen, die SPD …. ne, ne man glaubt es einfach nicht, wenn man das selber noch mal überliest, was man hier schreiben muss. Wer hat uns verraten die Sozialdemokraten (hat Tradition), wer war mit dabei, die Grüne Partei….
Angekommen in der Realpolitik, so hieß und heißt das damals wie heute, wenn die “ewig gestrigen” beschimpft werden. Mensch, der Gerd Schröder, wissen sie noch wie die einzige Aufrichtige, gegen den damaligen Jugoslawenkrieg aus der SPD stimmende Abgeordnete, von ihm persönlich mit einem Blumenstrauß aus dem Bundestag verabschiedet wurde? Ist das auch das Zeitgefühl der Mehrheit unserer Journalisten und Reporter? Die Angst vor dem Blumenstrauss? Damals hatte ich ein komisches, bzw. da fing dieses, mit Verlaub, beschissene Gefühl an: Was war passiert, das man Menschen in Deutschland mit Fehlmeldungen über die angebliche Existenz von Konzentrationslagern für den Kriegeinsatz manipulieren musste? Ja, was ist denn selbst der Gewissensentscheid unserer Abgeordneten noch wert?

352

Kommandit:
24. August 2009 um 14:48 Uhr

@ enttäuschte zuschauerin 317

Gute Frau, ich kann Sie beruhigen.
Sie haben die letzten Jahre natürlich nicht in einem Dämmerzustand verbracht. Vielmehr war die Aussage der (gestrigen) Sendung wieder ein Paradebeispiel für die schleichende Ignoranz führender politischer Kräfte in diesem Land bei der Wahrnehmung ihrer Mandate.
Wie sehr haben wir uns doch von der Grunddefinition der Demokratie entfernt, wenn ein ‘Verteidigungsminister’ mit (s)einem 9-Live- Charisma den Krieg als solchen
herunterspielt und nebenbei die öffentliche Meinung nicht einmal bereit ist zur Kenntnis zu nehmen.
Mit einer Prise Zynismus könnte man zu dem Schluss kommen, dass sich für Herrn Franz Josef Jung der Afghanistan- Einsatz als eine Art Privatmission darstellt.
Dies würde dann auch sein flegelhaftes Verhalten gegenüber Herrn Scholl-Latour erklären, Einwände gegen den Einsatz im selbsternannten Krisengebiet wären dann nämlich völlig illusorisch.

FAZIT DER SENDUNG:
Eine mittelmäßig bis schlecht inszenierte Demagogie- Posse mit durchaus tragischem Hintergrund, angesichts der zahlreichen bedauernswerten Opfer, die dieser Krieg bislang gefordert hat.
Die beiden Sofagäste haben der Sendung einen noch schlechteren Beigeschmack verliehen, wenngleich dies keine Kritik an den Personen selbst, sondern vielmehr an der Redaktion ist.
Die Einspielung eines Tapes hätte ebenso den Zweck erfüllt und dabei den Wahrheitsgehalt der Bekenntnisse nicht wirklich stärker in Zweifel gezogen.

353

Peter Fischer:
24. August 2009 um 14:53 Uhr

@ 340 Rudirum

Rudirum, vielleicht mal der Versuch einer Vermittlung von mir. Mir gefallen Ihre Beiträge und ich bin mir sicher, dass ich da nicht der Einzige bin. Auch von mir werden Beiträge nicht immer frei geschaltet. Allerdings gebe ich zu, dass dies manchmal im Interesse eines gleichberechtigten Meinungsaustausches durchaus korrekt ist. Immer kann ich die Meinung der Blogmoderation jedoch nicht nachvollziehen. Dieser Blog ist zumindest im Gegensatz zur Sendung doch recht informative und nicht übermäßig zensiert. Auch stelle ich mir die Aufgabe einen gleichberechtigten Meinungsaustausch zu gewährleisten, nicht gerade einfach vor. Fehler machen wir alle. Gestehen wir doch zumindest auch der Blogmoderation Fehler zu, was jetzt aber nicht als Freifahrtsschein gemeint war. Auch habe ich für mich eine Lösung gefunden, die ich akzeptabel finde und bereits mehrfach vorgeschlagen habe. So bin ich inzwischen mit 3 weiteren Foristen dieses Blogs vernetzt und demzufolge auch über nicht gesendete Beiträge informiert. Bei aller Vorsicht und allem berechtigten Misstrauen, sollten wir uns stärker vernetzen. Dies würde allen auch die nicht gesendeten Informationen zugänglich machen und Information ist sehr wichtig in der heutigen Zeit. Unsere Gegner haben dies schon längst getan. Sie sind weltweit ( global ) miteinander vernetzt und das ist ihr strategischer Vorteil. Also Rudirum, ich würde mich sehr freuen, weiterhin Beiträge von Ihnen lesen zu dürfen.

In diesem Sinn mit freundlichen Grüßen; Peter Fischer

354

gislis:
24. August 2009 um 14:53 Uhr

Im Interesse des afghanischen Volkes und der Frauen und auch der Drogenabhängigen:
Die Frage ist doch, auf welche Weise wir uns aus diesem Krieg wieder zurückziehen können, und nicht ob! Wir sollten uns schneller auf das wie besinnen.

Ich fand die Sendung gut, informativ, hilfreich und finde diesen Blog auch interessant.
Danke, Anne Will & Co., weiter so, nur Mut!

Für mich ist die Konsequenz am Wahlsonntag klar; warum haben so wenige den Mut, diejenigen zu unterstützen, die am Klarsten die Meinung der deutschen Bevölkerungsmehrheit vertritt? Warum? Ich finde, die Linke ist bezüglich ihrer Vergangenheit selbstkritisch und trägt auf erfreuliche Weise mutig zur Demokratie bei. Es wäre eine Möglichkeit, schneller aus dieser unguten Entwicklung herauszufinden, hätte sie mehr Mitsprache- und Gestaltungsmöglichkeit aufgrund von mehr Wählerstimmen.

Eine Kritik hätte ich dann doch noch: Gerne hätte ich deutlicher Herrn Scholl-Latour gehört, seine Stimme war zu leise und seine Beiträge zu kurz, ich habe Hochachtung vor seiner Person und freue mich über seine Beiträge.

355

Viktor:
24. August 2009 um 15:24 Uhr

Auch mich hat die Sendung, insgesamt gesehen, enttäuscht. Die gebetesmühlenartig wiederholte Behauptung des Verteidigungsministers, dass große Erfolge zu verzeichnen seien, steht, wie viele Diskutierende hier bereits sagten, im krassen Widerspruch zur Realität der militärischen Lage in diesem Land. Mit seiner irrealen Sicht auf die wahre Situation in Afghanistan hat er seinem hohen Amt, das er bekleidet, keinen Dienst erwiesen. Er könnte wie in dem bekannten Lied auch singen: “Wir haben alles im Griff auf dem sinkenden Schiff!” Auch Gysi, der sich als “blitzgescheiter”, rhetorisch geschickter Anwalt einstmals einen Namen gemacht hat, hat dieses Renommée gestern völlig verspielt: Sein überzogenes Gehabe, sich wie ein Pfau vor einem Publikum zu spreizen und die eigene Wirkung seiner Selbstpräsentation damit völlig zu überschätzen, konnte man bereits nach 1 Stunde kaum noch ertragen. Zu durchsichtig ist der Wahlkampf, für den er diese Bühne nutzte. Er blieb niveaulos, blieb auch die Antwort darauf schuldig, wie denn die Probleme in Afghanistan, wenn nicht durch Krieg, sonst zu lösen sind! Wenn mich solch ein Anwald vor Gericht vertreten sollte, würde ich ihn ablehnen, zu wenig Logik, zu viel Show, zu wenig Überzeugungskraft.
Peter S.-L. war der einzige in der Runde, der ein Islam- und Afghanistankenner ist, leider wurde er nicht zur tragenden Säule der Diskussion gemacht, sondern von der schwach agierenden A. Will abgewürgt. Fazit: Wenn die ARD nicht bald etwas mehr Niveau in diese Polittalk-Runde von A. Will bringt, dann zähle ich nicht mehr zu den Zuschauern dieser allenfalls mittelklassigen Sendung!!

356

B.szepanski:
24. August 2009 um 15:34 Uhr

Frau Will,
eine grosse Bitte , nie wieder solche oberflächlichen,durchsichtigen,ferngesteuerten Sendungen über Themen von den Sie keine Ahnung haben.Es ist keine Sportsendung,oder Nachrichten vorlesen,
Obvohl der Herr Gysi kann Ihnen nur danken,Sie und der Oberbefehlshaber der BW Herr Jung ,haben mit der ganzen Sendung eine tolle Wahlkampanie für die Linke gemacht.
Herr Jung,
haben Sie noch nicht begriffen,dass 85% des Volkes, deren angeblicher Vertreter sie sind, aus Afganistan raus will ! Angeblich wissen sie etwas von Demokratie,also begreifen Sie doch, dass der Suveren, das Volk Ihnen keine Legitimation zum Einsatz im Afganistan gibt.
Herr Wolffsohn,
Sie haben stolz behauptet ,Sie sind Historiker.Wenn das stimmt,dann ist Ihnen doch klar, aus Geschichte sollte man für die Gegenwart und für die Zukunft etwas lernen konnen.
Ihre Auslassungen in der Sendung zeugen, das man Geschichte nicht lernen braucht
Vor allen die Bundeswehr, wo sie unterrichten ,braucht Sie nicht.Und ich brauch diese Art von Historiker auch nicht.Dabei habe ich Sie so geschätzt. Man lernt nie aus.
Herr Scholl-Latour,
es ist einfach zu schade um die Zeit in Ihrem Alter und mit Ihre Erfahrung in Sendungen ,wie der von Frau Will ,Teil zu nehmen.Solche Leute brauchen Sie nur als Werbung für die Sendung ,die interessiert doch gar nicht, was Sie zu sagen haben.Lieber schreiben Sie ein Buch,das können interessierte in Ruhe lesen,ohne Störgerlabere von Schwätzern.
Der arme ,arme Soldat,
er habe nicht nur das Bein verloren in dem “Friedenseinsatz “,aber etwas ganz wichtiges,den Verstand .Ich habe meinen Ohren nicht getraut was ich da höre,Oder habe ich nich richtig das Sächsische verstanden.Man könnte einen Übersetzer gebrauchen ,aber Herr Jung war ja zu Stelle.Er habe alles sehr plausibel erklärt.Danke,weiter so!!

357

BB-B:
24. August 2009 um 16:26 Uhr

Ich fand es okay, dass der Herr Kriegsminister Jung reden durfte wie ein Wasserfall. So hat er sich wenigstens selbst um Kopf und Kragen gequatscht und sicher auch um etliche Wählerstimmen. Ich denke, nur so kann solch ein verlogenes Geschwafel enttarnt werden. Wie man hier am Blog sieht, gibt es doch viele, die selbst denken können und sich die richtigen Informationen aus solchen Statments heraus ziehen. Man könnte sagen, Jung ist gut vorgeführt worden, ohne dass er es gemerkt hat.

Allerdings frage ich mich schon lange, wo die lauten Stimmen der Mütter und Frauen der gefallenen Soldaten sind. Werden die mit Geld ruhig gestellt? Ich kann mir nicht vorstellen, wie ich reagieren würde, wenn einer meiner Söhne in einem solch unsinnigen Krieg getötet würde. Wo bleiben denn die Proteste? Wo bleiben überhaupt die Proteste der 75%, die gegen diese Kriegseinsätze sind?

Die beiden Soldaten gestern in der Sendung wirkten auf mich wie gut eingestellte Roboter. So völlig ohne eine Gesichtsmimik. Logisch konnten sie nichts Negatives sagen, wenn der eigene Dienstherr gleich gegenüber sitzt. Außerdem denke ich, dass die Soldaten auch eine Art Gehirnwäsche bekommen, damit sie ihren Einsatz wichtig und nötig empfinden. Allerdings ist es für mich auch unvorstellbar, wenn jemand das halbe Bein verliert, dass er dann noch so ruhig bleiben kann. Aber wer weiß, ob nicht dafür auch Gelder geflossen sind. Mir fiel bei dem Interview der Beiden ein: “Wenn man einen Sumpf trocken legen will, darf man nicht die Frösche fragen”.

Was die Gründe für den Einsatz der vielen Soldaten in Afghanistan betrifft, sehe ich es so, dass es dabei um Ressourcen (Erdöl, Erdgas u.a.) geht und auch noch darum, dass sicherlich ein Ring von Militärbasen (Stationierung von Raketen) um die Länder Russland und China gezogen werden soll. Da werden sicherlich gleich mehrere “Fliegen” mit einer Klappe geschlagen. Deshalb kämpft man da auch so verbissen. Diese Begründung des Aufbaues und der Einführung der Demokratie ist dann nur noch ein kleiner Nebeneffekt bzw. auch NUR ein Vorwand.

Was mich immer ärgert an dieser Diskussion sind dann auch Leute, wie diese Autorin. Sie sitzt hier im Westen im warmen, gemachten Nest und gibt nur vermeintlich schlaue Töne von sich, die den Leuten dort im Land überhaupt nichts nützen. Wenn sie etwas bewirken will, dann müsste gerade sie dort vor Ort sein und den afghanischen Bürgern helfen bzw. mit ihnen kämpfen. Ich finde solche Diskussionsgäste eigentlich nicht sehr hilfreich.

Für mich gibt es in der Frage Afghanistan nur eine Lösung: Alle beteiligten westlichen Länder RAUS aus diesem Land. Wenn Afganistan eine Demokratie will, dann muss es sich selbst dahin entwickeln. Dann müssen das die Menschen dort auch wollen. Offentsichtlich wollen sie das nicht. Man kann keine Ideologie überstülpen. Das erzeugt nur Hass derer, die Zwang zu spüren bekommen. Deutschland hat in diesem Land am allerwenigsten verloren. Da haben Gysi und Scholl-Latour vollkommen Recht.

Ansonsten möchte ich nur noch zur Sendung selbst den Rat geben, dass das ständige Klatschen der Zuschauer unterbunden wird. Es kostet nur wertvolle Zeit und wirkt sich nur störend aus, weil es manche Gedankenfaden der Diskutanten einfach abschneidet und er dann oftmals auch nicht wieder aufgenommen wird. Ich glaube auch nicht, dass in einer Sendung, wo ernsthafte Themen besprochen werden, Beifall sein muss.

358

K.Zimmermann:
24. August 2009 um 16:47 Uhr

Schade, die Sendung hätte dem Zuschauer viel mehr klar machen können, mit welchen Problemen unsere Soldaten und Aufbauhelfer zu tun haben. Die wohl sachkundigsten Kenner des Landes Siba Shakib und Peter Scholl-Latour hatten kaum Gelegenheit, die spezifischen Gegebenheiten dieses muslimisch / patriachalischen Landes zu verdeutlichen. Die Haltung der Regierung ist weitgehend bekannt, trotzdem wurde dem Verteidigungsminister die meiste Redezeit eingeräumt — was hat er uns Neues aufgezeigt?
Was anhand der uns weitgehend unbekannten Spezifika Afghanistans zu tun ist, um dem Land zu helfen und selbst wieder heil nach Hause zu kommen, konnte daher nur am Ende der Sendung kurz gestreift werden — schade!

359

Kassandra:
24. August 2009 um 17:05 Uhr

350
Fernsehzuschauerin M. Müller:
24. August 2009 um 14:37 Uhr

die Bundeswehr macht massiv Werbung in Schulen, mit Stellenanzeigen in der in Tagspresse, sie hat Ausbildungswerkstätten wo viele Berufe für alle möglichen Bereiche ausgebildet werden, na klar immer mit dem Hintergrund dann diese Ausgebildeten für das Militär nutzen zu können. Arbeitslose werden daruf hingwiesen und viele junge Leute fangen dann bei der BW an, erst die übliche Grundausbildung, dann zielgerichtete Lehrgänge/Ausbildung für die jeweilige Verwendung. Die Auslandseinsätze locken zusätzlich mit dem Geld, was es dann je nachdem wo ma eingesetzt wird, mehr oder weniger, gibt.
Viele junge Leute sehen darin ihre einzige Chance überhaupt irgendwo eine Ausbildung zu bekommen. Es lohnt sich die BW Seiten einmal anzusehen, wie da geworben wird. Die Gefahr, die Hintergründe sehen die jungen Leute vielfach nicht.
Uns ist aufgefallen, dass in der BW sehr viel Alkohol getrunken wird und das gesamte Niveau stark gesunken ist, woraus sich dann auch wieder die nächsten Vorgesetzten bilden. Und es hapert immer öfter an Führungsqualitäten, an der Menschenführung.
Das soll natürlich nicht publiziet werden. Es gibt noch Ausnahmen.
In einer Studie über das US-Militär soll ergeben haben, dass ab einem bestimmten Dienstgrad die Dummen, die größeren Chancen haben- ich hab auf die Schnelle nicht die Quelle. Lief mal auf ARTE.
(Was beim jetzigen Minister der Verteidigung ganz eindeutig Fall ist.)
Die Ausrüstung ist teilweise unter aller S. . . Man läßt die jungen Leute vielfach in Stich.
Sehr oft habe ich mir sagen lassen: In dem Moment wo man das Kasernengelände betritt, muss ein denkender Mensch sein Hirn an der Wache abgeben!
Anders hält man auch die mit unter völlig stupide Bürokratie da gar nicht aus.
Ich weiß nicht ob sich der politische Unterricht geändert hat, ala “jungmäßig” eben, der war zu einem großen Teil doch recht ordentlich und auch nich unkritsch. Es gibt auch noch Ausbilder, die auch Vorbilder sind.

Die ist heute in den Nachrichten aus dem Bundestag zu lesen:

4. Bundesregierung: Bedrohung in Afghanistan ist insgesamt “erheblich”
Inneres/Antwort
Berlin: (hib/STO/HIL) Die Bedrohung in Afghanistan ist insgesamt nach Einschätzung der Bundesregierung unverändert ”erheblich“. In Nordafghanistan liege sie zurzeit je nach Provinz zwischen ”niedrig“ bis ”erheblich“, schreibt die Regierung in ihrer Antwort (16/13897) auf eine Kleine Anfrage der Fraktion Die Linke (16/13849) zur militärischen Gefährdungslage in dem Land. Im Osten und Süden sei die Bedrohung weiterhin ”erheblich“ beziehungsweise ”hoch“ und in der Hauptstadt Kabul ”erheblich“.

Bei der Einstufung ”erheblich“ verfügen ein Staat beziehungsweise eine Organisation oder Gruppe laut Vorlage über die Fähigkeit und Absicht, deutsche oder verbündete Streitkräfte anzugreifen. Weiter heißt es bei der Einstufung: ”Mit Angriffen wird in naher Zukunft gerechnet. Erkenntnisse zu konkreten Angriffszielen und -zeiträumen liegen nicht vor.“
In der Antwort, die Fragen zu Polizei- und Zolleinsätzen im Ausland behandelt, führt die Bundesregierung zur politischen Lage in Afghanistan unter anderem aus, dass die dortige Regierung und die internationale Gemeinschaft dem Aufbau und der Ausbildung der Polizei innerhalb des zivilen Wiederaufbaus zentrale Bedeutung beimessen. Ziel sei es, die ”Sicherheitsverantwortung im Land schrittweise an funktionierende afghanische Institutionen zu übertragen“. Dazu leisteten die europäische Polizeimission EUPOL und das bilaterale deutsche Polizeiberaterteam wichtige Beiträge.

Das ist sehr schade, dass rudirum sich hier verabschiedet, damit spielen wir doch den anderen die Bälle zu, wenn wir zu schnell dasFeld räumen. Nein muss es wie der stete Tropfen versuchen gegenan zu schreiben. Immer wieder!

Das Frau Will sich instrumentalisieren läßt ist klar, sonst hätte sie diese Sendung nicht. Wie weit läßt sich eine Journalistin benutzen, in Anbetracht der Arbeitsplätze, die auch daran hängen?

360

Hans S.:
24. August 2009 um 17:22 Uhr

Ich würde vorschlagen im Vorspann, wie es sich schon bei der Sportschau bewährt hat , die Sponsoren der Sendung zu nennen. Gestern war es sehr einfach zu erkennen, es waren das Oberkommando der Bundeswehrmacht, das Propagandaministerium und die Rüstungsindustrie. Ganz schlimm fand ich es, das dann plötzlich zwei ‘Führer befiehl wir folgen dir’ Soldaten vorgeführt worden sind, wobei einer glaube ich noch in seiner Schützenvereinstracht aufgetreten ist. Wenn ich als traumatisierter Soldat aus A. gekommen wäre, hätte ich meinen Fernseher direkt aus dem Fenster geschmissen und wäre dann sofort ins Studio gefahren, um dort diesen Spuk ein Ende zu bereiten.

361

H. Müller:
24. August 2009 um 17:26 Uhr

@ 340 Rudirum

Sie bleiben hier!!!!
Das ist ein Befehl!!!!

Gruß

H. Müller

362

c.carlo:
24. August 2009 um 17:45 Uhr

@340 Rudirum
Ich fände es sehr schade wenn ich hier Ihre Beiträge nicht mehr lesen könnte. Ich werde Sie vermissen. Aber die Idee von -@353 Peter Fischer- ist doch hoffentlich eine Überlegung wert.
Alles Gute für Sie.
c.carlo

363

Kritiker:
24. August 2009 um 17:54 Uhr

Die vergangene Sendung hat mir keine neuen Erkenntnisse gebracht. Die Positionen der Politiker ändern sich nicht, da nicht auf Experten gehört wird, sondern – wider besseren Wissens – an Parteiprogrammen und Strategien festgehalten wird. Interessant übrigens, dass nicht erwähnt wurde, dass der Herr Prof. Dr. Wolffsohn vom Verteidigungsministerium besoldet wird (laut seiner Homepage ist er bei der Universität der Bundeswehr in München tätig), wird also den Afghanistan-Einsatz mit Sicherheit nicht unbedingt kritisieren…

Es drängt sich mir der Verdacht auf, dass hier einmal wieder einseitig Stimmung gemacht werden sollte und die Zuschauer in eine bestimmte Richtung gelenkt werden sollten.

Sowohl die ungleichmäßig verteilte Redezeit, als auch die m.E. unprofessionelle Moderation trugen nicht unbedingt zu einer guten Diskussion bei. Ich bin mal wieder enttäuscht von den sog. “Öffentlich Rechtlichen”, die meinen GEZ-Gebühren einmal mehr nicht gerecht wurden.

364

Ursel (01):
24. August 2009 um 18:45 Uhr

Entwicklungshilfe wird militärisch mißbraucht:

jungewelt.de

So lange die Soldaten in Afghanistan sind, kann keine Entwicklungshilfe bzw. Humanitäre Hilfe geleistet werden, die Leute haben Angst.

365

loquax:
24. August 2009 um 18:45 Uhr

In einem Spiegel-Essay (Spiegel 32/2009, Seite 118 ff) hat der Philosoph Richard David Precht sehr gescheit, fundiert und (für mich) sehr überzeugend dargelegt, warum jedweder (und also auch der deutsche!) Militäreinsatz im orientalisch-islamischen Afganistan völlig unsinnig sein und bleiben muss – besonders auch im Blick auf die unermüdlich statuierten Abzweckungen der kriegerischen Einsätze von Menschenleben und Milliarden. Schade, dass es der Will-Redaktion nicht eingefallen ist, den Denker Precht in die Runde zu laden. Der hätte sich sicher nicht von den Herren Jung und Wolfsohn nebst Co so infam totfaseln lassen, wie es sich Peter Scholl-Latour, dem einzigen wirlich Landes-und Mentalitätskundigen, leider gefallen lassen musste. Und: Danke an BB-B besonders auch für den Hinweis auf das Publikums-Geklatsche. Ich habe das schon nach dem dritten Schwall als dämlich und völlig fehl am Platze und danach immer nur sogar auch als ständiges Ärgernis empfunden.

366

Michel:
24. August 2009 um 19:09 Uhr

5 Minuten reingezappt, ungläubiges Kopfschütteln, weggezappt.

Für wie dumm halten die uns? Da erzählt diese “Afghanistanexpertin” wie toll alles in AFG funktioniert, welche tollen Freiheiten die Frauen dort jetzt hätten.
Erlogen von hinten bis vorne, sie sollte sich das neue “Ehegesetz” einmal genauer anschauen.

Quintessenz, AFG ist Übungsplatz für unsere Soldaten wenn es hier in spätestens 5 Jahren brennt sollen diese auch hier auf lebendiges Ziel schiessen können.
Warum nur trauen sich heutige Moderatoren nicht mehr Politiker an die Wand zu nageln?

367

Soldat Schwejk:
24. August 2009 um 19:16 Uhr

Terroristencamps der Taliban gibt’s nicht nur in Afghanistan. Im Fernsehn haben sie gesagt, die gibt’s auch in Pakistan, in einigen anderen arabischen und afrikanischen Staaten auch. Frisch auf Kamerad, den Tornister geschnürt, der Kaiser befiehlt, den Feind anvisiert. Traurig, daß sich vor 2001 niemand für die Rechte der Frauen und Andersdenkenden in Afghanistan interessiert hat. Das Vertrauen der Bevölkerung dort möchte Herr Jung gewinnen, so schicke er dortenhin anstatt Soldaten mit dem Schiessgewehre, Soldaten mit dem Spaten, “Wir sind die Moorsoldaten …”

368

Doc:
24. August 2009 um 19:21 Uhr

guten Tag

also ich bin selber Soldat und war auch schon in Afg auch schon mit dem Statuts qrf.
aber was da gestern in der sendung diskutiert wurde geht gar nicht und schon nicht in der Art und weise wie es ein Herr Gysi machte, noch dazu wenn 2 Soldaten mit im Raum sitzen.
Natürlich kommen wir Soldaten uns veralbert vor wenn sich Leute die nicht ihren Arsch hinhalten müssen über uns reden und uns sagen möchten was wir zu tun und zu lassen haben. die Masse von den Leuten möchte ich mal in der ein oder anderen Situation sehen wo wir unser leben riskieren, nur weil es den Politiker so einfällt und sie sich dann damit brüsten können was sie uns doch so tolles befohlen haben.
das wir in afg derzeit raus fahren und damit rechnen wieder rein zu kommen das weiss oder will keiner wahr haben auch nicht die Politiker, und Rückhalt erfahren wir von nur einer handvoll Politiker die es auch ernst meinen, den meisten Rückhalt bekommen wir von unseren angehörigen.
die Soldaten die gestern in ihrer Show saßen wahren in meinen Augen nur ja sagen nix anderes zumindest der im FD-Anzug da saß. Keiner von beiden hat in meinen Augen die Wahrheit gesagt weil sie angst hatten eine gewaltig auf den Deckel zu bekommen noch dazu weil ja der Herr Jung mit drin saß und ein falsches Wort von denen und sie währen ihre Aufstiegschangsen los gewesen.
Sie sollten das Thema vielleicht noch einmal aufgreifen nicht vor der Wahl da sagt eh nur jeder was das Volk hören will, nein irgendwann danach.
Dann aber mit richtigen Soldaten mehr wie 2 und dann welche aus der kämpfenden Truppe die jeden Tag so wie ich ihren Arsch hinhalten mussten.
und sie sollten solche punkte aufgreifen wie das es wirklich nur alles gestellt ist wenn ein Politiker in den Einsatz kommt und das solche besuche 1-2 Wochen vor her geübt werden zu min die Show die ihm dann gezeigt wird. auch der Besuch selber + der Show ist eine erhebliche Mehrbelastung für die Truppe dort unten und ich rede nicht von denen die die Hand geschüttelt wird sondern von denen die das alles absichern und nachts dann wieder raus müssen.

so sieht es dort aus und nicht so toll wie es gestern bei ihnen Frau Will verkauft wurde!!

MfG

369

Till Eulenspiegel:
24. August 2009 um 19:22 Uhr

@340 Rudirum:

Kann mich auch nur der Bitte von Peter Fischer 353 (kann auch H. Müller verstehen, aber ich kann keine “Befehle” erteilen und will dies auch nicht, denn schließlich lasse ich mir auch sehr ungern Etwas befehlen) anschließen und auf seinen Hinweis bzgl. “Vernetzung” hinweisen.
Mir würden Ihre Beiträge auch sehr fehlen.

MfG Till, der Eulenspiegel

370

tendenzen:
24. August 2009 um 19:37 Uhr

Ich bin von dem Podiumsverlauf der Anne-Will-Sendung zweier- nein dreierlei enttäuscht. Obwohl es auch noch nicht meinen Gefühlszustand ausdrückt. Er wäre mit Wut und Scham besser beschrieben. Wut über einen Verteidigungsminister, der sich Kriegsminister nennen sollte…abgesehen von seinen unsozialen Redebeitragsstörungen den anderen gegenüber, hier den fröhlichen Militarismus zu fordern, ein toter deutscher Soldat reiche, um den Afghanistaneinsatz quasi verlängerbar zu machen, sonst sei er umsonst gestorben. Das sind Durchhalteparolen und Forderungen unterster Schublade. Ähnliche Arroganz legte der Historiker an den Tag, der offenbar der Bevölkerung abspricht einen Krieg als Krieg zu erkennen und meint, diese Bevölkerung müsse erst noch darauf vorbereitet werden. Ich denke, vorbereitet und damit komme ich zu dem dritten Punkt sollten wir endlich auf die großartige Journalistik, die uns erwartet, nach diesen schamvollen Jahren (Tendenz leider momentan noch steigend), die uns endlich eventuelle Verquickungen mit Rüstungs- und Drogenindustrie aufzeigt und zwar in Leitartikeln. Die uns endlich in den Leitartikeln klar und deutlich die international politischen Interessen der Nato-Angriffspartner darlegt und uns darüber informiert, welche Firmen seit 2001 ihren Gewinn maximieren konnten, weil in Afghanistan nicht mehr nur wenig sondern fast gar nix mehr an Wirtschaftswelt stattfindet (abgesehen vom Drogenanbau) –in den Leitartikeln–einmal wöchentlich mindestens. Klare Darstellung von Zusammenhängen, wünsche ich mir. Wenn nicht möglich, eindeutige Darstellung der Blockaden, wieso, von wem, wann, wo Informationen unterdrückt oder Falschmeldungen herausgebracht werden.
Unsere Journalistik aber, welche Scham, präsentiert zwei Prosoldaten und ‚Informations’material der Bundeswehr. Opfer, so meinte ich bisher, wären die Afghanen, von denen, auch Flüchtlinge in Deutschland, mal wieder niemand zu hören war. Der Journalismus – meine ich festzustellen, wird immer offensichtlicher tendenziös. Waren Gysi und Latour Feigenblätter Frau Will? Oder sollte die Frage erlaubt sein, haben die Bundeswehrsoldaten Geld für den Auftritt vom ARD bekommen oder hat die ARD Geld von der Bundeswehr bekommen?
Leider. Einmal Anne Will lädt nicht zu mehr ein, außer um Werbe- und Meinungslenkungsstrategien zu studieren, z.B. Redezeitlängen.
Mein Respekt gilt der Frau in der Runde, von welcher ich zumindest am meisten den Eindruck hatte, ihre eigens gebildete Meinung zu vertreten und durch Kenntnis (obwohl ihr gezogenes Fazit und damit Forderungen an den Verbleib der BW von mir nicht geteilt werden) und nicht Parolen inhaltsreiche Beiträge lieferte. Scholl- Latour- in diesem Fall fordere ich eine Senioritätsregel- wurde munter und frei untergebuttert.
Sollte der etablierte Journalismus und deren Vertreter, besonders der staatlich- steuergeldlich finanzierten Sender, sich weiterhin solche Tendenzsendungen leisten, werde ich die Petition zur Abschaffung der Gebührenpflicht eigenhändig abfassen.

371

infernalis:
24. August 2009 um 19:58 Uhr

Die Pisa-Misere hat größeren Schaden verursacht, als die Medien es uns bisher mitgeteilt haben. Anders läßt sich für mich diese peinliche Ignoranz und die nicht enden wollenden Lobeshymnen auf die Linken nicht erklären. Die Rechtschreibschwäche bei einigen “Foristen” läßt zumindest darauf schliessen. Lustig finde ich Kommentare, in denen den Regierungsparteien und den Grünen eine Lernresistenz vorgeworfen wird.
Ist vielleicht bei Umfragen eine Mehrheit der Bevölkerung gegen den Einsatz in AFG – so ist doch eine noch größere Mehrheit gegen diese SED-Nachfolgepartei. Die Relevanz bei dem “Wahlvolk” spricht ja hier eine klare Sprache. Warum sie eine große Repräsentanz in den Foren hat, wäre eine Untersuchung wert. Hat deren Schreibgemeinde evtl mehr Zeit ?

372

Maximalia:
24. August 2009 um 20:18 Uhr

@340 rudirum
@335 Peter Fischer und 359 Kassandra

Peter Fischer und Kassandra , ich muß mich euch einfach anschließen, weil mir eure engagierten und kompetenten Beiträge immer wieder auffallen. Rudirum soll auch meine Rückenstärkung bekommen, denn er ist ein wertvolles Mitglied unter den Foristen. Bitte bleiben Sie nach dem Motto: Ihr kriegt uns nicht nieder… !

Und jetzt zur Sendung, Medienvielfalt hat es an anderer Stelle kompetent wie immer ausgeführt. Wenn den Amerikanern nicht am 9/11 dieser meisterhafte Coup gelungen wäre – ich verweise nochmals auf den Film:Unter falscher Flagge -, dann hätten sie etwas anderes Spektakuläres inszeniert, um einen Kriegsgrund vorzutäuschen. Die amerikanische Regierung braucht nur für die Bürger der Welt einen Kriegsgrund. Für sich braucht sie keine, denn alles,was nicht paßt , muß passend gemacht werden. Und Wolfssohn argumentiert ganz in diesem Sinne. Kein einziger Terroranschlag egal ob New York, Madrid oder London ist nachgewiesenermaßen so abgelaufen wie uns vorgetäuscht wird. Es ist zu 100% ausgeschlossen, daß ein Land, das sein ganzes Geld neben der Finanzbranche, in den militärisch – industriellen Komplex steckt, eine Flugabwehr hat, die überhaupt nicht reagiert. Wenn in diesem Land überhaupt etwas funktioniert, dann das. Daß nicht reagiert wurde, war gewollt, denn man saß ja schon lange in den Startlöchern! Und jetzt sagt Herr Wolfssohn, daß wir das gefälligst zu glauben haben, Wahrscheinlichkeit hin, Wahrscheinlichkeit her.

Die vermeintlichen Terrorakte haben aber unliebsame Unterlagen verschwinden lassen. Z.B. brauchte Herr Rumsfeld nicht mehr der Buchhaltungsabteilung im Pentagon Rechenschaft darüber ablegen, wohin 2,3 Billionen US-Dollar aus dem Pentagon so einfach verschwunden sind, wie er selbst zugab. Zufällig war die Buchhaltung durch den “Terrorflug” vernichtet worden und zwar durch einen Meisterflieger!!!! Der als Täter Benannte konnte es jedenfalls nicht gewesen sein, der hatte nachweislich nicht die geringsten Flugfähigkeiten .

Niemand soll sich für dumm verkaufen lassen. Googelt einfach nach Jochen Scholz, war 32 Jahre bei der Luftwaffe, nach Christoph Hörstel nach Jürgen Elsässer, solange das noch möglich ist.

373

Peter Fischer:
24. August 2009 um 20:27 Uhr

@ 362 c. carlo

C. carlo, wenn Sie meinen Vorschlag für gut finden, dann schauen Sie doch mal in den vorigen Blog Wahlkrampf statt Wahlkampf auf die Beiträge 295 von mir und 300 von Kassandra. Es tut mir einfach leid, dass es mir nie gelingt, alle von mir hoch geachteten Foristen namentlich zu benennen. Alles dort geschriebene gilt für Sie genau so wie für H. Müller, Felidea, Erika K. und noch einige mehr. Entscheiden müssen und dürfen Sie selbst.

MfG; Peter Fischer

374

Andreas Wöll:
24. August 2009 um 20:53 Uhr

Der militärische Einsatz in Afganistan hat nur einen Hintergrund. Die USA wollen direkt vorort bleiben um einen strategischen wichtigen Punkt vor Russland und China zu halten.
Weil in Africa sieht es teilweise schlimmer aus als wie in Afganistan.
Mfg.
Andreas

375

Till Eulenspiegel:
24. August 2009 um 21:09 Uhr

@371 infernalis
Auch ein Ergebnis der Pisa-Misere: das mangelnde Verständnis für Zusammenhänge, Leseschwäche und von daher dann logischerweise das Ergebnis “Thema verfehlt”, setzen, ungenügend!
In Ihrem Falle dann evtl. noch ein wenig “tiefer” zu gehen, wäre vertane Zeit; egal weshalb und wieviel man davon hat.

376

Dipl.Zusch.:
24. August 2009 um 21:33 Uhr

@infernalis, #371
„Die Rechtschreibschwäche bei einigen “Foristen” läßt zumindest darauf schliessen.

Mit diesem Satz dokumentieren Sie sehr eindrucksvoll Ihre eigene Rechtschreibschwäche.
Was ist denn bei Ihnen die Ursache? Pisa-Misere, peinliche Ignoranz oder Lernresistenz? ;- )

377

Dieter:
24. August 2009 um 21:42 Uhr

“371 infernalis:
24. August 2009 um 19:58 Uhr
Die Pisa-Misere hat größeren Schaden verursacht, als die Medien es uns bisher mitgeteilt haben. Anders läßt sich für mich diese peinliche Ignoranz und die nicht enden wollenden Lobeshymnen auf die Linken nicht erklären. Die Rechtschreibschwäche bei einigen “Foristen” läßt zumindest darauf schliessen. ”

Nur zwei kurze Entgegnungen, mehr möchte ich nicht sagen:
– Es ist wohl allgemein bekannt, dass die Pisa-Misere ein Problem des Bildungssystem der BRD ist and dass das DDR-Bildungssystem einen Spitzenplatz in Europa hatte. Die Defizite in der politischen Bildung sind in Deutschland besonders hoch. Man denke nur an die BILD-Leser oder an die “Shows” im Blödfernsehen.
Wer im Glashaus sitzt, der sollte nicht mit Steinen werfen.
-Hier ging es um die Haltung zum Afghanistankrieg. Trotz gleichgeschalteter Medien und trotz Propagandaveranstaltungen wie der gestrigen ist ein klare Zweidrittelmehrheit in Deutschland gegen diesen Krieg. Viele Menschen spüren eben sehr fein, dass das nicht unser Krieg ist. Das hat nichts mit Rechtschreibfehlern oder mit der Haltung zur SED (Stasi hatte ich bei Ihnen vermisst) oder mit akademischer Bildung (da gibt fast ebenso viele Hohlköpfe wie anderswo) oder mit Haltung zum Rauchen oder oder mit anderen Eigenheiten zu tun: Man braucht dazu nur etwas Verstand, Herzenswärme und Verantwortungsgefühl (wenn man das nicht hat, dann lässt es sich auch mit akademischer Bildung nicht erwerben).

378

Joachim Petrick:
24. August 2009 um 22:03 Uhr

Afghanistan Abenteuer:
„Uneingeschränkte Solidarität „ mit den USA nach Nine Eleven, Ja!. Militärische Abenteuer wie in Afghanistan Nein!” hat die Parole nei gegolten?

Verteidigungsminister Josef Jung sollte weniger falsche Tränen über die Schwere des Einsatzes der Bundeswehr in Afghanistan vergießen, sondern seiner Fürsogepflicht gegenüber Angehörigen der Bundeswehr nachkommen. sei es um den Preis eines selbstangestrengten Disziplinarverfahrens gegen sich, weil ihn Ressortskollegen/innen der Bundesregierung, der Regierungen in den BUndesländern, entgegen vieler Versprechen, seit 2001 für den Aufbau in Afghanistan, beraten und verladen, im Regen stehen lassen

379

Sigrid:
24. August 2009 um 22:22 Uhr

Ich habe mich insbesondere für die Sendung gestern abend interessiert, weil ich selber davon betroffen bin.
Aber ich fand es unter aller Würde, wie die Talkgäste sich gegenseitig ins Wort gefallen sind, keinen aussprechen ließen.
Dieses traf für fast alle männlichen Talkgäste zu.
Für mich als hochgradig hörgeschädigten Zuschauer war nicht einmal der Videotext mehr hilfreich.

380

Ma . Sa.:
24. August 2009 um 22:24 Uhr

Hallo ,
Eigentlich wurde im Blog genug über den Afghanistaneinsatz der Bundeswehr geschrieben. Auch ich bin für sofortigen Abzug der Bundeswehr. Wer das Buch von dem ehem. Mitglied des Bundestages H. Todenhöfer gelesen hat , kann nicht anders urteilen .
Was mir momentan noch mehr Sorgen macht , sind die laufenden schlechten Nachrichten über Iran. Alles klingt so, wie bei der Nachrichtenlage vor dem Über-
fall auf Irak. Ich hoffe, ich liege falsch, wenn ich vermute , die Bevölkerung sollte
auf den Fall des Falles angefüttert werden. Und Deutschland ist wieder dabei.
Seit etwa 10 Jahren wird dem Iran vorgeworfen, dort werden Atomwaffen gebaut.
Wenn man das Zeitfenster 1944 beim Bau der Amerikaner- Atombombe ansieht,
ohne Erfahrung, ohne techn. Hilfsmittel bis zum Abwurf auf die japanischen Städte1946, dann sind -heute- die iranischen Wissenschaftler, entweder billige Stümper oder die Iraner bauen tatsächlich keine Bomben.
Warum dann die Vorwürfe? Danke.

381

zukunft2009:
24. August 2009 um 22:40 Uhr

Jungs kindischer Versuch, die Kriegshandlungen in Afghanistan als Teil einer Stabilisierungsaktion zu leugnen, ist nur ein beispiel für seine Inkompetenz. Britische und US-Politiker haben weniger Skrupel, die Kampfhandlungen in Afghanistan als Krieg zu bezeichnen.
Schlimmer ist aber wahrheitswidrig zu behaupten, die Lage sei nunter Kontrolle und stabil.
Der oberste US-Militär Generalstabschef Mullen hat ohne Umschweife die Lage so beschrieben, wie sie tatsächlich ist: wesentloich schlechter als in den Vorjahren und gefährlich nahe an einer Renaissance einer Taliban-Herrschaft.
Damit hat er Jung Aussagen in der TV-Diskussion faktisch als Lügen entlarvt.

382

Karaseck:
24. August 2009 um 23:11 Uhr

Sehr geehrte Frau Will,
eigentlich hatte ich mich gefreut, dass einmal ein wirklich, meist totgeschwiegenes , heikles Thema
ausgewählt wurde. Leider bin ich im Nachhinein nur entäuscht von dieser Sendung.
Da durfte ein Herr Jung jedem ins Wort fallen, dessen Meinung ihm nicht genehm war und
wenn er es nicht tat, war es die Moderatorin, die bestimmte, welche Fakten angesprochen werden
und welche nicht. Da gab es einen “Historiker”, der uns langsam an den Krieg gewöhnen will.
Hätte er diese Thesen 1946 vertreten, wäre es schlimm für ihn ausgegangen. Die beteiligten
Soldaten hatten nichts zu melden, der Boss war ja da. Staatsbürger in Uniform eben.
In der Sendung ging es nur darum, die Volksmeinung zu verbiegen und zu ignorieren.
Wieder einmal sollte man verdummt werden, wie bei der ARD üblich.
MfG Karaseck

383

Michel:
24. August 2009 um 23:28 Uhr

Wie wäre es, Herr Jung, die Menschen in AFG mit Brot, Butter, Trinkwasser und Medikamenten zu “bombardieren”?

Aber natürlich, im Tötungsgeschäft liegen die grösseren Gewinnspannen, nicht wahr?

384

Kritiker:
24. August 2009 um 23:30 Uhr

(Zum Beitrag #371) @infernalis:

Mit Polemik kommen wir hier nicht weiter. Ich denke, wir sollten uns auf die Thematik dieses Blogs beschränken und sachlich bleiben, auch wenn Ihnen dies aufgrund des Themas schwer fallen mag. Ich bin auch nicht der Ansicht, dass jemand politisch “links” einzustufen ist, nur weil er sich hier kritisch äußert. Darüber hinaus kann ich fehlendes Urteilsvermögen nicht aus einer etwaigen Rechtschreibschwäche einiger Teilnehmer ableiten, so wie Sie dies tun.

Ich stimme Ihnen nur in einem Punkt zu: Man sollte nicht den Fehler begehen, und die Linken unterschätzen oder gar verharmlosen.Aufgrund ihrer simplen Botschaften und der großartigen rhetorischen Begabung, dem Volk aus dem Herzen zu sprechen, Verständnis und Unterstützung zu suggerieren, scheinen sie plötzlich für viele Bürger wählbar zu sein, da es die bisherigen Parteien nicht vermocht haben, zu überzeugen, sondern eher zu enttäuschen. Hieran sind aber die sog. “etablierten” Parteien selbst schuld.

Und um auf das Thema hier zurück zu kommen: Die Diskussionsrunde war einseitig geprägt und sehr schlecht moderiert, obgleich doch die Geschäftsführerin von “Will Media” im Auftrag der Öffentlich Rechtlichen ein Interesse an hohen Zuschauerquoten haben müsste.

Der Sinn und Zweck eines Afghanistan-Einsatzes mit deutscher Beteiligung konnte mir nicht glaubwürdig vermittelt werden. Ein exzellenter und anerkannter Kenner verschiedener Kulturen und Mentalitäten wurde ausgebremst. Über die wirklichen Probleme unserer Soldaten vor Ort und nach dem Einsatz wurde nicht gesprochen. Ebenso wenig wurde darüber diskutiert, ob Afghanistan erst der Anfang von größeren Einsätzen in anderen Ländern sein könnte, ohne dass ich hier eine Wertung über deren Notwendigkeit abgeben möchte.

Die nicht von der Hand zu weisende Mehrheit unseres Volkes hinsichtlich einer Beendigung der Teilnahme an diesem bewaffneten Einsatz, den man als Krieg bezeichnen kann, sollte seitens der Volksvertreter, die unserem Volk zu dienen haben, nicht ignoriert werden, auch wenn wir nur eine parlamentarische Demokratie haben, in der keine Volksbefragungen zugelassen sind. Ich glaube, dass dieses Thema im Hinblick auf die anstehenden Wahlen genau deswegen ausgeklammert und totgeschwiegen wird, da es unbequem ist, denn es könnte ja Wählerstimmen kosten…

P.S.: Sollten Sie Rechtschreibfehler entdecken, dürfen Sie sie gern behalten!

385

Gandalf:
25. August 2009 um 00:10 Uhr

Himmel…wie lange dauert es noch bis das deutsche Volk wieder gefragt wird:
Wollt Ihr den totalen Krieg ?!
Die Entwicklung dieser perversen politischen Reise unserer Regierung, entgegen dem Willen des Volkes haben wir doch schon einmal gemacht.
und…..nichts daraus gelernt!
BÜRGER dieses schönen Landes Deutschland: denkt endlich laut nach und gebt denen da oben klar zu verstehen: nicht mit uns und schon garnicht in unserem Auftrag !!!!
Ich habe Angst um das Leben meiner Enkel in diesem Land.

386

Gei3ler:
25. August 2009 um 00:33 Uhr

Noch ein Beitrag zur Sprachreise der Bundesregierung:

Alle friedenführenden Ohnmächte sind sich einig: Dem Partner konnten in den vergangenen Wochen schwere Gewinne zugefügt werden.

Ist die schlechteste Verteidigung der beste Angriff? Heiligt hier wieder einmal der Meck die Zwittel? Oder der Mit die Zweckel?

Wie heißt unser Angriffsminister wirklich? Alt?

Und was soll Anne Will und was will der Soldat in Afghanistan?

387

Eugenia:
25. August 2009 um 01:32 Uhr

Es wurde festgestellt, dass die Einsätze in Afghanistan eine Folge der Anschläge sind, die im September 2001 in New York stattfanden.
Das erste Ziel (”lets roll”, Zitat Mr Bush) aller besorgten Nationen, die in Afghanistan einmarschieren, war also nicht unbedingt die Errichtung von Schulen und die Befreiung der afghanischen Frauen. Diese Ziele wurden schon bereits lange vorher von humanitären Gruppen verfolgt. Und mit diesen Lorbeeeren schmücken sich nun die, welche es in Kauf nehmen, dass seit der humanitär angeheizten Befreiungsaktion mit ein wenig Krieg und Mord hier und da, die meisten Opfer in Afghanistan Zivilisten waren. Im Verhältnis 10 zu 1 übrigens, was soviel heißt wie: ein getöteter Terrorist erforderte bisher zehn getötete Zivilisten (man nennt sie auch unschuldige Männer, Frauen und Kinder) und andere weiche Ziele.
Und diese sind nicht nur durch Selbstmordanschläge seitens der Terroristen zu unschuldigen Opfern geworden, sondern insbesondere durch Angriffe der Amerikaner (und Co) gegen die Terroristen. Die ja vor acht Jahren New York angegriffen haben. Und spätestens deswegen jetzt unbedingt auch Schulen in Afghanistan brauchen.
Weil sie uns sonst auch in Castrop Rauxel angreifen.
Und diese durch amerikanische Soldaten getöteten Zivilisten haben eine Seele, die nun ebenfalls getötet wurde. Sie haben außerdem Kinder, die nun ein Leben in einem verseuchten Gebiet zu erwarten haben, während ihre Seele und eben auch ihre Körper verseucht sind. (Das könnte man als Journalist vielleicht mal an einem freien Tag recherchieren)
Wer also wirklich ehrlich ist, und sich an die positiven Entwicklungen (Schulen+Straßen) festhält und sich damit schmückt oder sein Handeln offenbar damit rechtfertigen möchte – wenn nicht gar unterbewußt sich für sein Handeln vor Gott entschuldigen möchte – der sollte ehrlich genug sein und ebenso für die negativen Folgen Verantwortung übernehmen. Der sollte dem deutschen Soldaten die Schulter klopfen und der afghanischen Mutter erklären, was gut an der Sache ist, dass ihr Kind mit verseuchten Organen geboren wurde.
Mein Fazit als freifühlender Fernsehzuschauer ist also dieses:
In dieser “Talk”Runde haben drei Menschen rational eine Position vertreten, zwei Menschen haben versucht, sich einem brisanten Thema mit menschlichen Sichtweisen zu nähern und ein Mensch hat diesbezüglich keine Position bezogen.
Während dieses dann so in unseren Wohnzimmern flimmert, stelle ich mir einen Menschen aus Afghanistan vor, dessen Familie durch amerikanische Luft und Drohnenangriffe in Stücke zerfetzt wurde, der sich die Sendung über Satellit anschaut und eine Gruppe von Leuten debattieren sieht, die taktische Vorgehensweisen diskutieren und über sein Heimatland sprechen, das sie merkwürdigerweise besser zu kennen scheinen, als sie überhaupt damit verbunden sein können. Er sieht außerdem dumpf dreinblickende Zuschauer, die immerzu auch noch klatschen, wo normalen Menschen mit Herz und Verstand normalerweise schlecht wird und morgen fahren sie dann wieder mit ihren Opels und VWs zur Arbeit, während er die von amerikanischen Bomben und deutschen Wirtschaftsaufschwungsmaterial abgerissenen Arme und Beine der Kinder suchen gehen muß.

Wird Ihnen nicht schlecht, Frau Will, wenn Sie die Bilder einmal googlen wollen, Stichwort Afghanistan, Kind und Uranium, nicht zu vergessen Irak, wo ja auch Terroristen waren und nun ganz bestimmt die total blitzeblanke Demokratie a la Amerika herrscht? Wie machen Sie das, so nett lächeln, während mir diese Zuschauerfrage im Halse stecken bleibt, weil ich die Bilder im Kopf habe, die man Herrn Jung und anderen wahrscheinlich nur vorenthält.
Ob ich beim nächsten für Deutschlands Wohnzimmer so brisanten Talkthema wieder eine menschliche Anne Will antreffe, die die Wahrnehmung ihrer Berufspflicht nicht über die Wahrnehmung der Seele stellt?
Was von beidem hält eigentlich länger vor, die Verantwortung gegenüber der Seele oder die Verantwortung gegenüber den Beruf, das habe ich mich selbst ohnehin auch schon mal gefragt, aber das gehört hier wohl nicht hin.

388

pc-wg:
25. August 2009 um 06:42 Uhr

@371 – infernalis
Nach einem langen Vokal schreibt man weiterhin “ß”, z.B. Füße, Grüße, Muße, “schließen”. So viel zu Ihrem Beitrag zu Afghanistan.
Und mehr Zeit haben die angeblich Loblieder auf die Linken singenden Foristen sicher nicht, sie nutzen sie nur nicht für dümmliche Beiträge wie den Ihrigen.

389

Robert:
25. August 2009 um 06:51 Uhr

“Deutschland im Krieg?” war die gestellte Frage, die mir nicht beantwortet wurde. Immerhin waren 13 von 58 Minuten die beiden Helden aus dem Einsatz, Käßner und Dietzen, am Ball. Es geht in Afghanistan um Stabilisierung, um einen Rückfall zu Taliban und Terrorausbildung zu verhindern (Minister Jung). Die Soldaten erbringen persönlich Opfer, aber die Politik streitet um Begriffe.

Herr Gysi ist ein Sprücheklopfer mit frecher Berliner Schnauze, immer wieder lustig, ihn dabei zu haben. Am Ende verfiel er auf platte Anti-Kriegs-Sprüche ohne Inhalt. So kann man nicht Politik machen – und Deutschland soll sich künftig mehr in der Welt engagieren.

Es sieht nicht gut aus in Afghanistan, aber mehr Terror wüde durch Unterlassen von Militäreinsätzen Vorschub geleistet (Prof. Wolfssohn). Das scheint mir das wichtigste Statement des Abends zu sein.

390

Felidea:
25. August 2009 um 08:27 Uhr

Ich glaube, dass die Mehrheit in diesem Lande sich nicht ernsthaft genug für den Krieg interessiert, solange ihre Arbeitsplätze gefährdet sind. Im Grunde ein perfekter Zustand, um jede Menge Dreck zu produzieren, da alle Aufmerksamkeit auf Opel, Karstadt und andere gefährdete Unternehmen liegt.
Eine massiv gefährdete Umwelt steht immer hinter den wirtschaftlichen Interessen. Das selbe gilt auch für die Legalität oder Menschlichkeit eines Krieges. Es war schon immer so. Guckt das Volk nach links, dann werden die schlimmsten Taten auf der rechten Seite vollzogen. Dem Krieg kommt die Wirtschaftskrise sogar entgegen, denn das Volk ist nicht in der Lage sich auf zwei Dinge gleichzeitig zu konzentrieren.

Seltsam ist es wirklich: Die Mehrheit ist eindeutig gegen den Krieg. Aber es ist der Mehrheit leider nicht so wichtig, dass sie aufhören würden Parteien zu wählen, die sich eindeutig FÜR Krieg aussprechen.
Wir wissen, dass der Terror zugenommen hat und auch der Drogenanbau hat ungeahnte Größe dort angenommen. Da müssen wir doch irgend etwas falsch machen, oder? Aber erstmal kümmern wir uns um die Arbeitsplätze. Zumindest vor den Wahlen. Es gibt Beschlüsse großer Unternehmen mit der Politik erst NACH den Wahlen die Massenentlassungen zu starten. Denn Arbeitslose könnten ja das Kreuzchen an der falschen Stelle machen.

Gut, dass ganz Deutschland nur auf seine Arbeitsplätze schaut. So können wir uns in Afganistan schön austoben.

391

schon kummer gewohnt:
25. August 2009 um 09:51 Uhr

@infernalis: Da Sie völlig im Recht mir und einigen Usern hier Fehler im Umgang mit der Rechtschrift nachweisen konnten, möchte ich Sie ganz höfflich darauf
aufmerksam machen, dass sich in Ihrer Veröffentlichung selbst 5 Fehler ( läßt 2X, schliessen, “Foristen”, evt ) eingeschlichen haben. Was soll ich nun über Sie denken? Für so einen kurzen Text sicherlich auch nur eine Fünf in Pisa. Und für das gedankliche Erfassen des Inhaltes würde Ihr Ergebnis wahrscheinlich noch schlechter ausfallen.

392

Rolf I:
25. August 2009 um 10:15 Uhr

@ 371 infernalis
Hallo infernalis. Die Sendung und auch dem Blog hier verfolge ich mit einem gewissen Amüsement. Hier schon zigmal Geschriebenes will ich nicht wiederholen und auch dem Afghanistan-Einsatz stehe ich mit sehr gemischten Gefühlen gegenüber.
MIR fehlt es einfach an wirklich objektiven Hintergrundinformationen über das Gesamt-Thema (Ursprung und sich daraus entwickelnde Eigendynamik dieses Konfliktes). Und Verteidigungsminister Jung ect. erschien mir doch recht unglaubwürdig, um es vorsichtig auszudrücken.

Was mich allerdings schmunzeln ließ, ist folgendes Zitat aus Ihrem Beitrag:
“Ist vielleicht bei Umfragen eine Mehrheit der Bevölkerung gegen den Einsatz in AFG – so ist doch eine noch größere Mehrheit gegen diese SED-Nachfolgepartei. Die Relevanz bei dem “Wahlvolk” spricht ja hier eine klare Sprache. Warum sie eine große Repräsentanz in den Foren hat, wäre eine Untersuchung wert. Hat deren Schreibgemeinde evtl mehr Zeit ?” Zitat Ende.
Meine Meinung dazu: “Hat sie!” Aber dieser Blog ist nun mal sehr linkslastig und auf gar keinen Fall als repräsentatives Stimmungsbarometer der Bevölkerung zu betrachten.

Übrigens: Auch mir geht dieser tumbe Anti-Amerikanismus gegen den Strich. (siehe @ 372 !) Jetzt fehlt nur noch die Behauptung, die Türme seien am 21.9.01 aus purer Altersschwäche zusammengefallen. Nee, nee.

)

393

Peter Fischer:
25. August 2009 um 10:43 Uhr

@ 387 Eugenia

Absolut PERFEKT!!! Mehr habe ich zu diesem hervorragenden Beitrag nicht zu sagen, da er ja auch sehr gut zum gewählten Nickname passt!!!

394

Antimaterie:
25. August 2009 um 11:07 Uhr

Manche sagen, dass man es mit der Schlauheit nicht übertreiben soll, denn manchmal übertrumpft sie sich selbst. Und so kommt es, dass man durch ein Übermaß an Kalkulation genau das Gegenteil erreicht. Jedenfalls kann man diese Annahme gewinnen, wenn man sich die grundlegenden Aussagen der vielen Kommentare in diesem Forum vor Augen führt.
Ich bin dieses Mal wirklich äußerst erstaunt über die vielen qualitativ hochwertigen und gewagten Äußerungen. Man findet hier Informationen und Gedankengänge wieder, die deutlich machen, wieviel Potential in unserem Lande doch wirklich steckt. Es ist erstaunlich wie eine solche Sendung die Gefühlswelten der Zuschauer zum vibrieren bringt. Als ob es doch noch Themen gäbe, die zumindest einen Teil der Bevölkerung aus ihrer traurigen Gleichgültigkeit und Passivität hochschrecken lassen. Als würden sämtliche Emotionen gepaart mit einer tiefliegenden Weisheit plötzlich einen Ausgang finden.
Es wird sich zeigen, ob das bloß ein zartes Aufbegehren eines winzigen Flämmchens war, oder doch der zündende Funke, um Unglaubliches in der Bevölkerung zu bewegen.

Deutlicher als hier kann es kaum noch gesagt werden, dass die Mehrheit GEGEN den Kriegseinsatz ist. Bleibt zwar noch die Frage, wieso gerade jene Parteien so großen Zuwachs zu bekommen scheinen, die sich deutlich FÜR diesen Kriegseinsatz äußern, aber wir werden sehen.
Wird eventuell versucht neue Arbeitsplätze in der Rüstungsindustrie aufzubauen? Doch um Panzer und Kanonen verkaufen zu können, bedarf es ja eines willigen Abnehmers. Und davon gibt es im Krieg besonders viele. Ohne Krieg fließt kein Geld.
Wie wurden eigentlich die letzten großen Wirtschaftskrisen in der Menschheitsgeschichte zu Ende geführt? Oh… ich ahne schlimmes. Dort am Horizont, gar nicht mehr weit, bildet sich eine düstere Wolke des Schreckens. Sie läßt keinen Regen fallen, sondern Blut. Rücksichtslos kommt sie über uns, um abgrundtiefen Schrecken zu verbreiten. Ein bekannter Historiker, sagte einst: Das 21 Jahrhundert wird das blutigste der gesamten Menschheitsgeschichte werden.
Sind wir schon so weit in unserer Enwticklung fortgeschritten, diese düstere Zukunft durch eigenständiges Handeln abzuwehren, oder werden wir erneut in Massen als Kanonenfutter auf dem Schlachtfeld des politischen Wahnsinns elendig zugrunde gehen?
Es zeigt jedenfalls nicht von immensen Fortschritt, wenn sich deutsche Soldaten für ein Stück Metall als Kanonenfutter verbraten lassen. Der Orden ist nichts weiter als ein Köder, der die Schwäche der Eitelkeit ausnutzt. Denn mit einem Orden hat es ja so seine Bewandnis: Wer einen Orden nötig hat, der verdient in der Regel keinen. Und wer einen Orden wahrhaftig verdient, der hat ihn für sein Ego gar nicht nötig.

Zur Zeit wird noch keiner gezwungen in Afgahnistan sein Leben aufs Spiel zu setzen. Vor kurzem sagte mir ein deutscher Soldat, er würde sich weigern einem solchen Befehl nachzukommen. Er sei absolut loyal und der deutschen Fahne verpflichtet und würde ohne zu zögern für sein Land in den Tot gehen. Doch habe er darauf geschworen, sein Vaterland zu verteidigen und nicht etwa irgendwelche anderen Interessen durch Einsatz seines Lebens durchzusetzen. Wenn doch nur alle Soldaten eine so edle und bewundernswerte Einstellung hätten. Welche Reife, welche Weisheit…

Krieg wird nicht von Politikern geführt, sondern von vielen willigen Menschen, die aus Angst, für Geld oder wegen Anerkennung andere Menschen ermorden oder ihr eigenes Leben sinnlos aufs Spiel setzen. Und solange es diese vielen Individuen gibt, die für andere die Drecksarbeit erledigen wird es auch immer wieder Krieg geben.

Und bevor jemand laut aufbrüllt, und von irgendwelchen angeblich edlen Ziele eines Krieges spricht, so seie diesem gesagt, dass sich Blut nicht mit Blut wegwischen läßt. Eigentlich müßten rund 2000 Jahre Menschheitsgeschichte genügen, um dieses einfache Naturgesetz endlich auch im Geiste zu verinnerlichen. Aber eine Gesellschaft, die sich durch gegenseitige Konkurrenz, also nach dem Prinzip des Stärkeren aufbaut, scheint auch nur der Weg der Gewalt als Lösung möglich zu sein.

Ich möchte den Beitrag mit einem Vers aus einem Lied beenden:

“… Soldat, gingst du gläubig und gern in den Tod
Oder hast du verzweifelt, verbittet, verroht
Deinen wirklichen Feind nicht erkannt bis zum Schluß
Ich hoffe, es traf dich ein sauberer Schuß
Oder hat ein Geschoß dir die Glieder zerfetzt
Hast du nach deiner Mutter geschrien bis zu Letzt
Bist du auf deinen Beinstümpfen weiter gerannt
Und dein Grab birgt es mehr als ein Bein, eine Hand

Ja auch dich haben sie schon genauso belogen
So wie sie es mit uns heute immer noch tun
Und du hast ihnen alles gegeben
Deine Kraft, deine Jugend, dein Leben

Es blieb nur das Kreuz als die einzige Spur
Von deinem Leben doch hör meinen Schwur
Für den Frieden zu kämpfen und wachsam zu sein
Fällt die Menschheit noch einmal auf Lügen herein
Dann kann es geschehen, dass bald niemand mehr lebt
Niemand, der die Milliarden von Toten begräbt”

Songtexte von Hannes Wader

395

Ausserirdischer:
25. August 2009 um 11:30 Uhr

@ 372 Maximalia: 24. August 2009 um 20:18 Uhr

So viel Verschwörungsgeschwurbel ist echt nur schwer erträglich, und im Zusammenhang mit dem Afghanistan-Krieg völlig daneben. Sorry, aber solch’ großen Ereignisse wie 9/11 bieten den idealen Nährboden für gspinnerte Ideen aller Art. Das ist auf dem Niveau Erich von Dänikens, der seit Jahrzehnten seine Bücher über die Ausserirdischen verkauft. In Millionenauflage. Klar, damit/davon kann man gut leben. Aber ich belasse ihn dann doch dort wo er hingehört: ins Reich der Märchenonkel.

Christoph Hörstel schätze ich durchaus; aber was er bei einem Vortrag in Fulda dann vom Stapel ließ, hat mich dann doch sehr ins Grübeln über seine Glaubwürdigkeit gebracht. Er behauptet, daß die CIA den Taliban ganze Konvois mit Waffen einfach so überläßt. Starker Tobak! Und das wirft er einfach so in den Raum bei diesem Vortrag, ohne irgendwelche Belege dafür vorzubringen.

Und keine Angst, nach den von Ihnen benannten Autoren/Personen wird man noch lange googeln können. Die werden von den finsteren Mächten in diesem Lande nicht weiter ernstgenommen.

396

Maximalia:
25. August 2009 um 12:06 Uhr

@392
Daß an mehreren Stellen gleichzeitig ein Terrorakt mit Flugzeugen ausgeführt werden kann, ohne daß die amerikanische Flugabwehr auch nur in einem Fall reagiert, ist nur möglich, wenn es so gewollt ist. Bei der geringsten Unregelmäßigkeit ist die nämlich in der Luft, wie im selben Jahr bereits 60 mal praktiziert. Sie bekommen im Internet genug Aufklärung über sagen wir mal völlig unbeantwortete Fragen, sofern Sie Ihren aufgeklärten Pro- Amerikanismus noch ein bißchen mehr aufklären wollen.

Vielleicht tut es auch die Lektüre von Naomi Klein : “Die Schocktherapie” , ein Buch, das Westerwelle in der Welt als Pamphlet für Oskar – Anhänger darstellt, was mich natürlich sofort in den Buchhandel getrieben hat, um zu sehen, was Westerwelle damit meint. Soso, sag ich nur und ziehe bei der Wahl meine Konsequenzen!!

Im Übrigen habe ich nichts gegen das amerikanische Volk, deshalb Vorsicht mit dem Begriff Anti – Amerikanismus. Aber umso kritischer beobachte ich wie anti-demokratisch die amerikanische Regierung -egal von welcher Seite- ist. Aber dazu muß man Verstand einsetzen (wollen! ), sofern man welchen hat.

397

Peter Fischer:
25. August 2009 um 12:09 Uhr

@ 394 Antimaterie

Genial wie immer. Ich bewundere aufrichtig Ihre Art zu schreiben und im Besonderen die Fähigkeit von Ihnen, die Dinge korrekt beim Namen zu nennen, ohne andere Menschen offen anzugreifen. Da werde ich wohl oder übel noch sehr viel lernen müssen.

MfG; Peter Fischer

398

Frauke:
25. August 2009 um 12:11 Uhr

@ Ausserirdischer

Es ist richtig jede neue Aussage mit Skepsis zu begegnen. Wer eine Aussage sofort für bare Münze hält, nur weil sie in seine eigene kleine künstlich erfschaffene Welt paßt, ist ein wahrlich schlechter Wahrheitsfinder.

Aber, was bringt uns der gesunde Zweifel, wenn wir ihn stets nur auf der einen Seite anwenden und der anderen Seite hemmungslos Glauben schenken? Nur weil etwas aus unserer Sicht undenkbar erscheint, bedeutet dieses (leider) nicht, dass es so etwas niemals geben könnte! Vergessen Sie bitte nicht welche ablscheulichen Greueltaten im 2. Weltkrieg begannen wurden. Wer hätte so etwas damals für möglich gehalten? Wer hätte sich so etwas auch nur vorstellen können?
Wer hätte Guantanamo für möglich gehalten oder all die vielen schrecklichen Einzelheiten die mehr und mehr ans tageslicht dringen? Wer sich einmal darüber informiert hat, welche unmenschlichen Geschäfte auf unserem Planeten stattfinden, der wird etwas vorsichtiger mit den Aussagen den öffentlichen Medien sein. Vergessen Sie bitte nicht, es hat Zeiten gegeben, in denen die Medien behaupteten, es gäbe Menschen, die genetisch Untermenschen wären. Das ganze war damals sogar (schein)wissenschaftlich belegt! Es wirdheute mit Menschen gehandelt, mit Organen, mit Drogen und vor allem mit Medikamenten und Krigesmaschinen. Wenn dahinter wirklich stets nur die böse Mafia stecken würde, dann würde es bei uns nicht einmal halb so viele Opfer geben. Wie oft kam heraus, dass hochrangige Politiker in gruseligen Geschäften tätig waren? Die gigantischen Waffengeschäfte könnten ohne die Unterstützung von Regierungen definitiv nicht stattfinden. Wer das glaubt, der scheint mir doch ein wenig naiv zu sein und die typische Vorstellung einer Welt zu pflegen, in der es ausschließlich Schwarz und Weiß gibt.

Auf jeden Fall sind mir tausend Verschwörungstheoretiker allemal lieber, die sich intensiv mit Ungereimtheiten auseinandersetzen, als jener große Haufen von Menschen, die jede Informtaion bedenkenlos hinunterschlucken. Es mag sehr viel Unsinn und Fantastereien unter den Verschwörungen geben, aber immer wieder kommt erst deswegen eine Wahrheit zum Vorschein, die sonst immer im Verborgenen geblieben wäre.
Wollen Sie eventuell darüber urteilen, was andere Menschen gefälligst zu glauben haben? Haben Sie wirklich die absolutue Weisheit gepachtet, um sich dieses Recht herausnehmen zu könnenß

399

wolf:
25. August 2009 um 12:21 Uhr

Dank an Antimaterie (@ 394) für den Hinweis und Auszug auf Hannes Wader Songtexte.
Hier eine Version des unter die Haut gehenden Liedes gegen Krieg und Lüge „Es ist an der Zeit“ von Hannes Wader.
(Mitschnitt der ARD/Bayerisches Fernsehen)

400

Nachkriegskind:
25. August 2009 um 12:24 Uhr

Ich habe immer noch den Eindruck, am Sonntag Abend wurde aus Versehen eine Aufzeichnung des DDR-Fernsehens zum Afghanistaneinsatz der Streitkräfte der Sowjetunion gesendet. Oder sieht da jemand noch einen Unterschied zwischen den Propagandasendungen des DDR-Fernsehenes und und denen der “unabhängigen” Medien der heutigen Bundesrepublik.

“Wir sind das Volk” Es ist zu wünschen, daß der Herr Angriffskrieg- und Verteidigungsminister einschließlich seiner Chefin schnellstens die Konsequenzen eines solchen friedlichen Aufstandes zu spüren bekommt.

“Das haben wir nicht gewußt” darauf kann sich spätestens nach dieser Sendung kein Deutscher mehr berufen, in der die Körpersrache des Herrn Jung eindeutig zum Ausdruck brachte, daß das Gesagte nicht der Wahrheit entsprach.

Nachkriegskind

401

Gynther:
25. August 2009 um 12:38 Uhr

Was ist repräsentativ für die Meinung des Volkes ?
Ihre eigene Meinung, Eugenia ?
Nach dem Durchlesen aller statements zur Sendung über den AFG-Einsatz
komme ich zu dem Schluß, daß eine gewisse Hoffnung besteht, bei der anstehenden Wahl könne endlich diesem Wahnsinn von deutscher Seite zumindest ein Ende bereitet werden.
Gynther

402

gislis:
25. August 2009 um 12:39 Uhr

Bei aller Freundschaft! Liebe Zuschauer und Blogger,
l
leisten Sie doch auch mal die Moderation einer Diskussion, so daß alle zu Wort kommen. Immer meckern, immer motzen? Mir gefällt Anne Will und ihre Arbeit.

Ich bitte Sie, anzuerkennen auch wenn jemand nicht Ihre Meinung vertritt kann er seine doch frei sagen, auch ein Herr Wolfssohn. Wenn Sie freundlicher und mit einem besseren Umgangston mitdiskutieren würden, würde man auch mehr auf Ihre guten fundierten Inhalte, die ich wohlgemerkt teile, hören!
Wenn Sie möchten, daß andere Mehrheiten in so einer Diskussion vertreten sind, müssen auch Sie in der Politik z.B. in einer Partei oder Organisation mitmachen, die dann im Bundestag mit abstimmt. Ist doch klar, daß die Teilnehmerpräsenz einer Diskussion im öffentlichen Fernsehen auch der Politiklandschaft im Bundestag bzw. der Regierung wiederspiegelt. Dennoch können wir froh sein, daß so eine Diskussion meiner Meinung nach viele Menschen wieder an Politik und ihre Dringlichkeit heranführt, auch mich selbst.
Warum so viel Lust am motzen und so wenig mitgestalten?

403

Volker Kreiseler:
25. August 2009 um 15:19 Uhr

@gislis (402)

Bei aller Freundschaft!
Ich kann mir nicht vorstellen, dass Sie die vielen wirklich gut durchdachten und überzeugenden Beiträge in diesem Forum gelesen haben.
Das ist doch kein Meckern und Motzen, das Meiste hat doch Hand und Fuß.
Glauben Sie denn hier geht es um Sympathie oder Nichtsympathie für Anne Will?
Ich gehe davon aus, dass die meisten Zuschauer, welche sich Sonntagabend diese Sendung anschauen durchaus auch Sympathien für diese hübsche Frau haben.
Sie, allerdings haben eindeutig das Thema verfehlt, hier geht es um Krieg oder Frieden, hier geht es um Leben oder Tod!
Wir haben nicht das „Kochstudio“ angeschaut!
Selbst als Bürger pro „Afghanistaneinsatz“ hätte man erkennen müssen, dass die Sendung gelinde gesagt in die Hose gegangen ist.
Die Beiträge sollten vielmehr unserer liebe Frau Anne Will und ihrer Redaktion zu denken geben, ob diese Art uns Zuschauer zu informieren so weiter gehen sollte!

Mit freundlichen Grüßen
Volker Kreiseler

404

Ursel (01):
25. August 2009 um 15:40 Uhr

Interview mit der Revolutionären Vereinigung der Frauen Afghanistans (RAWA)

Als die USA 2001 in Afghanistan einmarschierten, behauptete W.Bush, er kämpfe für Fortschritt und Pluralismus, Toleranz und Freiheit. Was ist nach der Meinung von RAWA der Grund für den Einmarsch der Vereinigten Staaten in Afghanistan und das fortführen der Besatzung?

Siehe

405

Ursel (01):
25. August 2009 um 15:52 Uhr

Hallo 402. gislis,
ich weiß, dass sich Frau Will die größte Mühe gegeben hat.
Das was die Herren Jung und Wolffssohn gesagt haben, hat mir den Angstschweiß auf die Stirn getrieben.

Aber hier im Blog findet die größte und beste Demokratie statt.
MfG

406

Walid:
25. August 2009 um 15:58 Uhr

Für mich sind Terroristen die Menschen, die Morgen Aufstehen, mit Auto zur Arbeit fahren, ihre Karte stempeln, hinter ihre Monitore setzen und mit Hilfe ihre Joysticks Afghanische Frauen und Kinder töten. Sind nicht Selbstmordattentäter Verzweifelungstäter, die gegen eine unsichtbare Gegner kämpfen?

407

Lenchen:
25. August 2009 um 16:32 Uhr

Nach Afghanistan kommt Gott wenigstens noch zum Weinen, um den unschuldigen Opfern beizustehen.

Den Luxus eines verletzlichen Gewissens können wir uns aber nicht leisten.
Ergo: In Afghanistan sterben deutsche Soldaten, um nach innen die Illusion aufrechtzuerhalten, Deutschland sei ein Land, dem es vor allem um die menschliche Würde ginge.

Eigentlich ist Deutschland so richtig zum Heulen!

408

gislis:
25. August 2009 um 16:58 Uhr

Liebe Ursel,

diesen Blog finde ich auch klasse. Warum mir Herr Kreiseler mangelndes Verständnis unterstellt und mich dazu (und alle die gerne kochen) auch noch beleidigt, weiß ich nicht. Ich habe viele dieser Beiträge hier gelesen das soll er mir erst mal nachmachen; ich empfehle ihm auch meinen Beitrag hier mit der Nr. 354.

Ich finde dennoch die Ausdrucksweise von vielen Bloggern hier unangemessen.

409

Maximalia:
25. August 2009 um 17:06 Uhr

@ 404 und 405 von Ursel

Danke für den Hinweis, absolut richtig!

Ich habe das Interview bereits im Mai gelesen, weil ich ZNet in mein informationsprogramm aufgenommen habe. Ich bin froh, daß Sie das noch einmal aufgreifen, denn ich halte auch folgenden Abschnitt für heraushebenswert:

Mit den Worten von Tony Blair:
„Ehrlich gesagt, wir hätten nie die Zustimmung der Öffentlichkeit für den plötzlichen Start eines Feldzugs gegen Afghanistan bekommen können, hätte es den 11. September nicht gegeben …“

Tony Blair ist kein Verschwörungstheoretiker, aber er macht klar, wenn man bestimmte Ziele erreichen will, muß man ein Problem schaffen, dessen Lösung dann in die bereits vorher gewünschte Richtung führt. Menschen, die dabei zu Schaden kommen, nennt man ganz modern Kollateralschaden. Und hier muß allmählich eine Desensibilisierung der Bevölkerung angestrebt werden, wenn man Wolffsohn folgt.

410

Tanja:
25. August 2009 um 17:09 Uhr

401 Gynther

Gerade diese Hoffnung habe ich nicht.

Diese Wahl wird CSU/CDU/FDP gewinnen und alles bleibt so wie gehabt.
Wir haben eine Scheindemokratie und an dieser beteilige ich mich nicht.
Wie ist es eigentlich – wenn die Regierung gegen den Willen der Mehrheit der Bevölkerung handelt, verstößt sie eigentlich gegen GG. Oder?

Für das Thema Afg interessieren sich insgesamt viel zu wenige Menschen in D.
Das berührt sie nicht in ihrem täglichen Leben.

Ich für mein Teil kann nur sagen, jeder Soldat, der nach Afg geht, ist selber schuld,
ich habe weder Mitleid noch Verständnis für sie.

411

Maximalia:
25. August 2009 um 17:14 Uhr

@ 406 Walid

Da ist etwas dran. Die modernen Waffensystem sind so, daß man sich mit den Folgen dessen, was man angerichtet hat, gar nicht erst auseinandersetzen muß. Man sieht es oft nicht. Deshalb auch die vielen Kollateralschäden.

412

Ute:
25. August 2009 um 17:49 Uhr

@ gislis (402)
Ich kann Ihnen damit nur beipflichten. Leider bekommt man doch an vielen Stellen Dinge zu lesen, bei der man der Meinung sein könnte wir haben hier die neuen Moderatoren im Blog gefunden. Konstruktive Kritik – okay – aber oft könnte man den Meckerern sagen: ’selber und besser machen’. Der Vorschlag eines Bloggers Frau Will solle zu SAT 1 wechseln ist einfach gedankenlos.
Frau Will, machen Sie weiter so!

Viele Grüße
Ute

413

Flanders:
25. August 2009 um 19:34 Uhr

mal ernsthaft.wen hat es vor der breitmachung der USA in Afghanistan interessiert,wie und was in diesem land passiert.jetzt,wo bisher alles schief lief da unten,kein fortschritt in sachen bekämpfung der terroristen,kommt der jung und erzählt was von verbesserung der menschenrechte.
das war doch gar nicht der ursprüngliche grund und zweck dieser ganzen militärischen aktion.nur weil es militärisch nicht vorran geht kommen die leute jetzt mit fortschritte der menschenrechte.das ist alles schönrednerei für einen krieg den die amis begonnen haben und andere wie wir jetzt ausbaden dürfen.immer das gleiche.und die deutschen gehen mit den amis hand in hand durch jeden krieg.einfach nur peinlich.
kurze anmerkung.ich war selber da unten als soldat und weiß wovon ich rede !

414

Bernd:
25. August 2009 um 19:44 Uhr

Ute (412), gislis (402):
Ich kann ihnen NICHT beipfilichten!
Die Moderatorin ist häufig hoffnungslos überfordert und parteiisch dazu.
Soetwas passt eher ins Privatfernsehen.

415

Jule:
25. August 2009 um 20:35 Uhr

@ walid 406

zitat: “Für mich sind Terroristen die Menschen, die Morgen Aufstehen, mit Auto zur Arbeit fahren, ihre Karte stempeln, hinter ihre Monitore setzen und mit Hilfe ihre Joysticks Afghanische Frauen und Kinder töten. Sind nicht Selbstmordattentäter Verzweifelungstäter, die gegen eine unsichtbare Gegner kämpfen?”

ich vermute, ich weiß, was sie ausdrücken wollen, trotzdem kann ich ihnen nur bedingt zustimmen.
sie haben recht, diejenigen, die diese kriege inszenieren, um ihre politischen und/oder wirtschaftlichen interessen durchzusetzen, ohne sich selbst die hände schmutzig machen zu müssen, sind verbrecher .
aber diejenigen, die als selbstmordattentäter andere menschen mit in den tod reißen, sind genauso verbrecher…auch dafür gibt es keine entschuldigung.
dass das verhalten von aggressoren/besatzern wut und verzweiflung hervorruft, kann ich vollkommen nachvollziehen….aber das berechtigt niemanden, das leben anderer menschen auszulöschen, man ist dann keinen deut besser als diejenigen, die man verurteilt.

416

Lorenz Clausen SPO:
25. August 2009 um 21:00 Uhr

Die Einseitigkeit dieser Sendung war unerträglich!Das war Meinungsmache pur für
den Kriegseinsatz in Afghanistan.Die Gegner des Einsatzes P.Scholl-Latour und
G.Gysi kamen nicht oder nur unvollständig zu Wort.Der hervorragende und kompetente
Kenner der Region Peter Scholl-Latour mußte sich von der Autorin und “Expertin”
Siba Shakib und dem arroganten Verteidigungsminister Jung Unkenntnis der Verhältnisse
vorwerfen lassen.Dabei ist es gerade P.Scholl-Latour,der immer wieder mit seinen
Einschätzungen recht behalten hat.Er wird auch diesmal recht behalten,daß der Krieg
in Afghanistan nicht zu gewinnen ist.

417

ronald renner:
25. August 2009 um 22:40 Uhr

Ich habe am Sonntagabend nur noch die lezten 2 minuten gesehen. Das klang richtig interessant und auch noch teilweise tolle Gäste. Man hab ich mich geärgert. Also ran an den Laptop. Heute hatte ich Zeit, was für eine Verschwendung. Das war wie DDR-Fernsehen und ich dachte, die Mauer wäre weg. Frau Christiansen war schon kaum noch zu ertragen. Da habe ich mich auf Frau Will gefreut, leider zu früh.

Ich interessiere und angagiere mich für und in der Politik, aber das ist keine Sendung für mich. Für wen war sie dann? Wollen sie Politikfrust anheizen? Haben sie gedacht, sie können ihre Zuschauer für dumm verkaufen?

“Seichtgebiete” ist noch der mildeste Titel für diese Zumutung. Propaganda auf laienhafte Art. Tut mir leid für diese deutlichen Worte, aber ich bin echt geschockt. Hätte ich Frauentausch angestellt, wäre ich vorbereitet, aber so habe ich immer noch gehofft.

Die Hoffnung wurde auch erfüllt und zwar hier, mit vielen guten Beiträgen.

Danke, Anne Will

PS: so gut, hab ich mich schon lange nicht mehr geärgert

418

tine sperner:
25. August 2009 um 22:50 Uhr

@ 414 Bernd

Nein, Ute und gislis haben Recht.
Anne Will hat die Sendung hervorragend moderiert.

Was die Blogbeiträge betrifft, ist neben dem inhaltlichen Aspekt die Umgangsform und Ausdrucksweise genauso wichtig. Mir kommt die dahingedroschene Abwatscherei manchmal sehr unreif und pubertär vor. Vielleicht bin ich auch zu alt für dieses Forum…?

Demokratische und sachliche Diskussionen wollen gelernt sein.

419

manfred (57):
25. August 2009 um 23:11 Uhr

Kriegsminister Jung behauptete gleich zu Beginn der Sendung, Afghanistan sei das Zentrum der Terrorangriffe von 2001 gewesen. Wer lügt denn nun? Bush behauptete, das Zentrum sei der Irak gewesen, die Folgen dieser Behauptung sind bekannt.

Mein Eindruck war: Der deutsche Militarismus in seiner scheußlichsten Fratze feiert fröhliche Urständ, und diese Fratze trägt die Züge der Herren Jung und Wolfssohn. Diesen Herren ist es offensichtlich schon wieder zu lange her, daß unser Land in Schutt und Asche lag. Wenn diese Kriegshetzer so weitermachen, wird Deutschland eines Tages wieder so aussehen wie nach dem 2. Weltkrieg. Und natürlich wird das “bürgerliche Lager” wieder von nichts gewußt haben.

420

Medienvielfalt:
26. August 2009 um 00:43 Uhr

Der nachfolgende Text zum Reinhard-Mey-Song “Sei wachsam” enthält sehr viele zutreffenden Beobachtungen und Einschätzungen zu der schleichenden Ent-Demokratisierung unseres Landes.

Passend zum aktuellen Thema Afghanistan und den unsäglichen Auftritten von Bundeskriegsminister Jung und seinem Adlatus Wolffsohn (er ist Professor an der Bundeswehrhochschule in München) bei Anne Will heißt es in “Sei wachsam”:

“Wir ha’m ein Grundgesetz, das soll den Rechtsstaat garantieren.
Was hilft’s, wenn sie nach Lust und Laune dran manipulieren,
Die Scharfmacher, die immer von der Friedensmission quasseln
Und unterm Tisch schon emsig mit dem Säbel rasseln?
Der alte Glanz in ihren Augen beim großen Zapfenstreich,
Abteilung kehrt, im Gleichschritt marsch, ein Lied und heim ins Reich!
„Nie wieder soll von diesem Land Gewalt ausgehen!”
„Wir müssen Flagge zeigen, dürfen nicht beiseite stehen!”
„Rein humanitär natürlich und ganz ohne Blutvergießen!”
„Kampfeinsätze sind jetzt nicht mehr so ganz auszuschließen.”
Sie zieh’n uns immer tiefer rein, Stück für Stück,
Und seit heute früh um fünf Uhr schießen wir wieder zurück!”

Auch die einer Demokratie unwürdige deutsche Medienlandschaft wird von Reinhard Mey treffend charkterisiert:

“Du machst das Fernsehen an, sie jammern nach guten, alten Werten.
Ihre guten, alten Werte sind fast immer die verkehrten.
Und die, die da so vorlaut in der Talk-Runde strampeln,
Sind es, die auf allen Werten mit Füßen rumtrampeln:
Der Medienmogul und der Zeitungszar,
Die schlimmsten Böcke als Gärtner, na wunderbar!
Sie rufen nach dem Kruzifix, nach Brauchtum und guten Sitten,
Doch ihre Botschaft ist nichts als Arsch und Titten.
Verrohung, Verdummung, Gewalt sind die Gebote,
Ihre Götter sind Auflage und Einschaltquote.
Sie biegen die Wahrheit und verdrehen das Recht:
So viel gute alte Werte, echt, da wird mir echt schlecht!”

Wobei es den Mediengewaltigen nicht nur um die Einschaltquote geht, sondern zu allererst um die Macht im Lande. Und diese soll gemäß Wunsch der Chefetagen der rechtskonservativ-neoliberalen deutschen Medienkonzerne von Schwarz-Gelb exekutiert werden.

421

Gerd Golf:
26. August 2009 um 02:14 Uhr

@406: Walid

:::schreibt ein von der Solidargemeinschaft durchgefütterter Frustrierter, der einen sicher von der Arge finanzierten Internetzugang hat um geistigen Dünnschiss abzulassen.
Die, die morgens aufstehen und Fließband-Arbeit verrichten sind immerhin die, die Ihr Dasein finanzieren (obgleich der Frage nach Berechtigung…verfassungsmäßiges Glück für Sie).
Ihr stumpfer Antiamerikanismus ( und sekundär: Antidemokratie) kann nur stellvertretend für die Menge an Menschen gewertet werden, die man als Gesellschafts-Krebs mit sich schleifen muss.

422

Gerd Golf:
26. August 2009 um 02:18 Uhr

@406: Walid

Anbei sollten Sie sich bei einer niveauvollen Diskussion dem wohl anerkannten Konsens nähern, die wohl in kurzer Übersicht festgestellte Muttersprache, hier Deutsch, zu beherrschen und Ihre Ansicht in eben dieser darzulegen.

423

Gerd Golf:
26. August 2009 um 02:25 Uhr

@416: Lorenz Clausen SPO:
Auch meine über das Finanzamt hinweg unterhaltene Putzkraft, gebürtig in Süd-Kasachstan, prophezeite das, was Peter Scholl-Latour auch stigmatisch wiederholt. Darf man ihr beim Eintreten der Vorhersage eine nahost-politische Kompetenz zusprechen oder gilt das Günter-Grass-Phänomen::: ” Erstmal bei allem aufregen: wenn man unrecht hat erinnert sich niemand)

424

Eugenia:
26. August 2009 um 06:20 Uhr

@393Peter Fischer:
Danke für das Lob, doch die Schutzwallen eines Ministers für Verteidigung sind mit meinem Text leider auch nicht zu durchdringen.
@401Gynther:
Sie fragten, was repräsentativ für die Meinung des Volkes sei ( “Ihre eigene Meinung, Eugenia?”)
Also ich finde, wie Sie auch, dass eine gewisse Hoffnung besteht, bzw. zumindest dass die Vielzahl der kritischen Foren-Beiträge die Hoffnung nährt, viele Menschen seien noch in der Lage, sich eine eigene Meinung zu bilden, bevor sie einer vorgegebenen Meinung folgen. Das ist für einige nicht so einfach, denn wer hört heutzutage schön noch auf seine Seele.
Viele reden so, wie es der Fernseher oder die Zeitungen vorgeben. Das ist einfacher, und wenn das Schriftbild intellektuell daherkommt, kann man sich sogar noch etwas darauf einbilden, wenigstens in Sachen Krieg geteilter Meinung sein zu dürfen.
Was jedenfalls keineswegs repräsentativ für die Wahrheit ist, ist eben das was die Medien uns vorgeben, denn es ist ja nur eine Auswahl. Immerhin ist aber seit einiger Zeit diese Auswahl um die Information ergänzt worden, dass die Mehrheit einen Abzug befürwortet, wobei sich diese Mehrheit auch über ihren Stimmwert wundern dürfte, wenn sie nun für einen Abzug der Truppen stimmen darf, dem wohl ein Einmarsch vorausging, den man doch hätte vermeiden können, wenn die Meinung der Mehrheit des Volkes überhaupt etwas gilt.
Ganz dem Bewußtsein des Volkes entsprechend wurde auch bei Anne Will einleitend festgestellt, dass die Mehrheit laut Umfrage und Meinungsbildern gegen den AFG-Einsatz ist. Hier hätten wir also bereits eine mögliche Repräsentation vorliegen gehabt. Und die hätte man in der Diskussion unter Experten auch aufgreifen können, was aber nicht geschah, womit eigentlich schon klar war, dass das nach Frieden rufende Volk nur beschwichtigt werden sollte.
Und so fiel es dann auch einigen Zuschauern auf, dass genau die Volksvertreter, welche die mehrheitliche Meinung des Volkes ursprünglich vertreten sollten, genau dieses eher selten tun. Jedenfalls nicht, wenn die öffentliche Meinung einer Agenda widerspricht, gegen die offenbar jeder machtlos ist, während die Medien schon lange nicht mehr als Sprachrohre des Volkes fungieren.
So wendet sich das Volk nun den blogs und Foren im Internet zu, in denen es erst zum Meinungsaustausch kommt, der repräsentativ auch die Politiker erreichen könnte, da man hier nicht der allgemeinen Meinungsvorgabe unterworfen ist. Im freien Austausch aller Meinungen bildet sich Demokratie, auch wenn immer wieder Kriegstreiber und Spalter dazwischen zu finden sind, während die meisten im Herzen doch vor allen Dingen nur das eine wollen: Frieden. Dafür reicht aber ein Stimmzettel alle vier Jahre nicht aus.
Auf dieser Grundlage allgegenwärtiger Wachsamkeit bilden sich blogs und Foren und das oftmals auch auf ernst zu nehmendem Niveau, wie auch hier zu finden. Wenn natürlich auch wieder einige der Forenteilnehmer, oder ich sage mal Foranten, sich lieber ihre Rechtschreibeschwächen ankreiden, als über völkerrechtswidrige Kriege zu diskutieren. Aber vielleicht fürchten sie nur, dass die afghanischen Schüler uns bald in der PISA-Studie überholen könnten, wenn Herr Jung weiter so eifrig die Schulen in Afghanistan aufbaut.
Die Meinungen in Blogs und Foren sind jedenfalls repräsentativer als in repräsentativen Umfragen. Denn Umfragen grenzen von vornherein die Antwortmöglichkeiten ein und auch die freie Anwendung der Meinung.
“Sind Sie für Kriege oder sind Sie gegen Kriege” – das sollte zum Beispiel mal gefragt werden und nicht “Sind Sie für die Bekämpfung des Terrors?” – um bei der schlichten Antwort “Natürlich wollen wir keinen Terror” lediglich Kriege und Überwachungswahn schüren zu können.
Ob wir Kriege und übersteigerte Überwachungsstrategien wollen, das werden wir gar nicht gefragt. Regen oder Traufe, das nötige Übel soll hingenommen werden, das Dilemma der Unfreien wird offensichtlich, wenn das Gewissen in der Patsche sitzt. Insgesamt repräsentiert dieser Zustand lediglich allgemeine Dummheit und Verblendung, denn kein normaler Mensch, auch nicht die Mehrzahl der Soldaten, möchte Kriege oder kriegerische Auseinandersetzungen, genauso wenig wie Terror oder Überwachungswahn. Das eine ist aber mit dem anderen nicht zu besiegen, sondern all das entspringt dem Übel der Angst, des Neids und der Geltungssucht.
Und so spricht jemand dann eben auch von einer erforderlich bewilligten Aufstockung der Mörsergranaten und erwähnt im Gleichschritt den Aufbau der Schulen als ein erreichtes Ziel seiner Scheinheiligkeit. Jemand der zur Untermauerung seiner These, humanitäre Hilfe käme ohne Mördergranatanen nicht aus, könnte genauso gut Minen legen und ein Jahr später mit Minenräumfahrzeugen aufkreuzen, um sich dann einzureden, er hätte etwas Gutes getan.
Im Grunde wurde in dieser Sendung nur eines deutlich: Es wurde unterschwellig um Verständnis gebeten, mitunter eben auch töten zu müssen – denn so sind zur Zeit die Vorgaben wirkungsvoller Wirtschaftspolitik, deren dankbare Diener wir nunmal alle sein sollen. Nicht umsonst wurde bereits während des letzten NATO-Gipfels verboten Friedensfahnen aus dem Fenster zu hängen, also ist doch klar um was es geht, jedenfalls nicht um Frieden.
Doch Krieg darf man es auch nicht nennen und so ist es wahrscheinlich nicht so einfach, wenn man als Verteidigungsminister von Deutschland andauernd in die Wüste geschickt wird – da muß man sich die Dinge eben anderweitig schön reden. Wahrscheinlich ist es wirklich vergebene Liebesmüh, so jemandem noch kritische Fragen zu stellen und Frau Will ist ja auch nicht dumm. Leider nur gibt es im Krieg keine Kompromisse – und in der Diskussion darum sollte es sie auch nicht geben.
Mensch, da hat man schon mal Millionen Leute versammelt und dann sagt keiner was.

Aber falls Frau Will das alles ebenfalls so unerträglich fand, wie viele ihrer Zuschauer, dann wäre das ein gesundes Empfinden und sie hätte sich mit ihrem blog immerhin nachhaltig einen guten Zuspruch verschafft. Ich fände auch, dass der unabhängige Journalismus einer journalistisch kompetenten Frau wie Anne Will viel besser zu Gesicht stünde und auch mit ihrer Ausstrahlung könnte sie sich dort vieler Komplimente gewiss sein, die obendrein ehrlich gemeint sind.
So oder so, der nächste Minister kommt bestimmt, also vor allen Dingen immer schön aufs Volk hören.

425

pc-wg:
26. August 2009 um 07:23 Uhr

Da wird Tage lang in fast allen, selbst so genannten seriösen Blättern über Frau Schmidts entwendeten Panzer schwadroniert, während die desaströse Vorstellung des Herrn Jung bei Anne Will den Medien kaum eine Zeile wert ist. Wir haben deshalb Herrn Minister schriftlich gefragt, ob er nach diesem, an Scheinheiligkeit kaum zu überbietenden Auftritt nicht an Rücktritt denken wolle, um sich – vor allem aber dem mündigen Bürger – solche Peinlichkeiten in Zukunft zu ersparen. Wer sich dermaßen als Drückeberger vor wahrheitsgemäßen Antworten outet, sollte unser Land weder nach außen noch nach innen vertreten.

426

Hans-Olaf 27:
26. August 2009 um 08:47 Uhr

1.
Das Lehrgedicht von Bertolt Brecht “Und was bekam des Soldaten Weib” kann jetzt um weitere Zeilen ergänzt werden:
Und was bekommt des Soldaten Weib aus Kundus am Hindukusch?
Aus Kundus bekommt sie ihre Liebe, ihr Glück
von der Bundeswehr im Zinksarg zurück.
Das bekommt sie vom Hindukusch.

2.
Herr Wolfsohn, ist Ihnen eigentlich klar, wie sehr Sie in Diktion und Sprache die Ausdrucksweise des Unmenschen angenommen haben?
Vor 75 Jahren mußte auch das deutsche Volk in einem sechsjährigen Brutalisierungsprozeß erst an das Wort Krieg gewöhnt werden, bevor es mehrheitlich nichts dabei fand, auf Befehl ihrer Führer grausame Verbrechen zu begehen, ganz Europa mit Krieg zu überziehen und einen Trümmerhaufen zu hinterlassen. Wenn es danach überhaupt noch eine Chance für die Deutschen gab, so nur deshalb, weil in all der Schmach eine Minderheit von Menschen vieler politischer Richtungen die Menschlichkeit nicht verraten hatte.

427

Alexander Selck:
26. August 2009 um 08:48 Uhr

Guten Tag,
es sollten sich einige Personen mal überlegen, was diese hier wie gesagt haben. Fakt ist: Deutsche Soldaten sind in Afghanistan und haben somit unsere Unterstützung verdient. Sie riskieren täglich ihr Leben und der Rückhalt in der Bevölkerung ist mit das wichtigste im Einsatz. Der Einsatz muss fortgeführt und ausgeweitet werden, jeder der etwas anderes behauptet ist ein Narr.

428

Walid:
26. August 2009 um 09:04 Uhr

@Jule

Selbstverständlich gib es keine Entschuldigung für das töten von Menschen. Wir sollen aber nicht vergessen das die Taliban und al-Qaida Produkte das Westen gegen Sowjetunion sind.
Ich kann mich gut erinnern das Mudjahedins mit Ihren ersten Stinger-Rakete eine Passagierflugzeug abgeschossen haben. Und man hat sie als Freiheitskämpfer bezeichnet.
Der Krieg in Afghanistan dauert nun mehr als 30 Jahren. Die Strategie der Alliierten unterscheidet sich kaum von den UdSSR. Es ist an Politik sich eine neue weg zu suchen.

„ Es reicht, wir sind müde.“

429

Hans-Olaf 27:
26. August 2009 um 09:29 Uhr

3.
Herr Jung, wenn die Ihrem Befehl unterstehenden Soldaten in Afghanistan mit gleicher Arroganz, Besserwisserei und unmöglichem Betragen auftreten, wie Sie in der talkshow bei Frau Will, werden sie den letzten Rest Reputation, den Deutsche in Afghanistan noch haben, auch noch verspielen.
Was würden sie sagen, wenn nach dem Mord an einer Muslima in einem öffentlichen Gebäude in Dresden (vor den Augen eines deutschen Gerichts) durch einen deutschen Terroristen, die arabische Liga auf Antrag der Führungsmacht Ägypten beschließen würde, ein Kontingent von ca. 100 000 Soldaten zum Schutze der hier lebenden Moslems nach Deutschland zu entsenden? Begründung: Verbreitung der Lehre des einzigen Gottes, die allein Recht und Gesetz für alle Menschen garantiert. Abschaffung einer Lebensart, die Frauen in Bordellen versklavt und das gesamte Leben dem Gewinnstreben unterwirft:

430

Rolf I.:
26. August 2009 um 09:59 Uhr

@ 415 jule
Danke, Jule für Ihre Antwort an Waid unter @ 406. Genau das wollte ich auch antworten, als ich eben in den Blog geschaut habe. Sie waren nur schneller.

Ich hatte schon befürchtet, hier im Blog würde die Akzeptanz und die Befürwortung von (Selbstmord)Attentätern kommentarlos hingenommen und vielleicht sogar noch ethisch gerechtfertigt und verherrlicht.
Was ich jetzt sage, ist eigentlich nicht meine Sprache, aber in meinen Augen sind ALLE Attentäter, ob Selbstmord oder nicht, hinterhältige, feige, irregeleitete und verblendete Phantasten, denen die körperliche Unversehrtheit und das Leben von Unschuldigen, von Frauen und Kindern absolut egal ist. JEDER Attentäter ist inakzeptabel! Ganz gleich, ob nur EIN unbequemer Zeitgenosse aus dem Weg geräumt wird, oder gleich hunderte.

Meine lieben Pazifisten hier im Blog, eigentlich hätte ich von Ihnen allen einen entsprechenden Aufschrei auf diese Einlassung von Waid erwartet !!!
Wo bleibt eigentlich Ihre pazifistische Gesinnung, die Sie hier im Blog so plakativ vor sich her tragen?

Wenn solche Sprüche wie von Waid unter @ 406 hier nahezu kommentarlos hingenommen werden, dann kann ich Lenchens Schlußsatz unter @ 407 nur umgedeutet zustimmen, wenn Sie schreibt: “Eigentlich ist Deutschland so richtig zum Heulen!”
Ich hatte vor, mich zum Thema nicht mehr zu melden; ABER DAS MUSSTE SEIN !!!

431

Jule:
26. August 2009 um 10:04 Uhr

@ medienvielfalt 420

ein toller text von reinhard mey….da ist alles drin. kannte ich gar nicht. danke.

@ tine sperner 418

ich muss bernd rechtgeben und frage mich, was sie so hervorragend an der moderation fanden? vorausschicken will ich, dass ich frau will durchaus sympathisch und vor allem sehr gut aussehend finde, aber wenn man aus der sendung nur ihre sätze zusammenschneiden würde, dann würden sie merken, dass sie leider keinerlei substanz oder sachkenntnis enthalten, andernfalls hätte sie etliche male nachhaken müssen bei diversen äußerungen, aber dafür benötigt es kenntniss der materie und kritische distanz.

@ gerd golf 421 + 422

was soll das? wieso werden sie derart beleidigend gegenüber walid? meiner meinung nach haben sie seine aussage nicht verstanden und unterstellen ihm stattdessen dinge, die er gar nicht geschrieben hat. was berechtigt sie derart persönlich beleidigend zu werden (”…frustrierter …durchgefütterter”???)

eine erklärung würde mich interessieren: was ist daran antidemokratisch, wenn man auch die als verbrecher brandmarkt, die da im hintergrund die fäden ziehen?

432

rentnernrw:
26. August 2009 um 10:13 Uhr

@419 Manfred
Wer Herrn NJung wieder einmal erlebte, kann überhaupt nicht verstehen, wie dieser überhaupt je (Verteidigungs-) Minister werden konnte. Da hilft wohl nur die nErklärung, dass das Roland Kochs Werk war.
Er schwamm in der Argumentation. Auf Argumente anderer ging er nicht ein, sondern wiederholte seine sattsam bekannten Formulierungen, dass die Lage stabil sei unhd sich verbessert habe.
Dass seine Alliierten das gegensätzlich sehen, (so z.B. der USA-Generalstabschef Mullen),
bringt seine eingeschränkte Wahrnehmung nicht ins Wanken. Ebenso wenig sein krampfhaftes Leugnen, dass es sich nicht um einen Krieg handelt.
Seine Behauptung aber, dass es unsere Sicherheit gefährden würde, wenn man abziehe, da dann Afghanistan weiter Ausbildungscamp für Terroristen sei, übersieht, dass heute wie früher eher Pakistan Ausbildungsstätte für Taliban und Terroristen war und ist.
Ich vertraue eher dem US-Militär, der am morgen nach Jungs falscher Darstellung der Lage erneut im CNN-Interview sahgte, die Lage sei heute schlimmer als zuvor und die Taliban stärker als vor einem Jahr.
Auch widersprechen die sich häufenden Angriffe direkt auf die Bundeswehr Jungs virtuelle Welt einer angeblich sicherer und stabiler gewordenen Lage selbst im Norden.
Der Mann sollte schnellstens das Verteidiguinhsministerium räumen.

433

Walid:
26. August 2009 um 10:13 Uhr

@ 421 Gerd Golf:

Ich weiß nicht ob Sie Kinder haben und dennoch Frage ich: Wie werden Sie reagieren wenn die Leiche Ihres Sohnes als Kolalateralschaden bezeichnet wird?

Denken darüber nach und dann Fragen Sie sich bitte ,wer von uns Antidemokratisch und Gesellschafts-Krebs ist.

Die Leuchtende Punkte in den Monitoren der GI´s sind unsere Kinder!

434

Jule:
26. August 2009 um 10:14 Uhr

@ pc-wg 425

zitat: “[…]während die desaströse Vorstellung des Herrn Jung bei Anne Will den Medien kaum eine Zeile wert ist. Wir haben deshalb Herrn Minister schriftlich gefragt, ob er nach diesem, an Scheinheiligkeit kaum zu überbietenden Auftritt nicht an Rücktritt denken wolle, um sich – vor allem aber dem mündigen Bürger – solche Peinlichkeiten in Zukunft zu ersparen.[…]”

sie haben recht….das ist wieder mal ein beweis, dass es kaum noch politikkritische berichterstattung in den medien gibt.
ich finde ja super, dass sie an unseren kriegsminister geschrieben haben, bin ja gespannt, ob und was sie für eine antwort erhalten werden.

435

Redaktion ANNE WILL:
26. August 2009 um 10:16 Uhr

Bitte keine Verzettelung in Streitigkeiten, wer denn nun Recht hat und wer nicht. Beachten Sie (alle) die Kommentarregeln unseres Blogs. Vielen Dank. Die Blogmoderation.

436

Jule:
26. August 2009 um 10:18 Uhr

@ 428 walid

ja ich stimme ihrem beitrag zu.

nur selbstmordattentate – abgesehen davon, dass sie ein verbrechen an unschuldigen menschen sind, wie wir uns ja einig sind – liefern immer wieder neue gründe für eine sogenannte “terrorbekämpfung”. und können auch deshalb nur der falsche weg sein.

437

Jule:
26. August 2009 um 10:43 Uhr

@ rolf 430

lieber rolf,

danke für ihre antwort an mich. dass wir beide mal einer meinung sind, ist ja sehr schön
aber nun hacken sie mal nicht zu sehr auf den mitbloggern rum…sie haben ja auch gerade eben erst geantwortet . denn auch wenn sie es vermuten….ich glaube niemand hängt hier den ganzen tag am pc, um nach neuen antworten ausschau zu halten.

438

Walid:
26. August 2009 um 10:59 Uhr

@ Rolf I. (430)

Danke Rolf für deine Kommentar 430. Genau diesen Aufschrei wollte ich Provozieren. Wie lange soll es noch weiter gehen. Wenn beide Seiten sich gegenseitig als Terroristen bezeichnen und den Gewalt fortführen, wird keine Frieden Geben.

439

Hans-Olaf 27:
26. August 2009 um 11:02 Uhr

@433 Walid:
Widerspruch: Die Sowjetunion hat ihren, im Warschauer Pakt Verbündeten, zu keiner Zeit zugemutet, am Afghanistaneinmarsch und dem nachfolgenden Krieg teil zu nehmen. Die USA zogen wie selbstverständlich ihre Nato-Verbündeten mit in den Krieg hinein.

440

wolf:
26. August 2009 um 11:03 Uhr

@427Alexander Selck
“Der Einsatz (in Afghanistan) muss fortgeführt und ausgeweitet werden, jeder der etwas anderes behauptet ist ein Narr.”
Zitat-Ende
Ja Herr Alexander Selck und wussten Sie, dass Narren schon immer ein einzigartiges Privileg im Staate innehatten.
Sie durften immer schon gegen die Lügen der Herrschenden die Wahrheit sagen, ohne dafür bestraft zu werden.
Ich freue mich, dass diese Narren die überwältigende Mehrheit des deutschen Volkes
repräsentieren und Sie Herr Selck zur Minderheit der Kriegsbefürworter zählen.
Oder erscheint Ihnen die Zahl der Umfrageinstitute mit über 70 % Kriegsgegner in der deutschen Bevölkerung auch als ein Produkt von Narren?
Dann sagen auch diese die Wahrheit entgegen den Lügen der Herrschenden.
Eben wahrheits- und narrengerecht.

441

Maximalia:
26. August 2009 um 11:06 Uhr

@ Gerd Golf ( 421)

Den Satz “Heinrich,mir graut vor Dir ” muß ich umschreiben in “Gerd Golf, mir graut vor Ihnen”.

Ich gehe davon aus, daß Walid egal was er sagt, von Ihnen diese Breitseite abbekommen hätte , denn Sie gestehen ihm überhaupt keine Meinungsäußerung zu.

Selbstmordattentäter sind eine Katastrophe, ein Krebsgeschwür ,aber inzwischen können wir nicht einmal mehr sicher sein, daß frustrierte, mordlustige Rambos, nicht als nützliche Idioten von denen mißbraucht werden, die uns dann vorgeben zu verteidigen.

Chalmers Johnson, Noam Chomsky, Bob Woodward,Emmanuell Todd, George Soros, der inzwischen ganz die Seiten gewechselt hat, Naomi Klein beschreiben haarklein die Mechanismen. Es hat sich immer als wahr herausgestellt!

442

Walid:
26. August 2009 um 11:11 Uhr

@ Jule (436)

Die Beide Seiten liefern sich gegenseitig den Grund für Weiterführung das Kampfes, und Kinder sind die Opfer.

443

c.carlo:
26. August 2009 um 11:24 Uhr

@ 427 Alexander Selck
Herr Selck, ich gehe davon aus das Sie und ihre Familie sich freiwillig für den Kriegseinsatz in AFG gemeldet haben. Sie Narr!!

444

wolf:
26. August 2009 um 11:53 Uhr

@435 Redaktion ANNE WILL:
“Bitte keine Verzettelung in Streitigkeiten, wer denn nun Recht hat und wer nicht. Beachten Sie (alle) die Kommentarregeln unseres Blogs. Vielen Dank. Die Blogmoderation.”
Zitat-Ende
Also werte Blogredaktion und an die Usergemeinde hier.
Diesen Einspruch der Redaktion Anne Will kann ich nicht einordnen.
Da sendet die Will-Redaktion einen Streit der Talk-Gäste zu solch einem Thema wie Krieg deutscher Soldaten in Afghanistan am Sonntagabend selbst.
Wie auch anders bei solch einem heiklen Thema?
Und akklamiert nichts anderes als die Fortsetzung der “Streitigkeiten” hier im Blog.
Und wenn es sich bei den Streitigkeiten nach Auslegung der Blogredaktion um Verletzung der Kommentarregeln handelt, dann zensiert doch die Blogredaktion den Kommentar, so wie bisher immer.
Also erscheint doch in der Regel keine Verletzung der Kommentarregeln.
Was sollte dann dieser Hinweise auf Verzettelung von Streitigkeiten beim Thema Krieg in Afghanistan?

445

Paulus:
26. August 2009 um 12:04 Uhr

Der Auftritt des Regierungsmitglied Jung macht eines deutlich: Eine klare, enfache Begründung die jeder versteht, warum deutsche Soldaten in Afganistan Krieg führen, gibt es nicht !

Außer “Bündnisverpflichtung” und “Natozugehörigkeit” gibt es kein einziges Argument für den Krieg, das eine kritische Überprüfung besteht. Also: wann immer das Bündnis unsinnige/fragwürdige Aktionen (Kriege) beschließt um vorgeschobenen “universellen Werten” (meistens stecken imperiale Partikularinteressen dahinter) Geltung zu verschaffen, macht unsere Regierung mit. So und nicht anders versteht sie ihren “politischen” Auftrag: Als eine Spielart des Fundamentalismus in Bezug auf Bündnis- und Wertebekenntnisse. Da kann man nur mit Oskar Lafontain fordern: Raus aus der Nato !

Gruß
Paulus

446

Test:
26. August 2009 um 12:14 Uhr

Test

ja ich stimme ihrem beitrag zu.

nur selbstmordattentate – abgesehen davon, dass sie ein verbrechen an unschuldigen menschen sind, wie wir uns ja einig sind – liefern immer wieder neue gründe für eine sogenannte “terrorbekämpfung”. und können auch deshalb nur der falsche weg sein.

447

Jule:
26. August 2009 um 12:26 Uhr

@ walid 442

ich sehe es so: dass die amerikaner in afghanistan (und irak) einmarschiert sind, war völkerrechtswidrig und ganz klar ein verbrechen. die gründe, die uns genannt wurden, waren vorgeschoben, man hat die weltöffentlichkeit belogen. es war ein rückfall ins mittelalter, was unter der bush-regierung geschehen ist….deren politik hat die welt um vieles unsicherer gemacht. dass ich durch kriege keinen frieden und keine demokratie erreichen kann, sollte jedem selbstdenkenden menschen klar sein. deshalb gibt es nur eine lösung: raus aus afghanistan.

so sehr ich die wut, den hass, die verzweiflung von menschen verstehen kann, die angehörige verloren haben und sich dann vielleicht noch anhören müssen, es handele sich um “kollateralschäden”, so glaube ich aber trotzdem nicht, dass selbstmordattentate immer nur eine reaktion sind. der film “paradise now” hat meiner meinung nach sehr gut am beispiel israel-palästina gezeigt, dass eben auch hinter den attentätern oftmals menschen stehen, die sich selbst nicht die hände schmutzig machen und lieber andere aufhetzen und in den tod schicken, um ihre interessen durchzusetzen.
aber nichstdestotrotz: ohne abzug der kriegsarmeen in dieser region wird es dort niemals frieden geben, das muss der erste schritt sein.

448

Redaktion ANNE WILL:
26. August 2009 um 12:34 Uhr

Der Hinweis zielte vor allem auf den Punkt, andere Meinungen zu tolierieren und dass es wenig ergiebig ist, wenn User A auf seiner Meinung beharrt und User B angreift und der wiederum User A unterstellt im Unrecht zu sein. Das kann man einmal machen, aber wenn sich nur noch wiederholt, bringt das eine Diskussion nicht voran. Das war der Punkt. Die Blogmoderation.

449

divan:
26. August 2009 um 12:53 Uhr

Da tut Herr Jung so, als würde unsere Freiheit bund Sicherheit vom Einsatz der Bundeswehr in Afghanistan abhängen.
Das ist ebenso falsch wie die seinerzeitige Bemerkung von Struck, Deutschland werde am Hindukusch verteidigt.
Wenn es um die Rettung von Menschenleben geht, gibt es auch gewiß andere Prioritäten.
So wird heute eine US-Studie bekannt,dass Raucher im Schnitt 15 Jahre kürzer leben als
Nichtraucher (von den menschlichen Elend von Raucher-Folgeerkrankungen ganz abgesehen). Kommen Anschlagopfer als Invaliden aus Afghanistan zurück, erschrecken die Bürger. Der Sinn des Krieges dort wird dikutiert.
Der größte Beitrag für Gesundheit und Sicherheit von Bürgern (insbesondere auch von Passivrauchern) wäre ein entschlossener Kampf gegen das Rauchen.
Aber da knickt die Politik ein, besonders krass die opportunistische CSU.
Selbst die Türkei (auch Frankreich) hat heute ein strengeres Gesetz gegen das Rauchen als Deutschland, insbesondere Bayern.
Deutsche Politik hat immer mehr Beliebigkeit gewonnen, vorhandene oder gewonnene
Erkenntnisse werden aus Populismus nicht umgesetzt oder weichgespült bei der Umsetzung.
Berücksichtigt man die Folgen des Rauchens auch für Nichtraucher, fragt man sich, wie glaubwürdig ein Kampf gegen das aus Afghanistaan kommende Rauschgift
wäre, der ja auch nur halbherzig geführt wird.

450

Walid:
26. August 2009 um 13:07 Uhr

@Jule 447
Nach dem Abzug der UdSSR und stürz seine Verbündeten ist Afghanistan ist Chaos verfallen. Die Mudjahedin, in zwischen auch Warlord´s genannt, sich auf der Strassen von Kabul bekämpft haben. Dies hatte die Talibans-Regierung zu folge.
Der Abzug der deutschen Jungs aus Afghanistan steht außer Frage, muss aber richtig überlegt sein.
Da von Seiten der Politik nichts kommt muss man sich Fargen
„Kann sie nicht oder will sie nicht?“

451

BB – Berlin:
26. August 2009 um 13:42 Uhr

#427 Alexander Selck:
Nun aber schnell Stahlhelm auf, Tarnanzug an und los gehts ab nach Afghanistan! Solche Kriegsbefürworter wie Sie, sollten auch immer an vorderster Front kämpfen. Es ist nämlich nicht sehr fair, wenn man nach Kriegsführung schreit, aber anderen dabei den Vortritt in den Tod gibt.

#340 Lieber rudirum,
bitte bleiben Sie hier im Blog und schreiben Sie weiter ihre guten Beiträge. Ich habe sie immer gern gelesen. Mir ist es durch meine direkte Art Dinge anzusprechen auch schon passiert, dass meine Beiträge einfach gelöscht wurden. Man muss halt lernen, auch manchmal ein kleines bisschen die Probleme zu umschreiben. Also rudirum, nicht aufgeben, bitte.

#Peter Fischer,
ich habe mir auch schon gewünscht, dass wir uns mehr vernetzen müsste. Nur wie sollte das gehen, wenn man keine Mail-Addis veröffentlichen kann?

# infernalis
Es ist doch eigentlich egal, ob eine Meinung von der Linken, der SPD oder CDU stammt, solange sie sich mit den Ansichten und Moralvorstellungen der Bürger deckt. Also sollte man nicht ständig auf der Linken herum hacken, sondern sich einmal genau ansehen, was die wollen. In meinen Augen sind es bisher die einzigen, die das Volk noch vertreten. Eben auch, was den Afghanistan-Einsatz betrifft. Auch das Gewettere einiger gegen Gysi verstehe ich überhaupt nicht, denn Gysi ist nicht nur ein guter Rhetoriker, sondern auch ein sehr kluger Kopf.

Also ein bisschen mehr Objektivität wäre bei manchen tatsächlich angebracht.

452

Felidea:
26. August 2009 um 13:44 Uhr

@427Alexander Selck
“Der Einsatz (in Afghanistan) muss fortgeführt und ausgeweitet werden, jeder der etwas anderes behauptet ist ein Narr.”

Ja, ganz ihrere Meinung: Also ziehen Sie sich schon einmal ihre Uniform an, Helm auf, Maschinengewehr im Anschlag und ab geht’s!
Wie meinen Sie? Sie wollen nicht nach Afghanistan um für die Menschenrechte zu kämpfen? Warum nicht? Oh, weil sie dabei sterben oder sich böse verletzen könnten. Weil Sie Todesangst haben drauf zu gehen, oder Sie ihre lieben Verwandten vermissen würden? Na, ja. Das ist nachvollziehbar. Wer möchte das schon gerne.

Aber dann halten Sie sich auch bitte zurück mit solch billigen Parolen!!

Ich habe eine Frage an Sie und alle anderen die den Einsatz bejahen:

Wieso sind die Taliban brutale Mörder und Amerikaner und Europäer dagegen Retter der Welt, wo in den westlichen Lagern grausamste Folter stattfindet?

Warum wirft man den Taliban vor, sie würden Frauen verachten, während der Westen den Menschenhandel von Frauen als Sexsklavinnen erst ins Leben gerufen hat und emsig als größter Kunde wissentlich unterstützt?

Warum bezeichnet man den Feldzug gegen die Taliban als gerechten Krieg um Unmenschlichkeiten zu besiegen, während man ihre Angriffe die aus der Ausbeutung ihres Landes und Volkes resultieren als Terroranschlag tituliert?

Wieso bezeichnet man den Anschalg eines Selbstmordattentäters als feige, während man das Zünden einer Bombe in 5 Kimolmetern Höhe auf ein Dorf mit zivilisten als Heldentat betrachtet?

Wieso finden wir es als gerecht einem Volke gewaltsam vorzuschreiben, wie es zu denken und zu leben hat, während wir uns tödlich beleidigt fühlen, wenn diese etwas ähnliches bei uns versuchen?

Warum schimpfen wir über das Schächten, während bei uns täglich tausende Tiere aus Massentierhaltungen am Fließband zerstückelt werden?

Mir hängt diese scheinheilige Heiligkeit zum Halse heraus. Ich kann diese Unschuldsbeteuerungen des Westens nicht mehr ertragen. Ständig ziehen wir über alles und jedes her, dass gegen unsere künstlich aufgestellten Moralvorstellungen verstößt. Dabei begehen wir selbst täglich Greueltaten die in ihrer Destruktivität nicht einmal von allen Terroristen dieser Welt jemals übertroffen werden könnten.

453

Reini:
26. August 2009 um 13:58 Uhr

Uli…309…
„Ich bin mir sicher, daß die westlichen Koalitionskräfte über eine drastische Ausweitung der industriell gestützten Kriegsführung am Ende darüber entscheiden, ob die Taliban dem noch etwas entgegen zu setzen hat.“

Zu viel bild konsumiert? Wie war das in Vietnam? WER hatte hier die meisten Bomben und die besten Waffen???
Deshalb haben sich die Amis auch vom Acker gemacht!
Dieser Krieg war eben so wenig zu gewinnen, wie der in Afghanistan!

454

Medienvielfalt:
26. August 2009 um 14:02 Uhr

@ 447 – Jule

Ich stiimme Ihnen zu. Viele der Selbstmordattentäter werden mit den angeblich im Paradies auf sie wartenden 77 Jungfrauen geködert.

Teile des Islam haben sich über die Jahrzehnte hinweg leider radikalisiert. Die Kolonialpolitik und die heutige Politik des Westens (z.B. die einseitige Unterstüzung Israels -, hier steht die Bundesregierung in der Person von Frau Merkel in der fordersten Reihe) haben diesen Radikalisierungsprozeß zumindest mitbefördert. Auch die Instrumentalisierung des Islam zur Durchsetzung westlicher Interessen (siehe meinen Kommentar Nr. 16) haben das Ihre zu dieser Entwicklung beigetragen.

Es bleibt zu hoffen, daß Obama seine Politik aus dem auch in der Außenpolitik bestehenden Lobbyistengeflecht (z.B. die starke Israel-Lobby in den USA) befreien kann, um einen entscheidenden Schritt zur Durchbrechung des Teufelskreises aus Gewalt und Gegengewalt zu tun.

455

Reini:
26. August 2009 um 14:02 Uhr

Und zu den „Gläubigen“ des 11.Sept….. WER….. sagt, dass es Terroristen waren die in einem der best überwachten Lufträume der Welt, VIER Flugzeuge entführen konnten? Alles voll gestopft mit Technik in diesem Land……
Beweisen dass es „anders“ war wird schwer sein.
Ohne Internet konnte man, heute wie damals, keine verschiedenen Informationen erhalten. Dem Volk wurden die Schuldigen präsentiert und sogleich auch bestraft….. und wenn es ein unschuldiges Volk ist.

Es waren doch eindeutig Saudis…. Verbündete der usa… die diese Anschläge ausgeübt haben.
WENN….. es sich tatsächlich so verhielt, wie man es „erzählte“!

UND…. sind wir nicht deshalb in Afghanistan?
Ist nicht letztlich JEDER Krieg mit einer LÜGE begonnen worden?

456

Rolf I:
26. August 2009 um 15:05 Uhr

@ 438 Walid
Hallo Walid, bitte vereinnahmen Sie nicht meinen Kommentar und drehen ihn inhaltlich um.
Dass ich dem Afghanistan-Einsatz etwas skeptisch -um es vorsichtig auszudrücken- gegenüber stehe, habe ich an anderer Stelle bereits erwähnt.
Mein Kommentar bezog sich ausschließlich auf Terroristen, ob in Afghanistan, Kenia, Spanien, USA, Irak, oder sonstwo.
Soldaten, gleich welcher Nation, sind an der Uniform zu erkennen und klar auszumachen.
Terroristen nicht, oder etwa doch? Das sind Kreaturen anderer Art, denen ich das Prädikat “Mensch” nicht zugestehe.
Bleiben wir bitte bei dieser Definition. Und DAFÜR habe ICH kein Verständnis.

457

Walid:
26. August 2009 um 16:47 Uhr

@ Rolf I

Die Taktik der Taliban unterscheidet sich kaum von Mudjahedins gegen UdSSR. Damals haben wir die als Freiheitskämpfer bezeichnet und sie mit Waffen und Geld unterstützt.

Haben sich die Partisanen sich immer zur erkennen gegeben? Waren die nicht die Guten im Zweiten Weltkrieg?

Für mich sind Unmenschen die im Hintergrund. Egal mit oder Ohne Uniform.

458

Maximalia:
26. August 2009 um 16:48 Uhr

@451 BB – Berlin
komplett einverstanden

@452 Felidae
hier gibt es nichts mehr hinzuzufügen – ich teile diese Meinung

@ 455 Reini
absolut vernünftig – ich teile diese Meinung

@ 456 Rolf 1
Wenn das mit den Terroristen nur so einfach wäre. Ich kann nicht glauben, daß
Sie so einfach gestrickt sind und glauben, was eine Regierung Ihnen so vorsetzt, vor
allem wenn diese Regierung endlich alles das Umsetzen kann, was Sie sich
vorgenommen hat.. Vielleicht im 1.Schock, aber wenn das eigene Denken wieder
einsetzt? siehe Reini (455)
Und wie stufen Sie Söldner ein, die von der US -Regierung mit der Lizenz zum Töten
ausgestattet sind und im völlig rechtsfreien Raum straflos agieren dürfen. Sind das
für Sie Soldaten oder Kreaturen anderer Art.

459

Till Eulenspiegel:
26. August 2009 um 16:57 Uhr

@ Rolf I:

Lieber Rolf, habe jetzt lange überlegt, ob ich auf Ihre Beiträge (insbesondere unter 430) eingehen sollte.
Verstehe ich Sie nun recht, dass Sie KEIN Verständnis für unmenschliches Handeln dann und deshalb haben, wenn UNMENSCHLICHKEIT NICHT in einer Uniform statt findet?
Demnach ist Krieg in UNIFORM dann deshalb etwas “Anderes” und wird nicht von “Kreaturen (=(lat. creatura=Schöpfung, creare=erschaffen) ausgeführt, weil diese sich rein äusserlich als etwas Anderes darstellen, als sie in Wahrheit sind?
Nein, lieber Rolf, nicht Deutschland oder jede andere geographische Lage ist so richtig zum Heulen, sondern die “menschliche Kreatur” ist, so wie sie denkt und handelt zum Heulen, ja zum Schreien.
“Wir” diskutieren hier den Kriegsschauplatz AFG und merken nicht, dass wir bereits den nächsten neuen Kriegsschauplatz eröffnet haben, indem wir uns gegenseitig falsches Verständnis, Unkenntnis, Einseitigkeit ect. vorwerfen. Noch fließt deshalb kein Blut, aber alle Kriege begannen und beginnen in den Köpfen von Menschen/Kreaturen, finden Fortsetzung im “Wortstreit” und enden letztlich dann mit “Waffen”.
Jule, Eugenia und Felidea (selbstredend auch noch viele Andere) zeigen insbesondere bei diesem Thema, wie es auch gemässigter und insbesondere anders gehen könnte.
Und wie ich bereits unter 314 schrieb, kann ich irgendwie nicht verstehen und nachvollziehen, dass “man” für einen Krieg ” – also für LEID erzeugende Handlungen – einen langen Atem (also viel Zeit) und eine deutliche Vision” fordert und braucht; von “Pazifisten” aber von jetzt auf gleich eine Antwort und Lösung erwartet, damit man sie nicht als Feiglinge, Träumer, Visionäre, Phantasten und Illusionäre identifiziert.
Ja, manchmal ist es wirklich nur noch zum Schreien.

460

Maximalia:
26. August 2009 um 17:51 Uhr

@ 459 Till Eulenspiegel

Das Gesagte kann man nur unterstreichen.

” Pazifist ” wird fast wie ein Schimpfwort gebraucht. Dabei heißt für mich Pazifist nicht, daß man sich nicht mit aller Kraft wehren kann. Aber diese Angriffskriege, die von einer Garde von Politikern vom Zaun gebrochen wird, die keine Kriegserfahrung gemacht haben, die sich nie mit den tatsächlichen Schrecken und der Entmenschlichung eines Krieges auseinandersetzen müssen, kann man nur auf das schärfste verurteilen

Ich komme zu dem Schluß: 5% der Weltbevölkerung, geben mehr für Waffen und Waffenentwicklung aus, als der Rest der Welt. Es ist eigentlich fast der einzige Bereich, in dem in diesem Land echt noch etwas produziert und entwickelt wird. Wenn man die Waffen nicht regelmäßig wieder los wird, dann schrumpft das BIP. Also muß förmlich nach Kriegsmöglichkeiten gesucht werden.

Man könnte den größten Teil der Welt vernichten und käme trotzdem zu keinem Frieden! Es ist die gleiche Logik wie in dem kranken Finanzsystem. Solange sich hier nichts grundsätzliches ändert, geht die Welt dem totalen Kollaps entgegen.

Gibt es einen Trost? Mit der Titanic gingen auch die Luxussuiten unter ( kleiner , bitterer Scherz am Rande).

461

Naumann:
26. August 2009 um 18:20 Uhr

Frau Will sprach das zentrale Problem der unterschiedlichen Zeitperspektiven im Hinblick auf die Notwendigkeit der Präsenz ausländischer Truppen im Lande nicht an. Es wurde auch versäumt die Frage zu problematisieren, ob es denn nicht Alternativen zur Präsenz westlicher Truppen gegeben hat und gibt. Auch Scholl-Latour, der auf endemische Widerstände in islamischen Ländern gegenüber den christlichen Truppen verwies, ging nicht auf eine mögliche Alternative der Ersetzung westlicher Truppen durch Soldaten nicht-westlicher und speziell islamischer Staaten ein. Allgemein verharrte die Debatte im Schwarz-Weiß-Schema, NATO muss bleiben vs. Abzug der Truppen.
– Dem Einwurf Gysis (unter Verweis auf den Ex-Bundeswehrarzt R. Erös), dass ziviler Wiederaufbau im paschtunischen Süden eher ohne Militärpräsenz ausgeführt werden sollte, ist in diesem Zusammenhang nur zuzustimmen.
– Es geht im Kern um Sicherstellung der Zugänglichkeit und Nutzbarkeit wie auch der an realen lokalen Wünschen ausgerichteten Erschaffung der Infrastruktur und an die dezentralen Befindlichkeiten angepasste Zurverfügungstellung von Dienstleistungen. Hierbei müssen verschiedene Modernisierungsgeschwindigkeiten zugelassen werden. Um im Bild zu bleiben: neben der Schnellspur in urbanen Zentren sowie modernisierungsfreundlichen (peri-)urbanen Räumen sollten auch Umgehungsstraßen und Kriechspuren eingerichtet werden. Wie dabei mit Geisterfahrern zu verfahren ist, steht auf einem anderen Blatt. Der Geburtsfehler des Petersburger Modells beruht auf der Ausgrenzung der vermeintlich besiegten Taliban aus den beratenden verfassunggebenden Versammlungen (loya jirgas).

462

Horst:
26. August 2009 um 19:20 Uhr

Vielleicht wiederhole ich einen Kommentar, aber die Gesprächsführung war absolut unprofessionel. Herr Scholl-Latour kam überhaupt nicht zu Wort. Unser verehrter Verteidigungsminister dozierte in Endlosschleifen und beanspruchte bis zu 60% der gefühlten Sendezeit.
Mir kommt es so vor, daß Herr Scholl-Latour nur deswegen eingeladen wurde, um den Eindruck vorzugaukeln, daß auch kritische Stimmen erwünscht seien.
Nach meiner Meinung sollten die Talk-Show Formate runderneuert werden.
Dieses Austausch von Schlagworten und Dominanzgebaren einzelner Gesprächsteilnehmer kann nur ertragen wenn man masochistisch veranlagt ist.
Mir schwebt ein Format vor, in der maximal zwei Exponenten eines Themas sich beharken und eine Gesprächsführung auftritt, die offen zu Ihrer Meinung steht.

463

rentnernrw:
26. August 2009 um 19:45 Uhr

Nach den heutigen erschreckenden Nachrichten über die weltweiten Schäden des Rauchens und die Millionen Opfer der Tabakwaren-Industrie, gegen die die westliche Welt nichts unternimmt, fragt man sich nach der moralischen Berechtigung zu behaupten, unser Wohl und Wehe hänge davon ab, dass die Taliban in Afghanistan nicht wieder an die Macht kommen.
Bisher gab es keine Toten durch islamistische Anschläge in Deutschland, trotzdem werden Soldaten und Geld eingesetzt, um die Gefahr von außen (wenn sie dennn im behaupteten Umfang existiert) zu verhindern.
Kein afghanisches Rauschgift zerstört so viele Menschen und tötet sie (vorzeitig) wie das Rauchen. Trotzdem knicken unsere Politilker und Parteien immer wieder vor der Tabak-Lobby ja, ja, lassen sich sogar von denen “Spenden” geben. Auch das ist eine Art Blutgeld, erworben durch menschliches Leid und Zerstörung.
Die weltweiten Todesopfer des Rauchens werden pro Jahr auf 6 Millionen geeschätzt, die volkswirtschaftlichen Schäden auf 350 Milliarden Dollar.
Wo bleibt der Kampf gegen den Terrors und die Menschenverachtung der Tabakindustrie, die ebenso wie die Terroristen keinen Respekt vor Geundheit und Leben der Menschen hat?
In den USA ist erst wieder ein Prozeß mit Millionenstrafe für den Zigarettenhersterller zu Ende gegangen, da eine jiunge Frau um die 20 so anhängig wurde, dass der Tabakkonsum sie schließlich an Krebs sterben ließ.
Muß es immer erst so weit kommen, dass Gerichte die Entschedungen erzwingen, vor denen sich unsere Kanzlerin mit ihrer Partei ebenso wie der Koalitionspartner drücken?
Respekt vor dem lebern sieht völlig anders aus.
Der in Afghanistan geführte Krieg scheint eine Art Verdrängung zu sein oder soll mit großen Worten wie denen von Minister Jung das schlechte Gewissen beruhigen.

464

Kassandra:
26. August 2009 um 20:23 Uhr

451
BB – Berlin:
26. August 2009 um 13:42 Uhr

ganz einfach: hier

465

Till Eulenspiegel:
26. August 2009 um 21:10 Uhr

@460 Maximalia:
Ihre Beiträge kann ich auch nur unterstreichen. Und was Ihren bitteren Scherz am Rande angeht: in jedem Scherz steckt eben auch Wahrheit. Selbst auf der Titanic konnte “man” sich keinen Rettungsplatz kaufen, egal wieviel man bot, weil eben nicht genügend Rettungsboote und -plätze für ALLE bereit gestellt waren.
Wer denkt auch schon an “Untergang”, solange er bei der “großen Sause” in der “ersten Reihe” und am Tische des “Kapitäns” sitzen kann.
Und ja, es gibt m. E. einen Trost: erstens haben einige wenige auch den Untergang der Titanic überlebt und “man” konnte und kann – sofern man sich mit Ursache und Wirkung auseinander setzt – zumindest DAS lernen, dass es so, wie es “gut durchdacht, finanziert, geplant und wissenschaftlich erkannt” war, SCHIEF gegangen ist.

466

Peter Fischer:
26. August 2009 um 21:34 Uhr

@ 451 BB-Berlin

Das geht ganz einfach. Nachdenkseiten, Gesprächskreise, Thüringen und den Rest werden Sie verstehen.

467

Eugenia:
26. August 2009 um 23:41 Uhr

371@infernalis:
Sie vertun sich, wenn Sie denken, dass “die Schreibgemeinde” die “eine große Repräsentanz in den Foren hat” größtenteils linksgerichtet ist. Man weiß auch nicht, mit welchen Ohren Sie “Lobeshymnen auf die Linken” vernehmen, wenn Sie hier überall kritische Äußerungen der Bürger gegenüber deutschen Militäreinsätzen lesen. Auch die Schlußfolgerung dass “deren Schreibgemeinde evtl mehr Zeit” habe, leisteten Sie mit einigem Unverstand. Diese Schreibgemeinde opfert die Zeit für den Erhalt der Demokratie, weil sie befürchtet, diese Zeit nicht mehr lange zu haben. Schon gar nicht dann, wenn sie zusätzlich noch von anderen Bürgern denunziert wird.

@427 Alexander Selck:
Sie kommen mit schwerem Geschütz, wenn Sie sagen, die Soldaten “riskieren täglich ihr Leben und der Rückhalt in der Bevölkerung ist mit das wichtigste im Einsatz. Der Einsatz muss fortgeführt und ausgeweitet werden, jeder der etwas anderes behauptet ist ein Narr.”
Also vielen Dank, der Herr, aber die Soldaten, über die Sie offenbar zu verfügen scheinen, benötigen ihr Leben nicht weiter für mich zu riskieren!
Auch sind einige Soldaten bereits hier im blog vertreten und bezweifeln diesen Bundeswehreinsatz, so dass Sie diese nicht mehr In meinem Namen zu überzeugen brauchen.
Vielleicht könnten Sie aber generalstabsmäßig allen Bundeswehrsoldaten noch mitteilen, dass sie durchaus die Unterstützung der deutschen Bevölkerung erfahren!
Denn wissen Sie, mein Herr, wir unterstützen unsere Truppen, wo wir nur können. Schließlich haben wir doch einst die Parteien gewählt, die für diesen Einsatz gestimmt haben. Wahrscheinlich werden wir diese Parteien auch wieder wählen. Außerdem gehen wir ja jeden Tag für unseren Wirtschaftsaufschwung arbeiten, und zahlen viele Steuern und verzichten auch gern auf Lohn und Gehalt, und wir gehen sogar für einen Euro die Stunde arbeiten, um dieses Land zu unterstützen, das auch von Kriegen profitiert, für die unsere Soldaten sich gemeinsam mit uns einsetzen, während sie mutig unser marodes Grundgesetz am Hindukusch verteidigen. Doch, wir stehen hinter ihnen, schließlich muß irgendwer ja auch unser Öl in Arabien verteidigen. Und im Kongo müssen wir unsere Tantalreserven verteidigen, damit wir unsere Handys und PCs betreiben können. Die lassen wir obendrein regelmäßig durchleuchten, nur für den Fall, dass sich ein wütender Turbanträger in unserer Festplatte versteckt haben sollte und dort unsere Meinungs- und Informationsfreiheit bedroht.
Nein, wir unterstützen unsere Truppen, wo auch immer sie die Amerikaner unterstützen müssen, denn vor allem in Zukunft werden wir unsere Soldaten brauchen. Schließlich werden künftig Kriege von Europa aus durchgeführt werden können, denn so verlangt es der aktuelle Vertrag von Lissabon. Gegen wen unser Volk dann verteidigt werden soll, weiß ich zwar nicht, vielleicht sollen die Soldaten ja auch nur im Innern eingesetzt werden, um gegen ein Volk von höchstbedrohlichen Friedensaktivisten vorgehen zu können, die sich vor lauter übertriebener Menschlichkeit immer noch vor gerechter Unterdrückung, humanitärer Ungerechtigkeit und friedlichen Kriegen fürchtet.
Jaja, diese 70 bis 80 Prozent Friedensanstifter sind schon eine gefährliche Gruppierung, denn was nur, wenn sich das erst auf die europäischen Nachbarstaaten auswirkt und es überall zu Demonstrationen kommt, die wir lt. Lissabonvertrag auch mit Gewalt niederschlagen dürfen? Was nur, mein Herr, was nur, wenn all diese “Narren” plötzlich auch noch handlungsfähig werden wollen? Sollen wir sie dann walten lassen oder sollen wir ihnen schon jetzt irgendetwas zur Beruhigung geben?

@421Gerd Golf:
Wenn Sie eine niveauvolle Diskussion wollen, dann ist Ihr Bewertung der freidenkenden Bürger als “Gesellschaftskrebs, den man mit sich schleifen muß” (!) eher in einer rechtsradikalen Ecke zu vermuten – und Sie können mir glauben, ich bin nicht links, nicht rechts, nichts mittig, denn ich habe in unserem Okzident ein wenig die Orientierung verloren. Jedenfalls sollten Sie eher froh sein, wenn Sie von den Menschen, die sich (nicht von Amerika, sondern von) Kriegen abwenden, noch in eine friedlichere Welt mitgeschliffen werden. Ich bin aber froh, von Ihnen gelesen zu haben, so weiß ich immerhin, welche Gefahren es tatsächlich sind, die in unserem Land lauern.
Bitte vermeiden Sie weitere Beleidigungen, das wirkt dem Niveau entgegen, das diesen blog so wertvoll macht.

(Vermerk a.d. Red.: Ich habe nun meine private Email-Adresse angegeben, da ich die vorherige sonst eher dienstlich benutze )

468

Peter Fischer:
27. August 2009 um 01:42 Uhr

@ 455 Reini

Stimmt Reini, jeder Krieg in der Geschichte der Menschheit begann mit einer Lüge. Aber in Afghanistan ist das ja anders. Da kämpft die “demokratische Völkergemeinschaft” gegen ein einziges Land, um diesem Frieden, Freiheit und Wohlstand zu bringen. Ach ja, fast hätte ich die Demokratie vergessen. Allerdings bei näherer Betrachtung, sieht das Ganze so unlogisch aus, dass ich mich immer wieder aufs Neue frage, wie gebildete Menschen diesen Blödsinn der uns da weisgemacht wird glauben können. Ich formuliere das mal so.

Einst lebten da in einem Fernen Land,
so ist es jedenfalls ganz offiziell bekannt,
paar Leute die nen Turban tragen,
mit Faustkeil und mit Sreitaxt jagen
und aus Ihrem Erdloch dann,
greifen die ne Großmacht an.

Nur eine Frage ist und bleibt,
was diese Leute dazu treibt,
was könnten sie denn davon haben,
den Krieg ins eigne Land zu tragen?
Merkt ihr denn noch immer nicht,
hier stinkt etwas fürchterlich!!!

469

Maximalia:
27. August 2009 um 08:54 Uhr

@ 467 Eugenia

Ich vermute , daß Sie der Mehrzahl der Forumsteilnehmer aus der Seele gesprochen haben.

Herzlichen Dank!

470

c.carlo:
27. August 2009 um 09:20 Uhr

@Eugenia
Herzlichen Dank für diesen Beitrag. Sie sprechen mir aus dem Herzen.
c.carlo

471

zukunft2009:
27. August 2009 um 09:51 Uhr

@449 divan, @462 horst
@463 rentnernrw
Die Untugend in der Teilnehmerrunde, wider den Geist demokratischer Diskussionsführung, anderen ins Wort zu fallen bzw. das Wort abzuschneiden, war für die Zuschauer unangenehm (und ist auch geeignet, Politikverdrossenheit zu schüren).
Den traurigen Vogel schoß Verteidigungsminister Jung ab. Psychologisch kann es entlarven, wenn jemand kaum bereit ist, Argumente anderer in Ruhe anzuhören, ohne dem “Gegner” ins Wort zu fallen, das läßt auf eigene Unsicherheit schließen bzw. auf mangelndes vertrauen in dir Güte der eigenen Argumentation.
Sieht man die Probleme dieser Welt, wo – ohne entschiedenen Hilfseinsatz der reichen Länder- tagtäglich Kinder sterben und hunderte von Millionen Menschen hungern, wo an den Folgen der “legalen” Droge Tabak jährlich 6 Millionen Menschen sterben und zig- wenn nicht hunderte Millionen um ihre Gesundheit gebracht werden, dann
mutet der “Krieg gegen den (islamistischen) Terror” wie eine ablenkende Ersatzhandlung an.
Statt entschieden die Erkrankungen und 40000 Todesopfer in deutschen Kliniken durch mangelnde Hygiene und die dramatischen Folgeschäden an Leib und Leben durch aktives und passives Rauchen mit engagiertem Einsatz zu bekämpfen, werden eben mal ein paar Tausend Bundeswehr-Soldaten nach Afghanistan geschickt, um dort angeblich unsere Freiheit,Leib und Leben zu verteidigen.
Ich finde es unglaubwürdig, immer wieder von den Bedrohungen unseres Lebens durch mögliche terroristische Anschläge zu hören und um die Bemühungen, diesen (vergleichsweise geringen) Gefahren durch immer mehr, unsere Freiheit einengende Gestzgebungsvorhaben zu begegnen, solange man den Schutz von leben und Gesundheit der Bürger durch die viel größeren Gefahren nicht ernsthaft betreibt.
Dass sich das im übrigen auch volkswirtschaftlich rechnen würde, stellt einen Zusatznutzen in unserem hochverschuldeten Staat dar.
zu

472

Walid:
27. August 2009 um 10:04 Uhr

@Eugenia (467) , @ Till Eulenspiegel (459), @ Maximalia (460)

Danke! Das gibt mir Kraft, weiter zu schreiben.

@Hans-Olaf 27 (439)

Danke für die Hinweis, ist absolut Richtig.
Ich Frage mich nur, wie kann eine Bande von „Drogenhändler“ 8-Jahren gegen NATO zu kämpfen? Wer steht dahinter? Mag sein das die Drogengeschäft sehr Geld einbringt. Wo liegt das? Wer verwaltet Ihn? Wo kommen die Waffen? Wer profitiert von Krieg in AFG?

473 pc-wg:
27. August 2009 um 10:20 Uhr

@Jule
Wir rechnen nicht mit einer Antwort. Mit dem Afghanistankenner Jung, der vermutlich selbst im Warlord-Zelt mit Messer und Gabel isst und seine Schutzweste ebenso unlässig trägt wie Frau Merkel ihre Perlmutt-Knöpfe, sind wir doch gar nicht auf Augenhöhe.

474 Maximalia:
27. August 2009 um 10:50 Uhr @ 472

Walid,
Sie stellen genau die richtigen Fragen.

Bleiben Sie uns bitte erhalten!

475 Rolf I:
27. August 2009 um 10:59 Uhr

@ 459 Till Eulenspiegel
Mein lieber Till, eigentlich habe ich Sie immer als sehr objektiv und als recht neutral eingeschätzt. Eine wohltuende Eigenschaft in diesem sehr linkslastigen Blog mit machmal etwas merkwürdigem Toleranzverhalten.
Auch merkt man, dass hier sehr viele Bogger unterwewgs sind, die sich ihre Meinung im häuslichen Sessel oder auf Internet-Seiten der ihnen jeweils nahestehenden Partei bilden. Leider mußte ich am 7. August 1998 in Nairobi/Kenia eine Erfahrung machen, die so einigen Schreibern hier im Blog auch einmal zwecks objektivierung ihrer Weltanschauung gut tun würde.
An besagtem 7. August 1998 bin ich nur ganz knapp unverletzt dem Terroranschlag auf die amerikanische Botschaft in Nairobi entgangen, als ich dort auf einem Urlaubstrip war. Wer so etwas einmal aus aller nächster Nähe miterlebt hat, kann dieses Interpretationsgefasel im Bezug auf die Definition von Terroristen hier im Bolog nur schwer ertragen.
Können Sie das nachvollziehen? Ihnen, lieber Till, traue ich dies noch am ehesten von allen hier zu.

476 gislis:
27. August 2009 um 12:47 Uhr Das Thema Söldner ist fast nicht vorgekommen? Vermisst habe ich in den Afgh.-Diskussionen, siehe auch DLF Montag 10 Uhr, auch eine notwendige Selbstkritik des Westens in Verantwortung für die Drogenproblematik. Konsequente Frage zum Schluß: Nicht ob wir da raus kommen sollen, sondern wie kommen wir da wieder raus. Wollen wir raus? Pazifismus heißt auch in neue Bahnen denken, konstruktiv denken, was wollen wir?
Für mich ist jedenfalls klar, daß in dieser Hinsicht die Linke gewinnt, ob mit oder ohne Wahlerfolg, aber inhaltlich.

477 Eugenia: 27. August 2009 um 13:01 Uhr Das liegt aber auch daran, dass mir Ihre Kommentare, Walid, Maximalia, Till Eugenspiegel, Peter Fischer, C.Carlo zuerst aus dem Herzen gesprochen haben, wofür ich mich ebenfalls bedanke.
Es liegt wohl auch daran, dass die Bevölkerung endlich einmal aus dem Herzen gesprochen hat und zwar aus einem Herzen. Das sogar zusätzlich mit jeweils individuellem Verstand.
Es wäre wichtig, wenn diese Frequenz gehalten wird, auch und gerade weil es zur Zeit schwieriger ist, als es normalerweise sein dürfte.

478 Reini:
27. August 2009 um 13:43 Uhr

rolf..475.. interessant. Da gab es einen Anschlag… du hattest Glück und wurdest nicht verletzt…. und…. was dann??
Hat sich hier auch nur einer FÜR Terror ausgesprochen??
Klar, du hast dies nicht behauptet, aber was willst du mit deiner Aussage bezwecken?
WER bestimmt die Nationalität von TERROR? Könnte es nicht sein, dass bestimmte Wirtschaftliche Interessen geschickt mit den Anschlägen verbunden werden?
Glaubst du wirklich, dass hier immer die Wahrheit verbreitet wird?
Anscheinend hältst du es nicht für nötig, kritische Fragen zu stellen!?

Wie war das mit der Finanzkrise?
Da wurde doch ebenfalls betrogen und gelogen….. warum sollte es hier nicht auch so funktionieren?
Am einfachsten ist es schwarz-weiß zu denken…….

479 Walid:
27. August 2009 um 13:54 Uhr

@ Rolf I (475) Lieber Rolf I, ich verstehe!

Ich bin in Kabul Geboren.
Frühjahr 1978 – Ich müsste an Strassen Kämpfen vorbei nach Hause kommen. –(Revolution) Ich war in der dritte Klasse.
Winter 1979 – bin nach einen wie gewöhnlich unruhigen Nacht bin ich musste Brot kaufen. Auf dem Kreuzung Stand eine Panzer mit Soldaten. Das war kein Afghanische Uniform (Einmarsch der Sowjets)
Das sind Zwei Daten die in der Geschichte eingegangen sind. Ich war bis 1990 in Afghanistan und war fast jeden Tag Bombenanschläge und jeden Nacht Raketenangriffen ausgesetzt. Glauben Sie mir Ich weiß was Terror ist und nachvollziehen was Sie erlebt haben.

Nun sind weitere zwei Jahrzehnten vergangen und die Menschen sind immer noch diesen Gefahr ausgesetzt.

480 BB – Berlin:
27. August 2009 um 14:01 Uhr

#459 TillEulenspiegel
Es ist doch in fast allen Ländern so, dass die Regierenden ihr Volk immer schön auseinander diffidieren. Das macht das Regieren leichter, denn ein Volk, was mit sich selbst beschäftigt ist und sich streitet wie die Kesseflicker, ist doch viel besser zu belügen und betrügen. Deshalb sage ich ja immer, lassen wir nicht zu, dass sie uns gegeneinander aufwiegeln, sondern halten wir zusammen. Diese ganzen Streitpunkte bei uns, wie Jung gegen Alt, Arbeitslose gegen Arbeitende usw. werden doch von unseren Politikern immer schön künstlich angeheizt. Deshalb sollte JEDER Mensch sein eigenes Hirn benutzen und über alles gründlich nachdenken und nicht jeden Mist, der von den Politikern in die Welt gesetzt wird, glauben. Dann werden wir es auch irgendwann schaffen, diese Fuzzies aus ihren schönen bequemen Sesseln zu jagen.

#464 Kassandra und
#466 Peter Fischer
Danke für den Tipp. Ich lese zwar jeden Tag die Beiträge auf den Nachdenkseiten, habe aber bisher noch nie darauf geachtet, dass es dort möglich ist sich zu vernetzen. Na da werde ich doch nachher gleich mal die Sache näher betrachten. Also vielen herzlichen Dank nochmals. Treffe ich Euch dort auch?

481 Felidea:
27. August 2009 um 14:19 Uhr @475 Rolf

Oh, ich kann das sehr gut nachempfinden. Aber haben Sie auch einmal versucht nachzufühlen, wie es sein muss, sieben Jahre in Guantanamo zu sitzen? Also nicht vor, sondern HINTER dem Gitter?

Wir fühlen uns von Terroristen angegriffen und versuchen natürlich mit allen Mitteln der Macht uns zu verteidigen. Und hin und wieder noch eine kleine Lüge um einen Vorwand zu haben andere Länder gleich mit zu attackieren (Beispiel Irak)

Jetzt betrachten wir die andere Seite: Völker fühlen sich von uns ausgebeutet. Wir entweihen ihre heiligen Orte. Wir versuchen ihnen gegen ihren Willen unsere Weltvorstellungen aufzuzwingen. Natürlich wollen auch sie sich dagegen wehren. Mit allen Mitteln die ihnen zur Verfügung stehen. Nun besitzen sie keine Panzerkolonnen oder Labore aus denen willige Söldner geklont werden. Sie haben auch keinen Flugzeugträger oder A-Bomben mit denen sie drohen könnten. Also machen sie das, was ihr winziges Arsenal hergibt.
Das ist eine Erklärung für diese verwerflichen Anschläge, aber selbstverständlich keine Entschuldigung dafür. Darüber besteht überhaupt kein Diskussionsbedarf. Aber wir machen doch das selbe!

Ich bin mir sicher, dass Sie selbst wissen, dass es der Politik nicht wirklich um den Terrorismus geht. Auch in Afghanistan geht es nicht um Menschenrechte, sondern um Schürfrechte!

Bei Gelegenheit sollten Sie einmal eine Kerze für die unschuldig in Gutanatano zu Tode gefolterten anzünden, nachdem Sie sich so innig mit dem von ihnen miterlebten Anschlag auseinandersetzen.
Ein Soldat aus Guantanamo sagte einmal in einem Interview: Wenn diese Leute, die wir hier her holen keine Terroristen sind, dann werden sie es spätestens sein, wenn sie dieses Lager wieder verlassen. Wenn wir WIRKLICh ernsthaft etwas gegen den Terror tun möchten, dann sollten wir endlich damit anfangen diese Menschen zu respektieren anstatt sie zu foltern!

482 Maximalia:
27. August 2009 um 14:32 Uhr @ 475 Rolf 1

Ihre Wertschätzung von Till Eulenspiegel teile ich voll und ganz. Damit habe ich sogar etwas mit Ihnen gemeinsam.

Und ich bin für Sie froh und das ist ehrlich, daß Sie dem Anschlag in Nairobi unversehrt entkommen sind. Noch eine Gemeinsamkeit!

Vielleicht könnten wir sogar noch Gemeinsamkeiten in der Definition von Terrorismus und Terroristenfinden! Aber damit endet die Gemeinsamkeit wahrscheinlich.

Ihre Deutung, daß es sich um sesselsitzende “Interpretationsfasler” handelt, ist Ihre Meinung, an der ich ein bißchen kratzen möchte.

Der Terroranschlag in Kenia hat nichts mit Irak und Afghanistan zu tun. Der Terroranschlag am 9.11.2001 hat nichts mit dem Irak und Afghanistan zu tun. Das ist erwiesen. Und ihre Verknüpfung, beinahe Terroropfer gewesen zu sein mit der Unterstützung des Afghanistankrieges ist nicht aufrechtzuerhalten.

Überall wo kriegerisches Handeln provoziert wird, stellt sich immer wieder nach dem ersten Schock heraus, sozusagen wenn der Nebel sich lichtet, daß sich ein völlig anderes Bild ergibt. Fast immer sind es die gleichen Verdächtigen, nur nicht die, die als Verdächtige vorgeführt werden.

483 Rolf I:
27. August 2009 um 14:37 Uhr

@ 478 Reini
Zitat: “Hat sich hier auch nur einer FÜR Terror ausgesprochen??” Zitat Ende.

Nein Reini, das hat niemand. Das habe ich aber auch nicht behauptet, oder etwa doch? Na also. Aber auch niemand hat sich eindeutig gegen die Terroristen verwahrt. Hier werden teilweise halbgare Interpretationen und lehrbuchhafte Definitionen von “Kreaturen” eingestellt.

Wissen Sie Reini, ich habe immer noch Bilder vor meinem inneren Auge, die einfach unbeschreiblich sind, wenn ich an diesen besagten 7.08.98 in Naiarobi denke. An die tierischen Schreie der Verstümmelten, an das Wimmern der Verletzten, an den Mann, der schreiend mir entgegen gelaufen kam und dessen Hand nur noch an einem Fleischfetzen hing, weil sie offenbar von fliegenden Glassplittern fast abgetrennt wurde. Soll ich weitermachen ?? Ich hätte da naoch so einiges. Das sind Bilder, die man nicht vergißt.
Und dann muß ich hier so einen gequirlten Schwachsinn lesen. Wenn Sie, lieber Reini, an meiner Stelle damals in Nairobi gewesen wären, würden Sie sich Ihren Kommentar in dieser Form gespart haben.
Und auf Ihre Frage “aber was willst du mit deiner Aussage bezwecken?” kann ich nur sagen, dass solcher Art Terrorismus nur abgelehnt werden kann. Da ist meine Einstellung absolut kompromißlos, dank eigenen Erlebens. Und das erwarte ich von vernünftigen Menschen mit einer pazifistischen Einstellung ebenso.

Die Frage, ob Soldaten, die irgendwo hingeschickt werden, auch Terroristen sind, ist philosophischer Natur. Darüber können wir bei Gelegenheit diskutieren. Es dient niemandem, diese Dinge zu einem einzigen Brei zu verrühren, was einige nur zu gerne täten.
Lassen wir das. Sonst wird die Blog-Moderation sehr zu Recht darauf hinweisen, dass wir uns hier vom Thema entfernen; obwohl das ja im weitesten Sinne dazu gehört, denn es ist EINE Facette des großen ganzen.

484 Hans-Olaf 27:
27. August 2009 um 14:43 Uhr

@475 Rolf I:

Da haben Sie aber Glück gehabt!
Die junge Muslima, die in Dresden gegen ihren Beleidiger im Gerichtssaal aussagen wollte, hatte dieses Glück nicht. Sie wurde von dem deutschen Terroristen im Gerichtssaal ermordet, ihr Ehemann schwer verletzt. Beide hatten auf die Wirksamkeit und Schutzfähigkeit des deutschen Rechtsstaates vertraut, leider vergeblich. Hat nun Ägypten, das Land aus dem die Beiden nach Deutschland kamen (sie Apothekerin, er Wissenschaftler), das Recht zur militärischen Intervention um hier neofaschistische Ausbildungslager zu bekämpfen, in denen solche Terroristen erzogen werden?

485 Erika K.:
27. August 2009 um 15:18 Uhr

@ 475 Rolf I.

Zum “linkslastigen” Blog: Ich kann nicht sehen, was gegen einen solchen sprechen sollte. Vielmehr sehe ich diesen Blog als Gegenstimme zu unserer gleich geschalteten und versteckt rechtslastigen Medienlandschaft.
Sie meinen, daß hier viele Blogger schreiben, die sich ihre Meinung im häuslichen Sessel oder auf den Internet-Seiten der ihnen jeweils nahestehenden Partei bilden. Wir wissen doch alle, daß die meisten Menschen in unserem Land sich ihre Informationen im heimischen Sessel bei den oben genannten Medien holen. Sollte Ihnen das etwa entgangen sein? Bei Ihnen scheint jedoch “kritisch” gleich “links” zu sein. Na dann….! Eine Frage zum Schluss: Woher beziehen Sie Ihre Informationen?

486 Till Eulenspiegel:
27. August 2009 um 15:39 Uhr

@ 475 Rolf I:
Lieber Rolf,
danke Ihnen für Ihre Einschätzung, auch in der Hoffnung, dass ich diese auch genauso bestätige. Deshalb habe ich meinen Beitrag an Sie – wie dargelegt – erst nach langer Überlegung eingestellt und mit der Frage bzgl. meines Verständnisses begonnen.
Ich kann durchaus nachvollziehen, dass man “Dinge” ganz anders betrachtet, wenn man davon direkt und selber betroffen ist. Dies gilt aber m. E. auf allen Gebieten. Und wer selber mal “Leid” – in welcher Form auch immer – erfahren hat, wird m. E. hoffentlich sensibler, aber hoffentlich auch verständnisvoller.
Vielleicht haben Sie – weil selber knapp einem Terroranschlag entgangen – Ihren Beitrag deshalb so ( u. U. emotional) verfasst, wie er mich eben auch in Ihrer dargelegten Aussage und nicht anders zu verstehenden Schlussfolgerung überrascht, bzw. betroffen gemacht hat.
Wie mich auch Ihr neuerlicher Absatz – “Auch merkt man, dass hier sehr viele Blogger unterwegs sind, die sich ihre Meinung im häuslichen Sessel oder auf Internet-Seiten der ihnen jeweils nahe stehenden Partei bilden.” – wie soll ich sagen? Irritiert?! Nein, eigentlich macht mich auch so ein Absatz “betroffen”, denn ich versuche zu verstehen, WAS mir Menschen sagen wollen.
Der Versuch, nicht nur schwarz-weiß, gut-böse zu denken gelingt m. E. eben auch nur dann, wenn man – trotz direkter und eigener Betroffenheit – das Leben als Ganzes betrachtet.
Und so versuche ich zumindest Unrecht und Unmenschlichkeit auch dann genau so zu benennen, wenn ich davon auch im Moment nicht direkt betroffen bin. Denn für mich bleibt Unrecht Unrecht und Unmenschlichkeit Unmenschlichkeit, egal in welcher äußerlichen Form man diese begeht. So lasse ich mich eben auch nicht von äußerlichen Erscheinungsformen, von SCHEIN”heiligen” Predigern oder Moralaposteln beeinflussen. Sondern ich versuche dahinter zu kommen, was will man mir warum und weshalb genau so sagen.
In diesem Sinne
Gruß Till, der Eulenspiegel

487 Redaktion ANNE WILL:
27. August 2009 um 15:40 Uhr

An dieser Stelle beenden wir die Diskussion und danken für die Kommentare.

Redaktion ANNE WILL