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Bald ist es Frühling. In einigen immerwährenden Büschen und im Dickicht der Tannen regt sich bereits etwas. Und im Pazifik ist ein Vulkan ausgebrochen. Auf dem Meeresgrund.

Und alles friedlich abgelaufen. Ein pazifistischer Vulkan also.

„Als Pazifismus bezeichnet man eine ethische Grundhaltung, die den Krieg prinzipiell ablehnt und danach strebt, bewaffnete Konflikte zu vermeiden, zu verhindern und die Bedingungen für dauerhaften Frieden zu schaffen. Pazifisten sehen Krieg … nicht als legitimes und wirksames Mittel der politischen Auseinandersetzung und Interessendurchsetzung an. Sie lehnen jede Form bewaffneter Konfliktaustragung, oft auch militärische Selbstverteidigung, ab und setzen stattdessen auf dauerhafte internationale Konfliktregelungen … Der Ausdruck Pazifismus ist abgeleitet vom lateinischen Substantiv pax für „Frieden“ (Genitiv pacis) und dem Verbum facere für „tun, machen, herstellen“. Im klassischen Latein gab es Komposita dieser beiden Worte wie pacificus – „Friedensstifter“ – oder pacificare – „Frieden schließen; befrieden, besänftigen“. (Quelle: wikipedia)

Schön schön. Da zeigt uns die Natur wieder einmal, wie man es auch machen kann. Und wenn sie mal keine Gnade kennt, kann man es ihr auch nicht verübeln. Ich würde auch irgendwann sauer werden, wenn mich andauernd einer zumüllt.

Jedenfalls könnte man ihre Hinweise mit Pax und Paz ruhig mal annehmen. Denn demnach sollte es wenigstens im Pax-ifik nie einen Krieg geben. Allerdings ist seit der Neueinführung des Neusprech a la Orwell („Krieg ist Frieden“) ja auch nicht mehr auszuschließen, daß jemand von sich glaubt, er wäre dazu in der Loge, einen friedlichen Krieg zu führen. Ich meinte natürlich in der Lage.

Und den Pazifikkrieg oder den sogenannten pazifischen Krieg hat es schon längst gegeben.

Der „… begann in Asien mit dem Ausbruch des Zweiten Japanisch-Chinesischen Krieges am 7.7. 1937. Nach dem japanischen Angriff auf Pearl Harbor am 7.12. 1941 traten am Folgetag die USA in diesen Konflikt und damit in den Zweiten Weltkrieg ein. Weitere beteiligte Länder in diesem Kriegsgebiet waren Großbritannien, Australien, Neuseeland und die Niederlande. Auf Seiten Japans erklärten im Kriegsverlauf einige der von ihnen besetzten Länder den Alliierten den Krieg.“ (Quelle: schon wieder wikipedia)

Soweit der Exkurs. Der pazifische Vulkanausbruch jedenfalls war eher ein pazifistischer Vulkanausbruch. Vielleicht war es auch einfach nur ein Vorbote des Frühlings. Denn es ist ja bald Frühling. In einigen immerwährenden Büschen und im Dickicht der Tannen regt sich nämlich bereits etwas, wie gesagt.

Manche Vögel bereiten schon ihre Nester vor. Aber noch ist es gar nicht soweit, daß man von einem Frühling sprechen könnte. Zwar beleben die Bäume sich schon und werden belebt. Doch bieten sie noch nicht genügend Schutz. Für die meisten Nester, die gebaut werden wollen, gibt es noch nicht ausreichend Schutz vor den Raubtierrudeln. Und selbst bei nur einem Raubtier bräuchte man mindestens 1000 grüne Blätter Schutz.

Bisher zeigen sich nur ein paar Blätter. Bald werden sie wachsen, anfangs nur wie eins nach dem andern, dann schon wie alle zugleich. Solche natürlichen Erscheinungen sind nicht zu leugnen. Es steht sogar schon in den Zeitungen, den anderen Blättern. Und wenn die es schon schreiben, dann ist es wohl so unabwendbar, daß es sich nicht mehr verschweigen läßt, wie die Blätter wachsen und damit auch die Nester und die neuen Vögel kommen. Noch aber verhalten sich die Blätter.

Wie verhalten sie sich? Ruhig? Das scheint nur so. Die Kraft geht von den Wurzeln aus. Hier und da versammeln sie sich bereits. Aber es ist noch früh. Es ist ja noch nicht einmal April oder Mai; geschweige denn Juni. Man kann aber sicher sein, daß der Frühling vor dem Sommer kommt. Und im Sommer wird es wahrscheinlich heiß. Vielleicht nicht so heiß wie in einem Vulkan.