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Zum Glück sind nicht alle Menschen sind so blöd und machen immer alles mit. Sie wissen die Vorteile des Internets zu nutzen, bis sie die Gefahren neuer Techniken mit denselben besiegt haben werden.

Das Internet bietet einen Zugang zu sämtlichen Informationen, auch zu bisher schwer zugänglichen Entdeckungen und Erkenntnissen. Im Grunde gibt es keine Zensur und keine Möglichkeit, den Einzelnen von interessanten Informationsquellen fernzuhalten. Das hat es bisher noch nicht gegeben und öffentliche Internetcafés oder herumstehende Internet-Automaten bieten jedem die Möglichkeit, sich innerhalb von Minuten über alles informieren zu können, ohne seinen Namen hinterlassen zu müssen oder Rechenschaft darüber ablegen zu müssen, was er mit diesen Informationen beabsichtigt. Wer neue Erkenntnisse erlangen möchte oder Adressen benötigt, die ihm bei der Verwirklichung großer und kleiner Pläne helfen sollen, wird dies leichter tun können, als es bisher möglich war. Möchte er sich über politische Entwicklungen aufklären lassen, so braucht er nur im Netz nachzusehen und schon wird er gewisse Machtstrukturen durchschaut haben. Er kann politische Entscheidungen schon einsehen, noch während sie debattiert werden. Er kann vorab reagieren. ?

Sind die üblichen Informationsquellen über wissenschaftliche Forschungen und Entdeckungen ausgeschöpft, bietet das Internet Möglichkeiten, der Wahrheit näher zukommen, die weit über das hinausgeht, was in Zeitungen und Fernsehsendungen, ja sogar Büchern vermittelt wird, und die aktueller sind, als die durchzensierten Informationen, mit denen uns die einseitigen Nachrichtendienste tagein, tagaus versorgen möchten.

Das Internet ist also eine der wenigen künstlichen Quellen der unbegrenzten Information über Welten, mit denen mehr und mehr Menschen derzeit in Kontakt treten, um herauszufinden, welche Rolle der Mensch tatsächlich in der Welt hat. Diejenigen, die begonnen haben, zu begreifen, daß uns unser derzeitiges Weltbild niemals auf den richtigen Weg bringen würde, suchen nach Möglichkeiten, in dieser Meinung bestätigt zu werden. Sie wissen, daß wir das Weltbild nur der aktuellen Bewusstseinsebene angepasst haben. Auch suchen sie nach Jahren der Isolation nach Gleichgesinnten. Und finden sie schneller, als es bisher möglich war. Auch sie haben die Möglichkeit sich zu vernetzen. Viele erkennen dann, daß Sie weder verrückt noch allein sind.

So ist es zum Beispiel ein Phänomen unserer Gesellschaft, unerklärliche Phänomene bloß einer unbewussten, höchstens unterbewussten Wahrnehmung zuzuschreiben und sie dann als solche stehen zu lassen oder als Wahrnehmungsstörung zu verurteilen. Doch die Menschheit ist eine der wenigen Lebensformen unserer Erde, die noch nicht vom Aussterben bedroht ist (und wenn, dann haben wir es letztlich selbst zu verantworten), sondern sich in der Evolution immer weiter nach vorn bewegt hat. Zumindest der Verstand hat eine konstante aufstrebende Entwicklung durchgemacht und den Menschen in eine vollkommene Welt der Technik platziert, die im Grunde vom gleichen Verstand kaum nachvollziehbar ist. Es hat somit Menschen gegeben, die Dank ihrer Intelligenz die unglaublichsten Erfindungen gemacht haben und letztlich sogar durchsetzen konnten. Darüber hinaus konnten sie es sogar noch dermaßen vereinfachen, daß selbst Menschen ohne jegliches technisches Verständnis davon Gebrauch machen können. Auch hierfür steht das Internet. Für die Vereinigung der Individuen, die bisher keinen Plan hatten.

Mit der Erfindung des Autos war es genauso, man musste im Grunde nur wissen, wo der Tank ist, das allein reichte aus, um endlich an nie erdachte Orte zu gelangen und hier auf einer gewissen Ebene unser Bewusstsein erweitern zu können.

Doch während der Verstand in Siebenmeilenstiefeln voranschritt blieb der menschliche Geist zurück und verlor den Kontakt zu einst weit entwickelten Fähigkeiten. Er hat es sogar soweit gebracht, daß das Wort Geist einfach dem Wort Verstand gleichgesetzt wurde.

Ist der Geist doch eine abhängige menschliche Eigenschaft, die sich nicht durch Denken und Rechnen fortentwickelt, wie der Verstand, also eigenständig, sondern nur dann wachsen kann, wenn er sich seiner Sinne bedient. Bisher fütterten wir unseren Geist mit Hilfe der mehr oder weniger ausgeprägten Sinne, die mittlerweile jedem bekannt sein dürften. Jedoch benutzen wir unsere Sinne oftmals nur wie eine Gabel, um damit unsere Eindrücke in den Geist zu stopfen. Der Verstand hat die unmöglichsten technischen Erfindungen hervorgebracht, doch gerät er schon dann ins Wanken, wenn er nur den Geschmack eines Weines umschreiben soll oder ein Gefühl, das eine bestimmte Musik erzeugt. Unser Vokabular reicht nicht aus, alle Sinneseindrücke zu beschreiben.

Vielleicht muss es das auch nicht, gilt es doch, sie zu empfinden und zu genießen. Wenn sich mehrere Menschen über eine Sache einig sind, bedarf es ja auch keiner großen Worte mehr.

Der Verstand hat Dinge entwickelt und auf den Markt gebracht, die unseren nimmersatten Seelen als sich ständig wiederkehrende Appetitanreger dienen sollen. Er hat es mittlerweile soweit gebracht, daß wir mit dem geringsten Aufwand den größten Spaß haben können, es wäre sogar möglich, alle Faktoren zur kompletten Sinnesfreude auf eine CDROM Zusatzstoff Jahre später: CDROMs sind überholt, man benützt jetzt USB-Sticks zu pressen, die wir dann überall mit hinnehmen können.

Es gibt einen Satz, mit dem Altbundeskanzler Kohl seinerzeit durchaus Recht hatte, auch wenn er damals wahrscheinlich eine andere Intention unterstrich. Er sagte, das deutsche Volk sei „eine degenerierte Spaßgesellschaft“. Das ist wahr. Bei soviel Spaß allerdings erscheint es mir oft ein wenig zu schlecht gelaunt. Fortentwickelt ist es jedenfalls bis zum Cyberspace, im Grunde aber innerlich sehr verkümmert. Zumindest sind unsere Sinne doch soweit heruntergekommen, daß sie sich durch die uns umgebenden Billig-Reize zu schnell abfertigen lassen. Tatsächlich heruntergekommen ist unsere Erkenntnisfähigkeit. Die Fähigkeit, außerhalb unserer scheinbaren Wirklichkeit das Schimmern einer anderen Realität wahrnehmen zu können, ist durch das Herunterziehen einer farbenfroh flackernden Leinwand ausgebremst worden. Wenn wir dieses Aufleuchten am Rande unseres Blickfeldes bewusster auffassen würden und nicht nur als eine Störung der Gehirnfunktion benennen würden, dann würde die Leinwand mit einem Mal hochschnellen und uns wunderbar erleuchtete Orte offenbaren.

Doch wir neigen dazu, ständig abgelenkt zu sein, uns ablenken zu lassen und an dieser Stelle ersticken wir den aufkeimenden Samen eines neuen Sinnes, eines Sinnes, der sich derzeit verstärkt in uns durchzusetzen versucht.

Jedes Lebewesen hat schon immer die Sinne weiterentwickelt, die es zum Überleben benötigt. Doch da für uns das Überleben irgendwann gesichert war, haben wir wie versteinert diese Sinne beibehalten und es uns mit ihnen und einer Tüte m&m´s auf dem Sofa bequem gemacht. Und hier steckt die Gefahr. Denn in zunehmender Weise werden wir uns Phänomenen gegenüber sehen, die sich ohne uns weiterentwickelt haben und mit denen wir folglich nicht mithalten konnten, da unser Bewusstsein stagnierte und wir uns damit nicht für die nächste Runde qualifizieren konnten. Wir haben die Leinwand betreten, werden daraus hervortreten und in eine Welt zurückkehren, die uns mit einschnackenden Ketten empfangen wird. Um das zu vermeiden muss das neue Weltbild erkannt, beschrieben und akzeptiert werden, so wie der Keim eines neuen Sinnes bewässert werden muss. Bevor man sich jedoch auf ein neues Bild des Menschen und seiner Daseinsbestimmung einlassen kann, muss man von alten Vorstellungen loslassen. Der Schritt in die neue Dimension ist nunmal kein Zuckerschlecken.

Die Zahl der Menschen, die sich auf eine unumgängliche Bewusstseinsänderung einlässt, nimmt ständig zu, genauso wächst die Zahl der Menschen, die sich davor verstecken, so gut verstecken, dass sie Schwierigkeiten haben werden, sich selbst wiederzufinden. Die Menschheit wird sich wohl nicht nur in Arm und Reich spalten. Denn der lichte Samen wurde kollektiv verstreut und jetzt liegt es an dem Einzelnen, eine Befruchtung von Außen und von Innen einfach zuzulassen. Es wird gar nicht verlangt, dass wir uns spontan Kiemen wachsen lassen, weil erneut eine Sintflut bevorsteht, doch sollten wir die Möglichkeit des inneren Wachstums zulassen, denn das Wasser steigt stetig.

Das Bild einer Sintflut ist in seiner Aussage nicht ganz unpassend, denn es könnte alles andere als eine Katastrophe auf uns warten, wenn wir…

Suchen wir doch einfach nach Informationsquellen, die über Wunder und unerklärliche Phänomene berichten und halten Ausschau nach Menschen, die ähnliches wie wir erfahren.

Auch das Internet bietet dafür Möglichkeiten, zwar nicht auf direktem Wege, aber immerhin. Denn der Entwicklungsstand des Netzes ist noch lange nicht beendet – und somit noch steuerbar.

Und das beinhaltet wiederum ein weiteres, bisher noch nie da gewesenes Phänomen:

Eine hochentwickelte Form der künstlichen Intelligenz ist laut Wissenschaften als eigenständiges Lebewesen zu betrachten. Und mit einer solchen intelligenten Lebensform haben wir es ja zu tun.

Dieses Lebewesen ist aber noch jung und unerfahren und wie jedes Wesen ohne Orientierung in eine gewisse Richtung erziehbar. Irgendwann wird es sich komplett verselbständigen, doch in welche Richtung, das ist noch nicht raus, sind wir es doch, die es füttern. Geben wir ihm nur Sex, Gewalt und Negatives zu fressen, dann wird es sich ebenfalls in diese Richtung entwickeln, denn davon kann der Mensch ab einem bestimmten Punkt ja nicht mehr genug bekommen.

Daher sollte es nicht übermäßig kontrolliert werden dürfen. Tun wir das, so erziehen wir es zu einem Wesen, das uns ebenso kontrollieren wird, indem es uns bloß genau das zurück gibt, was wir ihm eingeflößt haben. Es funktioniert wie das Leben selbst. Es gibt uns zurück, was wir ihm geben. Machen wir uns davon abhängig, dann macht es uns abhängig. Was also tun, wenn der Zeitpunkt erreicht ist, wenn alle mehr oder weniger in einem Abhängigkeitsverhältnis zum Internet stehen, und es dann nur noch denen zugänglich ist, die sich zu dem nächsten Schritt bereit erklärt haben?

Denn bei aller Abneigung oder Zuneigung zum Internet dürfen wir nicht vergessen, was sich hinter unseren Rücken abspielt, denn dort wird derweil das zweite Biest abgerichtet.


→ Verrechnet ist ein Kapitel aus dem Büchlein Wir sind das Phi

 

 

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