Schlagwörter

, , , , , , , , , ,

Am liebsten möchte man heutzutage in den Wald gehen und den Bäumen dabei zuschauen, wie sie sich mit Blättern schmücken und die unzähligen Tiere und Vögel den Wald beleben. Das kann man tun und soll man auch tun, aber man darf nicht so tun, als sei die Welt außerhalb des Waldes ebenso friedlich.

Man kann auch gar nicht so tun, wenn man mal wie ein Häschen die sensiblen Löffelchen in den Wind hält. Und dabei kann man sich kaum davor schützen, was fern der wunderbaren Umgebung in manchen Hirnen gedacht und geplant wird. Es gibt Menschen, die beharren so sehr auf die Aufrechterhaltung ihres trügerisches Selbstbildes inmitten einer altbewährten Ordnung und glauben, sie seien darin eine verantwortungsvoll handelnde, weil ausreichend entscheidungsbefugte Person, daß sie mit aller Macht daran arbeiten, nicht zu merken, wie wenig sie sich vom klassischen Diktatoren unterscheiden.

Wie man es auch in kleinen Strukturen und selbstvortäuschenden Ebenbildnissen bei 11 von 6 Menschen in abgeschwächter Weise ähnlich findet, so ist eben auch bei diesen, den großen Unterdrückern, ein überquillendes Ego dabei, andere Egen zu kontrollieren und zu unterdrücken, indem sie selbst ihre eigene lichte Seelenseite unterdrücken, bis sie dann im Zweifelfall die ihre samt die der anderen zerstören.

Davon, daß schon längst ein frischer Wind weht oder ein neuer kosmisch ätherischer Wunderhauch (eine neue Energie möchte man fast sagen), davon bekommen sie nichts mit und wollen nichts davon mitbekommen, weil sie dann im Zuge ihrer Entfaltung die eigene Position aufgeben oder wenigstens hinterfragen müßten. Was kümmert es dich also – dein Geld wird flöten gehen und dein Gold dich nicht viel weiter bringen, wenn die großen Tore geöffnet werden. Sicherheiten gibt es nicht, verlass dich darauf.

Egal, was manche also Gutes für die „Gemeinschaft“ (ihrem schlechten Gewissen gegenüber derselben) tun oder nicht tun, es hat keinen Wert, wenn sie nicht mitbekommen, was außerhalb dessen tatsächlich, wirklich oder gar wahrhaftig geschieht. Davon bekommen sie nichts mit, weder von der hellen neuen Kraft im Äther, noch von den Lügen der Weltengemeinde bekommen sie etwas mit. Diese werden ihnen als Wahrheiten verkauft, was eben nur geschieht, um das Bewußtsein aller Wahrheitslügenkonsumenten niedrig zu halten; doch wenn überhaupt irgendetwas wahr ist, so ist, von dem was der öffentlichen Meinung eingeimpft wird, immer nur das Gegenteil wahr. Oder es ist zwar wahr, doch gänzlich ohne irgendeinen Wert für das Fortbestehen einer freudig friedlichen Gesellschaft. Schau also lieber an der Materie vorbei, denn es ist nicht alles Gold, was glänzt, und auch an der Information, die deine Aufmerksamkeit dorthin lenkt, schau vorbei, vielleicht siehst du dann einen Hoffnungsschimmer.

Hierbei ist es manchmal nicht einfach, das eher harmlose von dem eher verheerenden Gedankengut unterscheiden zu können und leider ist der Äther derzeit geradezu überladen von umherschwirrenden pestiziden düsteren und gefährlichen Gedanken, daß ein sensibles Häschen mit gespitzten Ohren sich am liebsten wieder ganz geschwinde im Erdenloch verkriechen möchte.

Dabei ist es doch gleichermaßen so wunderbar hier draußen an der Luft, die Aussicht wieder klarer und hinter dem Frühlingsnebel tanzen Silhouetten vielversprechend freudig mit den Zukunftsträumen unserer Seelotionen.

Fröhliche Funken blitzen im Himmelszelt, daß man fast denken will, hier kömmt gerade das Raumschiff Enterprise angefahren und lasert und fasert unsere Sklavenhalter entzwei. Doch vielleicht sind es auch ferne Lichtpunkte, die wie ein Nadelöhr neben dem anderen Nadelöhr von Zugängen in neue Dimensionen erzählen, daß wir am liebsten schon heute auf einem Kamel dort hindurch reiten möchten. Denn neben allem Greuel ist doch zugleich dieses unbestimmte Gefühl vorhanden, daß alles gar nicht so düster ist, wie es derzeit tatsächlich ist, wenigstens nicht am Ende des Tunnels.

Das Licht dort würden wir so gerne verinnerlichen, oder darauf zugehen, dem begegnen, es geschehen lassen, im Wechselspiel von Innen nach Außen und umgekehrt leuchten lassen, während wir frei wie der Adler am Himmel kreisen. Doch immer wieder kommt eine Wolke angefahren, die ein größenwahnsinniges Hirn sich ausgedacht hat oder mehrere Hirnis, die gemeinsam an einem runden Tisch sitzen und entweder ihre Orden polieren oder ihre geheimen Abzeichen. Mit Zahlen spielen sie, denn sie haben Kenntnis davon. Mit dem Wetter spielen sie, denn sie haben Kenntnis davon. Mit Formel spielen sie, denn sie haben Kenntnis davon.

Doch du hast bessere Kenntnis davon, großer Manitou. Allerdings wirst du ihnen wohlweislich natürlich keinen Strich durch die Rechnung machen. Du wirst ihnen die Gedanken ihres kranken Geistes bestätigen und ihnen zuflüstern, daß ihre Rechnung aufgehen wird, damit sie denken, sie hätten es gut gemacht. Du wirst ihnen mit goldener Tinte die Note 1 unter ihre Taten und Pläne drunterschreiben. Und sie werden vor Stolz platzen und lachen und sagen: „Ja, wir sind bestätigt worden, wir sind die unangefochtenen Weltführer.“ (Die sich unvorgesehener Weise nun mit den anderen ebenfalls unangefochtenen Weltführern fechten müssen, das ist hoffentlich der Trick dabei) „Ja, wir sind die Auserwählten, die die Menschheit führen und in unseren Hallen sollen sie kaufen und sich verkaufen, sich steuern und versteuern lassen. Wir haben mit goldener Tinte die Note 1 unter unsere Taten geschrieben bekommen, Taten, die manchmal auch Opfer forderten – meist währenddessen, oftmals nachher, im großen Stil, im Anflug eines Völkermordes und manchmal auch vorher, im Kleinen, als Initiationsritus. Was soll es, die anderen haben das ja auch so gemacht.“

Und sie alle werden ihre guten Noten zehnmal lesen und vor Stolz wird ihnen die güldene Tinte in den Augen widerleuchten, sie werden sie mit den Fingern streicheln, mit ihren gespaltenen Zungen ablecken und dann werden sie an dem Gift in diesem fälschlich leuchtenden Gold krepieren.

Mehr hätte ich für heute nicht zu übertreiben.


Werbeanzeigen