Schlagwörter

Mit welch unbeschmutztem Bewußtsein, welch lieblichen Hirnen und welcher göttlichen Freude im Herzen könnten die Kinder sich doch erfahren, wenn sie vom ersten Tag an nicht vom universell-galaktischen Lernprozess ausgeschlossen werden würden.

Lernen bedeutet zunächst einmal, zu verstehen, das Lernen richtig anzugehen, das kindliche Auge nicht zu verlieren, während wir gleichzeitig der Reife und dem Verantwortungsbewußtsein entgegenwachsen. Ich meine natürlich universelle Reife und göttliches Verantwortungsbewußtsein und nicht den Quatsch der in den Erziehungs- und Schulbüchern steht. Jeden Tag sind wir das Kind, das gerade erst zu lernen beginnt.

Vielleicht werden auch immer mehr Leute sich den Aufgaben stellen, die wir als Menschen eigentlich haben, statt nur Aufgaben zu vergeben, was hier auch heißt: bloß weiterzugeben, sie in Form anderer Aufgaben an die Kinder, die ja lernen sollen, zu übertragen, um bloß nicht zu gewahren, daß man einst etwas ganz anderes zur Aufgabe gezwungen hatte, nämlich das eigene Kind im Innern.

Doch welch ein Unsinn das meistenteils doch ist, dieses Lernen nach den Regeln der Entwachsenen, Regeln, die Irgendwer einmal aufgeschrieben hat und irgendein Nächster ans aktuelle trugschlüssige Weltbild angeglichen hat. Doch diese Regeln dieser Erwachsenen sind von der Reife und dem Bewußtsein für Verantwortung, so wie du es einst noch kanntest, liebe alte Menschheit, weit entfernt. Und so können auch die Aufgaben, die nach solchen Regeln gestellt werden, niemanden weiterbringen. Schon gar nicht ein Kind, das gerade erst damit beginnen möchte, seine Fähigkeiten zu entwickeln; Fähigkeiten, Befähigungen, die im Seelencharakter schlummern und die nur geweckt werden müssen, nicht neu erlernt werden müssen, schon gar nicht als neu erlernte Fähigkeiten, die überhaupt nichts mit unserem Seelenwesen zu tun haben, die uns aber aufgezwungen werden und mit welchen wir irgendwann als orientierungslose Erwachsene in Auslebung unseres Fremdbestimmtsein weiteres Übel in allen Richtungen verbreiten, sei es nun in überheblicher Manier von oben nach unten herab, gegen die Kinder und Unterstellten, oder geduckt und gebückt nach oben herauf, unterhalb von Gott oder anderen Vorgesetzten, denen zu dienen wir uns zum Wohle der Gesellschaft ach so verpflichtet fühlen.

Und so geschah es, während ich hierzu meine alten, zerstaubten Schriften und Reden nach weiteren Vergleichen durchsuchte, die ich in diesem Artikel verwenden wollte, daß ich ausgerechnet in einer TV Sendung auf ähnliche kruden Gedankengänge stossen sollte. Diese Gedanken sind natürlich nicht allein auf meinem Mist gewachsen, sondern vielmehr und insbesondere von denen erstmalig erdacht worden, die in der Gesellschaft selten ein hohes Ansehen genossen oder gar von ihr geächtet wurden, obschon sie Akademiker waren, innerhalb ihrer Kreise allerdings kaum bis keine Anerkennung erfahren hatten.

In jener TV-Sendung aber sprach diesmal kein Akademiker, sondern schlicht ein hochbegabter Autist. Allerdings muß man gleich dazusagen, daß die allgemeine Definition über den Autismus zur Erfassung des Gesamtkomplexes nicht ausreicht. Der Autismus ist laut Duden eine „[krankhaft gesteigerte] Selbstbezogenheit und Kontaktunfähigkeit“. Und derartige Verhaltensstörungen werden von uns supergesunden, überhaupt gar nicht selbstbezogenen, absolut komplexfreien und vollkommen kontaktfähigen Individuen natürlich überhaupt nie in alle Richtungen ausgelebt; ja, wo kämen wir denn dahin. 

Ohne nun aber dieses (und das andere) Krankheitsbild verharmlosen zu wollen, möchte ich nun von den sogenannten Savants erzählen, die zwar autistische Verhaltensmerkmale aufweisen, allerdings aufgrund ihrer zusätzlichen, seltenen und außergewöhnlichen Fähigkeiten den schlichten Autismus weit hinter sich lassen – und hierdurch, in gewisser Weise, aufzeigen, daß die sogenannten geistig gesunden Menschen im Grunde genommen nur eine Form von weiterentwickelten Autisten darstellen – solange sie eben ihre savantischen Fähigkeiten nicht wenigstens ein bißchen entwickelt haben.

Einer dieser Savanten war also bei Beckmann eingeladen. („Beckmann“ wird später einmal eine seinerzeit bekannte Fernsehtalkshow gewesen sein) Da der Savant Engländer ist, hat er übrigens eigens für das Interview innerhalb einer Woche Deutsch gelernt. Das ist sozusagen sein Fachgebiet, Sprachen lernen, von denen er mit gerade mal 30 Jahren schon mindestens sieben fließend spricht, darunter auch Isländisch, was er ebenfalls in einer Woche „gelernt“ hat.

Grammatikbücher lesen und Vokabeln pauken hat der Savant beim Erlernen der Sprache übrigens nicht als notwendig erachtet.

Das ist ja auch verständlich; wer will schon Grammatiktests und Vokabelabfragen unterzogen werden, wenn er eigentlich nur eine Sprache in ihrem ganzen Wesen verstehen lernen will und am liebsten sofort lospalavern möchte, ohne bei jedem kleinen Fehler eins auf die Finger zu bekommen. Und ob der Einsatz eines Lineals/Rohrstocks zum Auspeitschen für den beurteilten Geist weniger gesund ist, als die Vergabe erniedrigender Noten wie „ungenügend“ oder „mangelhaft“, wage ich auch zu bezweifeln; meines Verachtens ist es beides der gleiche schadhafte Unfug. (Denn das sind sie in meinen Augen, die Rohrstockschwinger und Notenvergeber in Ausübung ihrer Tät(l)igkeit: unbefugt.)

Dieser internationale Savant jedenfalls ist außerdem im Kopfrechnen ziemlich gut, das heißt, er rechnet mit Zahlen, die so viele Stellen hinter dem Komma haben, wie dieser Satz Buchstaben vor und hinter den Kommata-taten hat. Außerdem gehört er zu den wenigen Autisten, die mit anderen durchaus gut kommunizieren können und zudem sich ihrer unerklärlichen Fähigkeiten überhaupt bewußt sind. Er hat zum Beispiel auch ein Buch geschrieben, das davon erzählt, wie er lernt und was dabei passiert. So sagte er auf die Frage hin, wie man eine Fremdsprache erlernen sollte, den folgenden revolutionären Satz, den ich nun mit ganzer Inbrunst an das Gebälk nageln möchte:

„Sehr wichtig ist: Vergessen Sie was Sie in der Schule gelernt haben. Die Lernmethoden in der Schule sind sooo langweilig und nicht natürlich, nicht intuitiv. Stattdessen muß man Spaß haben, keinen Stress.“

Außerdem empfiehlt er für diesen Zweck Kinderbücher zu lesen und eine Sprache so zu lernen, wie man seine Muttersprache gelernt hat. Intuitiv eben.

Denn wenn man davon ausgeht, daß alle Menschen irgendwie von Gott geformt sein sollten und alle Sprachen dieser Welt – oder doch wenigstens die der UrChristen – demzufolge eigentlich unsere Muttersprachen sein müssten, dann haben wir hier vonseiten des Savants einen verborgenen, aber großartigen Hinweis zum Erlangen einer absolut wesentlichen Erkenntnis erhalten, die uns auf dem Weg zur Entdeckung unseres göttlichen Wesens einen ganzen Schritt hätte näher bringen können.

Weitere Zusammenhänge gehen gar bis über den durch pures Nachdenken einsehbaren Erkenntnishimmels hinaus; denn, so sagte der Savant desweiteren:

„Ich glaube, daß jeder Mensch mit einem Gefühl, einer Intuition für Sprache und für Zahlen geboren wird – aber es geht verloren, mit dem Alter verloren, aber auch in der Schule, weil die Lehrmethoden so dumm sind.“

Tja, was nun? – Wenn laut mancher Wissenschaft alles im Grunde auf Sprache basiert und alles per Zahlen definiert werden kann oder auf das Zahlensystem in logischer wie auch magischer Weise beruht, dann frage ich mich, was da noch alles frühzeitig verloren geht und was das „Älterwerden“ dann aus dem Verlorenen macht, insbesondere dann, wenn das weitere Denken von Ängsten begleitet wird und Eitelkeit das Tun bestimmt. Denn dumm sind nicht nur die Lehrmethoden, sondern auch viele andere Ausdrucksformen unserer Gesellschaft, wenn man sich das einmal genau ankuckt. Ich zum Beispiel habe mich schon immer gefragt, was das für ein idiotisches Spiel sein soll, wenn ich diesen alltäglichen Wahnsinn in den Städten, Einkaufszentren, Banken, Vergügungsparks, Autobahnen betrachte. Wäre mein Autismus noch ein wenig ausgeprägter, mein Asbergersyndrom noch etwas trainierter und mein angeborener Hang zu außergewöhnlichen Fähigkeiten noch mehr gefördert worden, so würde ich an der Logik dieses Systems wahrscheinlich restlos verzweifeln und mich bald komplett in mich selbst und meine geordnete Welt zurückziehen, wie ein Autist eben.

Natürlich darf man nicht übersehen, daß viele Autisten unter Zwängen leiden, die ein vermeindlich gesunder Mensch nicht hat, zumindest nicht haben möchte und schon nicht haben dürfte, solange er in dieser Gesellschaft zurechtkommen wollte. Natürlich sind 98% aller Autisten völlig von unserer Welt abgekapselt, leben zurückgezogen in ihrer Gedankenwelt (was ich gut verstehen kann), während sie im Alltag auf die Hilfe anderer angewiesen sind. Natürlich haben die meisten Autisten auch ein auffällig ausgeprägtes Bedürfnis nach einer bestimmten Routine und einer strikten, klaren Ordnung im Alltag, bzw. gibt es im Grunde nichts anderes als einen solchen strukturierten Alltag.

Autisten haben natürlich außerdem eine ausgeprägte Fähigkeit etliche Details aller ihnen augenblicklich vorliegenden Objekte wahrzunehmen, jedoch beschränkt auf den gerade in Betrachtung gezogenen Bereich. Zwar können sie einen ebenso guten Blick für ein größeres Ganzes haben und das Gesamtgefüge in der Gesamtstruktur vollständig erkennen, gar sämtliche ineinander spielenden Abläufe mit einem Blick erfassen und die jeweilege innewohnende Logik nachvollziehen; doch dies nur aus der sicheren Distanz heraus; befinden sie sich innerhalb dessen, so kommen sie kaum darin zurecht. Hierfür mangelt es ihnen an anderen Fähigkeiten und sie haben Schwierigkeiten bei den Verrichtungen, die für Nicht-Autisten in aller Regel einfach auszuüben sind. So zum Beispiel Auto fahren, Einkaufen gehen, Papierkram erledigen, Konversation betreiben und so weiter.

Dieser ganze idiotische Unfug eben.

Über diese „skills“ verfügen Autisten und Savanten nicht, während sie in ihrem eigenen wundersamen Bereich wiederum oftmals zu Glanzleistungen fähig sind.

So sind es, natürlich, die einfachen Dinge des Lebens, die sie nicht bewältigen können und natürlich ist das auch eines der Merkmale, das zum Krankheitsbild eines Autisten gehört. Eines Krankheitsbildes, das sich natürlich schon sehr früh zeigt, besonders bei den Autisten, die – natürlich – von Geburt an, eigentlich über ganz besondere Fähigkeiten verfügen.

Natürlich erfordert es auch eine andere Art der Synästhesie,

Synästhesie [(von altgriech. Συναισ άνομαι „mitempfinden“ oder „zugleich wahrnehmen“) bezeichnet hauptsächlich die Kopplung zweier physisch getrennter Domänen der Wahrnehmung, etwa Farbe und Temperatur („warmes Grün“), im engeren Sinne die Wahrnehmung von Sinnesreizen durch Miterregung eines Sinnesorgans, wenn ein anderes gereizt wird. Menschen, bei denen derart verknüpfte Wahrnehmungen regelmäßig auftreten, werden als Synästhetiker bezeichnet.]. wiki

Natürlich, wollte ich sagen, erfordert es auch eine andere Art der Synästhesie, innerhalb der Autofahrerwelten und Einkäuferwelten zurecht kommen zu können, wenn man in einer ganz anderen Welt lebt; vielleicht in einer Welt, die nicht eingebunden ist in eine Welt, die eingebunden ist, in eine Welt, die wiederum eingebunden ist in eine Welt. Eine Welt, in der kein normaler Mensch, der wirklich mal logisch in universell-galaktischen Zusammenhängen denken würde, jemals zurecht kommen könnte, wenn er ursprünglich bei sich selbst geblieben wäre und dieses Selbst um keinen Preis aufzugeben gewillt ist.

Natürlich können diese Menschen in dieser Form nicht zurechtkommen, die erstens mit der eigenen Urform wenig gemein hat und zweitens keinen Sinn ergibt, wenn man alleine nur bedenkt, wie idiotisch vieles von dem ist, was die Menschen überall tun und obendrein, wie sie es tun und hierbei auch noch meinen, sie seien die Gesunden;

und natürlich können die davon Entfernten den selbst ernannten Gesünderen nicht konkret mitteilen, wo das Problem im Grunde viel eher liegt, da ihnen ja die notwendigen communication-skills dazu fehlen, die man doch mittlerweile an jeder Berufsschule lernt. Natürlich, nein, selbstverständlich können Autisten und Asberger an sowas nicht teilnehmen, denn sie sind ja die Kranken in einer gesunden Gesellschaft. Nicht aber, daß wir hiermit sagen wollen, daß jene krank sind, weil wir gesund sind; und nicht aber, daß wir hiermit sagen wollen, sie könnten ebenso vermeintlich gesund sein, wenn nur unser aller Umfeld aus unempflindlichen Gründen nicht so krank geworden wäre, und dem Äther geht es ja auch schon länger nicht mehr so gut.

Krank ist selbstverständlich diese in unnatürliche Strukturen eingezwängte Gesellschaft, besonders solange sie sich nicht als ins universell-galaktische Prinzip eingebunden erkennt und die von dort bekräftigten Selbstheilungskräfte nicht aktiviert. Und das muß bereits im Kleinsten erkannt werden, also in jedem Einzelnen durch jeden Einzelnen, denn der Pol seiner Seele ist nicht ausgerichtet, wenn er es nicht erkennt und am großen Ganzen baumeln alle Details bis hin ins kleinste Mark, das kennt man doch schon aus der Biologie.

Wäre eine natürliche Ordnung gegeben, dann wäre es eine, innerhalb derer sich auch die Autisten aufgrund ihrer besonderen Begabung natürlich bestens orientieren könnten. Ist dieser Ordnung jedoch aus dem ganzen Zusammenhang gerissen, und zwar schon im Detail, also im Kleinsten wie im Großen, dann kann es derjenige natürlich nicht verstehen, der eine geheimisvoll organisierte magische Ordnung in vielen Dingen normalerweise auf Anhieb erkennt.

Demgegenüber ist es natürlich unmöglich in einer Welt klarzukommen, die von selbstüberzogenen Idioten nur so übersät ist und die wenigsten Menschen ihren Sinn für Intuition und Synästhestik entwickelt haben. Und weil das ganze Konstrukt eine einzige Heuchelei ist, begleitet von der Angst vor dem inneren Selbst, kann man sich als anständiger Autist oder mit anderen Krankheitsbildern benannter Mensch, samt seiner Fähigkeiten in so eine Welt natürlich nur schwerlich einbringen, während der Gesunde sich sogar beim Sommerverschlußverkauf extrem sozial verhält, sich überall einbringt und hierzu indirekt auch mal Kriege, Opfer, Ungerechtigkeiten und Kompromisse in Hungerfragen befürworten muß, wenn er sich anderswo sozial engagiert und sich manchmal der höheren Gewalt fügen muß, zum Beispiel, wenn er mal wieder im Stau stecken bleibt.

Natürlich muß, bei einer Gesellschaftsform, die im Kern krank ist und in ihrem Tun und Gehabe Aller für den Einzelnen keinen Sinn ergibt, keine urwüchsige Logik besitzt und sich darin keine Verbindung zum Ganzen feststellen läßt, der Kern aller Probleme der Menschheit irgendwo anders verborgen liegen, woraufhin man sich halt auf eine pingelige Detailsuche begibt, die dann ebenso sinnlos erscheint.

Natürlich kann man das große Ganze nicht begreifen und darin nicht agieren, wenn doch eigentlich alle Details das Ganze ergeben sollten, die meisten Details aber idiotische Konstrukte der Einzelnen sind, obwohl doch naturgemäß kein Detail je mehr Bedeutung haben dürfte als das andere und normalerweise alles verknüpft sein müßte mit allem.

Natürlich erschaffe ich mir als naturgemäß hochbegabter, also nach dem Ebenbild Gottes erschaffener Mensch, einen Bereich, in dem das noch funktioniert, was irgendwie genial an der ganzen Sache war.

Wie soll man auch die Verknüpfungen erkennen, die Logik darin und die überdimensionale Magie aller Verbindungen ins All, wenn man von selbstkonstruierten, idiotischen und heuchlerischen Denk- und Handelsvorgaben nur so zugemauert ist, an der Erkenntnis vorbeigeführt wird, und sich über Aufgaben, Tätigkeiten, Werte und Pflichten definieren soll, denen normalerweise nur ID-ioten nachfolgen würden, die aber unter dem Deckmantel, man diene einer menschlichen, wohlwollenden und im besten Sinne fortgeschrittenen Gesellschaft, während der ganze Haufen in Wahrheit nur eine angstverschwitzte Zwangsjacke trägt, auf die das Bild des Unaussprechlichen eingebügelt wurde, nach dessen säuselnder Pfeife wir Demgleichen bloß in den Abgrund hinterhertanzen.

Was dann wiederum natürlich irgendwann trotzdem zum Einsturz des ganzen Trugbildes führen dürfte.

Werbeanzeigen