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Wie immer fängt alles ganz harmlos an. Dann kommt die Veränderung. Diese spaltet alt von neu. Dazwischen liegt der Konflikt. Wenn man mit der Veränderung nicht zurecht kommt.
Man sagt auch, die einzige Konstante sei Veränderung und so verändert sich mit der Welt der Mensch und einhergehend seine Weltanschauung. Die Weltanschauung eines jeden Menschen steht jedoch oftmals im Gegensatz zu dem vorherrschenden wissenschaftlichen Weltbild. Nach letzterem soll eine auf das Ganze des menschlichen Lebens abzielende Sinndeutung hervorgehen, nach der sich eine Rangordnung der Werte ergibt, die das Handeln der Menschen bestimmen.
Und während die verschiedensten Weltanschauungen das Handeln der Menschen tatsächlich auf’s Vielseitigste bestimmen, bestimmt das wissenschaftliche Weltbild zwar ebenfalls das Handeln der Menschen – doch tut es dies, ohne eine auf das menschliche Leben abzielende Sinndeutung mit sich zu bringen, die für jede persönliche Weltanschauung in hilfreicher Weise anwendbar wäre. Zwar liefern verschiedene Wissenschaftsbereiche oftmals Erkenntnisse und Wahrheiten, den Weg zu einer allumfassenden Erkenntnis bereiten sie jedoch nicht, da ihre Studiumobjekte im steten Wandel sind, so daß sich ohne eine allumfassende Erkenntnis auch keine für die Allgemeinheit erträglichen Handlungsweisen anbieten.

Und schon haben wir den Salat.

Derweil sieht sich der Mensch gezwungen, seine eigene Weltanschauung dem allgemein gültigen Weltbild unterzuordnen, alle Jubeljahre neu geltende Vorgaben daraus abzuleiten und seine Anschauung mit vorgesetzten Bildern abzugleichen; neue Erkenntnisse ersetzen die alten, der Menschen Sichtweise verändert sich und neue Wertvorstellungen kommen hinzu.
Ob sich allerdings die Menschheit hierbei stetig weiterentwickelte, läßt sich meines Verachtens nicht mit Sicherheit sagen. Was ist es auch für ein Fortschritt eines Lebewesens, wenn die Entwicklung sich nicht im Einklang mit der Natur vollzog, das Mitspracherecht der Natur nicht beachtet wurde und über sie hinweg entschieden wurde? Was für ein Mensch entwickelt sich daraus und welches Weltbild entsteht dadurch, wenn darüber manch anderer Prozess auf unnatürliche Weise von Menschenhand herbeigeführt wird? Besser gesagt: Vom Menschenhirn. Ganz besonders von solchen Hirnen, die ein ganz bestimmtes Weltbild, ganz bestimmte Wertvorstellungen, für ganz bestimmte Bevölkerungsgruppen vorlegen und durchsetzen möchten.
Schließlich war es auch das Menschenhirn, das die Theorie der Evolution vom Affen zum Menschen konstruierte. Der Affe würde jedenfalls nicht auf so eine Idee kommen. Warum glaubt der Mensch, er stamme vom Affen ab? Will sein Hirn nicht etwa lediglich behaupten, es könne die Erschaffung der Welt allein deswegen besser erklären, weil es sich weiterentwickelt hat, als das eines Affen? Der Affe behauptet von sich aus jedenfalls nichts dergleichen, sondern zeigt nur mit dem Finger erst auf sich, dann auf uns und lacht sich schließlich kaputt.
Der Mensch kann natürlich glauben, was er will. Er kann glauben, daß er vom Affen abstammt, er kann glauben, daß er von Adam abstammt, er kann glauben, daß er von den Sternen abstammt, er kann glauben, was er will. Hier wird weder die eine, noch jede andere Theorie in Frage gestellt. Diese Schrift zehrt in erster Linie von der Hoffnung, daß die Glaubens-, Willens- und Seelenfreiheit jedes einzelnen Menschen für immer fortbestehen bleibt und jeder glauben darf, was er will.
Dem Begründer dieser Schrift ist das ziemlich egal. Er glaubt ja auch was er will. Er ist sogar ein zutiefst gläubiger Mensch. Aber von ihm ist gar nicht die Rede. Er hat nur mitgeschrieben, während er das Eine glaubte und das Andere nicht.


Würde könnte ist ein Teil des vergilbten Büchleins Wir sind das Phi


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