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Viele Menschen beginnen auf einmal wieder bewußter zu leben, doch nicht allein, weil sie Körner essen und Sprit sparen, energiesparende Glühbirnen kaufen, etc., sondern zunächst dadurch, daß sie sich ihrer Zugehörigkeit zum großen Universum bewußter werden und dies dann auf Irden verschiedenartig umzusetzen versuchen.
Und was die Glühbirnen betrifft: Energiesparende Glühbirnen verbrauchen zwar weniger Energie, sie strahlen jedoch mehr Elektrosmog aus, als herkömmliche Glühbirnen und man kann es sogar selbst nachmessen. Elektrosmogmesser bekommt man mittlerweile in jedem Baumarkt, von dort kann man auch einen Radiowecker mitnehmen und feststellen, daß er etwa soviel Elektrosmog wie ein PC-Bildschirm ausstrahlt. Zusatzstoff 2009: Zeit dieses Schreibens war noch nicht bekannt, daß Jahre später die gute alte Glühbirne abgeschafft werden sollte, um den Haushalten eiskalte Giftleuchten ins allmählich aufleuchtende Bewußtsein zu drehen. → Zusatzstoff 2011: Nun ist es offiziell geworden, in den Medien kursieren vorsichtige Meldungen wie: „Energiesparlampen geben in Betrieb offenbar giftige Stoffe ab“… „Ist die Energiesparlampe etwa krebserregend?“ … etc.
Viele dieser Menschen beginnen wieder auf ihre innere Stimme zu hören (oder macht sich die Stimme vielleicht verstärkt bemerkbar?) und eine Verbindung herzustellen, zu dem Echo des Übersinnlichen, das wir nur so nennen, weil wir noch nicht erkannt haben, daß es gar nicht so weit von uns entfernt ist.
Es ist näher, als wir uns je an einen Fernsehbildschirm heran wagen würden, nämlich genau in uns und unmittelbar um uns herum. Doch unsere Fernseher wissen das und sehen uns mit Augenschlitzen an, neidisch ob der halb ausgeprägten Sinne, die wir mit uns herumtragen und erfreut darüber, daß wir keinen Gebrauch von ihnen machen.
Würden wir nebst Augen und Ohren allein den Verstand benutzen, während wir in den Fernseher starren, dann würden wir automatisch nicht mehr die Sinne vergewaltigen lassen, von denen wir gar nicht wissen, daß wir sie überhaupt haben. Die Fernsehwerbung, bzw. die Fernsehindustrie, also die Medienlandschaft, sprich die führenden Wirtschaftskonzerne, wissen darum und nutzen dieses Wissen gern und gnadenlos aus.
Besonders in den Werbeblöcken erkennt man die Strategie noch während des Betrachtens. Sie ist durchtränkt von den Botschaften der Seele, den Urgefühlen, dem Seelenheil und den Erkenntnissen aus spirituellen Erfahrungen, doch leider bieten sie nur einen Abstrich dessen, was der Mensch tatsächlich in der Lage zu erfahren wäre, wenn er nicht ständig am Fernseher hocken bliebe.
Da er aber dazu neigt, sich mit wohlschmeckender Kost zufrieden zu geben, ist das Bedürfnis nach diesen Erfahrungen dank ausgeklügelter Werbefeldzüge schnell befriedigt, versiegt und besiegt, um mit dem nächsten Werbeblock wieder angelockt und abgefertigt zu werden.
Die Bedürfnisse nach Urvertrauen werden gleichgestellt und befriedigt mit der kurzlebigen Energie von Wirtschaftsprodukten. Die Werbung, bzw. die Medien, bzw. die Konzerne, bzw. die machthabenden Eliten, haben erkannt, daß es ein wiederkehrendes Ursprungsbewußtsein, ein aufwallendes Ursprungsgefühl, einen inneren sehnsüchtigen Schrei nach einer lange verschollenen Seelenform gibt und sind wieder einmal viel zu schnell dabei, den Leuten ihre Produkte unter die Nase zu halten, indem sie einen Hauch dieser Magie in ihre Blocks mit einfließen lassen.
Der Mensch, ständig auf der Suche nach innerer Selbstverwirklichung, spürt den aufkommenden Wind und öffnet sich für die Antworten des Universums, sehnt sich nach lang vergessenen Werten und Fähigkeiten, die zu Harmonie, Frieden und Liebe führen würden.
Aber er sieht gern fern und so werden über diese Medien die Werte einer materiell ausgerichteten Welt gelobtpreist, doch mit spirituell klingenden Slogans angereichert, so daß der Fernsehzuschauer glaubt, über die Produkte könnten seine neuen auflebenden Ur-Sehnsüchte befriedigt werden.
In einem Land wie Irland, nur zum Beispiel, in dem ein spirituelles Bewußtsein wenigstens im täglichen Sprachgebrauch noch vorhanden ist, selbst dort erkennt man, wie weit die Wirtschaftskonzerne jeden Trend oder Wind nutzen, um über die Medien ihre Produkte gezielt zu vermarkten.
Um deutlich zu machen, wie weit bestimmte Werbeslogans nicht nur auf vorherrschende Geistesströmungen reagieren, sondern auch auf die ursprünglichen Eigenarten des jeweiligen Volkes zugeschnitten sind, folgen nun diese bezeichnenden Beispiele aus der irischen Medienwelt:

Guinness: Believe
Ferrero Rocher: What you give you will receive
Darina Allen: What colour are your dreams?
Tia Lusso: Intuition, the more you use it, the stronger it becomes. Intuition, you just know
Baileys: Let your senses guide you
Milk: Its magic

Man spricht von Glauben, von dem Gesetz des Säens & Erntens, von realistischen Träumen, von der Kraft der Vorahnung, von den Sinnen und von Magie. Ob Kuhmilch für einen Menschensäugling genauso magic ist, wie für ein zentnerschweres Kalb, ist allerdings eine andere Frage. Die Iren, eine Mischung aus kauzigen Bauern und keltischen Weisen, kann man eben am besten an den Euter des Konsummonsters kriegen, wenn man ihnen erzählt, Milch sei magic.
Und was dort also magic ist, muss in Deutschland noch lange nicht gleiche Begeisterungsstürme auslösen. Hier in Deutschland zielen die Werbe-Botschaften doch eher auf das Sicherheitsdenken ab, auf die längst vergebliche Identitätssuche (Guinness: du bist was du trinkst), und auf die unbedingte Arbeitsmoral, bzw. den erzwungenen Arbeitswillen (Milch macht müde Männer munter). Auf diese unsere Eigenschaften und Komplexe sind die Slogans zugeschnitten, denn locken kann man nur mit solchen Häppchen, für die das Opfer anfällig ist.
Sowohl in Deutschland, als auch anderswo, wird die Einstellung des Volkes, sowie deren Bedürfnisse, den Bedürfnissen der Wirtschaft angepasst, nicht andersherum. Das ist am Verhalten aller Beteiligten zu erkennen.


Immer mehr Menschen ist Teil des vergilbten Büchleins → Wir sind das Phi



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