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Es war nicht das erste Mal in der Geschichte des SC Watt’n Scheiß 09, daß der Verein die höchste Niederlage seit Bestehen kassierte.

Doch dass es diesmal ausgerechnet gegen den Erzrivalen Erzgebirge Aua geschah, war besonders bitter. Erzgebirge Aua hatte nämlich zuvor den Landeslinguisten NLP-PLP-EPP-N- Ennepetal aus dem Turnier geworfen, der sich gerade erst von der ersten Liga verabschiedet hatte. Und dass diese Tatsachen auf der Hand liegen ist doch genauso klar, wie die Tatsache, dass sie nicht von der Hand zu weisen sind. Auch der Schiedsrichter ist damit einverstanden; er hatte sich gestern noch in einem Leserbrief an uns gewandt: „Dieses Spiel werde ich nie vergessen“, schrieb er, „und wenn dann kann ich auch nichts dafür.“

Während nun also der Torhüter noch hinter seinem Tor ein paar Gänseblümchen pflückte, um ein Sträußlein für sein Frau zusammenzustellen, versuchte die gegnerische Mannschaft von ganz weit hinten das leerstehende Tor zu treffen. Jeder durfte es mal versuchen aber keiner wollte so richtig treffen. Dann wurde der Ball mit ganz viel Effekt in den Strafraum gezwirbelt, wo auch schon der Stürmer stand und für die Dame vom Dopingtest noch schnell in den Becher pinkelte.

Dann nahm er den Ball direkt aus der Luft an, schoss ihn in dieselbe wieder hoch, um ihn sogleich mit einem gekonnten Rückfall-Zieher anzunehmen und elegant wie ein Balletmännchen auf das Tor hin zu schießen. Doch der Torwart war schon wieder zurück und konnte den Ball mit einer herrlichen Glanzpomade vereiteln.

Der Stürmer wurde nach diesem gescheiterten Rückfall-Zieher gleich wieder in die Spiel-Praxis eingewiesen, wo er heute noch kuriert wird.

Von Stanislaus Zurtelbeck

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