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Nach dem heutigen Spiel zwischen den beiden Mannschaften da unten auf dem Feld führte Günter Netzball ein exkursives Interview mit sich selbst. Auf seine Frage hin, ob sich mit  durch Veränderun runder in eckige Eckbälle im Fußball künftig etwas ändern werde, schüttelte er nur verständisvoll den Kopf:

„Nein doch sicher, natürlich wird sich etwas ändern, wieso sollte sich was ändern, wie kommen sie denn darauf. Aber diese Frage ist auch nicht gleichberechtigt mit Ja oder Nein zu beantworten. Und wenn Sie sich nicht etwas mehr Mühe mit Ihren Fragen geben, sage ich künftig gar nichts mehr. Daher lassen Sie mal lieber mich die Fragen stellen, ich bin schließlich auch der Dellinquent vor dieser Kamera.

Wenn Sie mich fragen: Wird sich nicht im Fußball künftig etwas ändern und wenn nicht, warum nicht, falls nicht doch gleich, weshalb dann nicht sofort? Dann sage ich, ganz gewiss wird sich der Fußball ändern, zumindest transformieren. Dieses ist ein Novum in der Historie des Fußballspieles. Dieses sollten Sie doch wissen. Der Spieler von Morgen früh muß umdenken. Heute muß nicht mehr das Runde in das Eckige, sondern das Eckige muß in das Eckige. Aber dieses ist nur eine Phase des Übergangs.

In nicht allzu naher Zukunft werden die Bälle wieder rund sein, aber auch die Tore werden rund sein. Nämlich so, dass Latte und Pfosten eines sind und so rund dastehen werden, wie ein gut geöltes Rhönrad, worein man den Torwächter direkt befestigen kann. Die Hintertorkameras werden abgeschraubt und heimlich an die Eckfähnchen befestigt werden, doch auch dieses ist nur ein Übergang. Bald werden die Seiten gewechselt und die Fernsehteams sich gegenseitig filmen. Der Fußball, die rundeste Sache der Welt, wird nur noch von der hochentwickelten Spezie Fanaticus verstanden werden. Der Fußball wird die Politik des Friedens und ich werde der Botschafter sein! Wenn Sie sonst keine Fragen mehr an mich haben, betrachte ich dieses Interview als beendet. Doch Sie müssen zuerst gehen. Vor davonlaufender Kamera sind Sie sowieso nicht so attraktiv wie in meiner Realität.“

Von Stanislaus Zurtelbeck

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