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geschrieben anni Domino 2003/weitere Ergänzungen 2005

Hin und wieder hervorgehoben aus aktuellem Anlass


Dass ich niemals eine denkwürdige Nachricht aus einer Zeitung schöpfte, darüber bin ich ganz sicher… wenn dir das Gesetz bekannt ist, was brauchst du dich um Myriaden von Fällen und Anwendungen kümmern?

-Walden, H.D. Thoreau, um 1854-

Das ist wahr. Wenn wir zum Beispiel einmal pro Woche lesen, daß es 70 Tote im Irak gegeben hat, dann könnten wir auch die Zeitung von vor drei oder fünf Jahren lesen.

Ergänzung 2013, 10 Jahre! nach Erstellung dieses Artikels:70 Tote bei Anschlägen im Irak„.
Ergänzung 2018, Trifft selbstverständlich auch auf Afghanistan zu: „Afghanistan Mindestens 30 Tote bei Anschlag“

Hauptsache man ist auf dem Laufenden. Und wenn es schon jemanden interessiert, ich meine aufrichtig interessiert, dann sollte er sich der Vollständigkeit halber eine Liste erarbeiten, wie viele Opfer durch Krieg und Terror, innerem Regime-Terror, oder von außen gefüttertem internationalen Staatsterror es pro Woche in Somalia, Uganda, Ost-Timor, Afghanistan [s.o.], Sudan gibt oder wo sonst die USA und Vasallen „humanitär eingreifen“. Und vor allem mit welchen Waffen sich ganze Völker entweder gegenseitig zur Strecke bringen oder mit humanitärer Hilfe von außen unterstützt werden, dieses zu tun.
Ein humanitärer Eingriff der USA 1998 im Sudan hatte zum Beispiel die Zerstörung eines Pharmakonzerns zur Folge, der 10000 Menschen das Leben kostete und eine humanitäre Katastrophe auslöste, da hierdurch die medizinische Grundversorgung der Bevölkerung nicht mehr gewährleistet werden konnte. Eine UN-Untersuchung wurde von der USA blockiert. Ein humanitäres Eingeifen fehlte wiederum in Osttimor, dem 1965 vom Weltgerichtshof und den vereinten Nationen ein Recht auf Selbstbestimmung eingeräumt wurde. Indonesien sah sich daraufhin dazu veranlasst, ein ganzes Volk auszurotten und so wurden zwischen 1965 und 1978 ca. 300000 Menschen ermordet. Durch Waffenlieferungen und militärischer Ausbildung von der USA unterstützt. Selbstverständlich kündigte die USA die Zusammenarbeit mit Indonesien – nachdem neben den 300000 Toten auch einige Milliarden Dollar verbucht waren.
Später sollte ein Tsunami 300000 Tote fordern. Diesmal in Indonesien selbst. Selbstverständlich spendete die USA von allen Ländern am meisten. Die Summe hatte eine astronomische Höhe. Sie spendeten fast soviel wie der Irakkrieg pro Tag kostete. Nie war es billiger, das schlechte Gewissen freizukaufen.

So werden die einen Geschehnisse verschwiegen und andere zur Auswahl aufgetischt, so daß man glaubt, man wüsste, was geschieht, nachdem man obendrein auch noch glaubte, man hätte sich selbst ein Bild gemacht.
Doch es gibt ja auch durchaus positive Meldungen. Neue Erkenntnisse im Bereich der Forschung und Technik zum Beispiel – schönen Dank auch. Oder andere überflüssige Katastrophen, deren Sinn und Zweck man nicht begreifen kann. Naturkatastrophen etwa, oder für die Menschheit katastrophale Naturphänomene. Denn eine Naturkatastrophe ist, egal wie schwer sie den Menschen das Leben macht, letztlich nur ein exorbitantes Naturschauspiel, dem der Mensch nicht gewachsen ist. Das kann auf den Menschen zwar grausam wirken, ist aber dennoch keine Naturkatastrophe, sondern nur eine Katastrophe für die Menschen. Eine Naturkatastrophe ist erst dann eine wahrhaftige, wenn die Natur den Eingriffen der Menschheit nicht mehr gewachsen ist und selbst daran zu Grunde geht.
Daß ihr nichts anderes übrig bleibt, als die Menschen in Mitleidenschaft zu ziehen, ist nur verständlich. Daß es hierbei oftmals die Falschen erwischt, ist ihr ebenfalls nicht vorzuwerfen, denn die Natur macht keine Unterschiede zwischen gut und böse. Auch liegt es nicht im Bereich ihrer Verantwortung, welcher Teil der Menschheit reich ist und welcher arm. Und diese Unterschiede werden solange aufrecht erhalten, wie der Mensch in gut und böse unterscheidet. Genauso wie der Mensch fähig ist, in die Natur einzugreifen, genauso sollte er wissen, daß er von ihr und ihrem Tun abhängig ist und somit alles, was auf ihn zurückfällt, die Folge einer Wechselwirkung ist.
Egal, ob es bummst oder wunderbar leuchtet; es scheint oftmals so zu sein, als hätten wir die Wahl zwischen einer wissenschaftlich erwiesenen Erklärung und einer verschwommenen, esoterisch anmutenden Verklärung einfachster Sachverhalte. Doch das Erstaunliche ist, daß viele der wissenschaftlichen Erklärungen für Wunder eben nicht mehr vollkommen einleuchtend sind (oder stets eine neue Version hervorbringen, die ebenfalls an ihre Grenzen stößt) und mehr und mehr Dinge nur noch als bloße Phänomene hingestellt werden können, die eben einfach noch nicht wissenschaftlich erklärbar sind – und somit auch nicht für den Menschen bestimmt sein sollen.
Denn die Wissenschaften erleiden ihre Unvollkommenheit immer da, wo sie das Unerklärliche nicht in ihr Regelwerk unterbringen können. Das führt schließlich dazu, daß sie sich gegenseitig bekämpfen und widersprechen, alleine indem sie alle Jubeljahre eine überarbeitete Version hervorbringen. Wunderliche Phänomene haben hier keinen Platz, solange keine Formel dazu aufgeschrieben werden kann. Und das ist ja nur was sie tun. Eine passende Formel finden, die zwar in sich schlüssig ist und Zusammenhänge erklärt, aber die einfachste Erkenntnis schlichtweg übergeht: Ein Nordlicht oder ein Regenbogen ist einfach nur ein Wunder, nur daß man es heutzutage auch mit Formeln beschreiben kann. Jeder Baum ist ein Wunder, und der Wind, unsichtbar und doch wirksam, ist ein Wunder. Es bleibt ein Wunder, ist wunderschön und reizvoller als jede dafür noch so intelligent herbeigeführte Bezeichnung. Doch nur das ist oftmals eines der anvisierten Ziele dieser Art von Erkenntnissuche; eine theoretisch ausgearbeitete Bezeichnung für das bisher Unerklärliche aufzuschreiben und dafür dann einen Orden um den Hals gehängt zu bekommen. Die verirrte Erkenntnisfähigkeit läßt sich daran erkennen, daß der Orden immer nur dem jeweiligen Wissenschaftler um den Hals gehängt wird und nicht dem Baum der Erkenntnis an sich. Dabei hat doch der Baum oder der Regenbogen diese Achtung verdient und nicht irgendein Schlauberger mit einer Schriftrolle in der Hand.
Folglich, zum Schutze dieser Eitelkeit und der Geltungssucht, werden positive Wunder nicht anerkannt und dem Volk als solche vorenhalten. Obendrein sind die Wissenschaften untereinander gespalten, in sich selbst verliebt, eingefahren und verschlossen und allein dieser Umstände wegen kann ihnen durchaus ein Mangel an Intelligenz vorgeworfen werden.
Wie machtlos die zur Erkenntnis befähigten und lernfähigen Menschen sind, ist an den zahlreichen Katastrophen zu erkennen, welche offensichtlich stetig zunehmen, (oder wird nur verstärkt davon berichtet?) von denen aber jeder bestätigen kann, daß diese uns häufiger aufgetischt werden, als die vielen Wunder, die ebenfalls geschehen und geschehen könnten, ließe man sie einfach zu und würde man häufiger davon berichten. Doch es gilt ja nicht Hingabe, Vertrauen und Harmonie zu propagieren, sondern Angst, Neid und Krieg zu säen. Weil damit ganz einfach besser verdient wird. Mit Kriegen wurde schon immer besser verdient, als mit Geben.

Natürlich, hier werden gerade politische, wirtschaftliche, klimatische, ätherische und spirituelle Ereignisse willkürlich durcheinander gewirbelt. Na und? Wenn der Wirbelwind kommt, oder was für eine natürliche wunderbare „Katastrophe“ auch immer gerade ansteht, ziehe ich es vor, daß alle jene Firmen und Großkonzerne, die angeblich so freigiebig in den Umweltschutz investieren, daß eben diese, anstelle meines zusammengezimmerten Gartenhäuschens, fortgeweht werden. Von mir aus könnte zudem auch noch der Bundesreichstag mit einem Wunderwind einmal ordentlich von Innen ausgefegt werden, das würde ich als wahres Wunder bezeichnen. Und wenn nur ein Sturm mal die gelben Tonnen umwörfe, täte ich allein dies Ereignis schon als ein Wunder Gottes bezeichnen, herbeigeführt durch die Kraft seiner wirbelnden Umweltengel! Hauptsache mein Kräutergärtchen, meine bescheidene Gemüseernte, mein Apfelbaum, mein Komposthaufen, mein Schmelztiegel, mein Quellbrunnen, meine zwei Hühner, mein Schäflein, und alles was mir sonst lieb und lebenswert erscheint, hauptsache das alles kommt unbeschadet davon! Was interessiert mich die Regierung oder meine schwarze bis gelbe Tonne? Was interessiert es mich, wenn der ruhestörende Mann mit dem rückwärtsgepolten Staubsauger seinen lärmbelästigenden Job verliert und plötzlich kein Laub mehr von rechts nach links über die Straße blasen darf? Was interessiert mich das Abschalten der Atomkraftwerke? Was interessiert mich der Untergang von Siemens, IBM, Bayer, RWE, Thyssen-Krupp oder was sonst alles da draußen die Luft verpestet, Waffen schmiedet, Staudämme und Atomkraftwerke baut, hierzu Völker zwangsumsiedelt und neben aller meinentwegen sonstigen sinnvollen Tätigkeit eben gerne auch von Konflikten im Ausland profitiert? Was interessiert mich der Stop dieser ganzen anhängigen Produktion? Was interessieren mich die Folgen im Inland, nach dem Stop dieser destruktiven Wirtschaftsform? 100000 Arbeitlose? So ein Unsinn. Es gibt genug Unrat im heiligen, da heilenden, wundervollen Wald und anderswo, den man beseitigen könnte und man muß dazu niemanden per Zwangsbefehl abkommandieren. Es gibt genug Menschen, die eine helfende Hand benötigen, genug denen man, ohne sich ungefragt aufzudrängen, seine Hilfe anbieten kann. Genug Menschen und genug Wunder, die im eigenen Vorgarten auf uns warten, damit wir sie wahrnehmen und pflegen.

Wunder bleiben so lange Wunder bis sie nicht mehr als solche dargestellt werden. Doch Wunder können unabsehbare Folgen haben, gerade dann, wenn jeder Mensch auf Erden sich im Innersten seiner Seele danach sehnt und erfahren würde, daß sie tatsächlich möglich sind. Toyota weiß das schon lange.

Viele Ereignisse sind nicht mehr zu erklären, vor allem dann nicht, wenn es sich um Katastrophen handelt. Wenn keine Erklärung gefunden werden konnte, war es entweder menschliches Versagen, oder es war mal wieder ein technischer Defekt, was sanft umschrieben das gleiche ist. Kann es nicht aber sein, daß viele der technischen Errungenschaften mittlerweile veraltet sind, während man die Warnungen der Natur oder anderer universeller Einflüsse in aller Hetz und Hast überhört?

Der Beginn einer neuen Dimension ist ein Todesurteil für viele Gebilde überholter Dimensionen. Diese neue Dimension verlangt mehr von uns, als bloß Elchtests bestehen zu können. In den Sphären, in denen sich diese neue Dimension bruchstückhaft offenbart, zerschellen die Raumsonden des alten Weltbildes in regelmäßigen Abständen an ihrer Schallmauer. Dazu wird es gewiss auch noch kommen. Ich für meinen Teil freue mich schon jetzt darauf, wenn kein einziges Handy mehr funktioniert. Aber nur, wenn die Natur das so will. Doch wahrscheinlich wird es wieder der paranoide Politiker im Namen seines Vorgesetzten veranlassen, das Handynetz abzuschalten, weil ihm das einstimmige kritische Gerede der Masse so langsam ein wenig zu brisant wird.

Es gab eine Zeit, da waren es die Wunder, die als unerklärliche Phänomene betitelt und vor allem hervorgehoben wurden. Bis die Wissenschaft sich einmischte, hat man dafür die Hexen und Zaubermeister verantwortlich gemacht. Um Rat gefragt hat man sie nicht, und somit stehen die Wissenschaften wieder alleine da, in ihrer Erklärungsnot. Das Blatt wendet sich. Wenn der Wind weht. Wunder kehren wieder.

Doch wir sind viel zu eingefahren, in unserer durchgeweichten Sofalandschaft, als daß wir wundersame Ereignisse als Tatsache akzeptieren könnten. Wirkliche Wunder geschehen immer noch, nur sind sie es nicht, die den Platz der Zeitungen belegen, sondern ausschließlich die Bad News. Selbst fundierte wissenschaftliche Erkenntnisse werden stets nur dem Zeitgeist angepasst oder eben nicht weiter beachtet. Wenn Wunder geschehen und davon berichtet wird, dann handelt es sich meist um Glücksfälle während einer Katastrophe, von denen niemand behaupten würde, es handelte sich hierbei nicht um ein Wunder. Wir kennen die Wunder des Lebens und die Wunder der Technik. Kennen wir denn die Hintergründe? Warum wird mehr auf die alteingesessen Weltvorstellungen gehört, obwohl vor der Tür schon der Nachwuchs steht, handfeste Beweise in den Händen haltend? Was wäre wohl das größte Wunder auf Erden derzeit? Frieden in allen Ländern der Erde? Oder vielleicht kostenloser Zugang zur Energie für alle Menschen? Kostenfreie Energie? Energie? Was ist Energie? Warum zum Teufel muß es den Menschen etwas kosten, wenn er doch selber nur Energie ist? Und warum zum Teufel gibt es wohl keinen Frieden in allen Ländern der Erde?

Ja, da hat man wohl schlichtweg die Zusammenhänge ignoriert, die auf einen ziemlichen Wahrheitgehalt hindeuten, während man lieber der Lüge Glauben schenkte und sich zur seiner vorgeblichen Sicherheit versklaven ließ.

Doch Schuld an der allgemeinen Ignoranz ist im Grunde keiner oder alle und die Gruppe von Leuten, die das Zepter in der Hand halten, versuchen nur die in dieser Zeit erreichte Bewußtseinsebene aufrecht zu erhalten, weil sie auch nur auf dieser Ebene die Macht beibehalten können, während die Menschheit seit ihrem Bestehen nicht umsonst die Fragen aller Fragen im Hinterkopf behält, um sie hin und wieder auch mal zu stellen: Warum sind wir eigentlich hier? Was ist unsere Bestimmung? Wo kommen wir her? Was ist unsere Aufgabe? Was übersehen wir? Wo liegt das Glück verborgen?


→ Bad good new good bad news ist ein Kapitel aus dem Büchlein Wir sind das Phi